bbk https://www.tiefgang.net Fri, 24 Feb 2023 08:53:04 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 Faire Honorare der Kunst https://www.tiefgang.net/faire-honorare-der-kunst/ Fri, 24 Feb 2023 23:40:55 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=9749 [...]]]> Kunst wird immer noch oft als brotlos benannt. Damit das nicht so bleibt, hat der Bundesverband Bildende Kunst (BBK) einen neuen Leitfaden erstellt. Er gibt nun Orientierung zur Berechnung …

Der Bundesverband Bildender Künstler*innen (BBK) hat in Zusammenarbeit mit dem Landesverband Bildende Kunst Sachsen e.V. eine speziell auf Bildende Künstler*innen zugeschnittene Empfehlung für eine angemessene Vergütung erarbeitet. Der „Leitfaden Honorare“ ist digital oder als Printversion erhältlich.

Nur mit angemessenen Honoraren können Bildende Künstler*innen ihre Wirksamkeit längerfristig auf qualitativ hohem Stand entfalten. Der BBK-Bundesausschuss (Bundesvorstand und BBK-Landesverbände) hat daher im Dezember 2022 einstimmig den Leitfaden Honorare für Bildende Künstler*innen beschlossen. Damit will der BBK-Bundesverband eine speziell auf den Beruf Bildender Künstler*innen zugeschnittene Empfehlung für die angemessene Vergütung bildkünstlerischer Leistungen zur Verfügung stellen. Der „Leitfaden Honorare“ ist die Weiterentwicklung der „Leitlinie Ausstellungsvergütung 2021“ und soll auch als Richtschnur für Politik und Verwaltung dienen.

Nur mit angemessenen Honoraren können Bildende Künstler*innen ihre Wirksamkeit längerfristig auf qualitativ hohem Stand entfalten. Ihre Tätigkeitsfelder gehen über das Erschaffen und Ausstellen von Kunstwerken hinaus. Der Leitfaden Honorare ist die notwendige Weiterentwicklung der Leitlinie Ausstellungsvergütung 2021.
Der Leitfaden dient auch als Richtschnur für Politik und Verwaltung. Es gilt nun, die empfohlene Honoraruntergrenze in Förderrichtlinien der öffentlichen Hand verbindlich zu verankern und die Kulturfinanzierung entsprechend auszurichten. Seine Anwendung in öffentlich geförderten Kunstprojekten wird auch dazu beitragen, im privat finanzierten Kultursektor angemessene Vergütungen zu bekommen. Es wird betont, dass der Leitfaden Honorare nicht für Galerien und den Kunsthandel gilt.

Bildende Künstler*innen haben überdurchschnittlich häufig einen Hochschulabschluss und sind freiberufliche, meist soloselbstständige Unternehmer*innen. Sie müssen, anders als abhängig Beschäftigte, über ihre Honorare – neben den privaten Lebenshaltungskosten – auch Betriebskosten, Sozialversicherung, Weiterbildung, Verwaltungsaufgaben etc. finanzieren. Dieser „Leitfaden Honorare“ gibt ihnen Empfehlungen für Honoraruntergrenzen an die Hand, die diese beruflichen Bedingungen berücksichtigen. Die Tätigkeitsfelder bildkünstlerischen Schaffens gehen über das Erschaffen und Ausstellen von Kunstwerken hinaus. Deshalb ist der „Leitfaden Honorare“ die notwendige Weiterentwicklung der Leitlinie Ausstellungsvergütung 2021 und ordnet die vielfältigen Tätigkeitsfelder Bildender Künstler*innen systematisch.
Auf den hier empfohlenen Honorarsatz können und sollen sich Bildende Künstler*innen bei ihren Verhandlungen über eine angemessene Vergütung ihrer Leistungen stützen und berufen, ähnlich wie andere freiberufliche Berufsstände, z. B. Architekt*innen, Jurist*innen, Steuerberater*innen auf ihre jeweiligen Gebührenordnungen oder Designer*innen, Illustrator*innen und Kunsthisotriker*innen auf ihre jeweiligen Honorarempfehlungen.
Bildende Kunst und Künstler*innen nehmen mit bildnerischen und diskursiven Leistungen eine herausragende Rolle für die Demokratie, das Selbstverständnis der Gesellschaft und im Transformationsprozess zu nachhaltigem Leben und Wirtschaften der Menschen ein. Nur mit angemessenen Honoraren können Bildende Künstler:innen ihre Wirksamkeit längerfristig auf qualitativ hohem Stand entfalten.
Der Leitfaden dient auch als Richtschnur für Entscheidungsträger:innen aus Politik und Verwaltung. Es gilt, die empfohlenen Honoraruntergrenzen in Förderrichtlinien der öffentlichen Hand – auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene – verbindlich zu verankern und die Kulturfinanzierung entsprechend auszurichten.

