Alles wird schön https://www.tiefgang.net Tue, 21 Jul 2026 14:53:25 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1 Mosaike der Perspektiven https://www.tiefgang.net/mosaike-der-perspektiven/ https://www.tiefgang.net/mosaike-der-perspektiven/#respond Tue, 14 Jul 2026 15:25:52 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=14172 [...]]]> Wenn Hamburgs Kulturszene auf internationale Impulse trifft, entsteht weit mehr als nur ein künstlerischer Dialog. Mit dem Start des Stipendiat*innen-Jahrgangs 2026/2027 des Programms INTRO beweist die Hansestadt einmal mehr, wie gesellschaftliche Transformation und künstlerischer Widerstand durch geflüchtete Künstler*innen neue Formen finden. Auch Harburg ist dabei.

Das Programm, das seit 2019 erfolgreich internationale Talente fördert, die in ihren Herkunftsländern nicht mehr arbeiten können, geht nun in eine neue, besonders vielfältige Runde. Die Bedeutung dieses Austausches betonte auch Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien, anlässlich des Starts: „Das INTRO-Programm ist ein wichtiges Signal für die Freiheit der Kunst und den Respekt vor der künstlerischen Arbeit. Es ermöglicht uns, von den Erfahrungen und Perspektiven der Stipendiatinnen und Stipendiaten zu lernen und unsere Stadt als einen Ort zu begreifen, der durch Vielfalt und Austausch stetig wächst.“

Die diesjährigen Tandems – bestehend aus den internationalen Künstler*innen und Hamburger Gastgebern – setzen kraftvolle Akzente. So arbeitet etwa Laila Mahmudi aus Afghanistan beim Harburger Verein „Alles wird schön“ in Heimfeld. Ihr Vorhaben ist ein berührendes Plädoyer für den nonverbalen Ausdruck: Sie nutzt Kunst als Form des Widerstands, der Heilung und sozialen Verbundenheit, um die persönlichen Geschichten afghanischer Frauen im Exil sichtbar zu machen. Der Abschluss ihrer Residenz wird eine Tanzperformance sein, die diese unsichtbaren Geschichten in den öffentlichen Raum trägt.

Neben der Zusammenarbeit in Heimfeld beleben weitere Tandems die Hamburger Quartiere:

  • Honigfabrik e. V. beherbergt den Syrer Khaldoun Shadoud, der in seinem Projekt „Pieces of Peace“ die sinnliche und kollektive Erfahrbarkeit von Frieden jenseits politischer Theorien erforscht.
  • Mut Theater / Interkulturell e. V. arbeitet mit Havin Funda Saç (Türkei/Kurdistan) zusammen, deren experimentelles Theater die Grenzen zwischen Deutsch, Türkisch und Kurdisch auflöst, um universelle menschliche Erfahrungen spürbar zu machen.
  • Verein Gängeviertel e. V. unterstützt Arsenii Kibenko aus Russland bei seinem „Memory-Mapping Lab“, in dem er persönliche Landkarten aus Erinnerungen und Erlebnissen erschafft.

Dass der Verein „Alles wird schön“ in Heimfeld in diesem Jahr als Gastgeber fungiert, ist ein Gewinn für den Bezirk Harburg. Der Verein, der sich durch sein Engagement für „ungewollte“ oder abseits akademischer Pfade agierende Künstler*innen einen Namen gemacht hat, bietet einen idealen Boden für Mahmudi. Hier, wo Kunst als gesellschaftlicher Kitt verstanden wird, wird der Stipendiat*innen-Aufenthalt zu einem lebendigen Gemeinschaftsprojekt.

Der Jahrgang 2026/2027 ist ein starkes Zeichen für ein Hamburg, das seine kulturelle Identität ständig durch den Dialog mit der Welt erweitert. Es sind diese Begegnungen in Stadtteilzentren wie in Heimfeld, die zeigen, dass Kultur nicht nur in zentralen Häusern stattfindet, sondern dort, wo sie den Menschen unmittelbar begegnet.


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Der 20. Harburger Kulturtag! https://www.tiefgang.net/der-20-harburger-kulturtag/ Fri, 27 Oct 2023 22:38:25 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=10374 [...]]]> Der Harburger Kulturtag feiert am So., 5. November sein 20-jähriges Jubiläum! 

Kunst, Kultur, Shopping, Laternenumzug, Feuerwerk und viel Programm: zum 20. Harburger Kulturtag und am verkaufsoffenen Sonntag zeigt Harburg seine kulturelle Vielfalt in gnazer Breite! Und dieses Jubiläum ist ein wahrer Grund zum Feiern. Der Harburger Kulturtag, ein bewährtes Konzept, überzeugt die Hamburger*innen Jahr für Jahr mit einem breiten Spektrum an kulturellen Angeboten. Der Harburger Kulturtag verbindet erneut die zahlreichen Kultureinrichtungen Harburgs, die die kulturelle Anziehungskraft in Hamburgs Süden eindrucksvoll unterstreichen. Am Sonntag, dem 5. November, von 12 bis 20 Uhr präsentieren sich mehr als 25 Harburger Kulturinstitutionen mit einem speziell für diesen Tag konzipierten Jubiläumsprogramm – und das alles bei freiem Eintritt!
Zusätzlich bieten viele Harburger Schaufenster eine Fülle an Sehenswertem. Im Rahmen des Projekts „KunstSchauFenster“ der Kunstleihe Habrurg werden Werke verschiedener Künstler*innen in den Einzelhandelsgeschäften Harburgs ausgestellt, die Kunstgruppe wattenbergART präsentiert sich in der Passage der CityGalerie und selbst der ewig leerstehende Glaspavillon am Lüneburger Tor wird zum Schauplatz einer Installation des Kunstduos well-wired-Team.

Folgende Künstler:innen und Institutionen sind am Harburger Kulturtag vertreten:
antikyno, Archäologisches Museum Hamburg, Ateliergemeinschaft Atelier 32, Alles wird schön, Electrum, Fischhalle Harburg, Freundeskreis Harburger Theater e.V., Harburg Pop Up Store, Galerie 1565, Geschichtswerkstatt Harburg, Habibi-Atelier, Harburger Theater, Harburg Info, HinZimmer, KulturKiosk Blohmstraße, Kunstleihe Harburg, Künstler zu Gast in Harburg, Kunstverein Harburger Bahnhof, KulturWerkstatt Harburg e.V., Medical School Hamburg, Paul-Gerhardt-Kirche Harburg, Sammlung Falckenberg, Sparkasse Harburg-Buxtehude, TU Hamburg,
Alle teilnehmenden Institutionen und das dazugehörige Kulturprogramm werden zeitnah auf Social Media und der Website des Harburg Marketing e.V. (www.harburg-marketing.de) kommuniziert. Die Programmflyer sind in der Harburg Info, Hölertwiete 6, zu finden.

