Terry Krug – Tiefgang https://www.tiefgang.net Kultur, Politik, Kulturpolitik und mehr Tue, 18 Aug 2020 11:56:38 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.5 Last Minute Open Air Sommer https://www.tiefgang.net/last-minute-open-air-sommer/ Fri, 21 Aug 2020 22:51:11 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=7172 [...]]]> Das Jahr ist für die Musikclubs der Stadt gelaufen. Es geht nur noch ums Überleben. Nicht ganz, so die Kulturbehörde und gibt nochmal einen saftigen Impuls.

Seitdem die jüngste Eindämmungsverordnung ab Juli wieder Corona-gerechte Outdoor Veranstaltungen ermöglicht, sind bereits einige Open Air Live-Konzerte zu erleben gewesen. Das Knust auf dem Lattenplatz, das Schrödingers im Schanzenpark oder das Cruise Inn in Steinwerder sind einige der Veranstaltungsorte, an denen inzwischen wieder Live-Musik angeboten werden. Nun kann der Open Air Sommer auf weitere Konzerte in Hamburg hoffen. Die Behörde für Kultur und Medien hat zusammen mit der Musikszene ein Förderprogramm aufgesetzt, das ab sofort finanzielle Unterstützung für Musikveranstaltungen bietet, die durch bestehende Hamburger Livemusikclubs beziehungsweise durch Hamburger Livemusikveranstalter Corona-gerecht und outdoor durchgeführt werden.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Die Livemusikszene ist von den Corona-bedingten Einschränkungen besonders hart getroffen. Die Musikveranstalter und Musikclubbetreiber bieten mit Kreativität und innovativen Ideen vermehrt außerhalb von geschlossenen Räumen Livemusik an und tragen damit das Musikleben Corona-gerecht nach draußen. Dabei wollen wir die Hamburger Livemusikveranstalter und Livemusikclubs unterstützen. In Ergänzung zu den bisherigen Förderprogrammen, gerade auch für die Clubszene, haben wir deshalb nochmal 1,5 Millionen Euro bereitgestellt. Damit wird hoffentlich ein gutes Stück schmerzlich vermisster Kultur endlich wieder live erlebbar.“

Terry Krug, 1. Vorsitzende der Clubstiftung Hamburg: „Ein starkes Zeichen der Behörde für Kultur und Medien Hamburg in diesen Tagen. Wenn schon nicht in den Clubs dann wenigstens an der frischen Luft Konzerte zu machen, hilft, die Skyline der Clublandschaft Hamburgs in Bewegung zu halten. Darüber hinaus wird deutlich, wie viele Jobs an der Konzertkette hängen: ob Bühnen-, Ton- oder Lichttechnik, Werbung oder last but not least die unzähligen Musiker*innen, die wir so vermissen!“

Gerald Steyr, 2. Vorsitzender Clubkombinat Hamburg e.V. kommentiert: „Ich finde es super, dass von Seiten des Senats den Clubbetreibern und Veranstaltern als Kulturereignisschaffende unter die Arme gegriffen wird, um im restlichen Sommer eine Rückkehr der Live-Musikkultur zu stemmen. So können wir uns noch auf einige Freiluft-Shows freuen und hoffen auf einen goldenen Oktober.“

Timotheus Wiesmann, Geschäftsführer Interessengemeinschaft Hamburger Musikwirtschaft e.V.: „Die Corona-Krise hat immense Auswirkungen auf die Musikmetropole Hamburg mit ihren vielen kleinen, mittleren bis hin zu europaweit führenden und veranstaltenden Musikunternehmen. Betroffen ist dabei natürlich auch der Livemusikbetrieb in unserer Stadt selbst. Das neue Förderprogramm der Behörde für Kultur und Medien ist richtig und wichtig – es soll alle an der Durchführung von Konzerten in Hamburg beteiligten Akteure unterstützen: z.B. Konzert- und Festivalveranstalter, Künstleragenturen, Spielorte, technische und kommunikative Dienstleister und Künstler*innen. Auch wenn die auf diese Weise bis Ende Oktober stattfindenden Konzerte nur einen Bruchteil der vorherigen Vielfalt des Musiklebens unserer Stadt darstellen können – jedes Konzert hilft dabei, das kulturelle und gesellschaftliche Leben wieder anzukurbeln und den Hamburger Musikbetrieben, ihren Mitarbeiter*innen und den Künstler*innen wieder Perspektiven zu bieten.“

Auf Antrag können Musik-Veranstaltungen gefördert werden, die bis zum 31. Oktober in Hamburg Outdoor stattfinden. Die Förderung zielt auf den Erhalt und die Stärkung der gesamten musikalischen Infrastruktur ab, soll also auch helfen, dass die vielen an der Schaffung von Konzert-Erlebnissen beteiligten Kräfte wieder verstärkt ihre Arbeit aufnehmen können. Die Förderhöhe kann maximal bis zu 15.000 Euro pro Konzertveranstaltung betragen, die maximale Gesamtförderung ist auf 75.000 Euro pro Antragsteller/in begrenzt.

