SuedLese spezial 2022 – Tiefgang https://www.tiefgang.net Kultur, Politik, Kulturpolitik und mehr Fri, 25 Nov 2022 09:10:45 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.5 SuedLese: Das literarische Finale! https://www.tiefgang.net/suedlese-das-literarische-finale/ Fri, 25 Nov 2022 23:04:13 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=9513 [...]]]> Über vier Wochen haben die Literaturtage „SuedLese spezial“ den Süden Hamburgs mit großer und kleiner Literatur zu einem echten Lesefest gemacht. Drei Lesungen für Groß und Klein bestreiten nun das Finale!

Über vier Wochen hat die Zusatzausgabe der SuedLese den November zu einem großartigen Miteinander von Autor*innen und Leseorten gemacht. Ob im Landkreis Harburg, Hamburgs Bezirken südliche Mitte oder Harburg bis nach Buxtehude – an mehr als 30 Orten mit 50 Lesungen wurde die Metropolregion Hamburg literarisch zusammengeführt. Deutsche Buchstars wie Kirsten Boie und Heinz Strunk, Kristine Bilkau, Zara Zerbe oder Carl-Christian Elze fanden den Weg in Hamburgs Süden und das zahlreiche Publikum dankte es ihnen. Nun neigt sich der Monat November und so auch die SuedLese dem Ende und drei Lesungen haben
es dabei nochmal so richtig in sich.
Den Auftakt macht dabei der Chefredakteur der Kinderzeitschrift GEOlino und Kinderbuchautor Martin Verg im Heimfelder HinZimmer. Für Kinder ab 9 Jahren beantwortet er in literarisch-verspielter Art und Weise die berechtigte Frage „Was macht die Eintagsfliege morgen?“ Anhand einer Reise durch Wald, Wiese und Wasser nimmt er seine junge Leserschaft mit zu Begegnungen mit Tieren und Pflanzen, erklärt Lebensräume und berichtigt alltägliche Irrtümer
– etwa über die Eintagsfliege.
Mo., 28. Nov., 17 Uhr, Martin Verg – Was macht die Eintagsfliege morgen? (für Kinder ab 9 J.); HinZimmer, Hinzeweg1, 21075 Hamburg-Heimfeld, Eintritt frei!

„Dschinns“ beschreibt im islamischen Glauben Geister oder Dämonen. Fatma Aydemir hat diese in ihrem gleichnamigen und für den Deutschen Buchpreis nominierten Roman metaphorisch auf eine Familiengeschichte übertragen. Hüseyin, die 30 Jahre in Deutschland arbeitete, will sich endlich ihren Traum einer Eigentumswohnung in Istanbul erfüllen, erleidet aber just am Tage ihres Umzugs einen tödlichen Herzinfarkt. Zur Beerdigung reisen nun sechs Menschen aus Deutschland zur Beerdigung an – je mit eigenen Wünschen, Geheimnissen und Wunden. Sie alle fühlen sich in der Wohnung Hüseyins irgendwie beobachtet … Ein
großartiger Gesellschaftsroman de Gegenwart!
AUSVERKAUFT!!! Die., 29. Nov., 19 Uhr, Fatma Aydemir – Dschinns, Buchhandlung Lüdemann, Fährstr. 26, 21 107 Hamburg-Wilhelmsburg, Eintritt: 8,- €

Zu guter Letzt geht es in die Bücherhalle Neugraben. Dort liest Autorin Daniela Dröscher über „Lügen über meine Mutter“. Es geht um das Aufwachsen in einer Familie, in der ein Thema scheinbar alles beherrscht: das Körpergewicht der Mutter. Es ist die Erzählung von der fixen Idee eines Vaters, das Übergewicht seiner Frau sei verantwortlich für seine berufliche Stagnation, seinen verhinderten sozialen Aufstieg oder das Randdasein in der Dorfgemeinschaft. Zugleich fragt der Roman nach unserem gesellschaftlichen Zustand – eine Gesellschaft, die ständig auf uns einwirkt – ob wir wollen oder nicht. Auch dieses Buch war für den Deutschen Buchpreis 2022 nominiert!
Mi., 30. Nov., 18.30 Uhr, Daniela Dröscher – Lügen über meine Mutter, Eintritt: 8,- €, Bücherhalle Neugraben, Neugrabener Markt 7, 21 149 Hamburg-Neugraben

Anmeldungen, mögliche kurzfristige Änderungen oder Karten bitte direkt bei den Veranstaltungsorten anfragen.

Alle Programminformation unter www.suedlese.de

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Bücher – bunt und vielfältig! https://www.tiefgang.net/buecher-bunt-und-vielfaeltig/ Fri, 18 Nov 2022 23:52:19 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=9487 [...]]]> In der Woche vom 21. bis 27. November geht es bei den Literaturtagen „SuedLese spezial“ vor allem bunt zu: Kasernencowboy trifft auf Hund und Wolf in Tampere und auch Kiew …

Den Auftakt Dmitrij Kapitelman im Heimfelder Treffpunkthaus. „Eine Formalie in Kiew“ heißt sein Buch, aus dem der „Kontingentflüchtling“ vorliest. Eine Familie zieht in die Fremde, versucht deutsch zu werden, scheitert aber Bürokratie und eigener Geschichte.

Mo., 21. Nov., 19 Uhr, Dmitrij Kapitelman: Eine Formalie in Kiew, Treffpunkthaus Heimfeld, Friedrich-Naumann-Str. 9, 21 075 Hamburg-Heimfeld, Eintritt frei – Spende erwünscht!

