Rechtsberatung https://www.tiefgang.net Fri, 02 Jan 2026 15:23:13 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 Hilfe für Harburgs Kreative https://www.tiefgang.net/hilfe-fuer-harburgs-kreative/ Sat, 03 Jan 2026 15:10:55 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=13079 [...]]]> Das Netzwerk SuedKultur schickt jetzt einen Rettungsanker in Form von Beratungsgutscheinen aus, damit aus kleinen Fehlern keine großen Krisen werden.

Denn: Kreativität braucht Freiheit, aber sie braucht auch ein Fundament. In Harburg wissen wir: Die besten Ideen entstehen oft in kleinen Vereinen oder bei engagierten Einzelpersonen. Doch wer sich zwischen Urheberrecht, Künstlersozialkasse und Steuerrecht verheddert, verliert schnell die Lust am Gestalten.

Es ist ein altbekanntes Problem: Jurist*innen und Steuerberater*innen kosten Geld, das in der freien Kulturszene oft an allen Ecken fehlt. Die Folge? Wichtige Entscheidungen werden auf Basis von Halbwissen getroffen. Das ist gefährlich. SuedKultur-Sprecher Jan Schröder bringt es auf den Punkt: Wer einmal schlecht beraten wurde, kommt nur schwer wieder auf die Beine.

Um genau diese finanzielle Barriere einzureißen, stellt das Netzwerk in Kooperation mit der Harburger Politik ein Budget von 5.000 Euro für das Jahr 2026 bereit. Das Ziel ist klar: Rechtssicherheit schaffen, damit die Kunst im Vordergrund stehen kann.

Ab sofort können Kulturschaffende aller Sparten im Bezirk Harburg – egal ob Solokünstler*innen, Gruppen oder Vereine – einen der rund 15 Beratungsgutscheine ergattern. Jeder Gutschein hat einen Wert von bis zu 300 Euro und sichert eine professionelle Erstberatung.

Das Verfahren ist erfreulich unbürokratisch:

  1. Konkretes Problem benennen.
  2. Vertraulich an kontakt@sued-kultur.de wenden.
  3. Gemeinsam passende Expert*innen finden.
  4. Beratung wahrnehmen und Rechnung zur Erstattung einreichen.

Wer zuerst kommt, mahlt zuerst

Einziger Haken: Das Kontingent ist begrenzt. Da es nur 15 dieser Gutscheine gibt, heißt es jetzt: Schnell sein! Sobald das Budget ausgeschöpft ist, wird dies über das Netzwerk bekannt gegeben.

SuedKultur beweist mit dieser Aktion einmal mehr, dass es das Rückgrat der Harburger Kulturszene ist. Es geht nicht nur um glanzvolle Events wie die Music-Night, sondern um die harte Basisarbeit, die das kulturelle Überleben im Hamburger Süden erst möglich macht. Also: Sichert euch diese Unterstützung und lasst euch nicht von Paragrafen ausbremsen!

Kontakt und Infos: E-Mail: kontakt@sued-kultur.de Web: www.sued-kultur.de

]]>
Rechtsberatung zu Internetrecht https://www.tiefgang.net/rechtsberatung-zu-internetrecht/ Fri, 15 Jun 2018 22:46:49 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=3761 [...]]]> Der Einstieg in die Selbstständigkeit aber auch die tägliche Arbeitspraxis der Selbstständigen in der Kreativwirtschaft sind mit einer Reihe von Entscheidungen verbunden, die auch rechtliche Dimensionen umfassen.

Oft wird nicht gleich ein/e Rechtsanwalt/anwältin gebraucht, aber wo sonst gibt es wirklich verlässliche Informationen? Bücher und Kolleg/innen können vielleicht weiterhelfen, die Hamburg Kreativ Gesellschaft kann in diesem Fall eine erste Orientierung geben, kann und soll eine Rechtsberatung allerdings nicht ersetzen.

Die Hamburg Kreativ Gesellschaft möchte Solo-Selbstständige, Gründer/innen, Start-ups, kleinere Agenturen, etc. dabei unterstützen, sich rechtssicher verhalten zu können.

