Stipendien – Tiefgang https://www.tiefgang.net Kultur, Politik, Kulturpolitik und mehr Thu, 17 Mar 2022 14:58:48 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.3 Residenzstipendien für Literatur und bildende Kunst https://www.tiefgang.net/residenzstipendien-fuer-literatur-und-bildende-kunst/ Fri, 18 Mar 2022 23:53:37 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=8871 [...]]]> Zum vierten Mal vergibt die Behörde für Kultur und Medien in Kooperation mit der Roger Willemsen Stiftung die „Hamburger Sommerresidenz“ im Künstlerhaus des mareverlags an zwei Hamburger Autor*innen sowie an eine bildende Künstler*innen.

Außerdem erhält ein Autor oder eine Autorin ein Stipendium für das Brecht-Haus im dänischen Svendborg. Hamburger Kreative können sich bis zum 15. Mai 2022 für einen vierwöchigen Aufenthalt im August und September 2022 bewerben.

Die Bewerber*innen für die Residenzstipendien sollen ihren Lebensmittelpunkt in Hamburg haben, als professionelle Autor*innen und bildende Künstler*innen tätig sein und entsprechende Referenzen vorweisen. Die Behörde für Kultur und Medien zahlt die Mieten für die Residenzen sowie zusätzlich 1.000 Euro Aufwandspauschale an die Stipendiaten und Stipendiatinnen.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „An Bertolt Brechts Schreibtisch arbeiten oder sich in Roger Willemsens Bibliothek festlesen: Die Künstlerhäuser bieten Inspiration abseits des Alltags, anregende Atmosphäre sowie Austausch mit anderen und machen so den Aufenthalt zu einer nachhaltigen Erfahrung für Künstlerinnen und Künstler. Nach mehr als zwei Jahren Einschränkungen durch die Pandemie können sie hier ihre kreativen Speicher auffüllen.“

Nikolaus Gelpke, Roger Willemsen Stiftung: „Dass die Idee von einem Künstlerhaus so gut aufgehen und in Zeiten der Pandemie so viel zusätzlichen Wert und Nutzen erhalten würde, war damals gar nicht zu ahnen. Wir sind sehr glücklich darüber, wie sich das Haus entwickelt und bereichert wird durch seine Bewohnerinnen und Bewohner – woran die Hamburger Kulturbehörde keinen geringen Anteil hat.“

Das Künstlerhaus des mareverlags in Wentorf bei Hamburg war das letzte Wohnhaus des Autors und Publizisten Roger Willemsen, der 2016 verstarb. Dank seines engen Freundes Nikolaus Gelpke, Verleger des mareverlags, wurde die Villa als Künstlerhaus des Verlages erhalten und schließlich der Roger Willemsen Stiftung als Künstlerresidenz zur Verfügung gestellt. Seit 2018 leben und arbeiten hier Stipendiaten und Stipendiatinnen aus verschiedenen künstlerischen Bereichen, die von der Stiftung betreut werden.

Das Brecht-Haus liegt auf der Insel Fünen in der dänischen Hafenstadt Svendborg und diente Bertolt Brecht, Helene Weigel und ihren Kindern zwischen 1933 und 1939 als Wohnhaus während des Exils. Das Reetdachhaus wurde zu Beginn der 1990er Jahre renoviert und beherbergt heute Kunst- und Kulturschaffende aus aller Welt.

Die vollständigen Ausschreibungen gibt es unter www.hamburg.de/bkm/stipendien.

Bewerbungen sind bis zum 15. Mai 2022 über den Online-Dienst der BKM möglich: serviceportal.hamburg.de

 

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Zukunftsstipendien für Kultur https://www.tiefgang.net/zukunftsstipendien-fuer-kultur/ Fri, 13 Aug 2021 22:50:56 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=8279 [...]]]> Die Behörde für Kultur und Medien legt ein umfangreiches Stipendienprogramm auf, um freischaffende Künstlerinnen und Künstler zu unterstützen, die durch die Corona-Pandemie besonders stark betroffen sind.