Eine Tür weiter, in der Turnhalle der akademie hamburg für musik und kultur hinter der Friedrich-Ebert-Halle, liest einen Tag später der Debütpreisträger Behzad Karim Khani mit iranischen Wurzeln aus seinem Roman „Hund, Wolf, Schakal“. Nach der Hinrichtung der Mutter in der vorangegangen iranischen Revolution fliehen der 11jährige Saam und sein kleiner Bruder Nima mit ihrem Vater nach Deutschland. Doppelt fremd im arabisch dominierten Berlin-Neukölln fristet der Vater das Leben von Taxifahrer, Backgammon-Spielen und Scham, während Saam versucht die Rolle des Familienoberhaupts zu füllen und zugleich mit Straßengangs zu tun bekommt. Musikalisch umrandet wird die Lesung von iranstämmigen Musikern der Akademie.

Die., 22. Nov., 19 Uhr, Behzad Karim Kani – Hund, Wolf, Schakal, alte Turnhalle hinter der Friedrich-Ebert-Halle, Alter Postweg 34 in HH-Heimfeld, Eintritt frei – Spende erwünscht!

Für Kinder ab acht Jahren liest dann Autorin Silke Schlichtmann im Moorburger „Wasserturm & Feuerteufel“ aus „Reißaus mit Krabbenbrötchen“. Soll der Opa ins Altenheim weil er sein Handy im Kühlschrank aufbewahrt? Mama will es, die Kids nicht. Alos wird Opa entführt – mit Krabbenbrötchen, Nordseeluft und einem unerwarteten Ende …

Silke Schlichtmann stammt aus Stade, lebt und arbeitet nun aber in München samt Mann und vier Kindern.

Mi., 23. Nov., 15 Uhr, Silke Schlichtmann– Reißaus mit Krabbenbrötchen (ab 8 J.), Wasserturm & Feuerteufel, Moorburger Elbdeich 161, 21 079 Hamburg-Moorburg, 21079 Hamburg, Eintritt frei!

Plattdeutsch und zudem prominent besetzt geht es wenige Stunden später in der Harburger Fischhalle zu. Niemand Geringeres als der vom NDR bekannte Gerd Spiekermann kommt und liest in der Adventszeit über den „Wiehnachtsstress“, das gro0ße Fest, die Familie und all die lieben Verwandten. Alles op Platt, versteiht sick.

Tickets gibt es online unter fischhalle-harburg.de oder literatur@fischhalle-harburg.de

Mi., 23. Nov., 19 Uhr, Gerd Spiekermann– „Wiehnachtsstress“, Fischhalle Harburg, Kanalplatz 16, 21 079 Hamburg-Harburg, Eintritt: 20,- €

Für Kinder ab 7 Jahren gibt es dann was im Heimfelder „HinZimmer – dem Raum für Geschichten“. Dort ist Illustrator und Kinderbuchautor Nicolas Gorny zu Gast und hat ein neues Abenteuer der beiden Detektive Rocko Grusel und Luis Zack dabei. In einem Hotel spukt es angeblich und die beiden Detektive wollen mit kohlensäurehaltigem Sprudelwasser den Quäl-Geistern zu Pelze rücken. Doch plötzlich ist Luis weg und es findet sich nur ein Stück Geister-Kleister am Boden …

Do., 24. Nov., 17 Uhr, Nicolas Gorny: Detektivbüro Grusel & Co. – Vorsicht! Geister-Kleister, HinZimmer, Hinzeweg 1, 21 075 Hamburg-Heimfeld, Eintritt frei!

Viktor Hacker, Turner und Sönke Tongers sind drei Unikate, die als Trio den Tintenkiller auf die Lesebühne bringen. Punkrock-Literatur, trashiger Kiez-Beat, skurrile Türsteher-Stories und Anekdoten verbinden sich mit Albernheit und Poesie. Ein Literaturereignis, auf was man so nicht gewartet haben mag!

Do., 24. Nov., 20 Uhr, Tintenkiller: Leserpistole u.a.m., Marias Ballroom, Lasallestr. 11, 21 073 Hamburg-Harburg, Eintritt: 6,- €

Ungewöhnliche Poesie des Alltags erwartet due SuedLese-Fans am Freitag. Im Schankraum der Bunthäuser Brauerei in Wilhelmsburg huldigen etliche Literat*innen mit kurzen Einwürfen der einstigen legendären Bierland-Betreiberin Esther Isaak de Schmidt-Bohländer. Mit Poesie, Anekdoten, Sach- und Fachkunde oder einfach Fantasie werden 31 Autor*innen das Bierwort des Tages kreieren – frei nach dem Motto: „Unser täglich Bier gib uns heute“. Gesammelt wird für einen guten Zweck – nämlich der Erstellung eines Bierbuches!

Fr., 25. Nov., 19 Uhr, Esther Isaak de Schmidt-Bohländer – Unser täglich Bier gib uns heute, Schankraum der Bunthaus Brauerei, Kurdamm24, 21 107 Hamburg-Wilhelmsburg, Eintritt frei – Spende erwünscht!

Residenzautor zu sein liest sich erst einmal fantastisch. Aber im finnischen Tampere? Kälte, Schnee, Einsamkeit? Der eher karibische Typ M. Kruppe skizziert genau diesen Tripp ins „Kaff der guten Hoffnung“ und beschreibt ehrlich aber auch unterhaltsam Stadt, Menschen, Gewohnheiten und jene Sprache, „die ständigem Fluchen gleicht!“

Fr., 23. Nov., 19 Uhr, M. Kruppe– Wendepunkte – Lange Nächte in Tampere, Treffpunkthaus Heimfeld, Friedrich-Naumann-Str. 9, 21 075 Hamburg-Heimfeld, Eintritt frei – Spende erwünscht!

Hanno und Susanne wuchsen einst nebeneinander auf, haben sich aber 30 Jahre nicht gesehen als Hanno dem Tod seiner Mutter in die Kleinstadt zurückkehrt. Nach und nach kommen bei Hanno aber auch Susanne Erinnerungen auf und vor allem eine Geburtstagsfeier im Sommer 1986 wird zum Zentrum. Licht dringt durch den Nebel und durch die Risse der „kleinen Paläste“.

