Rudolf Augstein Stiftung https://www.tiefgang.net Thu, 31 Mar 2022 15:55:59 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0.2 Aufruf: Hilfe für ukrainische Kultur! https://www.tiefgang.net/aufruf-hilfe-fuer-ukrainische-kultur/ Fri, 01 Apr 2022 22:41:21 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=8921 [...]]]> Der Krieg in der Ukraine nimmt auch etlichen ukrainischen Kulturschaffenden ihre Existenz. Hamburg ruft nun zur Hilfe auf und hilft selbst. Auch im Süden der Stadt kann was getan werden …

Seit dem 1. April 2022 schreibt die Behörde für Kultur und Medien (BKM) das Residenz-Programm INTRO in einer erweiterten Variante aus. Mit dem Programm soll schutzsuchenden Künstlerinnen und Künstlern ermöglicht werden, an Hamburger Kultureinrichtungen weiter künstlerisch tätig zu sein und eigene Projekte umzusetzen. Auf Initiative der Rudolf Augstein Stiftung, Claussen-Simon-Stiftung, ZEIT-Stiftung und Hamburgischen Kulturstiftung wurde außerdem der Hilfsfonds ART CONNECTS ins Leben gerufen, um Projekte von Hamburger Kultureinrichtungen und schutzsuchenden Künstlerinnen und Künstlern zu fördern. Für beide Programme stehen zunächst jeweils 150.000 Euro zur Verfügung.

Wer Räume, Darbietungsmöglichkeiten oder andere künstlerische Hilfen aus dem Süden der Stadt bieten kann oder will, kann sich auch unter kontakt@sued-kultur.de Betreff „Ukraine“ melden, um evtl. auf kurzem Wege unbürokratisch sich zu koordinieren. Hilfreich sind sicher Musik-Proberäume / Ateliers aber auch Auftrittsmöglichkeiten.

Das Programm „INTRO – Hamburg Residencies for artists at risk“ baut auf das seit 2019 erfolgreich laufende INTRO Programm der Kulturbehörde auf. Angesichts der aktuellen Lage wird es dieses Jahr vorgezogen und auf Residenzen für bis zu 20 Künstlerinnen und Künstler ausgeweitet. INTRO unterstützt Hamburger Kultureinrichtungen, Stadteilkultureinrichtungen, Vereine und Kollektive darin, Residenzen zur künstlerischen Zusammenarbeit für schutzsuchende Künstlerinnen und Künstler und weitere Kreative aller Nationalitäten zu schaffen. Diese können dadurch bis zu sechs Monate in den Einrichtungen arbeiten, weiter ihrer künstlerischen Arbeit nachgehen, eigene Projekte entwickeln und umsetzen und dabei erste Kontakte in Hamburg knüpfen. Hierfür erhalten die Einrichtungen bis zu 800 Euro monatlich für Sachkosten für künstlerischen Bedarf, Requisiten, Raummieten, Technik sowie Übersetzungen und sonstige Hilfsmittel. Hinzu kommt eine monatliche Pauschale von 300 Euro pro Einrichtung für die Betreuung der Künstlerinnen und Künstler. Für die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler wird es ein Rahmenprogramm geben, welches die Vernetzung untereinander und in die Hamburger Kulturlandschaft ermöglichen soll.

Die Ausschreibung ist zu finden unter: www.hamburg.de/bkm/kulturaustausch-interkulturell

Mit dem ART CONNECTS – Hilfsfonds für Projekte mit schutzsuchenden Kulturschaffenden wollen Hamburger Stiftungen und weitere Akteurinnen und Akteure der Zivilgesellschaft Hamburger Kultureinrichtungen und Künstlerinnen und Künstler zügig und unbürokratisch bei der künstlerischen Zusammenarbeit mit Schutzsuchenden unterstützen. Gefördert werden die Umsetzung von gemeinsamen Projekten ebenso wie Recherchen und ergebnisoffene Arbeitsprozesse. Schwerpunkt der Förderung sind in Hamburg schutzsuchende Künstlerinnen und Künstler aller Nationalitäten, die wegen des Kriegs in der Ukraine – vor dem Kriegsgeschehen oder vor Repressalien in ihrem Heimatland – geflüchtet sind. Initiiert wurde der Hilfsfonds ART CONNECTS von der Rudolf Augstein Stiftung, der Claussen-Simon-Stiftung, der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius sowie der Hamburgischen Kulturstiftung. Weitere Förderer sind bisher die K. S. Fischer Stiftung, Mara und Holger Cassens-Stiftung, Gabriele Fink Stiftung, Dorit & Alexander Otto Stiftung, Richard Ditting GmbH & Co. KG und Quantum Immobilien AG.

