Rock – Tiefgang https://www.tiefgang.net Kultur, Politik, Kulturpolitik und mehr Wed, 16 Nov 2022 10:49:28 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.3 Rund 160.000 Besucher*innen bei Sommerkultur https://www.tiefgang.net/rund-160-000-besucherinnen-bei-sommerkultur/ Fri, 18 Nov 2022 23:40:11 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=9499 [...]]]> 82 Projekte, 840 Veranstaltungen und rund 160.000 Besuchende – das ist die Bilanz des Förderprogramms der Kulturbehörde, um der Hamburger Kulturszene noch mal einen klaren Impuls in der Post-Corona-Zeit zu geben …

Mit zwei einmaligen Förderprogrammen hat die Behörde für Kultur und Medien in diesem Sommer Live-Kulturveranstaltungen mit insgesamt 5,1 Millionen Euro gefördert, um der Hamburger Kultur im dritten Corona-Jahr nochmals einen deutlichen Impuls zu geben und die guten Erfahrungen aus dem Kultursommer im letzten Jahr wieder aufzugreifen. Mit der Outdoorförderung und dem Programm SOMMERKINDERkultur wurden insgesamt 82 Projekte unterstützt. STADTKULTUR HAMBURG führte beide Förderprogramme durch. Entstanden sind insgesamt 840 Veranstaltungen, die von rund 160.000 Personen besucht wurden, darunter vielfältige Veranstaltungsformate unter freiem Himmel in unterschiedlichen Stadtteilen, von der Open-Air-Bühne auf der Alster über Oper im Park bis hin zum Literaturfest für Kinder. Die geförderten Projekte fanden von Juni bis Ende Oktober statt. Mit der Outdoorförderung in Höhe von rund 3,4 Millionen Euro wurden 23 große Veranstaltungsformate aller Kultursparten, verteilt in der ganzen Stadt, realisiert. Für die SOMMERKINDERkultur-Förderung wurden 59 Projekte aus dem Bereich Kinder- und Jugendkultur ausgewählt. Hierfür standen Fördermittel in Höhe von 1,7 Millionen Euro zur Verfügung.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Dieses Jahr hat für die Kultur erneut große Herausforderungen gebracht. Mit den guten Erfahrungen aus dem Kultursommer 2021 konnten wir zusammen mit STADTKULTUR HAMBURG erfolgreich die Outdoorförderung und das SOMMERKINDERkultur-Programm umsetzen. Mit den beiden Förderprogrammen haben wir ein vielfältiges Kulturangebot ermöglicht, das Kunst und Kultur aller Sparten in unsere Stadt gebracht hat. Damit konnten wir ganz praktisch den Künstlerinnen und Künstlern in Hamburg helfen und wichtige künstlerische Impulse in der ganzen Stadt setzen. Gleichzeitig haben wir die Hamburger Kulturveranstalterinnen und -veranstalter dabei unterstützt, ihre Ideen zu realisieren. Die zahlreichen Anträge für kreative Projekte zeigen, wie vital Hamburgs Kultur trotz schwieriger Zeiten ist. Auch als Gesellschaft bewegt uns gerade viel. Deshalb brauchen wir die Inspiration durch die Kunst und das gemeinsame Erleben von Kultur ganz besonders. Für die Durchführung der Förderprogramme danke ich dem Team von STADTKULTUR HAMBURG, das wie schon im letzten Jahr beim Kultursommer hervorragende Arbeit geleistet hat.“

Corinne Eichner, Geschäftsführerin von STADTKULTUR HAMBURG: „Mit dem Rückenwind aus der Outdoorförderung und dem SOMMERKINDERkultur-Programm hat die Hamburger Kultur in Zeiten multipler Krisen spartenübergreifend sehr besondere und kreative Projekte umgesetzt, die die Vielfalt der Hamburger Kultur zeigten und neue Netzwerke innerhalb der Kultur entstehen ließen. Wir freuen uns, dass wir als Dachverband der lokalen Kultur und kulturellen Bildung dabei unterstützen konnten. Unser Dank geht an die Kulturschaffenden, deren schöpferische Kraft selbst unter schwierigsten Bedingungen weiter blüht und die weiter Außergewöhnliches auf die Beine stellten, und der Stadt Hamburg, die die Mittel dafür bereitgestellt hat. Die Ergebnisse der Förderprogramme zeigen wie der Kultursommer 2021, welchen hohen Wert Kulturförderung für die Stadt und ihre Bewohnerinnen und Bewohner hervorbringen kann. Diesen Wert und die dazugehörenden Strukturen gilt es nun über Projekte hinaus auch langfristig zu bewahren.“

