Clubkombinat Hamburg e.V. – Tiefgang https://www.tiefgang.net Kultur, Politik, Kulturpolitik und mehr Fri, 17 May 2024 14:32:19 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.5 Nachtleben und Nachbarschaft https://www.tiefgang.net/nachtleben-und-nachbarschaft/ Fri, 17 May 2024 22:20:55 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=10858 [...]]]> Livemusikclubs gehören zur Freizeit dazu. Aber auch zur Nachbarschaft? Ein runder Tisch soll´s richten …

Am 6. Mai 2024 fand im Hamburger Rathaus die erste Sitzung des Runden Tisches „Nachtleben und Nachbarschaft“ statt. Vertreterinnen und Vertreter der Clubszene, verschiedener Behörden und städtischer Gesellschaften berieten auf Einladung der Behörde für Kultur und Medien über die Lage der Hamburger Clubkultur. Aus Harburg dabei Heimo Rademaker vom Marias Ballroom und auch im Vorstand des Interessenverbandes Clubkominat Hamburg sowie Bezirksamtsleiterin Sophie Fredenhagen.

Der Runde Tisch soll ein Forum bieten, in dem städtische Akteurinnen und Akteure, Clubs, Musikwirtschaft und Zivilgesellschaft miteinander ins Gespräch kommen und gemeinsam frühzeitig Lösungsansätze für Probleme der Livemusikclubs entwickeln. Das Format soll zweimal im Jahr stattfinden.

Die Livemusikkultur steht immer wieder vor großen Herausforderungen. Konflikte mit Neubauvorhaben, bauliche Auflagen, wie der Lärmschutz, und die fehlende Anerkennung als Kulturorte führen immer wieder zu einer Verdrängung aus dem städtischen Raum. Hinzu kommen Faktoren wie Fachkräftemangel, ein geändertes Konsumverhalten der Besucherinnen und Besucher, steigende Mieten und allgemeine Kostensteigerungen. Dies führt zu einer geringeren Planungssicherheit und Risikobereitschaft der Clubbetreibenden.

Zugleich sind die Clubs von großer Bedeutung für die Musikstadt Hamburg, weshalb der Senat zusammen mit der Clubszene, den Bezirken und weiteren Akteuren und Akteurinnen frühzeitig Lösungsansätze finden will, unter anderem im Rahmen des Runden Tisches.

Meist laufen die Gespräche in wenig prachtvollem Ambiente.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Unsere Clubs sind eine wichtige Säule der Musikstadt. Hamburg wäre nicht die Kulturstadt, die sie ist, wenn es die Clubs nicht gäbe. Livemusik hat hier eine lange Tradition, auf die wir zu Recht stolz sind. Die Clubs sind die Orte, an denen neue Bands ihre ersten Erfolge feiern und uns für die Musik begeistern. Oft finden Clubs jedoch in der sich verdichtenden und immer teurer werdenden Stadt keine Flächen, um das zu tun, was sie ja sollen: mutig, vielfältig, bunt, lebhaft und auch mal laut sein. Wir als Stadt müssen unsere Kräfte bündeln, um den Clubs das Leben leichter zu machen, wo wir können. Dabei geht es nicht nur um Musikkultur, sondern auch um einen wichtigen Wirtschafts-, Tourismus- und Standortfaktor, der auch darüber entscheidet, wie lebenswert und attraktiv die Kreativstadt Hamburg in Zukunft noch sein wird. Mit dem Runden Tisch wollen wir frühzeitig Probleme erkennen und im direkten Austausch Lösungen finden.“

Ziel des Runden Tisches ist es, in regelmäßigen Gesprächen konkrete Handlungsempfehlungen an Politik und Verwaltung zu formulieren und bei Problemen Lösungen zu finden. Gemeinsam suchen die Teilnehmenden des Runden Tisches nach Wegen rund um Themen wie kultursensible Stadtentwicklung, Kulturraumschutz, Zwischen- und Umnutzung von freien Flächen für Clubs sowie Konfliktmanagement im Kontext von Musikkultur, etwa zwischen Musikstätten und ihrer unmittelbaren Nachbarschaft. Die Stadt setzt damit gemeinsam mit allen Teilnehmenden des Runden Tisches ein wichtiges Signal gegen die Verdrängung von Clubkultur und generell städtischen Kulturorten.

Folgende Organisationen nahmen auf Einladung der Behörde für Kultur und Medien am ersten Runden Tisch teil:
Behörde für Kultur und Medien, Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW), Behörde für Wirtschaft und Innovation, Bezirksämter Altona, Bergedorf, Harburg und Mitte, Clubkombinat Hamburg e.V., Hamburg Music Business e.V., Mieter helfen Mietern e.V, Handelskammer Hamburg, Hamburg Invest, Hamburg Tourismus GmbH, Hamburg Kreativgesellschaft mbH, Sprinkenhof GmbH, Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen, steg Hamburg, Runder Tisch Innenstadt der BSW, HafenCity GmbH, Billebogen Entwicklungsgesellschaft mbH.

 

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Future Fonds für Hamburger Musikclubs https://www.tiefgang.net/future-fonds-fuer-hamburger-musikclubs/ Fri, 05 May 2023 22:20:26 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=9945 [...]]]> Das Clubkombinat Hamburg e. V. hat mit Unterstützung der Behörde für Kultur und Medien das Förderprogramm „Future Fonds Hamburg“ ins Leben gerufen. Mit dem Programm werden Clubs dabei unterstützt, ihren Betrieb klimafreundlicher und umweltschonender zu gestalten.

Konkret sollen zunächst in sechs Clubs Nachhaltigkeitsmanagerinnen und -manager ausgebildet werden, die auf Grundlage einer Ausgangsbilanz konkrete Maßnahmen zu einem nachhaltigeren Betrieb umsetzen.

Die Clubs erhalten im Rahmen des Förderprogramms „Future Fonds“ des Clubkombinats einen Personalkostenzuschuss in Höhe von 700 Euro monatlich für die Einsetzung von Nachhaltigkeits- und Transformationsmanagerinnen und -managern. Die Spielstätten haben zunächst eine Ausgangsbilanz sowie eine Konzeptskizze erstellt, mit konkreten Maßnahmen zur Messung ihres ökologischen Fußabdrucks sowie Ideen zur Kommunikation für mehr Nachhaltigkeit und sich damit für den „Future Fonds“ beworben. Der Vorstand des Clubkombinats hat die Bewerbungen geprüft und sechs Zuschüsse vergeben: Künftig können die Hebebühne, das UWE, der KENT Club, das Uebel & Gefährlich, das moondoo und die Fabrique im Gängeviertel Transformationsmanagerinnen und -manager finanzieren und so einen weiteren Schritt Richtung nachhaltige Clubkultur gehen. Die Behörde für Kultur und Medien unterstützt das Projekt in 2023/24 mit insgesamt 140.000 Euro.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Mit dem Future Fonds gehen wir in Hamburg einen weiteren Schritt zu einem nachhaltigeren Betrieb der Kultureinrichtungen. Wir freuen uns, dass sich nun mit der Unterstützung des Clubkombinats die ersten Clubs auf den Weg machen können, ihr Nachhaltigkeitsmanagement langfristig zu professionalisieren. Die Clubs erfüllen damit auch Erwartungen ihrer Besucherinnen und Besucher, denen das Thema Nachhaltigkeit zunehmend wichtiger wird. Davon wird nicht nur die Club-Szene, sondern die gesamte Kulturlandschaft unserer Stadt profitieren und lernen können. Wir sind gespannt auf den Prozess und seine Ergebnisse.“