Vor 20 Jahren hatte ein Trio um den seinerzeit neuen Chef des Archäologischen Museums, Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss, die Idee, Harburgs Kulturszene mal angemessen ins rechte Licht zu rücken und die Idee des Harburger Kulturtags war geboren. Ateliers, Museen und die Falckenberg-Sammlung öffneten ihre Pforten und zeigten ihre aktuellen Arbeiten. Von Jahr zu Jahr wuchs die Teilnehmerzahl und tausende von Menschen nutzten das Angebot. Vor einigen Jahren dann wurde
der Kulturtag mit dem verkaufsoffenen Sonntag im November zusammengelegt. Eine Gelegenheit, Geschäfte und Kultur zusammenzubringen. Doch zunächst liefen Geschäfts- und Kulturbetrieb weitestgehend neben- statt miteinander. Die Pandemie tat ihr übriges.
Daher nahm schon im letzten Jahr die Kunstleihe Harburg die Aktion „KunstSchauFenster“ in Angriff und konnte vor allem mit dem Verband „Unternehmer ohne Grenzen“ zehn Ladengeschäfte mit KunstSchauFenstern bestücken. Zum 20. Harburger Kulturtag und dem Erfolg des letzten Jahres werden es nun zwanzig! „Dabei wurden wir auch die Vitrinen in der Galerie-Passage in der Lüneburger Straße aufmerksam gemacht“, so Sabine Schnell vom Vorstand des Vereins Kunstleihe Hamburg. „Dort wird nun die Künstler*innengruppe wattenbergART einige ihrer Werke und Künstler*innen präsentieren.“ Und auch in der Hölertwiete fiel ein Schaukasten unangenehm auf. In diesem war offenbar seit gut 30 Jahren die Modewerbung nicht getauscht. Nun prangt ein Werk der Harburger Künstlerin Petra Hagedorn dort und schafft es so wieder als Hingucker zu fungieren.
Und auch ein weiterer Lost Place fiel dem Netzwerk rund um die Kunstleihe ins Auge: der schon lange leerstehende Glaspavillon am Lüneburger Tor / Durchgang zum Harburger Ring. „Er ist ideal für eine Installation des Künstlerduos well-wired-team geeignet“, so Sabine Schnell. Was genau ab Dunkelheit zu sehen sein wird, bleibt zunächst eine Überraschung.

Kunst-Farbbildbände und Kinderbücher gibt es am HinZimmer im Hinzeweg in Heimfeld. Nutzen Sie die Gelegenheit für einen Spaziergang in Heimfeld, während die Kunst-Initiativen geöffnet sind. Es gibt viel zu entdecken an diesem Kulturtag Harburg. Im HinZimmer kann man zwischen 15 und 18 Uhr eine wunderschöne Sammlung von Kunstbände anschauen und gegen eine Spende mitnehmen.

 

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SuedArt´22: die Kunst des Südens https://www.tiefgang.net/suedart22-die-kunst-des-suedens/ Fri, 05 Aug 2022 22:04:59 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=9246 [...]]]> Am Wochenende vom 19. bis 21. August wird die Friedrich-Ebert-Halle in Hamburg-Heimfeld zur Kunstarena. Denn dann lädt die Kunstleihe Harburg zur großen SuedArt22,bei der weit mehr als nur Kunst zu sehen ist.

Weit über 30 Künstler*innen und Kunstgruppen insbesondere aus dem Süden Hamburgs zeigen dann in den großen Foyers der Friedrich-Ebert-Halle aktuelle Arbeiten und laden zur Betrachtung aber auch zum Gespräch ein. In den Vorräumen der Balkone gibt es zudem  Installationen etwa aus Draht und Videoanimation, die wie ein Hologramm und mit musikalischer Umrandung ein längeres Betrachten und Verweilen ermöglicht. Im Souterrain wiederum findet sich eine Neuauflage des Harburger Kunstsalons, in dem verschiedene Gespräche vor allem mit Vertreter*innen von Harburger Kunstorten unterhaltsam aber eben auch informativ Einblicke in die Ausstellungsarbeit, ihre Entstehungsgeschichten und Urheber geben. Und: am Samstag (21.8.) wird es zum Abend auch noch musikalisch!
Also alles ist bereitet, um Harburgs Kunstszene in all ihren Facetten kennen und schätzen zu lernen! Die Leiterin des Projekts SuedArt22, die Künstlerin Antje C. Gerdts aus Moorburg: „Nachdem es im letzten Jahr beim SuedKulturSommer 2021 auf dem Schwarzenberg ein erstes Harburger Kunstfest gab, war allen Beteiligten schnell klar: das wollen wir am liebsten jedes Jahr!“ Vergangenes Jahr wurde es im Rahmen des pandemiebedingten Open-Air-Sommers mit zehn Zelten und täglich wechselnden Künstler*innen aufgesetzt und präsentierte gleich mehr als 60 Künstler*innen und Kunstgruppen. In der Innenwirkung war es wie ein befreiendes ´Klassentreffen` und verdeutlichte zugleich nach Außen die Vielfalt, Größe und Stärke, die die Harburger Kunstszene mittlerweile hat. „Dank einer Unterstützung durch das Bundesförderprogramm „Neustart Kultur“ überlegten wir im Kunstleihe-Team, ein ähnliches Kunstspektakel dieses Jahr lieber als Indoor-Event umzusetzen. Dabei war es gar nicht so einfach, entsprechend große Räume in Harburg ausfindig zu machen, die der Kunstszene einen angemessenen Platz geben. Zum Glück fanden wir ein Zeitfenster in der Friedrich-Ebert-Halle.“