Mit der Outdoorförderung wurden 23 großangelegte Veranstaltungsformate mit überregionaler Strahlkraft unterstützt, darunter vor allem Livemusik-Veranstaltungen wie Festivals und Konzerte. Das Programm kam damit auch der Clubkultur und der Musikwirtschaft zugute. Mit Rock, Pop, Elektro, Jazz, Weltmusik oder Klassik war die musikalische Bandbreite groß. Darüber hinaus gab es spartenübergreifende Veranstaltungen, Bildende und Darstellende Kunst, Tanz und Literatur. Die geförderten Veranstaltungen wurden von rund 110.000 Personen besucht.

Durch das SOMMERKINDERkultur-Programm wurden Kinder- und Jugendkulturprojekte gefördert, weil Familien besonders unter der Corona-Pandemie gelitten haben. 59 vielfältige Projekte wurden zur Förderung ausgewählt, in vielen Stadtteilen umgesetzt wurden, darunter Theater und Literatur für Kinder, Kunst- und Musikprojekte, vieles zum Mitmachen und Ausprobieren. Hier kamen rund 50.000 Personen zu den Veranstaltungen.

Eine Übersicht der geförderten Projekte finden Sie im Internet unter www.hamburg.de/pressearchiv-fhh/16683932/sonderfoerderung-der-kulturbehoerde.

 

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Vielfalt regionaler Bands https://www.tiefgang.net/vielfalt-regionaler-bands/ Fri, 24 Jan 2020 23:17:33 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=6269 [...]]]> Die Konzertreihe heißt „My Six Stages“ – aber ob man mit denen noch hinkommt …

Buxtehude. So viele Bewerbungen wie nie: Die achte Auflage der Konzertreihe „MY SIX STAGES“ verspricht erneut zum Publikumsmagnet zu werden – in diesem Jahr werden ab dem 8. Februar rund 1.200 Zuschauerinnen und Zuschauer erwartet. „Das Interesse von Nachwuchsbands in Buxtehude aufzutreten ist offenkundig nach wie vor groß“, sagt Stadtjugendpfleger Gabriel Braun. Das My-six-stages-Team habe geeignete Bands ausgewählt und wieder sechs Genre-Abende – jeweils samstags – zusammengestellt.

Auftakt am 8. Februar im Zeichen des Hip Hops

Die erste Stage findet am Samstag, 8. Februar, statt und steht im Zeichen von Hip Hop. Die Musiker Meils Above & PKP werden den ersten Abend eröffnen. Die beiden Rapper und Produzenten schlüpfen in ihren Songs in verschiedene Charaktere, um der Gesellschaft so einen Spiegel vorzuhalten. Mr. Miet ist bereits mehrfach bei Buxte Rhymes aufgetreten und konnte das Publikum durch Freestyles und Stücken mit Witz und dennoch Tiefgang in seinen Bann ziehen.

Der Hamburger Rap Jack bietet energiegeladenen Deutschrap und legt in seinen substantiellen Lyriks seine ganz persönliche Weltsicht dar. Wie ein Wirbelsturm bildet er den Abschluss des Abends, bevor es am darauffolgenden Samstag 15.02.2020 mit gleich vier Bands aus den Genres Alternative-Rock, Deutsch Pop-Punk und Synth-Rock weitergeht. Die weiteren Termine: 15., 22. und 29. Februar sowie 7. und 14. März, Einlass ist jeweils um 19 Uhr.

Mit Konzertreihe regionale Musik fördern

Beim Bandvortreffen mit allen Bands haben sich nun etwa 60 Musikerinnen und Musiker im Alter von 12 bis 55 Jahren getroffen und die Veranstaltungsreihe vorbereitet.

