Treffpunkthaus Heimfeld – Tiefgang https://www.tiefgang.net Kultur, Politik, Kulturpolitik und mehr Sat, 21 Sep 2024 13:02:03 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 Rap-Beats und Kuschelpunk https://www.tiefgang.net/rap-beats-und-kuschelpunk/ Tue, 24 Sep 2024 22:55:05 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=11177 [...]]]> Am Sa., 5. Oktober, gibt Harburg den Ton an! Denn 15 Kulturinstitutionen bieten 40 Acts und das für nur einen Eintritt von 7,50! Wir stellen einige Orte und Acts vor. Heute:  ContraZt e.V. im Treffpunkthaus Heimfeld!

ContraZt e.V. ist ein Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit und sozialem Engagement. Die Umsonstläden sind ein Paradebeispiel dafür, wie man Ressourcen schonen und gleichzeitig soziale Gerechtigkeit fördern kann. Der Verein zeigt, dass Kultur und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen können. ContraZt e.V. steht für Vielfalt und Engagement. Der Verein bietet eine Plattform für Künstler*innen und Kulturschaffende und setzt sich für eine lebendige Stadtteilkultur ein. Mit seinen zahlreichen Initiativen trägt er dazu bei, die Harburger Szene zu bereichern.

17:00 Uhr: Christian Emmert (Musik für Kinder!)

Erstmalig gibt es auch ein Kinder-Musik-Programm bei der SuedKultur Music-Night. Hier ist der Eintritt kostenfrei! Der Musikpädagoge und Gitarrist Christian Emmert wird Kindern kunterbunte Kinderlieder singen.

Wann: 17 Uhr

Wo: ContraZt e.V. im Treffpunkthaus Heimfeld, Friedrich-Naumann-Str. 9, 21075 Hamburg

19:00 Uhr: Twinxs

Das Rap-Duo Twinxs bringt frischen Wind in die Musikszene. Twinxs – bestehend aus Fassica und Sofanit – sind Zwillinge und diese einzigartige Kombination bringt eine unverwechselbare Dynamik in ihre Musik und Performens. Das erste Album “Alltag” wurde Mitte Juni ‘23 auf verschiedenen Streamingplattformen veröffentlicht. Zurzeit sind die beiden dabei ihr neustes Album “Herzensgelegenheit” zu veröffentlichen.

Ihr Sound zeichnet sich durch eine gelungene Kombination aus tiefgründigen Texten und mitreißenden Beats aus. In ihren Texten arbeiten die beiden mit großartigen Bildern, die einen immer wieder zum Schmunzeln bringen. Eins der Talente von Twinxs ist den Alltag vieler Menschen zu erfassen und eine Verbindung zwischen Poesie und Musik zu schaffen. Anschließend lässt sich sagen, die beiden machen Musik, da muss man auf den Text achten. Freut euch auf eine eindrucksvolle Sammlung von Tracks, die eine Bandbreite ihres Könnens zeigen werden.

Wann: 19 Uhr

Wo: ContraZt e.V. im Treffpunkthaus Heimfeld, Friedrich-Naumann-Str. 9, 21075 Hamburg

20:30 Uhr: Hörzu!

Hörzu! Ist Miniaturpunk und argloser Antifapop von Herzen. Dank eines Autonomen Jugendzentrums und zwecks Taschengeldaufbesserung fanden einst drei musikalisch ausbaufähige Musiker mit spärlichen Instrumenten zusammen. Die Einkaufszone unter dem Hintern, als Medium für ihre Texte und als Argument gegen das Ganze. Gefühlt zwei Jahrzehnte später halten die drei Freunde musikalisch immer noch zusammen, sind Politboygroup, erzählen mit Liedern und ein bisschen Theater Geschichten. Hörzu kann mit bewegenden Begleitungen eine Bewegung begleiten. Textlich hat der Humor den fuchtelnden Zeigefinger vergangener Jahrzehnte abgelöst, performative Elemente haben Einzug erhalten und ungefähr alle Musikgenres tauchen auf. Auch auf Effekte wird gesetzt, allerdings nach wie vor komplett analog und akustisch, was die Musik sehr pur macht.

Wann: 20.30 Uhr

Wo: ContraZt e.V. im Treffpunkthaus Heimfeld, Friedrich-Naumann-Str. 9, 21075 Hamburg

22:00 Uhr: Gute Katze Böse Katze

„Gute Katze Böse Katze“ ist Kuschelpunk aus Hamburg. Charakter: Die Katzen sind zuweilen polemisch, im Herzen aber warm und aufgeschlossen. Sie reagieren gereizt auf Patriarchen, strukturellen Sexismus und rücksichtslose Kapitalist*innen.