Die Friedrich-Ebert-Halle als eigens 1930 fertiggestellter Konzertsaal für über 1.200 bestuhlte Plätze verfügt eben auch über zwei große Foyers vor dem eigentlichen Konzertsaal, die zudem über einen recht breiten und angerundeten Zwischengang miteinander verbunden sind. „Da der Bau aus der architektonischen Glanzzeit der Bauhaus-Schule stammt, ist allein das eine Betrachtung wert“, so Antje Gerdts. „Alles ist hell und Licht durchflutet, weiträumig und einladend, so dass alle Künstler*innen ausreichend Platz finden, um ihre Arbeiten adäquat ausstellen zu können. Und im Souterrain, wo einst die Kantine und Gastronomie der Pausen unterkam, bietet ein eigener Raum Platz und auch Ruhe für Petra Hagedorns Kunstsalon-Gespräche.“ Dort wird es dann zu festen Zeiten um Hintergründe des Kunstvereins Harburger Bahnhof, seine aktuellen und kommenden Ausstellungen und Künstler*innen gehen, um die Falckenberg-Sammlung, den nun schon 19 Jahre zelebrierten Harburger Kulturtag und auch den Harburger Kunstpfad sowie auch den Verein „Künstler zu Gast in Harburg“ und seinen aktuellen Stipendiaten Peter Busch aus Leipzig. Und auch zum Konzept der Harburger Open-Air-Galerie „walls can dance“ und weiteren Ideen des initiierenden „urban art instituts“ können sich Interessierte informierten lassen.

Die Liste der Künstler*innen selbst ist beträchtlich und ihre Arbeiten in Breite, Vielfalt und Aspekten schier unermesslich. Zu den Künstlern gehören Namen wie Thomas „Behri“ Behrens, Annette v. Borstel, Sven Brauer, Sanna Duschek, Harald Finke, Jens Förster, Inge Förtsch, Antje Gerdts, Irmgard Gottschlich, Sigrid Gruber, Petra Hagedorn, Ulrike Heimers-Dahm, Angelika Keusch-Wannags, Yvonne Lautenschläger, Peter Leibrock, Karl-Heinz Maukel, Werner Jarmatz, Jan Ratschat, Thomas Timm, Barbara Kathrin Möbius, Ralf Schwinge, Peter Busch (Künstler zu Gast in Harburg), Matthias Engelmann, Waldemar Sulewski, Jürgen Weber oder Gabriele Wendland. Unter den Kunstgruppen mit vielen weiteren Künstler*innen Alles wird Schön, das Habibi Atelier, Künstler zu Gast in Harburg oder die Kunstgruppe des Studiengangs e.a.s.t. der Medical School Hamburg und die Kunstgruppe WattenbergART.

Auch von der ukrainischen Künstlerin Paula Lytovchenko sind Werke zu sehen …

Unter den Namen findet sich auch Paula Lytovchenko aus der Ukraine. Sie lebt und arbeitet in Kiew, studierte dort Kunst und Architektur und ist seit den 90er Jahren als freischaffende Künstlerin tätig. Sie verfolgt in ihren Monotypien den Stil des Impressionismus, mal realistisch, mal nostalgisch. Reisen führten sie in die USA, Schweden, Frankreich, Italien, die Niederlande und auch Deutschland, wo sie auch ausstellte. Ihre bevorzugten Materialien sind Öl, Papier, Stift und Glas. Durch die Fortführung des impressionistischen Stils wirken ihre Arbeit vertraut, überraschen aber zugleich durch Unerwartetes. Die SuedArt22 wird ihr Platz geben, auch trotz des Krieges als Künstlerin tätig zu sein und ausstellen zu können.

„Kunst ist alltäglich“, so Sabine Schnell vom Vorstand der Kunstleihe Harburg. „Und als wir als Projekt des Netzwerkes SuedKultur die Kunstleihe als Artothek der vor allem Harburger Kunst 2019 auf den Weg brachten, ging es uns ja vor allem darum, diese auch in den Alltag
zu integrieren und sichtbar zu machen. Und nun hängen eben permanent mehr als 100 Werke in diversen Wohnungen, Praxen, Büros oder gar in einem Kiosk!“ Und Antje Gerdts ergänzt: “Mit der SuedArt wollen wir als Jahresevent dies nun verfestigen und ausbauen. Das  Rahmenprogramm, zu dem auch vor und nach der SuedArt unsere Führungen „Kunst vor Ort“ in eben die Harburger Kunstorte zählen wie auch der Kunstsalon eignen sich ideal, um mehr über Harburgs starke Kunstszene zu erfahren, neugierig zu sein und zu bleiben und zu begreifen, dass Kunst nicht etwas für das vermögende Establishment ist. Der Zuspruch zeigt und belegt ja: Kunst geht viele an und Kunst bewegt, ohne sich vereinnahmen lassen zu müssen. Da ist ein Event wie die SuedArt im Grunde nur die logische Konsequenz!“
Ein weiteres Highlight findet sich darüber hinaus am Samstag, 20. Aug, ab 17 Uhr mit dem Heimfelder Konzert „klangfarben“. Da stößt die im Nebengebäude untergekommene akademie für musik und kultur zur SuedArt und lädt zum Wandelkonzert. Dabei werden verschiedene Musiker*innen inmitten der ausgestellten Kunst musizieren und Klänge produzieren. Klar, auch „Bilder einer Ausstellung“ von Mussorgsky wird zu hören sein. Anke und David Dieterle von der Akademie: „Wir freuen uns über das SuedArt22 Kunstfest. Da wir eh seit geraumer Zeit mit unseren ´Heimfeld Konzerten` auch unsererseits einen musikalischen Beitrag zum Kulturleben im Süden einbringen, bot es sich hier ja ganz besonders an mit ´klangfarben` noch einen musikalischen Kunstbeitrag einzubringen. Es wird für uns aber vor allem die Besuchenden am 20. August spannend werden, wie sehr Musik und Kunst ganz neuen Ausdrucksformen hervorbringen!“
Absolutes I-Tüpfchen des Ganzen: der Eintritt ist frei, ganz nach dem Motto „Spendet, was es euch wert ist“, so Antje Gerdts.

Das gesamte Programm vom SuedArt-Fest aber auch den Führungen rund herum sowie über die Künstler*innen findet sich auf www.sued-art.de, wo auch das Programmheft zum Download zu finden ist.

 

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Programm des SuedKulturSommers steht! https://www.tiefgang.net/programm-des-suedkultursommers-steht/ Mon, 05 Jul 2021 15:50:08 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=8184 [...]]]> Das Programm des Harburger Teils des Kultursommers Hamburgs steht. Und es ist mehr als ein Wiedererwachen!

