Petra Kochen https://www.tiefgang.net Fri, 13 Nov 2020 09:45:08 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1 Projektfonds stärkt Kulturelle Bildung https://www.tiefgang.net/projektfonds-staerkt-kulturelle-bildung/ Fri, 13 Nov 2020 23:42:12 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=7392 [...]]]> Kunst und Kultur sind essentielle Bestandteile unserer Gesellschaft. Also gehört sie auch an Schulen. Ein Fonds unterstützt diese Arbeit jetzt wieder mit über 300.000 Euro.

Die Behörde für Kultur und Medien, die Behörde für Schule und Berufsbildung und neun Hamburger Stiftungen haben den Projektfonds „Kultur & Schule“ für das laufende Jahr mit mehr als einer halben Million Euro ausgestattet, um Kulturelle Bildung an den Hamburger Schulen weiter zu stärken. Im Fokus der Förderung stehen insbesondere Kooperationen von Künstlerinnen, Künstlern und Kulturinstitutionen mit Schulen, die Kulturelle Bildung an Schulen nachhaltig vorantreiben.

Bereits 29 Vorhaben an Schulen konnten im Frühjahr bewilligt werden. In einer neuen Förderrunde hat die unabhängige Jury nun weitere 27 Projekte ausgewählt, die erneut die hohe Qualität der Kulturellen Bildung in Hamburg verdeutlichen. Alle geförderten Vorhaben können noch im laufenden Schuljahr beginnen. Die aktuelle Situation stellt dabei große Herausforderungen an die Zusammenarbeit von Kultur und Schule. Die geförderten Projekte reagieren darauf mit hoher Kreativität und der notwendigen Flexibilität. Die nächste Antragsrunde für Projekte, die zwischen Mai und Dezember nächsten Jahres starten, beginnt am 1. Februar 2021 und läuft bis zum 31. März 2021. Weiterführende Informationen auf www.kulturfonds-hh.de.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Wie sehr Kunst und Kultur essentielle Bestandteile unserer Gesellschaft sind, wird gerade jetzt deutlich, weil viele Angebote schmerzlich fehlen. Besonders für junge Menschen sind die Inspiration und die Ausdrucksmöglichkeit, die sie über Kunst und Kultur erhalten, in ihrem Wert kaum zu ermessen. Dass wir nun gemeinsam mit den Stiftungen in der vierten Runde des Projektfonds erneut 27 herausragende Projekte der Kulturellen Bildung fördern können, ist auch deshalb gerade jetzt wichtig, weil Kinder und Jugendliche besonders unter den Einschränkungen durch die Corona-Maßnahmen gelitten haben. Den Antragstellerinnen und Antragstellern danke ich für ihre kreativen Projektvorschläge und der Jury und den Stiftungen für ihr wichtiges Engagement.“

Ties Rabe, Senator für Schule und Berufsbildung: „Die Corona-Pandemie stimuliert Kunst- und Kulturschaffende und Schulen trotz der enormen Herausforderungen dazu, in ihrer gemeinsamen Arbeit immer mehr neue Wege zu gehen, um auch unter schwierigen Bedingungen die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen an Kunst und Kultur zu sichern. Wie schon im Frühjahr gibt es auch in dieser Antragsrunde wieder zahlreiche Projektideen, in denen Kinder und Jugendliche gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrern und den Kooperationspartnerinnen und -partnern auf beeindruckende Weise digitale Formate entwickeln. Dabei wird deutlich, wie sehr auch die digitale Welt eine Welt der Kultur ist. Die eingereichten Projekte zeigen aber auch, dass ein großer Wert Kultureller Bildung in der direkten Begegnung miteinander liegt und wie kreative Lösungen diese ermöglichen können. Insgesamt wird auch in dieser Runde wieder deutlich, wie in Zeiten von Abstand und eingeschränkten Kontaktmöglichkeiten Unterricht, Schulgemeinschaft, Schulleben und Schulkultur lebendig und zukunftsfähig bleiben. Daher bedanke ich mich sehr herzlich für das große Engagement aller Beteiligten.“