Thore Debor, Clubkombinat Hamburg e. V.: „Die Fördermittel des Future Fonds versetzen Clubs in die Lage, sich intensiv mit der Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen zu beschäftigen und wirksame Maßnahmen umzusetzen. Die Finanzierung von Personalkosten für Transformationsmanagerinnen und -manager ist ein großer Hebel für eine nachhaltige Clublandschaft.“

Die Initiative geht auch zurück auf den Code of Conduct „Zukunft feiern“. Dies ist eine von der Initiative Clubtopia mit Unterstützung der Initiative Musik und der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien entwickelte freiwillige Selbstverpflichtung für eine nachhaltige Clubkultur. Sie beinhaltet ein Nachhaltigkeitskonzept für Clubs, das darauf abzielt, effektive und sozialverträgliche Klimaschutzmaßnahmen im Clubbetrieb erfolgreich umzusetzen. Derzeit umfasst das Konzept acht Handlungsfelder (Energie, Mobilität, Ressourcen, Abfall, Kommunikation, Kompensation, Soziale Aspekte und Naturschutz).

Mit der Unterzeichnung der freiwilligen Selbstverpflichtung versichern die teilnehmenden Clubs, das eigene Verhalten klimafreundlich und umweltschonend auszurichten und dabei die ökonomische und soziale Komponente mitzudenken. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vereint ein gemeinsamer Code of Conduct mit den Werten und Prinzipien: Commitment, Transparenz und Messbarkeit, Kontinuität und Gemeinschaft. Im „Future Fonds“ werden nur Musikclubs gefördert, die den Code of Conduct unterzeichnet haben. Dessen Inhalte werden regelmäßig an Runden Tischen gemeinsam im Netzwerk überarbeitet, um so zukünftig Events nachhaltiger auszurichten.

Die Selbstverpflichtung zum nachhaltigen zukunftsorientierten Veranstaltungswesen haben im Zuge der Bewerbung um den Future Fonds nun auch das UWE am Spielbudenplatz, der KENT Club und der Verein Gängeviertel e. V. zugestimmt. Weitere Anmeldungen sind möglich unter: zukunftfeiern@clubkombinat.de

Um das Thema nachhaltige Clubkultur weiter voranzutreiben, hat das Clubkombinat zudem Mitte April eine Koordinierungsstelle Nachhaltigkeit besetzt. Die neue Koordinatorin wird mit dem Fokus auf „Future Fonds“ alle Themen rund um nachhaltige Clubkultur in Hamburg seitens des Clubkombinats bündeln.

Weitere Infos: www.clubkombinat.de/faq-zukunft-feiern-hamburg

 

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„the show must go on!“ https://www.tiefgang.net/the-show-must-go-on/ Fri, 23 Sep 2022 22:08:19 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=9345 [...]]]> Das Clubkombinat Hamburg, Dachverband der privaten Musikclubs in Hamburg, startete am 20. September – am Vorabend der Eröffnung des Reeperbahn Festivals 2022 – die Aktion „RETTET DIE CLUBKULTUR – THE SHOW MUST GO ON“.Denn die Lage sei ernst …

Anlass der Kampagne sind die Beratungen in der Hamburgischen Bürgerschaft für den Haushaltsplan-Entwurf 2023/2024 und die bedrohlichen Entwicklungen für die Live-Musikbranche:

  • Das neue Infektionsschutzgesetz wurde vom Bundestag und Bundesrat mit Wirkung zum 01. Oktober verabschiedet. Es beinhaltet einen Maßnahmenkatalog für die Bundesländer, die die Veranstaltungsbetriebe derart einschränken können, dass diese nicht mehr oder nur eingeschränkt betriebswirtschaftlich sind. Viele Akteure:innen der Branche werden neuerliche Eingriffe – ohne weitere Hilfen – nicht überleben. Für das Tourneewesen droht erneut ein Flickenteppich, der zusätzlich die Planungen behindert.
  • Die Bundeshilfen, wie Kurzarbeitergeld, November-/Dezemberhilfen und Überbrückungshilfen sind inzwischen ausgelaufen.
  • Eine massive Explosion der Energiekosten verschärft die existenzielle Notlage und wirkt sich direkt und zusätzlich indirekt über die Kaufzurückhaltung für Konzerttickets auch für Musikclubs und Veranstalter:innen aus.
  • Viele Konzerte müssen mangels Besucherzuspruch im Vorfeld kurzfristig abgesagt werden. Veranstaltungsplanungen für Herbst/Winter sind entsprechend vakant.

Die Vertreter:innen der Clubkultur befürchten einen Kollaps in der Veranstaltungswirtschaft und fordern daher die Politik zum Handeln auf. Verbunden mit der Veröffentlichung der Kampagne unter dem Titel „RETTET DIE CLUBKULTUR – THE SHOW MUST GO ON“ wurde ein Sofortprogramm mit 10 Handlungspunkten veröffentlicht.

Kai Schulz, 1. Vorsitzender vom Clubkombinat Hamburg e. V. äußert sich entschlossen:
„Vor uns liegen die entscheidenden Monate. Ob die Clubkultur, so wie wir sie bislang kennen und lieben, die kommende Phase überlebt, ist derzeit fraglich. Die Herausforderungen für alle sind enorm und wer sparen muss wird sehr wahrscheinlich zuerst im Freizeitverhalten Kürzungen vornehmen. Corona ist für uns noch längst nicht überstanden bzw. zu Ende. Die Politik ist gefordert die auch durch politische Maßnahmen entstandene Notlage abzumildern.
Clubkultur ist nicht nur wichtig für Künstler:innen und junge Menschen die ausgelassen Miteinander ihre Zeit verbringen möchten. Sie ist auch für unsere Gesellschaft Begegnungs – und Experimentierraum und ein elementarer Bestandteil einer vielfältigen und lebendigen Kulturszene. Die Lage ist ernst und es muss dringend gehandelt werden. Wir werden nicht still sein, sondern laut unsere Lösungsansätze verkünden und mit Nachdruck unsere Situation publik machen.“

Der Ursprung dieser Aktion liegt im Sonderpreis „Krisenmanagement“ verortet, der beim diesjährigen Club Award vom Clubkombinat und der Clubstiftung verliehen wurde. Dabei wurden „alle Clubs und Veranstalter:innen kollektiv ausgezeichnet, die trotz der langen und beschwerlichen Pandemiezeit heute noch existieren“. Das Preisgeld der Clubstiftung wird nun eingesetzt, um gemeinsam eine Kampagne zu starten und auf die bedrohliche Lage der Live-Musikszene aufmerksam zu machen.

 

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KNUST ist Club des Jahres 2022 https://www.tiefgang.net/knust-ist-club-des-jahres-2022/ Fri, 02 Sep 2022 22:28:49 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=9301 [...]]]> Zum zweiten Mal im Sommer – zum zwölften Mal insgesamt: Das Clubkombinat Hamburg e. V. würdigt Hamburgs Livemusikszene in neun Kategorien.