Gesundheit & Pflegezustand: Die drei Katzen sehen sehr gut aus. Wer sie streicheln möchte, muss sich liebevoll annähern. Das Fell ist kuschelig und glitzert im Scheinwerferlicht.

Zuletzt gesehen: Auf dem FUSION Festival, im MOLOTOW und in der Markthalle in Hamburg, unter den Rezensionen im SCHALL-Magazin, im Radio byteFM oder FM4, auf der Volksbühne Berlin oder im Schauspielhaus Hamburg und auf diversen Festival-Stage. Nun bei der SuedKultur Music-Night!

 Wann: 22 Uhr

Wo: ContraZt e.V. im Treffpunkthaus Heimfeld, Friedrich-Naumann-Str. 9, 21075 Hamburg

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Eine Liebe in Pjöngjang https://www.tiefgang.net/eine-liebe-in-pjoengjang/ Fri, 21 Oct 2022 22:16:42 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=9427 [...]]]> Nordkorea gilt nicht gerade als Freiheitsort. Doch Autor Andreas Stichmann hat auch dort Menschen außerhalb der Norm gefunden. Nun liest er in Heimfeld …

Stichmanns Idee zu seinem Roman kam auf einer Nordkorea-Reise 2017. Die unwahrscheinliche Geschichte einer Liebe zwischen zwei ungleichen Frauen, zwei Lebensaltern, zwei Kulturen. Ein Buch, das sich das Fremde anverwandelt wie jemand, der sich verliebt: schlagartig, voller Hingabe, geblendet vom Leuchten der eigenen Projektionen.

An der Spitze einer Delegation junger Kulturschaffender reist Claudia Aebischer ein letztes Mal nach Pjöngjang: zur feierlichen Eröffnung der dortigen Deutschen Bibliothek. Starke Empfindungen sind ihr eigentlich fremd. Doch schon kurz hinter der chinesischen Grenze sieht sie sich mit einer Erscheinung konfrontiert, die eine alte Sehnsucht in ihr weckt. Eine Begegnung, die alles neu und anders macht – gibt es das? Das Phänomen hat, wie Claudia erfährt, einen Namen. Sunmi ist Germanistin, Dolmetscherin und Agentin der DVRK.

 

Andreas Stichmann, Jg., ´83, geboren in Bonn, studierte am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Für den Erzählungsband «Jackie in Silber» (2008) sowie die Romane «Das große Leuchten» (2012) und «Die Entführung des Optimisten Sydney Seapunk» (2017) erhielt er zahlreiche Auszeichnungen und Preise, unter anderem den Hamburger Förderpreis für Literatur, den Clemens-Brentano-Preis, den Kranichsteiner Literaturförderpreis und den Förderpreis zum Bremer Literaturpreis. Andreas Stichmann lebt in Berlin, von wo aus er Südostasien und zuletzt Nordkorea bereiste. «Eine Liebe in Pjöngjang» (2022), sein dritter Roman, wurde für den Deutschen Buchpreis nominiert.

Termin: Do.., 03. Nov., 19 Uhr, Eintritt frei / Spende erbeten

ContraZt e.V. / Treffpunkthaus, Friedrich-Naumann-Straße 9, 21075 Hamburg-Heimfeld

Andreas Stichmann – Eine Liebe in Pjöngjang

 

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Heino Jäger tanzt Heimfeld! https://www.tiefgang.net/heino-jaeger-tanzt-heimfeld/ Fri, 14 Oct 2022 22:27:26 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=9373 [...]]]> Wie schon seit nunmehr 12 Jahren ist die SuedKultur Music-Night eine Einladung der Harburger Live-Musikszene an Euch! Dabei auch drei Locations in Heimfeld …

Denn auch das Treffpunkthaus Heimfeld, Friedrich-Naumann-Straße 9, das Alles wird schön, Friedrich-Naumann-Straße 27 und die Paulus-Kirche am Alten Postweg 46 laden zum großen Showdown der Live-Musik.

Um 18 Uhr steigt die Live-Musik-Party im Treffpunkthaus Heimfeld – organisiert vom Verein ContraZt e.V.. Das Programm dort ist dem bekannten Künstler Heino Jäger gewidmet, der aus Harburg stammte und in diesem Jahr schon von Heinz Strunk und Roco Schamoni mit einem Festival geehrt wurde. Der Singer & Songwriter Bernd Janeke mit seinen morbiden und doch amüsanten Texten gibt den Auftakt.