Eine Stadt im Kulturrausch – mit dem Kultursommer Hamburg feiert die gesamte Hansestadt vom 15. Juli bis zum 16. August 2021 den Neustart der Kultur. So verkündet es die Behörde für Kultur und Medien Hamburg. Unter dem Motto „Play out loud“ wird die Vielfalt und Lebendigkeit der Kultur erlebbar. Über alle sieben Bezirke verteilt findet mit mehr als 100 Veranstaltungsformaten teils über mehrere Tage ein vielfältiges Programm statt – zumeist
unter freiem Himmel.


So auch in Harburg: 3 Open-Air Bühnen wandern vom 9. Juli bis zum 8. August vom Kanalplatz im Hafen über den Rathaus- bis zum Schwarzenbergplatz. Zu erleben sind Konzerte von Klassik bis Rock, Kino, Kabarett und gar ein 1. Harburger Kunstfest mit gut 50 Bildenden Künstler*innen. Organisiert wird das Gesamtprogramm über die Initiative Suedkultur, dem Kulturnetzwerk des Hamburger Südens. Und das zum Spottpreis! 

Zwar müssen aufgrund der aktuellen Sicherheitsvorkehrungen in der anhaltenden Pandemie vorab und online Tickets erworben werden. Aber ein Tagesticket gibt es in der Regel für gesamt 6,25€ brutto (Ausnahme das erste Wochenende am Kanalplatz). „Das ist kein Kampfpreis, denn in diesem Jahr geht es nicht um Eintrittsgelder“, so Heimo Rademaker, Sprecher der seit bald 15 Jahren bestehenden Initiative SuedKultur und Projektleiter des SuedKulturSommers. „Aber es ist wegen der Kontaktdaten erforderlich einen Vorverkauf zu betreiben und erleichtert uns das Prozedere. Niemand sollte auf die Idee kommen, eine Abendkasse nutzen zu wollen!“
Das Harburger Programm reicht von einem mehrtägigen 1. Harburger Kunstfest über mehr als 100 Musik-Events sämtlicher Genres, Kino, Kabarett bis zu Angeboten für Kinder, Jugendliche und Familien. Die Spielorte sind im Harburger Hafen, dem Rathausplatz bis zum Schwarzenberg. Ein berauschender Sommer voller Live-Kultur steht bevor.

Den Auftakt macht der Stellwerk-Club am kommenden Wochenende (9.-11. Juli) am Kanalplatz. Dort ist u.a. die bekannte Jazz-Saxophonistin Stephanie Lottermoser (10.7.) live zu erleben aber auch die Shooting-Star Band Hagleslag aus Hannover (11.7.). Tickets zwischen 6,- und 20,- €.
Tickets unter: www.tixforgigs.com
Dann geht es nach einer kurzen Warmup-Pause am 20. Juli, 12 Uhr auf dem Harburger Rathausplatz weiter, wechselt, am 27. Juli auf den Kanalplatz im Harburger Hafen und am 3. August auf den Schwarzenbergplatz.
Unter den Lokalmathadoren finden sich der Harburger Urgestein-Rocker Jimmy Cornett, Gitarrist und Sänger Dennis Adamus, Franz Josef, die Detla Doppelkorn Bluesband, das Falke Collective, Schlagersänger Peter Sebastian, Frl. Motte, van Wolfen oder Sammy Barry.
Für den Jazz agieren die aufstrebende Sängerin Cleo, Nat King Thomas mobile street Band, die Delta Mood Jazzband, Gypsy Swing, die Klezmer-Band Mischpoke, die UKW-Band, Big Jazz, das Leo Volsky Trio oder „Tribute to the blue note era“. Folk und Singer/-Songwriter wie MacPiet, Dennis Brandau oder Steve Kavanagh und Dylan Vaughn sind vertreten oder Kabarettisten wie Axel Burkhardt, Johannes Kirchberg, Andrea Bongers, Axel Pätz, Armin
Sengbusch, Kerim Pamuk oder Lutz von Rosenberg Lipinsky.

Selbst Barockmusik ist mit dem Ensemble Aetheria am 29.7. vertreten. (Foto: PR)

Auch das Genre Klassik kommt zur Geltung mit dem Hamburger Pianoensemble, den Flute Variations oder dem Ensemble Aetheria (Barock!).
Reggae und Ska runden das Musikgenre ebenso ab wie Psychodelisches oder Funk und HipHop. Selbst die Bildende Kunst findet bei dem SuedKulturSommer einen angemessenen Platz: ein Kunstkaufhaus, das 1. Harburger Kunstfest mit täglich wechselnden Künstler*innen wie Andrea Rausch, Petra Hagedorn, Tan Barnitzki, Ute Flemming, Waldemar Sulewski, Philip Meuser oder So-Ah Yim sind zu erleben.

Ein Poetomat bietet an, aus einem in ihn eingeworfenen Wort ein Gedicht zu zaubern und für Kinder kommt das Kinderkino und Waschlappentheater und ein Kurzfilmfestival finden Platz. „Über 100 acts mit gut 400 Künstler*innen werden Harburg in einen Kulturrausch versetzen“, so Heimo Rademaker. Am Programm mitgearbeitet haben die Harburger Institutionen wie Alles wird schön, der Rieckhof, Marias Ballroom, die Kunstleihe Harburg, die Dreifalt
Kulturgenossenschaft, das Sozialkontor Hamburg-Süd, das Kulturhaus Süderelbe, das Stellwerk, das „Komm du“, der Verein ContraZt, die Fischhalle, das Old Dubliner oder die Kulturwerkstatt.
Der Preis für ein Tagesticket liegt zwischen 3,75 bis 6,75€ und können ab sofort hier bestellt werden: www.tixforgigs.com/SuedKultursommer  – muß aber eben online vorab gekauft werden. Das Programm findet sich  unter www.sued-kultur.de oder www.kultursommer.hamburg und dann Stichwort SuedKulturSommer.

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Der Kunst begegnen https://www.tiefgang.net/der-kunst-begegnen/ Fri, 26 Mar 2021 23:21:53 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=7766 [...]]]> Der Heimfelder Verein „Alles wird schön“ gibt online Einblicke in die Arbeitswelt des Harburger Habibi Ateliers.  