In Kooperation mit der Hamburgischen Kulturstiftung, dem Berufsverband bildender Künstler*innen und dem Landesmusikrat Hamburg vergibt die Behörde für Kultur und Medien 2021 einmalig 550 Hamburger Zukunftsstipendien. Die Stipendien sollen ihnen ermöglichen, auch in der aktuellen Situation ihren Beruf auszuüben und sich künstlerisch weiterzuentwickeln. Insgesamt werden aus Mitteln des Corona-Hilfspakets der Behörde für Kultur und Medien 550 Stipendien à 6.000 Euro vergeben. Davon gehen 350 an den Bereich Bildende Kunst sowie je 100 an die Literatur und die Musik.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Nach anderthalb Jahren geht das künstlerische Leben in Hamburg zum Glück wieder los. Dennoch hat die Pandemie bei vielen Künstlerinnen und Künstlern Spuren hinterlassen. Mit unseren Zukunftsstipendien möchten wir sie dabei unterstützen, trotz der schwierigen letzten Monate neue künstlerische Projekte umzusetzen. Gleichzeitig zollen wir ihnen damit Anerkennung und Respekt, weil sie mit ihrer Kunst unser Leben bereichern. Bei der Umsetzung der Stipendien kooperiert die Kulturbehörde mit erfahrenen Organisationen wie der Hamburgischen Kulturstiftung, dem Berufsverband bildender Künstler*innen und dem Landesmusikrat Hamburg. Für die engagierte Zusammenarbeit danke ich allen Beteiligten sehr herzlich.“

14, geschäftsführender Vorstand der Hamburgischen Kulturstiftung: „Die Zukunftsstipendien ermöglichen Künstlerinnen und Künstlern, konzentriert und ohne Produktionszwang an ihren Vorhaben zu arbeiten. Und das ist nach diesen herausfordernden und immer noch von Unsicherheit geprägten Zeiten genau das Richtige! Wir freuen uns sehr, für diese wichtige und sinnvolle Unterstützung mit der Behörde für Kultur und Medien und dem Berufsverband bildender Künstler zusammenzuarbeiten.“

Thomas Prisching, Geschäftsführer Landesmusikrat Hamburg: „Wir freuen uns sehr, dass die in der Corona-Pandemie bisher so gebeutelte Hamburger Musikszene sich langsam wieder erholt. Dazu tragen die immerhin 100 jetzt aufgelegten Stipendien bei, die sich an freischaffende Musikerinnen, Musiker, Komponistinnen und Komponisten aller Genres richten. Diese Stipendien sind eine wichtige Unterstützung für die Betroffenen und ein starkes Zeichen für die musikalische Vielfalt und Breite in Hamburg!“

Bianca Müllner, Vorstandsvorsitzende Berufsverband bildender Künstler*innen: „Die Förderung künstlerischen Schaffens ist von zentraler Bedeutung für die Entstehung zeitgenössischer Kunst. Der Entstehungsprozess findet in der Öffentlichkeit selten ausreichend Anerkennung. Folglich wird auch künstlerische Arbeit in ihrer Gesamtheit unzureichend vergütet. Es ist wichtig, Werkentwicklung wahrzunehmen, zu unterstützen und in den Diskurs über Kunst einfließen zu lassen. Das Zukunftsstipendium steht für diese Ziele. Wir bedanken uns sehr für die Kooperation mit der Hamburgischen Kulturstiftung und der Behörde für Kultur und Medien.“

Bewerben können sich professionelle Künstlerinnen und Künstler der Sparten Bildende Kunst, Literatur und Musik mit Projekten, die zum Beispiel in den Bereichen Weiterbildung, Recherche oder Konzeption liegen können. Der Bewerbungszeitraum läuft vom 3. bis 31. August 2021. Vertreterinnen und Vertreter der Bildenden Kunst und der Literatur bewerben sich bei der Hamburgischen Kulturstiftung, Musikerinnen und Musiker beim Landesmusikrat Hamburg.

Über die Vergabe der Stipendien entscheiden bis Mitte Oktober 2021 fachkundige Jurys der jeweiligen Bereiche. Die operative Betreuung übernehmen die Hamburgische Kulturstiftung und der Landesmusikrat Hamburg.

Die Ausschreibungen finden Sie ab sofort im Internet:
Bildende Kunst und Literatur: www.kulturstiftung-hh.de/zukunftsstipendien; Musik: www.lmr-hh.de.

Die Antragsstellung ist vom 3. bis 31. August 2021 über das jeweilige Online-Bewerbungsverfahren möglich.

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„Kein Mangel an Inspiration“ https://www.tiefgang.net/kein-mangel-an-inspiration/ Fri, 03 Jul 2020 22:49:57 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=7059 [...]]]> 30 Bewerbungen gingen  ein, fünf haben den Zuschlag bekommen und arbeiten nun erst einmal fürstlich.