Anträge an die Behörde von Kultur und Medien können digital über die Clubstiftung eingereicht werden. Die Antragsunterlagen sind abrufbar unter Clubstiftung beziehungsweise können per E-Mail angefordert werden: outdoor@clubstiftung.de.

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S.O.S. – Save Our Sounds https://www.tiefgang.net/s-o-s-save-our-sounds/ Sat, 21 Mar 2020 16:49:29 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=6544 [...]]]> „Save Our Sounds“ ist der Hilferuf der Clubs, die uns bis letzte Woche was auf die Ohren gegeben haben. Und es drängt.

In der Mitteilung zum Kampagnenstart „s.o.s“ heißt es:

„Genau wie viele andere Branchen ist auch die Hamburger Club- und Veranstalterszene durch die Coronakrise akut in ihrer Existenz und Vielfalt bedroht. Insbesondere kleine und mittelständische Kulturbetriebe sind ein äußerst fragiles Gebilde und einem Biotop gleichzusetzen: Wenn es einmal tot ist, geht es in der Form unwiederbringlich verloren. Einigen Hamburger Clubs – darunter Molotow, Uebel & Gefährlich, Hafenklang, Nochtspeicher, Astra Stube, Waagenbau, MS Stubnitz und Gängeviertel – bleiben nur noch wenige Tage bis zur Zahlungsunfähigkeit.

Um ein allgemeines Club- und Kultursterben unbekannten Ausmaßes zu verhindern, müssen wir jetzt handeln! Deswegen startet das Clubkombinat Hamburg in Kooperation mit der Clubkombinat Hamburg , kurz Clubstiftung Hamburg, heute die großangelegte Spendenkampagne Clubkombinat Hamburg . Wer die Hamburger Club- und Kulturlandschaft unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende auf das Spendenkonto der Clubstiftung Hamburg tun. „Für die Hamburger Clubs sind Spenden jetzt überlebenswichtig. Die Clubs brauchen dringend und sofort Hilfe, sonst werden die meisten noch nicht einmal die nächste Woche überleben“, sagt Terry Krug, Vorsitzende der Clubstiftung. „Wir als Clubstiftung versuchen nun schnell und unkompliziert zu helfen, um das zu verhindern. Helft bitte mit! Save Our Sounds!“

SPENDENKONTO CLUBSTIFTUNG

Stiftung zur Stärkung privater Musikbühnen Hamburg Hamburger Sparkasse

IBAN: DE79 200 50 550 1280 366 988

BIC: HASPDEHHXXX

Als Dankeschön an alle, die ab sofort über die Homepage der Clubstiftung 20 Euro oder mehr spenden, hat die Stiftung zusammen mit der Agentur loved ein Bandana designt. „Mit den Halstüchern wollen wir uns bei unseren Spendern bedanken. Wir freuen uns über jeden, der sie als Zeichen der Solidarität trägt. Nur gemeinsam sind wir stark“, so Terry Krug. Die Halstücher wurden gemeinsam mit der Hamburger Agentur loved designed. Für den kurzen Weg zum Bäcker oder den Einkauf-an-der-Tür-abgeben-Besuch bei Mutti einfach den Clubstiftung-Soli-Bandana über Nase und Mund ziehen. Einen professionellen Mundschutz ersetzen sie natürlich nicht, aber schick sind sie allemal. Außerdem können die Clubretter ihr Engagement damit unter den Hashtags #clubsupportHH, #clubretter und #clubstiftung in den Sozialen Medien zeigen. Die Tücher bestehen zu 100% aus Baumwolle und sind natürlich bei 60 Grad waschbar.