Fr., 25. Nov., 19 Uhr, Andreas Moster– Kleine Paläste, JoLa im Kulturhaus Süderelbe, Am Johannisland 2, 21 147 Hamburg-Neugraben, Eintritt frei – Spende i.H.v. 10,-. € erwünscht!

Kriegsende: ein kleiner Junge, geflohen mit seiner Mutter, findet sich in einem dänischen Flüchtlingslager wieder, später in einem verlassenen Fliegerhorst vor den Toren von Stade. Das große, burgähnliche Kasernengebäude aus rotem Backstein – von den Flüchtlingen nur „der U-Block“ genannt – wird für ihn auf Jahre zu einem provisorischen Zuhause. Aus den dunklen Fluren und der engen Wohnung sucht er bei jeder Gelegenheit den Weg ins Freie, trifft auf jede Menge Abenteuer – und Fragen, die unbeantwortet bleiben: Warum darf man nicht ins verbotene „Englische Gebiet“, das hinter dem U-Block liegt? Wozu braucht man einen Persilschein, und was hat Papa damit zu tun? Warum ist der Krieg anscheinend immer noch allgegenwärtig, doch niemand von den Erwachsenen redet darüber? Mit dem Fahrrad erweitert er seinen Radius, fantasiert sich auf dem Rad als Cowboy, der durch endlose Prärien reitet, träumt sich weg aus Schule und Alltag.

Ein starkes, mutiges und gleichzeitig ungemein poetisches Buch, das in einer Fülle von kaleidoskopartigen Eindrücken vom schwierigen Erbe der Kriegskinder erzählt.

Fr., 25. Nov., 19.30 Uhr, Rainer Kudziela – Kasernen-Cowboy, Flüchtlingskind, Buchhandlung schwarz-auf-weiss, Ritterstr. 9, 21 614 Buxtehude, Eintritt: 12,-€

 

 

 

 

 

 

Im Anschluss an den vorweihnachtlichen Familien-Samstag bietet die Bücherhalle Harburg eine Lesung für die ganze Familie und mit Autorin Franziska Biermann. Herr Fuchs reist an den Nordpol und frisst dort versehentlich dem Weihnachtsmann die Wunschbriefe weg. Aber was soll der Weihnachtsmann jetzt den Kindern bringen? Zum Glück ist guter Rat nicht fern.  Vorweihnachtliches Abenteuer mit dem beliebten Bücherfresser, komplett mit Rentier, Weihnachtsmannsauna, Bergen von Weihnachtspost und der großen Frage: Kann Herr Fuchs Weihnachten retten? Eine Lesung für Familien mit Kindern zwischen 6 und 10 Jahren

Sa., 26. Nov., 15 Uhr, Franziska Biermann – Herr Fuchs mag Weihnachten, Bücherhalle Harburg, Eddelbüttelstr. 47a, 21 073 Hamburg-Harburg, Eintritt frei!

 

Die Kinder aus einer Hochhaussiedlung in Bremen-Nord wissen um ihre Herkunft:  Türkei, Russland, Albanien. Nur bei Karla ist alles etwas anders.  Sie weiß zwar, dass die Großmutter in den 60er Jahren als Gastarbeiterin aus Istanbul nach Deutschland kam, und auch, dass die Familie armenische Wurzeln hat. Doch gesprochen wird darüber nicht. Laura Cwiertnia erzählt eindrücklich und bewegend, wie es sich anfühlt, am Rande einer Gesellschaft zu stehen und wie es ist, keine Geschichte zu haben, die man teilen kann.

Sa., 26. Nov., 18 Uhr, Laura Cwiertnia – Auf der Straße heißen wir anders, Buchhandlung Lüdemann, Fährstr. 26, Hamburg-Wilhelmsburg, Eintritt: 8,- €

 

Und die SuedLese-Literaturtage wären eben nicht diese, sollte es nicht auch die Möglichkeit geben, sich selbst im Schreiben zu erproben. Die Harburger Volkshochschule bietet daher eine zweitägige Schreibwerkstatt an: Schreiben – die ersten Schritte gehen!

Der Kursus richtet sich an Teilnehmende, die Schreiben wollen aber warum auch immer es noch nicht taten. Es werden Schritt für Schritt verschiedene Kreativtechniken trainiert und erste kleine Texte aufs Papier gezaubert.

Sa./So, 26./27. Nov., 14-17.15 Uhr bzw. 12-16.15 Uhr, Schreibwerkstatt mit Anke Wistinghausen – Schreiben – die ersten Schritte gehen, VHS Harburg, Eddelbüttelstr. 47a, 21 073 Hamburg-Harburg, Kursnummer 0050SHH02, 2 Termine mit ges. 9 Stunden, Entgelt: 54,- € Anmeldung unter www.vhs-hamburg.de oder Tel.: 428 41 4284

 

Es ist WM in Qatar und niemand schaut zu? Klar, wenn die SuedLese Literaturtage ja ein gutes Alternativprogramm bieten. Denn in „Suche Stehplatz Nord“ lädt die auch im Heimfelder Nachttischbuch-Verlag publizierende Ina Bruchlos zu gut 25 Kurzgeschichten rund um das vertrackte Dasein als St. Pauli-Fan. Sie nimmt uns mit auf eine Reise durch die vertrackten Windungen ihres Gehirns eines weiblichen und recht spät berufenen Pauli-Fans: ob Hamburg, Malta, Lissabon oder Berlin – immer ist alles in braun-weiß getüncht. Fußball als Lebensform.

So., 27. Nov., 16 Uhr, Ina Bruchlos – Suche Stehplatz Nord, Treffpunkthaus Heimfeld, Friedrich-Naumann-Str. 9, 21 075 Hamburg-Heimfeld, Eintritt frei – Spende erwünscht!

 

Anmeldungen, mögliche kurzfristige Änderungen oder Karten bitte direkt bei den Veranstaltungsorten anfragen.