 In der Mitteilung der Behörde für Kultur und Medien heißt es:

„Die Behörde für Kultur und Medien und die Roger Willemsen Stiftung ermöglichen fünf Hamburger Künstlerinnen und Künstlern einen vierwöchigen Arbeitsaufenthalt in Roger Willemsens ehemaliger Villa in Wentorf. Drei Hamburger Künstlerinnen und Künstler der Sparten Literatur und bildende Kunst werden ihre Sommerresidenz im mare-Künstlerhaus beziehen. Zusätzlich finanziert die Behörde für Kultur und Medien in diesem Jahr zwei weitere Aufenthalte im Herbst. Aus rund 30 Bewerbungen wählte das Kuratorium der Roger Willemsen Stiftung die bildende Künstlerin Katharina Duve, die Schriftsteller Marc Degens und Sebastian Stuertz sowie die Schriftstellerinnen Johanna Sebauer und Leona Stahlmann für die Residenzstipendien im mare-Künstlerhaus aus. Der Schriftsteller Wolfgang Denkel erhält das vierwöchige Aufenthaltsstipendium für das Brecht-Haus.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Die Kreativen hat die Corona-Pandemie besonders hart getroffen. Da es ihnen jedoch weder an Ideen noch an Inspiration mangelt, freue ich mich, dass wir Künstlerinnen und Künstlern mit den Residenzen im Brecht Haus und, gemeinsam mit der Roger Willemsen Stiftung, im mare-Künstlerhaus Aufenthalte an wunderbaren Orten zum kreativen und ungestörten Arbeiten ermöglichen können.“

Nikolaus Gelpke, Kuratorium der Roger Willemsen Stiftung: „Dass wir die Kooperation mit der Hamburger Kulturbehörde auch in diesem Jahr fortsetzen können, ist ein wunderbarer Erfolg und freut uns in erster Linie für die Künstlerinnen und Künstler, die in den letzten Monaten oft schwere Einbußen hinnehmen mussten. Wir hoffen von Herzen, dass die Sommer- und Herbstresidenzen allen die Möglichkeit bieten, in Ruhe an ihren jeweiligen Projekten arbeiten zu können.“

Das heutige mare-Künstlerhaus am Mühlenteich in Wentorf bei Hamburg war das letzte Wohnhaus des Autors und Publizisten Roger Willemsen, der 2016 verstarb. Dank seines engen Freundes Nikolaus Gelpke, Verleger des mareverlags, wurde die Villa der Roger Willemsen Stiftung als Künstlerresidenz zur Verfügung gestellt. Seit 2018 leben und arbeiten hier Stipendiaten und Stipendiatinnen aus verschiedenen künstlerischen Bereichen, die von der Roger Willemsen Stiftung betreut werden. 2019 haben die Behörde für Kultur und Medien und die Stiftung ein gemeinsames Residenzprogramm konzipiert. Das Stipendium beinhaltet den vierwöchigen Aufenthalt in der Villa Willemsen sowie eine Aufwandspauschale von je 1.000 Euro.

Außerdem hat die Behörde für Kultur und Medien das vierwöchige Aufenthaltsstipendium für das Brecht-Haus an den Schriftsteller Wolfgang Denkel vergeben. Das Brecht-Haus liegt auf der Insel Fünen in der dänischen Hafenstadt Svendborg und diente Bertolt Brecht, Helene Weigel und ihren Kindern zwischen 1933 und 1939 als Wohnhaus während des Exils.

Zu den Stipendiatinnen und Stipendiaten:

Wolfgang Denkel ist Jahrgang 1958 und war nach seinem Studium der Germanistik und Philosophie als Maler und Bildhauer tätig. Sein Roman „Ja. Nein. Ja.“ und der Erzählband „Eines geeigneten Tages“ erschienen im Droschl Verlag. Zuletzt veröffentlichte er den Gedichtband „Schulterblatt“ in der Edition Hammer + Veilchen und eine Erzählung im Hamburger ZIEGEL. Im Brecht-Haus möchte er seinen neuen Erzählband mit heiteren und melancholischen Geschichten beenden.

Marc Degens wurde 1971 in Essen geboren und ist Schriftsteller und Programmleiter des SUKULTUR Verlags. In Bochum hat er ein Semester bei Roger Willemsen studiert. Er veröffentlichte bislang vier Romane, zuletzt „Das kaputte Knie Gottes“ und „Fuckin Sushi“ sowie seine armenischen Aufzeichnungen „Eriwan“. Seine Romankolumne „Unsere Popmoderne“ erschien in der FAZ und in „Volltext“. Bei mairisch ist 2020 „Toronto“ erschienen. Nach Jahren in Armenien und Kanada lebt Marc Degens jetzt in Hamburg. Während der Sommerresidenz möchte er an seinem kultursoziologischen Romanprojekt weiterarbeiten.