Ziel der 2013 gegründeten Reihe „MY SIX STAGES“ ist es, regionale Bands zu fördern und ganz nebenbei die Freude an der Musik zu wecken. Den Bands wird hierbei neben einer kompetenten Betreuung auch professionelle Beschallungstechnik zur Verfügung gestellt, um erste Bühnenerfahrung zu sammeln oder bereits vorhandene auszubauen.

Tickets gibt es im Vorverkauf, Restkarten an der Abendkasse

Tickets für alle Veranstaltungen gibt es für fünf Euro im Vorverkauf im Freizeithaus Buxtehude, Geschwister-Scholl-Platz 1. Außerdem sind die Tickets bei den teilnehmenden Bands sowie Restkarten an der jeweiligen Abendkasse erhältlich.

Bei einem sehr breiten Spektrum aus Metal, Rock, Edu Rock, Indie, Hip Hop oder Artpop ist für jeden Musikliebhaber etwas dabei. Alle auftretenden Bands und weitere Informationen gibt es unter www.mysixstages.de.

 Quelle: www.buxtehude.de

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Spiel deinen Song! https://www.tiefgang.net/spiel-deinen-song/ Fri, 06 Jul 2018 22:44:37 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=3863 [...]]]> Es geht nicht um den schnellen Ruhm. Eher um das, was man gemeinhin mit „authentisch“ bezeichnet: die künstlerische Identität. Der bundesweite Wettbewerb „Treffen junge Musik-Szene“ sucht junge Menschen, die mit eigener Musik und eigenen Texten ihre Beobachtungen, Themen und Haltungen ausdrücken.

In der Ausschreibung heißt es:

„Die Teilnahme am sechstägigen Treffen junge Musik-Szene in Berlin ist der Preis eines deutschlandweiten Wettbewerbes für Nachwuchskünstler*innen. Bewerben können sich Solist*innen, Duos und Bands im Alter von 11 bis 21 Jahre. Selbst geschriebene Songs sind gefragt – in allen Sprachen und Musikgenres.

Auf dieser Seite finden sich Informationen zum Bewerbungs- und Auswahlverfahren.

Ausführlichere Informationen zum Treffen junge Musik-Szene

Termine Treffen junge Musik-Szene 2018
Ausschreibungsbeginn März 2018
Bewerbungsschluss 31. Juli 2018

Die Preisträger*innen des Wettbewerbs werden Ende August bekannt gegeben.

Bewerbung

Zugelassen sind selbstgeschriebene Songs in allen Sprachen alle Musik-Genres (z. B . Chanson, Folk, Blues, Pop, Rap, Reggae, Jazz, Funk, Rock, Kunstlied …)

Nicht anerkannt werden Einsendungen die keine Eigenproduktionen sind von Solist*innen, Duos oder Bands, die bereits vertraglich gebunden sind (z.B. an Plattenfirmen, Produzent*innen, Musikverlage etc.)

Die Bewerbung muss über unser neues Bewerbungsportal erfasst werden. Nach einer Registrierung können dort alle Angaben zu Bewerbung erfasst werden. Zudem ladet ihr dort folgende Bewerbungsmaterialien hoch:

bis zu 3 Songs, davon eine unbearbeitete Aufnahme aus dem Probenraum oder einer Auftrittssituation die vollständigen Songtexte eine selbst verfasste Selbstdarstellung (Informationen zu euch und eurem Werdegang).

Wenn ihr Fragen oder Probleme bei der Nutzung unseres neuen Bewerbungsportals habt, wendet euch telefonisch an uns unter +49 30 254 89 213. berlinerfestspiele.de 

Auswahl

Eine unabhängige Jury wählt aus den eingegangenen Bewerbungen ca. 10 Solist*innen, Duos oder Bands mit jeweils einem Song aus. Das Auswahlverfahren ist Ende August abgeschlossen. Die Entscheidung der Jury ist endgültig – der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Preis

Die durch die Jury ausgewählten Preisträger*innen werden zum Treffen junge Musik-Szene für fünf Tage nach Berlin eingeladen. Die ausgezeichneten Songs werden in einem gemeinsamen Konzert der Preisträger*innen im Haus der Berliner Festspiele präsentiert. Darüber hinaus absolvieren die ausgewählten jungen Musiker*innen ein Campus-Programm aus unterschiedlichen Workshops zu Gesang, Komposition, Improvisation, Bühnenperformance … und Auftrittsanalysen. Fachgespräche zu weiteren Musik-Themen stehen ebenso auf dem Programm, wie abendliche Jam-Sessions. Das Konzert der Preisträger*innen wird aufgezeichnet.

