Stadtteilkultur https://www.tiefgang.net Mon, 28 Aug 2023 11:06:28 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 Kolb, der Kulturarbeiter https://www.tiefgang.net/kolb-der-kulturarbeiter/ Fri, 01 Sep 2023 22:01:51 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=10220 [...]]]> Der Senator für Kultur und Medien Dr. Carsten Brosda hat dem Geschäftsführer des Stadtteilkulturzentrums „Kunstklinik Eppendorf“ Anfang der Woche im Rathaus den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland überreicht.

Damit wird Klaus Kolb für sein langjähriges Wirken für die Stadtteilkultur auch über den Stadtteil Eppendorf hinaus und für sein gesellschaftliches Engagement geehrt.
Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Klaus Kolb engagiert sich seit über 35 Jahren für die Kultur, insbesondere in Eppendorf. Mit seiner ruhigen und klaren Art schafft er es immer wieder, soziale, kulturelle und stadtentwicklungspolitische Initiativen, Vereine und Einrichtungen zusammenzubringen. Ihm geht es dabei auch immer um die Idee des Zusammenhalts und Zusammenlebens in der Stadt. Mit Offenheit und Verbindlichkeit bringt er Menschen und Institutionen dazu, gemeinsam zu handeln. Ein wesentlicher Anteil am Erfolg der Stadtteilentwicklung in Hamburg-Eppendorf ist ihm zu verdanken. Auch bundesweit genießt er für die Entwicklung der soziokulturellen Arbeit in Hamburg große Anerkennung. Ich gratuliere Klaus Kolb sehr herzlich zum hoch verdienten Bundesverdienstorden und danke ihm für sein nie nachlassendes Engagement.“

Klaus Kolb: „Das Bundesverdienstkreuz ist für mich eine große Ehre. Besonders freut mich, dass damit das Engagement für das Zusammenleben in den Hamburger Stadtteilen gewürdigt wird. Ich habe mich jahrelang für Themen stark gemacht, die in einem privilegierten Stadtteil wie Eppendorf gar nicht oder nur selten gesehen werden. Damit sich Egoismus und Gleichgültigkeit nicht durchsetzen, braucht unsere Stadtgesellschaft mehr Treffpunkte und Orte, um Einsamkeit und Filterblasen zu überwinden. Ich wünsche mir, dass wir in allen Stadtteilen so etwas wie eine Basiskultur haben und so möglichst viele Menschen die Talente entwickeln können, die in ihnen schlummern. Wichtig ist es, Kontrapunkte zu schaffen gegen die Gentrifizierung. Mit dem Zentrum martini44 habe ich meinen Teil dazu beigetragen und gezeigt, dass es auch anders geht. Alle sollen sich um mehr Gemeinwohl kümmern. Werde aktiv, wo Du wohnst!“

Zu Leben und Arbeit von Klaus Kolb

Klaus Kolb, geboren 1956 in Altenkirchen (Westerwald), studierte nach dem Abitur Soziologie an der Philipps-Universität in Marburg. Seit 1981 lebt er in Hamburg. 1985 hat er im Stadtteil Eppendorf das soziokulturelle Zentrum Kulturhaus Eppendorf, heute Kunstklinik, gegründet und aufgebaut. Von 1989 bis 2022 war er dessen Geschäftsführer. 1991 war er Mitgründer und Vorstandsmitglied des Vereins Stadtteilarchiv Eppendorf, heute Geschichtswerkstatt Eppendorf. 2008 war er Mitgründer eines nachbarschaftlichen Netzwerks rund um die Eppendorfer Martinistraße mit dem Namen „martini.erleben“. 2012 wurde aus dem Netzwerk ein Verein, in dessen Vorstand Klaus Kolb ebenso aktiv war. Dort entstand die Idee einer Folgenutzung für das ehemalige Krankenhaus Bethanien als soziales und kulturelles Quartierszentrum. Klaus Kolb hatte einen maßgeblichen Anteil an der Verwirklichung dieses Bauvorhabens, das als Projekt „martini 44“ 2019 eröffnet wurde. Damit wurden Wohnen, Kultur, Beratung, Begegnung, Betreuung und Pflege unter einem Dach ermöglicht. Aus dem Blickwinkel einer integrierten Stadtteilentwicklung und dem Bemühen um Ausgleich privater und öffentlicher Interessen ist das „martini 44“ ein Meilenstein der Stadtentwicklung geworden. Neben seiner beruflichen Tätigkeit hat sich Klaus Kolb in kommunalpolitischen Diskussionen im Stadtteil engagiert. Darüber hinaus war er viele Jahre Mitglied im Vorstand des Dachverbandes der Hamburger Stadtteilkultureinrichtungen Stadtkultur Hamburg und ist Mitglied im bundesweit tätigen Verein Netzwerk „Immovielien“, der sich für mehr Gemeinwohlorientierung in der Immobilien- und Quartiersentwicklung einsetzt. Zudem hat er die Mitgestaltung wesentlicher Linien im Landesrat für Stadtteilkultur mitbegründet.