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Tod, Kiez, Taucher und Trottel! https://www.tiefgang.net/tod-kiez-taucher-und-trottel/ Fri, 11 Nov 2022 23:00:03 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=9477 [...]]]> Am 15. November startet die bereits 3. von vier Wochen der Literaturtage „SuedLese spezial“. Und es geht von Harburg nach Stelle über Buchholz bis zum Kiekeberg …

Den Auftakt macht Kathrin Hanke mit ihrem neuen Buch „Totenheide“ aus dem beliebten Katz-und-Maus-Spiel zwischen Ermittlern und einem misteriösen Bogenschützen.

Die., 15. Nov., 19.30 Uhr, Gemeindebücherei Stelle, Unter den Linden 18b, 21 435 Stelle: Kathrin Hanke: Totenheide, Eintritt frei – Spende und Anmeldung unter buecherei@gemeindestelle.de erwünscht!

Um das sagenhafte Grab des Tauchers im grieschisch-antiken Paestum handelt ein neues Werk von Altertumsforscher Tonio Hölscher. Seit seiner Entdeckung 1968 schlägt es mit seinen Fresken und großer Malerei viele in den Bann. Klar, dass Hamburgs Chef-Archäologe Prof. Dr. Weiss nach der Lesung das Gespräch zum Autoren sucht …

Mi., 16. Nov., 20 Uhr: Tonio Hölscher – Der Tauscher von Paestum, im Speiche am Kaufhauskanal, Blohmstr. 22 in HH-Harburg (Hafen). Eintritt frei – Spende erwünscht

Auf den Hamburger Kiez, seine Persönlichkeiten mit ihren Ecken und Kanten, über Stories aus dem Mikrokosmos, der in die Welt strahlt, handelt das neue Werk von Daniel Schmidt, dem Betreiber des Elbschloßkellers auf eben diesem Kiez. In der Pandemie wurde er schon dadurch bekannt, dass er erstmals ein Schloss in die sozialste Kneipe Hamburgs einbauen musste – eben wegen der Schließung der sonst immer geöffneten Location. Ein spannender aber auch unterhaltsamer Abend mit einem echten Hamburger Original!

Do., 17. Nov., 19 Uhr: Daniel Schmidt – KIEZ. Kein Roman, Stellwerk, Bhf. HH-Harburg über Fernzuggleis 3, 21079 Hamburg, Eintritt: 5,- €

Queer-Aktivist_in Duygu Agal ist am 17. November zu Gast in der Holmer Mühle. Foto: Joanna Legid)

Duygu Ağal ist Queer-Aktivist*in aus Berlin, aufgewachsen in Hamburg und erregte Aufsehen mit dem aktuellen Buch „Yeni Yeserenler“. Eine Coming Of Age-Geschichte, in der Goldene Birkenstocks und anstrengende Alman-Therapeutinnen genauso ihren Platz haben, wie die abweisenden Insignien einer Welt, die nicht für einen gemacht scheint, aber auch lesbische Liebe, ein Umzug von Hamburg nach Berlin, Frauenfußball, Gewalt, Verzweiflung, Emanzipation, Selbstbewusstsein, Freundinnenschaft und so vieles mehr.
Do., 17. Nov., 19 Uhr: Duygu Ağal – Yeni Yeserenler, Holmer Mühle, Schierhorner Str. 1, 21244 Buchholz, Eintritt: 10,- €

Zu einer neuen Art von Poetry-Slam-Wettstreit lädt die EMPORE Buchholz mit der Reihe „Macht Worte!“ ein. Fünf Poeten entern die Bühne, um die Herzen der Zuschauer für sich und ihren Text zu gewinnen. Dem Textvortrag sind dabei keinerlei Grenzen gesetzt – von Stand Up-Reimen bis zur literarischen Comedy, von Lyrik bis Rap und Performance-Prosa bis hin zur klassischen Kurzgeschichte ist alles erlaubt. Durch den Abend führen die beiden Moderatoren Henning Chadde und Jan Egge Sedelies.

Fr., 18. Nov., 20 Uhr: Macht Worte!– Poetry Slam mit 5 Poeten!, EMPORE Buchholz, Breite Str. 10, 21244 Buchholz, VVK ab 18,- €

Die für den Deutschen Buchpreis 2022 nominierte Geschichte beginnt in Prag, nach dem sowjetischen Einmarsch. Auf den Rat einer Tante hin studiert der Jungtrottel Informatik, macht erste groteske Erfahrungen mit der Liebe, langweilt sich in einem Büro für Lügenstatistiken und fährt Armeebrötchen aus. Nach einer denkwürdigen Begegnung mit der „Teutonenhorde“, „emigriert“ er nach Ostberlin, taucht in die Undergroundszene vom Prenzlauer Berg ein, gründet eine Familie, stattet seine besetzte Wohnung gegen alle Regeln der Kunst mit einer Badewanne aus. Von der Prager Vorhölle, einer schicksalhaften Ohnmacht, einem Sprung und dem seltsamen Trost von Chicorée. Mit »Trottel« ist Jan Faktor ein wunderbar verspielter, funkelnder, immer wieder auch düsterer, anarchischer Schelmenroman gelungen.

Sa., 19. Nov., 18 Uhr: Jan Faktor – Trottel, Buchhandlung Lüdemann, Fährstr. 26, 21107 Hamburg-Wilhelmsburg, Eintritt: 8,- e / erm. 6,- €

Wie war das Leben früher? Die große Frage von Kindern ab 6 Jahren beantwortet das neue Buch „Die tollen Abenteuer von Zickzack und Zuppel“. Zwei tierische Helden, eine Ziege und eine Maus, nehmen ihre Zuhörer mit auf eine Zeitreise in das Jahr 1804 auf dem Pringens Hof. Der befindet sich heute im Freilichtmuseum am Kiekeberg. Vieles von dem, was wir heute jeden Tag benutzen, war nämlich noch gar nicht erfunden worden: es gab keine Autos, keine Flugzeuge, keine Züge, kein elektrisches Licht, kein fließendes Wasser, keine Heizung, keine Duschen, kein Internet und keine Smartphones …

Die Autorin Stefanie Wilkens, freie Autorin, Texterin und kreative Designerin, legt mit ihrem Co-Autoren ihr zweites Kinderbuch vor. Sie lebt mit ihren Kindern, Windhunden und Katze in Rosengarten. Jens Böttcher ist freischaffender Künstler im Landkreis Harburg, Autor mehrerer Bücher und hat zahlreiche Musik-Alben veröffentlicht. 2020 wurde er Träger des Kulturpreises des Landkreises Harburg, „Blauer Löwe“ und mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet.