Nach einer pandemiebedingten kleineren Ausgabe vom Club Award fand die gestrige Award Show in diesem Jahr wieder mit zahlreichen Gästen statt. Über einen der begehrten Preise freuten sich außerdem Rap for Refugees, die Astra Stube und das LOGO.

Zu Ehren der Hamburger Clubkultur verlieh das Clubkombinat mit Unterstützung der Behörde für Kultur und Medien den Hamburger Club Award. Der Preis richtet sich an Musikclubs und Veranstalterinnen und Veranstalter aus der Livemusikszene und würdigt herausragende Leistungen der letzten zwölf Monate. An der Preisverleihung nahmen geladene Gäste aus Politik, Kreativwirtschaft, Musik- und Clubszene teil.

Das diesjährige Auswahlverfahren orientierte sich an frühere Zeiten: Die „Schwarmintelligenz” entschied über die Gewinnerinnen und Gewinner in fünf von neun Kategorien. So durften alle Club-Enthusiastinnen und Enthusiasten in einer Nominierungsphase ihre persönlichen Lieblingsclubs oder Veranstalterinnen und -veranstalter für die diesjährige Preisverleihung vorschlagen. In einem Online-Verfahren ermittelte dann eine bis zu 100-köpfige Fachjury die Preisträgerinnen und Preisträger des Club Awards 2022 über die eingereichten Nominierungen mittels Punktevergabe. Auch in diesem Jahr war die Jury sehr breit aus den verschiedenen Bereichen der Hamburger Musik- und Veranstaltungsbranche besetzt. So entschieden Clubbetreiberinnen und -betreiber, Veranstalterinnen und Veranstalter sowie Vertreterinnen und Vertreter von Labels, Agenturen, Medien oder Verbänden über die Gewinnerinnen und Gewinner der Trophäen.

Die Nominierten sowie Gewinnerinnen und Gewinner der „Schwarmintelligenz”

In der Kategorie Bester Club waren in diesem Jahr u. a. das KNUST, Hafenklang, das Uebel & Gefährlich sowie das Molotow nominiert. Durchgesetzt hat sich nach Meinung der Jury: das KNUST. Damit würdigt die Jury nicht nur die speziellen und unkonventionellen Programmschienen des Clubs, sondern auch den hohen Stellenwert, den die Live-Venue für die Hamburger Livemusikszene regional und auch überregional hat.

Unter die Nominierten der besten Veranstalterinnen und Veranstalter schafften es u. a. Rap for Refugees e. V., OHA! Music und das Reeperbahn Festival. Auf der diesjährigen Preisverleihung freuten sich Rap for Refugees e. V. den Preis als beste Veranstalterin/bester Veranstalter entgegenzunehmen. Seit 2017 organisiert der Hamburger Verein diverse Konzerte und Festivals mit dem Ziel, Jugendlichen mittels Hip Hop eine Ausdrucksmöglichkeit und ein Ventil zu ermöglichen.

Zu den besten Open Air Events des vergangenen Jahres zählten laut „Schwarmintelligenz” und Jury folgende Veranstaltungen: Astra Stube goes Schrødingers, 48h Wilhelmsburg, der Kultursommer im Gängeviertel: Sorry we’re Open sowie das MS Dockville. Mit Astra Stube goes Schrødingers haben beide Spielstätten den Zeitgeist genutzt und vielen Konzert- und Kulturliebhabern über den Corona-Sommer 2021 gebracht – nur ein Grund, um der Astra Stube den Preis für das beste Open Air Event zu überreichen.

Für das beste Live-Konzert (Indoor) waren sehr unterschiedliche Veranstaltungen nominiert: u. a. das Soli-Konzert zur Rettung des LOGO der Band Rogers, The Disco Boys im Mojo Club, Pohlmann’s Nachtschicht im Schanzenzelt sowie das Konzert des Produzenten-Duos Jungle. Über die Trophäe für das beste Live-Konzert (Indoor) freuten sich in diesem Jahr das LOGO. Das Soli-Konzert der Band Rogers zur Rettung des Clubs in der Grindelallee überzeugte die Jury maßgeblich.

Obwohl seit diesem Jahr wieder weniger Streams stattfinden – waren sie während der Corona-Pandemie für Künstlerinnen und Künstler, Veranstalterinnen und Veranstalter und Clubs ein wichtiges Ventil und gehören deswegen auch nicht vergessen. Zu den Nominierten in der Kategorie Bester Livestream gehören daher: u. a. Plattenfroster Television auf dem MS Stubnitz, das KNUST Guesthouse 6 mit Tonbandgerät, The Day, Klebe und Revelle und der Stream Brøkebutlive auf der Cap San Diego. Durchsetzen konnte sich das Format Plattenfroster Television, das von der MS Stubnitz Media Crew und von klub forward herausragend produziert wurde.

Die Gewinnerinnen und Gewinner der weiteren Kategorien sind…

Erstmals in diesem Jahr ist die Trophäe für den Award “Beste Initiative ‘Zukunft feiern’“ verliehen worden. Der Preis wird mit einem Preisgeld in Höhe von 1.000 EUR von Green Planet Energy gefördert. Zu den Nominierten dieser Kategorie zählten der Südpol, die Markthallen und das Uebel & Gefährlich. Eine vierköpfige Jury von Expertinnen und Experten, die aus Vertreterinnen und Vertretern der Clubstiftung, Green Planet Energy, Green Events Hamburg und der Energieberatung T-Green bestand, kürte den Südpol als beste Spielstätte, bei der am nachhaltigsten gefeiert wird.

Der Vorstand des Clubkombinats Hamburg e. V. verlieh den Ehrenpreis an Ute Daxl vom Fundbureau für ihr langjähriges und vielfältiges Engagement in der Hamburger Clubszene. Nach Einschätzung des Vorstands trägt ihre konstante Arbeit erheblich zur Nachwuchsförderung von Veranstalterinnen und Veranstaltern sowie Künstlerinnen und Künstlern bei.

Mit dem Sonderpreis “Krisenmanagement”, der in Kooperation mit der Clubstiftung verliehen wurde, zeichnet der Vorstand des Clubkombinat Hamburg e. V. in diesem Jahr alle Clubs sowie Veranstalterinnen und Veranstalter aus, die trotz der langen und beschwerlichen Pandemiezeit heute existieren. Damit wird das Durchhaltevermögen jedes Clubs, jeder Veranstalterin und jedes Veranstalters, jeder Person, die Hamburgs hiesige Livemusikszene am Leben hält, kollektiv gewürdigt.

