admin – Tiefgang https://www.tiefgang.net Kultur, Politik, Kulturpolitik und mehr Mon, 29 Dec 2025 13:56:02 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.3 Wie viele sind ein Verein? https://www.tiefgang.net/wie-viele-sind-ein-verein/ Tue, 06 Jan 2026 23:36:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=13074 [...]]]> Braucht ein Verein Massen für den Erfolg? Das Gesetz sagt: Drei sind bereits eine Welt.

Wer einen Verein gründet, hat meist große Visionen und möchte viele Menschen für eine gemeinsame Sache begeistern. Doch jenseits der Begeisterung stellt das Gesetz ganz konkrete Anforderungen an die Anzahl der Köpfe, die hinter einem eingetragenen Verein stehen müssen. Das Vereins- und Stiftungszentrum e.V. gibt hierzu wichtige Einblicke, damit dein Projekt nicht schon an den formalen Hürden scheitert.

Der magische Startschuss: Die Sieben bei der Gründung

Der Weg zum eingetragenen Verein (e. V.) führt über das Vereinsregister beim zuständigen Amtsgericht. Hier gilt eine klare Grenze: Damit ein Verein überhaupt eingetragen werden kann, müssen mindestens sieben Gründungsmitglieder die Satzung unterschreiben. Diese Zahl soll sicherstellen, dass das Vorhaben auf einem stabilen Fundament steht und nicht nur das Projekt einer einzelnen Person ist.

Es ist also ratsam, sich schon frühzeitig nach Mitstreiter*innen umzusehen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Sobald der Verein im Register steht, ändert sich die rechtliche Lage jedoch ein wenig.

Das Überleben sichern: Die kritische Grenze von drei Personen

Nach der erfolgreichen Eintragung muss die Zahl der Mitglieder nicht zwingend bei sieben bleiben. Ein Verein kann schrumpfen, ohne sofort seine Rechtsfähigkeit zu verlieren. Das Gesetz zieht hier jedoch eine rote Linie bei der Zahl drei. Sinkt die Mitgliederzahl unter drei, kann das Amtsgericht dem Verein die Rechtsfähigkeit entziehen.

In der Praxis bedeutet das: Wenn nur noch zwei Mitglieder übrig sind, ist der Verein rechtlich gesehen in akuter Gefahr. Das Vereins- und Stiftungszentrum e.V. betont, dass ein solcher Mitgliederschwund dem Gericht gemeldet werden muss. Wer hier nachlässig ist, riskiert, dass der Verein von Amts wegen aufgelöst wird.

Die Anzahl der Mitglieder hat nicht nur rechtliche, sondern auch ganz praktische Auswirkungen auf den Vereinsalltag:

  • Demokratische Prozesse: In einem sehr kleinen Verein lastet die gesamte Arbeit auf wenigen Schultern. Wenn nur drei Personen den gesamten Verein bilden, müssen diese meist auch gleichzeitig den Vorstand stellen und die Mitgliederversammlung abhalten. Das kann zu Interessenkonflikten führen.
  • Stabilität und Nachfolge: Größere Vereine haben es meist leichter, neue Vorständ*innen aus den eigenen Reihen zu gewinnen. Bei einem Kleinstverein kann der Austritt einer einzigen Person das gesamte Konstrukt zum Einsturz bringen.
  • Finanzielle Basis: Viele Vereine finanzieren sich über Mitgliedsbeiträge. Je mehr Mitglieder, desto breiter ist die finanzielle Basis für Projekte und Fixkosten.

Es gibt keine Obergrenze für die Anzahl der Mitglieder, aber eine sehr wohl definierte Untergrenze. Ein Verein lebt von der Gemeinschaft und der Vielfalt seiner Akteur*innen. Wer dauerhaft an der Grenze von drei Mitglieder operiert, begibt sich auf dünnes Eis.

Es lohnt sich daher, regelmäßig aktiv um neue Mitglieder zu werben – nicht nur, um die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen, sondern um den Verein lebendig und zukunftsfähig zu halten. Eine gesunde Mischung aus erfahrenen Engagierten und neuen Impulsgeber*innen ist oft das beste Rezept für einen erfolgreichen Verein.