Bühne

Die Preisträger*innen spielen ihre ausgewählten Songs in einem gemeinsamen Konzert vor Publikum im Haus der Berliner Festspiele.

Campus

Die ausgewählten Musiker*innen arbeiten in Workshops mit professionellen Musiker*innen zu Gesang, Komposition, Improvisation und Bühnenperformance etc. Fachgespräche zu weiteren Musik-Themen stehen ebenso auf dem Programm, wie abendliche Jam-Sessions.

Forum

Das Forum richtet sich mit einem eintägigen Fortbildungsprogramm an Musikpädagogen*innen in Schulen und Musikschulen. Dokumentation: Das Konzert der Preisträger*innen wird aufgezeichnet.

Quelle: treffen_junge_musik_szene

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Reinigende Kräfte der Kultur https://www.tiefgang.net/reinigende-kraefte-der-kultur/ Fri, 06 Jul 2018 22:07:41 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=3848 [...]]]> In den letzten Wochen schauten viele mit großen Augen auf die Politik in Berlin. Die einen waren entsetzt (Asyl). Die anderen froh und erstaunt (Kultur). Eine verrückte Woche.

Um Politik zu verstehen, wurden ganze Wissenschaften begründet, Bibliotheken gefüllt und Hirne zermartert. Dabei kann man es auch ganz pragmatisch handhaben und einfach ungenutzte Gelder umlenken.

So ist ein Haushaltsausschuss immer wieder mal damit befasst, zugeteilte aber nicht abgerufene Gelder anderen Bestimmungen zuzuweisen. Wo der normale Bürger noch über dem Slogan grübelt, „spare in der Zeit, so hast Du in der Not“ ist man in der Politik regelmäßig dabei die berühmten Wahlgeschenke zu verpacken und auszugeben. Und ein bisschen wie Weihnachten mag es manchen Kulturschaffenden vorgekommen sein. Denn in der sogenannten „Bereinigungssitzung“ des Haushaltsausschusses wurde abseits von Seehofers Geschrei dem musischen Gesang der Kultur genüge getan. Doch der Reihe nach …

Als erste Meldung erreichte uns dies:

Bundestag erhöht Förderung von Pop, Rock und Jazz:

Zaster, der rockt!

In der Pressemitteilung hieß es:

„Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags hat in seiner Bereinigungssitzung eine Aufstockung der Musikförderung beschlossen. Darin enthalten sind zusätzliche 4,15 Millionen Euro, die der Bund der Initiative Musik für die Jahre 2018 und 2019 bereitstellt. Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters: „Mit den zusätzlichen Geldern für die Initiative Musik wollen wir vor allem die vielen kleineren Clubs im ganzen Land stärken. Diese begeistern mit ihren Programmen jenseits des wirtschaftlich erfolgreichen Mainstreams, indem sie künstlerisch herausragende sowie junge Musikerinnen und Musiker auf die Bühne holen. Mit der Stärkung des APPLAUS und dem Start eines neuen Programms für Kleinstkonzerte wollen wir dieses wichtige kulturelle Engagement fördern sowie Künstlerinnen und Künstler bei ihren ersten professionellen Auftritten honorieren.“ Ina Keßler, Geschäftsführerin der Initiative Musik: „Damit setzt der Bund ein wichtiges Statement für eine lebendige wie vielfältige Rock-, Pop- und Jazzlandschaft in Deutschland. Wir bedanken uns – auch im Namen der LiveKomm und BKJazz – bei den Mitgliedern des Deutschen Bundestages, ganz besonders bei Kulturstaatsministerin Monika Grütters.“