Die eingegangenen Spenden werden nach einem transparenten und gerechten Verteilungsschlüssel zwischen großen und kleinen Clubs sowie Veranstaltern ohne feste Spielstätte und

kleinen Festivals aufgeteilt. Wer mit seiner Spende einen bestimmten Musikclub unterstützen möchte, kann zur Zweckbindung den Clubnamen als Verwendungszweck angeben, ansonsten ist der Verwendungszweck „SaveOurSoundsHH“ zu wählen. Die Antragsformulare für Clubs und Veranstalter, die finanzielle Soforthilfe benötigen, finden sich ab sofort auf www.clubstiftung.de unter der Rubrik „für Clubs“.

In den kommenden Tagen und Wochen werden vielfältige Rettungsaktionen gestartet, die über die Dachmarke CLUB GOODS die einzelnen Soli-Aktionen verbinden und von der Hamburger Agentur EIGA realisiert wurden. Neben der Nothilfe für Kultur solidarisieren sich der Clubverband und seine Stiftung bei bestimmten Spendenaktionen mit anderen sozialen Organisationen und halten einen solidarischen Beitrag zurück, um gesellschaftlich relevante Projekte zu unterstützen.

Darüber hinaus appelliert das Clubkombinat an alle Bürger, auf Rückerstattungen von Ticket für nicht stattfindende Veranstaltungen sofern möglich zu verzichten. Bei vielen abgesagten Konzerten wird bereits an Nachholterminen gearbeitet. Sofern es diese nicht gibt, hilft jeder Verzicht auf Rückerstattung, die Clubs, Konzertveranstalter, Musiker*innen und Kartenverkaufsstelle am Leben zu halten.

Das Clubkombinat hat zudem begonnen, Unterstützungsangebote und Informationen für Hamburger Musikveranstalter*innen in Zeiten der Corona-Pandemie online zu bündeln. Weitere Infos unter clubkombinat.de/corona-support. Auf der Homepage des Clubkombinats werden in Zukunft die verschiedenen Spendenaktionen und Aufrufe der bedrohten Clubs gebündelt aufgelistet, Termine für Soli-Aktionen werden in der CLUBPLAN APP veröffentlicht. Darüber hinaus ist eine Sonderausgabe der monatliche erscheinenden CLUBPLAN Broschüre geplant.

www.clubstiftung.de www.clubkombinat.de www.facebook.com/clubkombinat www.instagram.com/clubkombinat www.twitter.com/ClubkombinatHH (Corona CK-Live-Ticker)

www.youtube.com

 

ÜBER DAS CLUBKOMBINAT

Das Clubkombinat ist der Interessenverband der Clubbetreiber*innen, Veranstalter*innen, Booker*innen & Agenturen aus Hamburg. Als Schnittstelle zwischen kreativer Subkultur und etablierten Szeneclubs, dient es als Sprachrohr aller aus Musik und Kultur. Das Clubkombinat vertritt die Interessen seiner Mitglieder in Politik und Wirtschaft und moderiert die Kommunikation zwischen den offiziellen Gremien der Stadt. Die vitale Club- und Musiklandschaft Hamburg zeichnet sich nicht allein durch die großen, international renommierten Läden aus. Sie überzeugt ebenso durch die kleinen, innovativen Clubs, Konzerte und Parties. Denn diese entwickeln jenseits des Mainstreams neue Kulturwerte. Diese gilt es zu fördern und zu fordern. Denn so wird Hamburg, als Kulturmetropole und Musikwirtschaftsstandort ebenso gefördert und gefordert. Und das Beste: Durch die unterschiedlichen Programme und Szenen unserer Mitglieder werden alle Genres von Avantgarde bis Mainstream vertreten. Denn jeder Club bietet sein Bestes – für alle!

ÜBER DIE CLUBSTIFTUNG

Musikclubs üben einen bedeutenden Einfluss auf die Kultur einer Stadt aus und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Erlebbarkeit und Progressivität. Hamburg profitiert von seiner lebendigen und vielseitigen Musikclub-Szene, die es zu schützen und zu fördern gilt. Die gemeinnützige „Stiftung zur Stärkung privater Musikbühnen Hamburg“, kurz Clubstiftung, wurde im Jahr 2010 gemeinsam mit der Stadt Hamburg und dem Clubkombinat Hamburg e.V. ins Leben gerufen, um die musikalische Attraktivität der Stadt zu sichern und für sinnvolle Investitionen die Liquidität zur Verfügung zu stellen. Stifterin ist die Freie und Hansestadt Hamburg. Ziel der Stiftung ist es, mit Fördermodellen die erheblichen Kosten für Hamburger Musikclubs abzumildern.“

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You´ll never rock alone https://www.tiefgang.net/youll-never-rock-alone/ Fri, 26 Jul 2019 22:16:38 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=5595 [...]]]> Fast 170 Clubs und Veranstalter der Hamburger Musikszene bilden mittlerweile das „Clubkombinat“. Ein Rückblick auf 15 Jahre Lobbyarbeit.