Der in Heimfeld ansässige Verein „Alles wird schön“ macht in der Pandemie seinem Namen alle Ehre, lässt er die Kulturhungrigen doch hoffen auf eine Zeit „danach“. Während dessen haben sie einen sehenswerten Online-Ausstellungsraum entworfen und ins world-wide-web gestellt. Dort sind nun seit dem 25. März und noch bis zum 20. April Arbeiten aus dem Habibi-Atelier zu sehen, die sonst in den Harburger Arcaden werkelt.

Die Idee eines so genannten Habibi Ateliers (arabisch für geliebtes Atelier) unter der Leitung Sladan K., Künstlername Sly, existiert seit 2015. Zunächst handelte es sich um ein Projekt für Geflüchtete in unterschiedlichen Flüchtlingsunterkünften in Hamburg. Seit Ende 2016 hat sich die Zielgruppe deutlich vergrößert. Seitdem sind alle Harburgerinnen und Harburger zunächst am Schwarzenberg und seit Mai 2017 im Einkaufszentrum Harburg Arcaden willkommen.

Die Grundidee ist, dass die Atelier-Türen für alle Menschen kostenlos offen stehen. Es handelt sich um einen Kunst-Begegnungsraum für alle Harburgerinnen und Harburger, die Lust haben, künstlerisch aktiv zu werden. Egal, ob Schüler oder Seniorin, Geflüchtete oder Einheimischer, mit oder ohne Handicap, alle können die barrierefreien Räumlichkeiten nutzen. Das Atelier bietet die Chance, dass geflüchtete junge Menschen mit Kunst- Studierenden sowie langjährigen einheimischen Künstlern aus Harburg zusammenarbeiten und gemeinsam neue Ideen umsetzen und andere Techniken ausprobieren können. Das Atelier bietet einen Ort, an dem sich Personen begegnen und sich und ihre Kulturen kennenlernen können, die sich andernfalls wahrscheinlich nie begegnet wären und leistet somit einen großen Anteil zur alters- und kulturübergreifender Integration und Inklusion in Harburg.

habibiatelier.art

 25.3. – 20.4.2021 – online Galerie: galerie-alleswirdschoen.de

Ab dem 26. April geht es weiter mit einer Ausstellung der Harburger Künstlerin Andrea Rausch.

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Schutzschirm für Stadtteilkulturzentren https://www.tiefgang.net/schutzschirm-fuer-stadtteilkulturzentren/ Sun, 19 Apr 2020 14:35:12 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=6770 [...]]]> Ob Kulturhaus Süderelbe, Kulturwerkstatt, Honigfabrik oder Alles wird schön  – die Pandemie schlägt auch bei den Stadtteilkulturzentren durch. Die Kulturbehörde steuert nun nach.

In der Mitteilung der Behörde für Kultur und Medien heißt es:

„Im Rahmen des Corona Schutzschirmes des Senates ist auch der Etat der Behörde für Kultur und Medien um insgesamt 25 Millionen Euro erhöht worden. Mit diesem Hilfspaket Kultur sollen im Rahmen existierender Förderinstrumente die Auswirkungen der Corona bedingten Schließungen für kulturelle Einrichtungen abgefedert werden. Hierzu werden derzeit gemeinsam mit den Einrichtungen individuelle Hilfsmaßnahmen entwickelt. Die Hamburger Stadtteilkultur soll aus diesem Hilfspaket mit 1.360.000 Euro unterstützt werden.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Das Leben und die Kultur in den Stadtteilen wird ganz wesentlich von den dortigen Stadtteilkulturzentren geprägt. Da diese in hohem Maße auf ihre eigenen Einnahmen angewiesen sind, sind die derzeit notwendigen Schließungen für die Stadtteilkultur ein herber Einschnitt. Wir sind in intensiven Gesprächen mit den vielen Engagierten vor Ort und den Bezirken und haben mit der Förderung aus dem Hilfspaket Kultur nun einen Rettungsschirm gespannt, mit dem wir der Stadtteilkultur helfen, möglichst gut über die Zeit der Schließung zu kommen. Die kulturellen Angebote in den Stadtteilen sind wichtiger denn je. Sie fördern den Zusammenhalt, die Solidarität und den Gemeinsinn. Dafür lohnt es sich gemeinsam gute Lösungen zu finden.“

Corinne Eichner, Geschäftsführung Dachverband Stadtkultur e.V.: „Wir sind sehr froh, dass Hamburg sich mit dieser wichtigen Rettungsmaßnahme zur Bedeutung der Stadtteilkultur für unsere Stadt bekennt. In der gegenwärtigen Krise droht der dauerhafte Komplettverlust des kulturellen Lebens und der kulturellen Teilhabe in den Stadtteilen, denn langfristig geschlossene Kultureinrichtungen können meist nicht wieder aufgebaut werden. Zurzeit arbeiten viele Akteure daran, alternative Angebote zu schaffen und Szenarien für eine Zeit nach der Krise zu entwickeln. Wir müssen deshalb auch weiterhin gemeinsam auf allen Ebenen konstruktiv daran arbeiten, dass keine Einrichtung der Krise zum Opfer fällt. Die besonders vielfältige Szene der Hamburger Stadtteilkultur, die sich dadurch auszeichnet, dass sie mit Mitteln der Kultur auf soziale Zusammenhänge einwirkt und die Kultur mit den Werten der Demokratie und der offenen Gesellschaft verbindet, ist unabdingbar für das kulturelle Leben und den sozialen Frieden in Hamburg. Weil sie nahezu keinerlei eigene Einnahmen mehr hat, die ihre Arbeit sonst erst ermöglichen, kann sie die dramatischen Einschränkungen durch die Allgemeinverfügungen nur mit einer starken Unterstützung überleben.“

Die Behörde für Kultur und Medien gibt die Hilfsgelder an die sieben Bezirksämter, bei denen die Stadtteilkultureinrichtungen ihre Anträge stellen können. Die Höhe bemisst sich an dem jeweils nachzuweisenden Liquiditätsengpass, der durch die Schließung entsteht. Wesentlich sind hier die Einnahmeverluste durch nicht stattfindende Veranstaltungen und Ausfall des regelmäßigen Programms. Dabei werden alle schließungsbedingten Einsparungen und Förderungen Dritter berücksichtigt.“

Quelle: www.hamburg.de/bkm

 

 

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Und sonst noch … https://www.tiefgang.net/und-sonst-noch-2/ Fri, 11 Oct 2019 23:00:57 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=5809 [...]]]> Mehr als 15 Locations und über 40 Acts bei der 9. SuedKultur Music-Night. Das braucht Durchblick. Wir helfen …