Deshalb bietet sie in Kooperation mit der Cyber Law Clinic der Fakultät für Rechtswissenschaft (Universität Hamburg), eine kostenlose studentische Rechtsberatung bei Fragen rund um das Internet an.

Präsentation, Verkauf und Kommunikation über das Internet werfen in der Arbeitspraxis viele Fragen auf, die im Rahmen dieses Angebots behandelt werden können, wie zum Beispiel:

  • Wie betreibe ich einen Online-Shop rechtmäßig?
  • Brauche ich in jedem Fall AGBs?
  • Was muss beim Impressum beachtet werden und benötige ich auch ein Impressum für meinen Facebookauftritt?
  • Wie schütze ich meine kreative Arbeit im Internet?
  • Wie sieht eine korrekte Verwendung von kreativen Leistungen anderer auf eigenem Blog oder eigener Website aus?

Streitigkeiten um Domainnamen und Accountgrabbing, Haftung eines Plattformbetreibers, Content-Diebstahl und weitere Urheberrechtsverletzungen sind typische Themen, die die Nutzung des Internets und insbesondere der sozialen Medien aufwirft. In der Regel handelt es sich zunächst um Rechtsunsicherheiten, um Klärungsbedarf und nicht sofort um einen ausgewachsenen Rechtsstreit, der Gegenstand einer Rechtsberatung durch einen Rechtsanwalt sein muss.

An diesem Termin stehen Studierende der Rechtswissenschaft, angeleitet von erfahrenen Anwältinnen und Anwälten, in der Hamburg Kreativ Gesellschaft für Fragen und Orientierung zur Verfügung.

Die Cyber Law Clinic ist ein Projekt der Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Hamburg. Die Studierenden beraten Ratsuchende unter Anleitung eines Rechtsanwalts/ einer Rechtsanwältin. Ziel ist es, die Studierenden frühzeitig praktizieren zu lassen.

Die Cyber Law Clinic befasst sich explizit mit dem Recht im Internet. Die Themen sind über alle Rechtsgebiete und alle Lebensbereiche verteilt. Jede gesellschaftliche Gruppe ist betroffen und der Streitwert oft gering, so dass sich Anwälte des Sachverhalts nicht annehmen können. Die aufgeworfenen Fragen sind dynamisch und haben oft schon im nächsten Monat ein neues Gesicht. Folglich besteht Beratungsbedarf seitens der Nutzer. Keine Rechtsmaterie lässt sich für Studierende besser Hand in Hand mit der Praxis lernen als das Recht im Internet.

Weitere Informationen zu dem „Was und Wie“ einer Law Clinic finden Sie unter: jura.uni-hamburg.de/cyberlawclinic

Termin am Mi., 27.6.2018 17:30 – 19:30 Uhr

Ort: Hamburg Kreativ Gesellschaft, Hongkongstraße 5, 20457 Hamburg

kostenfrei

Jetzt anmelden

 

Quelle: kreativgesellschaft.org

]]>
Wenn guter Rat zu teuer ist https://www.tiefgang.net/wenn-guter-rat-zu-teuer-ist/ Fri, 27 Oct 2017 22:56:35 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=2394 [...]]]> Im Kulturbetrieb liegen viele Fallstricke aus: Urheberrechte hier, Künstlerabgabe dort, Vereinssatzung anderswo. Vielen schwant erst die Dimension, wenn die Uhr fünf vor Zwölf schlägt.

Die Initiative SuedKultur hat nun zusammen mit dem Bezirk Harburg neuerlich eine Art Beratungsfonds eingerichtet, um hier erste Soforthilfe zu leisten. Denn wenn der „Baum brennt“ und die Nerven blank liegen, ist guter und schneller Rat teuer. Und das wird vielen zur Hemmschwelle, das Problem ohnedies meist aber noch viel größer. Daher gibt es jetzt wieder eine steuerliche oder anwaltliche Erstberatung für Kulturschaffende im Bezirk Harburg.