Die Ausschreibung ist zu finden unter www.kulturstiftung-hh.de/artconnects. Anträge können ab dem 8. April 2022 über ein Online-Formular bei der Hamburgischen Kulturstiftung gestellt werden.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Der Krieg in der Ukraine macht erneut deutlich, wie wichtig unabhängige Kunst und Kultur für lebendige Demokratien sind. Sie sind ein wichtiger Bestandteil von Frieden und Freiheit. Die Kulturbehörde hilft Künstlerinnen und Künstlern, die in der Hansestadt Schutz suchen, weiterhin künstlerisch produktiv zu sein. Zudem ermöglicht das Programm INTRO allen Beteiligten, durch das gemeinsame Arbeiten sich neue Perspektiven zu erschließen. Es braucht gerade jetzt die laute Stimme von Kunst und Kultur. Daher haben wir die Ausschreibung vorgezogen, um den Künstlerinnen und Künstlern, die jetzt nach Hamburg kommen eine Perspektive bieten zu können. Ich danke den Stiftungen, dass sie darüber hinaus den Fonds ART CONNECTS initiiert haben. Die Programme geben den schutzsuchenden Künstlerinnen und Künstlern eine Stimme und helfen ihnen, sich weiter künstlerisch auszudrücken.“  

Gesa Engelschall, geschäftsführender Vorstand der Hamburgischen Kulturstiftung: „Unmittelbar nach Beginn des Kriegs in der Ukraine haben Hamburger Kultureinrichtungen, Künstlerinnen und Künstler nicht nur Solidaritätsveranstaltungen auf die Beine gestellt, sondern auch gezielt mit in Not geratenen Kulturschaffenden Kontakt aufgenommen, um ihnen einen sicheren Ort und die Möglichkeit der Zusammenarbeit zu bieten. Darin möchten wir sie mit ART CONNECTS zügig und unbürokratisch unterstützen. Mit der Förderung von gemeinsamen Projekten wollen wir schutzsuchenden Kulturschaffenden die Möglichkeit geben, ihrer künstlerischen Tätigkeit nachzugehen, mit Hamburger Akteurinnen und Akteuren zusammenzuarbeiten und ihr Schaffen sichtbar zu machen. Und setzen damit auf die verbindende Kraft der Kunst!“

Die Ausschreibungen und Kontaktmöglichkeiten für Künstlerinnen und Künstler finden Sie unter www.hamburg.de/bkm/kulturaustausch-interkulturell

Die Website der Senatskanzlei Hamburg hält viele hilfreiche Informationen für in Hamburg ankommende, auch auf Ukrainisch und Russisch, bereit: www.hamburg.de/ukraine

 

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Unterstützung für freie Künstler*innen https://www.tiefgang.net/unterstuetzung-fuer-freie-kuenstlerinnen/ Fri, 27 Mar 2020 23:45:25 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=6615 [...]]]> Unter dem Motto „Kunst kennt keinen Shutdown“ hat die Hamburgische Kulturstiftung gemeinsam mit weiteren Hamburger Stiftungen einen Hilfsfonds ins Leben gerufen, um Spenden für die Unterstützung freier Künstlerinnen und Künstler in Hamburg zu sammeln.

Wer dazu beitragen möchte, kann unter dem Stichwort „Hilfsfonds“ an die Hamburgische Kulturstiftung spenden (Spendenkonto: Hamburgische Kulturstiftung, IBAN: DE24 2012 0000 0052 7570 28, Stichwort: „Hilfsfonds“).