Ebenfalls in Eigenverantwortung vergab der Vorstand des Clubkombinats den Negativpreis die zerbrochene Gitarre. Dieses Jahr ging die Himbeere an die „Verweigerung des Anerkennungsstatus als Kulturstätten im Rahmen der BauNVO durch das Bundesinnenministerium unter Horst Seehofer“. In seiner Begründung (veröffentlicht auf https://clubkombinat.de) verweist der Clubverband unter anderem darauf, dass das Bundesinnenministerium wertvolle Zeit für eine Umsetzung der Parlamentsentscheidung zur Anerkennung von Musikclubs als Anlagen kulturelle Zwecke verstreichen ließ.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Clubs gehören ohne Wenn und Aber als Kulturorte anerkannt. Ganz besonders in Hamburg, wo die Clubkultur besonders vielfältig und ein wichtiges Aushängeschild der Kulturstadt ist. Ich freue mich daher, dass die Anerkennung der Clubs als Kulturorte auch den Weg in den Koalitionsvertrag der Bundesregierung gefunden hat und werde mich weiter für die Umsetzung auf Bundesebene einsetzen. Die Clubs in Hamburg haben in den letzten Jahren Überragendes geleistet und bekommen daher völlig zu Recht den Sonderpreis für ihr kluges Krisenmanagement in der Corona-Zeit. Mit dem Clubaward wird die großartige Leistung der Clubs und Musikveranstalterinnen und -veranstalter in Hamburg gemeinsam sichtbar gemacht und gefeiert. Ich danke allen für den wertvollen Beitrag, den sie grade in diesen krisenhaften Zeiten zum Musikleben unserer Stadt leisten und gratuliere allen Preisträgerinnen und Preisträgern.“

Katharina Aulbach, Vorstandsmitglied des Clubkombinat Hamburg e. V.: „Wir freuen uns sehr, dass wir in diesem Jahr wieder in alter Manier die Clubszene dieser Stadt feiern durften. Für das Engagement der diesjährigen Jury sowie die zahlreichen Vorschläge aller Club-Enthusiast:innen Hamburgs möchten wir uns außerdem sehr bedanken. Der große Zuspruch zeigt uns, dass die Hamburger Livemusikszene lebendig ist.”

Die Preisträgerinnen und Preisträger in den Kategorien Bester Club, Beste Veranstalterin/Bester Veranstalter, Bestes Open Air Event, Bestes Live-Konzert (Indoor) und Bester Stream erhalten zusätzlich zur Trophäe jeweils ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro, welche die Behörde für Kultur und Medien Hamburg bereitstellt.

Als Moderatorinnen-Duo führten Daphne Sagner und Hinnerk Köhn durch den Abend. Als Live-Acts standen die Hamburgerin jolle und das Künstlerduo King LX auf der Bühne. Musikalisch begleitete Max Scharff den Abend.

 

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Club Award zu Ehren der Hamburger Clubkultur https://www.tiefgang.net/club-award-zu-ehren-der-hamburger-clubkultur/ Fri, 27 Aug 2021 22:51:30 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=8315 [...]]]> Zum elften Mal verlieh das Clubkombinat mit Unterstützung der Behörde für Kultur und Medien am letzten Mittwoch im Schrødingers am Schanzenpark den Club Award.

Der Preis würdigt Musikclubs und Veranstalterinnen und Veranstalter für herausragende Leistungen in Hamburgs Livemusikszene im zurückliegenden und aktuellen Jahr. Die Preisverleihung fand vor geladenen Gästen aus Politik, Kreativwirtschaft, Musik- und Clubszene erstmalig im Sommer und unter freiem Himmel statt. Aufgrund der begrenzten Kapazitäten vor Ort war das Award-Programm als Livestream der breiten Öffentlichkeit zugänglich, um in diesen besonderen Zeiten ein wichtiges Zeichen zur öffentlichen Wahrnehmung der Hamburger Clubkultur zu setzen. Der Stream ist unter clubkombinat.de/club-award online.

Die Nominierten und Gewinnerinnen und Gewinner des diesjährigen Club Awards

In der Kategorie Bester Live-Stream 2020/2021 schafften es Hamburg.Stream, das Knust und ALL Hands ON Deck unter die nominierten Vorschläge. Über die Trophähe konnte sich am gestrigen Abend das Format ALL HANDS ON DECK von der Good Girls UG freuen. Am 22. Mai 2021 spielte die ALL HANDS ON DECK-Band mit einer Auswahl von Deutschlands feinsten Musikerinnen und Musikern den ganzen Tag auf dem Hausboot von Fynn Kliemann und Olli Schulz. Die Veranstaltung war eine bunte Mischung aus Musik, Interviews und Spaß auf und im Inneren des Hausboots. Über die Plattform betterplace.org akquirierte das Format Spendengelder, die transparent an die bewährten und unbürokratisch helfenden Initiativen #handforahand und der #coronakuenstlerhilfe gegangen sind. Außerdem schätzte die Jury die überregionale Bedeutung für die gesamte Musikszene.

Erstmalig in der Summer Edition des Club Awards krönte die Jury in der Kategorie Bestes Open-Air-Event 2020/2021. Unter den Nominierten waren das Knust, Draussen im Grünen und das Schrødingers im Schanzenpark. Durchsetzen konnte sich die Konzertreihe Draussen im Grünen, die sowohl im letzten als auch in diesem Jahr im Musikpavillon von Planten un Blomen stattfindet. Als gemeinsames Projekt der Hamburger Musikunternehmen OHA! Music und popup booking wird der Musikpavillon in enger Abstimmung mit dem Bezirksamt Hamburg Mitte und der Parkverwaltung bespielt. Die Jury überzeugte die konzeptionelle Umsetzung der Veranstalterinnen und Veranstalter, die Fläche in Planten un Blomen neu zu denken, zu erschließen und mit einem breiten kulturellen  Leben zu füllen.

Für den Sonderpreis waren in diesem Jahr vier Vorschläge nominiert: die Markthalle, das Schrødingers im Schanzenpark, Rockcity Hamburg und Alarmstufe Rot. Mit dem Sonderpreis würdigte die Jury das Schrødingers im Schanzenpark für das vielfältige Engagement, das in der anhaltenden Corona-Pandemie erstmals als Live-Location für kulturelle Ereignisse in Erscheinung getreten ist. Neben der zügigen Etablierung als Live-Spielort in den Sommermonaten inklusive diverser Soli-Veranstaltungen, unter anderem für Sea Watch hebt die Jury das vielfältige gesellschaftliche Engagement des Teams rund um Claudia Mohr und John Schierhorn hervor. Es findet bis heute eine wöchentliche Essensausgabe für bedürftige Menschen statt und im Winter fungierte das Gelände als Zeltlager, um obdachlosen Menschen einen Ort zum Verweilen zu ermöglichen. Die Helferinnen und Helfer betreuten den Platz tagsüber und nachts.

In diesem Jahr entschied eine neunköpfige Expertinnen- und Experten-Jury aus den unterschiedlichen Bereichen der Clubkultur über drei der insgesamt fünf Kategorien. Die Jury ist auf Vorschlag des Clubkombinats von der Hamburger Behörde für Kultur und Medien (BKM) eingesetzt, um das bisherige Bewerbungsverfahren zu ersetzen. In zwei Jurysitzungen kamen kreative Köpfe aus den verschiedenen Bereichen der Hamburger Musik- und Veranstaltungsbranche zusammen, darunter zum Beispiel Clubbetreiberinnen und -betreiber, Veranstalterinnen und Veranstalter, sowie Vertreterinnen und Vertreter von Labels, Agenturen, Medien, oder Verbänden.

Der Vorstand des Clubkombinats verlieh den Ehrenpreis an die Behörde für Kultur und Medien, der stellvertretend durch den Kultursenator Carsten Brosda entgegengenommen wurde. Nach Einschätzung des Vorstands trägt die Arbeit der Behörde und ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Förderprojekten, wie dem Club-Rettungsschirm, der Outdoor-Förderung 2020 und dem Kultursommer maßgeblich dazu bei, dass Clubkultur in Corona Zeiten noch eine Überlebenschance hat.

