48h Wilhelmsburg https://www.tiefgang.net Fri, 06 Sep 2019 14:23:59 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 „Vielfalt und Differenz“ https://www.tiefgang.net/vielfalt-und-differenz/ Fri, 13 Sep 2019 22:37:26 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=5749 [...]]]> Ihr Name ist eng verbunden mit 48h-Wilhelmsburg: Katja Scheer. Nun wird sie Leiterin des Bürgerhauses.

In der Pressemitteilung heißt es:

„Am 1. Oktober 2019 wird Katja Scheer Vorstand der Stiftung Bürgerhaus Wilhelmsburg. Bettina Kiehn, die das Bürgerhaus seit 2006 mit viel Mut aber auch einer guten Portion wilhelmsburger Bodenständigkeit zu einem Ort der Begegnung und der aktivierenden Beteiligung im Stadtteil hat wachsen lassen, übergibt die Leitung zu Anfang Oktober an Katja Scheer.

Katja Scheer kennt die Elbinseln und ihre Akteur*innen gut. Seit 2006 ist die 44-jährige Kulturmanagerin im Bürgerhaus Wilhelmsburg beschäftigt. Als Fachleitung für Musik und Literatur entwickelte und leitete sie hier u.a. das Netzwerk Musik von den Elbinseln und dessen Projekte wie 48h oder die Weltkapelle Wilhelmsburg. Katja Scheer studierte in Köln Geschichte, Anglistik und Germanistik mit dem Schwerpunkt Cultural & Gender Studies. Sie ist seit 16 Jahren im Hamburger Kulturleben aktiv – 13 davon im Bürgerhaus Wilhelmsburg.

„Vielfalt und Differenz prägen das Leben in Wilhelmsburg. Wir brauchen vor allem ein gleichberechtigtes, gesellschaftliches Miteinander. Dazu gehört, dass alle, die hier leben, ein Gefühl von Zugehörigkeit entwickeln können. Deshalb wird für das Bürgerhaus auch weiterhin gelten: Mitdenken, Mitgestalten, Mitentscheiden. Denn es geht um nichts weniger als den Zusammenhalt und das gute Zusammenleben aller Menschen hier in unserem Stadtteil. Einem Stadtteil der weiterhin in Bewegung ist. Allein vor der direkten Haustür des Bürgerhauses entsteht in den kommenden Jahren mit 1300 Wohnungen eine gänzlich neue Nachbarschaft. Unsere Organisation für diese neuen Anforderungen gut aufzustellen und gleichzeitig die Kontinuität in unserer inhaltlichen Arbeit zu gewährleisten, wird meine zentrale Aufgabe für die kommenden Jahre sein. Auf diese Herausforderung freue ich mich,“ sagt Katja Scheer, designierter Vorstand der Stiftung Bürgerhaus Wilhelmsburg.

„Mit Katja Scheer gewinnt das Bürgerhaus Wilhelmsburg einen neuen Vorstand, der das Bürgerhaus und seine Arbeit schon lange gut kennt und weiß, wie die Wilhelmsburger ticken und was die Elbinseln brauchen. Ich wünsche ihr viel Erfolg für die neue und herausfordernde Aufgabe. Danken möchte ich auch im Namen des Stiftungsrats Bettina Kiehn, die das Haus über viele Jahre geführt und gemeinsam mit ihrem Team zu der lebendigen und erfolgreichen Einrichtung gemacht hat, die aus Wilhelmsburg nicht mehr wegzudenken ist“, so Dr. Herlind Gundelach, Vorsitzende des Stiftungsrates

„Meinen Glückwunsch an den Stiftungsrat und Frau Scheer. Katja Scheer steht gleichermaßen für die Kontinuität der gelebten Werte des Bürgerhauses, wie die agile, bedarfsorientierte Weiterentwicklung der Arbeit in einem sich schnell verändernden Umfeld. Das Bürgerhaus wird von dieser fachlichen Stärke und ihrer Leitungskompetenz profitieren. Ich freue mich, das Amt des Vorstands in ihre Hände geben zu können“, resümiert Bettina Kiehn

