Musikclub Marias Ballroom https://www.tiefgang.net Fri, 15 Sep 2023 11:33:56 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 Von Metzgern, Punk und Gier https://www.tiefgang.net/von-metzgern-punk-und-gier/ Fri, 22 Sep 2023 22:39:19 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=10297 [...]]]> Es ist wieder so weit: das Netzwerk SuedKultur lädt Euch zur 13. Music-Night und somit zum Club- und Band-Hopping! Auch im Marias Ballroom …

Es ist wieder so weit: das Netzwerk SuedKultur lädt Euch zur 13. Music-Night und somit zum Club- und Band-Hopping! Auch das Marias Ballroom in der Lasallestraße 11, 21073 Hamburg-Harburg ist dabei und gibt mächtig auf die Ohren! Gleich fünf Acts sind angekündigt. Das Line-up: 19:15 Uhr Rondoprinz | 20:15 Uhr MetzgerButcher | 21:20 Uhr Grace de Gier | 22:40 Uhr Talkin’Secret | 24:00 Uhr Kaspar Baum.

Rondoprinz

Mit Band nennt er sich RONDOPRINZ aber auch solo ist CHRISTIAN BIGOS ein Orchester. Ein seltenes Exemplar – ein vom Leben gebeutelter Typ – Lieder unter ganz realen physischen Schmerzen gebärend, die man sich nicht vorstellen kann. Einer, der mittlerweile eine Weisheit und ein Licht in seinen Styles hat, wie man sie sich von einem großen, wohlwollenden Popeklektiker wünscht. www.rondoprinz.de; Rondoprinz: Gesang , Gitarren, Bouzoukis, Mundharmonika undundund …

MetzgerButcher

Electro-Indie-Post-Punk-Rock aus Bonn: Nach dem Ende ihres 1991 gegründeten Punkrock-Trios Wantu & The srie 4’s im Frühjahr 2020 wollten Larry Butcher und Hans W. Metzger noch einmal neu starten – mit musikalisch ähnlichem Anspruch, einer elektronischen Rhythmus-Maschine und einem neuen Namen. In den ersten beiden Jahren ihres Bestehens haben MetzgerButcher zwei EPs und zwei Digital-Singles veröffentlicht. Im Juni 2023 ist das Debüt-Album des Duos erschienen. www.metzgerbutcher.de

Grace de Gier

Grace de Gier ist mehr als Stimme und Talent! „Ich liebe es, auf der Bühne alles zu geben! Nicht nur ein Konzert zu geben, sondern eine unvergessliche Show. Ich bin nicht nur Sängerin und Songwriterin, ich bin auch Performerin!“

Die kolumbianische niederländische Singer-Songwriterin ist bekannt für ihren einzigartigen Stil, Indie-Ästhetik mit einem Mainstream-Rock-Sound zu mischen. Ihre kompromisslose Herangehensweise an das Genre brachte ihr letztes Jahr den Golden Mara International Award in der Kategorie „Pop-Rock-Sängerin des Jahres“ ein. Sie wurde vom Rolling Stones-Magazin als große Hoffnung für die Rockmusik gewürdigt.

 Talkin’Secret

Talking Secret ist eine Vier-köpfige Post-Punk-Band aus Hamburg. Sie kombinieren eingängige Riffs mit einer treibenden Rhythmussektion. Ihre Einflüsse sind Bands wie The Smiths, The Cure und Oasis. Die vier Bandmitglieder spielen seit Ende 2021 als Band zusammen. Es handelt sich um Marti und Nick Borchert sowie Lukas und Luis Schütte. Marti und Nick Borchert haben in der Vergangenheit bereits bei der Band Fading Bloom gespielt. Während dieser Zeit haben sie bereits mit Lukas Schütte freundschaftlich gejammt. In dieser Zeit spielte Lukas Schütte auch in der Band Bittersweet Honeydew. Als Fading Bloom sich während Corona trennte.

 Kaspar Baum

Bereits im vergangenen Jahr sorgten Kaspar Baum aus Utrecht um Sänger/Produzent Erny Green (u.a. Joy Division Undercover) mit ihrem Debütalbum „Vuurland“ und einer Reihe feuriger Konzerte (u.a. ausverkauftes dB’s und Tivoli/Vredenburg) für Furore. . Im Moment konzentriert sich die Band darauf, ein zweites Album zu schreiben und aufzunehmen.