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Die Tücken der hybriden Demokratie https://www.tiefgang.net/die-tuecken-der-hybriden-demokratie/ Wed, 31 Dec 2025 23:26:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=13070 [...]]]> Plötzlich ist der Bildschirm schwarz und die Wahl des Vorstands juristisch hinfällig. Doch so einfach, wie es der schnelle Klick ins Meeting vermuten lässt, ist die rechtliche Absicherung im Hintergrund längst nicht.

Stellen Sie sich eine Bühne vor, auf der die Hauptdarsteller im schummrigen Licht eines Gemeindesaals stehen, während das Publikum als flackernde Mosaiksteine auf einer Leinwand im Hintergrund schwebt. Es ist das neue Theater der Vereinswelt: die hybride Mitgliederversammlung. Seit der Gesetzgeber im Jahr 2023 den Paragrafen 32 des Bürgerlichen Gesetzbuches entstaubt hat, dürfen Vorstände auch ohne explizite Satzungsänderung zu diesem Tanz zwischen den Welten laden. Doch wie bei jeder großen Inszenierung entscheidet nicht erst der Auftritt über Erfolg oder Misserfolg, sondern bereits das Programmheft – in diesem Fall die Einladung.

Das Vereins- und Stiftungszentrum e.V. weist in seinen aktuellen Analysen auf eine Gefahr hin, die oft so unsichtbar ist wie ein schlecht konfiguriertes WLAN-Signal: Einberufungsmängel. Wer glaubt, es reiche aus, einfach nur „wir treffen uns auch online“ in den Betreff zu schreiben, begibt sich auf eine juristische Gratwanderung. Die Einladung ist nämlich nicht bloß ein organisatorischer Zettel, sondern das Fundament, auf dem jeder Beschluss ruht. Fehlen dort die präzisen Zugangsdaten oder der Hinweis, wie genau die digitale Teilhabe erfolgt, wackelt das gesamte Konstrukt.

Man kann es sich wie eine Brücke vorstellen, die zwei Ufer verbindet. Die eine Seite ist das physische Miteinander, geprägt vom Rascheln der Protokolle und dem Duft von Filterkaffee. Die andere Seite ist die digitale Agora, ein Raum aus Licht und Datenströmen. Wenn die Einladung diese Brücke nicht sicher verankert, wird der virtuelle Zugang zur Falle. Teilnehmer*innen, die aufgrund technischer Unklarheiten in der Einladung nicht beitreten können, werden faktisch von ihrem Stimmrecht ausgeschlossen. In der Welt der Paragrafen bedeutet das: Der Beschluss ist anfechtbar oder gar nichtig.

Es ist faszinierend zu beobachten, wie die altehrwürdige deutsche Vereinsmeierei plötzlich mit den Herausforderungen der Digitalisierung kollidiert. Hier zeigt sich, dass Kunst und Recht oft ähnliche Disziplinen sind: Beide verlangen nach Präzision im Detail, um eine große Wirkung zu erzielen. Ein vergessener Link oder eine unklare Frist in der Einladung wirken wie ein falscher Ton in einer Symphonie – sie stören die Harmonie des gesamten Prozesses.

Der Rat des Vereins- und Stiftungszentrums ist daher so klar wie ein hochauflösender Stream: Sorgfalt ist die beste Versicherung gegen den digitalen Kontrollverlust. Vorstände sollten die Einladung als das wichtigste Dokument des Jahres betrachten, das jedes Mitglied – egal ob analog oder digital – sicher an die Hand nimmt.

Wie gehen wir als Gesellschaft damit um, wenn unsere demokratischen Grundpfeiler in den virtuellen Raum wandern? Sind wir bereit, die nötige Sorgfalt walten zu lassen, damit aus dem Fortschritt keine Haftungsfalle wird? Es lohnt sich, tief in die eigenen Satzungen und aktuellen Rechtstexte einzutauchen, bevor der nächste Klick die Zukunft des Vereins besiegelt.

