Stadtkultur Hamburg – Tiefgang https://www.tiefgang.net Kultur, Politik, Kulturpolitik und mehr Fri, 12 May 2023 09:22:56 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.3 „Wasser Kunst“ erhielt Stadtteilkulturpreis 2022 https://www.tiefgang.net/wasser-kunst-erhielt-stadtteilkulturpreis-2022/ Fri, 12 May 2023 22:13:24 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=9975 [...]]]> Zum zwanzigsten Mal wurde der HAMBURGER STADTTEILKULTURPREIS verliehen: Das Projekt „Wasser Kunst – partizipatives Kunstprojekt für Kinder und Jugendliche“ des KIKU Kinderkulturhauses wurde in feierlichem Rahmen im Oberhafen mit dem größten Preis der Stadtteilkultur ausgezeichnet, der mit 10.000 Euro dotiert ist.

Mit dem Hamburger Stadtteilkulturpreis werden jedes Jahr wegweisende Projekte und Programme der lokalen Kultur in Hamburg gewürdigt. Kultursenator Dr. Carsten Brosda überreichte den Preis. Der Direktor des Instituts für Kulturpolitik an der Universität Hildesheim Prof. Dr. Julius Heinicke hielt die Laudatio. Zusammen mit der ehemaligen Direktorin der Bücherhallen Hamburg Hella Schwemer-Martienßen und Jennifer Tharr vom Bundesverband Soziokultur hatte er die Preisträgerinnen und Preisträger aus der Vorauswahl der Preisstifterinnen und Preisstifter ermittelt. Die Autorin und Slampoetin Mona Harry führte durch die Veranstaltung, und ein Kurzfilm des Filmemachers Martin D’Costa stellte das Gewinnerprojekt des Stadtteilkulturpreises vor.

Das KIKU veranstaltete im Herbst 2022 mit rund 200 Kindern und Jugendlichen eine künstlerische Reflexion zum Thema Menschen und Wasser. Mit Unterstützung des Künstlers Christoph Faulhaber erschufen die Kinder und Jugendlichen nach eigenen Entwürfen bis zu vier Meter große, schwimmende Skulpturen, die zum Abschluss des Projektes auf dem Schlossteich und vor dem neuen KörberHaus in Bergedorf ausgestellt wurden.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Das Projekt Wasser Kunst des Kiku Lohbrügge zeigt auf beeindruckende Weise, wie weit Stadtteilkultur wirken kann: Kinder haben Kunstwerke geschaffen, die dann zu einem Teil des Stadtteils wurden. Damit haben sie viele Engagierte in ganz Bergedorf zusammengebracht, von den Schulen bis hin zum THW. Auch der Sonderpreis für den Bunte Kuh e. V. und sein Lehmbau-Festival ist hochverdient. Beide Projekte zeigen die große Bedeutung der Stadtteilkultur und der kulturellen Teilhabe. Sie bringen viele und unterschiedlichste Menschen an einem Ort zusammen, um gemeinsam Kultur zu machen. Dadurch machen sie unsere Stadtteile zu lebendigen Orten. Ich danke beiden Vereinen für ihre herausragende Arbeit für und mit den Kindern und Jugendlichen unserer Stadt. Darüber hinaus danke ich den fördernden Stiftungen und Stadtkultur Hamburg für die Organisation dieser wunderbaren Preisverleihung.“

In der Begründung der Jury für die Preisvergabe an das Projekt Wasser Kunst heißt es: „Die Jury sieht das Projekt Wasser Kunst als besonders preiswürdig an, weil es Kinder und Jugendliche ermutigt, ihre eigenen Grenzen auszuloten und künstlerisch und handwerklich über sich hinauszuwachsen. Kinder und Jugendliche schaffen aus nachhaltigen Materialien übergroße Fantasiewesen, die zugleich den technischen Anforderungen entsprechen und schwimmfähig sein müssen. Die Kinder und Jugendlichen sind an jedem Schritt des Projektprozesses beteiligt, zeigen ihre Werke bei der großen Prozession durch den Stadtteil und beweisen besonderen Mut, wenn sie am Ende bei der Vernissage die Skulpturen zu Wasser lassen und die schwimmenden Objekte teilweise selbst besteigen. So werden Kunst und Elemente künstlerisch und spielerisch verbunden und die Nachbarschaft vom Wasser aus entdeckt.

Das Projekt Wasser Kunst ist vorbildhaft für zeitgemäße stadtteilkulturelle Arbeit, weil es Kinder und Akteur:innen aus dem nachbarschaftlichen Umfeld verbindet und den Kindern und Jugendlichen ermöglicht, dem gesamten Stadtteil ihre Fantasie, ihren Mut und ihre plastischen und konstruktiven Fähigkeiten zu zeigen.

Den Akteur:innen gelingt es, die Aufmerksamkeit großer Teile des Stadtteils auf den hohen künstlerischen Wert der Arbeiten der Kinder zu lenken und gleichzeitig über den Stadtteil hinaus Wirkung zu erzielen. Gerade nach den schwierigen Jahren der Pandemie ist das Netzwerk, das die Akteur:innen mit dem Projekt aufgebaut und gestärkt haben, von besonderer Wichtigkeit, genauso wie die Entfaltungsmöglichkeiten für die Kinder nach den Einschränkungen, die sie alle unter Corona erleiden mussten.“

Gestiftet und unterstützt wird der Stadtteilkulturpreis von der Hamburgischen Kulturstiftung, der Gabriele Fink Stiftung, der Patriotischen Gesellschaft von 1765 und der Behörde für Kultur und Medien. Die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. unterstützt die Umsetzung. STADTKULTUR HAMBURG, der Dachverband für lokale Kultur und kulturelle Bildung, ist als Experte und Szenekenner für Konzeption und Durchführung des Wettbewerbs zuständig.

Von Anfang November 2022 bis Anfang Januar 2023 konnten sich kulturelle Initiativen, Zentren und Vereine sowie Einzelpersonen, die sich in der Stadtteilkulturarbeit in Hamburg engagieren, für den Preis bewerben. In diesem Jahr wurden knapp 40 Kulturprojekte und ­programme eingereicht.

Als Finalistinnen und Finalisten nominierten die Preisstifterinnen und Preisstifter neben dem jetzt ausgezeichneten KIKU weitere neun herausragende Projekte und Programme der Stadtteilkultur (in alphabetischer Reihenfolge): Das Stadtteilfestival „48h Jenfeld“ vom Salon International e.V., die Veranstaltungsreihe „altonale kulturfutter – Good food for all!“ der altonale, das Comicfestival Hamburg vom Comicfestival Hamburg e.V., das Projekt „CultureCodes“ vom Bürgerhaus Barmbek, das „Letzte Jahr der Schaltzentrale“ vom HALLO: Verein zur Förderung raumöffnender Kultur e.V., das Hammer Sommerfestival 2022 der Stadtteilinitiative Hamm, das LURUM – Community School Lurup vom Lichtwark-Forum Lurup, das Projekt „Mein Elbinsel Stickerheft – Sammel, tausche und entdecke dein Zuhause“ von der Geschichtswerkstatt Wilhelmsburg & Hafen und das Stadtmusical „Planet Billstedt – All the Way up!“ von der Stiftung Kultur Palast Hamburg.

In 2023 entschieden sich die Preisgeberinnen und -geber, einen Sonderpreis für herausragendes Wirken in der Hamburger Stadtteilkultur zu vergeben. Von der Jury mit dem Sonderpreis ausgezeichnet wurden Karen und Nepomuk Derksen vom Bunte Kuh e. V.

Die Hamburger Stadtteilkultur und ihre Projekte stehen für Teilhabe der Bürger und Bürgerinnen und Mitgestaltung der Stadtgesellschaft. Stadtteilkultur fördert Nachwuchs und Bildungsgerechtigkeit. Stadtteilkultur bietet Freiräume und schafft lokale Identitäten. Stadtteilkultur berührt und begeistert, weil sie Kultur mitten in der Gesellschaft und mitten aus der Gesellschaft ist. Sie spiegelt die ganze Vielfalt der Kulturen unserer Stadt.

 

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Große Sorgen https://www.tiefgang.net/grosse-sorgen/ Fri, 27 Mar 2020 13:37:49 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=6612 [...]]]> Die Hamburger Stadtteilkultur ist von den Folgen der Coronakrise schwer getroffen: Bei der Beantwortung einer Blitzumfrage unter den Mitgliedern von STADTKULTUR HAMBURG sahen sich mehr als ein Drittel der Befragten in einer existenzbedrohenden Lage.