Ebenfalls in Eigenverantwortung vergab der Vorstand des Clubkombinats den Negativpreis Die zerbrochene Gitarre. Dieses Jahr ging die Himbeere an das Tanzverbot in der Verordnung zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 in der Freien und Hansestadt Hamburg (HmbSARS-CoV-2- EindämmungsVO). In seiner Begründung (veröffentlicht auf www.clubkombinat.de) verweist der Clubverband unter anderem darauf, dass aus seiner Sicht Tanzveranstaltungen unter Einhaltung von AHA-Regeln möglich sind, ohne hierbei den Gesundheitsschutz zu vernachlässigen. Eine Unterscheidung von Indoor- und Outdoor-Veranstaltungen von Pandemie-Beginn an wäre sinnhaft gewesen.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Diese besondere Ausgabe des Club Awards zeigt, wie wichtig die Clubkultur für Hamburg ist. Die Hamburger Clubszene zeichnet sich durch anspruchsvolle Programme, kreative Konzepte und viel Engagement aus und prägt damit ganz wesentlich die Kulturstadt Hamburg. Den diesjährigen Ehrenpreis nehme ich stellvertretend für die Kulturbehörde mit Dankbarkeit für das große Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch die konstruktive Zusammenarbeit mit der Szene mit Freude entgegen. Er ist Ansporn, sich weiterhin gemeinsam für die vielfältige Kultur in Hamburg zu engagieren. Die hinter uns liegenden anderthalb Jahre haben gerade den Clubs viel zugemutet. Deshalb Danke für die unerschütterliche Zuversicht, auch wenn´s schwierig bleibt. Der Impffortschritt und die ersten vorsichtigen Schritte Richtung Normalität, gerade für Geimpfte und Genesene machen mich zuversichtlich, dass es nun auch für die Clubs eine Perspektive gibt. Wir werden weiter miteinander im Gespräch bleiben, um sinnvolle Regelungen zu finden, mit denen das Infektionsrisiko begrenzt wird, die Kultur aber auch wieder wirklich aufleben kann. Vor allem aber kommt es jetzt darauf an, dass sich möglichst viele impfen lassen.“

Kai Schulz, 1. Vorsitzender des Clubkombinat Hamburg e. V. bilanziert: „Dass wir den Club Award in dieser Sonderausgabe veranstalten, ist für uns ein wichtiges Zeichen. Clubs sind Kultur – die viele Arbeit und das persönliche Engagement, welches unter diesen besonders schweren Bedingungen notwendig war, um überhaupt Live-Konzerte und Veranstaltungen zu realisieren gilt es zu würdigen. Auch in diesem Jahr hätten wieder etliche Preisträgerinnen und Preisträger eine Auszeichnung verdient. Die lebenserhaltenden Impulse, welche in das Ökosystem der Musik gesendet wurden, waren und sind weiterhin notwendig. Für das Engagement der Jury möchten wir uns auch auf diesem Weg herzlichst bedanken.”

Die Preisträgerinnen und Preisträger in der Kategorie Bester Live-Stream und Bestes Open-Air-Event erhalten neben der Trophäe Preisgelder in Höhe von insgesamt 1.000 Euro, bereitgestellt von der Behörde für Kultur und Medien. Das Preisgeld für den Sonderpreis sponserte die Firma Bacardi.

Als Moderatorin führte Daphne Sagner durch den Abend. Musikalisch eröffneten und begleiteten UPPERCUT.CONTINUE und LUIS BALTES den Abend und als Live-Act stand das Duo AUGUST AUGUST (Indie) auf der Bühne.

 

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„Ist mehr als ´naiv`“ https://www.tiefgang.net/ist-mehr-als-naiv/ Sat, 27 Mar 2021 12:08:31 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=7775 [...]]]> Die Hamburger Clubs Dock´s und Grosse Freiheit sind in jüngster Vergangenheit des öfteren mit vermeintlich alternativen Wahrheiten zur Pandemie in die Schlagzeilen geraten. Nach den großen Veranstalter*innen nun ein offener Brief von den Clubkolleg*innen.

„OFFENER BRIEF

An die Verantwortlichen von DOCKS & Grosse Freiheit 36, Musikclubs sind Kultur – wir als Kulturschaffende sind uns unserer gesellschaftlichen Verantwortung als verbindendes Element bewusst und stehen für Offenheit, Vielfalt, Toleranz und Freiheit sowie gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit.

Es gilt als Gesellschaft füreinander einzustehen, um diese schwierige Zeit gemeinsam zu bewältigen. Wir werten den Ausübungsverzicht unserer Passion zur Darbietung von Live-Musik in dieser Ausnahmesituation als Solidarität mit und gegenüber Allen.

Künstler:innen, Betreiber:innen und unsere Gäste werden Hamburg gemeinsam wieder zu einer lebendigen Musikstadt machen – wenn wir den Fokus auf das legen was, uns eint und wir uns alle so sehr zurückwünschen: Musik und Live-Kultur, Begegnungen und Nähe. Auch wir sehen die Probleme, die durch politische Entscheidungen und den Umgang mit der Pandemie entstanden sind. Auch wir sind in vielen Momenten wütend und verärgert, sehen und fühlen Ungerechtigkeiten. Konstruktiver Dialog und kritisches Hinterfragen funktionieren jedoch besser ohne den Einbezug von populistischen Parolen, Personen und Plattformen. Auch das Streuen von irreführenden und falschen Informationen zur Pandemie ist einem sachlichen Diskurs nicht dienlich.

In diesem Kontext ist es mehr als naiv, eine “offene” Plattform für Corona-Kritik zu betreiben, obwohl allseits bekannt ist, wie sehr Pandemie-Leugner:innen, Verschwörungstheoretiker:innen, antisemitische, sowie rechtsnationale Strömungen miteinander verwoben sind und wie sehr Radikale diesen Diskurs aktiv für ihre Zwecke instrumentalisieren. Wenn Clubs ihre Außenfassaden als Meinungsplattform verwenden, geht damit eine sehr hohe Verantwortung einher. Um dieser Verantwortung gerecht zu werden, reicht es nicht nur zu schreiben: „Selbstverständlich distanzieren wir uns von Rassismus, Nationalismus, Faschismus, Extremismus und Gewalt.“ Eine echte Distanzierung wäre, keinen Raum zu bieten, in dem Grenzen verwischt und Fakten verklärt werden. Der Schaden, der durch Eure Wandaktionen an den Außenfassaden Eurer Clubs entsteht, ist groß. Nicht nur für eure Mitarbeitenden, für die vielen Künstler:innen und für die Gäste, sondern auch für unsere Live-Kultur- und Clubszene weit über die Grenzen der weltoffenen Stadt Hamburg hinaus. Es ist uns völlig unverständlich, dass ihr trotz allem an der Plakatwand festhalten wollt.

Ihr treibt damit eine bewusste Spaltung unserer Gesellschaft und vor allem auch der Club- und Kulturszene unmittelbar voran. In einer Demokratie gilt es stets miteinander im Gespräch zu sein und einer Radikalisierung entgegenzuwirken. Wir bedauern, dass sich durch eure Stellungnahme vom 25. März die Positionen noch weiter zu verhärten scheinen.