Liebhaber haben bereits eine Vorschau auf das neue Werk (und natürlich auf „Vuurland“) gesehen, die erste Single war „Wheel“ im Januar 11 hat das ganze Licht gesehen und auch das Video wird das Meer noch lange nicht aufwachen lassen. Fans von Bands wie Wilco, Arcade Fire, Radiohead, Joy Division, The Sound und erfolgreichen Bands werden bestens bedient. In der großen bösen Welt läuft im Moment alles schief, aber in Stathe kann man mit Kaspar Baum sogar den aktuellen Zeitgeist lassen, den dann kein anderer darzustellen weiß.

Eintritt: 7,50,-€ beim ersten Club Eurer Wahl. Mit dem dann erhaltenen Armbändchen kommt Ihr an dem Abend auch in alle anderen Clubs.

Weitere Acts unter www.sued-kultur.de.

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Die lauten Geheimtipps https://www.tiefgang.net/die-lauten-geheimtipps/ Fri, 15 Oct 2021 22:36:33 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=8501 [...]]]> Still war´s lange genug. Es wird also Zeit wieder mächtig was auf die Ohren zu bekommen und so lädt die 11. SuedKultur Music-Night am Sa., 23. Oktober in Marias Ballroom zu bisher in Hamburg noch recht unbekannten Acts.

 Die SuedKultur Music-Night in Marias Ballroom ist für die Gäste oft das Sprungbrett ins Hamburger Konzertgeschäft. Für die Harburger sind es meist die Perlen von Morgen. Und so startet um 18 Uhr die Mense Band mit handfestem Rock´n´Roll. Seit 1992 und als Fan der Musik der guten alten Zeit, wo die Beatles die komplette Top 10 belegten und Chuck Berry mit seinem Duckwalk über die Bühne flog, spielt Mense und solo seit 2020. Mit einer Menge unbenutztem Material im Songbuch ging er ins Studio und fing an, seine eigenen Sachen aufzunehmen. Ohne Band, nur er mit einer

Handvoll Gastmusikern. Er dankt noch heute seinem Vater dafür, ihm die erste AC/DC Platte geschenkt zu haben. Als Frontmann von Axid Rain viel auf Tour, veröffentlicht er nun sein erstes eigenes Album „Joy in Solitude“. Solo mit Akustikgitarre oder komplett mit Band präsentiert er sein neues Werk, wo natürlich der ein oder andere Beatles oder CCR Song nicht fehlen darf.

Um 19.20 Uhr startet dann „Aber Echt“ in echt. Deutscher Pop und Rock aus Nordrhein-Westfalen. „Aber Echt!“ ist eine Vier-Mann-Kombo aus Soest, Lippetal und Bergkamen und doch sind sie eine gemeinsame Sache! Musik! Aus eigener Feder. Auf deutsch. Mit Herz und Wumms!

Um 20.40 Uhr bietet „Rules Of This Game“ groovigen „Electrative Rock“. Ein überwältigender Sound und eine Performance die hängen bleibt. So mancher Konzertbesucher staunt nicht schlecht darüber, was zwei junge Menschen auf der Bühne rüberbringen können.

2018 gründete sich das Duo in Köln. Alessa und Joe verbinden Alternative Rock, Electro Pop, Dance, Hip Hop und Pop Punk mit vielschichtigen Texten in englischer Sprache. Obwohl sie das musikalische Rad nicht neu erfinden, entsteht durch das Mischungsverhältnis der Stilrichtungen, sowie durch den markanten Gesang der Frontfrau, eine Musik, die außergewöhnlich und eingängig zugleich ist. Sie selbst bezeichnen ihren Stil als „Electrative Rock“. Euphorie und Melancholie liegen dabei oft nah beieinander, denn mal gewinnt man, mal verliert man – das sind die Spielregeln! Ganz im Sinne des Bandnamens, der sich darauf bezieht, nach welchen Regeln die Welt spielt und warum es manchmal sinnvoll sein kann, diese zu brechen.

Die „Diamonds Seagulls“ lassend dann ab 22 Uhr ihren GlamRock ertönen. Die Schwarzwälder Truppe heißt willkommen im Jahr 1983. Glam-Rock und Heavy Metal regieren die Welt. Das Leben ist aufregend, wie eine nie endende Party und du bist mittendrin. Genau das vermitteln dir die Diamond Seagulls. Spür` die Hitze, die Energie und verlier dich in einem Cocktail aus Farben.

Musik, gepaart mit eine Menge Selbst-überzeugung und Humor sind der Treibstoff für einen unvergesslichen Abend!