Neben Unsicherheiten, wie mit Fördermitteln umzugehen sein wird, erleben die Einrichtungen u.a. Totalausfälle bei den Pachteinnahmen von den Gastronomiebetrieben in ihren Häusern, bei der kurz- und langfristigen Vermietung der Räume z.B. für Kurse, Firmenveranstaltungen, Kirchen und sonstige Nutzergruppen und bei gewinnbringenden Veranstaltungen, wie Tanz- und Marktveranstaltungen.

Zugleich müssen allein zwischen dem 15. März und dem 15. April 2020 Projekte in einem Finanzvolumen von Einzelprojekten bis zu 6,5 Millionen Euro ausfallen. Insgesamt gaben die Befragten hier ein Volumen von mehr als 14,7 Millionen Euro an – wobei die Summe vermutlich höher liegen wird, da mit 56 Teilnehmenden etwa die Hälfte der Mitglieder des Dachverbandes an der Umfrage teilnahmen, die Allgemeinverfügung bis mindestens zum 30. April wirksam ist und für die Zeit danach noch keine planbaren Eckdaten bekannt sind.

Inzwischen gibt es von Seiten der Behörde für Kultur und Medien und auch durch die Bundesregierung ermutigende Signale für die geförderten Einrichtungen, die ihrerseits viel Hoffnung auf den avisierten Rettungsschirm richten. Wir sind beeindruckt von dem parteiübergreifenden großen Engagement für die Kultur und dem schnellen Einsatz der Behörde und ihrer Mitarbeiter*innen.

Es ist kaum zu erwarten, dass jetzt schon alle Details der Verteilung und Vergabe der Mittel geklärt sein können. Auch ob das Gesamtvolumen ausreichen wird, wird sich in den nächsten Wochen herausstellen, zumal derzeit noch niemand vorhersehen kann, wie lange der Shutdown der Kultur anhalten wird.

Wichtig ist bei der Umsetzung der Hilfen:

Jegliche Hilfe muss sehr schnell, unbürokratisch und flexibel erfolgen, damit Liquidität erhalten und Gehälter, aber auch Mieten und Rechnungen gezahlt werden können.

Für die Berechnung der Bedarfe müssen sämtliche Einnahmeausfälle berücksichtigt werden: nicht zustande kommende Verträge, wegfallende Verkäufe, ausfallende Spenden und Sponsoring, Einnahmeausfälle aus Vermietungen, Ausfälle und Rückforderungen anderer Mittel z.B. im Quartiersfonds etc. Ein Verzicht auf das Einbringen von Eigenmitteln und eine Förderung auf der Basis einer Festbetragsfinanzierung würden eine große Entlastung für die Geförderten bedeuten.

Kredite sind keine Lösung für die Stadtteilkultur: Ein Kredit muss zurückgezahlt werden, dies setzt Überschüsse bei den Einnahmen voraus, die es in der unterfinanzierten Stadtteilkultur so gar nicht gibt.

Längerfristige Lösungen: Auch nach der Wiederöffnung werden z.B. Einnahmen aus Vermietungen, aber auch Projekte etc. erst allmählich wieder anlaufen. Hilfen werden deshalb auch nach der unbestimmten Dauer der Schließung noch nötig sein.

Kurzarbeitergeld und ähnliche Kompensationsleistungen, die Gehälter nur teilweise ersetzen, sind kein geeignetes Mittel in der Stadtteilkultur: Mitarbeitende der stadtteilkulturellen Einrichtungen, Initiativen und Projekten sind zumeist prekär beschäftigt, in zu niedrigen Einkommensgruppen eingruppiert und weit überdurchschnittlich häufig in Teilzeit angestellt.

Kurzarbeitergeld führt häufig dazu, dass diese Beschäftigten in eine existenzbedrohende Lage kommen. Das gleiche gilt für Mitarbeitende, die wegen der Schließung der Kindertagesstätten ihrer Arbeit nicht in vollem Umfang nachgehen können und stattdessen ihre Kinder betreuen. Sofern Kurzarbeitergeld dennoch unabdingbar sein sollte, brauchen wir für die Beschäftigten der Stadtteilkultur eine Aufstockung der Bezüge auf 100 Prozent. Eine mögliche Rückforderung der Gelder durch die Arbeitsagentur muss ausgeschlossen werden.

Auch Minijobs und Midijobs müssen abgesichert werden: Diese betreffen häufig z.B. Buchhaltung oder Hausmeister etc. und werden nicht aus institutioneller Förderung (sofern vorhanden), sondern z.B. Quartiersfonds etc. bestritten. Mehr als 39 Prozent der Befragten sahen hier einen besonders großen Bedarf.

Hilfen für Freie und die Gastronomie: Große Sorgen machen wir uns um alle die, die nicht bei den Häusern angestellt, aber dennoch unabdingbar sind: die Honorarkräfte, die selbständigen Künstler*innen, die freien Projekte, die selbständigen Kursleiter*innen, die Techniker*innen etc. und um die Gastronomiebetriebe, auf deren Pacht- oder Mieteinnahmen die Häuser angewiesen und die existenzgefährdet sind.

Quelle: www.stadtkultur-hh.de

 

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Der starke Süden https://www.tiefgang.net/der-starke-sueden/ Fri, 01 Feb 2019 23:54:27 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4824 [...]]]> Aus knapp 50 Bewerbungen wurden u.a. zwei aus dem Süden für den Preis nominiert …

Der Hamburger Stadtteilkulturpreis ehrt Projekte, die Kultur in den Stadtteilen besonders herausragend vertraten. Es geht dabei um Partizipation, Bildung, Vielfalt, Vernetzung und Teilhabe. In diesem Jahr sind gleich zwei Projekte aus Hamburgs Süden  unter den Top Ten.

In der Mitteilung des Dachverbandes Stadtkultur Hamburg e.V. heißt es:

„Für den wichtigsten Preis der Stadtteilkultur, den mit 12.000 Euro dotierten Hamburger Stadtteil-kulturpreis, haben die Preisgeber in diesem Jahr wieder zehn Projekte und Programme für das Finale nominiert.

Aus den zahlreichen und vielseitigen Bewerbungen von kulturellen Initiativen, Zentren, Vereinen und Einzelpersonen wählten die Behörde für Kultur und Medien, die Hamburgische Kulturstiftung, die Gabriele Fink Stiftung, die Patriotische Gesellschaft von 1765, die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. und STADTKULTUR HAMBURG zehn herausragende Projekte und Programme aus, die in besonderem Maße die Qualitäten der Hamburger Stadtteilkultur repräsentieren.

Die Finalisten 2019

Für den Hamburger Stadtteilkulturpreis 2019 wurden folgende Projekte bzw. Programme vorgeschlagen:

  • Das Projekt „3falt – Kunst, Kultur, Kreativität“ der Initiative SuedKultur
  • Das Programm „Alle im Quartier“ des Goldbekhauses
  • Die Kunstkurse „Farbmäuse und kleine Künstler“ der LichtwarkSchule gUG
  • Das Jugendfestival „Formation**NOW“ des Lukulule e.V.
  • Das Literaturprojekt „Grenzen überschreiben“ des Bramfelder Kulturladens
  • Die Theaterwerkstatt „Jenkitos – junges Theater Jenfeld“ von der Freien Kulturinitiative der Quadriga  gGmbH
  • Der „KIKU Leseclub“ des Kinderkulturhauses Lohbrügge
  • Die „Kulturtage Süderelbe“ vom Kulturhaus Süderelbe
  • Die Initiative „Nachbarschaftsgespräche“ des HausDrei
  • Das Programm „Das Stiftviertel: Ein Quartier macht Kultur“ des Kulturladen St. Georg

Eine unabhängige Jury wird aus den Finalisten den Preisträger auswählen. Der Jury gehören Robert Hillmanns aus dem zakk Düsseldorf und dieses Jahr erstmalig Hella Schwemer-Martienßen von den Bücherhallen Hamburg und Ellen Ahbe von der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren an.