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Kennzeichnung von KI-Inhalten https://www.tiefgang.net/kennzeichnung-von-ki-inhalten/ Fri, 28 Nov 2025 23:08:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=12940 [...]]]> Die Künstliche Intelligenz (KI) ist längst im Vereinsalltag angekommen. Mit der neuen EU-KI-Verordnung (dem sogenannten AI Act) kommen auch neue Transparenzpflichten auf alle zu, die KI-generierte Inhalte nutzen.

Die Künstliche Intelligenz (KI) ist längst im Vereinsalltag angekommen – sei es beim Entwerfen von Newslettern, beim Erstellen von Social-Media-Posts oder bei der Generierung von Bildern für die Website. Die EU-KI-Verordnung ist das weltweit erste umfassende Gesetz zur Regulierung Künstlicher Intelligenz. Darauf weist ausführlich auch das Vereins- und Stiftungszentrum hin. Ab dem 2. August 2026 gilt für Anbieter und Betreiber von KI-Systemen die gesetzliche Pflicht, KI-generierte Inhalte zu kennzeichnen. Diese Regelung dient vor allem der Transparenz und soll verhindern, dass die Öffentlichkeit getäuscht oder durch Desinformation beeinflusst wird.

Muss dein Verein Inhalte kennzeichnen?

Die neuen Regeln betreffen nicht nur große Unternehmen, sondern potenziell auch deinen Verein, wenn du KI-Systeme nutzt, die Inhalte generieren. Die Kennzeichnungspflicht greift vor allem dann, wenn:

  1. Die KI Inhalte generiert oder manipuliert, die von Menschen wahrgenommen werden (z.B. ein Bild, ein Video oder ein Text).
  2. Der Inhalt irreführend sein könnte. Er muss offenlegen, dass er künstlich erzeugt oder manipuliert wurde.

Für Vereine ist das besonders relevant in zwei Bereichen:

  • Texte von öffentlichem Interesse: Wenn dein Verein Texte, die durch KI generiert wurden, in Newslettern, auf der Website oder in Social Media veröffentlicht, die die Öffentlichkeit über Angelegenheiten von gesellschaftlichem, politischem oder kulturellem Interesse informieren, besteht eine Offenlegungspflicht.
  • Deepfakes: Werden KI-generierte Bild-, Audio- oder Videoinhalte (sogenannte Deepfakes) erstellt, die existierenden Personen, Objekten oder Ereignissen ähneln und als authentisch erscheinen könnten, muss dies offengelegt werden.

Wann entfällt die Pflicht?

Die gute Nachricht: Nicht jede Rechtschreibprüfung oder jeder KI-generierte Entwurf muss gekennzeichnet werden. Die Pflicht entfällt, wenn:

  • Unterstützende KI-Nutzung: Ein Mensch den KI-generierten Entwurf maßgeblich überarbeitet, redaktionell prüft und dadurch die inhaltliche Verantwortung übernimmt. Die KI dient dann nur als Hilfsmittel.
  • Künstlerischer oder fiktionaler Charakter: Bei Inhalten, die offensichtlich künstlerisch, fiktional oder satirisch sind und bei denen die Kennzeichnung den Genuss des Werks beeinträchtigen würde.

So kennzeichnest du richtig

Die Kennzeichnung muss für Menschen verständlich sein, beispielsweise durch einen sichtbaren Hinweis wie „Dieser Text wurde mit Unterstützung von KI erstellt“ oder ein Wasserzeichen auf einem Bild. Zusätzlich muss die Kennzeichnung für Maschinen lesbar sein (z.B. durch technische Metadaten in der Datei).

Fazit und Ausblick

Auch wenn die Regelung erst ab August 2026 verpflichtend wird, sollten sich Vereine schon jetzt mit den neuen Anforderungen auseinandersetzen. Die Devise lautet: Transparenz ist der beste Schutz. Klare interne Standards zur Nutzung von KI und die offene Kennzeichnung helfen deinem Verein, rechtliche Vorgaben zu erfüllen und das Vertrauen deiner Mitglieder*innen und der Öffentlichkeit zu sichern. Verstöße gegen die Verordnung können nämlich mit hohen Geldbußen geahndet werden.