Um 23.20Uhr heißt es dann „Easy Easy“. Die Band lässt die Nacht mit Indie-, Surf- und PopRock im, Ballroom an- oder ausklingen. Check in and Check out!

Ort: Marias Ballroom, Lasallestraße 11, 21073 Hamburg

 

Eintritt wird einmalig beim Club Deiner Wahl gezahlt und mit dem dort erhältlichen Bändchen stehen ab da alle weiteren Club-Pforten offen, so denn die 3- oder 2-G-Regeln nachweislich eingehalten werden. In Marias Ballroom gilt die 2G-Regelung – also Zutritt, wer nachweislich genesen oder geimpft ist. Einchecken vor Ort mit Luca App oder Zettel ausfüllen!

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Fight for Live! https://www.tiefgang.net/7230-2/ Fri, 18 Sep 2020 22:12:59 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=7230 [...]]]> Seit 10 Jahren ist die SuedKultur Music-Night die große Leistungsschau der wachsenden Zahl an Harburger Live-Musik-Clubs und ausgerechnet zum Jubiläum  zählt vor allem eines: dicht bleiben! Also geht´s nun ab vor die Tür. Und das Programm steht und kann sich sehen und hören lassen!

Gut 50 Bands fast aller Facetten des Musikgenres treten an elf Festivaltagen in Harburg auf. Mal auf dem Schwarzenberg, mal vor dem Rathaus, mal im Hafen! Und mal organisiert vom Irish Pub The Old Dubliner (Lämmertwiete), Marias Ballroom (Lasallestraße) oder dem Kulturcafé Komm du (Buxtehuder Straße). Und alle eint eines: der Kampf für die Live-Musik! Und so lautet auch der Titel der Marathon-Open-Airs „Fight for Live!“.

Möglich wurde dies durch eine ad hoc-Förderung der Behörde für Kultur und Medien Hamburg, um zumindest den Kulturbetrieb noch möglich zu machen so lange das Wetter es zulässt. Die Chance haben sich die Drei von der SuedKultur-Initiative nicht nehmen lassen und haben mit einem enormen Kraftaufwand etwas auf die Beine gestellt, was Harburg so noch nicht erlebt haben dürfte.

Je Band sind bis zu 200 Gäste nach Hygienekonzept zugelassen. Der Online-Vorverkauf startet in Kürze unter www.fightforlive.de

Das Programm:

25.09.2020 auf dem Schwarzenberg          

The Old Dubliner präsentiert:

18.00 Uhr: MacPiet – Irish & Scottish Folk / Rock-Pop

19.30 Uhr: Dennis Adamus – Singer/Songwriter & Famous Guitarist

21.00 Uhr: Delta Doppelkorn Blues Band – Harburgs Urgesteine

22.15 Uhr: Falke Collective – Trio born in Old Dubliner

26.09.2020 auf dem Schwarzenberg          

Marias Ballroom präsentiert:         

16.00 Uhr: Blind Man´s Gun- Heavy Rock

17.30 Uhr: Betty Fort Houseband – Old School Classics

19.15 Uhr: Bon Scott – AC7DC-Tribute-Band

21.00 Uhr: Lord Bishop Rocks – Hardrock, Funk, Blues, Jazz, Reggae

22.45 Uhr: Sign X – prämierte Classic-Rockband

02.10.2020 auf dem Kanalplatz

Kulturcafé Komm du präsentiert:

17.00 Uhr: Tom Jack & The Big Harmonicaman – Blues

18.30 Uhr: The Night Walkers – Blues

20.00 Uhr: Joseh – Indie-Folk

21.30 Uhr: Abi Wallenstein & Hobo – Blues

 03.10.2020 auf dem Kanalplatz

The Old Dubliner präsentiert:

16:00 Uhr: evtl. singING

18.00 Uhr: evtl. Veermaster

19.30 Uhr: Pickville

21.00 Uhr: Die Geilen Partyvirtuosen

09.10.2020 auf dem Harburger Rathausplatz

Marias Ballroom präsentiert:

18:00 Uhr: Davee Jones – fuckin´ Rock´n`Roll

19.30 Uhr: CC-Top – Cover-Band

21.15 Uhr: Exile (NL) – Rolling Stones Tribute

22.45 Uhr: Hardbone – Hardrock

 10.10.2020 auf dem Harburger Rathausplatz

Kulturcafé Komm du präsentiert:

17.00 Uhr: Selva Negra – Flamenco

18.30 Uhr: Charlotte & Ralf – Improtheater

20.00 Uhr: Zariza Gitara – Gipsy

21.30 Uhr: tba

 16.10.2020 auf dem Schwarzenberg

Marias Ballroom präsentiert:

18:00 Uhr: Sloppy Joe´s  – Heavy Rock

19.30 Uhr: Frollein Motte – Herzpop, Rock

21.15 Uhr: Songs to U2 – Coverband

22.45 Uhr: 5th Avenue – Rock auf Deutsch

17.10.2020 auf dem Schwarzenberg          

The Old Dubliner präsentiert:

17:30 Uhr: Irish Gatherin – Folk

19:00 Uhr: Mikel OneTwo – Rock´n´Roll, Rockabilly und Blues

20:45 Uhr: Gain7 – Bluesrock

22:00 Uhr: Rock Departement – Rock

23.10.2020 auf dem Kanalplatz

The Old Dubliner präsentiert:

17.30 Uhr: tba

19.15 Uhr: Querbreit – Rock-Cover-Band

20.45 Uhr: Steve Kavanagh – Irish Folk & Rock

22.00 Uhr: Jack in the Green – Irish Folk & Rock

24.10.2020 auf dem Kanalplatz      

Marias Ballroom präsentiert:

16.00 Uhr: Sammy Barry feat. Fred Zahl – Rock

17.30 Uhr: Van Wolfen – Rock

19.15 Uhr: Marios Westernhagen Tribute

20.45 Uhr: Jimmy Cornett & The Deadmen – Southern-Rock

22.45 Uhr: AC/Dynamite – AC/DC-Covers

25.10.2020 auf dem Kanalplatz

Kulturcafé Komm du präsentiert:

15.00 Uhr: Folky June – female Bluegrass

16.30 Uhr: In2Blues – Blues

18.00 Uhr: Stew ´n` Haggis – Irish & Scottish Folk

19.30 Uhr: Gypsy Swing – Gipsy

 

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3falt: Kunst – Kultur – Kreativität https://www.tiefgang.net/3falt-kunst-kultur-kreativitaet/ Fri, 08 Jun 2018 22:32:17 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=3713 [...]]]> Seit Jahren steht sie ungenutzt obdoch so zentral und fußnah zum Marktplatz oder Lämmertwiete: die  Dreifaltigkeitskirche in der Neuen Straße. Am kommenden Sonnabend, 16. Juni 2018 ist nun der Auftakt zu Erkundung eines neuen und spannenden Kulturorts in Harburg.

In der Pressemitteilung der Initiative SuedKultur heißt es:

„Der Bezirk Harburg hat z.Zt. etwa 160.000 Einwohner, wächst, hat aber immer weniger Platz für Kultur. Seit Jahren weist die Initiative SuedKultur auf den Mangel an Ateliers und Musikproberäumen hin, aber auch größere Veranstaltungsräume werden gesucht. Viele Kulturanbietende verfügen nicht über ausreichend Platz für Events mit mehr als 100 Personen und Ausweichflächen sind rar gesät. Das Stellwerk ist regelmäßig ausgebucht, der Rieckhof mit einer Halle, die erst ab 800 Personen wirtschaftlich sinnvoll ist und die bestuhlte Friedrich-Ebert-Halle mit gut 1.400 Plätzen sind keine adäquaten Ausweichflächen.

Gleichzeitig wird seit einigen Jahren die Dreifaltigkeitskirche in der Neuen Straße 44 von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde St. Trinitatis wenig genutzt und die Gemeinde sucht nach neuen Nutzungen für Gebäude und Fläche. Seit Herbst 2017 kamen nun Vertreter der Kirchengemeinde St. Trinitatis Harburg, des auf Stadt- und Raumerforschung spezialisierten Vereins StadtKultur Hafen e.V. sowie der Initiative SuedKultur zusammen, um sich über weitere Nutzungsmöglichkeiten auszutauschen.

Das Resultat: Die Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Trinitatis Harburg stellt die Dreifaltigkeitskirche in der Neuen Straße für eine begrenzte Zeit als Erprobungsraum für eine Kultur-Initiative zur Verfügung. In einer entsprechenden Vereinbarung ist ein Nutzungszeitraum bis Ende Februar 2019 festgehalten. Während dessen wollen die Kulturschaffenden der Initiative SuedKultur und des Vereins StadtKultur Hafen e.V. das Kirchenschiff und angrenzende Gemeindehaus kulturell erproben. „Das Kirchenschiff selbst verfügt bekannterweise über eine erstaunlich studioreife, gedämpfte Akustik und eine Orgel ist auch noch vorhanden. 300 Besucher könnten dort alle Facetten der im Süden beheimateten Kulturaktiven an einem sehr zentral gelegenen Ort erleben“, so Heiko Langanke von der SuedKultur.

