Sean Keller https://www.tiefgang.net Sat, 03 Dec 2022 14:17:32 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1 30 Jahre Grundstein der Hamburger Literatur https://www.tiefgang.net/30-jahre-grundstein-der-hamburger-literatur/ Fri, 02 Dec 2022 23:58:53 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=9534 [...]]]> Höchsten handwerklichen Ansprüchen sollte das Buch genügen, Leinenbindung und Fadenheftung seien »unabdingbar« – so hieß es zur ersten Ausgabe des „Ziegels“. Nun feiert das Jahrbuch der Hamburger Literatur den 30. Geburtstag.Der Anspruch war auch 1992 schon sportlich und ein bisschen verrückt für eine regionale Anthologie, die jährlich erscheinen und einen Umfang von 500 Seiten haben sollte. Doch auch 30 Jahre später ist das Hamburger Literaturjahrbuch ZIEGEL noch eine Erfolgsgeschichte: Die 17. Ausgabe war kurz nach ihrem Erscheinen sogar vergriffen und musste nachgedruckt werden.

Für Schatzjäger und Sammler literarischer Preziosen aller Art dürfte der ZIEGEL heute eine wahre Fundgrube sein: Da gibt es in »Uneinheitlichen Breviarien« (Band 2, 1993/1994) einen »Forschungsbericht« von Hubert Fichte neben kommentierten Auszügen der Niederschriften von Hans Henny Jahnns Jahrhundertroman »Fluß ohne Ufer« und Wolfgang Borcherts frühem Theaterstück »Käse«. Ebenfalls aus dem Fundus der Hamburger Literaturgeschichte schöpft auf 150 Seiten (Band 5, 1996/1997) ein Kompendium über »Hamburger Autorinnen durch die Jahrhunderte« von Dagmar von Hoff und Ulrike Vedder. Doch vor allem ist der ZIEGEL bis heute eine Sammlung hochkarätiger Gegenwartsliteratur. Ob große Namen wie Ulla Hahn und Peter Rühmkorf und unter den Jüngeren dann in Generationenschritten über Max Goldt, Matthias Politycki, Karen Duve, Yoko Tawada, Jan Wagner, Tina Uebel und Nils Mohl bis zu Karen Köhler, Simone Buchholz, Leona Stahlmann, Jens Eisel, Nora Gantenbrink oder Sebastian Stuertz, sie alle sind ZIEGEL-Autoren:innen. Ein Rezitativ der Texte aus den letzten 20 Jahre waren eher nicht die »Katastrophen mit Kick« (Band 11, 2008/2009), die uns in der Gegenwart den Schlaf rauben, sondern die Fragen »Wie man wird – was man ist« (Band 10, 2006/2007), »Wo wir uns finden« (Band 16, 2018/2019) und also eine »Kleine Heimatkunde« (Band 13, 2012/2013).
Nicht unerwähnt bleiben darf hier, dass die über Jahre stabile bauliche Konstruktion der bis heute opulent ausgestatteten Anthologie eine Ursache hat: Die Hamburger Behörde für Kultur und Medien subventioniert den ZIEGEL von Beginn an mit einem hohen Betrag. Dafür gab und gibt es im Buchhandel ein sehr schönes Buch zu einem besonders günstigen Preis. Im kommenden Frühjahr ist es wieder soweit, dann erscheint die 18. Ausgabe des ZIEGEL. Gefeiert wird die Anthologie im 30. Jahr aber schon in der Vorweihnachtszeit – und das standesmäß mit mindestens der (fast) vollzähligen Hamburger Literatuszene.

Aktuell wird im Hamburger mairisch Verlag bereits an der 18. Ausgabe gebastelt, die mit Illustrationen von Kathrin Klingner im Frühjahr 2023 erscheint. Herausgegeben wird der Band von Jürgen Abel und Antje Flemming, finanziert von der Behörde für Kultur und Medien. Das war auch Grund genug, die Autor*innen die in den Jahrbüchern 16 und 17 ihr »ZIEGEL«-Debüt feierten, einmal auf die Bühne zu bitten – auf die vermeintlich schönste Literaturbühne Hamburgs am Schwanenwik. Es lasen die jungen Hamburger Autor*innen Claudia Schumacher, Paul Jennerjahn, Sean Keller, Nina Berndorfer, Nicolas Stille und Katharina Unteutsch trafen sich zur Lesung aus dem Hamburger Jahrbuch für Literatur ZIEGEL. Moderation: Jürgen Abel und Antje Flemming.

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Ein Ziegel der Worte https://www.tiefgang.net/ein-ziegel-der-worte/ Fri, 02 Apr 2021 22:34:30 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=7797 [...]]]> Über 50 Autor*innen aus Hamburgs Literaturkosmos – quasi in Stein gemeißelt und jetzt erhältlich: der ZIEGEL.

Das literarische Hamburg, unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2021. Dies sind die Abenteuer­ von über 50 Autorinnen und Autoren. Für die 17. ZIEGEL-Ausgabe haben sie fremde Galaxien erforscht­, neues Leben und ein anderes Miteinander entdeckt. Sie sind »Überland« gereist, mit der »blauen Blume im Gepäck« zu einer »Fernerkundung« aufgebrochen und haben »Lazarus in den Dingen« gefunden. Sie haben einen »Sommer der Gespenster« erlebt, »Späte Kinder« gefunden und erfahren, »Was Glück ist«. Sie haben manchmal sich selbst vergessen, schweben gelernt und gesehen, dass »das Gras auf der anderen Seite nicht immer grüner“ ist. Während die Welt mit rasender Geschwindigkeit ins Stocken geriet, ist der ZIEGEL mit dem Credo Wir sind Astronauten aufgebrochen, um Zukunftsräume zu erkunden.

Der ZIEGEL, das Hamburger Jahrbuch für Literatur, ist seit Jahren in Umfang und Qualität eine im deutschsprachigen Raum einmalige Anthologie. Auch in diesen besonderen Zeiten ruft er die literarischen Stimmen Hamburgs zusammen – für ein dickes Buch und eine höchst kurzweilige Lektüre. In ihm finden sich Beiträge von Katharina Hagena, Stefan Beuse, Karen Köhler, Heinz Strunk, Anselm Neft, Ulla Hahn, Andreas Moster, Katrin Seddig, Marc Degens, Rasha Khayat, Nils Mohl, Till Raether, Ulrike Syha, Michael Weins, Ella Carina Werner, Dagrun Hintze, Sven Lenz, Sigrid Behrens, Hasune El-Choly, Sean Keller, Alexander Posch, Mia Raben, Magdalena Saiger und vielen anderen.

Illustriert wurde diese Ausgabe von dem Hamburger Zeichner Sascha Hommer. Mit ihm und seiner astronautischen Besatzung dringt der ZIEGEL in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.

ZIEGEL #17 – Hamburger Jahrbuch für Literatur 2021, Hardcover, Zweifarbiger Innenteil mit farbigen Illustrationen und Titelprägung

536 Seiten, blaues Lesebändchen, pinkes Vorsatzpapier

ISBN 978-3-948722-07-4; Preis: 18,00 € inkl. MwSt, versandkostenfrei

»Hamburgs fetteste Lektüre.« Thomas André, Hamburger Abendblatt

www.mairisch.de

 

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