Bettina Kiehn übernimmt zum 1. Oktober 2019 die kaufmännische Direktion der Stiftung Historische Museen Hamburg.“

Quelle: www.stadtkultur-hh.de

 

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Und wieder 48 Stunden https://www.tiefgang.net/und-wieder-48-stunden/ Fri, 31 May 2019 22:29:11 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=5282 [...]]]> Eddy Murphy und Nick Nolte wurden auf der Elbinsel noch nicht gesehen, aber sonst war so ziemlich alles in Sachen Musik vertreten. Und auch dieses Jahr wird es fulminant.

Denn vom 14. bis 16. Juni startet das Marathon-Musikfest bereits zum 10. Mal. Die Chance, sich dabei als Besucher*in überraschen, berühren und begeistern zu lassen, ist auch 2010 bei 48h Wilhelmsburg groß: 148 Musiker*innen, Chöre oder Bands werden an 55 Orten auf den Elbinseln ihre Musiken spielen und ihre Geschichten erzählen.

Für die einen ist es die Punkband auf dem Container-Lagerplatz, für andere die Jodel-Tour durch Kirchdorf Süd, für viele einfach familiäres Chillen mit Karaoke im Kleingarten, und wieder jemand wird den Fasil-Abend als besonderen Moment genießen. Wir beginnen an den Ursula-Falke-Terrassen, ziehen ins Bahnhofsviertel und auf die Veddel, nach Kirchdorf und ans Reiherstiegknie. Auf den Kanälen ist wieder die Schaluppe unterwegs, an den Abenden wird das Bürgerhaus zur Festival-Zentrale. Dort wo vor zehn Jahren alles begann.

Los geht es am Freitagabend um 18 Uhr genau da, wo vor zehn Jahren alles begann: Am Bürgerhaus Wilhelmsburg, an den Ursula Falke Terrassen. Hier spielen zur Eröffnung das Ensemble der Weltkapelle Wilhelmsburg und das Café Royal Salon Orchester. Anschließend werden im Bürgerhaus ruhigere Töne angeschlagen. Dort laden die Schüler*innen des Helmut Schmidt Gymnasiums im Bürgerhaus zu einer Poetry Night unter dem Motto: „Was geht uns unsere Geschichte an?“ Am Samstag kann im Brauwerk Wildwuchs zu Indie Rock mit Säge oder in der Haspa Filiale Kirchdorf zu Funk getanzt werden. Astropunk von Juno Kil ist auf dem Gelände von Minitiopia, im Rahmen des Südwärts Festivals, das im Rahmen von 48h ausgerichtet wird, zu hören. Am Sonntag können alle singbegeisterten Elbinselbewohner, ihre Stimme erheben und ihre Ideen bei einer angeleitete Gesangschoreographie für den großen Klang säen. Und wer sich die Stadtentwicklung Hamburgs so greifbar wie nirgendwo anders ansehen möchte, ist herzlich eingeladen, an den geführten Streifzügen entlang einiger 48h Konzerte teilzunehmen und die Nachbarschaften auf der Veddel, im Reiherstiegviertel oder im Bahnhofsviertel kennenzulernen.

Der Eintritt ist frei – aber Hutspenden für die Musik vor Ort und der Kauf eines Supporterbändchens für 5 Euro zur Unterstützung des Festivals sind erbeten.

 Das Programm und weitere Informationen unter: 48hwilhelmsburg

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Rock your neighbour https://www.tiefgang.net/rock-your-neighbour/ Fri, 21 Dec 2018 23:59:18 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4654 [...]]]> „48h Wilhelmsburg“ geht ins 10. Festivaljahr und ist das ultimative Inselmusikevent. Die Organisatoren rufen jetzt wieder zur Teilnahme auf.