Katharina Duve, geboren 1980, ist eine interdisziplinäre Künstlerin in den Bereichen experimenteller Film, Performance und Kostüm. In ihrer „Narration der Vielfalt“ collagiert und montiert sie Essay-Filme, Musik Videos, Live-Video Lecture Performances, Assemblagen oder Kostüme, die unwahrscheinliche Identitäten, diverse Körperkonzepte und ökonomische Verwertungsketten thematisieren. Ihre Arbeiten wurden bei internationalen Ausstellungen, Film- und Theaterfestivals gezeigt und ausgezeichnet. Während der Sommerresidenz möchte sie ihr Projektvorhaben „Digitale Geister“ ausarbeiten und umsetzen.

Johanna Sebauer wurde 1988 in Wien geboren und wuchs im Burgenland auf. Sie studierte Politikwissenschaften in Wien und Journalismus im dänischen Aarhus, Santiago de Chile und Hamburg, wo sie seit 2013 lebt. Heute arbeitet sie in der Wissenschaftskommunikation am Leibniz Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut. Seit April 2020 ist sie Mitglied im Hamburger Writers’ Room. Im mare-Künstlerhaus möchte sie im Sommer an ihrem Debütroman „Nincshof“ weiterarbeiten.

Leona Stahlmann wurde 1988 in Fulda geboren. Sie studierte Europäische Literatur und Buchwissenschaft in Mainz. Nach Stationen als Literaturagentin, Lektorin und Werbetexterin lebt sie als freie Schriftstellerin und Journalistin in Hamburg. Sie hat unter anderem den „wortmeldungen“-Förderpreis und 2017 den Hamburger Förderpreis für Literatur gewonnen. Außerdem war sie Stipendiatin der Romanwerkstatt im Brecht-Haus in Berlin. 2020 erschien ihr Debütroman „Der Defekt“ bei Kein&Aber. Die Herbstresidenz möchte sie nutzen, um an ihrem zweiten Roman zu arbeiten.

Sebastian Stuertz, geboren 1974, ist Medienkünstler, Musikproduzent und Podcaster, hauptberuflich animiert er Grafiken für Film und Fernsehen. Er wuchs am Steinhuder Meer auf. Seit Beginn des Jahrtausends lebt und arbeitet er in Hamburg. „Das eiserne Herz des Charlie Berg“, erschienen 2020 bei btb, ist sein Debütroman. Für einen Auszug daraus erhielt er 2018 den Hamburger Förderpreis für Literatur. Im mare-Künstlerhaus möchte er sich im Herbst seinem zweiten Roman widmen, in dem er urbane Familienstrukturen erkundet.“

Quelle: www.hamburg.de/bkm

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Mehr Geld für Bildende Kunst https://www.tiefgang.net/mehr-geld-fuer-bildende-kunst/ Fri, 14 Sep 2018 22:04:47 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4203 [...]]]> Die meisten kommunalen Haushalte sind derzeit gut aufgestellt. Zum Glück kommt auch manches in der Kunst an. Hamburg erhöht nun seine Kunststipendien. Die Ausschreibungen laufen.

In der Pressemitteilung der Behörde für Kultur und Medien heißt es:

„Stipendium wird ab 2019 auf 1.500 Euro monatlich fast verdoppelt – Bewerbung ab sofort möglich

Ab sofort können sich Bildende Künstlerinnen und Künstler mit Hauptwohnsitz in Hamburg, die ihr Studium bereits abgeschlossen haben, für die Arbeitsstipendien für Bildende Kunst 2019 bewerben. Zum nächsten Jahr erhöht die Behörde für Kultur und Medien die zehn Arbeitsstipendien von bislang 820 Euro auf 1.500 Euro monatlich und wertet die Stipendien dadurch erheblich auf.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Die Hamburger Arbeitsstipendien für Bildende Kunst sind eines der wichtigsten Förderinstrumente für den künstlerischen Nachwuchs in Hamburg. Seit ihrem Bestehen ab 1981 haben sie rund 380 Künstlerinnen und Künstlern geholfen, sich eine künstlerische Existenz aufzubauen. Ich freue mich, dass wir die Höhe der Stipendien ab 2019 fast verdoppeln können und so dem künstlerischen Nachwuchs künftig noch bessere Bedingungen bieten. Damit heben wir die Dotierung der Stipendien auf ein Niveau an, das den Künstlerinnen und Künstlern den notwendigen finanziellen Freiraum verschafft, um sich noch besser auf ihre künstlerische Arbeit zu konzentrieren.“