Mehr als 400.000 Euro sind durch die Zusagen von Stiftungen, Unternehmen und Privatpersonen bereits zusammengekommen, darunter: Alfred Toepfer Stiftung F.V.S., Claussen-Simon-Stiftung, Rudolf Augstein Stiftung, Dorit & Alexander Otto Stiftung, Fischer Stiftung Hamburg, Körber-Stiftung, Klaus und Lore Rating Stiftung, Gabriele Fink Stiftung, Mara und Holger Cassens Stiftung, Stiftung Hamburger Hilfsspende, Quantum sowie Susanne und Michael Liebelt, Berit und Rainer Baumgarten, Carolin und Nikolaus Ditting, Annegret und Claus-G. Budelmann.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Wir müssen die Welle der Neuinfektionen brechen. Das macht weitreichende Beschränkungen des öffentlichen und kulturellen Lebens nötig. Seitdem klar ist, dass die Kultureinrichtungen vorübergehend schließen müssen, geht es auch um die Frage, wie wir die Kultur in unserer Stadt jetzt unterstützen können. Viele sind intensiv und engagiert dabei. Deswegen bin ich sehr dankbar für die Initiative der Hamburgischen Kulturstiftung. Die Spenden kommen direkt Projekten der jungen Kunst und der Kinder- und Jugendkultur zugute und ergänzen sinnvoll die Maßnahmen des Schutzschirms, den der Hamburger Senat aufgespannt hat. Ich freue mich in dieser schwierigen Zeit besonders, dass die Hamburger Stiftungen gemeinsam mit vielen Privatpersonen Verantwortung für unser Gemeinwesen übernehmen und eine lange Tradition des bürgerschaftlichen Engagements fortsetzen. Es ist an uns allen, dafür Sorge zu tragen, dass die Kulturlandschaft unserer Stadt in dieser schwierigen Zeit in ihrer Vielfalt erhalten bleibt. Dank an alle, die das unterstützen.“

Ansgar Wimmer, Vorstandsvorsitzender der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.: „Schnell, mit Augenmaß und abgestimmt mit den öffentlichen Hilfsangeboten Unterstützung für Kulturschaffende in Hamburg bereitzustellen – das ist das Ziel eines Förderfonds, den nun die Hamburgische Kulturstiftung auf den Weg bringen wird. Im Namen der Toepfer Stiftung, der bereits gefundenen großzügigen Unterstützerinnen und Unterstützer und auch des Bundesverbands Deutscher Stiftungen rufe ich ausdrücklich weitere Hamburger kulturfördernde Stiftungen, aber auch Unternehmen sowie Spenderinnen und Spender auf, nach ihren Möglichkeiten mitzutun. Es gilt jetzt, sich tatkräftig mit den Menschen solidarisch zu zeigen, die unsere Kulturlandschaft in Hamburg so reich machen!“

Gesa Engelschall, geschäftsführender Vorstand der Hamburgischen Kulturstiftung: „Die Künstlerinnen und Künstler sind in Not und brauchen unsere Unterstützung – nicht nur um die Lebenskosten für sich und ihre Familien zu decken, sondern auch um weiter künstlerisch arbeiten zu können. Das tun sie ohnehin meist schon unter prekären Bedingungen, die sich in dieser schwierigen Situation als existenzbedrohend erweisen. Umso ermutigender ist der Einfallsreichtum vieler Kunstschaffender, die uns jetzt zeigen: Die Kunst findet ihren Weg, auch wenn die Menschen zuhause bleiben! In dieser zutiefst verstörenden Zeit brauchen wir Kultur mehr denn je!“

Die Vergabemodalitäten für den Hilfsfonds werden gerade erarbeitet. Ziel ist es, vor allem freien Nachwuchskünstlerinnen und -künstlern durch unbürokratische Förderung die Fortsetzung ihrer Arbeit zu ermöglichen. Von den langfristig noch nicht abzusehenden Auswirkungen des Coronavirus sind viele von ihnen schon jetzt existenziell betroffen: Durch die Absage von Veranstaltungen und Schließung von Kultureinrichtungen ist ihnen von einem Tag auf den anderen ihr Einkommen weggebrochen.

Die Hamburgische Kulturstiftung wurde 1988 als privatrechtliche Stiftung gegründet. Der Schwerpunkt liegt auf der Förderung des künstlerischen Nachwuchses in den Sparten Musik, Theater, Tanz, Performance, Bildende Kunst, Literatur und Film sowie der Kinder- und Jugendkultur. Aufgrund des geringen Stiftungskapitals und der niedrigen Erträge muss die Stiftung ihre Fördermittel laufend neu akquirieren. Als Mittlerin zwischen privaten Förderern, Wirtschaft und Kultur betreibt sie daher aktives Fundraising durch immer wieder neue Formate von Benefizveranstaltungen, einen Freundeskreis, Projektpatenschaften und Kooperationen mit anderen Stiftungen.

Weiterführend: www.kulturstiftung-hh.de

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