In der Pressemitteilung heißt es:

„Vom 18.12.2018 bis zum 03.02.2019 können sich interessierte Musiker*innen, die auf den Elbinseln leben oder arbeiten und gastgebende Orte für 48h Wilhelmsburg 2019 anmelden. Ob in Kirchdorf oder Moorwerder, auf der Veddel oder in Georgswerder – auch 2019 lädt Wilhelmsburgs vielseitigstes Stadtteilmusikfest zu musikalischen Begegnungen an ungewöhnlichen Orten ein. Heavy Metal in der Sparkassenfiliale, Flamenco in der Boxhalle, ein Swingtanzkurs im Freizeithaus Kirchdorf Süd oder Hip Hop von der Kanzel in der Kirche – vom 14. – 16.06.2019 wird zum zehnten Mal an (fast) allen Ecken der Elbinseln Musik zu finden und zu hören sein. Gemacht von den Menschen der Elbinseln für die Menschen der Elbinseln. Deswegen suchen wir auch in diesem Jahr wieder Menschen, die Lust haben, 48h Wilhelmsburg mit uns zu gestalten: Gastgeber*innen die uns ihre Türen zum Wohnzimmer, Atelier, Bar oder Schrebergarten öffnen genauso wie Musiker*innen und Bands (die auf den Elbinseln arbeiten, leben oder wohnen). Meldet euch bis zum 03.02.2019 bei uns! Anmeldungen unter:http://www.musikvondenelbinseln.de/mitmachen Fragen und Infos zur Anmeldung unter: 48h@musikvondenelbinseln.de, Tel. 040 75 20 17 11 Im Februar/März wird ein Programmkomitee, welches sich aus unterschiedlichen Vertreter*innen aus dem Stadtteil zusammen setzt, gemeinsam mit den 48h Organisator*innen eine Auswahl für das Programm 2019 zusammen stellen. Rückfragen zum Projekt an Katja Scheer, 040 75201714 oder katja@musikvondenelbinseln.de 48h ist eine Veranstaltung des Bürgerhaus Wilhelmsburg und dem Netzwerk Musik von den Elbinseln.“

Quelle: musikvondenelbinseln.de

 

 

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Mut zur Mitgestaltung https://www.tiefgang.net/mut-zur-mitgestaltung/ Fri, 07 Sep 2018 22:16:30 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4147 [...]]]> Der Deutsche Nachbarschaftspreis zeichnet bundesweit nachbarschaftliche Projekte und Initiativen aus. 1.052 Projekte bewarben sich und dich ging der Preis nach Wilhelmsburg.

Über 1.000 Ideen und Projekte, die sich für ein solidarisches, offenes und demokratisches Miteinander engagieren, haben sich beworben. 1.052 Mal Engagement mit der Vision einer solidarischen Nachbarschaft. Es geht um gemeinsames Gestalten. Um beteiligt sein an der täglichen Ausgestaltung der Nachbarschaft und des eigenen Lebens.

Dieses Engagement bildet den Humus für eine Gesellschaft, die die Menschheit nicht in ein Wir und Die trennt. So werden die Menschen vor Ort zusammengebracht, die Unterschiedlichkeit der Menschen als Wert entwickelt und Strukturen geboten, um demokratische Meinungsbildung tragfähig zu machen. Ganz dicht an der Unterschiedlichkeit der Menschen.

Gerade in Zeiten in denen offene Ausgrenzung und Menschenverachtung sich in unseren Alltag drängen, ist es wichtig zu sehen: Es gibt viele Brücken zu einem Deutschland, in dem Vielfalt ausgehandelt, Empathie gelebt und Solidarität möglich wird.

In der Presseerklärung von 48h Wilhelmsburg heißt es:

„Es macht uns Mut zu sehen, wie viele Kolleg*innen und vor allem auch Ehrenamtliche sich genau dafür engagieren. Deutschland braucht dieses Engagement und diese Mitgestaltung. Diese gehören zu unseren wichtigsten demokratischen Potenzialen um die grundlegende Auseinandersetzung gegen menschenfeindliche Parolen auf allen Ebenen und an allen Orten zu führen.