 

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Vom Förster- zum Kulturhaus https://www.tiefgang.net/vom-foerster-zum-kulturhaus/ Fri, 05 Aug 2022 22:12:23 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=9254 [...]]]> Das Projekt „Kulturinsel Bramfeld“ wird seit vielen Jahren vorangetrieben und von vielen Helferinnen und Helfern mit großem Engagement unterstützt. Jetzt ist es vollbracht!

Bereits seit 40 Jahren hat das Bramfelder Stadtteilkulturzentrum BraKuLa (Bramfelder Kulturladen e. V.) seinen festen Platz im historischen Ortskern. Gemeinsam mit dem etwa 1890 erbauten Försterhaus wird es künftig noch mehr Raum für die Kultur- und Bildungsarbeit im Stadtteil geben. Mit Abschluss der Sanierung konnte nun die Schlüsselübergabe erfolgen. Eine große Eröffnungsfeier ist für den Frühherbst geplant.

 

Die aus Bramfelds historischem Zentrum nicht wegzudenkenden Gebäude wurden 2003 unter Denkmalschutz gestellt. In einem ersten Schritt zur Realisierung der Kulturinsel wurde 2020 mit der umfassenden Sanierung und Modernisierung des Försterhauses begonnen. Die Sanierung, mit der die Sprinkenhof GmbH beauftragt wurde, erfolgte in enger Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutzamt. Durch die Instandsetzung des Försterhauses wurde der Standort deutlich aufgewertet. Im Försterhaus wird zukünftig das Stadtteilarchiv eine neue Heimat finden.

Die hierfür notwendigen finanziellen Mittel in Höhe von etwa 1,3 Millionen Euro wurden durch die Bezirksversammlung Wandsbek (500.000 Euro), die Finanzbehörde (400.000 Euro aus dem Quartiersfonds IV) sowie den Bundes (352.000 Euro aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm VIII der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien) zur Verfügung gestellt.

Die Vertreterinnen und Vertreter der Freien und Hansestadt Hamburg und der Sprinkenhof GmbH stellten das frisch sanierte Försterhaus bei einem Rundgang durch das Gebäude vor.

Finanzsenator Dr. Andreas Dressel: „Bereits gut ein Jahr nach Beginn der Sanierung erstrahlt das historische Försterhaus in neuem Glanz – angesichts der momentanen Herausforderungen in der Bauwirtschaft umso mehr ein Grund zur Freude. Im engen Schulterschluss mit allen Beteiligten ist jetzt ein ganz wichtiger Schritt zur ,Kulturinsel Bramfeld‘ getan, für viele Menschen in Stadtteil und Bezirk schon seit langem ein Herzensprojekt. Mit seinen vielfältigen Nutzungen entsteht hier ein Ort der Begegnung, der für Bramfeld und Umgebung einen echten Gewinn markiert. Hamburg investiert seit Jahren massiv in und für Bramfeld – auch in die soziale und kulturelle Infrastruktur. Mit dem ebenfalls im Bau befindlichen U-Bahnhof wird dieser Stadtteil endlich die Anbindung erhalten, die er verdient hat.“

Bezirkssenatorin Katharina Fegebank: „Ich freue mich, dass wir heute die Schlüssel für das Försterhaus Bramfeld übergeben können. Die Sanierung wertet den Standort nicht nur optisch auf, sondern gibt dem Stadtteil auch neues Potential sich zu entfalten. Direkt neben dem BraKuLa e. V. gibt es hier, mitten im Quartier, nun einen neuen Ort für Bildungsangebote, Begegnungen und Kulturprogramm. Als Kulturinsel Bramfeld bietet der Standort mit den beiden Häusern und einem großen Außenbereich jetzt ganz neue Möglichkeiten. Ich danke den zahlreichen Unterstützer:innen in Bramfeld und im Bezirk herzlich für ihren großen Einsatz und freue mich auf die vielen Projekte, die hier entstehen werden.“

