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Entdeckungsreisen zwischen Historie, Kunst und musikalischem Aufbruch

Die beschauliche Hansestadt Buxtehude erweist sich im Wonnemonat Mai und darüber hinaus als ein überraschend vielseitiger Ort der Begegnung und Entdeckung.

Während die Natur in voller Blüte steht, lädt die Stadt ihre Bürger*innen und Besucher*innen zu einem bunten Reigen an Veranstaltungen ein, die Geschichte lebendig werden lassen, zum Nachdenken anregen und die lokale Kunst- und Musikszene feiern.

Wer Buxtehude auf klassische Weise kennenlernen möchte, dem stehen im Mai zahlreiche öffentliche Stadtführungen offen. Nahezu täglich, so scheint es, kann man sich auf eine 90-minütige Reise durch die Gassen begeben und die charmante Atmosphäre der Hansestadt aufsaugen. Doch das Angebot geht weit über den touristischen Standard hinaus.

Besonders hervorzuheben sind die thematischen Führungen, die tiefer in die Geschichte und das Wesen Buxtehudes eintauchen. Am 8. Mai beispielsweise führt Dr. Norbert Fischer von der Universität Hamburg auf den Spuren des Nationalsozialismus durch die Stadt und beleuchtet dabei „Personen, Ereignisse und die Strukturen der Diktatur“ anhand noch heute sichtbarer Schauplätze.

Für kulinarisch interessierte Geschichtsfreunde empfiehlt sich die Führung „Butter bei die Fische!“ am 10. Mai. Hier wird die Geschichte der Hanse und des städtischen Alltags mit kleinen Köstlichkeiten verbunden. „Hat he denn ok Butter bi de Fische?“ – diese Frage aus der Hansezeit wird dabei lebendig und mit hanseatischen Häppchen untermalt. Eine vorherige Anmeldung ist hier ratsam, um diesen besonderen Gaumenschmaus mit historischem Kontext zu genießen.

Einblicke in die ältesten Wurzeln Buxtehudes bietet der Spaziergang durch Altkloster am 11. Mai. Hier, wo die Siedlungsgeschichte bis ins Jahr 959 zurückreicht, erfahren die Teilnehmenden von einem „Altklosteraner“ die spannende Historie des Benediktiner-Nonnenklosters und der späteren Papierfabrik. Man entdeckt verborgene Geschichten hinter Namen wie „Hohe Luft“ und erfährt vom einstigen Dasein einer Rennbahn.

Wer es märchenhaft mag, sollte sich den 16. Mai notieren. Dann nimmt eine charmante Gästeführerin, im Kostüm des schnellen Hasen oder des schlauen Igels, die Besucher mit auf eine „Entdeckungstour durch die Stadt“. Im Mittelpunkt steht natürlich der legendäre Wettlauf, aber auch „wundersame Erzählungen, humorvolle Kuriositäten und weitere kleine Anekdoten“ versprechen einen unterhaltsamen Nachmittag.

Eine Zeitreise ins Jahr 1500 unternimmt man am 17. Mai mit dem „Hansekaufmann durch Buxtehude“. Am historischen Fleth beginnend, wird die bedeutende Rolle der Hanse für die Stadt lebendig. „Erfahren Sie, warum die Hanse und ihre Kaufleute eine so bedeutende Rolle für Buxtehude spielten und lassen Sie sich von den Geschichten über Handel, Seefahrt und den Reichtum vergangener Zeiten begeistern“, heißt es in der Ankündigung.

Mystisch wird es am 28. Mai, wenn der Nachtwächter mit Laterne und Horn durch die Gassen zieht und „Hört ihr Leut‘ und lasst euch sagen…“ ruft. Diese nächtliche Führung verspricht „spannende Einblicke in die Geschichte Buxtehudes“ und eine „einzigartige Atmosphäre unter dem nächtlichen Himmel“.

Ein dunkles Kapitel der Stadtgeschichte wird am 30. Mai beleuchtet: die Hexenprozesse im 16. und 17. Jahrhundert. Hier wird die erschütternde Realität einer Zeit des Aberglaubens und der Verfolgung auf bewegende Weise thematisiert.

Doch Buxtehude erkundet man nicht nur zu Fuß. Im Mai bietet das Servicecenter Kultur & Tourismus auch Barkassenfahrten auf Este und Elbe an. Hier kann man „einfach die Seele baumeln lassen und die Großstadt hinter sich lassen“, während die Barkasse gemächlich vorbei an Hafenkränen, Airbus und reetgedeckten Fachwerkhäusern in Richtung Buxtehude tuckert. Eine einfache Fahrt, die die Schönheit der Region vom Wasser aus erschließt.

Ein ganz anderes, aber ebenso spannendes Angebot erwartet Kunstinteressierte ab dem 8. Mai. Dann wird die Buxtehuder Kunstinsel auf dem Viver mit der Skulptur „Meister Lampe Dusa“ von Klaus Noormann eröffnet. Der Künstler nimmt „kraftvoll und tiefgründig Stellung zur gegenwärtigen Gesellschaft und zum Thema Flüchtlingskrise“. Die Skulptur eines eingesperrten Hasen, so der Künstler, stehe sowohl für die „Hybris der westlichen Welt“ als auch für die „Notlage von Geflüchteten“ und verweist auf die italienische Insel Lampedusa als Symbol für Hoffnung und Vertreibung. Die Kunstinsel, initiiert von Jürgen K.F. Rohde, bereichert seit Jahren die Stadtlandschaft und regt zum Nachdenken an.

Und wer selbst aktiv werden möchte, insbesondere im musikalischen Bereich, sollte sich den 16. August notieren. Dann macht der Nachwuchswettbewerb „Local Heroes“ Station in der „Arena“ im Freizeithaus Buxtehude. Junge Bands und Solokünstler aus der Region haben hier die Chance, ihr Können zu zeigen und den Sprung auf größere Bühnen zu schaffen. „Local Heroes als Wettbewerbsformat ergänzt hervorragend die Projekte von BuxteSounds – wir wollen nachhaltig fördern und die lokale Musikszene stärken“, betont Gabriel Braun, Stadtjugendpfleger der Hansestadt Buxtehude. Anmeldungen sind noch bis zum 30. Juni möglich.

So präsentiert sich Buxtehude im Frühjahr und Sommer als ein lebendiger Ort, der seine reiche Geschichte pflegt, zeitgenössische Kunst in den öffentlichen Raum trägt und jungen Talenten eine Bühne bietet. Zwischen historischen Mauern und modernen Klängen pulsiert das Leben in dieser charmanten Hansestadt – eine Einladung, sich auf vielfältige Weise auf Entdeckungsreise zu begeben.

weitere Informationen hier: www.buxtehude.de [1]

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