Wir freuen uns sehr, über die Anerkennung der Arbeit unseres Netzwerks Musik von den Elbinseln und der Stiftung Bürgerhaus Wilhelmsburg, die uns mit diesem Preis entgegen gebracht wird. Wir wünschen uns, dass die Anerkennung der vielen lokal wirkenden Initiativen auch ein Echo in der Politik findet. Damit sich dieses zivilgesellschaftliche Engagement multiplizieren kann, muss es stabile Förderstrukturen geben. Wir wollen gemeinschaftlich Lösungen für das Zusammenleben in unseren Nachbarschaften, Regionen und Städten entwickeln, in denen kein Platz für Ignoranz, Menschenfeindlichkeit und Rassismus ist. Dieses Ziel – und das sagen wir ganz explizit – muss sich auch im Bundeshaushalt widerspiegeln.

Wir von 48h Wilhelmsburg nehmen die Auszeichnung zum Landessieger des Deutschen Nachbarschaftspreis 2018 mit großem Respekt für die nominierten Hamburger Projekte entgegen. Denn wir arbeiten alle gemeinsam an der Vision einer solidarischen Welt auf der Basis solidarischer Nachbarschaften.

Seit 2010 wurden durch 48h Wilhelmsburg Menschen verschiedenster Herkünfte und Generationen mit ihren Musiken und Geschichten aus Wohnzimmern, Hochzeitssalons und Communities für die Nachbarschaft sichtbar. Sie traten aktiv in den öffentlichen Raum und veränderten diesen. Bei jährlich mehr als 1.000 Akteuren mit zuletzt mehr als 20.000 Besuchen wurde deutlich: Musik kann jenseits von Sprachbarrieren und politischen Meinungen funktionieren. Musik ist unmittelbar erlebbar. So entsteht eine Vielfalt an Teilhabemöglichkeiten. Menschen werden zu von Organisierenden, Musizierenden, Unterstützenden, Technikaufbauenden, Werbenden, Flanierenden, Tanzenden, Feiernden – und alle zusammen ergeben 48h Wilhelmsburg. So wuchs über die Jahre eine lebendige Verständigung, die sich an vielen Stellen in der solidarischen Gestaltung unserer Nachbarschaft wiederfindet.“

Quelle: musikvondenelbinseln.de

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Das Komitee lädt! https://www.tiefgang.net/das-komitee-laedt/ Fri, 19 Jan 2018 23:50:10 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=2871 [...]]]> 48h Wilhelmsburg heißt auch mindestens 48 offene Fragen: wer wann wo was macht, sind nur einige davon. Wer will, kann mit fragen und machen.

Wie soll das Programm von 48h Wilhelmsburg aussehen? Welche Musiker*innen und Orte, die sich angemeldet haben, werden Teil des nächsten Programms? Welche Musik spielt an welchem Ort? Und … wer entscheidet das eigentlich?

Seit 4 Jahren gibt es bei 48h Wilhelmsburg das Programmkomitee, denn leider können längst nicht mehr alle Musiker*innen, vor allem aber auch Orte, die sich beworben haben mit ins Programm aufgenommen werden. Das „Komitee“ besteht aus Vertreter*innen aus dem Stadtteil, die auf Einladung des Projektteams die jährlichen Anmeldungen sichten und Empfehlungen an die Programmkoordinator*innen aussprechen, die dann das finale Programm austüfteln.

2018 sollen diese Planungen intensiviert und Entscheidungsprozesse transparenter gestaltet werden: Anfang Februar werden die diesjährigen Einsendungen individuell von den Mitgliedern des Komittees gesichtet. Auf einer gemeinsamen Ortetour am 17. Februar lernt das Komitee die potentiellen Locations für 48h 2018 kennen. Im Wochenendworkshop am 24. und 25. Februar werden gemeinsam Programmvorschläge erarbeitet, die dann durch die Programmkoordinator*innen im März an die jeweiligen Musiker*innen und Gastgeber*innen kommuniziert werden. Das Engagement im Programmkomittee wird mit einer Ehrenamtspauschale vergütet.