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Gefühlvolle Klänge im Bermuda-Dreieck https://www.tiefgang.net/gefuehlvolle-klaenge-im-bermuda-dreieck/ Fri, 03 Oct 2025 22:44:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=12538 [...]]]> Gefühlvolle Klänge im Bermuda-Dreieck

Am Sa., 11. Oktober, gibt Harburg den Ton an! Denn 14 Kulturinstitutionen bieten über 40 Acts und das für nur einen Eintritt von 7,50 €! Wir stellen einige Orte und Acts vor. Heute: Hamburger Sparkasse!

Die Hamburger Sparkasse (Haspa) am Sand 1 ist in diesem Jahr zum ersten Mal bei der SuedKultur Music-Night dabei. Die erstmalige Teilnahme einer Sparkasse mag ungewöhnlich erscheinen, aber zusammen mit den in unmittelbarer Nähe gelegenen Locations des Harburg Marketing e.V. und des Weltladens Harburg entsteht ein interessantes „Bermuda-Dreieck“ der Musik.

Als musikalischen Act stellt die Haspa um 18 Uhr den Singer-Songwriter Noel Friedburg mit einem Sound im Stil von Alternative Folk. Inspiriert von nordamerikanischem Folk, Americana und der Alternative-Musik-Szene, erzählen seine Songs vom Weg zur seelischen Gesundheit, vom Verlernen alter Muster, von Traumata und deren Folgen. Mit seinem Debütalbum „From The Backyard“ öffnete Noel Friedburg nicht nur seine musikalischen, sondern auch seine persönlichen Pforten. Sein Ziel ist es, Stigmata zu brechen, neue Sichtweisen zu eröffnen und andere zu ermutigen, ihren eigenen seelischen Hinterhof zu erkunden.

Hamburger Sparkasse, Sand 1, 21 073 Hamburg

Samstag, 11. Oktober 2025, Einlass: 17.30 Uhr

18.00 Uhr: Noel Friedburg

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Pop, Folk und Songwriting https://www.tiefgang.net/pop-folk-und-songwriting/ Fri, 03 Oct 2025 22:40:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=12556 [...]]]> Am Sa., 11. Oktober, gibt Harburg den Ton an! Denn 14 Kulturinstitutionen bieten über 40 Acts und das für nur einen Eintritt von 7,50 €! Wir stellen einige Orte und Acts vor. Heute: Harburg Marketing e.V.!

In den Räumlichkeiten des Harburg Marketing e.V. in der Hölertwiete 6 erwartet die Besucher*innen ein Programm voller akustischer Klänge und emotionaler Geschichten. Von Pop-Akustik über Singer-Songwriter-Folk bis hin zu einer tiefen, gefühlvollen Reise durch menschliche Emotionen.

Nach dem Einlass um 18.30 Uhr beginnt der Abend um 19 Uhr mit Louis. Louis ist Sänger, Musiklehrer und beherrscht eine Vielzahl von Instrumenten, darunter Akustik-, E- und Bass-Gitarre, Klavier, Schlagzeug, Saxophon und Klarinette. Als Teil des Duos TiLou ist er heute solo auf der Bühne und präsentiert eine beeindruckende Bandbreite von Rock und Pop über Bossa-Nova und Balladen bis hin zu eigenen Songs in englischer und thailändischer Sprache.

Um 19.30 Uhr übernimmt das Akustik-Duo Pony M die Bühne. Mit Gesang, Gitarre, Piano und Cajon bringen Melly und Ernesto Pop-Akustik auf die Bühne, die ins Ohr und in die Beine geht. Ihr Sound ist ehrlich, ihr Timing punktgenau und ihr Repertoire ein Hit-Feuerwerk zum Mitsingen. Melly begeistert mit ihrer einzigartigen Stimme, während Ernesto als rhythmisches Herz der Band für den perfekten Groove sorgt.

Der Abend wird um 20.15 Uhr mit Cedric Saga fortgesetzt, einem Singer-Songwriter aus Hamburg, dessen Musik seine persönliche Reise widerspiegelt. Seine Songs erzählen Geschichten von Liebe, Verlust und Selbstfindung. Ein neues Album, das bereits aufgenommen ist, soll 2025 erscheinen.