Kultursenator  Dr. Carsten Brosda:„Viele Jahre haben sich zahlreiche Bramfelder Initiativen mit großem Engagement für das neue kulturelle Zentrum im Stadtteil eingesetzt. Nun endlich können die Schlüssel für das instandgesetzte denkmalgeschützte Försterhaus übergeben werden und der lang gehegte Traum eines erweiterten Kulturzentrums im Herzen von Bramfeld wird wahr. Zusammen mit dem bestehenden BraKuLa wird das Försterhaus zur ‚Bramfelder Kulturinsel‘ im Herzen von Bramfeld. Möglich geworden ist das nur dank des unermüdlichen Engagements vor Ort und der guten Zusammenarbeit von Bezirk, Stadt und Bund. Dieser Kulturort wird mit seiner kreativen Nutzung die Kultur und Bildungsarbeit im Stadtteil nachhaltig stärken.“

Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff: „Die Sanierung des Försterhauses stellt einen Meilenstein bei der Realisierung der Bramfelder Kulturinsel dar. Die künftige kulturelle Nutzung des Försterhauses durch die Geschichtswerkstatt wird in Kooperation mit dem benachbarten BraKuLA neue Impulse zur Entwicklung des Bramfelder Ortskerns und zur Belebung der Stadtteilkultur geben.“

Martin Görge, Sprinkenhof GmbH: „Wir freuen uns, mit der Sanierung des Försterhauses, nicht nur ein historisches Gebäude denkmalgerecht für die Nachwelt zu erhalten, sondern den Bürgerinnen und Bürgern Bramfelds den so langersehnten Raum für kulturelle Entfaltung, Bildung und Begegnung zu bieten. Das kulturelle Erbe des nun sichtbaren und erlebbaren Denkmals wirkt identitätsstiftend für den Stadtteil und bietet zweckdienliche Räume für ein vielseitiges Miteinander. Wir freuen uns über den erfolgreichen Projektabschluss und danken allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit.“

 

 

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Investition in die Zukunft https://www.tiefgang.net/investition-in-die-zukunft/ Fri, 14 Sep 2018 22:52:33 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4137 [...]]]> „Kultur macht auf!“ heißt die Parole, unter der der Hamburger Soziokultur-Dachverband  „Stadtkultur Hamburg“ seinen Appell und seine Forderungen für eine Stärkung der offenen Gesellschaft stellt.

In dem Aufruf heißt es:

„Seit gut 50 Jahren fördern und gestalten die Einrichtungen, Initiativen und Projekte der Soziokultur das Zusammenleben in den Quartieren, sie gewährleisten kulturelle Teilhabe, ermöglichen Begegnung, bringen Bildungsgerechtigkeit und Chancengerechtigkeit voran. Das soll auch weiterhin möglich sein: Deshalb fordert  von der Hamburger Politik eine Stärkung der Hamburger Stadtteilkultur.

Die Hamburger Stadtteilkultur ist geprägt durch den Geist der Offenheit, des Austauschs und der Vielfalt. Die Stadtteilkultur wirkt mit Kultur und Kultureller Bildung gegen Ausgrenzungs- und Abgrenzungstendenzen, gegen Angst, Hass und Verunsicherung, für Demokratie und eine Offene Gesellschaft. Sie gestaltet ein Umfeld, in dem das Zusammenleben besser gelingt. Die Stadtteilkultur und ihre Einrichtungen sind Experten darin, Menschen in Entscheidungsprozesse einzubinden, Barrieren zu mindern, Beteiligung zu gestalten, Brücken zu bauen und Bündnisse zu schmieden. Sie sind Labore für Demokratieentwicklung und Orte der Diskurse, in denen Chancen und Teilhabe künstlerisch verhandelt werden. Sie sind selbst in dauernder Bewegung, verändern sich durch interkulturelle Öffnung und erfinden passende Organisationsmodelle für neue Herausforderungen. Wer sich in der Stadtteilkultur engagiert oder ihre Angebote nutzt, kann vielfältige Erfahrungen von Selbstwirksamkeit erleben. Die Einrichtungen und Initiativen der Stadtteilkultur verfügen über ein Potenzial, das für den Transformationsprozess der Stadtgesellschaft von dauerhaft großem Wert ist.

Um dieses Potenzial optimal und nachhaltig weiter entwickeln zu können, muss die Stadtteilkultur nachhaltig so ausgestattet werden, dass sie aktuellen und künftigen Aufgaben stabil begegnen kann.

  1. Zusammen wachsen braucht Förderung
    2. Bezirke müssen dauerhaft mit Quartiersfonds helfen können
    3. Freiwilliges Engagement darf nicht an mangelnder Unterstützung scheitern
    4. Digitale Transformation der Stadtteile muss gestaltet werden
    5. Anpassung der Förderung muss tatsächlicher Kostensteigerung entsprechen
    6. Stadtteilkultur muss nachhaltig entwickelt werden durch Startförderungen
    7. Erhöhte Betriebskosten mitdenken
    8. Versprochen ist versprochen: Kulturelle Bildung und Schule verbinden

1. Zusammen wachsen braucht Förderung

Anders als viele Teile Deutschlands verzeichnet Hamburg stetig steigende Einwohnerzahlen – und die Bevölkerung wird bunter. Schon heute verfügen in Hamburg über 50% der Bewohner*innen unter 18 über einen sogenannten Migrationshintergrund. Zwischen den Gruppen müssen Brücken geschlagen werden und neue Quartiere brauchen soziokulturelle Versorgung. Doch kulturelle Teilhabe und Bildungsgerechtigkeit sind für viele Menschen noch immer in weiter Ferne.