Im Leitfaden wird recht anschaulich erklärt, welche Kosten entstehen und zu berücksichtigen sind, Rechenbeispiele und so ein Instrumentarium für Ausstellungsmachende als auch Ausstellende gegeben.

Bezug: Leitfaden Honorare als digitale Fassung

Leitfaden Honorare als gedruckte Fassung seit Anfang 2023 hier
5 Euro, für BBK-Mitglieder 3 Euro inkl. Versand und Verpackung
DIN A5, 32 Seiten; ISBN 978-3-9825140-0-0

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Jetzt alle! https://www.tiefgang.net/9695-2/ Fri, 03 Feb 2023 23:45:23 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=9695 [...]]]> Der Berufsverbands bildender Künstler*innen Hamburg lädt noch bis zum 12. März zur Jahresausstellung ins Kunsthaus Hamburg am Klosterwall. Es gibt reichlich zu sehen – auch aus Harburg.

Die diesjährige Jahresausstellung JETZT: ALLE zeigt mehr Kunstwerke als je zuvor und bricht mit etablierter Juryarbeit. Es gibt weder ein gesetztes Thema noch eine Vorauswahl. Ein neunköpfiges Team aus Mitgliedern des Berufsverbands hat beschlossen auszustellen, was ihre Kolleg*innen zeigen möchten. So ist ein weites Spektrum künstlerischer Positionen aus Malerei, Fotografie, Grafik, Objekt und Video zu sehen. Annähernd 160 Künstler*innen, die dem Aufruf „JETZT: ALLE“ gefolgt sind, werden mit ihren Werken vertreten sein.

Der BBK Hamburg würdigt in seinem 75. Jubiläumsjahr die künstlerische Arbeit seiner insgesamt 600 Mitglieder. Das Jury-Team fördert den lebendigen Austausch und hat ein umfangreiches Rahmenprogramm entwickelt: Kurzfilmabend, Portrait-Aktion, Künstler*innenmahl, Performances und Diskussionsveranstaltung geben vielfältige Möglichkeiten für Begegnungen im Kunsthaus Hamburg.