Du hast Lust und Zeit Teil der Programmplanung von 48h 2018 zu werden? Im Zirkeltreffen am 23. Januar 2018 gibt es weitere Informationen und Gelegenheit, sich kennen zu lernen. Bis Ende Januar erfolgt die Auswahl zum neuen Programmkomitee.

Weitere Informationen und Bewerbungen/Vorschläge an: Kai Sieverding, kai@musikvondenelbinseln.de, 040 / 75201720

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Wie ist der Kit für einen Hit? https://www.tiefgang.net/wie-ist-der-kit-fuer-einen-hit/ Sat, 03 Jun 2017 07:00:14 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=1215 [...]]]> Songwriting ist in aller Munde und Ohren – aber nicht alles ist ohrentauglich. Ein Workshop klärt nun auf, warum.

Das POP≥INSTITUT, RockCitys mobile Musiker*innen-Uni, wagt dazu den Sprung über die Elbe und ist am Samstag, 10. Juni 2017 mit seinem ersten Labor zu Gast beim Festival 48h Wilhelmsburg. Mit im Gepäck das Berliner Duo Ira Atari.

In drei Stunden wird es um geballte Songwriting-Expertise gehen, vom Ton zum Ohrwurm und wieder zurück. Das Labor findet von 15 bis 18 Uhr statt und kann auch stückchenweise besucht werden. Anmeldung unter: popinstitut@rockcity.de.

Termin:

Sa. 10. Juni 2017, 48h Wilhelmsburg im „Kindakram“, Fährstraße 73 21107 Hamburg Tel: 040 / 72 96 71 80, 15h – 18h
„Songs im Labor. Vom Ton zum Ohrwurm“ mit Ira Atari (Audiolith).

Über gutes und schlechtes Songwriting, Inspiration und Werkzeuge zum Mitnehmen.

(24. Mai 2017, TG)

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Klänge ohne klare Kanten https://www.tiefgang.net/klaenge-ohne-klare-kanten/ Sat, 03 Jun 2017 06:00:49 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=1268 [...]]]> Neue oder Aktuelle Musik – da bekommt es mancher schon vor dem ersten Ton mit der Angst. Dabei kann es Spaß machen und interessant sein. Ein Festival lädt nun dazu ein – auch im Süden der Stadt.

Zum zwölften Mal präsentiert blurred edges vom 2. bis 18. Juni 2017 analoge sowie elektronische Sounds in Fieldrecording, Komposition oder Improvisation, Kinoprogrammen, Performances und Ausstellungen. Die Künstlerinnen und Künstler des Line-Ups laden das Festivalpublikum ein, im ganzen Hamburger Stadtraum auf akustische Entdeckungsreise zu gehen. Neben vielen anderen Programmpunkten gibt es dieses Jahr erstmals das Projekt »SoundCaching«: Die Besucherinnen und Besucher laufen bestimmte Punkte in der Stadt ab und finden versteckte QR Codes. Mit diesen können sie Kompositionen, die eigens für den jeweiligen Hamburger Ort erstellt wurden, auf einem Smartphone hören – eine musikalische Wanderung durch die Innenstadt.

Und auch auf der Veddel und in Wilhelmsburg ist das Festival unterwegs.

So wird am Sonntag, 4. Juni um 20h am Kulturdeich Veddel, Georgswerderbogen 13 das Quartett „Grodrock & Pifnitzka/Mayer/Leutkart“ open air zu hören und erleben sein.