Harburg Marketing e.V., Hölertwiete 6, Hamburg

Samstag, 11. Oktober 2025 | Einlass: 18.30 Uhr

19 Uhr: Louis

19.30 Uhr: Pony M

20.15 Uhr: Cedric Saga

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Support für die Bildende Kunst https://www.tiefgang.net/support-fuer-die-bildende-kunst/ Fri, 03 Oct 2025 22:35:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=12594 [...]]]> Die Behörde für Kultur und Medien schreibt wieder zehn Arbeitsstipendien für bildende Kunst 2026 aus.

Die Behörde für Kultur und Medien hat die Ausschreibung für die Arbeitsstipendien für bildende Kunst 2026 gestartet. Ab sofort können sich bildende Künstler*innen für eines der insgesamt zehn Arbeitsstipendien bewerben. Voraussetzungen sind ein Hauptwohnsitz in Hamburg und ein abgeschlossenes Studium.

Die Hamburger Arbeitsstipendien für bildende Kunst gelten seit ihrer Einführung 1981 als eines der nachhaltigsten Instrumente im Bereich der Förderung des künstlerischen Nachwuchses in Hamburg und dienten inzwischen verschiedenen Bundesländern als Vorbild für ähnliche Programme. Mit den Stipendien werden Künstler*innen mit herausragenden eigenständigen künstlerischen Positionen ausgezeichnet, damit sie ihre Arbeiten weiter entwickeln können.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Die Arbeitsstipendien sind seit Jahrzehnten ein starkes Signal der Stadt an ihre Künstler*innen. Sie geben die Freiheit, für ein Jahr neue künstlerische Wege zu beschreiten, Ideen zu vertiefen und Netzwerke auszubauen. So entstehen nicht nur beeindruckende künstlerische Arbeiten, sondern auch wichtige Impulse für die Vielfalt und Lebendigkeit der Hamburger Kunstszene.“

Die Stipendien werden für die Dauer eines Jahres vergeben, sind mit monatlich 1.500 Euro dotiert und ermöglichen es den Künstler*innen, sich auf die Weiterentwicklung ihrer Arbeit zu konzentrieren, neue Projekte zu realisieren und Netzwerke auszubauen.

Mehr als 400 Hamburger Künstler:innen wurden in den vergangenen Jahrzehnten durch dieses Förderprogramm auf ihrem Weg in eine künstlerische Existenz unterstützt. Am Ende des Stipendienjahres findet zudem eine gemeinsame Ausstellung der Stipendiat*innen im Kunsthaus Hamburg statt, ergänzt durch eine begleitende Publikation.

Die Ausschreibung startet ab sofort, Bewerbungsschluss ist der 29. Oktober 2025. Eine unabhängige Jury wird Anfang Dezember tagen, die Entscheidung über die Vergabe soll Anfang Januar 2026 bekanntgegeben werden.

Die Bewerbung ist ab sofort online möglich: Stipendien Kultur (hamburg.de)

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Brücken bauen und Musik feiern https://www.tiefgang.net/bruecken-bauen-und-musik-feiern/ Fri, 03 Oct 2025 22:28:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=12531 [...]]]> Am Sa., 11. Oktober, gibt Harburg den Ton an! Denn 14 Kulturinstitutionen bieten über 40 Acts und das für nur einen Eintritt von 7,50 €! Wir stellen einige Orte und Acts vor. Heute: Harburger Integrationsrat in der Sauerkrautfabrik!

Der Harburger Integrationsrat ist eigentlich ein gewähltes Gremium, das sich ehrenamtlich als Brücke zwischen der Bevölkerung, der Politik und der Verwaltung im Bezirk Harburg einsetzt. Er vertritt die Interessen von Menschen mit Migrationshintergrund, berät in Integrationsfragen und fördert interkulturelle Veranstaltungen, um das Zusammenleben in Vielfalt zu stärken. Er nimmt aber auch regelmäßig an Treffen des Netzwerkes SuedKultur teil und sieht Formate wie die Music-Night oder SuedLese Literaturtage als gute Formate, über Kultur Brücken zu bauen.