Die Stadtteilkultur verbindet Kulturen, schafft Teilhabe statt Ausgrenzung, erfüllt demokratische Werte mit Leben und fördert konstruktive Diskurse. Sie eröffnet Wege zu einer inklusiven Gesellschaft der Vielfalt, die jede und jeder mit eigenen Stärken, Interessen und Welt-Sichten mitgestalten kann. Transkulturelle und interkulturelle Arbeit sind jahrelange erfolgreiche Praxis in den Einrichtungen der Stadtteilkultur. Ihr sind zuletzt viele neue Aufgaben zugewachsen, ihre Besucherzahlen sind gestiegen und es konnten Strukturen aufgebaut werden, die nur weiter genutzt werden können, wenn sie Unterstützung erhalten.

Hier muss aus öffentlichen Mitteln – auch der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration – sichergestellt werden, dass die Stadtteilkultureinrichtungen ihre immer stärker nachgefragten Projekte gegen das Auseinanderdriften der Gesellschaft dauerhaft und nachhaltig umsetzen können, ihre Strukturen als offene Orte des kulturellen Engagements in der superdiversen Stadtgesellschaft weiter entwickeln und nicht zuletzt Diversity und Mehrsprachigkeit im Team weiter wachsen können.

  1. Bezirke müssen dauerhaft mit Quartiersfonds helfen können

Der Quartiersfonds in den Bezirken hat in den letzten Jahren in vielen Fällen dort Hilfe geleistet, wo diese besonders dringend gefordert und eine Förderung aus anderen Töpfen nicht möglich war. Damit diese Unterstützung weiterhin möglich ist, muss der Quartiersfonds verstetigt werden und in allen Bezirken der Stadtteilkultur zur Verfügung stehen.

  1. Freiwilliges Engagement darf nicht an mangelnder Unterstützung scheitern

In Hamburger Kultur- und Bildungseinrichtungen engagieren sich derzeit über 70 Menschen als Bundesfreiwillige und erhalten parallel eine bedarfsangepasste Fortbildung, die ihnen während ihres Freiwilligendienstes und bei der Orientierung auf dem Arbeitsmarkt hilft. Diese Freiwilligen, fast die Hälfte von ihnen Geflüchtete, leisten einen kaum zu unterschätzenden Beitrag für ihre Einsatzstellen. Der Bundesfreiwilligendienst Kultur und Bildung wird von der Stadt Hamburg bisher nicht unterstützt. Die Sondermittel des Bundes für den Einsatz Geflüchteter im Bundesfreiwilligendienst werden ab 2019 abgeschafft. Damit ist der BFD Welcome massiv gefährdet. Deshalb müssen die Einsatzstellen um einen Teil des Einsatzstellenbeitrages entlastet, STADTKULTUR HAMBURG als Träger unterstützt und die fehlenden Sondermittel kompensiert werden.

  1. Digitale Transformation der Stadtteile muss gestaltet werden

Die digitale Transformation unserer Gesellschafft bringt Chancen und Risiken mit sich. Die Veränderungen in den Stadtteilen durch die Digitalisierung müssen begleitet, die Verbindung von analogen und digitalen Treffpunkten muss geschaffen, der Umbruch gestaltet werden. Stadtteilkultureinrichtungen sind dafür ideale Partner. Insbesondere jüngere Zielgruppen werden nur noch selten auf analogen Wegen erreicht. Ohne einen sinnvollen Einsatz digitaler Medien werden Chancen für die kulturelle und demokratische Bildung verspielt. Die Stadtteilkultur braucht umfassende Unterstützung bei der Digitalisierung ihrer Angebote und ihrer Organisationen und sie muss ihre Infrastruktur, die in die Jahre gekommen ist, erneuern und erweitern. Für die Begleitung und Beratung der Einrichtungen bei der digitalen Transformation sollten gebündelte Kompetenzen im Dachverband geschaffen werden, die auch Datenschutzaufgaben übernimmt, um effizient und kompetent zu agieren. Neben den Ressourcen für die Erneuerung und Ergänzung der digitalen Infrastruktur der Stadtteilkultur werden Mittel für Fortbildungen der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter benötigt.