Die festliche Preisverleihung findet am Dienstag, 16. April 2019 um 17 Uhr in der Halle 424 im Oberhafen (Stockmeyerstraße 43) statt. Der Senator für Kultur und Medien Dr. Carsten Brosda wird den Preis im feierlichen Rahmen überreichen.“

Von den beiden Nominierungen aus dem Süderelbe-Raum heißt es weiter:

„Die Projekte „Kulturtage Süderelbe“ des Kulturhauses Süderelbe und das Projekt „3falt – Kunst, Kultur, Kreativität“ der Initiative SuedKultur zur möglichen Umnutzung der leerstehenden Harburger Dreifaltigkeitskirche sind unter den 10 Finalisten des diesjährigen Stadtteilkulturpreises 2019!

Mit dem Hamburger Stadtteilkulturpreis werden herausragende und inspirierende Projekte der Lokalen Kultur ausgezeichnet. Stifter für den mit 12.000 Euro notierten Preis sind die Hamburgische Kulturstiftung, die Gabriele Fink Stiftung, die Patriotische Gesellschaft von 1765 und die Behörde für Kultur und Medien Hamburg. Die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. und Stadtkultur Hamburg e.V.  unterstützen bei der Umsetzung und Durchführung des  Wettbewerbs.

Aus den 10 Nominierungen ermittelt eine unabhängige Jury den Preisträger, der Mitte Februar bekannt gegeben wird.

Die beiden Finalisten, das Kulturhaus Süderelbe und die Initiative SuedKultur zeigen sich solidarisch und gratulieren sich gegenseitig zu der Nominierung. Beide Einrichtungen sind jeweils an dem Projekt des anderen als „SuedKulturer“ beteiligt – also Daumen drücken für Hamburgs Süden!

Marketta Eksymae vom Kulturhaus Süderelbe: „Klasse! Es zeigt, wie stark die Kultur in Hamburgs Süden auch in ganz Hamburg wahrgenommen wird!“

Heiko Langanke, SuedKultur-Projektleiter für die „3falt“: „Ein starkes Signal. Und um so schöner, dass wir uns nicht als Konkurrenten sehen. Hauptsache wir rocken den Süden!“

Infos über diesjährige Kulturtage Süderelbe von 24. Okt. bis 10. November sind zu finden unter www.kulturhaus-suederelbe.de und über das neue Kulturprojekt „3falt“ in Harburg unter www.dreifalt.info und  www.sued-kultur.de.

Quelle: stadtteilkulturpreis.de

 

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Freiräume der Stadtgesellschaft https://www.tiefgang.net/freiraeume-der-stadtgesellschaft/ Fri, 01 Feb 2019 23:34:54 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4791 [...]]]> Die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. unterhält am Georgshof eine Galerie, wo sie nun Kunst des Fonds „Freiräume“ zeigt. Auch aus Harburg. 

In der Pressemitteilung der Behörde für Kultur und Medien heißt es dazu:

„Noch bis zum 28. Februar 2019 sind in der Galerie am Georgshof künstlerische Ergebnisse und dokumentarische Fotografien aus kulturellen Projekten mit Geflüchteten zu sehen. Die Ausstellung in der Galerie der Alfred Toepfer Stiftung F. V. S. gibt einen Einblick in Aktivitäten, die durch den Fonds „FREIRÄUME!“ ermöglicht wurden. Im Rahmen des Fonds – den die Alfred Toepfer Stiftung F. V. S., die Körber-Stiftung und die Hamburgische Kulturstiftung initiiert sowie die Freie und Hansestadt Hamburg, zahlreiche Stiftungen, Unternehmen und Privatpersonen unterstützt haben – wurden in den vergangenen drei Jahren 100 Kulturprojekte aller Sparten für geflüchtete Kinder und Erwachsene mit insgesamt 755.000 Euro gefördert.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Es freut mich sehr, dass der Fonds ‚FREIRÄUME!‘ von 2015 bis heute Wirkung zeigt und zahlreiche Projekte in der Stadt umgesetzt werden konnten. Ein schönes Ergebnis ist es auch, dass durch die Ausstellung die Arbeiten mit und von Geflüchteten sichtbar und somit ganz selbstverständlich zu einem Teil der Hamburger Kulturlandschaft werden. Die Arbeiten geben uns und unseren neuen Mitbürgerinnen und Mitbürgern Gelegenheit, sich mit den Themen Heimat und unserer gemeinsamen Zukunft auseinanderzusetzen.“

Zur Eröffnung der Ausstellung sagte Gesa Engelschall, geschäftsführender Vorstand der Hamburgischen Kulturstiftung: „Die Exponate zeigen auf sehr berührende Art und Weise, wie wichtig geistige Freiräume und Orte der Begegnung sind und was aus ihnen entstehen kann. Umso dankbarer sind wir für das Engagement der zahlreichen großzügigen Unterstützer, die dies möglich gemacht haben.“ Ansgar Wimmer, Vorstandsvorsitzender der Alfred Toepfer Stiftung F. V. S. betonte: „Unser herzlicher Dank gilt auch den vielen Kulturinitiativen, Künstlerinnen und Künstlern, die sich mit größtem Einsatz der Arbeit mit Geflüchteten verschrieben haben. Der Fonds ‚FREIRÄUME!‘ hat auf beeindruckende Art und Weise gezeigt, was wir als Stadtgesellschaft gemeinsam bewirken können.“

Neben gemalten Bildern, Collagen, gebastelten Erzeugnissen und Fotos aus den Projekten ist ein Trickfilm zu sehen, den geflüchtete Kinder aus einer Bergedorfer Unterkunft gemeinsam mit Profis animiert und eingesprochen haben. Ausgestellt ist außerdem die „Afghan Box“, eine einfache Kamera in Schachtelform aus Holz, die in Afghanistan von Fotografen auf der Straße benutzt wird und von geflüchteten Jugendlichen im Werkhaus Münzviertel nachgebaut wurde. Gemeinsam ist allen Projekten, dass sie sich mit Themen wie Heimat oder Zukunft auseinandergesetzt haben: Wo fühle ich mich zu Hause, wie nehme ich meine neue Umgebung war, wie und wo möchte ich in Zukunft leben?

Die Ausstellung in der Galerie am Georgshof (Georgsplatz 10, 20095 Hamburg) ist bis zum 28. Februar 2019 jeweils Mittwoch und Donnerstag von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Folgende Projekte sind in der Ausstellung vertreten:

  • Mohalla – GWA St. Pauli e. V.
  • Strange at home – fraplab e. V.
  • Stimmen der Zukunft – Hajusom e. V.
  • Wir machen die Welle – Kunstinitiative Brookkehre
  • KunstGrenzgänge – LichtwarkSchule
  • Novaland – Deutsches SchauSpielHaus Hamburg
  • Bauen mit Lehm für Groß und Klein – Bunte Kuh e. V.
  • Ziemlich schöne Aussichten – Jan Köchermann und Karin Haenlein
  • Afghan-Box, Fotoprojekt mit geflüchteten Jugendlichen – Jugendsozialarbeit Schanzenviertel e.V.
  • Künstlergruppe für Flüchtlinge – Ulrike Hinrichs (siehe hierzu auch in ´Tiefgang`)
  • Kulturcafé Alltona – MOTTE e. V.

Der temporäre Fonds „FREIRÄUME!“ wurde 2015 von der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S., der Körber-Stiftung und der Hamburgischen Kulturstiftung in Zusammenarbeit mit STADTKULTUR HAMBURG ins Leben gerufen und von zahlreichen Hamburger Stiftungen, privaten Förderern und Unternehmen unterstützt. Im darauffolgenden Jahr konnten durch dieses einmalige bürgerschaftliche Engagement 42 Projekte mit 355.000 Euro unterstützt werden. 2017 wurde das Engagement weitergeführt. Nach einem Beschluss der Bürgerschaft durch die Freie und Hansestadt Hamburg wurden die von Stiftungen, privaten Förderern und Unternehmen erneut akquirierten Mittel in Höhe von 200.000 Euro um weitere 200.000 Euro aus dem Hamburger Integrationsfonds ergänzt. Somit standen im Jahr 2017 400.000 Euro für kulturelle Projekte mit Geflüchteten zur Verfügung, durch die 58 Projekte gefördert werden konnten. Die Förderentscheidungen traf eine Jury, der jeweils ein/e Vertreter/in der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S., der Körber-Stiftung, der Hamburgischen Kulturstiftung, der Behörde für Kultur und Medien, der LAG Kinder- und Jugendkultur sowie des Dachverbands STADTKULTUR HAMBURG angehörte.“

Quelle: www.hamburg.de/bkm

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Investition in die Zukunft https://www.tiefgang.net/investition-in-die-zukunft/ Fri, 14 Sep 2018 22:52:33 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4137 [...]]]> „Kultur macht auf!“ heißt die Parole, unter der der Hamburger Soziokultur-Dachverband  „Stadtkultur Hamburg“ seinen Appell und seine Forderungen für eine Stärkung der offenen Gesellschaft stellt.