Es folgt um 18.45 Uhr irische und keltische Musik von Folkman, um ab 19.30 Uhr bei ebenso hinreißenden Chansons von Fredriksson und dem Schusseltier abgelöst zu werden. „Die Tanzkapelle“ lädt zu eben Tanz und Vergnügen der argentinischen Art um 20.15 Uhr um nochmal um 21.30 Uhr von Folkman abgelöst zu werden.

Mit Ska und Tanz pur endet dann ab 23 Uhr der Abend mit der bekannten Formation „Skampi“.

Unweit wiederum liegt direkt an der S-Bahn-Station Heimfeld die St. Paulus-Kirche. Dort spielt ab 18.30 Uhr die „Tüdelband“ – ein Duo, das sich binnen kurzer Zeit mit plattdeutschem Indie-Pop einen Namen machte. Um 21 Uhr dann werden alte Kirchenlieder in erstaunlich modernem Gewand von dem Trio Sacre Fleur präsentiert.

Ein paar Meter weiter, in der Friedrich-Naumann-Straße 27 beim Verein „Alles wird schön“ lädt selbiger ab 19 Uhr zur allgemeinen Jam-Session. Hier sind all die geladen, die im Music-Night-Programm nicht zum Zuge kamen oder schon mit Ihrem Programm an anderer Stelle durch sind und noch Jammen wollen.

Der Eintritt kostet einmalig 7,50 € und öffnet euch die Clubtüren in alle teilnehmenden Locations und zu allen Acts!

weitere Infos auch unter www.sued-kultur.de

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Wonach wir suchen … https://www.tiefgang.net/wonach-wir-suchen/ Fri, 27 Sep 2019 22:52:36 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=5812 [...]]]> Am 19. Oktober rockt zum zum 9. Mal die SuedKultur Music-Night den Hamburger Süden! 16 Locations laden zu gut 40 Konzerten. Und das Ganze für 5€ Eintritt! Da braucht man Orientierung. Wir helfen. Der Verein ContraZt e.V. etwa lädt nach Heimfeld …

Letztes Jahr gab es das ContraZt-Programm ganz groß in der leerstehenden Kirche im Rahmen des Kulturprojektes „3falt“. Die soll aber weiter leerstehen, also ab ins Treffpunkthaus in der Heimfelder Friedrich-Naumann-Straße. Und da geht´s von Schnulze bis Punk, vom Wald- zum Schöngeist. Los geht´s …

17.00 Uhr Joe Merz (Singer/Songwriter) aus Moorbug

Aus den Rauchschwaden des Moorburger Kohlekraftwerks erklingt eine Stimme, die man gehört haben sollte. Und sie ist vielfarbiger als man ahnt.

18.00 Uhr Janina Dunklau (Singer/Songwriter) aus Harburg

Rau und trotzdem gefühlvoll – diesen Gegensatz findet man nicht nur im Leben, sondern auch in der Musik von Singer-Songwriterin Janina Dunklau. Klar, kommt ja direkt aus Harburg.

Das ´Abendblatt` schrieb mal über sie:

„Wer Janina ansieht, blickt in das Gesicht einer schmalen, scheinbar zerbrechlichen Frau. Hört man ihr mit geschlossenen Augen zu, wird dieser Eindruck verfälscht. Tief, hoch, ruhig, laut, voluminös und flüsternd, ihre Stimme verbindet alle Elemente und formt sie zu Melodien, Klängen und Silben.“ 

19.00 Uhr Marlo Grosshardt und Viktor (Singer/Songwriter)

Marlo Grosshardt lebt seiner Meinung nach in der schönsten Stadt der Welt, nämlich Hamburg. Schon lange spielt er leidenschaftlich Gitarre und singt dazu. Im Frühjahr nun hat er seine erste EP veröffentlicht. Auf dieser sind Coversongs wie auch eigene zu finden. Er selbst: „Ich bin ein Singer-Songwriter welcher sich in der Popgegend herumtreibt. Meine Reise hat gerade begonnen und ich würde mich freuen, wenn du Teil dieser wirst!“

20.15 Uhr Wonach wir suchen (Akustik Punk aus Leipzig)

Gitarre, Schlagzeug, Bass… klingt nach der klassischen Punkband. Was aber passiert, wenn der Bass und die Gitarre akustisch sind, sich immer wieder eine Mundharmonika dazwischen schiebt und die Texte nicht vom Saufen und von Randalen, sondern von „Traumbaumschlössern“, „Künstlerinnen“ und vom „lieber lieb“- oder Dagegensein handeln? Dann seid ihr bei wonach wir suchen gelandet.