Petra Kochen, Vorsitzende der Gabriele Fink Stiftung, als Vertreterin der fördernden Stiftungen: „Kulturelle Bildung lässt sich von der Corona-Pandemie nicht aufhalten. Es ist schön zu sehen, wie kreativ und engagiert die teilnehmenden Gruppen sich den neuen Herausforderungen stellen und ihre Formate und Projekte innovativ weiterentwickeln und digitale Wege beschreiten. Denn gerade in Krisenzeiten ist der Zugang zu Kultur und den Dimensionen, die kulturelle Erlebnisse im Zusammenleben eröffnen, nicht zu gering zu schätzen. Die Neu- und Umgestaltung der Vermittlungs- und Kooperationsformate bietet die Chance, Neues auszuprobieren und Perspektiven zu erweitern.“

Heike Roegler, Vorstand der LAG Kinder-und Jugendkultur: „Die geförderten Projekte zeigen, wie kreativ die Kulturschaffenden auf die Herausforderungen der Situation reagieren und wie sehr sie bereit sind, neue Wege zu gehen, um gerade jetzt den Zugang zur Kulturellen Bildung für möglichst viele aufrechtzuerhalten. Der Projektfonds ermöglicht mit seiner Förderung die Fortführung dieser wichtigen Arbeit.“

 

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„Schlüsselkompetenz der Zukunft!“ https://www.tiefgang.net/schluesselkompetenz-der-zukunft-2/ Fri, 07 Feb 2020 23:00:11 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=6344 [...]]]> 2019 wurde ein neuer Fonds für Kulturprojekte in Schulen aufgelegt und konnte gleich 52 Kooperationen anstoßen. Nun startet die zweite Bewerbungsphase …

Der neue Projektfonds Kultur & Schule schient ein großer Erfolg: 2019 konnten 52 Kulturprojekte an Hamburgs Schulen Dank einer Förderung von 520.000 Euro umgesetzt werden. Die Schülerinnen und Schüler konnten zum Beispiel an zirkuspädagogischen Angeboten teilnehmen, Stahl-Keramik-Skulpturen entlang mehrerer Schulgebäude gestalten, ein Computerspiel entwickeln, tanzend forschen oder mithilfe ausgedienter Atlanten eine neue Welt gestalten. Auf Grund des Erfolges hat sich jetzt die Stadt mit den unterstützenden Stiftungen darauf verständigt, auch 2020 wieder Kooperationsprojekte zwischen Schulen und Künstlerinnen und Künstlern zu ermöglichen. Bis Ende März können sich Projekte nun für die nächste Ausschreibungsrunde online unter www.kinderundjugendkultur.info bewerben.

Möglich macht all dies der 2019 in Kooperation von der Behörde für Schule und Berufsbildung, der Behörde für Kultur und Medien gemeinsam mit Hamburger Stiftungen eingerichtete Projektfonds „Kultur und Schule“. Mithilfe des Fonds erhalten Kultureinrichtungen und Künstlerinnen und Künstler aller Sparten die Möglichkeit, mit Schülerinnen und Schülern kreativ tätig zu werden. So wird an den Schulen Kultur unmittelbar erlebbar und die aktive Beteiligung am kulturellen Leben von Hamburger Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen gestärkt. Da in diesem Jahr weitere Stiftungen zur Teilnahme gewonnen werden konnten, kann das Programm jetzt sogar ausgeweitet werden. Insgesamt stehen in 2020 für den Projektfonds 550.000 Euro zur Verfügung. 425.000 Euro von der Stadt und 125.000 Euro von Stiftungen.

Im Rahmen der letzten Förderrunde setzten sich beispielsweise an der Grundschule Vizelinstraße die Schülerinnen und Schüler in künstlerischer Form mit dem Zusammenspiel von Herkunftskultur und transnationaler Alltagskultur auseinander, an der Beruflichen Schule Anlagen- und Konstruktionstechnik am Inselpark engagierten sich junge geflüchtete Menschen als mobile Reporter für ihre Peers, an der Schule Hirtenweg konnten Kinder mit starken körperlichen und motorischen Einschränkungen an individuell angepassten Instrumenten musizieren, und am Struensee Gymnasium drehten Schülerinnen und Schüler des achten Jahrgangs Filme zum Thema „Nachhaltigkeit“.