Ob Film, Tanz, Theater, Chöre, BigBands, Rock, Pop oder Lesungen, Diskussionsveranstaltungen oder Tagungen: der Bezirk Harburg verfügt über keinen ähnlich gelegenen Raum. Zudem ist die Lage optimal für einen kulturellen Ort: In Nähe der Harburger City mit Fußgängerzone, S-Bahn und Marktplatz, sowie in Nachbarschaft zur Ausgehmeile Lämmertwiete.

Und, so wie bereits die Vorgängerkirche, mit festen Blick hin zum Harburger Binnenhafen. „Sollte das Projekt Realität werden, wird dies sowohl die Neue Straße als auch die gesamte Harburger City beleben und auch den lang ersehnten Brückenschlag zwischen City und Binnenhafen befördern. Im stadtentwicklungspolitischen Sinn eine famouse Situation und diese einmalige Chance sollte wahrgenommen werden“, so Mathias Lintl, Umweltwissenschaftler und Vorstand von StadtKultur Hafen e.V..

Sakraler Einblick mit erstaunlicher Akustik – das Kirchenschiff.

„Das ist der letzte Versuch, eine neue Nutzung für diese Gebäude zu finden“, sagt Pastorin Sabine Kaiser-Reis, Vorsitzende des Kirchengemeinderates von St. Trinitatis. In den vergangenen zwölf Jahren hat es eine Vielzahl an Gesprächen mit Interessenten und Pläne zur Umnutzung der Dreifaltigkeitskirche gegeben. Letztlich blieben bisher alle ohne ein positives Ergebnis für den Erhalt der Kirche.

Die fusionierte Innenstadtgemeinde St. Trinitatis hat das Gottesdienst- und Gemeindeleben auf den Standort an der Bremer Straße konzentriert, weil schon 2006 absehbar war, dass zwei Standorte mittelfristig nicht finanzierbar sind.

Am Sonnabend, 16. Juni 2018 will die Initiative SuedKultur nun einen ersten Probelauf unternehmen in Form eines 3falt-Kulturtages. Den ganzen Tag über sind Künstler*innen und Kulturschaffende eingeladen, sich dem Gebäude anzunehmen und zu erproben, wofür es besonders gut und wofür vielleicht gar nicht geeignet ist, was geändert, verbessert oder renoviert werden müsste. Und das ist nicht als geschlossene Gesellschaft angedacht, sondern die Harburger wie auch andere Kulturinteressierte können sich gleich mit auf den Weg der Erkundung begeben.

„Bisher hat das Projekt bei uns den Arbeitstitel ´3falt – Kunst – Kultur – Kreativität`“, so Sonja Alphonso von der Initiative SuedKultur. „Damit sind wir uns zum einen der bedeutenden Geschichte und der Dreifaltigkeitskirche bei der Entwicklung des heutigen Harburgs bewusst und würden die auch gerne im historischen Bewusstsein verankern wollen. Zum anderen sind Kunst, Kultur und Kreativität als Dreifalt versus Einfalt unser Ansporn.“

Idee zum Logo

Und in der Tat: im Obergeschoss des Gemeindehauses ist angedacht, dass das länger schon in Arbeit befindliche Projekt einer ersten Hamburger Artothek – einer Kunstleihe regionaler Werke – in Harburg spielerisch und mit realen Kunstobjekten vorgestellt wird. Im Erdgeschoss hingegen erprobt eine sonst bei der Akademie für Musik und Kultur unweit im Hafen Harburgs angesiedelte Gruppe, ob dort etwa Flamenco-Tanzkurse samt Umkleide- Räumen denkbar sind. Chöre, BigBands, Orchester und kleine Ensembles wie auch Bands und Einzelkünstler*innen aus Rock, Pop, Folk oder Jazz wollen die Akustik im eigentlichen Kirchenschiff erproben und laden somit zugleich ganz Harburg zu einem kulturellen Kulturtag der etwas anderen Art ein.

In Kooperation mit dem im Phoenixviertel beheimateten Musikclub Marias Ballroom aber auch dem im Heimfeld beheimateten Kulturverein ContraZt e.V. werden eine kleine Musik und Lichtanlage bereit stehen. Auch für Getränke und Imbiss ist gesorgt. Während des Tages wird es Ideen zu verschiedenen Projekten der SuedKultur-Mitstreiter und zum Projekt „3falt“ selbst geben. Sobald eine Abfolge der kulturellen Erprobungsprojekte steht, wird sie unter www.sued-kultur.de zu finden sein.