In dem Aufruf heißt es:

„Seit gut 50 Jahren fördern und gestalten die Einrichtungen, Initiativen und Projekte der Soziokultur das Zusammenleben in den Quartieren, sie gewährleisten kulturelle Teilhabe, ermöglichen Begegnung, bringen Bildungsgerechtigkeit und Chancengerechtigkeit voran. Das soll auch weiterhin möglich sein: Deshalb fordert  von der Hamburger Politik eine Stärkung der Hamburger Stadtteilkultur.

Die Hamburger Stadtteilkultur ist geprägt durch den Geist der Offenheit, des Austauschs und der Vielfalt. Die Stadtteilkultur wirkt mit Kultur und Kultureller Bildung gegen Ausgrenzungs- und Abgrenzungstendenzen, gegen Angst, Hass und Verunsicherung, für Demokratie und eine Offene Gesellschaft. Sie gestaltet ein Umfeld, in dem das Zusammenleben besser gelingt. Die Stadtteilkultur und ihre Einrichtungen sind Experten darin, Menschen in Entscheidungsprozesse einzubinden, Barrieren zu mindern, Beteiligung zu gestalten, Brücken zu bauen und Bündnisse zu schmieden. Sie sind Labore für Demokratieentwicklung und Orte der Diskurse, in denen Chancen und Teilhabe künstlerisch verhandelt werden. Sie sind selbst in dauernder Bewegung, verändern sich durch interkulturelle Öffnung und erfinden passende Organisationsmodelle für neue Herausforderungen. Wer sich in der Stadtteilkultur engagiert oder ihre Angebote nutzt, kann vielfältige Erfahrungen von Selbstwirksamkeit erleben. Die Einrichtungen und Initiativen der Stadtteilkultur verfügen über ein Potenzial, das für den Transformationsprozess der Stadtgesellschaft von dauerhaft großem Wert ist.

Um dieses Potenzial optimal und nachhaltig weiter entwickeln zu können, muss die Stadtteilkultur nachhaltig so ausgestattet werden, dass sie aktuellen und künftigen Aufgaben stabil begegnen kann.

  1. Zusammen wachsen braucht Förderung
    2. Bezirke müssen dauerhaft mit Quartiersfonds helfen können
    3. Freiwilliges Engagement darf nicht an mangelnder Unterstützung scheitern
    4. Digitale Transformation der Stadtteile muss gestaltet werden
    5. Anpassung der Förderung muss tatsächlicher Kostensteigerung entsprechen
    6. Stadtteilkultur muss nachhaltig entwickelt werden durch Startförderungen
    7. Erhöhte Betriebskosten mitdenken
    8. Versprochen ist versprochen: Kulturelle Bildung und Schule verbinden

1. Zusammen wachsen braucht Förderung

Anders als viele Teile Deutschlands verzeichnet Hamburg stetig steigende Einwohnerzahlen – und die Bevölkerung wird bunter. Schon heute verfügen in Hamburg über 50% der Bewohner*innen unter 18 über einen sogenannten Migrationshintergrund. Zwischen den Gruppen müssen Brücken geschlagen werden und neue Quartiere brauchen soziokulturelle Versorgung. Doch kulturelle Teilhabe und Bildungsgerechtigkeit sind für viele Menschen noch immer in weiter Ferne.

Die Stadtteilkultur verbindet Kulturen, schafft Teilhabe statt Ausgrenzung, erfüllt demokratische Werte mit Leben und fördert konstruktive Diskurse. Sie eröffnet Wege zu einer inklusiven Gesellschaft der Vielfalt, die jede und jeder mit eigenen Stärken, Interessen und Welt-Sichten mitgestalten kann. Transkulturelle und interkulturelle Arbeit sind jahrelange erfolgreiche Praxis in den Einrichtungen der Stadtteilkultur. Ihr sind zuletzt viele neue Aufgaben zugewachsen, ihre Besucherzahlen sind gestiegen und es konnten Strukturen aufgebaut werden, die nur weiter genutzt werden können, wenn sie Unterstützung erhalten.

Hier muss aus öffentlichen Mitteln – auch der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration – sichergestellt werden, dass die Stadtteilkultureinrichtungen ihre immer stärker nachgefragten Projekte gegen das Auseinanderdriften der Gesellschaft dauerhaft und nachhaltig umsetzen können, ihre Strukturen als offene Orte des kulturellen Engagements in der superdiversen Stadtgesellschaft weiter entwickeln und nicht zuletzt Diversity und Mehrsprachigkeit im Team weiter wachsen können.

  1. Bezirke müssen dauerhaft mit Quartiersfonds helfen können

Der Quartiersfonds in den Bezirken hat in den letzten Jahren in vielen Fällen dort Hilfe geleistet, wo diese besonders dringend gefordert und eine Förderung aus anderen Töpfen nicht möglich war. Damit diese Unterstützung weiterhin möglich ist, muss der Quartiersfonds verstetigt werden und in allen Bezirken der Stadtteilkultur zur Verfügung stehen.

  1. Freiwilliges Engagement darf nicht an mangelnder Unterstützung scheitern

In Hamburger Kultur- und Bildungseinrichtungen engagieren sich derzeit über 70 Menschen als Bundesfreiwillige und erhalten parallel eine bedarfsangepasste Fortbildung, die ihnen während ihres Freiwilligendienstes und bei der Orientierung auf dem Arbeitsmarkt hilft. Diese Freiwilligen, fast die Hälfte von ihnen Geflüchtete, leisten einen kaum zu unterschätzenden Beitrag für ihre Einsatzstellen. Der Bundesfreiwilligendienst Kultur und Bildung wird von der Stadt Hamburg bisher nicht unterstützt. Die Sondermittel des Bundes für den Einsatz Geflüchteter im Bundesfreiwilligendienst werden ab 2019 abgeschafft. Damit ist der BFD Welcome massiv gefährdet. Deshalb müssen die Einsatzstellen um einen Teil des Einsatzstellenbeitrages entlastet, STADTKULTUR HAMBURG als Träger unterstützt und die fehlenden Sondermittel kompensiert werden.

  1. Digitale Transformation der Stadtteile muss gestaltet werden

Die digitale Transformation unserer Gesellschafft bringt Chancen und Risiken mit sich. Die Veränderungen in den Stadtteilen durch die Digitalisierung müssen begleitet, die Verbindung von analogen und digitalen Treffpunkten muss geschaffen, der Umbruch gestaltet werden. Stadtteilkultureinrichtungen sind dafür ideale Partner. Insbesondere jüngere Zielgruppen werden nur noch selten auf analogen Wegen erreicht. Ohne einen sinnvollen Einsatz digitaler Medien werden Chancen für die kulturelle und demokratische Bildung verspielt. Die Stadtteilkultur braucht umfassende Unterstützung bei der Digitalisierung ihrer Angebote und ihrer Organisationen und sie muss ihre Infrastruktur, die in die Jahre gekommen ist, erneuern und erweitern. Für die Begleitung und Beratung der Einrichtungen bei der digitalen Transformation sollten gebündelte Kompetenzen im Dachverband geschaffen werden, die auch Datenschutzaufgaben übernimmt, um effizient und kompetent zu agieren. Neben den Ressourcen für die Erneuerung und Ergänzung der digitalen Infrastruktur der Stadtteilkultur werden Mittel für Fortbildungen der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter benötigt.