Ties Rabe, Senator für Schule und Berufsbildung: „Hamburgs Schulen haben schon in der Vergangenheit erfolgreich mit Partnerinnen und Partnern aus dem Bereich Kultur gut zusammengearbeitet. Oftmals kam eine solche Kooperation durch persönliche Kontakte oder nachbarschaftliche Beziehungen zustande. Der Projektfonds ‚Kultur und Schule‘ bietet nun allen Schulen die Chance, sich niedrigschwellig zu bewerben und gute kulturelle Ideen für Hamburgs Kinder und Jugendliche umzusetzen. Um der Vielzahl der herausragenden Projekte gerecht zu werden und möglichst vielen Kindern und Jugendlichen die Teilnahme zu ermöglichen, können sich ab sofort wieder Projekte für die Förderung bewerben.“

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Wir wollen die Hamburger Schülerinnen und Schüler so früh und so intensiv wie möglich mit Kunst und Kultur in Berührung bringen. Kultur öffnet Türen zu Bildung und Teilhabe. Der Projektfonds setzt genau da an und ermöglicht ein kreatives Miteinander von Künstlerinnen und Künstlern und Schulen. Im letzten Jahr konnten bereits viele Schülerinnen und Schüler dank des Fonds wichtige kreative Erfahrungen sammeln. Mit der neuen Runde knüpfen wir an diesen Erfolg an und können viele neue Kulturprojekte an Hamburgs Schulen umsetzen.“

Petra Kochen, Vorstand Gabriele Fink Stiftung: „Bereits das erste Jahr unserer gemeinsamen Arbeit hat sich meiner Einschätzung nach sehr bewährt. Neue Stiftungen sind hinzugekommen: die Klaus und Lore Rating Stiftung und die Stiftung Maritim Hermann und Milena Ebel. Und den Anträgen, die gestellt wurden, kann man entnehmen, dass kulturelle Bildung an vielen Hamburger Schulen eine bedeutsame Rolle spielt. Erfreulicherweise verbreitet sich die Einsicht, dass Kreativität die Schlüsselkompetenz der Zukunft ist. Das zu beobachten ist schön und bestärkt uns in unserem Engagement für die kulturelle Bildung.“

Die Behörde für Kultur und Medien und die Behörde für Schule und Berufsbildung beteiligen sich mit jährlich 425.000 Euro am Fonds. Die Alfred Toepfer Stiftung, die BürgerStiftung Hamburg, die Claussen-Simon-Stiftung, die Dorit & Alexander Otto Stiftung, die Dürr-Stiftung, die Gabriele Fink Stiftung, die Körber-Stiftung, die Stiftung Maritim Hermann und Milena Ebel und die Klaus und Lore Rating Stiftung geben zusammen zusätzliche 125.000 Euro im Jahr dazu.

Interessierte Kulturschaffende und Schulen können sich bei der Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendkultur (LAG) unter www.kinderundjugendkultur.info über die geförderten Projekte und das Antragsverfahren informieren.

Ansprechpartnerin bei der LAG Kinder- und Jugendkultur ist Johanna Dyckerhoff: foerderung@kulturfonds-hh.de 

 

Die Ausschreibungen für Projektvorschläge im Jahr 2020 laufen vom 1. Februar bis 31. März und vom 1. August bis 30. September 2020.

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Kultur bildet! https://www.tiefgang.net/kultur-bildet/ Fri, 07 Jun 2019 22:29:58 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=5330 [...]]]> 25 künstlerische Kooperationsprojekte von Kreativen, Kultureinrichtungen und Schulen werden mit bis zu 30.000 Euro gefördert. Projekte aus Harburg finden sich nicht.