Als Reaktion auf eure Aktivitäten hat sich aus dem Kreis der Mitglieder des Clubkombinats ein Aktionsbündnis formiert und auch der Vorstand prüft weitere Schritte. In Ausübung unserer Funktion stehen wir weiterhin für vermittelnde Gespräche mit allen Beteiligten bereit.

Hamburg, 27.03.2021

Gezeichnet: Der Vorstand Clubkombinat Hamburg e. V.“

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Ausfallgagen und Clubhilfen https://www.tiefgang.net/ausfallgagen-und-clubhilfen/ Tue, 14 Apr 2020 09:27:16 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=6738 [...]]]> Die Pandemie ließ die Musik verstummen. Doch die Lobbyverbände der Musik haben auch im Stillen gearbeitet und für Bank-Noten gesorgt.

Als die Corona-Pandemie Mitte März die Hamburger Clublandschaft abrupt stoppte, reagierten das Clubkombinat Hamburg, die angebundene Clubstiftung und auch der Musiker*innenverband Rockcity Hamburg e.V. umgehend.

Das Clubkombinat hat zur Rettung der notleidenden Live-Clubs und Veranstalter*innen die Kampagne S.O.S. – Save Our Sounds ins Leben gerufen. Weitere Unterstützung kommt nun von der Freien und Hansestadt Hamburg, die über die Behörde für Kultur und Medien 1,5 Millionen Euro Soforthilfe für Hamburgs Musikclubs zur Verfügung stellt.

Die staatliche Förderung sind das Ergebnis einer Bedarfsschätzung der Stiftung zur Stärkung privater Musikbühnen Hamburg, kurz Clubstiftung. Die Soforthilfe soll den Musikclubs ermöglichen, trotz der anhaltenden Schließungen die laufenden Kosten wie Miete, Strom und Auslagen für Kurzarbeitergeld bezahlen zu können. Zur Abwicklung des Programms wurde ein Verfahren entwickelt, das schnelle und unbürokratische Hilfe ermöglicht.

„Wir sind dem Senat sehr dankbar für den Support. Damit ist ein großer Schritt zur Rettung von Hamburgs Musikclubs getätigt. Trotzdem ist es wichtig, dass wir über die S.O.S.-Kampagne weiter Unterstützungsgelder sammeln, um die Vielfalt der Clublandschaft möglichst in ihrer vollen Breite zu erhalten“, sagt Thore Debor, Geschäftsführer des Clubkombinats, das sich seit Wochen für die Rettung der Clubszene einsetzt. „Der städtische Rettungsschirm richtet sich an Musikclubs, deren Kosten seit Beginn der Corona-Krise bis Ende April nicht durch Einnahmen gedeckt werden und beschränkt sich dabei notgedrungen auf geltendes Zuwendungsrecht.

Die privat-finanzierte S.O.S.-Unterstützungsaktion Save Our Sounds bietet Live-Clubs und Veranstaltern*innen zusätzliche Mittel, zum Beispiel um während der Corona-Krise ein Kulturprogramm per Streaming zu realisieren, dabei u.a. auch Gagen zu bezahlen oder in die künftige Wiedereröffnung zu investieren. Es ist bereits absehbar, dass Clubs die letzten sein werden, für die eine vollständige Aufhebung der Allgemeinverfügung gelten wird.“

Zudem können über das S.O.S.-Konto des Clubkombinats auch freie Musikinitiativen, kleine Festivals und Veranstalter*innen ohne feste Spielstätte unterstützt werden, die zu einer lebendigen Musikszene in Hamburg ebenso wie die Live-Clubs beitragen und nicht unter den städtischen Schutzschirm fallen. „Jeder S.O.S.-Euro hilft der Clubkultur in Hamburg dort, wo er am nötigsten gebraucht wird.“

Für künftige Unterstützungsbeiträge, Zuschüsse und private Schenkungen wurde ein neues Konto beim Clubkombinat eingerichtet:

Kontoinhaber: Clubkombinat Hamburg e.V.

IBAN: DE09 2008 0000 0532 3678 02

BIC: DRESDEFF200

BANK: Commerzbank

Supporter-Beiträge an diese neue Kontoverbindung sind nicht steuerbegünstigt. Darüber hinaus sind Zuwendungen über die StartNext Kampagne möglich. Die eintreffenden Gelder werden nach einem transparenten Verteilungs- und Berechnungsschlüssel unbürokratisch und schnell verteilt. Aktuell wird dieser Schlüssel noch auf die kurzfristige staatliche Förderung angepasst und nach Beschlussfassung in den Gremien veröffentlicht. Die zweite Ausschüttungswelle endet am 30. April 2020.

Um Unterstützung für die nun auftrittslosen Musiker*innen Hamburgs hat sich derweil der Verein RockCity HH e.V. gekümmert. Ab April gilt für die Tournee Fonds im zweiten Quartal 2020 (1. April – 30. Juni 2020) eine Sonderregelung: Anträge auf Teilerstattung der Stornierungskosten für abgesagte Konzerte & Tourneen aufgrund von Corona können unmittelbar beantragt werden und müssen nicht bis zum Quartalsende warten. Schnelles Geld in erschwerten Zeiten!

Antrag Tournee Fonds Soforthilfemaßnahme (01.04.-30.06.2020)

Die eingereichten Anträge werden zeitnah auf Vollständigkeit geprüft und bearbeitet, sodass eine Soforthilfe stattfinden kann. Der Tournee Fonds dient aufgrund der aktuellen Lage als Sofortmaßnahme der Förderung der Popularmusik in Hamburg. Er verfolgt das Ziel der finanziellen Unterstützung der Nachwuchsförderung, welche aufgrund von Corona geplante Konzerte & Tourneen im In- und Ausland absagen oder verschieben mussten. Dabei sollen entstandene Stornierungskosten (Fahrzeuganmietungen, Flüge, Übernachtungen) mit bis zu 50% erstattet werden.

Zusätzlich zu dem Antrag sollen folgende Unterlagen eingereicht werden:

  1. Alle Belege zu Vergütung / Gage (bei Konzerten im Ausland), Transfer, Unterkunft und Visum
  2. Kostenübersicht (siehe Formulardatei)
  3. Nachweis des Konzerts bzw. Absage aufgrund von Corona (Screenshot Website o.ä.)

Alle Unterlagen sollten per Post oder E-Mail (support@rockcity.de) an RockCity geschickt werden.

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10 Jahre Clubs mit Krönchen https://www.tiefgang.net/10-jahre-clubs-mit-kroenchen/ Fri, 29 Nov 2019 23:24:52 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=6122 [...]]]> Bereits zum zehnten Mal werden am 23. Januar 2020 die Auszeichnungen für Hamburger LiveMusikclubs und Veranstalter*innen verliehen. Bis Mitte Dezember aber muss man sich bewerben.

Seit der Premiere im Goldenen Salon des Hafenklang fördert der Club Award neben wichtiger finanzieller Unterstützung sowie Sachpreisen vor allem eine positive öffentliche Wahrnehmung für Hamburgs Clublandschaft. Die Vielfalt der hiesigen Musikclubs gilt bundesweit als einzigartig und innovativ und wird einmal im Jahr als schützenswertes Kulturgut in den Fokus gerückt. Unterstützt durch eine Förderung der Behörde für Kultur und Medien Hamburg organisiert das Clubkombinat – der Verband der Hamburger Club-, Party- und Kulturereignisschaffenden, die Preisverleihung am 23. Januar 2020, welche zum dritten Mal im DOCKS am Spielbudenplatz stattfinden wird.

