Prof. Dr. Peter Hornberger https://www.tiefgang.net Mon, 09 Mar 2020 08:25:40 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 Die Har-Bücherei https://www.tiefgang.net/die-har-buecherei/ Fri, 13 Mar 2020 23:18:41 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=6482 [...]]]> Was wurde eigentlich alles über Harburg geschrieben und wer hat in Harburg eigentlich alles geschrieben? Zeit für eine Bestandsaufnahme.

Diese simple Frage stellten sich Prof. Dr. Peter Hornberger, Vorsitzender des Museumsvereins Harburg e.V. und Heiko Langanke, lange Kulturaktivist in Harburg und aktuell Vorsitzender des Kulturausschusses in der Harburger Bezirksversammlung, als sie kürzlich ins Gespräch kamen. Während Peter Hornberger feststellen musste, dass doch immer wieder engagierte Bürgerinnen und Bürger in Nachlässen Bücher zu Harburg fanden und an ihn herantraten, ob das Stadtmuseum Harburg nicht weitere Verwendung hier für fände, stieß Heiko Langanke durch das Programm der aktuellen SuedLese-Literaturtage wieder mal darauf, wie viele Schriftstellerinnen und Schriftsteller in der eigenen Nachbarschaft wirkten und dabei ihre Werke der breiten Öffentlichkeit Harburgs kaum ins Bewusstsein stießen. „Wir wäre es, hier einen Bestand systematisch zu sammeln und Interessierten zugänglich zu machen“, so Hornberger  im Gespräch.  „Die Idee hatte ich auch schon mal“, so Langanke. „Es gibt viele Werke etwa über die Geschichte Harburgs, die aber nur bei intensiver Suche entdeckt werden können. Dabei können sie einen großen Beitrag  leisten, zu dem was man gemeinhin ´Identitätsstiftung´ nennt.“

Gesagt, getan:  als sie sich zum Thema trafen, wurde ihnen schnell bewusst: hier muss was geschehen. Noch ist die Idee in ihren Anfängen und doch ist klar: sowohl im Stadtmuseum Harburg als auch in der Geschichtswerkstatt aber auch dem Literaturverlag von „Alles wird schön“ (AWS Lit) wie auch in vielen privaten Beständen schlummern Harburger Buch-Schätze, die es zu heben gilt. Dabei wollen die beiden bei raren Exemplaren den Versuch unternehmen, je ein Exemplar im Bestand zu halten und je nach Verfügbarkeit zu digitalisieren und zu erfassen, so dass es der Nachwelt zumindest in digitaler Form erhalten bleibt. Aber bei mehreren Exemplaren soll es auch möglich werden, sich eines zu leihen. „Mit der Harburger Kunstleihe haben wir es sogar mit Kunstwerken geschafft, den Harburger Kreativen mehr Geltung zu verschaffen. Da dürfte es für den Bereich Bücher dich erst recht möglich sein“, so Langanke.

Peter Hornberger und Heiko Langanke rufen nun alle Harburger Interessierten auf, Bücher, die sie über Harburg oder aus der Feder von Harburger Schriftstellerinnen und Schriftsteller haben und eventuell keine weitere private Verwendung mehr haben, dem Projekt zur Verfügung zu stellen. Als Kontakt bietet sich Dr. Peter Hornberger vom Museumsverein per E-Mail  an Museumsverein@amh.de.

Gesucht werden Geschichtsbücher aber auch jegliche Form von Literatur, die von Schriftstellenden aus Harburg publiziert wurden.

 

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Preis für Pfeifers Penetranz https://www.tiefgang.net/preis-fuer-pfeifers-penetranz/ Fri, 24 Nov 2017 23:59:08 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=2530 [...]]]> Am 6. Mai 2017 eröffnete sie wieder, kein halbes Jahr später heimst sie den ersten Preis ein. Wegen ihrer Vorgeschichte: die Fischhalle Harburg. 

Am vergangenen Dienstag, (21. Nov. 2017) verlieh der Museumsverein Harburg zum dritten Mal die 2015 geschaffene Auszeichnung „Denkmalpreis Museumsverein Harburg“. In diesem Jahr ging die Auszeichnung an den Initiator und Inhaber der Fischhalle Harburg, Werner Pfeifer. Das neue Kulturzentrum im Harburger Binnenhafen erhält den Preis für eine vorbildliche Sanierung. Die 1906 gebaute Fischhalle sollte ursprünglich abgerissen werden, um Platz für Büroneubauten am Wasser zu schaffen. Mit Unterstützung der Harburger Bezirkspolitik ist es Werner Pfeifer aber nicht nur gelungen, die Halle zu erhalten, sondern sie zugleich für alternative kulturelle Zwecke zur Verfügung zu stellen. Und dies schon jetzt mit großen Erfolg. Mit der jährlichen Vergabe des Denkmalpreises will der Museumsverein das Engagement der Eigentümer denkmalgeschützter Gebäude anerkennen, die zum Erhalt historischer Bausubstanz in Harburg beitragen.