In der Mitteilung der Behörde für Kultur und Medien heißt es:

Die Behörde für Kultur und Medien, die Behörde für Schule und Berufsbildung und sieben Stiftungen haben den Projektfonds „Kultur & Schule“ für das laufende erste Jahr mit mehr als einer halben Million Euro ausgestattet, um kulturelle Bildung an den Hamburger Schulen zu stärken. Im Fokus stehen dabei Kooperationen von Künstlerinnen und Künstlern sowie Kulturinstitutionen mit Schulen. Eine unabhängige Fachjury hat jetzt entschieden, aus den 86 eingegangenen Anträgen 25 Projekte mit bis zu 30.000 Euro zu fördern. Die Projekte spiegeln die Vielfalt von Kunst und Kultur in Hamburg wider. Interessenten können sich zudem bereits für die zweite Antragsrunde bewerben, die in diesem Jahr bis zum 30. September 2019 läuft (weiterführende Informationen auf www.kulturfonds-hh.de und www.kulturnetz-hamburg.de).

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Der Projektfonds ,Kultur & Schule‘ ist außerordentlich erfolgreich gestartet. Die ausgewählten Projekte zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig unterschiedlichste Themen, von Revolution bis zu Familie, an Schulen künstlerisch thematisiert werden können. Hunderte von Schülerinnen und Schülern werden so im nächsten Jahr einen neuen und hoffentlich prägenden Zugang zu Kunst und Kultur finden. Mein Dank hierfür gilt insbesondere den beteiligten Künstlerinnen, Künstlern und Institutionen, die die Kinder und Jugendlichen auf diesem spannenden Weg begleiten, und den zahlreichen Unterstützerinnen und Unterstützern.“

Ties Rabe, Senator für Schule und Berufsbildung: „Hamburgs Schulen machen fit fürs Leben. Dazu gehört vor allem auch, dass sie Schülerinnen und Schüler darin unterstützen, ihre Persönlichkeit und ihre Identität zu entwickeln. Kulturelle Bildung trägt dazu maßgeblich bei. Impulse von freischaffenden Künstlerinnen und Künstlern der ausgewählten Projekte und Institutionen, das Mitwirken in Kunst-, Musik- oder Theaterprojekten, die Auseinandersetzung mit den Künsten und die Chancen, so die eigenen Talente zu entdecken, wirken weit über die Schulzeit hinaus. Das dafür nunmehr bereit gestellte Geld bedeutet eine wertvolle Investition in die nächste Generation. Hamburg investiert gerne und kann sich glücklich schätzen, engagierte Stiftungen bei diesem zukunftsweisenden Vorhaben an seiner Seite zu haben.“

Petra Kochen, Vorsitzende der Gabriele Fink Stiftung, als Vertreterin der fördernden Stiftungen: „Die große Zahl und die Vielfalt der Anträge für Mittel aus dem Kulturfonds zeigen, wie groß der Bedarf und wie wichtig die Förderung und Weiterentwicklung der kulturellen Bildung an den Schulen sind. Für die beteiligten Stiftungen, die in das Projekt einverwoben sind, ist das natürlich eine schöne Bestätigung ihrer Arbeit.“

Dörte Nimz, Geschäftsführerin der LAG Kinder-und Jugendkultur, als Projektverantwortliche: „Wir freuen uns über die große Resonanz und die vielen hochwertigen Anträge – sie zeigen, wie aktiv die Szene der Kulturellen Bildung in Hamburg ist. Es sind viel mehr Anträge eingegangen, als gefördert werden können. Wir freuen uns auf 25 vielfältige, kreative und innovative Projekte in den kommenden Monaten – und auch auf die vielen weiteren, die schon für die nächste Runde in den Startlöchern stehen.“

Quelle: www.hamburg.de/bkm

Aus Wilhelmsburg werden folgende Projekte aus Mitteln des Projektfonds Kultur & Schule gefördert: Bonifatiusschule Wilhelmsburg im Rahmend es Projektes „Family affairs“ der Deichtorhallen, Elbinselschule (Grundschule) im Rahmen des Projektes „Lehmferien“ des Vereins Bunte Kuh e.V., Stadtteilschule Wilhelmsburg im Rahmen des Projekts „Brandung“, Schule auf der Veddel (STS) im Rahmen des Orchesters Reflektorklassen und die Stadtteilschule Wilhelmsburg im Rahmend es Projektes „Vielfalt!!!“.