Insgesamt werden Preise in elf verschiedenen Kategorien sowie Preisgelder in einer Gesamthöhe von 10.000 € verliehen:

  • Musikclub des Jahres
  • Club des Jahres mit der stärksten Newcomerförderung
  • Fremdveranstalter des Jahres
  • Bester neuer Club des Jahres
  • Musikveranstaltungen des Jahres unterteilt in
    • Konzert des Jahres
    • Clubnacht des Jahres und
    • Festival des Jahres – klein aber fein.

Die Preisträger*innen werden in einem kollektiven Bewertungsprozess per Online-Verfahren mit Punktevergabe ermittelt. Im letzten Jahr bildeten über 135 Personen – bestehend aus unterschiedlichen Akteur*innen der Hamburger Musikszene (Agenturen, Dienstleister, Medien und Musikjournalismus, Live-Clubs, Booker*innen, Musiker*innen, Labelbetreiber*innen) – eine große Fachjury, die aus 92 Bewerbungen von 39 verschiedenen Institutionen die Gewinner*innen in den sieben genannten Kategorien kürten.

Zum zweiten Mal wird der Preis für den Green Club / Green Festival des Jahres von einer fünfköpfigen Expertenjury verliehen. Das Preisgeld in Höhe von 1.000 € wird von Greenpeace Energy eG gestiftet. Der bei den Clubgänger*innen beliebteste Musikclub des Jahres wird per Online-Voting ermittelt und mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. Hamburgs Clubgänger*innen sind hier aufgefordert, ihre Stimme ab dem 17.12.2019 bis einschließlich 19.01.2020 auf award.clubkombinat.de abzugeben. Der Vorstand des Clubkombinats verleiht zudem einen Ehrenpreis an eine Person oder Institution, die sich besonders für die Hamburger Clubkultur und ihr Fortbestehen eingesetzt hat. Mit der zerbrochenen Gitarre soll hingegen auf Missstände und Negativentwicklungen aufmerksam gemacht werden, die zum „Spielstättenverlust“ beitragen. Im Idealfall können damit Lösungsmöglichkeiten hin zu einer positiven Entwicklung aufgezeigt werden.

Clubbetreiber*innen und Veranstalter*innen können sich ab dem 26. November bewerben. Das Bewerbungsverfahren läuft über ein Online-Portal: award.clubkombinat.de/bewerbung. Die Bewerbungsfrist endet am 16. Dezember 2019. Bis zu diesem Datum kann die Bewerbung unter Berücksichtigung der Teilnahmebedingungen (siehe hier) eingereicht werden. Zum rechtsgültigen Abschluss muss ein unterschriebenes Formblatt fristgerecht an das Clubkombinat übermittelt werden.

Kurzinfo:

Club Award Hamburg 2020: Donnerstag, den 23. Januar 2020 im Docks, Spielbudenplatz 19, 20359 Hamburg; Einlass: ab 19.00 Uhr, Zutritt: nur mit Einladung

KONTAKT: Clubkombinat Hamburg e.V., Kastanienallee 9, 20359 Hamburg, Tel.: 040/23518357 | E-Mail: kontakt@clubkombinat.de

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Silber für die Fischhalle https://www.tiefgang.net/silber-fuer-die-fischhalle/ Fri, 25 Jan 2019 23:20:43 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4815 [...]]]> Das Hamburger Clubkombinat verlieh Donnerstag zum 9. Mal den Clubaward in elf Kategorien. Aus Harburg belegte die Fischhalle einen zweiten Platz.

In der Mitteilung der Behörde für Kultur und Medien hießt es:

„Am vergangenen Donnerstag wurde im DOCKS der Hamburger Club Award verliehen. Unterstützt durch die Behörde für Kultur und Medien wurden bereits zum neunten Mal Preise für herausragende Leistungen in der Livemusikszene vergeben. Zwei der insgesamt elf Auszeichnungen gingen an das Festival Off The Radar.

In einem Online-Abstimmungsverfahren votierte die Jury aus 92 Bewerbungen für die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger in sieben verschiedenen Kategorien. In der Jury waren in diesem Jahr über 135 Personen aus allen Bereichen der Hamburger Musik- und Veranstaltungsbranche vertreten, zum Beispiel Clubbetreiberinnen und -betreiber, Veranstalterinnen und Veranstalter, Künstlerinnen und Künstler sowie Vertreterinnen und Vertreter von Labels, Agenturen, Medien, Plattenläden oder Verbänden.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Die Musikclubs bereichern das ganze Jahr mit großem Engagement und einem vielfältigem Programm das kulturelle Leben unserer Stadt. Der Club Award verschafft einmal im Jahr denjenigen eine Bühne, Aufmerksamkeit und Anerkennung, die ansonsten den Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit bieten, sich einem Publikum zu präsentieren. Die Clubbetreiberinnen und Clubbetreiber in Hamburg schaffen nicht zuletzt dem Nachwuchs eine unverzichtbare Experimentierfläche. Ich gratuliere den Preisträgerinnen und Preisträgern des heutigen Abends und danke dem Clubkombinat, das sich deutlich wahrnehmbar, streitbar und unermüdlich für die Interessen der Clubs einsetzt.“

Susanne Leonhard, stellvertretende Vorsitzende des Clubkombinat Hamburg e.V., resümiert zur Preisverleihung: „2018 realisierten allein die Mitglieder des Clubkombinats über 12.770 Veranstaltungen. Diese Leistungen verdienen Respekt und eine besondere Form Würdigung. Der Club Award streicht einzelne Highlights des Clubjahres 2018 besonders heraus. Wenn wir könnten, würden wir gerne bis zu 12.770 Preise verleihen. Glückwunsch an diejenigen Preisträger, die in diesem Jahr die Jury überzeugt haben.“

Vor über 800 geladenen Gästen aus der Musikszene wurde der begehrte Preis für den Musikclub des Jahres an das Uebel & Gefährlich überreicht, das sich knapp vor der MS Stubnitz (Platz 2) und dem Molotow (Platz 3) und 15 weiteren Bewerbungen in der Hauptkategorie durchsetzte. Nach 2011 und 2015 wurde die Musikspielstätte im Bunker an der Feldstraße in dieser Kategorie bereits zum dritten Mal ausgezeichnet. In der Selbstbeschreibung verweisen die Preisträger auf die Liebe zum Detail und Leidenschaft, durch die der Club große Wichtigkeit erlangt und für viele Künstler und Künstlerinnen ein zweites Wohnzimmer ist. Dies gilt u.a. für: Trettmann, Tocotronic, Denzel Curry, Victor Ruiz, Yung Hurn, Monolink, Trentemøller, Adam Beyer und Amelie Lens.

Erstmals wurde auch der Green Club des Jahres gekürt. Eine fünfköpfige Expertenjury ernannte die Barbarabar am Hamburger Berg als grünsten Club der Stadt, der durch sein Engagement in Sachen ökologische Nachhaltigkeit und einem ganzheitlichen Ansatz – von der Photovoltaik-Anlage auf dem kleinen Club-Dach bis zum alternativlosen Bio-Wein – überzeugte. Das Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro sponserte der Energieanbieter Greenpeace Energy eG.