Die Initiative Musik fördert seit 2008 Künstlerinnen, Künstler und Musikunternehmen. Eines der Kernziele der Initiative Musik ist es, bundesweit den Nährboden für künstlerische Kreativität unterschiedlichster Musikgenres, wie zum Beispiel Rock, Hip-Hop, elektronischer Musik, experimenteller Popmusik oder Jazz, zu erhalten und auszubauen. Zwei Millionen Euro jährlich für Musikpreis APPLAUS Für den Spielstättenprogrammpreis APPLAUS werden 2018 und 2019 jeweils zwei Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Die Initiative Musik realisiert den Bundespreis seit 2013 unter Einbeziehung der Bundeskonferenz Jazz und der Live Musik Kommission, Verband der Musikspielstätten in Deutschland e.V. Kornelia Vossebein, Bundeskonferenz Jazz: „Als Bundeskonferenz Jazz begrüßen wir die Erhöhung der Bundesmittel für APPLAUS auf insgesamt zwei Millionen Euro pro Jahr. Spielstätten aktueller Musik sind bedeutende Kulturträger und wichtige Repräsentanten eines neuen, oftmals auch jüngeren Kulturverständnisses. Sie sind Katalysator für neue Projekte, sie fördern und fordern Newcomer genauso wie sie oft jenseits kommerzieller Interessen hochwertige und innovative Musikerinnen und Musiker unterstützen und unter angemessenen Bedingungen präsentieren. Sie sind Schnittstelle zu Publikum und Medien, und sie tragen eine wichtige gesellschaftliche Rolle als weltoffene und tolerante Orte des künstlerischen Austausches, der kulturellen Bildung und der interkulturellen Begegnung. APPLAUS ist deshalb ein wichtiger Beitrag zur Pflege der kulturellen Zukunft unseres Landes. Wir danken dem Deutschen Bundestag und der Bundeskulturstaatsministerin für ihren Einsatz!“ Ausgezeichnet werden Clubbetreiber und Veranstalter für ihre Programme aus allen Genres der Popularmusik. Mit ihren Konzerten prägen und bereichern die Musikclubs unser Kulturleben, sowohl in den Metropolen als auch im ländlichen Raum. Diese kulturellen Einrichtungen stehen für eine außergewöhnliche Qualität und Programmatik des deutschen Musiklebens von Pop bis Jazz. Zwei Millionen Euro für Kleinstkonzerte und 150.000 Euro für Clubstudie Karsten Schölermann, 1. Vorsitzender der LiveKomm: „Die Entscheidung des Bundestages zeigt uns, dass unsere Themen auf bundespolitischer Ebene ernst genommen werden und dass sich die Verbandsarbeit, wie zuletzt beim Musikwirtschaftsgipfel Agenda 2018, auszahlt. Die Bereitstellung der Gelder für die Kleinstkonzertförderung, wodurch wir uns einen nachhaltigen und leichteren Zugang für Nachwuchskünstlerinnen und -künstlern zu den Clubbühnen erhoffen, ist ein Meilenstein in der Clubförderung für den wir lange gekämpft haben. Das wir darüber hinaus eine eigene, wissenschaftlich fundierte, Clubstudie auf den Weg bringen dürfen rundet das Förderpaket ab, denn wir wissen noch viel zu wenig über die kulturellen und ökonomischen Rahmenbedingungen in unserer vielfältigen Clublandschaft.“

Für das Programm zur Förderung der Kleinstkonzerte erhält die Initiative Musik im Jahr 2018 insgesamt zwei Million Euro aus dem Bundeshalt. Dazu werden für die Clubstudie 150.000 Euro zur Verfügung gestellt. Beide Projekte werden in Zusammenarbeit mit der LiveKomm als Partner realisiert.“

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: Initiative Musik gGmbH, Friedrichstraße 122, D-10117 Berlin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Michael Wallies +49 (0)30 – 531 475 45 – 14 michael.wallies@initiative-musik.de www.initiative-musik.de

Hintergund:

Die Initiative Musik gemeinnützige Projektgesellschaft mbH ist die zentrale Fördereinrichtung der Musikwirtschaft und Bundesregierung für Rock-, Pop- und Jazzmusik in Deutschland. Die Initiative Musik fördert die Präsentation und Verbreitung von Musik aus Deutschland im In- und Ausland. Sie unterstützt den musikalischen Nachwuchs aus Deutschland, Musiker mit einem Migrationshintergrund sowie Livemusik-Spielstätten. Sie wird getragen von der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL) und dem Deutschen Musikrat. Finanziell wird sie unterstützt von der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechen (GVL) und der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA). Fördergeber sind u.a. die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und das Auswärtige Amt.