So., 20. Nov., 15 Uhr: Stefanie Wilkens / Jens Böttcher – Die tollen Abenteuer von Zickzack und Zuppel, Freilichtmuseum am Kiekeberg, Am Kiekeberg 1, 21224 Rosengarten, Eintritt 9,- € / Kinder frei

Autorin Regine Seemann ist eine waschechte Hamburger Deern und eigentlich Schulleiterin einer Grundschule in Wilhelmsburg. Sie lebt am Rande der Fischbeker Heide in Hamburgs Südwesten und bei der SuedLese seit Jahren bekannt. In ihrem neuen Krimi „Friedhofsengel“ erschüttert ein brutaler Doppelmord die Hansestadt. Hamburg im März: Während die Natur langsam zu neuem Leben erwacht, werden die Stadtteile Rotherbaum und Eimsbüttel zu blutigen Tatorten. Zwei gut situierte ältere Damen werden auf offener Straße erschossen. Sie sterben durch Patronen aus derselben Waffe. Zwischen den Morden liegen nur wenige Tage.
Beide Opfer sehen sich verblüffend ähnlich. Doch die Kriminalkommissarinnen Stella Brandes und Banu Kurtoglu können keine weitere Verbindung zwischen den Toten herstellen. Während die Ermittlungen auf Hochtouren laufen, geschieht ein weiteres Verbrechen.

So., 20. Nov., 19 Uhr: Regine Seemann – Friedhofsengel, Deichdiele, Veringstr. 156, 21107 Hamburg-Wilhelmsburg, Eintritt frei – Spende erwünscht!

Anmeldungen, mögliche kurzfristige Änderungen oder Karten bitte direkt bei den Veranstaltungsorten anfragen.
Die SuedLese spezial wurde durch folgendes Bundesförderprogramm ermöglicht durch NEUSTART KULTUR

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Zimt, Sounds und Freudenberg! https://www.tiefgang.net/zimt-sounds-und-freudenberg/ Fri, 04 Nov 2022 23:36:15 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=9460 [...]]]> Mit dem 7. November startet die 2. von vier Wochen der Literaturtage „SuedLese spezial“. Und es liegt ein Duft von Zimt in der Luft …

Die zweite von vier Wochen hochkarätiger Literaturtage im Süden Hamburgs beginnt mit Lesungen für Kinder und Teens. Die Bücherhalle Wilhelmsburg hat die Autorin Stefanie Taschinski zu Gast. Sie liest um 9 Uhr aus ihrer Serie „Bifi und Pops“ von der „Mission Bienenstich“ (ab 6 Jahren). Und um 11 Uhr noch einmal für Kinder und Teesn ab 8 Jahren über den „genialen Herrn Kreideweiß“.
Mo., 7. Nov., 9 / 11 Uhr, Bücherhalle Wilhelmsburg, Vogelhüttendeich 55, 21107 HH-Wilhelmsburg: Stefanie Taschinski: Kinderbücher, Eintritt frei!

Die frisch als Kinder- und Jugendbuchautorin Deutschlands geehrte Kirsten Boie entführt dann ins Deutschland der 60er Jahre. Die scheinbare Idylle von Unbeschwertheit, die immer wieder durch Geschichten aus dem Nationalsozialismus durchbrochen wird. Wussten unsere Eltern wirklich nichts davon?
Die., 8. Nov., 18 Uhr: Kirsten Boie – „Vorbei ist eben nicht vorbei“ ( ab 12 Jahren) im Bürgerhaus Wilhelmsburg, Mengestraße 20 in HH-Wilhelmsburg. Eintritt 6,- € / erm. 3,- €. Anmeldung erwünscht unter: marentoebermann@buewi.de

Über die Geschichte des Hamburger Franzbrötchens dreht sich der historisch wie sprachlich beeindruckende Roman „Der Duft von Zimt“ der Autorin Rebekka Eder. Und da die Lesung ebenso literarisch wie sinnlich den Appetit anregt, ist der Ort der Lesung passender Weise die „Kulturbäckerei“ in Hanstedt.
Mi., 9. Nov., 19 Uhr: Rebekka Eder – „Der Duft von Zimt“, Kulturbäckerei Hanstedt, Am Ehrenmal 3, 21271 Hanstedt, Eintritt frei – Spende erwünscht

Das Buch ist gerade für den Buchpreis »HamburgLesen« nominiert. Es geht um Hamburger Musiklegenden und findet daher passenderweise im Musikclub Stellwerk statt. Die „Sounds of Hamburg“ der 60er bis 2020er Jahre werden per Sprache aber auch Plattenteller von den Autoren Alf Burchardt und Bernd Jonkmanns abgearbeitet. Ob Beatles, Rattles, Bert Kaempfert oder Lindenberg – das Onkel Pö oder der Star-Club – die Zuhörenden erwartet eine musikalisch unterhaltsame Reise in Hamburgs jüngste Vergangenheit …
Do., 10. Nov., 19 Uhr, Alf Burchardt / Bernd Jonkmanns – Sounds of Hamburg. Die Musik der Stadt 1960-2020, Stellwerk, Bhf. HH-Harburg über Fernzuggleis 3, 21073 HH-Harburg, Eintritt: 6,- €

Der für den Deutschen Buchpreis nominierte Carl-Christian Elze hingegen kommt mit seinem aktuellen Roman „Freudenberg“ in die Auferstehungskirche Marmstorf. Der 17jährige Freudenberg inszeniert zufällig seinen eigenen Tod, gewinnt dadurch Freiheit mit einer neuen Identität, die aber zugleich restlos überfordert. Ein sprachgewaltiges Werk …
Fr., 11. Nov., 19 Uhr, Carl-Christian Elze – „Freudenberg“, Auferstehungskirche Marmstorf, Elfenwiese 1, 21077 HH-Marmstorf, Eintritt frei – Spende erwünscht!

