Wenn der Markt schweigt und die Ideen sprudeln (oder auch nicht)! Meine Lieben, eure Clara Klatsch meldet sich heute vom Harburger Sand …
Und auf dem Harburger Sand spielt der Montagsblues. Und diese Stille ist nicht etwa der tiefen Entspannung geschuldet, sondern einer Entscheidung, die im Herbst letzten Jahres fiel und nun nach einer neuen Melodie sucht. harburg aktuell [1]hat uns da ja schon im Herbst die schlechte Nachricht überbracht: „Ab Oktober kein Markt mehr am Montag auf dem Harburger Sand!“ Und das ausgerechnet aus Kostengründen.
Meine Güte, da fragt man sich doch: Ist der Montag der unbeliebteste Wochentag, selbst für unsere knackfrischen Äpfel und duftenden Brötchen? War der Montag so teuer, dass er Harburg in den Ruin getrieben hätte? Manchmal, meine Lieben, hat man das Gefühl, Geld ist wie ein scheues Reh: Kaum blickt man es an, springt es davon. Und so wurde der Montag kurzerhand aus dem Markt-Kalender gestrichen. Tschüss, Montagseinkauf! Hallo, gähnende Leere!
Aber jetzt wird’s spannend! Denn wo kein Markt mehr ist, da muss doch etwas Neues hin, oder? Und so sucht man nun nach einer „anderweitigen Nutzung“ für unseren geliebten Harburger Sand am Montag. Das ist ja wie eine große Casting-Show für neue Ideen! Da sitzt der Sand dann da, ganz alleine, und wartet darauf, bespielt zu werden. Und ich wette, in den Amtsstuben und auch an den Frisiertischen Harburgs sprudeln die Ideen!
Man munkelt ja schon, was daraus werden könnte. Ein Flohmarkt für vergessene Schätze? Eine Yoga-Oase für gestresste Stadtmenschen? Oder vielleicht ein Tanz-Parkett für alle, die dem Montagsblues einfach wegtanzen wollen? Das Problem ist nur: Neue Nutzungen kosten meistens auch wieder Geld. Das ist ja wie verhext! Man spart an einer Stelle, und schwupps, taucht die Rechnung an anderer Stelle wieder auf.
Ich stelle mir das ja bildlich vor: Die Stadtplaner sitzen da, die Stirn in Falten gelegt, und knobeln. Soll es etwas Kulturelles sein? Etwas Sportliches? Oder vielleicht doch nur eine riesige Parkfläche für alle, die am Dienstag zum Markt kommen wollen? Die Möglichkeiten sind so vielfältig wie die Obstsorten, die früher am Montag verkauft wurden.
Aber mal ehrlich, meine Lieben: Der Harburger Sand ist ein Herzstück unseres Bezirks. Ihn am Montag einfach brachliegen zu lassen, fühlt sich doch ein bisschen an wie ein leerer Fleck in unserem Kalender. Es ist gut, dass man nach neuen Ideen sucht. Aber lasst uns hoffen, dass diese Ideen nicht nur auf dem Papier glänzen, sondern auch das Herz der Harburger erreichen und den Montag wieder mit Leben füllen. Und das am besten, ohne dass das Geld gleich wieder einen Satz in die Büsche macht!
Eure Clara Klatsch bleibt dran und verfolgt gespannt, was aus unserem Montags-Sand wird. Vielleicht ja ein neuer „Third Place“, wie wir es schon vom Karstadt-Gebäude kennen? Die Hoffnung stirbt zuletzt – und manchmal braucht es eben ein bisschen Kreativität, um aus einer Lücke eine neue Chance zu machen! Bis bald!
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