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Pieksige Fragen stachelige Stoffe https://www.tiefgang.net/pieksige-fragen-stachelige-stoffe/ Fri, 19 Apr 2019 22:28:17 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=5153 [...]]]> Einmal im Jahr wird ein besonderes Projekt  der Stadtteilkultur Hamburgs geehrt. Dieses Jahr ging es nach Jenfeld. Auch zwei Harburger Projekte waren nominiert.

Zehn Hamburger Kulturprojekte waren nominiert. Darunter auch die Kulturtage Süderelbe des Kulturhauses Süderelbe in Neugraben als auch das Projekt „3falt – Kunst, Kultur, Kreativität“ der Initiative SuedKultur, das in der leerstehenden Dreifaltigkeitskirche Harburgs eine kulturelle Umnutzung erprobte. Doch der Preis ging nach Jenfeld.

In der Mitteilung der Behörde für Kultur und Medien heißt es:

„Der 16. Hamburger Stadtteilkulturpreis wird heute Abend an das Theaterprojekt Jenkitos – Junges Theater Jenfeld der Freien Kulturinitiative (Quadriga gGmbH) verliehen. Seit zehn Jahren bieten die Jenkitos Theaterprojekte für Kinder und Jugendliche in Jenfeld an. Der Senator für Kultur und Medien Dr. Carsten Brosda übergibt den größten Preis der Hamburger Stadtteilkultur in einer festlichen Veranstaltung vor rund 200 Gästen im Oberhafen.  Die Dotierung des Preises ist dieses Jahr von 10.000 auf 12.000 Euro erhöht worden.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Stadtteilkultur ist Kultur von allen für alle, das macht sie so unabdingbar und unmittelbar. Sie schafft Formate und Inhalte, die es Jedem und Jeder ermöglichen, an Kultur zu partizipieren. Freie Träger wie Quadriga leisten auf diese Weise mit Projekten wie den Jenkitos gerade für die wichtige Zielgruppe der Neun- bis Neunzehnjährigen einen altersgerechten Zugang. Ich freue mich über die ausgezeichnete Wahl der Jury und wünsche den Preisträgern weiterhin viel Erfolg und dem Stadtteil viele inspirierende Momente!“

Gesa Engelschall, Geschäftsführender Vorstand der Hamburgischen Kulturstiftung: „Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, sich kulturell einzubringen, halte ich für überaus wichtig. Bei einer Theaterproduktion mitzuwirken, eine Rolle zu lernen, Masken zu bauen, zu tanzen oder zu musizieren tut gut, stärkt das Selbstbewusstsein und die eigene Persönlichkeit. Ein großer Dank an das Jenkitos-Team für die langjährige, so wertvolle Arbeit in Jenfeld!“

Petra Kochen, Vorstandsvorsitzende der Gabriele Fink Stiftung: „Mutig sein und Freiraum zulassen – genau das ermöglicht das Junge Theater Jenfeld! Wir hoffen, dass die Jenkitos ihrem Namen weiterhin alle Ehre machen: Also gerne mehr ‚pieksige‘ Fragen stellen und auch mal ‚stachlige‘ Stoffe auf die Bühne bringen!“

Ansgar Wimmer, Vorstandsvorsitzender der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.: „Der Stadtteilkulturpreis ist ein wunderbarer Kristallisationspunkt für das engagierte Zusammenwirken einer lebendigen lokalen Kulturszene, verschiedenen Stiftungen und Förderinnen und Förderer sowie der Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg. Das Junge Theater Jenfeld ist in diesem Jahr ein besonders treffender Preisträger, finden sich doch genau diese Akteure neuerdings gemeinsam mit der Schulbehörde auch in der sichtbaren Förderung kultureller Bildungsprojekte für Kinder und Jugendliche zusammen.“

Wibke Kähler-Siemssen, Geschäftsführerin der Patriotischen Gesellschaft von 1765: „Wir gratulieren von Herzen dem Jungen Theater Jenfeld zum Stadtteilkulturpreis 2019. Ein wohlverdienter Preis für ein beeindruckendes Projekt, das kulturelle Bildung, Teilhabe und Begeisterung für Theater mit so großartigen Kindern und Jugendlichen für den ganzen Stadtteil erlebbar macht.“

