Theaterzentrum Wiesendamm https://www.tiefgang.net Wed, 06 Oct 2021 11:54:29 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1 Neuer Produktionsort der Freien Theaterszene https://www.tiefgang.net/neuer-produktionsort-der-freien-theaterszene/ Fri, 08 Oct 2021 22:48:23 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=8462 [...]]]> Im Herzen Barmbeks fand heute die Einweihung des Theaterzentrums Wiese eG statt. Eine echte Bereicherung für Hamburg.

Kultursenator Dr. Carsten Brosda, Michael Werner-Boelz, Bezirksamtsleiter Hamburg-Nord, und Jan Zunke, Geschäftsführer der Sprinkenhof GmbH, haben heute offiziell die Flächen an den Vorstand der Wiese eG, Andreas Lübbers und Maike Schäfer, übergeben. Ziel des Projektes war der Umbau eines leerstehenden, ehemals als Eisengießerei genutzten Gebäudes am Wiesendamm in Barmbek und seine Nachnutzung als Theaterzentrum.

Auf dem 2.400 Quadratmeter großen Gelände, das von der Wiese eG genutzt wird, sind fünf große Probesäle, vier kleinere Proberäume, Büros, Umkleide- und Lagerräume sowie eine Kindertagesstätte entstanden. Außerdem Teil des Objektes: ein 308 Quadratmeter großer, säulenfreier Multifunktionssaal mit sieben Meter hohen Decken, der ideal für Veranstaltungen geeignet ist. Das Gebäudeensemble „Heidenreich & Harbeck“ stammt aus dem Jahre 1913 und ist bis heute ein prägnantes Beispiel für die Industriearchitektur in dem ehemaligen Arbeiterstadtteil Barmbek. Die Industriehalle Wiesendamm 24 wurde in ihren Grundzügen erhalten und durch Umbauten für die vorgesehene Nutzung angepasst und energetisch saniert.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Das Theaterzentrum am Wiesendamm bietet der Freien Szene dringend benötigten Raum für ihre künstlerische Arbeit. Die unmittelbare Nachbarschaft zum Jungen SchauSpielHaus und der Theaterakademie auf dem Theatercampus Wiesendamm und zu den zahlreichen Kulturorten in Barmbek bietet die Chance auf einen kreativen Austausch, der weit in die Kulturstadt Hamburg wirken kann. Dieser großartige Ort der Kunst und Kultur ist nur möglich gewesen, weil viele unterschiedliche Akteure und Akteurinnen kreativ und konstruktiv an dem Ziel gearbeitet haben, mehr Kultur möglich zu machen.“    

Der Umbau der Halle und die Ansiedlung des Theaterzentrums Wiese im Wiesendamm 24 ergänzt das bestehende kulturelle Angebot im Stadtteil und löst zugleich einen Entwicklungsschub im Barmbeker Zentrum aus. Die Erwartung des Bezirksamts an das Theaterzentrum-Projekt war, dass die Wiese sich als zentraler Produktionsort der Freien Theaterszene in Barmbek etabliert und damit zum Anlaufpunkt für die Freie Szene wird.

Michael Werner-Boelz, Bezirksamtsleiter Hamburg-Nord: „Der Bezirk Hamburg-Nord hat von Anfang an die Ansiedlung der Wiese in Barmbek unterstützt. Früh haben wir die Bedeutung dieses kreativen Zentrums für die Quartiersentwicklung erkannt. Über zehn Jahre dauerte es von der ersten Idee bis zur Realisierung. Ein wichtiger Meilenstein war der Beitritt des Bezirks in die Genossenschaft der Wiese durch den Erwerb von zehn Genossenschaftsanteilen. Für den politischen Raum war dies ein klares Bekenntnis. Die weitere Entwicklung am Wiesendamm gibt dem Bezirk Recht: Mit dem Jungen SchauSpielHaus sowie der Theaterakademie entsteht am Wiesendamm ein kultureller Hotspot, der seinesgleichen sucht. Und 2025 wird das Bezirksamt in unmittelbare Nachbarschaft dieser Kultureinrichtungen ziehen. Die Nähe und der Austausch wird uns alle befruchten.“