Die Initiative SuedKultur, die Verwaltung und die Politik des Bezirks Harburg bringen nach 2015 somit erneut eine Erstberatung für Kulturschaffende im Bezirk auf den Weg. Vor dem Hintergrund, dass Kulturvereine zunehmend größeren wirtschaftlichen und rechtlichen Herausforderungen gegenüberstehen, andererseits aber damit auf einem durchaus schwierigen Feld der Vereinsbesteuerung Fuß fassen müssen, wird Harburger Kulturschaffenden ab sofort eine kostenfreie Erstberatung (im Wert von max. 250,- €) ermöglicht. Ein Fonds von insgesamt 5.000,- € steht hierfür zur Verfügung. Formulare für einen Antrag finden sich auf www.sued-kultur.de unter „downloads“. Ein Rechtsanspruch auf Beratung besteht nicht. Eine Beratung darf erst nach Antragsprüfung begonnen werden.

Das grundsätzliche Verstehen

Die Beratung ersetzt weder ein anwaltliches oder steuerberatendes Mandat. Es bezieht sich vielmehr auf grundsätzliche Fragestellungen und rechtliche Orientierungsmöglichkeiten. Denn oft hapert es am Verständnis für manche Regelungen und Rechtsauslegungen. Bloß weil eine Band keine Songs nachspielt, entbindet es zum Beispiel nicht von der Pflicht zur Anmeldung bei der GEMA (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte). Als Künstler*in ist man verpflichtet (!) seine Alters- und Krankenvorsorge in der Künstlersozialkasse zu leisten. Die ist aber keine eigene Kasse und wirft jemanden auch gerne wieder heraus, der anderes als Kunst im Sinne haben mag. Manchmal muss man eben fragen, um es zu verstehen.

Schlimmste Fehler vermeiden

Grundsätze der Vereinssatzung und des Vereinssteuerrechts aber auch Themen wie Künstlersozialkasse bzw. damit verbundene Abgaben von Veranstaltern. Die Erstberatung soll ein erstes Handling ermöglichen, um schlimmste Fehler zu vermeiden. Darüber erhält man Anhaltspunkte, wie man die Vereinsregelungen auch sinnvoll nutzen kann (Übungsleiter- und Vorstandspauschale etc.).

Politik, Bezirksamt Harburg, Kulturhaus Süderelbe und SuedKultur sichern und fördern damit das ehrenamtliche kulturelle Engagement im Bezirk, denn immer mehr Menschen schrecken vor Vorstandsämtern zurück, da die Hürden zu hoch erscheinen. Die Erstberatung ist eine wichtige und individuelle Grundlage für alle Kulturschaffenden – ob die gemeinnützige GmbH im Großen oder der Kunst-, Theater- oder Gesangsverein im Kleinen. Immer wo auch Geld fließt (Spenden, Mitgliedsbeiträge, Eintritte), schlummert die Gefahr der Fehlbuchung oder Fehlauslegung. Und Fehler von heute können sich selbst in 10 Jahren noch rächen.

Fehler rächen sich gerne

Damit schafft SuedKultur einen weiteren Beratungsbaustein (neben Gema, KSK und Kooperationshilfen) zur Förderung der Kultur im südlichen Stadtbezirk. Die Erstberatung setzt weder eine Mitarbeit im Rahmen der SuedKultur noch irgendeine andere Bedingung voraus – außer der des Status des (Kultur-)Vereines und erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Kulturhaus Süderelbe in Neugraben.

Die Wahl des Steuerberatenden wie auch Anwaltsbüros ist frei. Eine Liste mit lokalen Steuerberatungen samt Tätigkeitsfeld „Vereinsbesteuerung“ von der Hamburgischen Steuerberaterkammer ist auf Antragsstellung erhältlich. Die gesamte Abwicklung der Vergabe der Erstberatungen übernimmt SuedKultur in Zusammenarbeit mit dem Kulturhaus Süderelbe. Bei Fragen kann sich der Hilfesuchende an Heiko Langanke unter 040-300 969-41 oder per Mail an kontakt(at)sued-kultur.de wenden.

(25. Okt. 2017, TG)

]]>