Ukraine – Tiefgang https://www.tiefgang.net Kultur, Politik, Kulturpolitik und mehr Tue, 23 Aug 2022 14:55:56 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.3 the new abnormal https://www.tiefgang.net/the-new-abnormal/ Fri, 26 Aug 2022 22:47:30 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=9290 [...]]]> 12 ukrainische Fotograf*innen haben die Eskalation des Krieges ins Bild gerückt und geben Aufschluss über das Ausmaß des Elends.Die Ausstellung THE NEW ABNORMAL im PHOXXI, dem temporären Haus der Photographie der Deichtorhallen Hamburg, ist eine Kooperation mit dem Odesa Photo Days Festival unter der Leitung von Kateryna Radchenko. Werke von zwölf ukrainischen Fotograf*innen vermitteln vom 3. September bis 6. November 2022 einen Eindruck vom gegenwärtigen Leben im Angesicht des Krieges.

Die Eskalation des Krieges und der Einmarsch der russischen Truppen in die Ukraine am 24. Februar 2022 hatten erhebliche Auswirkungen auf die Geschichte und das Leben in der Ukraine. Die Ereignisse der letzten Monate haben jede/n Bürger*in des Landes sowie alle Bereiche des sozialen und politischen Lebens betroffen. Vom einen auf den anderen Moment wurde das Leben in ein »Vorher« und ein »Während« gespalten.

Die ukrainische Bevölkerung musste verschiedene Phasen der Transformation durchlaufen – Schock, Leugnung, Angst, Akzeptanz und Anpassung. Anliegen der Ausstellung ist es, eine neue Form des Lebens während des Krieges zu zeigen. Diese neue Form des Lebens beinhaltet die Anpassungsprozesse im sozialen und öffentlichen Raum, die Veränderung der gewohnten Verhaltensregeln und Alltagsroutinen sowie die Kombination von Gefühlszuständen wie Angst, Wut und Freude.

Das internationale Festival für zeitgenössische Fotografie Odesa Photo Days wurde 2015 als Reaktion auf den Krieg gegründet, den Russland im Osten der Ukraine begonnen hatte und der von Propaganda und Medienmanipulation begleitet wurde. Das seit 7 Jahren jährlich stattfindende Festival Odesa Photo Days wurde 2022 aufgrund des russischen Großangriffs im Februar abgesagt. Jetzt arbeitet das Festivalteam daran, die Situation in der Ukraine bekannt zu machen und ukrainische Dokumentarfotograf*innen und Fotokünstler*innen zu unterstützen, die vom Krieg betroffen sind. Neben dem Haus der Photographie der Deichtorhallen Hamburg gibt es Kooperationen mit dem Palais de Tokyo, Paris oder dem Copenhagen Photo Festival und vielen weiteren.

Die Ausstellung wurde kuratiert von Kateryna Radchenko und Ingo Taubhorn.

Künstler*innen: Lisa Bukreyeva, Alexander Chekmenev, Pavlo Dorohoi, Nazar Furyk, Vladyslav Krasnoshchok, Sasha Kurmaz, Mykhaylo Palinchak, Oksana Parafeniuk, Daniil Russov, Alina Smutko, Elena Subach und Mila Teshaieva.

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Aufruf: Hilfe für ukrainische Kultur! https://www.tiefgang.net/aufruf-hilfe-fuer-ukrainische-kultur/ Fri, 01 Apr 2022 22:41:21 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=8921 [...]]]> Der Krieg in der Ukraine nimmt auch etlichen ukrainischen Kulturschaffenden ihre Existenz. Hamburg ruft nun zur Hilfe auf und hilft selbst. Auch im Süden der Stadt kann was getan werden …

Seit dem 1. April 2022 schreibt die Behörde für Kultur und Medien (BKM) das Residenz-Programm INTRO in einer erweiterten Variante aus. Mit dem Programm soll schutzsuchenden Künstlerinnen und Künstlern ermöglicht werden, an Hamburger Kultureinrichtungen weiter künstlerisch tätig zu sein und eigene Projekte umzusetzen. Auf Initiative der Rudolf Augstein Stiftung, Claussen-Simon-Stiftung, ZEIT-Stiftung und Hamburgischen Kulturstiftung wurde außerdem der Hilfsfonds ART CONNECTS ins Leben gerufen, um Projekte von Hamburger Kultureinrichtungen und schutzsuchenden Künstlerinnen und Künstlern zu fördern. Für beide Programme stehen zunächst jeweils 150.000 Euro zur Verfügung.