Im Juli 2019 existiert der Verein Clubkombinat Hamburg e. V. 15 Jahre und bildet somit nach der Berliner Clubcommission die zweitälteste Vereinigung von Musikspielstätten in Deutschland. Am 06. Juli 2004 fand die offizielle Gründungsversammlung des Hamburger Clubverbands im Waagenbau statt. Neben HafenklangZinnschmelzeFundbureauAstra Stube, EdelfettwerkMarkthalle  und  Molotow nahmen nahmen auch leider längst stillgelegte, teils abgerissene Perlen wie beispielsweise ClickSchilleroperEgal Bar,  Mandarin Casino und Tanzhalle St. Pauli an dem Treffen unter der Sternbrücke teil. Rund 20 Geschäftsführer*innen und Booker*innen gehörten der Gründungsgeneration an, die sich vereinte, um Probleme der Szene im Kollektiv zu benennen, Ideen zu entwickeln und Lösungen zu erarbeiten. An der Aufgabenstellung hat sich bis heute nichts geändert. Inzwischen verbindet das Clubkombinat knapp 170 Vereinsmitglieder. Das Jubiläum zum fünfzehnjährigen Bestehen bietet Anlass, um mit drei Aktionen einige Rückblicke, Einblicke und Ausblicke auf die Verbandsarbeit zu werfen:

“15 Jahre Clubkombinat – You´ll never walk alone”

Ein Feature in Schrift und Bewegtbild dokumentiert die Anfänge, Meilensteine, Arbeit und Visionen des Club-Kollektivs. Der erste Teil der viergliedrigen Serie von Birgit Reuther wured auf der Verbands-Homepage am Samstag, den 06. Juli veröffentlicht. Zeitzeugen, Gründungsmitglieder, ehemalige und aktuelle Clubbetreiber*innen und Unterstützer*innen wie Andrea Rothaug (Rock City e.V.), Wolfgang Landt (Markthalle), Andi Schmidt (Molotow), Terry Krug (Tanzhalle St.Pauli), Karsten Schölermann (Knust), John Schierhorn (Waagebau) sowie Dr. Carsten Brosda (Senator der Behörde für Kultur und Medien) kommen dabei zu Wort.

Hamburger Club-Türen Poster veröffentlicht

81 Türen, hinter denen unzählige unvergessliche Abende und Nächte verbracht wurden, sind für das neue Club-Türen Poster abgelichtet worden (´Tiefgang` berichtete). Von Aalhaus bis Yoko, Altona bis Wandsbek und Anarcho-Punk-Laden bis Weltmusik-Bühne ist alles dabei. So bunt die Türen, so vielfältig sind auch die Musikbühnen dahinter. Auch Türen, die für immer geschlossen bleiben werden, wie die der Kogge und der BarRock, wurden hier für die Ewigkeit festgehalten. Ab sofort sind die Poster (A1) für 10 Euro im St. Pauli Tourist Office (Wohlwillstraße 1 und auch per Online-Bestellung unter info@sanktpaulioffice.de zzgl. Versand) sowie beim Clubkombinat Hamburg (Kastanienallee 9) erhältlich. Eine digitale Variante, die noch weitere Club-Türen zeigt und auch die jeweiligen Websites und viele Club-Portraits bereithält, ist unter club-tueren.clubkombinat.de zu finden.

Sommerfest am 26. August 2019

In Kooperation mit pop-up records lädt das Clubkombinat Ende August auf das Festivalgelände von SOMMER IN ALTONA zum Sommerfest ein. Die geladenen Gäste erwarten verschiedene Beiträge zur fünfzehnjährigen Geschichte des Clubkombinats, u. a. ein Club-Talk zwischen dem Rapper DAS BO, Susanne “Leo” Leonhard (Docks/Prinzenbar), Holger Jass (Ex-Onkel Pö) und Claudia Mohr (Waagenbau). Die Moderation übernimmt Siri Keil (NDR Info Nachtclub).

Quelle: clubkombinat.de

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