Die SuedKultur Music-Night hält immer auch Überraschungen bereit. Nicht nur musikalisch sondern auch was die Locations angeht. Und da der Harburger Architekt, der auch das neue Bühnendach der Freilichtbühne im Stadtpark Harburgs erschuf, Carsten Lünzmann, nicht nur Freund der abendlichen-lauten Live-Musik, ist sondern gerne auch selbst in die 6-Saiter greift, hat er kurzerhand einen One-Night-Club erschaffen. Dieser heißt am 19. Oktober „Millimeter Klub“ /( c/o luenzmann architektur) und liegt in der Buxtehuder Straße 56, 21073 Hamburg (Bushaltestelle Unterlebestraße, Linien 141 u. 142). Und dort wird es arg psychedelisch. Es spielen nämlich die  „Voodoo Diodes“, die schon Anfang Dezember 2018 im Projekt „3falt“ in der leerstehenden Dreifaltigkeitskirche mit einem Überraschungsgig begeisterten. Es spielen: Elektronik und Gesang – Clemens Rosenberg;  Schlagzeug –  Hamdi Özer und Gitarre –  Carsten Lünzmann. Krautrock-Zeug vom Feinsten und samt Video-Show. Das lohnt einen Abstecher.

Zwischen Lüneburger Straße und Seeveplatz liegt ein Tunnel, der schon viel mitgemacht hat. Doch die Kultur hat sich immer wieder am Leben gehalten. So auch bei der Initiative Gloria-Tunnel e.V.. Sie lädt bei der 9. Music-Night der SuedKultur zu einem bunten Musik- und Tanzabend mit offener Bühne. Der Abend wird moderiert und musikalisch begleitet von einem Discjockey und auch Karaoke-Einlagen sind geplant.

Ab 17 Uhr Piraten- Puppentheater mit Nadine&Rita Knoop, um 18 Uhr tritt die Tanzgruppe von Nadine Senkpiel auf, um 20 Uhr etwa Sarina NachtRot mit Katja Schattenlicht und um etwa 21 Uhr das Duo „Cookies For The Cat“. Katja Schattenlicht &Sarina NachtRot zu ihrem Programm: „Wir möchten euch klassischen, mittelalterlichen und alternativen Gesang vorstellen.“ Moderiert wird der Abend von DJ Michi und den Rest des Abends ist jedeR zum Karaoke eingeladen …

Gloria-Tunnel, Lüneburger Straße 1, 21073 Hamburg

Das Stellwerk im Bahnhof Harburg und über dem Fernzuggleis 3 ist der Ort für Suburbanes. Und so lädt es zur SuedKultur Music-Night ab 22 Uhr zur dancebale Night unter dem Motto Funk Soul Allnighter.

Stellwerk,  Bahnhof Harburg, über Fernzuggleis 3, Hannoversche Straße 85, 21073 Hamburg, www.stellwerk-hamburg.de

Auch das Sozialkontor Harburg in der Schwarzenbergstraße 48, 21073 Hamburg ist bereits zum zweiten Male dabei und bietet die vermeintlich „kleinste Bühne für alle“. Neben etlichen  Solo- und Gruppenauftritten spielen zwischen 18h und 20h  auch echte Überraschungsgäste. www.bhh-sozialkontor.de

Und auch im Heimfelder Kunst- und Kulturverein „Alles wird schön“ in der Friedrich-Naumann-Str. 27, 21075 Hamburg (Heimfeld) lohnt sich ab 19 Uhr ein Besuch. Denn es gibt ein „open mic“ für Pantomime, Vortrag, Gedichte, Musik und was man sich noch so alles ausdenken mag. Hier gastieren und probieren eventuell schon die Music-Night-Stars des nächsten Jahres! Und ab 20.30h wird es dann kollektiv: die Jam Session wird eröffnet und wer mag: ein Soundsystem, Mikros, E-Drums und gar ein E-Piano sind vorhanden!

Im Hafen Harburgs überrascht seit geraumer Zeit die Kulturwerkstatt am Kanalplatz 1, 21079 Hamburg mit einer Jazzclub-Reihe. Wen wundert´s  da, dass auch zur SuedKultur Music-Night dann eine entsprechende „KWH“-Jam Session Spezial! ab 19h losbricht. Also Instrumente einpacken und los geht der Swing! www.kulturwerkstatt-harburg.de

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Stroh zu Gold https://www.tiefgang.net/stroh-zu-gold/ Fri, 02 Aug 2019 22:06:56 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=5578 [...]]]> Um Kunst zu verstehen, muss man sie zunächst einmal zulassen. Dann aber bietet sie einem neue Welten. So bald auch in einer Ausstellung der Künstlerin Irmgard Gottschlich in Heimfeld.

Für Irmgard Gottschlich  ist das Zeichnen von Beginn ihrer künstlerischen Tätigkeit an die Sprache, mit  der sie sich am unmittelbarsten ausdrücken kann. Anfangs klassisch auf Papier wurden später andere Materialien zu Trägern der Zeichnung wie etwa große Tücher und Matratzen. Die  Zeichnungen auf Papier, gerahmt und ungerahmt wurden Teile von größeren Rauminstallationen.

In der Heimfelder Galerie „Alles wird schön“ sind Farbstiftzeichnungen mit freien figurativen Formen zu sehen, die ganz klassisch gerahmt an die Wand gehängt werden. Thematisch geht es um das Verhältnis von Mensch zu Tier und Natur und oft im Zusammenhang mit Märchen und Mythen oder den sogenannten ´stummen Zeugen der Archäologie`. In der Nähe der ecriture automatique angesiedelt, ist für Irmgard Gottschlich das Zeichnen ein intuitives automatisches Hinschreiben. Erst im laufenden Prozess wird es langsam eine Art Erkennen, das dann ermöglicht, was vorher unbekannt war. Dazu bezieht sie sich gerne auf den Maler und Kunsttheoretiker Willi Baumeisters und sein Werk und seine Aussage in „das Unbekannte in der Kunst“: „Auch der tätige Künstler selbst erfährt neue Werte“. Umgekehrt kann sich aber für sie auch im Betrachtungsvorgang durch den Rezipienten eine derartige Erfahrung einstellen. So können die abgebildeten Figuren – für das allgemeine Bewusstsein oft nicht zusammengehörende Dinge –   durch ihre Interaktion mit anderen eine über sie hinausgehende Erweiterung anbieten.