Corinne Eichner, Geschäftsführerin von STADTKULTUR HAMBURG: „Der Stadtteilkulturpreis hat für die Szene der Stadtteilkultur eine hohe Bedeutung, weil er Aufmerksamkeit auf die herausragenden Projekte der Stadtteilkultur und ihre hohen Qualitäten lenkt. An den Jenkitos lässt sich ablesen, was gute Stadtteilkulturarbeit vermag: Die Spielfreude und Ausdrucksstärke der jugendlichen Teilnehmer und Teilnehmerinnen sprechen Bände und wirken in den ganzen Stadtteil. Gratulation den Jenkitos und Dank allen Finalisten!“

Über die Jenkitos – Junges Theater Jenfeld

Seit zehn Jahren bietet die Freie Kulturinitiative über die Jenkitos Theaterprojekte für Kinder und Jugendliche in Jenfeld an. In jeder Spielzeit entstehen bis zu drei Theaterproduktionen mit rund 50 Akteurinnen und Akteuren im Alter von neun bis 19 Jahren. Die Stücke entwickeln die Gruppenmitglieder selbst, unterstützt von  erfahrenen Theaterpädagoginnen. Der Name Jenkitos ist ein Kunstwort aus „Moskito“ und „Jenfeld“: Moskitos sind überall auf der Welt beheimatet, und genauso international ist auch das Junge Theater Jenfeld. Und wie Moskitos sollen die Stücke hier und da „piksen“ – kritisch, unbequem und anspruchsvoll sein.

Die Jury sieht das Projekt Jenkitos als besonders preiswürdig an, da es kontinuierliche theaterpädagogische Arbeit in einem Stadtteil leistet, in dem 42 Prozent der Familien mit Kindern unter 15 Jahren von Sozialleistungen leben. Diesen schwierigen Umständen zum Trotz gelingt es dem Jenkitos-Team, zusammen mit den Kindern und Jugendlichen des Stadtteils Theaterproduktionen von hoher Originalität und künstlerischer Qualität zu realisieren. Die Lebenswirklichkeiten der Kinder und Jugendlichen, die sie selbst oft als defizitär wahrnehmen, werden für die selbst entwickelten Theaterstücke produktiv gemacht und rücken dadurch in ein neues Licht.

Zudem ermöglicht das Angebot der Jenkitos ei, eine stärkere Vernetzung und Teilhabe im Stadtteil: Zu den Aufführungen kommen auch Besucherinnen und Besucher aus dem Stadtteil, die sonst selten oder nie ins Theater gehen. Oft finden Veranstaltungen in öffentlichen Räumen wie Parks oder Einkaufszentren statt, so dass der Zugang über die Wahl des Ortes erleichtert wird.

Mit dem Preisgeld will die Jury den Jenkitos die Möglichkeit geben, die gute Arbeit auszubauen und weiterzuentwickeln und darüber hinaus ausdrücklich auch kleinere Initiativen und Projekte ermutigen, sich künftig für  den Hamburger Stadtteilkulturpreis zu bewerben.

Der Stadtteilkulturpreis 2019

Gestiftet und unterstützt wird der Stadtteilkulturpreis von der Hamburgischen Kulturstiftung, der Gabriele Fink Stiftung, der Patriotischen Gesellschaft von 1765 und der Behörde für Kultur und Medien. Die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. unterstützt die Umsetzung. STADTKULTUR HAMBURG, der Dachverband für Lokale Kultur und Kulturelle Bildung, ist als Experte und Szenekenner für Konzeption und Durchführung des Wettbewerbs zuständig.

Von Anfang November 2018 bis Anfang Januar 2019 konnten sich kulturelle Initiativen, Zentren und Vereine sowie Einzelpersonen, die sich in der Stadtteilkulturarbeit in Hamburg engagieren, für den Preis bewerben. Rund 40 Trägerinnen und Träger hatten sich mit ihren Projekten und Programmen beworben.