Bewerben können sich Bildende Künstlerinnen und Künstler mit Hauptwohnsitz in Hamburg, die ihr Studium bereits abgeschlossen haben. Die Arbeitsstipendien gelten als Auszeichnung für herausragende künstlerische und besonders förderungswürdige Positionen und sollen es den Stipendiatinnen und Stipendiaten ermöglichen, sich ein Jahr lang grundlegend frei von ökonomischen Zwängen der Weiterentwicklung und Festigung ihrer künstlerischen Ansätze zu widmen, neue Projekte zu verfolgen und ihre Netzwerke auszubauen. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten werden in einem zweistufigen Auswahlverfahren über Fachjurys ausgewählt. Zum Ende des Stipendienjahres wird eine Abschlusspräsentation ausgerichtet, zu der ein Katalog erscheint.

 Zahlreiche ehemalige Stipendiatinnen und Stipendiaten haben sich national und international einen Namen gemacht. Zu ihnen gehören beispielsweise Stephan Balkenhol, Andreas Slominski, Mariella Mosler, Jeanne Faust, Christoph Schäfer, Thorsten Brinkmann, Aurelia Mihai oder Boran Burchardt.

Bewerbungsunterlagen erhalten Sie ab sofort über die

Behörde für Kultur und Medien; Referat Kunst und Kreativwirtschaft; Hohe Bleichen 22, 20354 Hamburg

Herr Hänke, Tel.: 040-42824-282 (täglich 8.00 – 12.00 Uhr), E-Mail: frank.haenke@bkm.hamburg.de 

oder im Internet als Download über die Website der Kulturbehörde unter: hamburg.de/kunst-arbeitsstipendien

Bewerbungsschluss ist Freitag, 28. September 2018, 12.00 Uhr.“

Quelle: bkm.hamburg.de

 

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Schreiben wie Gott in Frankreich https://www.tiefgang.net/schreiben-wie-gott-in-frankreich/ Fri, 06 Apr 2018 22:45:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=3397 [...]]]> Zum Schreiben braucht es Talent aber auch Ruhe und Inspiration. Kein Problem, sagt die Kulturbehörde und schickt ihre Hamburger Autor*innen nach Frankreich, Italien oder Dänemark.

Die Hamburger Behörde für Kultur und Medien unterstützt auch in 2018 wieder die schreibende Zunft, in denen sie ihnen Refugien zum inspirierten und stillen Arbeiten sowie anteilige Unterhaltskosten bezuschusst. Dabei stehen zu verschiedenen Zeiträumen verschiedene Domizile in verschiedenen Ländern und Regionen zur Auswahl. Man muß sich nur drum bewerben  – bis zum 2. Mai.

In der Mitteilung der Behörde wird auf die Orte und Zeiträume hingewiesen:

Château de Millemont, Nordfrankreich: August 2018

Das Château de Millemont liegt circa eine Autostunde westlich von Paris im Département Yvelines in der Region Île-de-France. Ausgeschrieben werden vierwöchige Arbeitsaufenthalte für zwei Schriftsteller/innen und ein/e Literaturübersetzer/in.
Das liebevoll renovierte und geräumige Schloss befindet sich in einer großen Parklandschaft und umfasst ein Hauptgebäude und das „Petit Château“, in dem sich die atmosphärisch ausgestatteten Zimmer befinden und der vom 1. bis 31. August den fünf Hamburger Stipendiaten komplett zur Verfügung steht. Zusätzlich werden zwei Stipendien für bildende Künstler ausgeschrieben. Die Küche, das Wohnzimmer mit Bibliothek und das Arbeitszimmer mit WLAN können gemeinschaftlich genutzt werden. Badezimmer müssen z.T. geteilt werden.

Der Bahnhof mit sehr guter Anbindung nach Paris ist fußläufig in einer halben Stunde zu erreichen. Im Nachbarort La Queue-les-Yvelines gibt es eine Bäckerei, einen Supermarkt und einen Wochenmarkt. Mit seinen großen Waldflächen, Weiden und Seen bietet die Umgebung Ruhe zum ungestörten Arbeiten. Eine deutschsprachige Ansprechperson ist vor Ort.