  1. Anpassung der Förderung muss tatsächlicher Kostensteigerung entsprechen

2017 ist es nach acht Jahren erstmals gelungen, die Rahmenzuweisung Stadtteilkultur zu erhöhen. Wir freuen uns über diese Anerkennung der stadtteilkulturellen Arbeit. Doch die Erhöhung deckt nur einen Teil der gestiegenen Kosten 1. Zudem kommt die Erhöhung bei vielen Häusern nur in sehr geringem Umfang an, da gleichzeitig Einrichtungen in den Bezirken neu in die Förderung aufgenommen wurden und die Bezirke im Rahmen der Feinspezifikation eigene Akzente setzen. Die dynamische Anpassung der institutionellen Förderung von 1,5 % liegt unter der realen Steigerung der Kosten z.B. durch Tariferhöhungen und reicht nicht aus, um vorhandene Strukturen zu erhalten und den Programmauftrag weiterhin ohne Einschränkungen fortsetzen zu können. Daher muss bei einer dynamischen Erhöhung, die als Kostenausgleich gedacht ist, die tatsächliche Entwicklung der Gesamtkosten als Berechnungsgrundlage herangezogen werden, damit die Stadtteilkultur nicht immer weiter aushungert.

  1. Stadtteilkultur muss nachhaltig entwickelt werden durch Startförderungen

In den Quartieren gibt es viele engagierte Menschen, die mit neuen, kreativen Initiativen kulturelle Angebote schaffen und damit Bedarfe in den Stadtteilen decken. Die Förderung dieser Initiativen ist ein wichtiges Element für kulturelle Teilhabe und kulturelle Bildung in der Stadt. Um aufwachsendes kulturelles Engagement nachhaltig zu entwickeln, bedarf es eines fachlichen Monitorings und einer langfristigen Regelung der Kosten. Dies darf nicht zu Lasten der Rahmenzuweisung gehen, sondern dafür müssen neue Etats gebildet werden.

  1. Erhöhte Betriebskosten mitdenken

Eine Reihe von Einrichtungen der Stadtteilkultur konnte in den letzten Jahren vergrößert werden und erhielt damit die Chance, auch ihr Angebot zu erweitern. Eine größere Fläche für Veranstaltungen zieht jedoch höhere Kosten nach sich, z.B. für erhöhte Sicherheitsmaßnahmen, Brandschutz, teurere Klimatechnik, Reinigungskosten oder erhöhten Aufwand für Vermietung. Ein Ausgleichsfonds für eine Anschubfinanzierung nach einer Erweiterung könnte hier helfen, bis die erwartete Umsatzsteigerung erreicht wird. Die konkrete Höhe der Anschubfinanzierung richtet sich nach der Größe der Einrichtung und den Bedingungen vor Ort und muss mit spezifisch ermittelt werden.

  1. Versprochen ist versprochen: Kulturelle Bildung und Schule verbinden

Für qualitätsvolle kulturelle Bildung an Schulen wurde im Koalitionsvertrag die Zusage gemacht, einen Fonds Kultur und Schule zu schaffen. Dieses Versprechen muss dringend eingelöst werden. Hier müssen mindestens eine Million Euro zur Verfügung gestellt werden, die nicht in die Schulen, sondern in die Kultureinrichtungen für Kooperationsprojekte mit Schulen fließen.

Die Stärkung der Stadtteilkultur ist eine Investition in die Zukunftsfähigkeit einer weltoffenen internationalen wachsenden Stadt und deren Lebensqualität – für alle ihre Bewohner*innen und deren Besucher*innen.“

1 Die Erhöhung der Rahmenzuweisung betrug jeweils 400.000 Euro in 2018 und 2019. Ab 2019 soll die Rahmenzuweisung jährlich dynamisch um 1,5% erhöht werden. Der Verband hatte 2016 errechnet, dass der Bedarf der Stadtteilkultur bei einer Erhöhung von 3,9 Millionen Euro lag. Zugrunde gelegt war eine Kostenentwicklung seit der letzten Erhöhung um durchschnittlich 3,5 Prozent pro Jahr, dies entspricht einem Bedarf von 1,8 Millionen, und ein zusätzlicher Bedarf durch höhere Betriebskosten, Sicherheitsauflagen etc., mehr Personal und neue Aufgaben und für die Verstetigung langjähriger erfolgreicher Projekte in Höhe von 2,1 Millionen Euro. Es klafft also noch immer eine Lücke von 3,1 Millionen Euro in der Rahmenzuweisung, die nicht geschlossen wurde und sich bei einer dynamischen Anpassung um 1,5% jährlich weiter erhöhen wird.

Quelle: stadtkultur-hh.de

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Smart? Nee: plietsch! https://www.tiefgang.net/smart-nee-plietsch/ Fri, 07 Sep 2018 22:18:25 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4118 [...]]]> Die digitale Transformation verändert die Gesellschaft grundlegend und macht auch vor den Stadtteilen nicht halt. Verhießt es nun Gutes oder droht Kahlschlag? Die Hamburger Stadtteilzentren laden zum Diskurs.

In der Mitteilung heißt es:

„Neue Formen kollaborativen Arbeitens und Handelns stehen der Sorge um Datenmissbrauch, Fake News und den Verlust der Selbstbestimmung gegenüber. Wie verändert die Digitalisierung die Stadtteile und die Stadtteilkulturarbeit? Wie können Stadtteilkultureinrichtungen die Digitalisierung gestalten, statt von ihr überrollt zu werden? Wie kann digitale Teilhabe in der Kultur gelingen? Welche neuen Formen digitaler Kunst und Kultur entstehen in der Stadtteilkultur? Wie können digitale Chancen analoge Stärken bereichern? Und wo bleibt die Stadtteilkultur ganz bewusst analog? Das fragt der 19. Hamburger Ratschlag Stadtteilkultur am 23. November 2018 im Bürgerhaus Barmbek.

Mit dem Begriff „smart“ bezeichnet man heute Strategien, die Digitalisierung dazu zu nutzen, unser Leben komfortabler und sicherer zu machen. Die „Smart City“ soll effizienter und technologisch fortschrittlicher sein, im „Smart Home“ wird vom Smartphone das Kinderzimmer per Video überwacht, das Licht vorher schon mal angeschaltet und der Kühlschrank ordert selbstständig neue Butter im Onlineshop. Doch wollen wir auch smarte Kultureinrichtungen?

Die Hamburger Stadtteilkultur hat ihre Stärken im Analogen: In den Einrichtungen der Stadtteilkultur gibt es Live-Veranstaltungen mit echten Künstler*innen zum Anfassen. Die Häuser laden zu realen Begegnungen ein und man kann „offline“ im Stadtteil richtig was bewegen. Vielfalt ist nicht nur ein Begriff, sondern direkt erlebbar. Gemeinsam etwas erschaffen: ein Theaterstück, einen Song, eine Ausstellung oder ein Buch – die Stadtteilkultureinrichtungen sind demokratische und künstlerische Labore in ihrer Auseinandersetzung vor Ort.

Diese analogen Stärken lassen sich durch digitale Möglichkeiten bereichern und ausbauen. Digitalisierung bietet Arbeitserleichterungen im Büroalltag. Soziale Medien und Nachbarschaftsplattformen im Netz erschließen neue jüngere Zielgruppen. Digitale Angebotsformate und Kunstformen können erfolgreiche Angebote vervollständigen. Der gesellschaftliche Diskurs über den Weg, den unsere Gesellschaft in der digitalen Transformation geht, braucht die kritische Reflexion durch die Stadtteilkultur, die gut informiert mitreden und klug mitentscheiden sollte.

Wir wollen nicht „smart“ sein „auf Deubel komm raus“. Wir wollen das, was wir haben, ergänzen und wirkungsmächtiger machen: Wir wollen digital „plietsch“ sein – wie man in Hamburg sagt.

Der Ratschlag Stadtteilkultur „Smart? Nee: plietsch! – Wie die Stadtteilkultur die Digitalisierung klug und kritisch nutzt“ findet am Freitag, 23. November 2018 von 11 bis 20 Uhr im Bürgerhaus Barmbek (Lorichsstraße 28a, 22307 Hamburg) statt. Das neu strukturierte Programm der Tagung besteht aus einem Tag mit drei inhaltlichen Blöcken: Einer Input-Phase mit Fachvorträgen am Vormittag, einer Workshop-Phase mit parallelen Sessions am Nachmittag und einer Austausch-Phase mit Diskussion und Meet&Greet am frühen Abend. Das endgültige Programm wird Mitte September auf Ratschlag- hh.de veröffentlicht.

Lassen Sie sich jetzt schon vormerken. Wir informieren Sie dann über den Programmablauf, die Referent*innen und den Anmeldestart per E-Mail: anmeldung.ratschlag-hh.de

Der Ratschlag wird veranstaltet von STADTKULTUR HAMBURG in Kooperation mit dem Landesrat für Stadtteilkultur der Behörde für Kultur und Medien.