Das Theaterzentrum bietet freien Theaterschaffenden, Einrichtungen und Gruppen im Bereich der Darstellenden Kunst kostengünstige und professionell ausgestattete Kurs-, Probe- und Produktionsräume. Von Kindertheater bis modernen Tanz und Theater mit und für Migrantinnen und Migranten sowie Menschen mit Behinderungen, soll das Haus unterschiedlichen Sparten und Gruppen offenstehen. Die Räume werden Genossenschaftsmitgliedern und externen Interessenten dauerhaft oder projektbezogen zur Verfügung gestellt. Diese Zusammenführung von künstlerischer Produktion, Ausbildung und Information unter einem Dach zeichnet das Projekt aus. Auch Anwohnerinnen und Anwohnern aus der Nachbarschaft bietet sich die Möglichkeit, Räume im Theaterzentrum für vielfältige Kurse und Veranstaltungen zu nutzen.

Jan Zunke, Geschäftsführer Sprinkenhof GmbH: „Wir freuen uns, mit dem Theaterzentrum Wiese eG die Kulturszene der Stadt zu fördern, die Kulturschaffenden in ihrem Alltag zu unterstützen und zu der Anziehungskraft des Stadtteils Barmbek beizutragen. Trotz der aufwendigen und zeitintensiven Projektsteuerung sind wir sehr glücklich, dieses spannende Projekt abzuschließen, bedanken uns bei allen Beteiligten und freuen uns auf viele spannende Abende im Zentrum!“

Zur Realisierung des Projektes wurde eine kooperative Projektstruktur gebildet, in der unterschiedliche städtische und private Akteure die Wiese gemeinsam realisierten und hierfür in ihren jeweiligen Rollen zusammenarbeiteten. Finanziert wurde das rund fünf Millionen Euro teure Projekt durch die Hamburgische Bürgerschaft, die Behörde für Kultur und Medien, das Bezirksamt Hamburg-Nord, die Wiese eG, das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) sowie die Sprinkenhof GmbH.

Andreas Lübbers und Maike Schäfer, Vorstand Wiese eG: „Unser gemeinsames Ziel ist es, die Probenräume in der Wiese möglichst vielen Gruppen zugänglich zu machen. In erster Linie natürlich den professionellen Künstlerinnen und Künstlern der freien Szene, aber wenn die Räume gerade nicht für Proben oder Produktionen genutzt werden, dann stehen sie allen Menschen in Hamburg für Freizeitkurse, Workshops oder Veranstaltungen offen.“

Quelle: www.hamburg.de/bkm 

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Theatercampus am Wiesendamm fertig gestellt https://www.tiefgang.net/theatercampus-am-wiesendamm-fertig-gestellt/ Fri, 03 Sep 2021 22:56:11 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=8321 [...]]]> Das neue Zentrum für Darstellende Kunst am Barmbeker Wiesendamm ist fertiggestellt. Und nun geht es erst richtig los.

Das Junge SchauSpielHaus sowie die Theaterakademie und das Institut für Kultur- und Medienmanagement der Hochschule für Musik und Theater (HfMT) erhalten auf rund 9.000 Quadratmetern moderne Räume für Aufführungen, Proben, Lehre und Forschung. Zusammen mit den vielfältigen Kulturangeboten in der Nachbarschaft wird mit der Neunutzung der ehemaligen Werkzeugmaschinenfabrik die kulturelle Entwicklung Barmbeks weiter gefördert.

Der Senat hatte im September 2018 die Weichen für den neuen Theatercampus gestellt. Bauherrin im Auftrag der Stadt und Eigentümerin der ehemaligen Werkzeugmaschinenfabrik Heidenreich & Harbeck ist die Sprinkenhof GmbH. Die Projektkosten liegen bei rund 36,4 Millionen Euro. Mit dem Umzug der Theaterakademie und des Jungen SchauSpielHauses vom ehemaligen gemeinsamen Standort in der Gaußstraße an den Wiesendamm entsteht dort ein neuer, moderner Ort für junge Darstellende Kunst – ermöglicht durch einen sogenannten Inhouse-Ausbau, bei dem die Theatersäle und Funktionsräume in den bestehenden Hallenkomplex eingebaut wurden. Zudem ist auch das Institut für Kultur- und Medienmanagement (KMM) der HfMT am Wiesendamm ansässig, wodurch wertvolle Synergien für die Studierenden, wie zum Beispiel gemeinsame Lehrveranstaltungen, geschaffen werden. Der Theatercampus befindet sich in unmittelbarer Nähe des ebenfalls neuen Freien Theaterzentrums Wiese eG, das über weitere Aufführungs- und Probenräume verfügt. Weitere Nachbarinnen sind Kampnagel, die Zinnschmelze, das Museum der Arbeit und das Hamburger Puppentheater. Diese Vielzahl an kulturellen Einrichtungen ermöglicht einen ganz neuen kulturellen Austausch unterschiedlicher Sparten.