Zeitraum: 1. bis 31. August 2018

Brecht-Haus in Svendborg, Dänemark: September 2018

Das Brecht-Haus liegt in idyllischer Umgebung direkt am Skovsbo Strand, 3 km westlich von Svendborgs Zentrum und Hafen, nahe dem Sund. Ausgeschrieben wird ein vierwöchiger Arbeitsaufenthalt im September für eine/n Schriftsteller/in oder eine/n Literaturübersetzer/in.
Zwischen 1933 und 1939 diente das Haus Bertolt Brecht, Helene Weigel und ihrer Familie als Zuflucht und Heim im Exil. Dort entstanden u. a. die Stücke „Die Gewehre der Frau Carrar“ und „Leben des Galilei“. Das Brecht-Haus wurde zu Beginn der 1990er Jahre renoviert und beherbergt heute Kunst- und Kulturschaffende aus aller Welt. Dem Stipendiaten oder der Stipendiatin steht das komplette Reetdachhaus mit zwei Schlafzimmern, einer Küche, einem Wohnzimmer und einem Arbeitsplatz mit Computer und WLAN zur Verfügung.

Das Brecht-Haus wird von einem Verein verwaltet, der sich für die kulturelle Entwicklung Svendborgs einsetzt, weshalb ein Interesse an der lokalen Kulturszene vorausgesetzt  wird. Einen ersten Eindruck vom Brecht-Haus vermittelt: svendborgbibliotek.dk

Zeitraum: 1. bis 29. September 2018

Brecht-Haus in Svendborg / Dänemark (Bild: BKM)

Burkhard-Vernunft-Residenz in Torria, Norditalien: September und Oktober 2018

Das ehemalige Atelier- bzw. Wohnhaus des Hamburger Künstlers Burkhard Vernunft (1940–2016) liegt in Torria, einem beschaulichen kleinen Ort in Ligurien in der Provinz Imperia. Ausgeschrieben werden zwei je einmonatige Arbeitsaufenthalte für je einen Schriftsteller oder Schriftstellerin und einen Literaturübersetzer oder eine -übersetzerin.

Die idyllische Künstlerresidenz besteht aus einem Wohnhaus („Literaturhaus“) und einem Ateliergebäude („Malhaus“). Sie befindet sich in dem 150-Einwohner-Ort Torria in Ligurien, umgeben von Olivenhainen und Wäldern. San Remo liegt ca. eine halbe Autostunde entfernt. Das Literaturhaus bietet einen vollausgestatteten Wohnbereich mit Küche, Bad, Wohn- und Schlafzimmer, einen Schreibplatz sowie eine große Terrasse. Zeitgleich wird je ein Stipendium für eine bildende Künstlerin  oder einen bildenden Künstler für das „Malhaus“ ausgeschrieben.

Die Familie des Künstlers stellt die ehemalige Residenz von Burkhard Vernunft im ligurischen Torria in seinem Gedenken für Hamburger Literatur- und Kunstschaffende zur Verfügung.

In Torria befinden sich ein Restaurant, das einen Mittagstisch anbietet. Der nächste Supermarkt befindet sich mit dem Auto ca. 15  Minuten entfernt und ist auch mit dem Bus erreichbar. Ein eigenes Auto ist für den Aufenthalt keine Voraussetzung, der öffentliche Nahverkehr in der Region ist jedoch eingeschränkt. Eine deutschsprachige Ansprechperson wohnt im Ort.

Zeitraum: 1. bis 30. September 2018 oder 1. bis 31. Oktober 2018.

Terrasse im Literaturhaus Torria (Bild: Daniel Vernunft)

Organisatorisches

Den Künstlerdomizilen ist kein Hotelbetrieb angegliedert, weshalb die Stipendiaten dazu angehalten sind, selbstständig für die Pflege der Räumlichkeiten zu sorgen. Ebenso werden die Mahlzeiten eigenständig zubereitet. Die verantwortungsvolle Behandlung des Inventars ist Voraussetzung für den dauerhaften Bestand des Angebots und muss schriftlich bestätigt werden. In den Räumen gilt Rauchverbot und leider können auch keine Familienangehörige oder Haustiere mitgenommen werden.

Die Behörde für Kultur und Medien übernimmt die Miete der Residenzen und zahlt pro Stipendiat/in zusätzlich eine Aufwandspauschale in Höhe von 1.000 Euro. An- und Abreise müssen individuell organisiert und finanziert werden. Die Stipendien sind für Einzelpersonen vorgesehen.