Unter den Namen finden sich auch Harburger Künstler*innen: Gabriele Ahrens, Iris Albrecht, Philip Angermaier, Janina Arlt, Chika Aruga, Matthias Bargholz, Dörte Behn, Christian M. Beier, Gabriele Beitelhoff-Zeger, Kirsten Berg, Carolin Beyer, Kathrin Bick-Müller, Wolfgang Block, Halina Bober, Birgit Bornemann, Miriam Breig, Marcia Breuer, Ines Brinkschmidt, Kai Brüninghaus, Annette Bülow, Cornelia Busch, Jacqueline Christiansen, Andrea Cziesso, Lara Vlaska Dahlmann, Uschi Dechow, Beatrice Dettmann, Susanne Dettmann, Barbara Dévény, Jan Dietrich, Arielle Drouard, Frieder Falk, Dorothea Fischer, Antonia Flachsenberg, Inge Förtsch, Pachet Fulmen, Lela Gabunia, Janine Gerber, Satenik Ghulijanyan, Maria Gibert, Elisa Goldammer, Gerten Goldbeck, Maren Goldenbaum-Henkel, Anna Goldmund, Anneke Gräper, Marit Gromus, Sigrid Gruber, Bibi Gündisch, Horst Güntheroth, Frauke Hänke, Monika Hahn, Judith Haman, Jasmin Hantl, Stefanie Harjes, Till F. E. Haupt, Sibylle Hauswaldt, Tanja Hehmann, Katherina Heil, Judith Heinsohn, Carmen Hillers , Katja Hirschbiel, Pia Hodel-Winiker, Brigitta Höppner, Friederike Höppner, Claudia Hoffmann, Annegret Homann, Heilwig Jacob, Birgit Jaenicke, Sigrun Jakubaschke-Ehlers, Burglind Jonas, Ralf Jurszo, Thomas Kälberloh, Claus Kienle, Susanne Kleiber, Frank Kleineidam, Thomas Klockmann, Nis Knudsen, Ulrike Koch, Jutta Konjer, Beate Kratt, Gabriele Kruk, Tim Kubach, Ute Kühn,

Gabriele Kurth-Schell, Anabel Leiner, Jürgen Liefmann, Frank Linke, Vivi Linnemann, Xiaomin Liu, Imke Lohmann, Anne-Christin Lohrmann, Dagmar Mahlstedt, Lillemor Mahlstaedt, Hanna Malzahn, Renke Maspfuhl, Anja Matzke, Barbara Meier, Susanne Mewing, Claudia Miller, Barbara-Kathrin Möbius, Sibylle Möller, Micha Mohr, Marnie Moldenhauer, Paolo Moretto, Rolf Naedler, Monika Nelting, Karsten Niels O. Nolte, Stefan Oppermann, Matthias Oppermann, Jana Osterhus, Arup Jyoti Paul, Veronika Pawlik, Per Pegelow, Barbara Pier, Susanne Pollach, Erdmute Prautzsch, Davod Ranjbaran, Silke Rath, Andrea Rausch, Jens Rausch, Katrin Regelski, Peter Reitberger, Anne Reiter, Beate Rosenplenter, Ele Runge, Olga B. Runschke, Yutta Saftien, Claus Sautter, Marie Schirrmacher-Meitz, Werner Schöffel, Petra Schwab, Jacques Sehy, Stilla Seis , Shahram Shahmiri, Juliane Sommer, Mareile Stancke, Adriane Steckhan, Katrin Stender, Annett Stenzel, Kerstin Stephan, Ursula Steuler, Eckart Straube, Bernhard Suhr, Hans-Jürgen Trams, Annika Unterburg, Vira Vaysberg, Ilka Vogler, Annette von Borstel, Christina von Grote, Gabriele Walter, Mathias Will, Ulrike Willenbrink, Katja Windau, Ricky Winter, Chrisdian Wittenburg, Heinrich Wollitz, Ricarda Wyrwol, Angela Zander-Reinert, Julia Zaretskaja

Eine Ausstellung des Berufsverbands bildender Künstler*innen Hamburg

Kunsthaus Hamburg; Klosterwall 15, 20095 Hamburg
tel: (040) 33 65 14 – fax: (040) 3038 0701 info@bbk-hamburg.de
www.bbk-hamburg.de

 

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„Zu arm für Grundrente“ https://www.tiefgang.net/zu-arm-fuer-grundrente/ Fri, 28 Feb 2020 23:02:42 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=6448 [...]]]> „Lebensleistung verdient Respekt.“ Das ist der Tenor der Bundesregierung zur Einführung einer Grundrente. Kreative sehen sich aber in großen Teilen ausgegrenzt. Denn sie können die Anforderungen nicht erfüllen.