Katharina Fegebank, Wissenschaftssenatorin: „Der Theatercampus am Wiesendamm stärkt das kreative Zusammenwirken von Studierenden und Künstler:innen und ist ein wichtiger Impulsgeber für unseren Wissenschafts- und Kulturstandort. Gleichzeitig bildet er einen neuen kreativen Ankerpunkt im Bezirk – mit Jungem SchauSpielHaus, Theaterakademie und Institut für Kultur- und Medienmanagement unter einem Dach. Damit wird das kulturelle Angebot in Barmbek noch vielfältiger. Ich danke allen an diesem großartigen Projekt Beteiligten herzlich für ihren Einsatz und freue mich sehr auf meinen ersten Besuch auf dem Theatercampus!“

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Im Herzen Barmbeks ist insbesondere für die Darstellenden Künste ein neues kulturelles Zentrum mit großer Ausstrahlung in die ganze Stadt entstanden. Gerade die vielfältigen kreativen Nutzerinnen und Nutzer am Wiesendamm können sich hervorragend gegenseitig stärken. Das schafft viel Raum für neue künstlerische Impulse. Ich danke allen, die über Jahre konstruktiv an diesem Projekt mitgearbeitet und immer fest daran geglaubt haben, welches Potential dieser Ort für die Kultur in Hamburg entfalten kann.“

Karin Beier, Intendantin Deutsches SchauSpielHaus Hamburg: „Ich freue mich, dass das Theater für junges Publikum hiermit eine neue Heimat bekommen hat und hier ein attraktives Zentrum für junge Theaterkunst entsteht. Dies sind Orte der Begegnungen, die wir nicht nur in Zeiten wie diesen brauchen und es ist ein hoffnungsvolles Signal der Stadt Hamburg, das sie mit diesem Theaterneubau setzt – für die Kultur und für die jungen Menschen in dieser Stadt.“

Martin Görge, Geschäftsführer Sprinkenhof GmbH: „Anhand von detaillierten Bedarfsanalysen konnten wir die Bedürfnisse der zukünftigen Nutzer*innen herausarbeiten und im Inhouse-Ausbau berücksichtigen. Mit der Sanierung und den umfangreichen Umbaumaßnahmen ist es uns gelungen die ehemalige Fabrik in eine individuelle Kreativstätte für den Theaternachwuchs Hamburgs umzuwandeln.“

Klaus Schumacher, Künstlerischer Leiter des Jungen SchauSpielHauses Hamburg: „Das Junge SchauSpielHaus hat bis hierhin eine wunderbare Geschichte. Mit unserem starken Ensemble und hochkarätigen künstlerischen Teams entstehen Stücke für verschiedenen Altersklassen. Im neuen Haus soll u. a. ein Bereich hinzukommen, der vor allem jungen Menschen eine eigene Bühne bieten soll. Hier gibt es verschiedene Angebote, die von spannenden, professionellen Künstler*innen betreut werden. Dieses wunderbare Gebäude bietet mit seinen großzügigen Räumen viele Möglichkeiten für das Team des Jungen SchauSpielHauses, aber auch für viele, die selbst künstlerisch aktiv werden wollen. Es ist jetzt schon spürbar, dass der Ort ein inspirierender Hotspot für junges Theater werden kann. Der Standort für dieses schöne Theater in einem so lebendigen Stadtteil ist ein Glücksfall.“