Zur Bedeutung des Gebäudes

Die einstige Dreifaltigkeitskirche wurde 1650–1652 als Ersatz für die Marienkirche errichtet, welche im Zuge des Ausbaus der Befestigungsanlagen der Stadt und des Harburger Schlosses weichen musste und an Stelle des heutigen Lotsekanals im Harburger Binnenhafen stand.

Die Kirche wurde im Jahr 1944 durch Bomben zerstört. Von den verbliebenen Außenmauern ist heute noch die Westwand mit dem barocken Eingangsportal und dem Fragment einer Christus-Figur (1652) erhalten. Neben dem Portal sind zudem einige Grabplatten als Zeugnis der ehemaligen Kirchenbeerdigungen erhalten, darunter auch solche der Fürstengruft der herzoglichen Familie.

Der jetzige Kirchbau entstammt der Feder des bekannten Hamburger Architektenehepaars Spengelin und wurde 1963 der Gemeinde übergeben. 1999 erfolgte die Unterschutzstellung als Denkmal durch die Kulturbehörde Hamburg.

Aus dem Gutachten:

„Bemerkenswert ist an der Dreifaltigkeitskirche Harburg der städtebauliche Einfall mit der Hoferschließung, die eine beliebte zeitgenössische Idee von der „Kircheninsel“ in dem „Meer“ der Großstadt widerspiegelt. … Hervorzuheben ist der pietätvolle und gleichzeitig geschickte Umgang mit den Resten des Vorgängerbaues… Es stellt ein Baudenkmal dar als charakteristisches Element des Stadtbildes, das in besonderem Maße den Altstadtbereich Harburgs prägt.

Kirchenarchitektur der Nachkriegsmoderne von den Architekten Spengelin.

Innerhalb der Nachkriegskirchenarchitektur besticht das Ensemble durch die Ausgewogenheit der Zuordnung der Baukörper und Bauteile und stellt ein herausragendes Beispiel für die Kirchenarchitektur der Nachkriegsmoderne in Harburg dar. Der ausgeschriebene Wettbewerb, der auch auf Initiative der Stadt in die Wege geleitet wurde, unterstreicht die Bedeutung, die man diesem Bauvorhaben beimaß. Somit ist sie auch aus architektur- und kirchenbaugeschichtlichen Gründen ein Baudenkmal. An ihrer Erhaltung besteht deswegen ein öffentliches Interesse.“

Der strategischen Bedeutung der Lage wird auch im ´Integrierte Entwicklungskonzept` für das Fördergebiet Harburger Innenstadt / Eißendorf-Ost Rechnung (kurz: RISE) getragen: „Der Handlungsbedarf liegt in der Stärkung der Verbindung zwischen Innenstadt und Binnenhafen, damit die Harburger Innenstadt von der dynamischen Entwicklung des Binnenhafens profitieren kann.“

Zum Projektziel

Der auf Stadt- und Raumerforschung spezialisierte Verein StadtKultur Hafen e.V. sowie die Initiative SuedKultur arbeiten an der Idee, das gesamte Gebäudeensemble in die Nutzung eines Kulturprojektes zu überführen. Ziel ist es bis Februar 2019 ein tragfähiges Nutzungs-, Umbau- und Finanzierungskonzept zu entwickeln. Und die Initiative SuedKultur will es nicht einem einzelnen Betreibendem überlassen, sondern als Ort für alle Kulturschaffenden nutzbar machen.

Ideen von Kulturprojekten und Kreativen für den Sa., 16. Juni sind gefragt, sollten in 1-2 Sätzen skizziert und an fest@dreifalt.info gesandt werden. Bitte ungefähre Zeit für den Tag angeben, damit eine Abfolge erstellt werden kann, wer wann bei der Erkundung zum Zuge kommt. Je Aufführung / Erprobung sollte der Fairness halber gegenüber weiteren Interessenten nicht mehr als eine Stunde inkl. Auf- und Abbau angedacht sein.

Darüber hinaus werden Helfende für Vor- und Nachbereitung gesucht: schleppen, putzen, herrichten, abbauen etc.pp..

Auch hierzu bitte mit kurzer Zeitangabe (also wann verfügbar) mögen sich helfende und unterstützende Hände per Mail unter fest@dreifalt.info melden.“

 

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