Gut gemeint und doch zugleich ein Zeichen für die Lebensferne von Politik? So oder ähnlich sehen viele Kreative die Handhabung der nun kommenden Grundrente. Ihr Ansatz selbst sei lobenswert, soll sie doch geringe Einkommen vor Altersarmut schützen. Aber die Realität ist für viele erbärmlicher als die Politik vermutlich ahnt.

Der Appell im Wortlaut:

„Der Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler e. V. (BBK) fordert gemeinsam mit anderen Künstlerverbänden in einem Appell, diese zweite Hürde auf maximal 10 % des Durchschnittseinkommens abzusenken – orientiert am Mindesteinkommen, das mit gutem Grund (!) Voraussetzung für die Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse ist.

„Lebensleistung verdient Respekt.“ Stimmt. Das gilt für alle. Auch für Kreative. Mit der nun bekannt gewordenen zweiten Bedingung für den Bezug von Grundrente wird vielen von ihnen genau dieser Respekt jedoch versagt werden. Zusätzlich zu den mindestens 33 Jahren Beitragszeiten in der Rentenversicherung muss in diesen Zeiten auch noch ein Mindesteinkommen von mindestens 30 % des bundesweiten Durchschnittseinkommens erwirtschaftet werden. Wer darunter liegt, fällt durchs Raster.

Das bundesweite Durchschnittseinkommen lag 2018 bei 37.873 €. Bildhauer*innen in der Künstlersozialkasse hatten im gesamten Jahr 2018 durchschnittlich ein künstlerisches Ei kommen von 11.668 €, Maler*innen von 12.253 €; Konzeptkünstler*innen von 9.389 € und Performancekünstler*innen von 9.207 € erwirtschaftet.

Sehr viele werden absehbar nicht das Drittel des bundesweiten Durchschnittseinkommens (12.624 €) erreichen, selbst wenn sie 35 Jahre lang Sozialversicherungsbeiträge eingezahlt haben! Künstlerisches Einkommen unterliegt großen Schwankungen. Viele Künstler*innen mit klassischen Erwerbsbiografien werden aus objektiven Gründen diese beiden Hürden nicht gleichzeitig nehmen können – diese Bedingungen widersprechen schlicht der gelebten künstlerischen Realität und schließen daher viele Kreative von der Grundrente aus.

Die Bundesregierung will entsprechend ihrer Begründung mit der Mindestgrenze diejenigen von der Grundrente ausschließen, deren Einkommen „lediglich die Bedeutung eines ergänzenden Einkommens“ hat; sie nennt Minijobber als Beispiel. Viele Künstlerinnen und Künstler waren aber 35 Jahre voll berufstätig und erreichen dennoch nicht das verlangte Mindesteinkommen in dieser Zeit. Diese Arbeit mit Nebentätigkeit gleichzustellen degradiert die Lebensleistung derjenigen, die Kunst und Kultur schaffen und damit fundamental zum Zusammenhalt der Gesellschaft beitragen, jedoch immer noch nicht adäquat vergütet werden.

Die unterzeichnenden Verbände fordern daher die Bundesregierung, die Abgeordneten des Bundestags und den Bundesrat auf, diese zweite Hürde auf maximal 10 % des Durchschnittseinkommens abzusenken – orientiert am Mindesteinkommen, das mit gutem Grund (!) Voraussetzung für die Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse ist.

Auch für Kreative gilt: „Arbeit muss sich lohnen – auch in der Rente.“

 Berlin, den 5. Februar 2020

Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler e.V. (BBK) // Deutsche Jazzunion // Deutscher Künstlerbund // GEDOK // Internationale Gesellschaft der bildenden Künste (IGBK) // Internationales Künstlergremium (IKG) // ProQuote Film // Stiftung Kunstfonds // ADKV – Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine e.V.“

Quelle und zur Unterzeichnung des Appells: www.bbk-bundesverband.de

 

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Kunst 24/7 https://www.tiefgang.net/kunst-24-7/ Fri, 28 Sep 2018 22:57:30 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4235 [...]]]> Niedersachsen macht seine Kunst rund um die Uhr sichtbar. Digital, versteht sich. So haben jetzt alle was davon.