Für die beste Newcomerförderung des Jahres 2018 wurde das Molotow ausgezeichnet. Nicht nur spannende lokale Acts sondern auch internationale Bands wie Yungblud (UK), Starcrawler (USA) und Shame (UK) konnten zum ersten Mal in Hamburg entdeckt werden. Weiterhin zeichneten sich das Hafenklang und das Knust in dieser Katergorie aus.

Geehrt mit der Trophäe für den besten Fremdveranstalter wurde das Veranstalterkollektiv Off The Radar, das vor Weird und den Veranstaltern der Heartphones – Die Kopfhörerparty im Knust landete. Off The Radar räumte auch gleich noch in der Kategorie für das Festival des Jahres – klein aber fein einen weiteren Award ab: Mit dem Festival Off The Radar Schröderstift 2018 in der Schröderstiftstraße (31.08. – 01.09.18) setzte es sich gegen 16 weitere Festivals durch. Auf das Siegertreppchen landeten auch das Aalhaus und dessen „Müssen Aale Mit“ Festival (Platz 2) und das Knust (Platz 3) mit dem Jazzhouse Festival (14. – 16.09.18).

Der Preis für das Konzert des Jahres ging an die Astra Stube für das Konzert von ClickClickDecker am 15.11.18, das sich gegen 15 weitere Konzerte durchsetzte. Auf Platz 2 landete Sommer in Altona mit dem Konzert von La Dispute am 20.08.18 und Platz 3 belegte das Fundbureau mit der Massenkaraoke …you’ll never sing alone am 16.11.18.

Ausgezeichnet mit dem Award für den besten neuen Club wurde die Hebebühne in Altona (Barnerstr. 30), die vor der Fischhalle Harburg (Platz 2) und dem White Cube (Platz 3) landete.

Die Clubnacht des Jahres wurde auch prämiert: Hier setzte sich das Hafenklang mit der Sea-Watch Soli-Party am 30.04.18 vor dem Docks mit der Alice im Wunderland und dem Monkeys Music Club mit Tanzbar – der Inklusionsdisko der Station17 durch.

Der Publikumspreis wurde mittels eines Online-Votings ermittelt, an dem sich über 4.800 Hamburger Clubgängerinnen und Clubgänger beteiligten. Die meisten Stimmen erhielt hierbei der Monkeys Music Club in Altona, der diesen begehrten Preis 2016 erstmals gewann und sich dieses Mal gegen das freundlich + kompetent und das Molotow behaupten konnte.

Die Preisträgerinnen und Preisträger erhalten neben der Trophäe Preisgelder in Höhe von insgesamt 11.000 Euro, davon 8.000 Euro bereitgestellt von der Behörde für Kultur und Medien.

Der vom Vorstand des Clubkombinat vergebene Ehrenpreis wurde an Farid Müller verliehen, der nach Einschätzung des Vorstands durch sein politisches Engagement für die Gründung der Clubstiftung und die Einführung, sowie die Aufstockung des Live Concert Account in der Vergangenheit besonders für die Hamburger Clubkultur und ihr Fortbestehen eingesetzt hat.

Ebenfalls in Eigenverantwortung des Vorstandes des Clubkombinat Hamburg e.V. wurde der Negativpreis “Die zerbrochene Gitarre” vergeben. Dieses Jahr ging die Himbeere an die Investorengesellschaft AC Immobilieninvestment. In seiner Begründung (veröffentlicht auf www.clubkombinat.de) verweist der Clubverband unter anderem darauf, dass die Ablehnung des Kaufangebots des Gewerbehofes in der Bernstorffstraße durch die bestehende Hofgemeinschaft nach Meinung des Clubkombinats einen besonderen Fall von Profitgier der Investoren darstelle.

Als Moderatorin führte die Hamburger Musikerin Catharina Boutari durch den Abend. Für das musikalische Programm sorgten die Hamburger Live-Acts BRETT, KIDDO KAT und THE COOL – ein musikalischer Gruß von Viva la Bernie. Bei der anschließenden Aftershow legte Madame Blanchard auf.“

Weitere Infos unter: clubkombinat.de

 

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Unter weniger Strom https://www.tiefgang.net/unter-weniger-strom/ Fri, 09 Nov 2018 23:52:03 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4483 [...]]]> Hippe Rockclubs sind meist laut, voll und hot.  Aber bedarf es dafür aller Energie? Der Dachverband zeigt: laut geht auch mit weniger Power.

In der Pressemitteilung heißt es:

“Grüne Energiewende in Hamburger Clubs: Pilotprogramm zur Ressourceneffizienz gestartet

Finanzielle Unterstützung für Marias Ballroom, Pony Bar, Westwerk und Kulturwerkstatt Hamburg

In der ersten Antragsrunde des Ressourceneffizienzfonds konnten vier Hamburger Clubs dank satzungsgemäßer Ausschüttung und unbürokratischer Abwicklung der Clubstiftung eine finanzielle Unterstützung für Investitionen in Energieeffizienzmaßnahmen erhalten. Gemäß dem Stiftungszweck “Steigerung der Energieeffizienz” setzt sich die Clubstiftung für die Etablierung eines Förderfonds zur Ressourceneffizienz in Kultureinrichtungen mit Musikbühnen ein. Die Maßnahmen und ihre Einsparpotenziale wurden vorab mit professionellen Energieberatungen in den jeweiligen Clubs durch Lars Wilcken vom Institut für Umwelt, Coaching & Training ermittelt. Diese wurden durch Energieberatungsgutscheine der Clubstiftung bezuschusst.

In den Spielstätten Marias Ballroom, Pony Bar, Westwerk und Kulturwerkstatt Hamburg konnten konkrete Maßnahmen in den Bereichen Leuchtmittel, Lüftung, Kühlschränke und Handtrockner in einer Höhe von 6.000 Euro umgesetzt werden.

Satzungsgemäß wurden 5.000 Euro von der Clubstiftung ausgeschüttet, die durch das FairTix-Ticketing erzielt wurden. Die restliche Summe zur Deckung der Investitionen spendete  GREENPEACE ENERGY als Projektpartner.

Für dieses Programm wird ein Einsparspotenzial von mindestens 14.500 kWh und 2.800 kg CO2 pro Jahr geschätzt. Dies entspricht dem durchschnittlichen Stromverbrauch eines 3-Personen-Haushalts für rund fünf Jahre.

Thore Debor (Clubkombinat Hamburg e.V.) kommentiert zum Programmstart: „Das ist ein gelungener Start für das Förderprogramm. Damit ist erwiesen, dass auch kleinteilige Maßnahmen im Clubwesen zu Einsparungen führen. So können unsere Mitglieder mehr Unruhe stiften und dabei weniger Strom verbrauchen.“

Matthias Hessenhauer (Greenpeace Energy eG) ergänzt: “Hamburgs Musikbühnen haben unserer Stadt schon immer wichtige Impulse gegeben. Toll, dass die Clubs mit ihrem Engagement ein klares Zeichen für mehr Klimaschutz setzen.”

 Quelle: www.clubstiftung.de

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