Prof. Elmar Lampson, Präsident der Hochschule für Musik und Theater: „Mit der Eröffnung eines zweiten Campus der Hochschule für Musik und Theater geht ein langer Traum in Erfüllung. Alle theaterrelevanten Studiengänge und das Institut für Kultur – und Medienmanagement bekommen ein gemeinsames neues Zuhause. Dieses in seiner Architektur sehr reizvolle Gebäude wird ein Ort sein, an dem zukünftige Kulturmanager*innen zusammen mit den künstlerischen Studiengängen an den Themen der Zukunft arbeiten werden. Doch dieser Campus steht nicht nur für Ausbildung, sondern ist auch ein neuer Veranstaltungsort in dieser Stadt. Regional und international wird der Campus am Wiesendamm seinen Platz finden. Mein großer Dank geht an den Senat der Freien und Hansestadt Hamburg und an die Thörl-Stiftung, die diese großartige Entwicklungsmöglichkeit haben Realität werden lassen.“

Michael Werner-Boelz, Leiter des Bezirksamts Hamburg-Nord: „Mit der Eröffnung des Theaterzentrums am Wiesendamm wird der Standort für junges Theater in Barmbek komplett. Die Ansiedlungen des Jungen SchauSpielHauses sowie der Hochschule für Musik und Theater schaffen einen Theaterschwerpunkt im Stadtteil, der für Kulturschaffende und Anwohner*innen gleichermaßen eine Bereicherung ist. Mit dem Freien Theaterzentrum Wiese in direkter Nachbarschaft gelingt es, die Theaterszene an einem Ort zu versammeln und damit gibt es einen Grund mehr, den wunderschönen Stadtteil Barmbek in Hamburg-Nord zu besuchen.“

Andreas Lübbers, Vorstand der WIESE eG: „Vor einem Jahr haben wir unsere professionellen Proberäume bezogen und seither arbeiten und proben viele Freie SchauspielerInnen, TänzerInnen und einige Barmbeker Amateure und Freizeitinitiativen am Wiesendamm 24 – soweit Corona es zugelassen hat. Auf unserer Bühne im Hinterhof haben wir im Theatersommer erfahren, dass die Barmbeker sehr aufgeschlossen und neugierig sind, auf das was hier entsteht. Wir freuen uns daher gemeinsam mit der Zinnschmelze, dem Bürgerhaus, dem Museum, dem Flachsland, der Volkshochschule, der Bücherei und Basch auf unsere neuen Nachbarn und auf gute Gemeinschaft mit ihnen!“

 

 

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Barmbeks kulturelle Hoffnung https://www.tiefgang.net/barmbeks-kulturelle-hoffnung/ Fri, 29 Nov 2019 23:31:30 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=6109 [...]]]> Kultur braucht Orte, um blühen zu können. In Barmbek ensteht so einer und birgt allerlei Hoffnungen.

In der Mitteilung der Behörde für Kultur und Medien heißt es:

„Am Wiesendamm entsteht derzeit ein neues Theaterzentrum, in dem künftig das Junge SchauSpielHaus, die Theaterakademie und das Institut für Kultur- und Medienmanagement der Hochschule für Musik und Theater (HfMT) beheimatet sein werden. Im Auftrag der Stadt Hamburg baut die Sprinkenhof GmbH in den Hallen der ehemaligen Werkzeugmaschinenfabrik Heidenreich & Harbeck auf rund 9.000 Quadratmetern neue Räume für Aufführungen, Proben, Lehre und Forschung. Die ersten Umbauten sind nun im Rohbau fertiggestellt.

Der Senat hatte im September 2018 die Weichen für das neue kulturelle Herz Barmbeks gestellt. Heute haben Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung, Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien, Jan Zunke, Geschäftsführer der Sprinkenhof GmbH, Klaus Schumacher, Leiter des Jungen SchauSpielHauses, und Prof. Elmar Lampson, Präsident der HfMT, mit den bauausführenden Firmen das Richtfest des Gebäudes gefeiert. Ab Herbst 2020 werden die künftigen Mieter voraussichtlich mit den eigenen Einbauten beginnen können und den Ort nach und nach mit Leben füllen. Die Projektkosten liegen bei rund 36,4 Millionen Euro. Zusammen mit dem in direkter Nachbarschaft befindlichen neuen Räumlichkeiten des Freien Theaterzentrums Wiese eG entsteht so mitten in Barmbek ein neues kulturelles Zentrum.

Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung: „Mit dem Theaterzentrum Wiesendamm entsteht ein einmaliger und hochattraktiver Kultur- und Studienort, der die exzellente Ausbildung der zukünftigen Künstlerinnen und Künstler verbessern wird. Die räumliche Nähe von Theaterakademie, dem Institut für Kultur- und Medienmanagement und dem Jungen SchauSpielHaus bietet für alle Beteiligten hervorragende Möglichkeiten für gemeinsame Projekte – und stärkt das kulturelle Leben in Barmbek. Das Zusammenspiel von Ausbildung, Studium und Darstellung fördert zudem den künstlerischen Austausch und erhöht die Strahlkraft Hamburgs als Kultur- und Wissenschaftsmetropole. Hiervon werden Studierende und Theaterfans gleichermaßen profitieren.“

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „In der ehemaligen Werkzeugmaschinenfabrik am Wiesendamm entsteht ein ganz neues und vielfältiges kulturelles Zentrum. Zusammen mit anderen Kultureinrichtungen in Barmbek wird es nicht nur den Stadtteil, sondern die ganze Kulturstadt Hamburg prägen. Diese erfolgreiche Entwicklung war nur möglich, weil viele Beteiligte auf unterschiedlichen Ebenen kreativ an einem Ziel zusammengearbeitet haben. Aus dieser Zusammenarbeit können ganz neue und inspirierende Impulse für die Stadt entstehen. Kultur und Wissenschaft finden künftig am Wiesendamm hervorragende Arbeitsbedingungen und vor allem eine langfristige Entwicklungsperspektive.“

Jan Zunke, Geschäftsführer Sprinkenhof GmbH: „Wir freuen uns, als Bauherr und Eigentümer der Immobilie mit dem Jungen SchauSpielHaus und der Theaterakademie für das Gebäude der ehemaligen Eisengießerei und dem Quartier eine neue und vor allem nachhaltige Nutzung zu erhalten und damit zur kulturellen Weiterentwicklung des Stadtteils beizutragen.“

Klaus Schumacher, Leiter des Jungen SchauSpielHauses: „Wir können es kaum erwarten, das neue Theater am Wiesendamm zu beziehen. Das Junge SchauSpielHaus wird nach einer Zeit der Interimslösungen ein wunderbares Haus beziehen, das nicht nur jetzigen Verhältnissen gerecht wird, sondern auch neue Möglichkeiten für Theater für junges Publikum bietet. Barmbek ist ein toller Standort mit vielen Familien und Schulen. Das direkte Umfeld wird sehr inspirierend und wir hoffen, dass der neue Hotspot für junge Theaterkunst viele Hamburger anlocken wird.“ 

Prof. Elmar Lampson, Präsident der Hochschule für Musik und Theater: „Seit der Gründung der Theaterakademie im Jahr 2005 war es unser Ziel, alle theaterrelevanten Studiengänge in einem Haus zu vereinen. Dass unser Institut für Kultur- und Medienmanagement mit in das Haus ziehen wird, ist angesichts der sich daraus ergebenden Möglichkeiten für intensive Zusammenarbeit und interessante Synergieeffekte von herausragender Bedeutung für die Ausbildung. Mit dem Theaterzentrum am Wiesendamm wird ein einzigartiger Ausbildungs- und Veranstaltungsort mit großer öffentlicher Ausstrahlung entstehen. Ich danke dem Senat der Freien und Hansestadt Hamburg und der Thörl Stiftung dafür, dass aus diesem Ziel endlich Realität wird.“

Mit dem Umzug der Theaterakademie und des Jungen SchauSpielHauses vom ehemaligen gemeinsamen Standort in der Gaußstraße an den Wiesendamm in Barmbek, entsteht ein neuer Ort für junge Darstellende Kunst. Die Einrichtungen bekommen eine langfristige Perspektive und der gemeinsame Standort ermöglicht weiter den kreativen Austausch. Zudem wird künftig auch das Institut für Kultur- und Medienmanagement (KMM) am Wiesendamm ansässig sein, wodurch wertvolle Synergien für die Studierenden, wie gemeinsame Lehrveranstaltungen, geschaffen werden.

Das Theaterzentrum befindet sich in unmittelbare Nähe des ebenfalls neuen Freien Theaterzentrums Wiese eG, mit weiteren Aufführungs- und Probenräumen, und von Kampnagel, der Zinnschmelze, dem Museum der Arbeit und dem Hamburger Puppentheater. Diese Vielzahl an kulturellen Einrichtungen ermöglicht einen ganz neuen kulturellen Austausch unterschiedlicher Sparten.