Seit Bob Dylan seine Gitarre in die Hand genommen hat, haben Singer-Songwriter immer schon die Gesellschaft, sich selbst und ihren Platz in der Gesellschaft in ihren Texten verarbeitet. Musik ist nicht nur etwas zum Tanzen, sondern auch zum Denken.

Getreu diesem Motto verarbeiten wonach wir suchen ihre Gedanken und Gefühle und ziehen damit in ihren Bann – mit ganz viel Dampf, noch mehr Emotion, Ehrlichkeit und immer einem Gefühl von Demut. Musikalisch und stilistisch bewegen sich die drei Leipziger irgendwo zwischen Singer-Songwriter-Pop und Akustik-Punk und genau da gehören sie auch hin. Inhaltlich berühren sie dabei mit Texten, die vom Leben, der Liebe, der inneren Zerrissenheit und vom „großen Ganzen“ – unseren gesellschaftlichen Zuständen – handeln.

Das Ganze fesselt, ohne irgendwie besonders dick aufgetragen zu sein – vielleicht gerade deswegen. Hier treffen eine Drei-Akkorde-Punk Akustikgitarre, auf einen warm knarzenden, perkussiv gespielten Akustikbass, eine punktuell wiederkehrende Mundharmonika und erfrischend kreative Schlagzeug-Beats. Alles schlicht instrumentiert und doch durchdacht und immer mit dem Ziel, Pirrs markant rauer und dennoch so gefühlvoller Stimme die perfekte Grundlage zu bereiten.

Alles sehr erdig und deshalb wohl nicht ganz grundlos auch schon oft als die härtere und direktere Version von AnnenMayKantereit beschrieben.

wonach wir suchen haben dabei den Anspruch der Zuhörer*in ein gutes Gefühl zu vermitteln, aber gleichzeitig auch zum kritischen Denken anzuregen und beziehen dabei ganz klar Stellung gegen jede Form von Ausgrenzung, Rassismus, Homophobie und Sexismus. Das ist den Dreien wichtig, nicht nur musikalisch, sondern vor allem persönlich!

Wie haben sich ´wonach wir suchen` gefunden? 2009 ging die Suche zu zweit los. Zunächst mit zwei Akustikgitarren und Mundharmonika wurden die Geschichten auf der Straße erzählt. Später wurde eine Gitarre durch einen Akustikbass ersetzt und es wurden zunehmend die AZs, JUZs und ersten kleinen Festivals bereist. Nach fünf Jahren, zwei Alben und unzähligen Auftritten kam dann das Schlagzeug in den Proberaum. Bereits nach wenigen Monaten wurden ab Anfang 2015 die ersten gemeinsamen Konzerte gespielt und im April des Jahres die aktuelle EP veröffentlicht. Auf „Wer kippelt, steht!“ ist nun das Trio zu hören, welches sich so richtig eingroovt und es endlich geschafft hat, die Energie der Gigs auch auf Platte einzufangen. Wie alles zuvor, wurde auch dieser Tonträger selbst aufgenommen. Egal ob Platten oder Videos, wonach wir suchen legen großen Wert darauf, mit Unterstützung enger Freund*innen, alles selbstständig zu produzieren. Um Unabhängig zu bleiben und am Ende genau das in der Hand zu halten, was vorher entstanden ist.

So soll die Reise weitergehen. Zu kleinen und zu großen Bühnen, zu Locations in denen sie schon vor vier Jahren gespielt haben, genauso wie in neue Clubs und Festivals. Denn wer immer nur vor den gleichen Menschen spielt, hat irgendwann keine neuen Geschichten zu erzählen.

www.wonachwirsuchen.de

22.15 Uhr Waldgeist (Liedermacher)

Zwischen sanften und gefühlsbetonten Balladen und rotzigem Akustikpunk macht das Hamburger „Waldgeist-Kartell“ im Metier „Liedermacher“ so ziemlich genau das, worauf es Lust hat. Und nicht!

-Wilkommen in der Welt des Waldgeist-Kartells! Waldgeist, das sind 2 1/2 Träumer und eine Gitarre aus Hamburg. Irgendwo zwischen Liedermacher-Klängen und Punk-Attitüde gefangen, wollen wir vorallem mal eins: Musik machen!………………. ……. Und was sagen! …………  ´Ne Menge….

www.waldgeist-kartell.de

 23.30 Uhr Fredriksson und das Schusseltier

… singen lustige Lieder, die Spaß machen! Guter Abschluß!