Identitätsstiftend

Harburg hat ein reiches baukulturelles Erbe. Denkmäler prägen das Gesicht des Hamburger Stadtteils – vom Fachwerkhaus bis zum Schloss. „Wer Denkmäler erhält, bewahrt Lebensraum und stiftet Identität für die Zukunft. Der Erhalt und die Sanierung historischer Gebäude ist aber mit viel Idealismus und Engagement der Eigentümer verbunden“, begründet Prof. Dr. Peter Hornberger, Vorsitzender des Museumsvereins, die Initiative. Der Verein will mit dieser öffentlichen Wertschätzung künftige Bewerber animieren und motivieren, sich für den Erhalt und die Bewahrung ihrer Harburger Denkmäler aktiv einzusetzen. Der „Denkmalpreis Museumsverein Harburg“ ist nicht dotiert. Der Preis besteht aus einer Urkunde und einer Plakette, die am Denkmal angebracht werden kann.

Beharrliches Engagement

„Der Museumsverein Harburg hat sich in diesem Jahr bei der Verleihung seines Denkmalpreises für die Fischhalle Harburg bzw. Werner Pfeifer entschieden, da hier die private Initiative eines Harburgers zum Erhalt eines für den Harburger Binnenhafen bedeutenden Gebäudes geführt hat. Besonders hervorheben möchte der Museumsverein, dass durch das beharrliche Engagement des Preisträgers ein Kulturzentrum entstanden ist, das die Identität des Hafen würdigt und gleichzeitig ein lebendiges Umfeld für Kultur schafft“, so Prof. Dr. Hornberger weiter.

Prof. Dr. Hornberger (Foto: AMH)

Hintergrund: Die Fischhalle Harburg wurde 1906 erbaut und zunächst als städtische Fischhalle genutzt. Bereits 1908 widmete man die Halle zur sogenannten Hafenarbeitervermittlungsstelle um. Mit der rasanten Umstellung auf die Containerschifffahrt verloren die kleinen Stückgutumschlagsbetriebe allerdings zunehmend an Bedeutung und Hafenarbeiter wurden kaum noch benötigt. Die Hafenarbeitervermittlungsstelle wurde schließlich geschlossen, das Gebäude blieb im Besitz der Stadt. Als der Senat und der Bezirk begannen, den brachliegenden Binnenhafen neu zu entwickeln, sollte die leerstehende Fischhalle abgerissen werden, um Platz für einen Büroneubau zu schaffen. Es gab bereits einen gültigen B-Plan, der an dieser Stelle ein Hochhaus vorsah.

Sachgerechte Erhaltung

Bei einem Harburger Binnenhafenfest wurde der Musiker und Wohnschiffer Werner Pfeifer auf das Gebäude aufmerksam. Er entwickelte ein Konzept zur Rettung der Halle, das eine Nutzung für alternative Kulturveranstaltungen vorsah und konnte die Harburger Bezirksversammlung und die Bezirksverwaltung von seiner Idee überzeugen. Besondere Unterstützung erhielt er dabei von Bezirksamtsleiter Thomas Völsch und Baudezernent Jörg Penner. Am 1. April 2016 war Werner Pfeifer schließlich der neue Eigentümer der Fischhalle Harburg. Obwohl das Gebäude nicht unter Denkmalschutz steht, wurde bei der Sanierung dennoch besonders auf die sachgerechte Erhaltung der ursprünglichen Bausubstanz geachtet. Im Rahmen eines Vertrags auf Gegenseitigkeit mit der Stadt ist er verpflichtet, Räume für Vereine zu schaffen und für eine entsprechende Infrastruktur zu sorgen. Eine Spekulation mit dem Grund und Boden ist vertraglich ausgeschlossen. Am 6. Mai 2017 wurde die Fischhalle Harburg eröffnet. Inzwischen haben hier die Büros der Vereine Museumshafen und der Geschichtswerkstatt Harburg sowie ein Bistro mit Galeriebetrieb eine Heimat gefunden. Die sanierte Halle steht allen Harburgern und besonders den Bewohnern im Harburger Binnenhafen für Treffen, Feiern, Konzerte oder soziale Aktivitäten offen.

Um das Bewusstsein für Denkmäler als Kulturgut und als Standortfaktor zu schärfen, will der Museumsverein auch im nächsten Jahr wieder einen Denkmalpreis vergeben und freut sich über Vorschläge aus der Bevölkerung zu beachtenswerten Denkmälern, die es verdienen, ausgezeichnet zu werden.

Quelle: www.amh.de

 

 

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