Neben Arbeiten auf Papier sind in der Ausstellung in Heimfeld auch zwei große mit Farbstift bezeichnete Tücher zu sehen. Auch hier geht es um ein fast automatisches An- und Übereinander–Zeichnen von Pflanze,  Tier, Mensch und Formen.

Auf einer Art Labor-Tisch sind Skizzen, Überarbeitungen, Texte zu den verschiedensten thematischen Überlegungen und dem prozesshaften Suchen nach möglichen Lösungsansätzen zu sehen.

Der Titel der Ausstellung STROH ZU GOLD ist an das Märchen „Rumpelstilzchen“ angelehnt und weist auf Gottschlichs Grundkonzept des künstlerischen Handelns hin:  das Positive betonen und nicht das Negative illustrieren.

Irmgard Gottschlich  wohnt und arbeitet mit ihrem Mann und ebenfalls Künstler Harald Finke in Rehlingen, im Süden Hamburgs. Sie wurde 1939 in Hamburg geboren und studierte in den 70er Jahren Malerei und Grafik in Hamburg. Seither hat sie bundesweit ausgestellt und an Ausstellungen mitgewirkt in Hamburg, Mannheim, Lübeck, Magdeburg oder Essen und auch als Jurorin und Kuratorin gewirkt.

Über sich selbst und den künstlerischen Impuls sagte sie in einem Interview in ´Tiefgang` (Juni 2017): „Mein Leben ist eigentlich ganz normal verlaufen – Kindheit, Ehe, Kinder. Irgendwann habe ich gemerkt, dass unsere normalen gesellschaftlichen Bedingungen und Regeln nicht mit mir übereinstimmen.“

Zur Eröffnung am Freitag, 16.August um 19h wird die Ausstellung von Alles-wird-schön-Hausherr Jürgen Havlik eröffnet und zum künstlerischen Schaffen spricht niemand Geringeres als Kulturmanager und künstlerischer Leiter des Speichers am Kaufhauskanal, Henry C. Brinker.

Die Ausstellung selbst ist dann bis zum 30. August zu sehen. Dienstags bis freitags zwischen  14-18 Uhr und samstags von 16 bis 18 Uhr. Ort: Alles wird schön e.V., Friedrich-Naumann-Straße 27, 21075 Hamburg, www.alles-wird-schoen-e-v.de

Website: www.irmgardgottschlich.de

Publikationen: irmgardgottschlich.de/Kuenstlerbuecher

Zwei Werke Gottschlichs sind auch in der Kunstleihe Harburg zu sehen und verfügbar, jeweils sonntags 12-17h, im Nachbarschaftstreff Eißendorfer Straße 124, 21073 Hamburg, www.sued-kultur.de/kunstleihe.

 

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Mandela in der Apotheke https://www.tiefgang.net/mandela-in-der-apotheke/ Fri, 01 Mar 2019 23:31:47 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4899 [...]]]> „Darf´s noch was sein?“ fragt der Bäcker, „ja, bitte ein duftendes Gedicht“, entgegnen Sie. Unfug? Von wegen. Die „Läden der Poesie“ macht´s real.

Am Dienstag den 12.03. 2019 beginnt unter dem Motto Poesie der Welt in kleinen Läden ganz groß um 17 Uhr in Leichers Buchhandlung, Meyerstraße 1, in 21075 Hamburg-Heimfeld die diesjähriges LÄDEN DER POESIE-ALTER POSTWEG.
Initiatorin der dichterischen Aktion ist Viola Livera, die viele auch von der Theatergruppe „Die Delikaten“ kennen. „Wir präsentieren in Leichers Buchhandlung die englische Schriftstellerin Elizabeth Barrett-Browning, gehen danach weiter in die Kompass Apotheke, Gazertstraße 1, und lesen dort aus dem Werk von Nelson Mandela. Danach geht es in die HASPA-Filiale im Alter Postweg 29. Hier hören wir Gedichte von dem türkischen Dichter Nazim Hikmet. Zum Abschluß besuchen wir den Kulturladen „Alles wird schön“ e.V. in der Friedrich-Naumann-Straße 27. Alle Lesungen hören wir in Originalsprache und deutscher Übersetzung. Dazu gibt es landestypische Musik.“
Im Schlepptau hat sie Sprecher und Musiker wie Gregory James Hellenkamp, Dumisani Mabaso, Mete Güner, Ozan Direnc und eben Viola Livera.
Die Schauplätze der neuen Literaturreihe sind kleine Läden, Schuster, Friseur, Boutique, Goldschmiedeladen, Käseladen, Weinhandlung, Töpfer, Schneiderei, Kräuterladen usw.
„Unsere modernen Großstädte sind geprägt durch ihren multikulturellen Reichtum und ihrer Sprachenvielfalt. Diesen kulturellen Reichtum wollen wir in den Mittelpunkt stellen an Orten, die unseren Alltag prägen, in möglichen Begegnungen mit dem Nachbarn und dem Fremden. Es ist ein Reichtum der uns allen zur Verfügung steht“, so Livera

Es ist möglich mit dem türkischen Obstverkäufer über orientalische Literatur zu reden. Es ist möglich bei der Änderungsschneiderei über russische Märchen zu sprechen. Es ist möglich in der Boutique sich über französische Philosophen auszutauschen. „Wir haben bewußt diese kleinen Läden gewählt, in einer Zeit wo vieles nach Großem strebt und die Zeit manchmal zerhackt wird in Minuten, die man einsparen könnte. Und doch sind es diese Läden, die das Leben in unseren Straßen attraktiver machen, Oasen wo Zeit ist für scheinbar belanglose Fragen wie: „Wie geht es Ihnen?“ Die Literaten der Welt haben immer Worte gefunden für diese Städte und ihre Menschen. Es gehört viel Mut dazu heute ein kleines Geschäft aufzumachen und man braucht einen langen Atem um durchzuhalten. Genauso geht es vielen Künstlern unserer Stadt, die ihre Träume leben und doch manchmal nicht wissen, wovon sie morgen die Miete bezahlen sollen. Aber da gibt es etwas und das ist die Poesie, die kunstvoll die Sehnsüchte, die Hoffnungen, die verlorenen und wiedergefundenen Träume in Worte kleidet und das noch Fremde zu etwas macht, was eigen werden kann. Diese Worte finden sich in vielen Sprachen und manche Worte verleihen uns Flügel, schenken Trost und Kraft.
Die Literatur der Welt ist auch die Literatur unserer Großstädte geworden und die Sprachenvielfalt ein Spiegel unseres gemeinsamen kulturellen Reichtums. Die Poesie sei unsere gemeinsame Sprache. Sie ist die Urmutter der Literatur und manches poetische Wort Nahrung für unsere Seele.“