Termin/Ort: Sa., 19. Oktober, Treffpunkthaus Heimfeld, Friedrich-Naumann-Straße 9, 21075 Hamburg, www.contrazt.de

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Thank you for the music! https://www.tiefgang.net/thank-you-for-the-music/ Fri, 13 Oct 2017 22:00:36 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=2300 [...]]]> Zum 7. Mal fand am passenden 7. Oktober 2017 die SuedKultur Music-Night statt. Und sie war für alle Beteiligten ein großes Fest der Musik! Ermüdungserscheinungen? Keine Spur.

Im Frühjahr wurde dieses Jahr von SuedKultur eigens das Motto „rock your region!“ ausgerufen und es hallte bis in die Music-Night nach. „Wir kommen allesamt direkt aus Harburg-City“, verkündete Marcus Genard vom ´Circus Genard` beim Konzert im Kulturcafé ´komm du` und schaffte mit minimalistischem Technikaufwand eine breite Palette an Reggae-Dub-Sounds in den Saal zu streuen. Ganz so nah musste es natürlich nicht überall sein und war es auch nicht. Im „Marias Ballroom“ etwa waren gleich zwei Bands eigens aus dem Ruhgebiet angereist und hatten teils auch ihren Fanpulk im Schlepptau. Passend zog das in Bochum ansässige Musikportal „Musikiathek“ Bilanz: „Vor der Bühne wurde fleißig getanzt, gesungen und mitgefeiert. Fazit: SuedKultur-MusicNights war ein toller grandioser Abend mit satten Sounds und toller Rockmusik! Gerne wieder!“ Okay, wir werden sehen, was wir tun können!

Trio Calamare (Foto: hl)

„Gerne wieder!“

Das lokale Nachrichtenportal „Harburg aktuell“ titulierte „Wow. Da war ordentlich Musik in der Nacht!“ und zitiert Fischhallen-Betreiber Werner Pfeifer: „Wahnsinn was hier los ist!“ Pfeifer selbst hatte mit seiner „Hafenbande“ den musikalischen Auftakt in der vergleichsweise neuen Location im Harburger Hafen gegeben. Anschließend spielten Nora Sänger mit Band und später Kate Louisa samt Band und das Haus war gerappelt voll. Standing Ovations beglückten denn auch die Sängerinnen. Nora Sänger schrieb auf ihrer Facebook-Seite: „Volles Haus, tolles Publikum, super Stimmung – es hat mir riesigen Spaß gemacht!“ Na denn.

„Begeisterte Stimmung!“

Auch das Trio Calamare hatte gute Startkonditionen in der „Stumpfen Ecke“ hinterm Rieckhof.  Denn Wirt Jan konnte schon vor Konzertbeginn niemanden mehr reinlassen – außer jemand kam auch wieder raus. Und so rockte und punkte sich die Hamburger Band durch eine hitzige, schwitzige und zugleich glückliche Meute. Zitat eines Herren auf den sanitären Anlagen: „Hier ist wenigst ordentliche Luft!“ Muss man auch erst mal hinbekommen.

Kate Louisa (Foto: W. Pfeifer)

Das Harburg-Portal „Besser im Blick“ titulierte „Begeisterte Stimmung!“ und traf vor Ort Joachim Bode von Eisenbahnbauverein, der von Anbeginn an die SuedKultur Music Night sponsert: „Ich freue mich, dass die neue Location Fischhalle so gut angenommen wird. Und in Marias Ballroom gab es dann ordentlich was auf die Ohren. Man hat viele Leute getroffen, die Locations waren voll, die Stimmung gut und die Leute waren begeistert.“ Für die Zukunft wünsche sich Bode, dass auch der Rieckhof wieder dabei ist. „Den haben wir vermisst.“ Der Eisenbahnbauverein werde auch in Zukunft die SuedKultur Music-Night unterstützen. Na, dann ist ja alles top!

Und so war auch manche Skepsis am Wochenende schnell verflogen. Heimo Rademaker etwa, der Betreiber vom Marias Ballroom, wird von „Harburg aktuell“ zitiert: „Um ehrlich zu sein hatten wir uns überlegt, ob wir überhaupt wieder mitmachen. Das neue Konzept hat aber gegriffen. Wir haben früher begonnen und auf junge Bands gesetzt.“ Also: keep cool, Heimo. Im Süden geht doch was!

Mowah (Foto: Jenny Dhaouadi)

Volles Haus vermeldeten auch das Stellwerk im Bahnhof Harburg, die Goethe-Schule Harburg, der Lämmertwieten-Pub The Old Dubliner, in denen die Irish-Rocker „Jack in the green“ ihr heißes Wunder erlebten. In der Kulturwerkstatt war „The Friday Club“ anzumerken, dass sie von der guten Stimmung regelrecht zu neuen Höhen angetörnt wurden. Und es ist nicht ganz ohne für die Bands: denn kaum glaubt man sein Publikum bändigen zu können, stellen manche Bands fest, es ist schon wieder neues da. So ist es eben bei einer Tour durch die Clubs!