  1. Anpassung der Förderung muss tatsächlicher Kostensteigerung entsprechen

2017 ist es nach acht Jahren erstmals gelungen, die Rahmenzuweisung Stadtteilkultur zu erhöhen. Wir freuen uns über diese Anerkennung der stadtteilkulturellen Arbeit. Doch die Erhöhung deckt nur einen Teil der gestiegenen Kosten 1. Zudem kommt die Erhöhung bei vielen Häusern nur in sehr geringem Umfang an, da gleichzeitig Einrichtungen in den Bezirken neu in die Förderung aufgenommen wurden und die Bezirke im Rahmen der Feinspezifikation eigene Akzente setzen. Die dynamische Anpassung der institutionellen Förderung von 1,5 % liegt unter der realen Steigerung der Kosten z.B. durch Tariferhöhungen und reicht nicht aus, um vorhandene Strukturen zu erhalten und den Programmauftrag weiterhin ohne Einschränkungen fortsetzen zu können. Daher muss bei einer dynamischen Erhöhung, die als Kostenausgleich gedacht ist, die tatsächliche Entwicklung der Gesamtkosten als Berechnungsgrundlage herangezogen werden, damit die Stadtteilkultur nicht immer weiter aushungert.

  1. Stadtteilkultur muss nachhaltig entwickelt werden durch Startförderungen

In den Quartieren gibt es viele engagierte Menschen, die mit neuen, kreativen Initiativen kulturelle Angebote schaffen und damit Bedarfe in den Stadtteilen decken. Die Förderung dieser Initiativen ist ein wichtiges Element für kulturelle Teilhabe und kulturelle Bildung in der Stadt. Um aufwachsendes kulturelles Engagement nachhaltig zu entwickeln, bedarf es eines fachlichen Monitorings und einer langfristigen Regelung der Kosten. Dies darf nicht zu Lasten der Rahmenzuweisung gehen, sondern dafür müssen neue Etats gebildet werden.

  1. Erhöhte Betriebskosten mitdenken

Eine Reihe von Einrichtungen der Stadtteilkultur konnte in den letzten Jahren vergrößert werden und erhielt damit die Chance, auch ihr Angebot zu erweitern. Eine größere Fläche für Veranstaltungen zieht jedoch höhere Kosten nach sich, z.B. für erhöhte Sicherheitsmaßnahmen, Brandschutz, teurere Klimatechnik, Reinigungskosten oder erhöhten Aufwand für Vermietung. Ein Ausgleichsfonds für eine Anschubfinanzierung nach einer Erweiterung könnte hier helfen, bis die erwartete Umsatzsteigerung erreicht wird. Die konkrete Höhe der Anschubfinanzierung richtet sich nach der Größe der Einrichtung und den Bedingungen vor Ort und muss mit spezifisch ermittelt werden.

  1. Versprochen ist versprochen: Kulturelle Bildung und Schule verbinden

Für qualitätsvolle kulturelle Bildung an Schulen wurde im Koalitionsvertrag die Zusage gemacht, einen Fonds Kultur und Schule zu schaffen. Dieses Versprechen muss dringend eingelöst werden. Hier müssen mindestens eine Million Euro zur Verfügung gestellt werden, die nicht in die Schulen, sondern in die Kultureinrichtungen für Kooperationsprojekte mit Schulen fließen.

Die Stärkung der Stadtteilkultur ist eine Investition in die Zukunftsfähigkeit einer weltoffenen internationalen wachsenden Stadt und deren Lebensqualität – für alle ihre Bewohner*innen und deren Besucher*innen.“

1 Die Erhöhung der Rahmenzuweisung betrug jeweils 400.000 Euro in 2018 und 2019. Ab 2019 soll die Rahmenzuweisung jährlich dynamisch um 1,5% erhöht werden. Der Verband hatte 2016 errechnet, dass der Bedarf der Stadtteilkultur bei einer Erhöhung von 3,9 Millionen Euro lag. Zugrunde gelegt war eine Kostenentwicklung seit der letzten Erhöhung um durchschnittlich 3,5 Prozent pro Jahr, dies entspricht einem Bedarf von 1,8 Millionen, und ein zusätzlicher Bedarf durch höhere Betriebskosten, Sicherheitsauflagen etc., mehr Personal und neue Aufgaben und für die Verstetigung langjähriger erfolgreicher Projekte in Höhe von 2,1 Millionen Euro. Es klafft also noch immer eine Lücke von 3,1 Millionen Euro in der Rahmenzuweisung, die nicht geschlossen wurde und sich bei einer dynamischen Anpassung um 1,5% jährlich weiter erhöhen wird.