Als Finalisten nominierten die Preisstifterinnen und Unterstützer neben den jetzt ausgezeichneten Jenkitos weitere neun herausragende Projekte und Programme der Stadtteilkultur (in alphabetischer Reihenfolge): Das Projekt „3falt – Kunst, Kultur, Kreativität“ der Initiative SuedKultur, das Programm „Alle im Quartier“ des Goldbekhauses, die Kunstkurse „Farbmäuse und kleine Künstler“ von der LichtwarkSchule gUG, das Jugendfestival „Formation**NOW“ des Lukulule e.V., das Literaturprojekt „Grenzen überschreiben“ des Bramfelder Kulturladens, den „KIKU Leseclub“ des Kinderkulturhauses Lohbrügge, die „Kulturtage Süderelbe“ vom Kulturhaus Süderelbe, die Initiative „Nachbarschaftsgespräche“ des HausDrei und das Programm „Das Stiftviertel: Ein Quartier macht Kultur“ des Kulturladens St. Georg.

Bei der Preisverleihung am vergangenen Dienstga (16.4.2019) hielt die Geschäftsführerin der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren Ellen Ahbe die Laudatio. Zusammen mit Hella Schwemer-Martienßen von der Stiftung Hamburger Öffentliche Bücherhallen und Robert Hillmanns vom zakk Düsseldorf hatte sie den Preisträger aus der Vorauswahl der Preisstifterinnen und Preisstifter ermittelt.“

Quelle: Behörde für Kultur und Medien Hamburg

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Kultur macht Schule https://www.tiefgang.net/kultur-macht-schule-2/ Fri, 01 Mar 2019 23:16:25 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4917 [...]]]> Musik machen, Theater spielen, Filme drehen, Comics zeichnen – selbst künstlerisch und kreativ tätig zu sein, macht Kindern und Jugendlichen nicht nur Spaß, sondern sorgt für kulturelle Teilhabe. Hier setzt ein neuer Projektfonds an.

Der Fonds „Kultur & Schule“, den die Senatoren Dr. Carsten Brosda und Ties Rabe zusammen mit Petra Kochen, Vorstandsvorsitzende der Gabriele Fink Stiftung, nun gemeinsam im Hamburger Rathaus vorgestellt haben, soll es Künstlerinnen und Künstlern sowie Kulturinstitutionen zusammen mit Schulen ermöglichen, gemeinsam Projekte umzusetzen und so den Zugang der Schülerinnen und Schüler zu Kunst und Kultur zu erweitern. In der Mitteilung dazu heißt es:

„Gemeinsam setzen die Behörde für Kultur und Medien und die Behörde für Schule und Berufsbildung damit einen Auftrag der Hamburgischen Bürgerschaft um. Außerdem beteiligen sich im ersten Jahr sieben Hamburger Stiftungen, die insgesamt 100.000 Euro für das Jahr 2019 bereitstellen. Die Bewerbung ist ab sofort möglich. Alle Informationen zum Fonds und zum Antragsverfahren gibt es auf www.kulturfonds-hh.de.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Der Fonds ermöglicht es Schülerinnen und Schülern ganz eigene Erfahrungen mit Kunst und Kultur zu sammeln und eröffnet ihnen so neue und leichte Zugänge zu kultureller Bildung. Es sind gerade diese künstlerischen Erfahrungen, die Dialogfähigkeit, Persönlichkeitsentwicklung und Wissenserwerb bei Kindern und Jugendlichen fördern. Kinder und Jugendliche begegnen so Kunst und Kultur nicht nur, sondern werden selbst künstlerisch aktiv. Ich freue mich auf viele kreative Projekte in unserer Kulturlandschaft.“