Wer Räume, Darbietungsmöglichkeiten oder andere künstlerische Hilfen aus dem Süden der Stadt bieten kann oder will, kann sich auch unter kontakt@sued-kultur.de Betreff „Ukraine“ melden, um evtl. auf kurzem Wege unbürokratisch sich zu koordinieren. Hilfreich sind sicher Musik-Proberäume / Ateliers aber auch Auftrittsmöglichkeiten.

Das Programm „INTRO – Hamburg Residencies for artists at risk“ baut auf das seit 2019 erfolgreich laufende INTRO Programm der Kulturbehörde auf. Angesichts der aktuellen Lage wird es dieses Jahr vorgezogen und auf Residenzen für bis zu 20 Künstlerinnen und Künstler ausgeweitet. INTRO unterstützt Hamburger Kultureinrichtungen, Stadteilkultureinrichtungen, Vereine und Kollektive darin, Residenzen zur künstlerischen Zusammenarbeit für schutzsuchende Künstlerinnen und Künstler und weitere Kreative aller Nationalitäten zu schaffen. Diese können dadurch bis zu sechs Monate in den Einrichtungen arbeiten, weiter ihrer künstlerischen Arbeit nachgehen, eigene Projekte entwickeln und umsetzen und dabei erste Kontakte in Hamburg knüpfen. Hierfür erhalten die Einrichtungen bis zu 800 Euro monatlich für Sachkosten für künstlerischen Bedarf, Requisiten, Raummieten, Technik sowie Übersetzungen und sonstige Hilfsmittel. Hinzu kommt eine monatliche Pauschale von 300 Euro pro Einrichtung für die Betreuung der Künstlerinnen und Künstler. Für die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler wird es ein Rahmenprogramm geben, welches die Vernetzung untereinander und in die Hamburger Kulturlandschaft ermöglichen soll.

Die Ausschreibung ist zu finden unter: www.hamburg.de/bkm/kulturaustausch-interkulturell

Mit dem ART CONNECTS – Hilfsfonds für Projekte mit schutzsuchenden Kulturschaffenden wollen Hamburger Stiftungen und weitere Akteurinnen und Akteure der Zivilgesellschaft Hamburger Kultureinrichtungen und Künstlerinnen und Künstler zügig und unbürokratisch bei der künstlerischen Zusammenarbeit mit Schutzsuchenden unterstützen. Gefördert werden die Umsetzung von gemeinsamen Projekten ebenso wie Recherchen und ergebnisoffene Arbeitsprozesse. Schwerpunkt der Förderung sind in Hamburg schutzsuchende Künstlerinnen und Künstler aller Nationalitäten, die wegen des Kriegs in der Ukraine – vor dem Kriegsgeschehen oder vor Repressalien in ihrem Heimatland – geflüchtet sind. Initiiert wurde der Hilfsfonds ART CONNECTS von der Rudolf Augstein Stiftung, der Claussen-Simon-Stiftung, der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius sowie der Hamburgischen Kulturstiftung. Weitere Förderer sind bisher die K. S. Fischer Stiftung, Mara und Holger Cassens-Stiftung, Gabriele Fink Stiftung, Dorit & Alexander Otto Stiftung, Richard Ditting GmbH & Co. KG und Quantum Immobilien AG.

