Radierungen https://www.tiefgang.net Wed, 20 Nov 2019 09:46:30 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0.2 Art to go – Kunst zum Leihen https://www.tiefgang.net/art-to-go-kunst-zum-leihen/ Fri, 15 Nov 2019 23:25:46 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=6054 [...]]]> Sechs Neuankäufe bereichern ab sofort die Buxtehuder Artothek. Dabei Werke von Vondamme, Duwe, Marx und Meyer.

Buxtehude. Seit inzwischen 35 Jahren können Kunstinteressierte aus über 500 Exponaten wählen, darunter zeitgenössische Grafik, Collagen, Radierungen, Aquarelle, einige Ölbilder, Bleistiftzeichnungen und Kleinplastiken, und diese, gegen ein geringes Entgelt für zuhause, für Büro- oder Praxisräume zeitweise entleihen. Die neuen Kunstwerke stammen von der Künstlerin und Farbdesignerin Ute Vorndamme, der Malerin Heide Duwe, dem Berliner Popart-Künstler Stefan Marx und der Hamburger Künstlerin Heidi Meyer.

„Ich möchte lieber ein Fisch sein“ hat Meyer ihr Kunstwerk genannt. Sie mag die Vorstellung von seiner Ruhe und Balance im Wasser, wo ihm die Schrillheit, Geldgier und Lautstärke unserer Zeit nichts anhaben können. Sie könne sich gut „reinfühlen“ in diesen Zustand, und habe „diese Spiegelungen auf Papier gebracht“. „Leise Bilder“  – ein Kontra gegen das ‚Jetzt‘“ heißt, diesen Gedanken weiter folgend, auch ihre nächste Ausstellung. Eröffnet wird sie am Samstag, 16. November um 14 Uhr, in ihrem eigenen Atelier, Am Geesttor 4, in Buxtehude.

Landschaften und Naturelemente sind für die in Berlin geborene Künstlerin Heide Duwe ständige Inspirationsquellen. Aus ihrer Serie „Herbstsuite 2018“ sind nun zwei Tuschezeichnungen in den Leihbestand der Artothek aufgenommen worden.

Weiße Typografie auf schwarzem Grund – nicht nur auf Leinwand, sondern auch auf Alltagsgegenständen –  das ist inzwischen zu seinem Markenzeichen geworden. Seine Kunst wird international gezeigt und längst ist Stefan Marx über die Skater-und Graffitiszene hinaus bekannt und außerordentlich erfolgreich. „I Remember the Happiest Day of my Life“, so der Titel des Neuerwerbs in der Artothek, „(…) beschreibt eine Erinnerung an den Happiest Day in der Vergangenheit, jeder Betrachter und somit auch Leser dieses Bildes ist mit seinem persönlichen Gedanken an diesen Tag konfrontiert, es wird ein Gefühl ausgelöst. Gleichzeitig stellt sich der Gedanke auf, warum nicht auch heute, am Tag der Betrachtung, der nächste, happiest Day sein kann.“

Von ausgesprochener Farbigkeit bestimmt werden hingegen die Werke der Farbdesignerin und Malerin Ute Vorndamme, die neu angekauft wurden.

Seit 1984 bietet die Artothek eine unkomplizierte Möglichkeit, Kunst zu leihen, sich in der Kunstausstellung im Historischen Rathaus umzuschauen und individuell beraten zu lassen.

Weitere Informationen zur Artothek unter: buxtehude.de/kultur

Öffnungszeiten Artothek: Mo. – Fr.: 10 – 17 Uhr; Sa.: 10 – 15 Uhr; Historisches Rathaus, Breite Straße 2, 21614 Buxtehude

 

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Lebendige lokale Kunst https://www.tiefgang.net/lebendige-lokale-kunst/ Fri, 13 Sep 2019 22:22:42 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=5800 [...]]]> 35 Jahre schon gibt es in Buxtehude eine Artothek und würdigt so auch die lokale Kunst. Viele Künstler*innen geben nun ihren Dank zurück, mit offenen Ateliertagen.