Bewerbungsvoraussetzungen:
Für die Stipendien können sich in Hamburg lebende Schriftsteller/innen, die bereits veröffentlicht haben sowie professionell tätige Literaturübersetzer/innen bewerben. Die Bewerber/innen müssen sich für einen Aufenthaltsort und einen Zeitraum entscheiden und sich gezielt dafür bewerben.

Bewerbungsunterlagen

  • formloses Anschreiben mit Kontaktdaten (max. 1 DIN A4-Seite)
  • Motivationsschreiben mit Projektskizze (max. 2 DIN A4-Seiten)
  • tabellarischer Lebenslauf
  • Bibliographie mit mindestens einer Veröffentlichung in den Sparten Belletristik, Lyrik, Kinder- und Jugendliteratur, Theater, Comic oder Sachbuch bzw. ein Verlagsvertrag
  • Textprobe, maximal 5 Normseiten (bitte keine Bücher einreichen)
  • Nachweis einer privaten Haftpflichtversicherung

Bitte senden Sie Ihre Bewerbung per E-Mail oder per Post an Dr. Antje Flemming (Kontakt unten).

Bewerbungsschluss ist der 2. Mai 2018. 

Über die Vergabe der Stipendien entscheidet eine fachkundige Jury.
Die Auswahl wird ab 17. Mai 2018 bekanntgegeben.

Rückfragen bitte an Dr. Antje Flemming

Dr. Antje Flemming (Literatur, Autorenförderung, Förderung des literarischen Lebens), Behörde für Kultur und Medien, Hohe Bleichen 22, 20354 Hamburg, Tel.: 040 – 42824-288, antje.flemming(at)bkm.hamburg.de

Quelle: hamburg.de/bkm/stipendien

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Hilfe unseren Künsten https://www.tiefgang.net/hilfe-unseren-kuensten/ Fri, 19 Jan 2018 23:24:22 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=2876 [...]]]> „Unseren Künsten“ heißt ein Programm, bei dem junge Künstler*innen ein Jahr lang eine finanzielle Unterstützung von bis zu 1.500 Euro im Monat erhalten. Die Ausschreibung beginnt am 1. Februar.

Außerdem nehmen sie an einem speziell auf die Bedarfe von jungen Künstlerinnen und Künstlern zugeschnittenen Curriculum teil. Workshops zur Selbstvermarktung, zum Zeitmanagement und zu steuerlichen Fragen als Freiberufler sowie Netzwerktreffen und Gesprächsreihen mit Vertretern*innen des Hamburger Kulturbetriebs bilden die zweite Säule der Förderung. Die Teilnahme an dieser ideellen Förderung ist verpflichtender Bestandteil des Stipendiums.

Voraussetzungen für die Aufnahme ins Förderprogramm „Unseren Künsten“ sind neben einer herausragenden künstlerischen Begabung ein überdurchschnittlich guter Studienabschluss in einem künstlerischen Fach bzw. der Nachweis über außerordentliches künstlerisches Wirken, der nicht länger als drei Jahre zurückliegt. Außerdem sollten Bewerber*innen zwischen 25 und 35 Jahre alt sein und ihren Wohn- und Arbeitsort im Förderzeitraum in der Metropolregion Hamburg haben. Nach erfolgreichem Abschluss des ersten Förderjahres, in dem die Stipendiatinnen und Stipendiaten unter anderem ein Konzept für die Umsetzung eines künstlerischen Projekts erarbeiten, können sie sich für eine Anschlussförderung bewerben.

Auf der website der Stiftung heißt es:

„Junge Kunst-, Musik- und Kulturschaffende, die in Hamburg leben und arbeiten und nach ihrem Studienabschluss eine freiberufliche künstlerische Existenz aufbauen möchten, fördern wir finanziell und ideell. Mit einjährigen Arbeitsstipendien an Absolventinnen und Absolventen von künstlerischen Hochschulen aller Genres möchten wir ihnen die Zeit und den Raum geben, sich als Künstler/-in weiterzuentwickeln und ein berufliches Fundament zu schaffen.

Ein Stipendium beinhaltet neben der finanziellen Förderung die verpflichtende Teilnahme an Seminaren und Workshops, die der Professionalisierung dienen und wirtschaftliche, kommunikative und juristische Kenntnisse für eine erfolgreiche berufliche Selbstständigkeit vermitteln. Des Weiteren umfasst das Stipendium die Teilnahme an den beiden Gesprächsreihen „Zu Gast im KMM“ sowie „Kunst im Betrieb“ sowie individuelle Coachings.