Eine passende Bühne für dieses Anliegen bietet die Sauerkrautfabrik, ein selbstverwaltetes Kulturzentrum am Wall 24 / Kleine Schippsee, das Raum für Kultur, Bildung und Politik schafft. Bekannt als Ort des solidarischen Miteinanders, hat sie sich zum Ziel gesetzt, die Welt ein kleines bisschen offener zu gestalten.

Für die SuedKultur Music-Night haben der Harburger Integrationsrat und die Sauerkrautfabrik nun ein vielfältiges und vor allem passendes Programm zusammengestellt:

Um 19.30 Uhr startet die Rap-Band candyboiclique, die aus jungen Künstlern mit unterschiedlichen Wurzeln besteht. Die Gruppe selbst hat noch keine zentralen Accounts, aber ihre Musik ist über die Profile der einzelnen Künstler erreichbar.

Anschließend, um 20.30 Uhr, entführt die Ney-Gruppe das Publikum in die Welt der orientalischen Längsflöte. Die Ney hat ihren Ursprung bereits 2.000 Jahre vor Jesu Geburt und war schon bei den Sumerern im Einsatz. Sie spielt eine zentrale Rolle in der islamischen Kunst. Der Klangeiner Ney wird oft mit der menschlichen Stimme verglichen. Der Musiker Murat Akmaz, einer der wenigen Ney-Meister in Deutschland, lernte die Kunst von Meistern in der Türkei.

Der krönende Abschluss des Abends gehört um 21.45 Uhr der Band Bloody Disco, die ursprünglich als Coverband begann und nun mit eigener Musik und der ersten EP im März 2025 begeistert.

Sauerkrautfabrik, Am Wall 21, 21073 Hamburg

Samstag, 11. Oktober 2025

19 Uhr: Einlass

19.30 Uhr: candyboiclique

20.30 Uhr: Ney Gruppe

21.45 Uhr: Bloody Disco

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Lieder, Lyrik und Leidenschaft https://www.tiefgang.net/lieder-lyrik-und-leidenschaft/ Fri, 03 Oct 2025 22:25:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=12548 [...]]]> Am Sa., 11. Oktober, gibt Harburg den Ton an! Denn 14 Kulturinstitutionen bieten über 40 Acts und das für nur einen Eintritt von 7,50 €! Wir stellen einige Orte und Acts vor. Heute: ContraZt e.V. bei Typsi Apes!

Inmitten von Harburg, in der charmanten Location des ContraZt e.V. in Kooperation mit Typsi Apes am Radeland 25a, erwartet die Besucher*innen der SuedKultur Music-Night ein Abend, der die Vielfalt der Musik feiert. Fernab der großen Bühnen wird hier eine intime Atmosphäre geschaffen, in der die Künstler*innen mit ihren Geschichten und Klängen das Publikum berühren.

Den musikalischen Auftakt macht um 18.30 Uhr das „bodenständige Nordlicht“ Lennon von Seht. Der Liedermacher aus Neumünster verzaubert mit seiner klaren und kräftigen Stimme, während er auf seiner Gitarre traditionelle Pickings spielt. In seinen Momentaufnahmen des Lebens besingt er Geschichten auf Deutsch und Plattdeutsch, die zum Schmunzeln und Nachdenken anregen. Er versteht es, das Publikum zu berühren, indem er die Dinge beim Namen nennt oder charmant umspielt. Einen Eindruck seiner Musik findest Du auf seinem YouTube-Kanal:

Um 20 Uhr tritt die Hamburger Band Danke für die Blumen auf, die sich selbst als enigmatisches „ZweiMann-Indie-Lyrikestrion“ bezeichnen. Mit Jakob Perko (Gesang, Gitarre, Synthie, Loops) und Tammo Zimmermann (Schlagzeug, Percussion, Gesang, Keyboard, Synthie) erkunden sie die Grenzen zwischen Dichtung und Musik. Ihre Musik, die von zerbrechlich bis brachial reicht, ist eine Mutprobe, die das Publikum herausfordern soll. Mehr von ihnen gibt es hier:

Weiter geht es um 21.30 Uhr mit Fredriksson und das Schusseltier, die Lieder und Chansons aus Harburg präsentieren. Die beiden haben panische Angst vor allem, was rote Nasen trägt, aber versprechen dennoch, dass herzhaft gelacht werden darf.