Buxtehude. Die Artothek feiert in diesem Jahr ihr 35-jähriges Bestehen und bietet aus diesem Anlass Kunstinteressierten einen besonderen Kunstgenuss. Drei Künstlerinnen und Künstler öffnen bis zum Jahresende ihre Ateliers und geben dabei persönliche Einblicke in ihre Werkstatt und ihr künstlerisches Schaffen.

Am Donnerstag, 26. September, 18.30 Uhr, ist ein Besuch der Künstlerin und Farbpsychologin Ute Vorndamme in Buxtehude geplant. Seit dem Jahr 2000 befindet sich das Atelier des Künstlers und Grafikers Dirk Behrens in Issendorf, das er am Donnerstag, 17. Oktober, ab 18.30 Uhr für Besucherinnen und Besucher öffnet. Einblick in die Arbeit der Holzbildhauerin Barbara Uebel erhalten Interessierte am Donnerstag, 21. November um 18.30 Uhr.

Staunen erlaubt

Die Atelierbesuche sind kostenlos. Treffpunkt ist das jeweilige Atelier. Weitere Details erhalten Interessierte bei der Anmeldung im Servicecenter Kultur und Tourismus entweder telefonisch unter 04161 501 2345 oder bei Mail unter kulturbuero@stadt.buxtehude.de.

Seit 1984 gibt es in Buxtehude eine Artothek, d.h. einen städtischen Bilderverleih mit zurzeit ca. 500 Exponaten. Es handelt sich um zeitgenössische Grafik, Collagen, Radierungen, Aquarelle, einige Ölbilder, Bleistiftzeichnungen und Kleinplastiken. Für jedes ausgeliehene Kunstwerk wird ein Entgelt in Höhe von zurzeit 6,00 Euro für drei Monate bzw. 12,00 Euro für sechs Monate erhoben. In diesem Betrag ist die Versicherungsprämie enthalten.

Diese Einrichtung zur Belebung von Kunst und Kultur gibt den Benutzern die Möglichkeit, für ihre Wohn- und Arbeitsräume Kunstwerke über einen längeren Zeitraum gegen geringes Entgelt auszuleihen. Dadurch wird den Interessenten nicht nur ein Bild oder eine Skulptur zum Schmuck ihrer Räume an die Hand gegeben, sondern auch eine Gelegenheit zur längeren und intensiveren Betrachtung und Beschäftigung mit dem Exponat.
Der Gesamtbestand der Bilder ist in einem Katalog aufgeführt, der alle wichtigen Angaben zu den Werken, wie Maler, Titel, Technik, Entstehungsjahr und Größe enthält. (siehe auch ´Tiefgang`: „Wertschätzung regionaler Künstler!“,  März 2017)

Öffnungszeiten Artothek: Mo. – Fr.: 10 – 17 Uhr; Sa.: 10 – 15 Uhr; Historisches Rathaus, Breite Straße 2, 21614 Buxtehude, www.buxtehude.de/artothek

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Ciao, Kellerdrucker! https://www.tiefgang.net/ciao-kellerdrucker/ Fri, 14 Dec 2018 23:10:29 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4629 [...]]]> Mit Trauer vernahmen wir, dass der Harburger Künstler und Fotograf Theo Stenzel  am vergangen Wochenende nach langer Krankheit verstarb.

Theo Stenzel wurde 1946 geboren, lebte in Hamburg und war Mitbegründer und Mitglied der in Harburg ansässigen Gruppe „Kobalt – Kunst international“ und der Fotogruppe in der Kulturwerkstatt Harburg. Er arbeitete mit Heliogravuren, Siebdruck, Radierungen und Zeichnungen.

Seit 1972 hatte er zahlreiche Ausstellungen, Beteiligungen und Mitwirkungen bei Performances im In- und Ausland, beschäftigte sich mit Schwarzweiß -Fotografie und Dunkelkammerarbeit, die er jährlich beim Tag des offenen Ateliers in der Dempwolffstraße einem breiten Publikum erklärte.