Quelle: stadtkultur-hh.de

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Smart? Nee: plietsch! https://www.tiefgang.net/smart-nee-plietsch/ Fri, 07 Sep 2018 22:18:25 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4118 [...]]]> Die digitale Transformation verändert die Gesellschaft grundlegend und macht auch vor den Stadtteilen nicht halt. Verhießt es nun Gutes oder droht Kahlschlag? Die Hamburger Stadtteilzentren laden zum Diskurs.

In der Mitteilung heißt es:

„Neue Formen kollaborativen Arbeitens und Handelns stehen der Sorge um Datenmissbrauch, Fake News und den Verlust der Selbstbestimmung gegenüber. Wie verändert die Digitalisierung die Stadtteile und die Stadtteilkulturarbeit? Wie können Stadtteilkultureinrichtungen die Digitalisierung gestalten, statt von ihr überrollt zu werden? Wie kann digitale Teilhabe in der Kultur gelingen? Welche neuen Formen digitaler Kunst und Kultur entstehen in der Stadtteilkultur? Wie können digitale Chancen analoge Stärken bereichern? Und wo bleibt die Stadtteilkultur ganz bewusst analog? Das fragt der 19. Hamburger Ratschlag Stadtteilkultur am 23. November 2018 im Bürgerhaus Barmbek.

Mit dem Begriff „smart“ bezeichnet man heute Strategien, die Digitalisierung dazu zu nutzen, unser Leben komfortabler und sicherer zu machen. Die „Smart City“ soll effizienter und technologisch fortschrittlicher sein, im „Smart Home“ wird vom Smartphone das Kinderzimmer per Video überwacht, das Licht vorher schon mal angeschaltet und der Kühlschrank ordert selbstständig neue Butter im Onlineshop. Doch wollen wir auch smarte Kultureinrichtungen?

Die Hamburger Stadtteilkultur hat ihre Stärken im Analogen: In den Einrichtungen der Stadtteilkultur gibt es Live-Veranstaltungen mit echten Künstler*innen zum Anfassen. Die Häuser laden zu realen Begegnungen ein und man kann „offline“ im Stadtteil richtig was bewegen. Vielfalt ist nicht nur ein Begriff, sondern direkt erlebbar. Gemeinsam etwas erschaffen: ein Theaterstück, einen Song, eine Ausstellung oder ein Buch – die Stadtteilkultureinrichtungen sind demokratische und künstlerische Labore in ihrer Auseinandersetzung vor Ort.

Diese analogen Stärken lassen sich durch digitale Möglichkeiten bereichern und ausbauen. Digitalisierung bietet Arbeitserleichterungen im Büroalltag. Soziale Medien und Nachbarschaftsplattformen im Netz erschließen neue jüngere Zielgruppen. Digitale Angebotsformate und Kunstformen können erfolgreiche Angebote vervollständigen. Der gesellschaftliche Diskurs über den Weg, den unsere Gesellschaft in der digitalen Transformation geht, braucht die kritische Reflexion durch die Stadtteilkultur, die gut informiert mitreden und klug mitentscheiden sollte.

Wir wollen nicht „smart“ sein „auf Deubel komm raus“. Wir wollen das, was wir haben, ergänzen und wirkungsmächtiger machen: Wir wollen digital „plietsch“ sein – wie man in Hamburg sagt.

Der Ratschlag Stadtteilkultur „Smart? Nee: plietsch! – Wie die Stadtteilkultur die Digitalisierung klug und kritisch nutzt“ findet am Freitag, 23. November 2018 von 11 bis 20 Uhr im Bürgerhaus Barmbek (Lorichsstraße 28a, 22307 Hamburg) statt. Das neu strukturierte Programm der Tagung besteht aus einem Tag mit drei inhaltlichen Blöcken: Einer Input-Phase mit Fachvorträgen am Vormittag, einer Workshop-Phase mit parallelen Sessions am Nachmittag und einer Austausch-Phase mit Diskussion und Meet&Greet am frühen Abend. Das endgültige Programm wird Mitte September auf Ratschlag- hh.de veröffentlicht.

Lassen Sie sich jetzt schon vormerken. Wir informieren Sie dann über den Programmablauf, die Referent*innen und den Anmeldestart per E-Mail: anmeldung.ratschlag-hh.de

Der Ratschlag wird veranstaltet von STADTKULTUR HAMBURG in Kooperation mit dem Landesrat für Stadtteilkultur der Behörde für Kultur und Medien.

Über den Hamburger Ratschlag Stadtteilkultur

Der Hamburger Ratschlag Stadtteilkultur widmet sich aktuellen kulturellen und gesellschaftspolitischen Themen und präsentiert die Vielfalt und Praxis der Hamburger Stadtteil- und Soziokultur. Persönliche Kontakte zu Fachleuten aus Theorie und Praxis liefern Denkanstöße und Hintergrundinformationen für die praktische und kulturpolitische Arbeit.