Grodrock ist ein seit 2008 bestehendes Ambient- und Noise-Projekt aus Freiburg im Breisgau. Beim blurred edges Festival wird das kürzlich erschienene Album „Tape – 1“ vorgestellt. Man kann sich gefasst machen auf eine Bandbreite an verschiedenartigen Hörerfahrungen: Sinuide Tonreibungsexperimente, bei denen der Klang durch analoge Sinusgeneratoren erzeugt wird, repetitive, sample-basierte Arbeiten, bei denen Fragmente von maoistischem Liedgut entkontextualisiert zu einem neuen Ausdruck kommen, sowie verzerrte, industrialartige Elektronikstücke.
Im zweiten Set spielt das Trio: Rolf Pifnitzka (Saxophone, Stimme), Felix Mayer (Posaune) und David Leutkart (Synthesizer, Elektronik). In der Underdog Gallery wird die Klanginstallation von Torben Laib eröffnet.

Arbeiterquartiere am Stadtrand

Und im Rahmen des Festivals „48h Wilhelmsburg“ gibt es am Fr./Sa., 9. und 10. Juni an völlig verschiedenen Orten in Wilhelmsburg unter dem Titel „Wil(helm | liam)sburg“ Musik und Klang der aktuellen Musik. Hintergrund hier ist, dass Hamburg und New York zwei Stadtteile mit ähnlich klingenden Namen verbindet – auf der anderen Seite der Elbe bzw. des East River: Wilhelmsburg und Williamsburg.
Manche Parallelen sind tatsächlich frappierend: Arbeiterquartiere am Stadtrand, geprägt von Hafenindustrie und Einwanderung. Mit der Gentrifizierung beschäftigen sich immer mehr Künstler*innen auf beiden Seiten des Atlantiks. Da Komponist*innen der jüngeren Generation durch ihre Umwelt und Kontexte beeinflusst sind, liegt es daher nahe, Vertreter*innen der aktuellen Musik aus beiden Kontinenten zusammenzubringen, um gemeinsam ein multimediales Konzertprogramm zu erarbeiten.
Dieses soll im Rahmen von Festivals (blurred edges /48h Wilhelmsburg und New York City Electroacoustic Music Festival) gezeigt werden. Dabei sein werden Komponist*innen wie Daniel Dominguez, Xiao Fu, Carlos Rico, Jacob Sello (Wilhelmsburg) Maria Chavez, Howie Kenty, Dafna Naphtali, Hans Tammen (Brooklyn)

Hintergrund:

Im Jahr 2005 vom Verband für aktuelle Musik Hamburg ins Leben gerufen, sorgte das zweiwöchige Veranstaltungsformat aufgrund seiner programmatischen Widersprüche auch international immer wieder für Aufsehen. Das Magazin »The Wire« schrieb 2016 beispielsweise: „The evening’s convivial tone and friendly ambience were also reminders that a diversity of taste and expansiveness of scope, and the spirit of openness and informality from which they spring, are the festival’s principal virtues.“

Der Reiz eines Produzenten-Festivals gegenüber dem klassischen kuratierten Festival liegt in der Vielfalt der Positionen. Der Gedanke von verwischten Genregrenzen durchzieht blurred edges auf mehreren Ebenen. Einen Kurator oder eine Kuratorin, die das Festival allumfassend inhaltlich steuert, gibt es nicht. Im Gegenteil: Das Programm von blurred edges wird von sehr verschiedenen Kollektiven und Einzelpersonen der Hamburger Musikszene eigenständig gestaltet und mit Anspruch an Offenheit und Vielfalt vom Verband für aktuelle Musik Hamburg (vamh.de) koordiniert. Am Ende ergibt sich ein spannungsreiches Puzzle aus sehr diversen künstlerischen Ausdrucksformen. Diese Art der Organisationsstruktur nutzt die direkten Verbindungen der veranstaltenden Musikerinnen und Musiker.
Bespielt werden während der 17 Tage 32 sehr abwechslungsreiche Orte Hamburgs.

Hier kann das Programmheft als PDF (A6, 70 Seiten) geladen werden: www.vamh.de

(02. Jun. 2017, hl)

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