Quelle: initiative-musik.de 

Die Dynastie Kahrs (SPD) und Kruse (CDU) lenken wieder Bundesgelder nach Hamburg:

18 Mio. für Hamburgs Museen

In der Mitteilung der Stiftung Historische Museen hieß es:

„Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in seiner heutigen Sitzung die finanzielle Unterstützung in zweistelliger Millionenhöhe für zwei weitere wichtige Modernisierungsprojekte der Stiftung Historische Museen Hamburg bewilligt: Die bauliche und inhaltliche Neugestaltung des Museums der Arbeit wird vom Bund mit 10 Millionen Euro und die des Jenisch Hauses mit 8 Millionen Euro unterstützt. Johannes Kahrs (SPD), Haushaltspolitischer Sprecher, und Rüdiger Kruse (CDU), Mitglied im Haushaltsausschuss, haben sich in Berlin maßgeblich für die Finanzierung eingesetzt.

Insgesamt werden für die Sanierung und Modernisierung der beiden Museen 36 Millionen Euro veranschlagt. Der Rest der benötigten Mittel soll bei der Freien und Hansestadt Hamburg eingeworben werden.

Das Museum der Arbeit ist in den ehemaligen Gebäuden der New-York Hamburger Gummi-Waaren Compagnie in Barmbek beheimatet. In diesem in Hamburg einmaligen und unter Denkmalschutz stehenden Fabrikensemble, widmet es sich seit 1997 den gesellschaftlichen, technischen und sozialen Fragen von Arbeit und ihrer Veränderung. Mehr als 20 Jahre nach Eröffnung der Dauerausstellung ist es notwendig, deren Konzept und Präsentation zeitgemäß zu erneuern. Mit den bewilligten Mittel will das Museum die gesellschaftlichen Veränderungen, die die Arbeitswelt insbesondere durch die Digitalisierung und Globalisierung prägen, aufgreifen. Diesen Themen will es sich künftig mit modernen Präsentationsformen und Vermittlungs-formaten widmen und zu einem Ort des gesellschaftlichen Diskurses über die Zukunft der Arbeit werden.
Das Jenisch Haus, in den Jahren 1831 bis 1834 im klassizistischen Stil als ehemaliger Landsitz des Hamburger Kaufmanns Martin Johan Jenisch d. J. erbaut, zählt zu den schönsten historischen Gebäuden Hamburgs. Mit Blick auf die Elbe im Jenischpark gelegen, zeigt das Museum in mehreren repräsentativen Sälen Gemälde, Mobiliar und Skulpturen aus dem Empire und Biedermeier. In der oberen Etage werden regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen zu Themen aus der Kunst- und Kulturgeschichte insbesondere des 19. Jahrhunderts präsentiert. Die dringend notwendige Modernisierung umfasst neben der denkmalgerechten Ertüchtigung des Gebäudes und der Herstellung von behindertengerechten Zugangsmöglichkeiten auch die Überarbeitung der Dauerausstellung, in der die Bedeutung des Hamburger Bürgertums als eine der wichtigsten gesellschaftlichen Einflussgrößen Deutschlands und Europas zum Tragen kommen soll.

Mit der grundlegenden Erneuerung der beiden Museen können zwei weitere wesentliche Schritte in der Entwicklung der Stiftung Historische Museen Hamburg zu einem modernen und für breite Bevölkerungsschichten attraktiven Museumsverbund unternommen werden, der sich mit der Geschichte Hamburgs aus der Perspektive aktuell und zukünftig relevanter Fragestellungen auseinandersetzt. Nachdem im Jahr 2015 vom Bund bereits 18 Millionen Euro für die Neukonzeption und bauliche Erneuerung des Museums für Hamburgische Geschichte zur Verfügung gestellt wurden, kann nun der  Entwicklungsprozess der Stiftung mit der Modernisierung von zwei weiteren Standorten  fortgesetzt werden.