Über den Hamburger Ratschlag Stadtteilkultur

Der Hamburger Ratschlag Stadtteilkultur widmet sich aktuellen kulturellen und gesellschaftspolitischen Themen und präsentiert die Vielfalt und Praxis der Hamburger Stadtteil- und Soziokultur. Persönliche Kontakte zu Fachleuten aus Theorie und Praxis liefern Denkanstöße und Hintergrundinformationen für die praktische und kulturpolitische Arbeit.

Seit 2018 ist STADTKULTUR HAMBURG – der Dachverband für Lokale Kultur und Kulturelle Bildung – für die Durchführung des Ratschlags Stadtteilkultur verantwortlich und entwickelt die bundesweit ausgerichtete Konferenz weiter. Die Inhalte des Ratschlages werden gemeinsam mit dem Landesrat für Stadtteilkultur der Behörde für Kultur und Medien entwickelt. Der Ratschlag wurde vom Landesrat im Jahr 2000 ins Leben gerufen und findet seitdem alljährlich an verschiedenen Orten der Kultur und Bildung in Hamburg statt. Der Hamburger Ratschlag Stadtteilkultur wird gefördert von der Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg.“

Quelle: stadtkultur-hh.de/ratschlag

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Rotstift für Integration https://www.tiefgang.net/rotstift-fuer-integration/ Fri, 22 Jun 2018 22:41:15 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=3787 [...]]]> Mit Kulturangeboten Geflüchtete gesellschaftliche zu integrieren: dass das funktioniert ist in Hamburg  allerorten zu erleben. Aber dafür braucht es Unterstützung. Und die wird nun von der Bundesregierung gestrichen – mit dubiosen Argumenten.

Von Jens Maedler

Über 300 geflüchtete Menschen konnten einen Freiwilligendienst im Bereich Kultur und Bildung machen. Und viele mehr im sozialen oder ökologischen Bereich. 2015 wurden dafür Mittel im Zusatzprogramm „Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug (BFDmF)“ freigegeben. Nun wird das Programm nicht verlängert. Die BKJ fordert, dass die Mittel in FSJ bzw. FÖJ und BFD überführt werden.

Die Entscheidung, die Zusatzförderung nicht zu verlängern, teilte die Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen mit. Diese Entscheidung ist in Augen der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e. V. (BKJ) nur dann nachvollziehbar, wenn zusätzlich bereitgestellte Fördermittel den Freiwilligendiensten zur Verfügung gestellt werden.

Doch die Bundesregierung verweist auf eine zu geringe Nachfrage nach zusätzlichen Freiwilligenplätzen. Dabei verkennt sie in ihrer Antwort, wie groß der Erfolg des Programms gerade in Anbetracht der bürokratischen Hürden ist.

Im Trägerverbund Freiwilligendienste Kultur und Bildung unter dem Dach der BKJ haben nahezu 300 Menschen von dem Zusatzprogramm profitiert und damit auch viele Einrichtungen im Kultur- und Bildungsbereich. Ziel des Programms war es, Menschen mit Fluchterfahrung den Zugang zu einem Freiwilligendienst und damit in die Aufnahmegesellschaft zu erleichtern. Das ist überall dort gelungen, wo sich Einrichtungen auf die Freiwilligen eingestellt haben, und wo die Freiwilligen eine Idee davon bekommen haben, wozu ihnen ein Freiwilligendienst von Nutzen sein kann.

Mazen Saleh und das Goldbekhaus in Hamburg waren Freiwilliger und Einsatzstelle, die von dem Zusatzkontingent profitierten. Der Autor, Schauspieler und Regisseur ist 2016 aus Syrien nach Deutschland geflohen und engagierte sich als Bundesfreiwilliger im Goldbekhaus. In seinem Theaterstück „Werkzeuge von morgen“ zeigt er die Erfahrung eines Geflüchteten in Deutschland, der Vergangenes hinter sich lassen und in der Gegenwart ankommen will.

Die Stadtkultur Hamburg ist neben der LKJ Sachsen-Anhalt ein Träger für Freiwilligendienste, der sich intensiv in dem Zusatzprogramm engagiert hat. Zwischen 35 und 40 Freiwillige haben sich in Hamburgs Kultureinrichtungen engagiert und wie Mazen Saleh das Programm bereichert und einen Beitrag dazu geleistet, wie eine offene und diversitätsbewusste Gesellschaft funktionieren kann.

Die Träger haben von vornherein darauf geachtet, dass die Geflüchteten in die Bildungs- und Austauschangebote der Freiwilligendienste einbezogen werden. Beziehungen entstehen da, wo Menschen sich gleichwertig begegnen können. Seminare und Bildungstage in den Freiwilligendiensten sind ein solcher Ort, an dem diese Begegnungen stattfinden können. Deshalb ist es für die BKJ und ihre Träger nur konsequent, dass Freiwillige unabhängig von Sprachkenntnissen, Aufenthaltsdauer oder Rechtsstatus gemeinsam pädagogisch begleitet werden.

Gemeinsam haben Freiwillige, Einsatzstellen und Träger eine Expertise entwickelt, die zeigt wie groß das Integrationspotenzial von Freiwilligendiensten sein kann. Diese zusätzlich geschaffenen Plätze gilt es zu halten und auszubauen. Eine langfristige Erhöhung der Förderung ist unabdingbar, um das vielfältige Einsatzstellenangebot und die Einbeziehung unterschiedlicher Freiwilliger zu ermöglichen. Der Aufbau neuer Plätze darf nicht zu Lasten der bereits vorhandenen Plätze gehen.

Im Sinne eines inklusiven Freiwilligendienstes gilt es, allen Interessent*innen einen Platz anbieten zu können und sie während ihres Freiwilligendienstes pädagogisch zu begleiten. Zu den bisher unterrepräsentierten Zielgruppen gehören Menschen mit formal niedrigen Schulabschlüssen, Geflüchtete oder Menschen mit Behinderung.

Die Begleitung von vielfältigen Zielgruppen ist zeit- und damit auch kosten-, weil personalintensiv. Für den individuellen Unterstützungsbedarf von Freiwilligen müssen unbürokratische Angebote möglich sein.

Die BKJ strebt eine Überführung der Gelder in die bestehenden Freiwilligendienste an, um unter Beachtung der hohen Qualitätsstandards und in Eigenverantwortung der Träger diese Arbeit fortsetzen zu können.

(In einem gemeinsamen Positionspapier sprechen sich die BKJ und andere verbandliche Zentralstellen für die Überführung dieser Haushaltsmittel in die vorhandenen Programme aus, also in den Bundesfreiwilligendienst (BFD), das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) sowie das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ).

Jens Maedler leitet den Fachbereich Freiwilliges Engagement und das Programm Freiwilligendienste Kultur und Bildung der BKJ.)

Quelle: www.bkj.de

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„Geist der Soziokultur ist offen“ https://www.tiefgang.net/geist-der-soziokultur-ist-offen/ Fri, 13 Apr 2018 22:59:58 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=3401 [...]]]> Der Hamburger Dachverband der soziokulturellen Organisationen der Stadt Hamburg macht sich Sorgen über die gesellschaftlichen Entwicklungen in der Gesellschaft und hat ein Positionspapier erfasst, um die Kräfte eines offenen Geistes zu bündeln.

In dem Papier heißt es:

#KULTURmachtAUF – für eine Offene Gesellschaft

Seit gut 50 Jahren fördern und gestalten die Einrichtungen, Initiativen und Projekte der Soziokultur das Zusammenleben in den Quartieren, sie gewährleisten kulturelle Teilhabe, ermöglichen Begegnung, bringen Bildungsgerechtigkeit und Chancengerechtigkeit voran. Der Geist der Offenheit, des Austauschs und der Vielfalt prägt die Soziokultur und Stadtteilkultur. Sie leistet einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung einer Offenen Gesellschaft.

Globalisierung und Digitalisierung führen zu einem Strukturwandel der Gesellschaft, der Verunsicherung und oft auch Angst bei den Menschen auslöst. Zunehmende Teile der Mittelschicht sehen ihren sozialen Status bedroht und ihre Zukunft gefährdet. Andere Menschen fühlen sich vollständig abgehängt. Rückzugstendenzen breiten sich aus. Zugewanderte suchen zugleich dringend nach ihrem Platz in der Gesellschaft. Populisten nutzen die Lage und schüren in der zersplitterten Öffentlichkeit Hass und Neid. Die Gesellschaft driftet auseinander.