Seit 2018 ist STADTKULTUR HAMBURG – der Dachverband für Lokale Kultur und Kulturelle Bildung – für die Durchführung des Ratschlags Stadtteilkultur verantwortlich und entwickelt die bundesweit ausgerichtete Konferenz weiter. Die Inhalte des Ratschlages werden gemeinsam mit dem Landesrat für Stadtteilkultur der Behörde für Kultur und Medien entwickelt. Der Ratschlag wurde vom Landesrat im Jahr 2000 ins Leben gerufen und findet seitdem alljährlich an verschiedenen Orten der Kultur und Bildung in Hamburg statt. Der Hamburger Ratschlag Stadtteilkultur wird gefördert von der Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg.“

Quelle: stadtkultur-hh.de/ratschlag

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„Geist der Soziokultur ist offen“ https://www.tiefgang.net/geist-der-soziokultur-ist-offen/ Fri, 13 Apr 2018 22:59:58 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=3401 [...]]]> Der Hamburger Dachverband der soziokulturellen Organisationen der Stadt Hamburg macht sich Sorgen über die gesellschaftlichen Entwicklungen in der Gesellschaft und hat ein Positionspapier erfasst, um die Kräfte eines offenen Geistes zu bündeln.

In dem Papier heißt es:

#KULTURmachtAUF – für eine Offene Gesellschaft

Seit gut 50 Jahren fördern und gestalten die Einrichtungen, Initiativen und Projekte der Soziokultur das Zusammenleben in den Quartieren, sie gewährleisten kulturelle Teilhabe, ermöglichen Begegnung, bringen Bildungsgerechtigkeit und Chancengerechtigkeit voran. Der Geist der Offenheit, des Austauschs und der Vielfalt prägt die Soziokultur und Stadtteilkultur. Sie leistet einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung einer Offenen Gesellschaft.

Globalisierung und Digitalisierung führen zu einem Strukturwandel der Gesellschaft, der Verunsicherung und oft auch Angst bei den Menschen auslöst. Zunehmende Teile der Mittelschicht sehen ihren sozialen Status bedroht und ihre Zukunft gefährdet. Andere Menschen fühlen sich vollständig abgehängt. Rückzugstendenzen breiten sich aus. Zugewanderte suchen zugleich dringend nach ihrem Platz in der Gesellschaft. Populisten nutzen die Lage und schüren in der zersplitterten Öffentlichkeit Hass und Neid. Die Gesellschaft driftet auseinander.

Die Soziokultur nimmt ihre Verantwortung für den Zusammenhalt der Gesellschaft ernst und wirkt mit Kultur und kultureller Bildung gegen Ausgrenzungs- und Abgrenzungstendenzen, gegen Angst, Hass und Verunsicherung, für Demokratie und eine Offene Gesellschaft. Sie gestaltet ein Umfeld, in dem das Zusammenleben besser gelingt.

Jetzt online unterzeichnen 

Wir setzen auf Beteiligung an gesellschaftlichen Entscheidungen

Die Gleichberechtigung aller Gruppen in einer von Allen getragenen demokratischen Gemeinschaft ist ein dauerhafter Prozess. Stadtteilkultur und Soziokultur haben über 40 Jahre Erfahrung mit Aushandlungsprozessen. Wir setzen uns ein für das Einbeziehen der Menschen in Entscheidungsprozesse baulicher und sozialer Stadtentwicklung. Das Entwickeln neuer Formen von Bürgerbeteiligung halten wir für unverzichtbar. An der Auseinandersetzung darüber, wie wir in der superdiversen Stadtgesellschaft zusammen leben wollen, müssen alle Menschen die Möglichkeit haben, sich zu beteiligen. 

Wir setzen auf kulturelle Bildung und Teilhabe

Wir sehen unsere Aufgabe darin, durch innovative und nachhaltige Methoden der kulturellen Bildung, durch künstlerische Projekte und kulturelle Programme die Bildung und die Erfahrung der Selbstwirksamkeit zu befördern. Wir wollen, dass die Menschen ihre Potenziale bestmöglich entfalten können und alle einen Zugang zur gleichberechtigten Teilhabe am gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Leben haben. 