Und so können auch wir SuedKulturler sagen: die Mühe hat sich wieder gelohnt. Glückliche Freunde des guten Tons, ebenso glückliche Musiker*innen und glücklich gestresste Clubbetreiber. Dafür tun wir´s ja alle! Danke an alle!

Und ja, war es nun halb voll oder halb leer das Glas? Halb voll, weil nach oben hin im Süden immer noch gutes Potenzial schlummert. Aber man muß es nicht erzwingen. Es kommt schon irgendwann ganz von alleine zum Vorschein. Halb leer, weil man wie immer einfach nicht alle Konzerte und Clubs  schaffen kann. So what. Nächstes Jahr vielleicht!

Hintergrund:

SuedKultur als loser aber nicht unwirksamer Zusammenschluss Kulturschaffender im Süden Hamburgs kam 2010 auf die Idee zur ersten SuedKultur Music-Night: Die wurde dann auch im Oktober 2011 erstmals Wirklichkeit. Die seinerzeitig noch erschienenen „Harburger Anzeigen & Nachrichten“ zitierte damals: „Das Angebot an Livemusik im Hamburger Süden ist bisher noch relativ bescheiden“, sagt Heiko Langanke vom Stellwerk. „Das werden wir ändern.“ Das war der Plan, der im Wesentlichen ja aufging. Dabei waren damals: der damalige Jazzclub im Stellwerk, die KulturWerkstatt, das Old Dubliner, Maria’s Ballroom, die Stumpfe Ecke, der Rieckhof – damals ausweichend im Audimax der TU Hamburg, da Brandschutzmaßnahmen damals den Rieckhof vorübergehend zur Baustelle machten – die Reihe „Musik im Gespräch“ (damals mit Ex-HAN-Redakteur und Kulturlegende Ernst Brennecke) und das Café Che an der Neuen Straße. Das Kulturcafé ´komm du` gab es damals noch ebenso wenig wie die Fischhalle oder die Bespielung des Treffpunkthauses in Heimfeld. Von Beginn an hatte der Dauersponsor Eisenbahnbauverein Harburg sich engagiert und so einen wesentlichen Mit-Verdienst an der guten Wahrnehmung der heutigen lebendigen Clubszene im Süden. Engagement, das sich für alle Seiten lohnt.

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Weiß besockt zum Mond https://www.tiefgang.net/weiss-besockt-zum-mond/ Fri, 22 Sep 2017 22:46:40 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=1958 [...]]]> Am 7. Oktober 2017 rockt der Süden Hamburgs. Die Initiative SuedKultur lädt zum 7. Male zur Music-Night. Wir stellen Euch im Vorfeld einige Highlights vor. Heute: ´The Splashdowns` und manch´ Schusseltier im Heimfelder Treffpunkthaus.

Der Verein Contrazt e.V. ist aus dem Kulturleben südlich des Flusses nicht mehr weg zu denken. Und dabei kann man nicht mal eindeutig sagen, was die eigentlich machen … Es gibt Umsonstläden für Klamotten aber auch jede Menge Bücher und Musik-CDs und LPs. Konzerte, Film, Gespräche, Lesungen … Einmal im Jahr gibt es nun auch schon das „Draußen und umsonst“-Festival und so harmonisch sich all das Miteinander liest, es knallt auch mal richtig auf die Ohren. Alles und alles ohne Förderung. Muß man erstmal machen. Ihre Base hat der Verein im „Treffpunkthaus“ in Heimfeld und dort wird auch dieses Jahr zur MusicNight geladen.

Ab auf den Mond!

Und da fallen einige Acts auch mal wieder völlig aus dem eh nicht vorhandenen Rahmen. So etwa die „Splashdowns“. Deren Motto orientiert sich an Neil Armstrong – ja, der erste Mann auf – nicht im – Mond. Der hat nicht nur von den kleinen Schritten für Menschen und den großen für die Menschheit gesprochen, sondern sagte auch: I am, and ever will be, a white socks, pocket protector, nerdy engineer.“ Also – weiße Socken an, Gitarren um und auf geht´s!

1999 gegründet sind die „Splashdowns“ eine einzigartige musikalische Hommage an das NASA-Bodenpersonal während der Ära der Apollo-Mission. Die vier gut gekleideten Herren mit Maßschneiderei in Hamburg haben ihre musikalischen Wurzeln im 60er-Surf-Garagen-Sound. Den noch mit einer starken Dosis Rock & Roll gewürzt – fertig ist die Splashdown-Laube.