Anmeldungen, mögliche kurzfristige Änderungen oder Karten bitte direkt bei den Veranstaltungsorten anfragen.

weitere Informationen unter www.suedlese.de

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Eine Reise zum Franzbrötchen https://www.tiefgang.net/eine-reise-zum-franzbroetchen/ Fri, 04 Nov 2022 23:24:29 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=9465 [...]]]> In Hanstedt im Landkreis Harburg wurde eine leerstehende Bäckerei zur Kultur-Bäckerei umgemünzt. Am Mi., 9. Nov., lohnt es sich doppelt, dort einen Besuch abzustatten …

Im Rahmen der Literaturtage SuedLese spezial ist dann nämlich die Autorin Rebekka Eder zu Gast. Sie liest aus ihrem aktuellen Roman „Der Duft von Zimt“ und deshalb gleich im passenden Ort stattfindet. Und Eder dürfte bereits vielen bekannt sein.

Sie wurde 1988 in Kassel geboren und ist auf dem Land großgeworden. In jungen Jahren schrieb sie ihre Geschichten noch mit Blick auf Wiesen und Wälder. Während des Studiums nahm sie Stift und Papier dann mit in WG-Küchen, Campus-Cafés und Stadtparks. Sie studierte in Berlin, Erlangen und Bern Theaterwissenschaft und Germanistik. Anschließend war sie zunächst und dank des Kurd-Laßwitz-Stipendiums, Stadtschreiberin in Gotha, arbeitete dann als Werbetexterin, Journalistin und PR-Redakteurin in Erlangen, Regensburg und Kassel. Das Schreiben war also steter Begleiter.

Seit ihrem Studium veröffentliche Eder, die mit bürgerlichem Namen Knoll heißt, Romane und veranstaltete Lesungen und Schreibwerkstätten. Mittlerweile ist ich wieder in ihrer alten Heimat angekommen und hat ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht: leben und schreiben in Nordhessen.

Seit dem Jahr 2021 veröffentlichte sie außerdem unter ihrem offenen Pseudonym Rebekka Eder historische Romane. Bundesweit bekannt wurde sie mit einer großen und noch nicht ganz vollständigen Saga um die berühmte Kölner Familie Stollwerck: „Die Schokoladenfabrik“.

Der Kölner Express schrieb dazu passend: „So dick wie drei Tafeln Vollmilch-Nuss kommt Rebekka Eders Werk daher – und liest sich ähnlich flüssig wie die Schokolade im legendären Brunnen des Schokoladenmuseums am Kölner Rheinufer.“

 

Begeistern kann Eder mit ihrem sinnlichen Schreibstil, der Düfte, Geschmäcker und Augenblicke aus den Büchern quillen lässt und im Falle des aktuellen Romans Appetit auf Franzbrötchen macht. „Der Duft von Zimt“ spielt in Hamburg um 18.12.: Die junge Josephine führt mit ihrem Onkel eine kleine Bäckerei. Doch die französische Besetzung der Stadt stellt die beiden vor die Herausforderung, genug Zutaten zu beschaffen. Als ihr Onkel aufgeben will, überredet Josephine ihn, Thielemanns Backhus allein weiterführen zu dürfen. Er hat nur eine Bedingung: Sie soll endlich heiraten – ausgerechnet den Postboten Christian Schulte, der überraschend wenig Mitgefühl für die Nöte der Hamburger Bevölkerung zeigt. Gleichzeitig wird ihr der Soldat Pépin Sabatier, der in der Backstube ein und aus geht und stets von den Köstlichkeiten Frankreichs schwärmt, immer sympathischer. Besonders der Duft von Zimt hat es ihm angetan – genau wie Josephine. Zusammen mit Pépin kommt sie nicht nur einem alten Familiengeheimnis auf die Spur, sondern erfindet auch ein Gebäck, das Thielemanns Backhus retten könnte …

Ein zauberhafter Roman über das wohl beliebteste Hamburger Gebäck: das Franzbrötchen! Also: auf nach Hanstedt!

Termin: Mi., 9. Nov., 19 Uhr, Kulturbäckerei Hanstedt, Am Ehrenmal 3, 21721 Hanstedt; kulturbäckerei-hanstedt.de und www.rebekkaknoll.de; Eintritt frei – Spende erwünscht!

 

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Vorbei ist eben nicht vorbei https://www.tiefgang.net/vorbei-ist-eben-nicht-vorbei/ Fri, 28 Oct 2022 22:52:57 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=9433 [...]]]> Kirsten Boie ist ein Star in der Kinder- und Jugendliteratur. Klar aslo, dass wir Sie zur SuedLese-Spezialausgabe dabei haben wollten. Und sie entführt uns diesmal in eine scheinbar heile Welt der 60er Jahre …

Aufwachsen im Deutschland der 1960er Jahre.

Das muss das Paradies sein: Tagsüber baden in der Elbe, abends gemütlich vor dem neuen Fernsehgerät sitzen. Die dreizehnjährige Karin wohnt in Hamburg und genießt 1961 einen unbeschwerten Sommer. Als eine Freundin ihr ein Buch über jüdische Kinder im Nationalsozialismus schenkt, wird sie nachdenklich: Haben ihre Eltern wirklich nichts von alldem gewusst, was in Deutschland während der Zeit des Nationalsozialismus‘ passiert ist? Oder waren sie sogar selbst in Verbrechen verwickelt? Karin sucht nach Antworten auf ihre Fragen, doch ihre Eltern sprechen nicht mit ihr über den zweiten Weltkrieg. Ihre heile Welt wird brüchig und endet abrupt, als ein halbes Jahr später in einer kalten Nacht Hamburgs Deiche brechen und die Sturmflut ihr Paradies endgültig zerstört. Ein Meisterwerk von Kirsten Boie, für Jugendliche und Erwachsene.