In der Pressemitteilung heißt es:

„Das neue digitale Portal „Künstlerdatenbank und Nachlassarchiv Niedersachsen“ ist gestartet. Kürzlich wurde das deutschlandweit einmalige Projekt im Rahmen einer Podiumsveranstaltung im Kunstverein Hannover vorgestellt. Zukünftig werden unter www.kuenstlerdatenbank.niedersachsen.de zahlreiche Werke niedersächsischer Künstlerinnen und Künstler der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das Portal ist ein Projekt des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur (MWK) in Kooperation mit dem Bund Bildender Künstlerinnen und Künstler für Niedersachsen e.V. (BBK) und ist bei der Verbundzentrale des Gemeinsamen Bibliotheksverbundes (VZG) angesiedelt. Mit der Einführung der neuen digitalen Künstlerdatenbank setzt das Kulturministerium ein wichtiges Vorhaben des Masterplans Digitalisierung im Bereich Digitale Kultur um.

„Das neue Online-Portal ‚Künstlerdatenbank und Nachlassarchiv Niedersachsen‘ ist eine hervorragende Möglichkeit, Werke von Künstlerinnen und Künstlern – und damit auch zukünftige Nachlässe – rund um die Uhr an jedem Ort der Welt sichtbar zu machen. Das Portal macht bedeutendes kulturelles Erbe zugänglich für Wissenschaft, Forschung, Öffentlichkeit und Verwaltung. Es bietet so hervorragende neue Möglichkeiten der Vernetzung“, sagt der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler.

Die Datenbank unterstützt niedersächsische Künstlerinnen und Künstler bei der Digitalisierung ihres Werkes und fördert ihre öffentliche Wahrnehmung. Durch ein qualifiziertes Aufnahmeverfahren, das auch die Einhaltung von festgelegten Kriterien beinhaltet, und seine Anbindung an die VZG als Landeseinrichtung ist das Portal bundesweit Vorreiter.

Das Portal „Künstlerdatenbank und Nachlassarchiv Niedersachsen“ präsentiert und dokumentiert Qualität und künstlerische Vielfalt in Niedersachsen. Es stellt Künstlerinnen und Künstler sowie künstlerische Nachlässe vor, vermittelt vertiefende Informationen, unterstützt die Forschung und Vernetzung unter Kunstschaffenden sowie mit Kuratorinnen und Kuratoren und allen Interessierten. Auf diese Weise leistet es einen wichtigen Beitrag zur Sichtbarmachung und Entwicklung der Bildenden Künste. Die zugehörige Datenbank stellt Künstlerinnen und Künstlern und ihren Erben langfristig eine Grundlage zur Erfassung und Verwaltung ihrer Werke zur Verfügung.

Die Künstlerdatenbank wird zukünftig angebunden an das bereits erfolgreich etablierte Portal „Kulturerbe Niedersachsen“ (www.kulturerbe.niedersachsen.de), das multimedial einen direkten Zugang zu ausgewählten digital erfassten Kulturgütern des Landes bietet.“

Quelle: www.mwk.niedersachsen.de

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Bestechende Kunst der Insekten https://www.tiefgang.net/bestechende-kunst-der-insekten/ Sat, 26 Aug 2017 05:41:05 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=1903 [...]]]> Die Erinnerungen eines Insektenforschers waren ihre künstlerische Inspiration. Nun stellt sie einige Arbeiten beim Harburger Kulturtag aus und die sind wundervoll: Ute Lübbe.