Als strategische Mittel setzen sie Trommeln, Bass- und Doppel-Lead-Gitarren ein und kombinieren sie mit einem ausgewogenen Verhältnis von The Ventures, The Tornados und Throbbing Gristle. Gefährliche Pogo-Schwingungen, die da überschwappen können!

The Splashdowns Live In Kaulitz

The Splashdowns Live In Kaulitz – a medley of hot tunes from the Moon Boys

Posted by The Splashdowns on Dienstag, 8. März 2016

Das ist das Leitmotiv der skurillen „Splashdowns“. 1999 gegründet sind die „Splashdowns“ eine einzigartige musikalische Hommage an das NASA-Bodenpersonal während der Ära der Apollo-Mission. Die vier gut gekleideten Herren mit Maß-schneiderei in Hamburg haben ihre musikalischen Wurzeln im 60er-Surf-Garagen-Sound. Den noch mit einer starken Dosis Rock & Roll gewürzt – fertig ist die Splashdown-Laube.

Pogo – ausgewogen

Als strategische Mittel setzen sie Trommeln, Bass- und Doppel-Lead-Gitarren ein und kombinieren sie mit einem ausgewogenen Verhältnis von The Ventures, The Tornados und Throbbing Gristle. Gefährliche Pogo-Schwingungen, die da überschwappen können!

Sa., 7. Okt., 20h – ´The Splashdowns` im Treffpunkthaus Heimfeld, Friedrich-Naumann-Straße 9, 21075 Hamburg, www.contrazt.de

weiterführender Link: facebook.com/thesplashdowns/

Vorab übrigens ist um 18.15 Uhr der Solist John Doe zu hören. Er trägt Lieder vor. Da ist noch vieles im Aufbau, aber das macht es ja umso interessanter. Zum reinhören hier mal seine akustische Wolke: soundcloud.com/soluna-duda

Um 19 Uhr gehört die Bühne dann Fredriksson und dem Schusseltier. Klar, dubioser Name – bezieht sich vermutlich auf eine Geschichte der Fabelwesen „Mumins“. Zum Besten werden lustige Lieder aus Harburg gegebn, frei er- und zusammengefunden gesungen und gespielt. Und nach den Splashdowns ist noch lange nicht Schluß. Doch dazu ein andern mal …

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Der Waldgeist mit Präservativen https://www.tiefgang.net/der-waldgeist-mit-praeservativen/ Fri, 08 Sep 2017 22:08:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=1963 [...]]]> Am 7. Oktober 2017 rockt der Süden Hamburgs. Die Initiative SuedKultur lädt zum 7. Male zur Music-Night. Wir stellen Euch im Vorfeld einige Highlights vor. Heute: ´Waldgeist` und die ´Hamburger Billys` im Heimfelder Treffpunkthaus.

Der Verein ContraZt e.V. bietet Kontraste – jede Menge und gut für den Süden der Stadt! Zur Music-Night haben die Macher mal wieder tief in ihrer Kontakt-Kiste gewühlt und wer kam heraus? Ein Waldgeist und Hamburger Billys…

Waldgeist – schöner Name. Da könnte alles hinter stecken. Und tut es auch. Denn „Waldgeist“ sind zweieinhalb (Nacht-)Träumer und eine Gitarre aus Hamburg. Irgendwo zwischen Liedermacher-Klängen und Punk-Attitüde gefangen, wollen sie vor allem mal eins: Musik machen! ……. Und was sagen! Und zwar: ……… ´ne Menge!

Weise Haare und Clownerien

Den Gesang macht Micha, genannt „der Weise“. Üben soll ja nicht so seins sein, dafür aber die Bühne um so mehr. Micha ist Sänger, Entertainer und eben das Gesicht der Band. Der Rauch in seiner Stimme wird nur noch von dem Rauch in seinen Lungen übertroffen. An der Gitarre zupft Maddin, der „Haarige“. Zwischen Klassik-Symphonien und Punk-Musik, gibt es für Maddin nur seine Gitarre. Er ist Gitarrist, Mahner und der Klang der Band. In seiner Freizeit beobachtet Martin Vögel. Piepen tut bei ihm aber vor allem der Verstärker. Für Texte und das Management sorgt Benno. Der, der der Clown ist. Er ist zuständig für Chaos und manche Idee. Getrieben von Inspiration und Fieberwahn bezeichnet sich Benno selbst gerne als „Flachlandpoet mit Tiefgang“. Alles in Allem ein komischer Kauz mit Kauleisten-Komplex.