Die Hamburgerin Kirsten Boie (Jg. ´50) ist eine der renommiertesten, erfolgreichsten und vielseitigsten deutschen Kinder- und Jugendbuchautorinnen. Sie studierte Germanistik und Anglistik, promovierte in Literaturwissenschaft über die frühe Prosa Bertolt Brechts, arbeitete als Gymnasiallehrerin und Gesamtschule. Ihr erstes Kinderbuch »Paule ist ein Glücksgriff« wurde ein beispielloser Erfolg (Auswahlliste zum Deutschen Jugendliteraturpreis, Buch des Monats der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur in Volkach; Ehrenliste des Österreichischen Staatspreises für Kinder- und Jugendliteratur). 2015 gründet Kirsten Boie die Möwenweg-Stiftung, um Kindern in Swasiland zu helfen.

Termin: Die., 08. Nov., 18 Uhr, Bürgerhaus Wilhelmsburg, Mengestr. 20, 21107 Hamburg

Kirsten Boie – Vorbei ist eben nicht vorbei (ab 12 J.)

Eintritt: 6,- € / erm. 3,- e

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Der halbe Apfel im Komm du https://www.tiefgang.net/der-halbe-apfel-im-komm-du/ Fri, 28 Oct 2022 22:33:32 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=9430 [...]]]> Autorin Marie-Alice Schultz ist gerade für den Hamburger Literaturpreis 2022 nominiert. Grund genug, sie bei der Spezialausgabe der SuedLese aus dem Roman „Der halbe Apfel“ lesen zu lassen …

Marie-Alice Schultz wird aktuell als Literaturpreisträgerin Hamburgs gehandelt. 1980 geboren, lebt sie in Hamburg, studierte Theaterwissenschaften, Germanistik sowie Bildende Kunst. Schon für ihren Debütroman Mikadowälder (2019) wurde sie mit dem Hamburger Förderpreis für Literatur ausgezeichnet.

Worum geht´s? Eines Morgens steht Ben da und platzt nach sieben Jahren Abhandensein unangekündigt in das Wiener Leben von Pia, Vinz und dem 7jährigen Janis, dessen leiblicher Vater Ben ist. Janis hat auf einmal zwei Väter, Pia fragt sich , warum eigentlich nur die anderen kommen und gehen können, wann sie wollen und Marie-Alice, die Erzählerin, erfährt in Hamburg davon. Mit Vinz war da für Momente mehr, aber drei waren Eine zu viel. Nun ist da ein neues Drei-Eck, doch diesmal liegen die Dinge anders. Marie-Alice selbst ist Schriftstellerin und hängt in der Luft: zwischen Projekten und Lockdowns und in der Erinnerung an ihre französische Mutter, die vor Jahren noch einen halben Apfel aß, bevor sie sehr plötzlich verstarb. Sie beginnt, sich in das Leben von Pia, Vinz, Ben und Janis hineinzudenken, als wären sie ihre Romanfiguren. Fragen nach Familie , Verantwortung und Vererbung, Glück und Identität. Bis eintritt, womit niemand gerechnet hat …

Termin: So., 06. Nov., 15 Uhr, Komm du, Buxtehuder Str. 13, 21073 Hamburg-Harburg

Marie-Alice Schultz: Der halbe Apfel

Eintritt frei, Spende erbeten

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Zara Zerbe in der Deichdiele! https://www.tiefgang.net/zara-zerbe-in-der-deichdiele/ Fri, 21 Oct 2022 22:48:41 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=9421 [...]]]> Die Spezial-Ausgabe der SuedLese Literaturtage im Süden Hamburgs startet pünktlich zum 1. November und hat auch gleich die Kunstförderpreisträgerin des Landes Schleswig-Holstein zu Gast: Zara Zerbe …

Zara Zerbe hat gerade erst den Kunstnachwuchspreis von Schleswig-Holstein gewonnen und liest nun bei der Spezialausgabe der SuedLese-Literaturtage unter anderem aus dem „Orakel von Bad Meisenfeld“.

Zara Zerbe wurde in Hamburg-Harburg geboren, wuchs in einem niedersächsischen Dorf mit einem albernen Doppelnamen auf, lebt seit 2009 in Kiel, ist Mitherausgeberin des Literaturmagazins „Der Schnipsel“ und veranstaltet die „Lesebühne FederKiel“ in der Hansa48. Sie holte den Preis „Neue Prosa Schleswig-Holstein 2018/2019“. 2021 erschien die Novelle „Das Orakel von Bad Meisenfeld“ im stirnholz Verlag. 2022 nun der Kunstförderpreis des Landes Schleswig-Holstein.

Die leicht magisch-realistisch angehauchte Novelle überlässt es den Lesenden die unterschwellig phantastischen Elemente einzuordnen. Drei Jugendfreundinnen treffen sich wieder in ihrem verschlafenen Heimatnest. Die erste wird vielleicht bald zu einer Expedition am (schmelzenden) Nordpol aufbrechen, die zweite wollte seit jungen Jahren „der Wirtschaft zur Verfügung stehen“ und ist vielleicht gescheitert. Die dritte, die Erzählerin, hat vielleicht hellseherische Fähigkeiten – gezwungenermaßen, weil sie kurzsichtig ist. Ab jetzt wird’s spannend …

Also: auf nach Wilhelmsburg!