Er hatte bis 1973 Mathematik, Physik, Philosophie und Pädagogik an der Universität Hamburg studiert und war von 1975 bis 2008 als Lehrer am Lessing–Gymnasium in Harburg tätig. Seit 1985 war er Koordinator für das Studium und Staatsexamen im Fach Informatik an der Universität Hamburg.

1976 begründete er die Künstlergruppe „Kellerdrucker“ mit. In den 90er Jahren hatte er mehrere Studienaufenthalte im Kaukasus.

Als Künstler hatte er eine Vielzahl nationaler und internationaler Ausstellungen – teils mit seiner Frau Anke de Vries, ebenfalls Künstlerin.

Noch 2018 brachte er die Ausstellung „30 Jahre Fotografie“ in der Kulturwerkstatt Harburg fertig: Schwarz-weisse Analogfotografien auf edlem Barytpapier – ein Querschnitt durch die letzten Projekte.

Die Initiative SuedKultur verliert damit nicht nur einen großartigen und inspirierenden Künstler, sondern auch humorvollen, engagierten und stets sehr reflektierten und bereichernden Mitstreiter.

Theo, wir vermissen Dich!

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„Flüsse sind identitätsbestimmend“ https://www.tiefgang.net/fluesse-sind-identitaetsbestimmend/ Fri, 06 Oct 2017 22:20:08 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=2135 [...]]]> Am 4. November 2017 findet zum 14. Male der Harburger Kulturtag statt. Dabei ist immer auch der Verein „Künstler zu Gast in Harburg“ im Mayr`schen Haus vertreten. In diesem Jahr: Yvette Kießling aus Leipzig. Wir haben mal nachgefragt.

Yvette Kießling ist 1978 geboren und lebt in Leipzig. Sie studierte dort als Meisterschülerin von Arno Ring, dem „Vater der Neuen Leipziger Schule“. Ihr Sujet ist die Landschaftsmalerei. Sie ist aber auch als Fotografin aktiv und absolviert viele Studienreisen. Nun ist zu Gast in Harburg.

Tiefgang (TG): Hallo und herzlich willkommen, Yvette Kießling. Sie sind dieses Jahr unsere „Künstlerin zu Gast in Harburg“. Wie ist der Kontakt zum Verein „Künstler zu Gast in Harburg“ überhaupt entstanden?

Yvette Kießling: Über verschiedene Aufenthalte in Hamburg, auch in Harburg und den Kontakt zu Prof. Busch habe ich von der Möglichkeit im Künstlerhaus Harburg arbeiten zu können erfahren und mich beworben.

TG: Sie stellen in Hamburg nicht zum ersten Mal aus. Ist Ihnen da der Harburger Kulturtag schon zuvor mal „untergekommen“. Also wussten Sie von ihm?

Yvette Kießling: Nein, ich kannte ihn bisher noch nicht.

TG:  Sie beschäftigen sich mit Lithografie, Malerei und Radierungen. Waren das immer schon ihre Prioritäten? Was gefällt Ihnen an diesen Techniken und Wirkungen besonders?

Yvette Kießling: Die grafischen Techniken sind mir bereits im Studium sehr wichtig gewesen. Ich habe immer parallel zur Malerei auch in der Radierung und später nach dem Studium mehr und mehr auch in der Lithografie gearbeitet. Die Grafik macht es mir möglich, verschiedene malerische und kompositionelle Ideen zu erproben. Die verschiedenen Wege und Möglichkeiten, die aus dem Arbeiten im Wechselspiel Malerei – Grafik erwachsen, sind für mich sehr wichtig und fruchtbar.

Zu Gast in Harburg: Yvette Kießling

 

TG: Sie waren Meisterschülerin bei Arno Rink, der seinerseits wesentlich das Kunststudium in Leipzig als Rektor prägte. Hat er Ihr Schaffen geprägt oder beeinflusst er es noch heute und wenn in wie fern?