Die Ausschreibung ist zu finden unter www.kulturstiftung-hh.de/artconnects. Anträge können ab dem 8. April 2022 über ein Online-Formular bei der Hamburgischen Kulturstiftung gestellt werden.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Der Krieg in der Ukraine macht erneut deutlich, wie wichtig unabhängige Kunst und Kultur für lebendige Demokratien sind. Sie sind ein wichtiger Bestandteil von Frieden und Freiheit. Die Kulturbehörde hilft Künstlerinnen und Künstlern, die in der Hansestadt Schutz suchen, weiterhin künstlerisch produktiv zu sein. Zudem ermöglicht das Programm INTRO allen Beteiligten, durch das gemeinsame Arbeiten sich neue Perspektiven zu erschließen. Es braucht gerade jetzt die laute Stimme von Kunst und Kultur. Daher haben wir die Ausschreibung vorgezogen, um den Künstlerinnen und Künstlern, die jetzt nach Hamburg kommen eine Perspektive bieten zu können. Ich danke den Stiftungen, dass sie darüber hinaus den Fonds ART CONNECTS initiiert haben. Die Programme geben den schutzsuchenden Künstlerinnen und Künstlern eine Stimme und helfen ihnen, sich weiter künstlerisch auszudrücken.“  

Gesa Engelschall, geschäftsführender Vorstand der Hamburgischen Kulturstiftung: „Unmittelbar nach Beginn des Kriegs in der Ukraine haben Hamburger Kultureinrichtungen, Künstlerinnen und Künstler nicht nur Solidaritätsveranstaltungen auf die Beine gestellt, sondern auch gezielt mit in Not geratenen Kulturschaffenden Kontakt aufgenommen, um ihnen einen sicheren Ort und die Möglichkeit der Zusammenarbeit zu bieten. Darin möchten wir sie mit ART CONNECTS zügig und unbürokratisch unterstützen. Mit der Förderung von gemeinsamen Projekten wollen wir schutzsuchenden Kulturschaffenden die Möglichkeit geben, ihrer künstlerischen Tätigkeit nachzugehen, mit Hamburger Akteurinnen und Akteuren zusammenzuarbeiten und ihr Schaffen sichtbar zu machen. Und setzen damit auf die verbindende Kraft der Kunst!“

Die Ausschreibungen und Kontaktmöglichkeiten für Künstlerinnen und Künstler finden Sie unter www.hamburg.de/bkm/kulturaustausch-interkulturell

Die Website der Senatskanzlei Hamburg hält viele hilfreiche Informationen für in Hamburg ankommende, auch auf Ukrainisch und Russisch, bereit: www.hamburg.de/ukraine

 

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Taube Friedenstaube? https://www.tiefgang.net/taube-friedenstaube/ Fri, 01 Apr 2022 22:37:53 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=8917 Rot überm Kornfeld
Blau-Gelb weint in den Abend
Fahnen auf Halbmast

Dort Kampf – Blut für die Freiheit
Hier Ohnmacht – Patt – Wut – und Scham

Tanka Gisela Baudy
Foto Christian Baudy

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Für mehr menschliche Wärme https://www.tiefgang.net/fuer-mehr-menschliche-waerme/ Fri, 01 Apr 2022 22:33:31 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=8914 Für mehr menschliche Wärme
against – geopolitical – climate change

Fahrrad
Fahren
für den
Frieden

Text: Christian Baudy
Fotos und Fotomix: Gisela Baudy
Poster: unbekannte Urheber:in

 

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Eiszeit https://www.tiefgang.net/eiszeit/ Fri, 01 Apr 2022 22:25:57 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=8911 [...]]]>

Eiszeit

Wintry spell on the verge of spring

Knospen puderweiß –

Frostiges Zeichen, Spiegel

menschlicher Kälte …

  Let’s stand with Ukraine

for winter has befallen

their lives and our hearts.

      Haiku: Gisela Baudy, 03.03.2022
Fotos: Gisela Baudy (1,2), Christian Baudy (3)
Harburg 03.03.22

  Haiku: Christian Baudy, 04.03.2022
Photo credits: Gisela Baudy (1, 2), Christian Baudy (3) – Harburg 03.03.22

 

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