Twitter: @Ms_Winterbottom / Instagram: @zarid_bang / Web: https://superspacelabor2020.net/ / https://zara-zerbe.com

Termin: Die., 01. Nov., 19 Uhr, Deichdiele, Veringstr. 156, 21107 Hamburg-Wilhelmsburg

Zara Zerbe – Das Orakel von Bad Meisenfeld (und anderes mehr)

Eintritt frei / Spende erbeten

 

 

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Harburgs Legende kehrt heim https://www.tiefgang.net/harburgs-legende-kehrt-heim/ Fri, 21 Oct 2022 22:32:23 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=9416 [...]]]> Heinz Strunk´ „Fleisch ist mein Gemüse“ machte nicht nur ihn sondern auch den Bezirk und Landkreis Harburg berühmt. Mit seinem neuen Buch „Sommer in Niendorf“ ist er nun (wieder) Gast bei der SuedLese …

Der Schriftsteller, Musiker und Schauspieler Heinz Strunk wurde 1962 in Hamburg geboren. Seit seinem ersten Roman «Fleisch ist mein Gemüse» hat er elf weitere Bücher veröffentlicht. «Der goldene Handschuh» stand monatelang auf der Bestsellerliste; die Verfilmung durch Fatih Akin lief im Wettbewerb der Berlinale. 2016 wurde der Autor mit dem Wilhelm-Raabe-Preis geehrt. Sein Roman «Es ist immer so schön mit dir» war für den Deutschen Buchpreis 2021 nominiert.

Das Buch erzählt eine Art norddeutsches „Tod in Venedig“, nur sind die Verlockungen weniger feiner Art als seinerzeit beim Kollegen aus Lübeck. Ein bürgerlicher Held, ein Jurist und Schriftsteller namens Roth, begibt sich für eine längere Auszeit nach Niendorf: Er will ein wichtiges Buch schreiben, eine Abrechnung mit seiner Familie. Am mit Bedacht gewählten Ort – im kleinbürgerlichen Ostseebad wird er seinesgleichen nicht so leicht über den Weg laufen – gerät er aber bald in die Fänge eines trotz seiner penetranten Banalität dämonischen Geists: ein Strandkorbverleiher, der Mann ist außerdem Besitzer des örtlichen Spirituosengeschäfts. Aus Befremden und Belästigtsein wird nach und nach Zufallsgemeinschaft und irgendwann Notwendigkeit. Als Dritte stößt die Freundin des Schnapshändlers hinzu, in jeder Hinsicht eine Nicht-Traumfrau – eigentlich. Und am Ende dieser Sommergeschichte ist Roth seiner alten Welt komplett abhandengekommen, ist er ein ganz anderer …

Heinz Strunk (Jg. ´62) ist Schriftsteller, Musiker und Schauspieler aus und in Hamburg. Seit seinem ersten Roman «Fleisch ist mein Gemüse» hat er elf weitere Bücher veröffentlicht. «Der goldene Handschuh» stand monatelang auf der Bestsellerliste; die Verfilmung durch Fatih Akin lief im Wettbewerb der Berlinale.2016 wurde der Autor mit dem Wilhelm-Raabe-Preis geehrt. Sein Roman «Es ist immer so schön mit dir» war für den Deutschen Buchpreis 2021 nominiert

Mi., 02. Nov., 20 Uhr, Eintritt: ab 19,10 €, EMPORE Buchholz – Breite Straße 10 – 21244 Buchholz i.d.N.

Heinz Strunk – Ein Sommer in Niendorf; Hier geht´s zum: Vorverkauf

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Eine Liebe in Pjöngjang https://www.tiefgang.net/eine-liebe-in-pjoengjang/ Fri, 21 Oct 2022 22:16:42 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=9427 [...]]]> Nordkorea gilt nicht gerade als Freiheitsort. Doch Autor Andreas Stichmann hat auch dort Menschen außerhalb der Norm gefunden. Nun liest er in Heimfeld …

Stichmanns Idee zu seinem Roman kam auf einer Nordkorea-Reise 2017. Die unwahrscheinliche Geschichte einer Liebe zwischen zwei ungleichen Frauen, zwei Lebensaltern, zwei Kulturen. Ein Buch, das sich das Fremde anverwandelt wie jemand, der sich verliebt: schlagartig, voller Hingabe, geblendet vom Leuchten der eigenen Projektionen.

An der Spitze einer Delegation junger Kulturschaffender reist Claudia Aebischer ein letztes Mal nach Pjöngjang: zur feierlichen Eröffnung der dortigen Deutschen Bibliothek. Starke Empfindungen sind ihr eigentlich fremd. Doch schon kurz hinter der chinesischen Grenze sieht sie sich mit einer Erscheinung konfrontiert, die eine alte Sehnsucht in ihr weckt. Eine Begegnung, die alles neu und anders macht – gibt es das? Das Phänomen hat, wie Claudia erfährt, einen Namen. Sunmi ist Germanistin, Dolmetscherin und Agentin der DVRK.

 

Andreas Stichmann, Jg., ´83, geboren in Bonn, studierte am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Für den Erzählungsband «Jackie in Silber» (2008) sowie die Romane «Das große Leuchten» (2012) und «Die Entführung des Optimisten Sydney Seapunk» (2017) erhielt er zahlreiche Auszeichnungen und Preise, unter anderem den Hamburger Förderpreis für Literatur, den Clemens-Brentano-Preis, den Kranichsteiner Literaturförderpreis und den Förderpreis zum Bremer Literaturpreis. Andreas Stichmann lebt in Berlin, von wo aus er Südostasien und zuletzt Nordkorea bereiste. «Eine Liebe in Pjöngjang» (2022), sein dritter Roman, wurde für den Deutschen Buchpreis nominiert.

Termin: Do.., 03. Nov., 19 Uhr, Eintritt frei / Spende erbeten

ContraZt e.V. / Treffpunkthaus, Friedrich-Naumann-Straße 9, 21075 Hamburg-Heimfeld

Andreas Stichmann – Eine Liebe in Pjöngjang

 

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