Termin: Dienstag, 12. März 2019 ab 17 Uhr von Leichers Buchhandlung, Meyerstraße 1, in 21075 Hamburg-Heimfeld

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Die Rächerin frei Haus https://www.tiefgang.net/die-raecherin-frei-haus/ Fri, 16 Mar 2018 23:01:44 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=3275 [...]]]> Liebe, Mord und Totschlag und all das in Hamburg. Wenn es nach Alexandra Krebs ginge, darf das gerne so bleiben – in ihren Büchern. Sie ist Gast der 3. SuedLese.

Alexandra Krebs ist 1975 in Hamburg geboren. Mit elf Jahren hat sie ihre erste Bildergeschichte im internen Magazin des Rauhen Hauses veröffentlicht. Nach der Schule absolvierte sie ihre Ausbildung im medizinischen Bereich und war von da an viele Jahre im Ausland unterwegs. Schreiben hatte in dieser Zeit eine untergeordnete Rolle in ihrem Leben. 2016 hat sie sich endlich getraut und hat ihr erstes Buch veröffentlicht: „Rache – Lieferung frei Haus“ erblickte das Licht der Welt. Im März 2017 folgte „Organ auf Bestellung“, im September 2017 dann „Liebe – der Weg zum Tod“. Seit November letzten Jahres ist ihr erstes Verlagsbuch draußen. „Semper Occultus – bin ich schuldig?“ ist wie die anderen auch, ein Hamburgkrimi.

Jetzt wohnt sie mit ihren beiden Kindern im ländlichen Speckgürtel von Hamburg und kreiert immer neue Geschichten. Zwei wird sie im Rahmen der SuedLese vortragen und wir schon mal als „Appettitbringer“ vorstellen.

„Rache – Lieferung frei Haus“ (15. April, Deichdiele) erschien im November 2016 und war ihr erster Krimi. Ihr „Baby“, wie sie ihn selbst noch nennt. Es folgte „Organ auf Bestellung“ als zweiter Band aus der Thomas Eickhoff Reihe, genauso wie der Vorgänger ist er aber ohne das andere Buch lesbar.

Darin ermitteln der Hamburger Polizist Thomas Eickhoff und sein Team gegen einen skrupellosen Organhandelring. Immer wenn der Vollmond über Hamburg scheint, wird eine organlose Frau an einem Hamburger Badesee abgelegt. Selbst raffinierte Fallen und ausgeklügelte Überwachungen bringen keinen Erfolg. Doch dann kommt Thomas auf eine irre Idee. Wird es ihm gelingen die Falle noch rechtzeitig zuschnappen zu lassen?

„Liebe – Der Weg zum Tod“, den sie am 14. April  im Kulturverein „Alles wird schön“ in Heimfeld liest, kam dann im November 2017 heraus. Im Gegensatz zu den anderen zwei Thomas Eickhoffs, ist dieser aus zwei Ich-Perspektiven geschrieben. Der Leser begleitet nicht nur Thomas Eickhoff, nein auch Brigitta die Mörderin. Neben der Liebe zur Ermittlung habe ich hier auch noch die Liebe zum Mord einfliessen lassen.

Inhalt: Die dritte Leiche wurde auf dem Ohlsdorfer Friedhof gefunden. Wieder liebevoll zugedeckt und wieder ist die einzige Gemeinsamkeit, dass das Opfer graue Haare hat. Thomas Eickhoff und seine Kollegen stehen weiter vor einem tödlichen Rätsel, das immer mehr Opfer fordert. Und langsam kann Thomas den in sich aufkeimenden Verdacht nicht mehr ignorieren. Aber werden die Ermittler die Puzzleteile schnell genug zusammensetzen können oder wird es ein weiteres Opfer in dieser Mordserie geben?

„2017 war es so weit ich bekam meinen ersten Verlagsvertrag.“ „Semper occultus – bin ich schuldig“, aus dem sie bei der diesjährigen SuedLese in der Wilhelmsburger „Deichdiele“ vorträgt, wurde im Fehnland-Verlag unter Vertrag genommen worden. Wieder ist es das Buch aus zwei Ich-Perspektiven geschrieben und dieses Mal ist es was Besonderes. Finn Baumann hat so viel erlebt in seiner Kindheit, was auch immer wieder thematisiert wird, was Parallelen zu ihrem Leben aufweist. „In diesem Buch ist nochmehr Herzblut von mir drinnen, als in den anderen Büchern.“

Autorin Krebs

Der Hamburger Hafengeburtstag – für Martin Phillips von der Polizeiwache Hamburg-Bergedorf schon immer ein Tag des Abnormalen. Seine Kollegen machen sich über seine düsteren Prophezeiungen regelmäßig lustig, und doch …
In diesem Jahr kommt der junge Finn Baumann auf die Wache und erklärt, seine Mutter ermordet zu haben. Mit einer Gitarrensaite will er sie stranguliert haben – aber es findet sich keine Leiche. Und die Wohnung von Mutter und Sohn ist offensichtlich seit vielen Wochen von keinem Menschen mehr betreten worden. Doch wieder ein Tag des Abnormalen? Jedenfalls einer, der Martin Phillips in der Folgezeit viel Kopfzerbrechen und einige Überraschungen bescheren wird.

Wie immer kannst du auch das Buch im Handel oder den gängingen Internetplattformen kaufen.

Also wenn ihr mal Bücher mit Wumms hinterlesen wollt: fehnland-verlag.de/alexandra-krebs

 weiterführender Link: diekrimiautorin.de

Termine:

14. April 2018: gemeinsame Lesung mit der Hamburger Autorin Kim Rylee im Harburger Kulturverein „Alles wird schön“, Friedrich-Naumann-Str. 27, 21075 Hamburg, ab 16 Uhr

15. April 2018: Lesung in der „Deichdiele“, Veringstr. 156, 21107 Hamburg, 18h

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