Rüdiger Kruse, CDU, Mitglied im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages:

„Insbesondere das Jenisch Haus war mir im aktuellen Haushaltsjahr ein Herzensanliegen. Es stellt ein Zeitzeugnis dar – einzigartig nicht nur für die Sammlung der Stiftung Historische Museen Hamburg, sondern für das Hamburger Stadtbild überhaupt. Der Bau repräsentiert den Einfluss des Hamburger Bürgertums über die eigenen Stadtgrenzen hinaus, so dass wir den Bund von der gesamtdeutschen Relevanz überzeugen und zu einer entsprechenden finanziellen Anerkennung bewegen konnten.“

Johannes Kahrs, Haushaltspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion:

„Ich bin stolz, dass wir das Geld für das Museum der Arbeit und das Jenisch Haus im Bundeshaushalt durchsetzen konnten. Die beiden Häuser sind nicht nur für ihre jeweiligen Stadtteile identitätsstiftend, sondern bereichern unsere ganze Hansestadt. Die Bundesförderung ist nicht zuletzt ein Zeichen der Wertschätzung der hervorragenden Arbeit der Stiftung Historische Museen Hamburg.“

Börries von Notz, Alleinvorstand der Stiftung Historische Museen Hamburg:

„Beide Sanierungsmaßnahmen sind von größtem Wert für die Weiterentwicklung der Museumslandschaft in Hamburg und natürlich im Besonderen für die SHMH. Wir freuen uns enorm, damit wesentliche Bausteine in der Modernisierung der Angebote der Stiftung abschließend in Angriff nehmen zu können. Vor allem das Museum der Arbeit mit seinen innovativen Ansätzen in Präsentation und Vermittlung kann zu einem ganz besonderen musealen Ort entwickelt werden, der sich sämtlichen Gesellschaftsschichten gerade im Zusammenhang  von Arbeit und Zukunft öffnet. Das Jenisch Haus mit seiner einzigartigen Lage und Architektur kann in seinem historischen Bestand nachhaltig gesichert werden und auch hier wird eine breitere museale Öffnung erfolgen, so dass ein höchst attraktiver Ort für Hamburger, Touristen und Fachinteressierte entstehen wird.“

Quelle: Historische Museen Hamburg

Und als wäre es nicht genug, kam noch dies dazu …

Bundesetat für Kultur um rund 100 Mio. Euro aufgestockt:

Der Beitrag zur Vielfalt

„In der Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages sind deutliche Erhöhungen der finanziellen Mittel für den Bereich Kultur und Medien beschlossen worden. Rund 100 Millionen Euro wurden in den Haushaltsberatungen zusätzlich für den Kulturetat bereitgestellt, der damit auf 1,78 Milliarden Euro erhöht wurde. Mehr als 5 Millionen Euro fließen in den nächsten beiden Jahren in die Kulturförderfonds des Bundes, u.a. den Musikfonds.

Hierzu Prof. Martin Maria Krüger, Präsident des Deutschen Musikrates: „Der Deutsche Musikrat gratuliert der Staatsministerin für Kultur und Medien, Prof. Monika Grütters, zur nochmaligen Steigerung des Gesamtetats für Kultur und Medien gegenüber dem Regierungsentwurf. Sie unterstreicht die zentrale Bedeutung unseres vielfältigen Kulturlebens in Deutschland. Die zusätzlichen Mittel leisten einen wesentlichen Beitrag dazu, die Kulturelle Vielfalt in unserem Land zu erhalten und weiter zu fördern. Gerade die Aufstockung der finanziellen Mittel für den Musikfonds bietet eine gute Grundlage, sich weiterhin verstärkt für die Förderung der zeitgenössischen Musikkultur in Deutschland einzusetzen. Der Dank gilt den Abgeordneten des Haushaltsausschusses für diesen weitsichtigen Beschluss.“

Quelle: Deutscher Musikrat

 

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