Yvette Kießling: Arno Rink war ein großartiger Lehrer. Er hat meine Arbeit, meine künstlerischen Entwicklung sehr gefördert. Gerade in der Entscheidung für das Arbeiten vor der Natur, vor der Landschaft hat er in langen und intensiven Gesprächen und Bildbetrachtungen maßgeblich beigetragen.

TG: Sie leben und arbeiten in Leipzig. Eine Stadt, die zur Zeit für jung und wachsend steht. Wie ist Ihr Eindruck? Was gibt Ihnen die Stadt aus künstlerischer Sicht?

 

Yvette Kießling: Leipzig ist eine wunderbare Stadt, um als Künstler gut leben und arbeiten zu können. Durch das eigene Atelier in der Spinnerei bin ich fachlich und kollegial bestens vernetzt.

Schwierig günstigen Raum zu finden

Momentan verändert sich durch den Boom im Bau und Ausbau von Wohn- und Gewerbeflächen viel, gerade hier im Leipziger Westen. Die Mieten steigen und es wird schwieriger, günstigen Raum zu finden. Im Vergleich zu Städten wie München, Hamburg oder Frankfurt aber ist es als Künstler noch immer sehr günstig, hier zu leben und eine sehr lebendige und breite Kunstszene zu genießen.

TG: Wie sind Sie persönlich zur Kunst gekommen?

Yvette Kießling: Für mich stand es immer fest, Malerin zu werden und ich bin sehr dankbar, dass ich diesen Weg über die Leipziger Hochschule nehmen konnte.

TG: In Ihren Werken dominiert Landschaftliches und vor allem Fluss, kann das sein? Und wenn, wie kommt´s?

Yvette Kießling: Seit vielen Jahren beschäftige ich mich ausschließlich mit dem Thema Landschaft. Im speziellen mit dem Thema Fluss. Die Faszination besteht seit meiner Kindheit in Thüringen und hat sich hier in Leipzig an diversen Flüssen fortgesetzt. Flüsse sind landschaftsprägend und identitätsbestimmend für die Anwohner. Mich fasziniert besonders die Energie großer Ströme, wie beispielsweise der Elbe. Die verschiedenen Landschaftsräume, die an den Ufern, in der direkten Umgebung zu finden sind, ziehen mich immer wieder in ihren Bann. Dazu kommt die Faszination der „Gestaltlosigkeit“ des Wassers an sich, der riesigen Herausforderung, dies in einem Bild zu fassen.

TG:  Was erwarten Sie von Harburg, wenn Sie jetzt hier artist in residence sind?

Yvette Kießling: Ich möchte mich vor allem weiter mit meinem langjährigen Thema Elbe beschäftigen. Besonders interessiert mich hier die Insel Wilhelmsburg mit ihren Elbufern und sie durchziehenden Wasserwegen.

Langjähriges Thema „Elbe“

Ich werde die Zeit nutzen, intensiv vor Ort zu arbeiten – diese Möglichkeit bietet mir der Aufenthalt im Mayrischen Haus in Harburg sehr perfekt.

TG: Was erwartet uns zum Harburger Kulturtag?

Yvette Kießling: Ich möchte in Harburg eine geschlossene Reihe von Bildern schaffen und neue malerische Möglichkeiten ausloten. Ich bin gespannt, im direkten Bezug neue Bilder den Menschen vor Ort zeigen zu können.

TG: Vielen Dank für das Gespräch und wir freuen uns auf Sie!

Am Sa., 4. Nov. 2017 ist Yvette Kießling im Rahmen des 14. Harburger Kulturtags von 12 – 20h mit aktuellen Arbeiten als „Künstlerin zu Gast in Harburg“ im Mayr`schen Haus in der Lämmertwiete 14, 21 073 Hamburg zu erleben.

Weiterführende Links:

www.yvettekiessling.de oder www.kuenstler-zu-gast-in-harburg.de  

Das komplette Programm des Kulturtags zum Herunterlanden unter: Harburger Kulturtag Flyer.pdf

(Das Interview für „Tiefgang“ führte Heiko Langanke)

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