Die Soziokultur nimmt ihre Verantwortung für den Zusammenhalt der Gesellschaft ernst und wirkt mit Kultur und kultureller Bildung gegen Ausgrenzungs- und Abgrenzungstendenzen, gegen Angst, Hass und Verunsicherung, für Demokratie und eine Offene Gesellschaft. Sie gestaltet ein Umfeld, in dem das Zusammenleben besser gelingt.

Jetzt online unterzeichnen 

Wir setzen auf Beteiligung an gesellschaftlichen Entscheidungen

Die Gleichberechtigung aller Gruppen in einer von Allen getragenen demokratischen Gemeinschaft ist ein dauerhafter Prozess. Stadtteilkultur und Soziokultur haben über 40 Jahre Erfahrung mit Aushandlungsprozessen. Wir setzen uns ein für das Einbeziehen der Menschen in Entscheidungsprozesse baulicher und sozialer Stadtentwicklung. Das Entwickeln neuer Formen von Bürgerbeteiligung halten wir für unverzichtbar. An der Auseinandersetzung darüber, wie wir in der superdiversen Stadtgesellschaft zusammen leben wollen, müssen alle Menschen die Möglichkeit haben, sich zu beteiligen. 

Wir setzen auf kulturelle Bildung und Teilhabe

Wir sehen unsere Aufgabe darin, durch innovative und nachhaltige Methoden der kulturellen Bildung, durch künstlerische Projekte und kulturelle Programme die Bildung und die Erfahrung der Selbstwirksamkeit zu befördern. Wir wollen, dass die Menschen ihre Potenziale bestmöglich entfalten können und alle einen Zugang zur gleichberechtigten Teilhabe am gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Leben haben. 

Wir setzen auf Solidarität und Chancengerechtigkeit

Das Zusammenleben in unserer superdiversen Stadtgesellschaft bedarf des Engagements aller gesellschaftlichen Kräfte. Wir wollen eine Gesellschaft, die von Inklusion und Solidarität geprägt ist. Niemand darf aufgrund der sozialen oder ethnischen Herkunft, der Hautfarbe, des Geschlechts, der geistigen, psychischen oder körperlichen Fähigkeiten, des Alters, der sexuellen oder geschlechtlichen Identität, der Religion oder Lebensweise herabgewürdigt oder benachteiligt werden. Stattdessen befördern wir Chancengerechtigkeit durch konsequente Beteiligung aller an künstlerischen Prozessen und ermöglichen kulturelles Empowerment für Menschen unabhängig von Herkunft, Bildung  und anderen Merkmalen. 

Wir setzen auf Begegnung und Dialog

In der offenen Begegnung und Verständigung verlieren Vorurteile ihre Kraft und wechselseitiges Vertrauen kann wachsen. Wo sich Menschen im persönlichen Dialog begegnen, kann die Sprache hasserfüllter Parolen überwunden werden. Deshalb bieten wir in den Einrichtungen der Stadtteilkultur und Soziokultur, in ihren Projekten und Initiativen, den Raum für Begegnungen und Austausch. 

Wir setzen auf Offenheit und Vielfalt

Unsere Überzeugung ist, dass jeder Mensch über individuelle und vielfältige Potenziale verfügt. Das Zusammenleben in Vielfalt bringt der Gesellschaft vielfältige Impulse für zukunftsfähige Entwicklungen in der superdiversen Stadtgesellschaft. Voraussetzung für die Aufnahme von Anregungen und Impulsen ist die Öffnung unserer Institutionen. Einrichtungen der Stadtteilkultur und Soziokultur wollen in dieser Hinsicht Vorbild sein und streben Offenheit und Diversität auf den Ebenen von Publikum, Programm und Personal an. Ihre Projekte und Initiativen repräsentieren die Vielfalt der Gesellschaft und sind offen für alle, die ihrerseits Ausgrenzung und Diskriminierung ablehnen. 

Digitalisierung und Globalisierung bergen Chancen und Risiken

Digitalisierung und Globalisierung sind gesellschaftliche Tatsachen, denen wir uns stellen. Beides sind unaufhaltsame, komplexe Prozesse, mit denen wir uns intensiv und kreativ auseinandersetzen. Der freie Zugang zum Internet bedeutet zugleich Demokratisierung durch Informations- und Meinungsvielfalt als auch die Gefahr der Verbreitung von Falschmeldungen und Hetze und die Möglichkeit von Manipulation und Datenmissbrauch. Besonders junge, aber auch immer mehr ältere Menschen orientieren sich über soziale Netzwerke. Öffentlichkeit findet mehr und mehr im Netz statt. Digitale Welterfassung und Kontaktmöglichkeiten müssen frühzeitig im sozialen Kontext gelernt und erfahren werden.

Migration führt dazu, dass globale Bezüge auch in lokalen Zusammenhängen immer mehr an Bedeutung gewinnen. Chancengerechtigkeit und Verteilungsbedingungen weltweit im Blick zu behalten und über notwendige Regulierungsmaßnahmen nachzudenken, sind Aufgaben, denen wir uns im offenen Diskurs widmen.

Intensiv setzen wir uns deshalb in Diskussionsveranstaltungen, in künstlerischen Projekten und mit Methoden der künstlerischen und politischen Bildung mit den Chancen und Risiken von Digitalisierung und Globalisierung auseinander.

Für Demokratie und Offene Gesellschaft

Wir, die Unterzeichnenden, setzen uns kompromisslos ein für eine demokratische, offene und freie Gesellschaft, in der jede und jeder gehört wird und sich an der offenen Debatte darüber, wie wir zusammen leben wollen, beteiligen kann. Es ist unser Ziel, Chancengerechtigkeit für alle herzustellen und in einer von Solidarität und gegenseitigem Respekt getragenen diversen Gemeinschaft zu leben. Dieses Ziel verwirklichen wir mit Kultur, mit Bildung und mit unserem ganzen Engagement.

STADTKULTUR HAMBURG, der Vorstand  – Hamburg, im März 2018

Erstunterzeichner*innen:

Sonja Engler (Zinnschmelze)
Ortrud Schwirz (LOLA und KIKU)
Corinne Eichner (STADTKULTUR HAMBURG)
Bernd Haß (Goldbekhaus)
Rebecca Lohse (GWA St. Pauli)
Ulrike Ritter (Kulturbüro Dulsberg)
Clemens Hoffmann-Kahre (MOTTE)
Gun Röttgers (Universität Hamburg)
Erhard Wohlgemuth (FSK – Freies Sender Kombinat)
Kulturhaus Eppendorf

Jetzt online unterzeichnen 

Quelle: stadtkultur-hh.de/kulturmachtauf

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SuedKultur ist nominiert! https://www.tiefgang.net/suedkultur-ist-nominiert/ Fri, 02 Feb 2018 23:36:41 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=2987 [...]]]> In Hamburg gibt es zum Glück unzählige Initiativen, um Kultur auch für hier lebende Menschen anzubieten. Das wird jährlich gewürdigt. Unter den Nominierungen ist der Süden dieses Jahr zwei Mal vertreten. Auch die SuedKultur.

In der Mitteilung des Dachverbandes heißt es:

„Für den wichtigsten Preis der Stadtteilkultur, den mit 10.000 Euro dotierten Hamburger Stadtteilkulturpreis, haben die Preisgeber in diesem Jahr wieder zehn Projekte und Programme für das Finale nominiert. Aus den zahlreichen und vielseitigen Bewerbungen von kulturellen Initiativen, Zentren, Vereinen und Einzelpersonen wählten die Behörde für Kultur und Medien, die Hamburgische Kulturstiftung, die Gabriele Fink Stiftung, die Patriotische Gesellschaft von 1765, die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. und STADTKULTUR HAMBURG zehn herausragende Projekte und Programme aus, die in besonderem Maße die Qualitäten der Hamburger Stadtteilkultur repräsentieren.