Die Stipendiatinnen und Stipendiaten erarbeiten während der Förderzeit einen Projektplan, in dem sie die Umsetzung einer künstlerischen Idee konkretisieren und Meilensteine erarbeiten. Mit diesem Projektplan können die Geförderten sich nach Abschluss des ersten Förderjahres um eine Anschlussförderung bewerben, über die der Programmbeirat entscheidet.

Die Bewerbungsfrist 2018 läuft vom 1. Februar bis zum 15. März. Der Auswahltag (13 bis 18 Uhr) findet zwischen dem 24. bis 27. April 2018 statt. Der genaue Termin wird hier rechtzeitig bekanntgegeben.

Download des Stipendien-Flyers: claussen-simon-stiftung.de

Der Programmbeirat versammelt Expertinnen und Experten aus Kunst, Kultur und Wissenschaft und wählt jedes Jahr aus die neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten aus sowie entscheidet über die Anschlussförderung.

Kriterien für eine Förderung sind die bisherigen künstlerischen Arbeiten, die Qualität der Bewerbungsunterlagen, das überzeugende Interesse für eine Teilnahme am Curriculum sowie der erklärte Wunsch, im Rahmen der Förderung ein künstlerisches Projekt zu entwickeln.

Die Mitglieder des Programmbeirats sind:

Gesa Engelschall, Geschäftsführender Vorstand der Hamburgischen Kulturstiftung

Catarina Felixmüller, ehemalige Redaktionsleitung Kultur und Unterhaltung bei NDR 90,3

Dr. Pit Hosak, Abteilungsleiter für Kunst, Kreativwirtschaft, Musik und Kulturprojekte bei der Behörde für Kultur und Medien Hamburg

Prof. Elmar Lampson, Präsident der Hochschule für Musik und Theater Hamburg

Cora Sachs, Regie, Kostüm und Figuren, Alumna im Förderprogramm Unseren Künsten

Dr. Regina Back, Geschäftsführender Vorstand der Claussen-Simon-Stiftung“

Quelle: claussen-simon-stiftung.de

 

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Förderung der Klangkunst https://www.tiefgang.net/foerderung-der-klangkunst/ Fri, 06 Oct 2017 22:45:04 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=2244 [...]]]> Stipendien sind immer eine finanzielle Unterstützung, um sich mal ganz einer Sache widmen zu können. Niedersachsen fördert nun mal wieder die Musik.

In der aktuellen Pressemitteilung des niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur heißt es:

„Das Land Niedersachsen engagiert sich stark im Bereich der Einzelkünstlerförderung. Durch die Vergabe von Stipendien wird insbesondere der musikalische Nachwuchs ausgezeichnet und so in die Lage versetzt, sich für einen bestimmten Zeitraum jenseits materieller Zwänge ihrer künstlerischen Arbeit zu widmen.

Junge Komponistinnen und Komponisten sowie ausübende Musikerinnen und Musiker können sich jeweils bis zum 15.01. eines Jahres um ein Landesstipendium bewerben. Die Höhe des Stipendiums beträgt zwischen 3.000 und 12.000 Euro. Auf Wunsch besteht die Möglichkeit, einen Teil des Förderzeitraumes (1-2 Monate) in den „Martin-Kausche-Ateliers“ in Worpswede zu verbringen. Die Unterlagen hierzu finden Sie rechts in der Info-Spalte.

Komponistinnen und Komponisten können sich zudem für ein Stipendium von drei-, sechs- oder neunmonatiger Dauer auf dem Künstlerhof Schreyahn bewerben. Das Stipendium beträgt monatlich 1.400 Euro.

Seit 2011 werden über das Stipendiatenprogramm BS PROJECTS jährlich drei Stipendien der Klangkunst an der HBK Braunschweig vergeben. Die Stipendien umfassen eine monatliche Förderung in Höhe von 1.250 Euro über einen Zeitraum von maximal sechs Monaten.

Weiterhin können sich Interessenten bis zum 15.01. eines Jahres um einen Studienaufenthalt in einer ausländischen Künstlerstätte bewerben. Dazu gehören Cité Internationale des Arts in Paris, die Deutsche Akademie Rom Villa Massimo (einschließlich der Casa Baldi in Olevano Romano) sowie das Deutsche Studienzentrum in Venedig. Diese Stipendien werden vom Bund vergeben.“

Quelle: www.mwk.niedersachsen.de

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