Um 22 Uhr steht das Joe Schmidt Trio aus Berlin auf der Bühne. Mit Schlagzeug, Bass und Gitarre entführen sie das Publikum in die Jugend im Hamburg der 90er-Jahre und erzählen Geschichten aus Kleingartenkolonien und vom Nordpol. Die drei Musiker, die sich in Berlin kennenlernten, bringen Anleihen aus Jazz, Swing, Punk, Beat, Folk und Wave in ihren Sound ein. Hör rein unter: https://joeschmidttrio.bandcamp.com

Den krönenden Abschluss des Abends bildet um 23.15 Uhr Kiss Dogg und Band. Der Reggae-Musiker aus Hannover, der in einer Familie aus Hameln aufwuchs, bringt seine Liebe zur Musik, zu Hannover und zur Welt in seinen Songs zum Ausdruck, die er in fünf verschiedenen Sprachen singt. Seine Performance ist ein Feuerwerk der Lebensfreude und eine musikalische Reise, die keine Grenzen kennt. Ein Video von ihm auf YouTube:

Der Abend bei ContraZt e.V. in Kooperation mit Typsi Apes verspricht eine bunte Mischung aus nachdenklichen Liedern, experimentellen Klängen und mitreißenden Reggae-Rhythmen – ein unvergesslicher Abend für alle, die das Unkonventionelle lieben.

ContraZt e.V. @ Typsi Apes, Am Radeland 25a, 21077 Hamburg

Samstag, 11. Oktober 2025, Einlass: 18 Uhr

18.30 Uhr: Lennon von Seht

20 Uhr: Danke für die Blumen

21.30 Uhr: Frederiksson und das Schusseltier

22 Uhr: Joe Schmidt Trio

23.15 Uhr: Kiss Dogg und Band

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Auf der Suche nach der Freiheit https://www.tiefgang.net/auf-der-suche-nach-der-freiheit/ Fri, 03 Oct 2025 22:13:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=12522 [...]]]> Am Sa., 11. Oktober, gibt Harburg den Ton an! Denn 14 Kulturinstitutionen bieten über 40 Acts und das für nur einen Eintritt von 7,50 €! Wir stellen einige Orte und Acts vor. Heute: Marias Ballroom!

Wenn die SuedKultur Music-Night am 11. Oktober die Harburger Bühnen erobert, ist Marias Ballroom eine der ersten Adressen für alle, die eine Nacht voller intensiver Klänge erleben möchten. In dem legendären Harburger Rock-Club treffen dieses Jahr Acts aus ganz Deutschland und den Niederlanden zusammen, die mit ihren Geschichten und Sounds die Vielfalt des Genres zelebrieren. Von Folk-Rock über Electro-Indie bis hin zu unvorhersehbarem Psychedelic-Rock – hier wird das Publikum auf eine emotionale Reise mitgenommen.

Den Abend eröffnet The Menace of Tyranny aus Nordrhein-Westfalen. Was als Soloprojekt von Sänger Björn Alberternst begann, hat sich zu einem sechsköpfigen Ensemble entwickelt, das einen düsteren, melancholischen, aber auch leidenschaftlichen Folk-Pop-Rock-Sound erschafft. Ihre Musik bleibt nachhaltig im Ohr und ist der perfekte Auftakt für einen Abend voller Emotionen. Nach ihnen übernehmen die Brüder von Metzger Butcher aus Bonn die Bühne. Beeinflusst vom 80er-Jahre-Punk, fanden sie in der Corona-Zeit ihren ganz eigenen Stil: minimalistischen Electro-Indie-Post-Punk-Rock, getrieben von einer elektronischen Rhythmus-Maschine. Ein Sound, der die Essenz ihrer musikalischen Wurzeln einfängt und gleichzeitig erfrischend unkonventionell ist.

