Wer das Buxtehude Museum am St.-Petri-Platz heute besucht, betritt einen Ort, der in den vergangenen fünf Jahren eine beeindruckende Wandlung vollzogen hat.
Seit der feierlichen Eröffnung am 12. Juli 2021 – inmitten der Corona-Pandemie – ist das Haus weit mehr als ein klassisches Heimatmuseum; es ist ein lebendiger Treffpunkt, der Buxtehuder Stadtgeschichte mit europäischer Archäologie und handwerklicher Tradition verknüpft. Pünktlich zum fünften Geburtstag lädt das Museum vom 14. bis 19. Juli 2026 bei freiem Eintritt dazu ein, diesen Wandel selbst zu erleben.
Die Geschichte des Hauses ist eine Erzählung über stetige Entwicklung: Ausgehend von der Stiftung des Seifenfabrikanten Julius Cäsar Kähler im Jahr 1913, durchlief das Museum eine jahrzehntelange Platznot, bis die Sanierung ab 2015 den Durchbruch brachte. Durch den Erwerb des Nachbargebäudes konnte der Eingang repräsentativ zum St.-Petri-Platz geöffnet werden, was den Grundstein für die heutige Strahlkraft legte. Eine begleitende Fotoshow zur Jubiläumswoche macht deutlich, dass während der sechsjährigen Umbauzeit kein Stein auf dem anderen blieb.
Dass das Museum heute so tief in die Kulturgeschichte eintaucht, zeigt sich an seinen wechselnden Schwerpunkten. Zwei Beispiele verdeutlichen die Bandbreite der vergangenen Jahre. In der Ausstellung Luxusgut Papier wurde die Geschichte der Papierherstellung und -nutzung beleuchtet, die als ein faszinierendes Beispiel für den kulturellen und wirtschaftlichen Wandel in der Region diente. Und mit den Funden des Gräberfeldes von Immenbeck positionierte sich das Haus mit Europäischer Archäologie als wissenschaftlich ernstzunehmender Akteur, der die lokale Geschichte in einen größeren, europäischen Kontext stellt und regelmäßig archäologische Wochenenden anbietet.
Neben diesen tieferen Einblicken etablierte das Museum aber auch erfolgreich Formate für jede Generation: Ob bei der Spurensuche nach Eulen im Stadtgebiet, beim kreativen Basteln mit „Drachen im Museum“ oder bei Vorträgen zum Thema Handel und Wandel – das Haus ist ein aktiver Teil des städtischen Lebens geworden.
Jubiläumsprogramm: Ein Dank an das Publikum
Der Höhepunkt der Jubiläumswoche findet am Sonntag, den 19. Juli 2026, von 11.30 bis 17 Uhr statt. Besucher*innen erwartet dann ein bunter Tag mit Kurzführungen, bei denen Mitarbeiter*innen ihre persönlichen Lieblingsobjekte vorstellen. Das Rahmenprogramm bietet darüber hinaus kreative Aktionen wie ein Riesen-Memory oder ein Glücksrad. Wer den perfekten Ausklang sucht, kann den Tag im Museumsshop oder bei einem Besuch im Café Baham abrunden.
Es lohnt sich also auch nach 5 Jahren, das Buxtehude Museum neu zu entdecken. Denn auch wenn der Hase und der Igel stets ein beliebtes Buxtehuder Thema bleiben – wie die aktuelle Schau „Läuft…! Hase und Igel im Wandel der Zeit“ beweist –, so beweist das Museum insgesamt, dass Buxtehude eine Stadt mit einer ebenso vielfältigen wie bewegten kulturellen Identität ist.
Buxtehude Museum für Regionalgeschichte und Kunst
St.-Petri-Platz 11 | 21614 Buxtehude | 0 4161 507 97-0 | www.buxtehudemuseum.de [1]
Öffnungszeiten: Di–So 11–18 Uhr
aktuelle Ausstellungen:
Läuft…! Hase und Igel im Wandel der Zeit, Verlängert bis 31. Januar 2027!
Kurt Schmischke – Der unbekannte Illustrator, den alle kennen, noch bis 12. Juli 2026
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