Wir setzen auf Solidarität und Chancengerechtigkeit

Das Zusammenleben in unserer superdiversen Stadtgesellschaft bedarf des Engagements aller gesellschaftlichen Kräfte. Wir wollen eine Gesellschaft, die von Inklusion und Solidarität geprägt ist. Niemand darf aufgrund der sozialen oder ethnischen Herkunft, der Hautfarbe, des Geschlechts, der geistigen, psychischen oder körperlichen Fähigkeiten, des Alters, der sexuellen oder geschlechtlichen Identität, der Religion oder Lebensweise herabgewürdigt oder benachteiligt werden. Stattdessen befördern wir Chancengerechtigkeit durch konsequente Beteiligung aller an künstlerischen Prozessen und ermöglichen kulturelles Empowerment für Menschen unabhängig von Herkunft, Bildung  und anderen Merkmalen. 

Wir setzen auf Begegnung und Dialog

In der offenen Begegnung und Verständigung verlieren Vorurteile ihre Kraft und wechselseitiges Vertrauen kann wachsen. Wo sich Menschen im persönlichen Dialog begegnen, kann die Sprache hasserfüllter Parolen überwunden werden. Deshalb bieten wir in den Einrichtungen der Stadtteilkultur und Soziokultur, in ihren Projekten und Initiativen, den Raum für Begegnungen und Austausch. 

Wir setzen auf Offenheit und Vielfalt

Unsere Überzeugung ist, dass jeder Mensch über individuelle und vielfältige Potenziale verfügt. Das Zusammenleben in Vielfalt bringt der Gesellschaft vielfältige Impulse für zukunftsfähige Entwicklungen in der superdiversen Stadtgesellschaft. Voraussetzung für die Aufnahme von Anregungen und Impulsen ist die Öffnung unserer Institutionen. Einrichtungen der Stadtteilkultur und Soziokultur wollen in dieser Hinsicht Vorbild sein und streben Offenheit und Diversität auf den Ebenen von Publikum, Programm und Personal an. Ihre Projekte und Initiativen repräsentieren die Vielfalt der Gesellschaft und sind offen für alle, die ihrerseits Ausgrenzung und Diskriminierung ablehnen. 

Digitalisierung und Globalisierung bergen Chancen und Risiken

Digitalisierung und Globalisierung sind gesellschaftliche Tatsachen, denen wir uns stellen. Beides sind unaufhaltsame, komplexe Prozesse, mit denen wir uns intensiv und kreativ auseinandersetzen. Der freie Zugang zum Internet bedeutet zugleich Demokratisierung durch Informations- und Meinungsvielfalt als auch die Gefahr der Verbreitung von Falschmeldungen und Hetze und die Möglichkeit von Manipulation und Datenmissbrauch. Besonders junge, aber auch immer mehr ältere Menschen orientieren sich über soziale Netzwerke. Öffentlichkeit findet mehr und mehr im Netz statt. Digitale Welterfassung und Kontaktmöglichkeiten müssen frühzeitig im sozialen Kontext gelernt und erfahren werden.

Migration führt dazu, dass globale Bezüge auch in lokalen Zusammenhängen immer mehr an Bedeutung gewinnen. Chancengerechtigkeit und Verteilungsbedingungen weltweit im Blick zu behalten und über notwendige Regulierungsmaßnahmen nachzudenken, sind Aufgaben, denen wir uns im offenen Diskurs widmen.

Intensiv setzen wir uns deshalb in Diskussionsveranstaltungen, in künstlerischen Projekten und mit Methoden der künstlerischen und politischen Bildung mit den Chancen und Risiken von Digitalisierung und Globalisierung auseinander.

Für Demokratie und Offene Gesellschaft

Wir, die Unterzeichnenden, setzen uns kompromisslos ein für eine demokratische, offene und freie Gesellschaft, in der jede und jeder gehört wird und sich an der offenen Debatte darüber, wie wir zusammen leben wollen, beteiligen kann. Es ist unser Ziel, Chancengerechtigkeit für alle herzustellen und in einer von Solidarität und gegenseitigem Respekt getragenen diversen Gemeinschaft zu leben. Dieses Ziel verwirklichen wir mit Kultur, mit Bildung und mit unserem ganzen Engagement.

STADTKULTUR HAMBURG, der Vorstand  – Hamburg, im März 2018

Erstunterzeichner*innen:

Sonja Engler (Zinnschmelze)
Ortrud Schwirz (LOLA und KIKU)
Corinne Eichner (STADTKULTUR HAMBURG)
Bernd Haß (Goldbekhaus)
Rebecca Lohse (GWA St. Pauli)
Ulrike Ritter (Kulturbüro Dulsberg)
Clemens Hoffmann-Kahre (MOTTE)
Gun Röttgers (Universität Hamburg)
Erhard Wohlgemuth (FSK – Freies Sender Kombinat)
Kulturhaus Eppendorf

Jetzt online unterzeichnen 

Quelle: stadtkultur-hh.de/kulturmachtauf

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