1965 im schleswig-holsteinischen Itzehoe geboren  studierte sie zunächst Medizin und praktizierte als Fachärztin für Psychiatrie. Doch die Kunst war und blieb ihre eigentliche Leidenschaft und so entschied sie sich zur Jahrtausendwende noch zu einem Studium der Grafik, Malerei und Kunstgeschichte und ging nach Marburg. Seit 2013 lebt und arbeitet sie wieder in Schleswig-Holstein – genau genommen Lübeck. Dort hat sie ein eigenes Atelier, ist im Berufsverband bildender Künstler*innen (bbk), der Gemeinschaft Lübecker Künstler*innen wie auch der Gedok, dem Verein zur Förderung von Frauen in künstlerischen Berufen organisiert. Also Profi durch und durch.

Harburgs kreative Synergie

Durch ihre zahlreiche Kontakte kam auch der zur in Harburg lebenden Künstlerin Alexandra Seils zustande. Die lud sie nun in ihr Atelier und anlässlich des Harburger Kulturtages zu einer gemeinsamen Ausstellung ein. Denn, so Lübbe: „Schnell war klar, dass es kreative Synergien zwischen uns gibt und wir uns künstlerisch in Manchem ergänzen.“

Filigran und komplex

Was von ihr zu sehen sein wird, löst bei manchem vermutlich zunächst Kopfschütteln aus: nämlich Insekten. Doch dies hat seine Bewandtnis: „Angeregt wurde ich auch durch die Lektüre von Jean Henri Fabres „Erinnerungen eines Insektenforschers“, so Lübbe. Und da sie seit jeher ein lebhaftes Interesse an der Wissenschaft, der Beobachtung und Kenntnis von Dingen gehabt habe, wurde die Inspiration zur Kunst – in vielfältiger Form.

Sie sehe Dinge in der Natur, die auch ethische Fragestellungen aufwürfen. Wie der nach dem Beginn von Bewusstsein, also eher neuroethische Gedanken. Da ist sie also wieder – die Fachärztin!

Künstlerin Ute Lübbe (Foto: Lübbe)

„Zugleich wirft die Beschäftigung mit Naturwissenschaft zahlreiche Fragen auf“, erläutert sie. „Es wird deutlich wie filigran und komplex vieles gestaltet ist und wie viel wir noch gar nicht wissen. Dies inspirierte mich, mich mit den noch unbekannten Insekten zu beschäftigen und Ihnen – quasi vor ihrer wissenschaftlichen Entdeckung – schon ein äußeres Erscheinungsbild zu geben.“

Wie ist mehr als spannend zu betrachten: denn technisch reicht ihr Repertoire von Malerei über Collage, Stickerei bis hin zur Plastik oder Installation, wobei, so Lübbe, „meine besondere Vorliebe der Zeichnung gilt.“

In Lübeck, wo Ute Lübbe lebt und arbeitet, fühlt sich die Künstlerin auch als solche heimisch und verbunden. „Die Lübecker Kunstszene ist rege und agil. Es gibt die Gemeinschaft Lübecker Künstler, deren Mitglied ich bin und die eine eigene Galerie betreibt, sowie die Gedok die ihren Sitz in Lübeck hat. Die Kunstszene wird neben städtischer Förderung vor allem durch ortsansässige Stiftungen unterstützt und auch die Presse informiert regelmäßig über anstehende Ausstellungen.“ Das macht schon mal was her und gibt auch dem eigenen Schaffen Schwung und Inspiration. Aber wie auch in Hamburg und Harburg gilt: „Die Ausstellungssituation ist allerdings prekär. Seit das Burgkloster nicht mehr zur Verfügung steht. Und wirklich preiswerter und ausreichend großer Atelierraum ist – wie wohl leider überall – rar“, gibt sich Lübbe auch nachdenklich. Am Kulturtag am 4. November werden Ute Lübbe und Alexandra Seils beide vor Ort sein und stehen den hoffentlich zahlreichen Besuchern auch gerne Frage und Antwort.

Harburger Kulturtag am Sa., 4. November 2017 von 12-20 Uhr, Atelier Seils, Reeseberg 3, 21073 Hamburg

Weiterführende Links: www.uteluebbe.de, www.AlexandraSeils.de

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