Ties Rabe, Senator für Schule und Berufsbildung: „Hamburgs Schulen machen fit fürs Leben und unterstützen Schülerinnen und Schüler dabei, ihre Persönlichkeit und ihre Identität zu entwickeln. Kulturelle Bildung trägt dazu maßgeblich bei und spielt schon jetzt eine hervorragende Rolle in Schule und Unterricht. Impulse von freischaffenden Künstlerinnen und Künstlern, Kunst-, Musik- oder Theaterprojekte und die Auseinandersetzung mit Künsten bereichern dieses breite Angebot und wirken weit über die Schulzeit hinaus. Hier investieren wir gern zusätzliche Mittel und freuen uns darüber, engagierte Stiftungen bei diesem zukunftsweisenden Vorhaben an seiner Seite zu haben.“

Petra Kochen, Vorsitzende des Vorstands der Gabriele Fink Stiftung, als Vertreterin der fördernden Stiftungen: „Gemeinsam stark für kulturelle Bildung: Welch schönes Signal, wenn sich Initiativen von Stiftungen und öffentlicher Hand wechselseitig ergänzen und befördern. Darin liegt die Bedeutung der gemeinsamen Gründung des Fonds Kultur & Schule. Noch besser, wenn sie sich an dem alles entscheidenden Punkt vereinigen. Es geht ja darum, dass sich Impulse verstetigen und ihre Wirksamkeit nachhaltig verstärkt wird. Uns freut es, dass dies bei dem zentralen Thema der Förderung der kulturellen Bildung geschieht, gründend in der Einsicht, dass Kreativität die Schlüsselkompetenz der Zukunft ist.“

Dörte Nimz, Geschäftsführerin der LAG Kinder- und Jugendkultur, als Projektverantwortliche: „Nach dem Netzwerk Kulturelle Bildung ist der Projektfonds ein weiterer wichtiger Baustein, der es den Kulturbeauftragten der Schulen und den Kulturschaffenden der Stadt niedrigschwelliger ermöglicht, Vorhaben für Hamburger Schülerinnen und Schüler umzusetzen. Die kulturelle Bildung kann einen wesentlichen Beitrag leisten, um Jugendlichen einen Weg in die diverse Stadtgesellschaft zu öffnen. Mit der Einrichtung des Projektfonds setzen Schulbehörde, Kulturbehörde und Stiftungen ein Zeichen für ein Bildungskonzept, das dies unterstützt und in dem außerschulische Partner der kulturellen Bildung einen unverzichtbaren Part spielen.“

Mit dem Fonds „Kultur & Schule“ setzt der Senat einen zusätzlichen Schwerpunkt auf die kulturelle Bildung in den Hamburger Schulen. Dafür hat die Bürgerschaft den Senat ersucht, insgesamt 425.000 Euro pro Jahr für den Projektfonds „Kultur & Schule“ bereitzustellen. Zusätzlich dazu stellt ein Bündnis aus sieben Hamburger Stiftungen für 2019 insgesamt 100.000 Euro zur Verfügung. Dazu gehören die Dorit & Alexander Otto Stiftung, die Körber-Stiftung, die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S., die Claussen-Simon-Stiftung, die Gabriele Fink Stiftung, die Dürr-Stiftung und die BürgerStiftung Hamburg.

Mit dem Fonds „Kultur & Schule“ sollen Künstler und Künstlerinnen aus allen kulturellen Sparten die Möglichkeit bekommen, an Schulen mit den Schülerinnen und Schülern Projekte umzusetzen, mit denen diese selbst kreativ tätig werden, Kultur aktiv erleben und eigene Erfahrungen in der Begegnung mit Kunst machen. Von den geförderten Projekten soll für die Schulen ein Impuls für eine nachhaltige Entwicklung im Bereich der kulturellen Bildung ausgehen. Ideal sind innovative spartenübergreifende und interdisziplinäre Projekte.

Der Projektfonds wird von der LAG Kinder- und Jugendkultur betreut. Sie übernimmt die Organisation und Durchführung des Bewerbungsverfahrens.

Eine Jury wird zwei Mal im Jahr, im April und November, aus allen Bewerbungen Projekte zur Förderung auswählen. Die erste Bewerbungsphase hat begonnen. Alle Schulen, unabhängig von Schulform oder Alter der Schülerinnen und Schüler, können Projektvorschläge einreichen.

Alle Informationen und auch das Online-Antragsformular finden Sie hier: www.kulturfonds-hh.de.“

 

 

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