Das Junge SchauSpielHaus Hamburg

Das Junge SchauSpielHaus Hamburg zählt zu den renommiertesten Kinder- und Jugendtheatern im deutschsprachigen Raum. 2005 als eigenständige Sparte des Deutschen SchauSpielHauses gegründet, erreichen seine Produktionen ein großes Publikum und wurden vielfach ausgezeichnet. Spielstätte ist aktuell die Große Probebühne im Deutschen SchauSpielHaus.

In der neuen Spielstätte am Wiesendamm entstehen für das Junge SchauSpielHaus auf insgesamt rund 3.500 Quadratmetern, davon gut 3.000 Quadratmeter im Erdgeschoss, zwei Bühnen und zwei Probebühnen sowie Werkstätten, Büros, Lagerflächen und die notwendigen Sozialräume. Die Bühnen werden nach jetziger Planung rund 170 beziehungsweise 70 Plätze haben. Die technische Ausstattung wird den optimalen Einsatz von künstlerischen Mitteln wie Bühnenbild, Licht, Ton und Video ermöglichen. Alle für das Publikum zugänglichen Räume sind barrierefrei erreichbar.

Am neuen Standort werden so die Bedingungen für die Weiterentwicklung und die Erweiterung des künstlerischen und theaterpädagogischen Angebots geschaffen. Künftig können umfangreiche partizipative Projekte durchgeführt werden, es gibt auch Raum für weitere theaterpädagogische oder inklusive Projekte und offene Formate wie Jugendtheaterclubs.

Die Theaterakademie Hamburg der Hochschule für Musik und Theater

Die Theaterakademie der HfMT wurde vor mehr als zehn Jahren gegründet und zählt zu den renommiertesten Ausbildungsstätten für Regie, Schauspiel, Operngesang und Dramaturgie in Deutschland. Am neuen Standort am Wiesendamm entsteht auf knapp 5.800 Quadratmetern Raum für transdisziplinäres, selbstorganisiertes und forschendes Lernen.

Die Regiestudiengänge erhalten mit zwei Bühnen und fünf Probebühnen die notwendigen Räumlichkeiten, um für Studienprojekte und Abschlussinszenierungen zu proben und erste Inszenierungen vor Publikum zu präsentieren. Der Schauspielbereich bekommt zudem eigene Studios auf einer alten Zwischenebene der Halle. Für den Masterstudiengang Oper werden Räume mit entsprechender raumakustischer Ausstattung errichtet. Die Bühnen und Probebühnen werden dabei mit neuer Bühnen-, Beleuchtungs- Ton- und Videotechnik ausgestattet, sodass die künstlerische Auseinandersetzung und Arbeit mit unterschiedlichen Medien ermöglicht wird.

Das Institut für Kultur- und Medienmanagement der Hochschule für Musik und Theater

Das KMM wurde 1987 als Institut für Kulturmanagement gegründet und ist somit die älteste Einrichtung dieser Art in Deutschland. Heute bietet das Institut für Kultur- und Medienmanagement einen grundständigen Bachelor- und einen weiterbildenden Masterabschluss im Fernstudium an, dessen Lehrveranstaltungen in über 20 deutschen Städten stattfinden. Mitten im Herzen Hamburgs kann außerdem im Präsenzstudium in vier Semestern ein Masterabschluss erlangt werden. Mit seinen über 500 Fernstudierenden und etwa 45 Präsenzstudierenden ist das Institut KMM heute nicht nur der traditionsreichste, sondern auch der größte Anbieter von Kulturmanagement-Studiengängen in Deutschland. Das Institut befasst sich in Lehre und Forschung mit allen Aspekten des Kulturmanagements wie der Projektsteuerung, des Marketings, der Finanzierung u.a. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf den Themenfeldern Führung, Innovation und Digitale Transformation. Die räumliche Nähe zur Theaterakademie schafft bisher ungeahnte Kooperationsmöglichkeiten zwischen künstlerischer und kulturmanagerialer Praxis direkt im eigenen Haus.“

Quelle: www.hamburg.de/bkm

 

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