Das Statement des „Waldgeistes“ zur MusicNight: „Wir freuen uns auf ein rauschendes Fest! Mit oder ohne euch … Aber lieber mit!“ – Danke für die Einladung ..!

Weiterführend: facebook.com/waldgeisthh

21.30 Uhr – Waldgeist

Ist der Geist wieder in seiner Flasche abgetaucht, genügt ein Griff ins Billy-Regal und schwupp: da stehen ein paar lustige Herren herum und blödeln. Billyboys nennen die sich. Einer davon ist Frank Breitengroß. 1960 geboren, bekam er mit elf Jahren seine erste Gitarre geschenkt. „Das war so ein kleines hässliches dunkelbraunes Teil. Hat mich erinnert an eine Kleinanzeige im Abendblatt ´Sei flott, spiel Gitarre`. Nachdem ich ein paar mal in die Saiten gehauen habe und das alles irgendwie ganz schrecklich klang, also so gar nicht wie bei Elvis, wurde das Ding in die Ecke verbannt, wo es bis 1962 ein trauriges Dasein fristete.“ 

Mit den Billy Boys hat es dann noch länger gedauert, nämlich bis zum Mai 1986. „Ich war mit ein paar Freunden auf Vatertagsurlaub im Kleinen Walsertal. Natürlich war ich gefordert, meine Gitarre dahin mitzunehmen. Und oft kam dann die Order ´Breiti, spiel uns einen!` Eine Aufforderung, der ich immer gerne nachkam. Die Textstellen, die die Jungs kannten, sangen sie mit und mir fiel auf, dass die richtig gut singen konnten. Ich machte den Vorschlag, gemeinsam eine Sangesgruppe zu bilden. Die Jungs waren dabei. Die BILLYBOYS waren geboren.“

Am Anfang hießen sie noch anders – nämlich BILLYBOYS, wie diese dehnbaren Präservative. Das Konzept aber ist das gleiche geblieben: deutsche Lieder mit frechen respektlosen Texten, manchmal auch etwas zweideutig. Und inzwischen ist aus der Sangestruppe auch eine richtige Band geworden. Wolfgang, der von Anfang an dabei war, spielt jetzt Cajon. Helmut, ein alter Haudegen, auch mit jahrzehntelanger Banderfahrung spielt Gitarre. Und Tilman, ebenfalls ein alter Fahrensmann auf dem Notenmeer, den Kontrabass oder E-Bass. Nach wie vor zupfe ich die Sologitarre.

Mit Helmut und Tilman, die 2011 zur Gruppe gestoßen sind, kam ein neuer Wind und natürlich neue Lieder in die Band und der Motivationsschub ist seit den Beatleszeiten bei allen ungebrochen. Ende 2015 wurde eine leichte Modifikation des Namens beschlossen. Da man auch konservativeres Publikum ansprechen mochte und das Repertoire mittlerweile in alle Richtungen erweitert wurde, wurde BILLYBOYS durch HAMBURGER BILLYS ersetzt. „Aber keine Sorge – milder sind wir nicht geworden!“

Ein Haufen Flaschen – im Hintergrund. Vorne – die Hamburger Billys (Foto: PR)

In ihren Songs ist von Hamburger Kiez-Kneipen die Rede, Hans Albern wird von seinem Nachbarn, dem Herrn Kowakowski gehörnt, da wird von Liebe neben der Schüssel mit Salat oder sogar im Bad gesungen. Oder von der Liebe ganz ohne weitere Beteiligte. Der richtige Umgang mit der Finanzkrise wird aufgezeigt und deutsche Schlager werden veräppelt – Nonsens bis dass die Ärzte kommen.

Es gibt auch Ausflüge in die Fremde, nach Österreich mit Wiener Schmäh, es geht gen Italien, zu den Salmonellen oder auch nach Polonesien. Und wer wissen will, wo letzteres wirklich liegt, und was da so überhaupt abgeht an so einem Abend mit diesem respektlosen Quartett, der sollte unbedingt hingehen. Fernsehen kann man schließlich auch an einem anderen Abend.

Weiterführende Links: hamburgerbillys.de

23.00 Uhr – Hamburger Billys

Sa., 7. Okt., im Treffpunkthaus Heimfeld, Friedrich-Naumann-Straße 9, 21075 Hamburg, www.contrazt.de

21.30h – Waldgeist

23h – Hamburger Billys

Vorab bereits:

18.15h – John Doe / 19h – Fredriksson und das Schusseltier / 20h – ´The Splashdowns`

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