Für den Hamburger Stadtteilkulturpreis 2018 wurden folgende Projekte bzw. Programme vorgeschlagen:

  • Das Jubiläumsprogramm „10 Jahre SuedKultur“ der Initiative SuedKultur
  • Die Veranstaltungsreihe „37°FÜNF – Heimat – Flucht – Zusammenleben“ des Kulturzentrums Eidelstedter Bürgerhaus
  • Das kulturelle Bildungsprojekt „Circus ABRAX KADABRAX“ des Jugendpfarramtes der Nordkirche
  • Die partizipative Aktion „Dulsbox – 30m² für Deine Ideen!“ vom Stadtteilbüro Dulsberg
  • Das Historische Kinderprojekt des Stadtteilarchivs Bramfeld e.V.
  • Das intergenerative Kultur-Teilhabe-Projekt „KULTURISTENHOCH2“ der GEMEINSAM! Jung und Alt für Teilhabe und Lebensfreude gUG
  • Das Kindertheaterfestival „Lüfte – das Wüstenschiff hebt ab!“, ein Kooperationsprojekt von 17 Hamburger Stadtteilkulturzentren
  • Das Begegnungsprojekt „New Hamburg“ der Kirchengemeinde Veddel und des Deutschen Schauspielhauses
  • Das experimentelle Stadtteilbureau „Schaltzentrale“ des Viele Grüße von – Verein zur Förderung raumöffnender Kultur e.V.
  • Das integrative Medienprojekt „Yalla – Rein in die Stadt“ der GWA St. Pauli

Eine unabhängige Jury wird aus den Finalisten nun den Preisträger auswählen. Die Entscheidung wird Anfang April 2018 verkündet. Der Jury gehören mit Prof. Dr. Gesa Birnkraut von Birnkraut Partner, Robert Hillmanns vom zakk Düsseldorf und Stefan Reckziegel vom Hamburger Abendblatt besonders kompetente Expertinnen und Experten der Kultur in der Stadtgesellschaft an.

Die festliche Preisverleihung findet am Dienstag, 24. April 2018 um 17 Uhr in der Halle 424 im Oberhafen (Stockmeyerstraße 43) statt. Der Kultursenator Dr. Carsten Brosda wird den Preis im feierlichen Rahmen überreichen. Zur Veranstaltung wird noch schriftlich eingeladen.“

Quelle: stadtkultur-hh.de

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Lerne fürs Leben! https://www.tiefgang.net/lerne-fuers-leben/ Fri, 26 Jan 2018 23:49:45 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=2887 [...]]]> Wissen ist Macht, sagt ein altes Sprichwort. Auch ohne Macht steht aber fest: dümmer wird man nicht! Der Dachverband Stadtkultur Hamburg bietet in den kommenden Wochen wieder etliche Fortbildungen an, die auch für Kulturschaffende Gewinn bringend sind.

In der Mitteilung heißt es:

„STADTKULTUR HAMBURG bietet für Freiwillige im Bundesfreiwilligendienst Kultur und Bildung und für Mitgliedseinrichtungen monatlich Fortbildungen in den Bereichen Anwendungen und Software, Marketing und Management, Methoden und Sozialkompetenzen sowie Kunst, Kultur und Politik an.

Samstag, 3. Februar 2018, 10 bis 17.30 Uhr
W3-Workshop: „Civil Powker“. Engagement in internationalen Konflikten erproben – Planspiel in Kooperation mit der Hamburger Volkshochschule

Täglich berichten die Medien von Krisen, Kriegen und Konflikten in der Welt. Militäreinsätze
zur vermeintlichen „Friedenssicherung“ erscheinen oft als das einzig mögliche Interventionsmittel. Weitaus weniger bekannt ist, dass gerade wir in Deutschland über zahlreiche zivile Mittel verfügen, um Konflikten etwas entgegenzusetzen. Was können wir als Einzelpersonen tun? Anhand eines fiktiven Krisenszenarios mit offenem Ausgang möchten wir Handlungsräume kennenlernen. Als Mitspieler*innen schlüpfen wir in verschiedene Rollen und bestimmen den Verlauf des Konfliktes mit, dessen Ausgang am Ende des Tages feststehen wird.

Ort: Hamburger Volkshochschule, Seminarraum 206, Schanzenstraße 75-77, 20357 Hamburg
Mit: Karl-Heinz Bittl, Referent des Fränkischen Bildungswerk für Friedensarbeit e.V.
Preis: für BFD-Freiwillige kostenlos (STADTKULTUR HAMBURG legt die Verpflegungskosten aus)

Dienstag, 6. Februar 2018, 10 bis 17 Uhr
Kommunikation- und Pressearbeit in Kultureinrichtungen

Wie funktioniert eine gute Veranstaltungskommunikation? Wie gelangt die richtige Information zum richtigen Zeitpunkt an die richtige Stelle? Ausgehend von dieser Frage ist das Ziel des Workshops, einen Überblick über die Grundlagen, die Mittel und die Wege von Pressearbeit zu bieten sowie einen Einblick in eine zielgerichtete crossmediale Kommunikation zu geben.

Dabei wird es vorrangig gehen um:

Welche Publikationsformate gibt es? Welche Reichweiten und welche Erscheinungsweisen?

Welche Medien benötigen welchen Input?

Wie muss ein guter Presseverteiler aufgebaut sein?

Wie wichtig ist der persönliche Kontakt?

Wie ist eine Pressemitteilung aufgebaut und was alles gehört in eine Pressemappe?

Welche Kommunikationswege sind neben Presse und Medien relevant?

Der Workshop wird zu ausgewogenen Teilen aus Vortrag und partizipativen Elementen bestehen.

Inhalte: Bestandteile der Netz-Präsenz einer Institution, Facebook, Twitter, Blog, sinnvolle
Kombinationen im Social-Networking mit Synergieeffekten
Ort: STADTKULTUR-Büro, Stresemannstr. 29, 22769 Hamburg
Mit: Ulrike Steffel – Marketing & PR in der Kultur

Mittwoch, 7. Februar 2018, 10 bis 17 Uhr
Social Media

Ziel des niedrigschwelligen Workshops ist es, einen Überblick über die Möglichkeiten und Chancen des Social-Media-Networkings zu bieten. Dabei werden die Grenzen und „Gefahren“ ebenso in den Focus genommen. Wir machen uns gemeinsam auf den Online-Weg durch den Social-Media-Dschungel, bei dem im Betrachten von Best-Practice-Beispielen und Worst-Practice-Beispielen Transparenz in die verschiedenen Nutzungsarten gewährt wird.

Ort: TIDE, Finkenau 35, 22081 Hamburg
Mit: Ulrike Steffel – Marketing & PR in der Kultur

Donnerstag, 15. Februar 2018, 10 bis 13 Uhr
Rundreise KL!CK Kindermuseum: Entwicklung eines Projektes für Kinder

Das KL!CK Kindermuseum ist ein interaktives Mitmachmuseum für Kinder und Familien.
Kindergruppen und die ganze Familie können hier Erfahrungen gemeinsam machen. Statt
wertvoller Ausstellungsstücke finden Kinder im Kindermuseum vorwiegend Mitmach-
Exponate. Das KL!CK Kindermuseum ist ein Kinder-Erlebnis-Zentrum, wo Kinder aller
Altersgruppen an einzelnen Themen-Stationen zum Mitmachen animiert werden. Daneben
finden zahlreiche Schulprojekte, Workshops, Ferienangebote und Stadtteilaktivitäten statt
sowie Leseförderung und Kinderkulturangebote in den Bereichen Theater, Kino und Musik.
Wie lernt der Mensch? Margot gibt eine Einführung und Ihr könnt mit allen Sinnen
ausprobieren!

Ort: Achtern Born 127, 22549 Hamburg
Mit: Margot Reinig, Geschäftsführung KL!CK Kindermuseum

Anmeldung

STADTKULTUR HAMBURG bietet für Freiwillige im BFD Kultur und Bildung, Hauptamtliche und Mitarbeitende der Mitgliedsorganisationen ein Fortbildungsprogramm in den Bereichen Anwendungen und Software, Marketing und Management, Methoden und Sozialkompetenzen sowie Kunst, Kultur und Politik an. Bestimmte Seminare sind ausschließlich für Freiwillige konzipiert worden, andere ausschließlich Mitgliedern vorbehalten, alle anderen Fortbildungen stehen sowohl Freiwilligen als auch Hauptamtlichen offen.

Soweit nicht anders angegeben, melden sich Mitglieder von STADTKULTUR HAMBURG zu den Seminaren bitte über anmeldung@stadtkultur-hh.de an.
Freiwillige können sich direkt über das neue Online-Fortbildungsprogramm auf der Seite www.bfd-kultur-bildung-hh.de/aktuelle_fortbildungen/ selbstständig zu den Fortbildungen anmelden.“

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