Anschließend sorgt die Band Dreibettzimmer aus Recklinghausen mit Indie-Pop-Klängen für tanzbare Rhythmen. Ihre eingängigen Songs sind die perfekte Überleitung für das große Finale des Abends mit Anemone. Die niederländische Band um Frontmann Xander van Dijck erzählt in ihren Liedern eine sehr persönliche Geschichte über die Suche nach innerer Freiheit. „Entscheidungen zu treffen ist Teil des Lebens“, heißt es in einem Statement der Band, „wir suchen nach der Kraft, diese Entscheidungen zu treffen – mit anderen Worten, wir suchen nach Freiheit.“ Ihr Sound, beeinflusst von Bands wie The Verve, entführt das Publikum auf eine Reise durch Geschichten, die von Herbstnächten und Sommerbrisen inspiriert sind. Mit ihrem soliden Live-Ruf, den sie unter anderem auf Festivals wie Vestrock unter Beweis gestellt haben, versprechen sie einen beeindruckenden und unvergesslichen Auftritt.

Einen Eindruck von ihrer mitreißenden Live-Performance bekommt man in diesem Studio-Video

Marias Ballroom, Lasallestraße 11, 21073 Hamburg

Samstag, 11. Oktober 2025, ab 19:30 Uhr.

20 Uhr: The Menace of Tyranny

21:20 Uhr: Metzger Butcher

22:40 Uhr: Dreibettzimmer

00:00 Uhr: Anemone

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Der Krieg, der im Harburger Stau steckenblieb! https://www.tiefgang.net/der-krieg-der-im-harburger-stau-steckenblieb/ Fri, 26 Sep 2025 22:57:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=12560 [...]]]> Meine Lieben, schnallt euch an! Ich hab das Gefühl, ich bin aufgewacht und in einem Hollywood-Actionfilm gelandet, und zwar in der Hamburger Hauptrolle!

Die ganze Stadt ist diese Woche Kulisse für das Militärmanöver „Red Storm Bravo“, und ich sage euch, das ist die irrste Sache, die ich seit Langem gesehen habe.

Stellt euch das mal vor: Da fährst du ganz in Ruhe über die A1, denkst an deine Einkaufsliste fürs Phoenix-Center, und plötzlich klebt dir ein Militärtransporter im Rückspiegel. Das ist so ein surrealer Moment, dass man sich fragen muss: Ist das ein Traum? Ein Videospiel? Oder haben die Jungs einfach nur die Ausfahrt verpasst und landen jetzt im morgendlichen Berufsverkehr?

Es ist wie „Krieg und Frieden“ im Alltag. Da steht ein Soldat mit stoischem Blick an der Straße, während neben ihm ein Mann in Crocs seinen Hund spazieren führt. Ich sehe es schon vor mir: Ein Panzer in der Konsul-Renck-Straße, der versucht, einen Smart zu überholen. Das ist pure Ironie, wie sie nur das Leben selbst schreiben kann!

Ich frage mich ja, was die Kommandanten da draußen denken. Ist die Herausforderung, die „feindlichen Truppen“ zu besiegen, überhaupt vergleichbar mit dem Versuch, den richtigen Weg zum Harburger Binnenhafen zu finden? Und wie fühlt es sich an, in voller Montur zu stehen, während du siehst, wie die Leute auf der anderen Straßenseite ihre Brötchen beim Bäcker holen? Wahrscheinlich haben die alle nur eine Frage: „Wo gibt’s hier den nächsten Kaffee?“

Dieses Manöver ist ein Spektakel, das uns daran erinnert, dass die große weite Welt manchmal ganz plötzlich bei uns vor der Haustür steht. Und es ist faszinierend zu sehen, wie unbeeindruckt wir Harburger doch sind. Wir lassen uns von ein paar uniformierten Typen und großen Fahrzeugen nicht aus der Ruhe bringen. Denn wir wissen: Selbst für das Militär ist Harburg eine Herausforderung!

Ich sage euch, das war das aufregendste Wochenende seit langem. Aber ich bin mir sicher, am Ende des Tages werden die „Soldaten“ nur eins feststellen: Der größte Feind ist nicht der imaginäre Gegner, sondern der Harburger Stau.

In diesem Sinne: Macht’s gut und haltet die Ohren steif! Und wenn ihr einen Panzer seht: Fragt den Fahrer doch mal, ob er einen Ausweis hat. Sicher ist sicher!

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