Diversity https://www.tiefgang.net Sun, 07 Feb 2021 14:06:51 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0.2 Kultur als Integrationsfaktor https://www.tiefgang.net/kultur-als-integrationsfaktor/ Sun, 07 Feb 2021 14:06:51 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=7630 [...]]]> Kultur ist keine Unterhaltung, auch wenn sie dies sein kann. Sie kann aber auch integrierend sein. Dieser Aspekt ist nun insbesondere der Kulturstiftung des Bundes wichtig. Also wird gefördert.

Wie Kultur integrieren kann, macht zum Beispiel „360° – Der Fonds für Kulturen der Stadtgesellschaft“ deutlich. Die Kulturstiftung des Bundes hat ihn aufgelegt, um Kultureinrichtungen darin zu unterstützen, die Gesellschaft in ihrer gesamten Vielfalt in den Blick zu nehmen und dabei verstärkt auch Menschen mit Migrationsgeschichte einzubeziehen. Das gilt für Theater ebenso wie für Bibliotheken oder Musikschulen. Der Fonds hilft ihnen dabei, Programm, Personal und Publikum so zu entwickeln, dass auch bisher nicht erreichte gesellschaftliche Gruppen einen Zugang zu den Angeboten finden können.

Das Programm „360°“ ist Teil eines von insgesamt fünf Kernvorhaben des Bundes, die von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Monika Grütters, zusammen mit mehr als 200 Akteurinnen und Akteuren aus Kultureinrichtungen und -organisationen sowie Migrantenverbänden in den vergangenen zwei Jahren erarbeitet wurden.

Unter dem Titel „Zusammenwachsen: Vielfalt gestalten – Einheit sichern“ wurde das „Kulturkapitel“ in Phase IV des Nationalen Aktionsplans Integration aufgenommen. Das Bundeskabinett hat heute den Teilen Phase IV und V des Aktionsplans zugestimmt.

Grütters: Kulturelle Teilhabe stärkt gesellschaftlichen Zusammenhalt

Kulturstaatsministerin Monika Grütters unterstrich aus diesem Anlass die Bedeutung der Kultur als „Integrationsmotor“. Gerade in Zeiten wachsender Ressentiments könnten Kunst und Kultur enorme Kräfte für den gesellschaftlichen Zusammenhalt entfalten, so die Kulturstaatsministerin.

Kulturelle Teilhabe und Diversität sollten deshalb in den vom Bund geförderten kulturellen Einrichtungen als Kern- und Querschnittsaufgabe verankert werden, um ein Zusammenwachsen in Vielfalt aktiv zu fördern, forderte Grütters. „So tragen wir auch der größeren gesellschaftlichen Vielfalt in Deutschland Rechnung.“

Die Förderung und Weiterentwicklung von Diversitätskonzepten steht im Mittelpunkt der im Kulturkapitel genannten Kernvorhaben.

Kultureinrichtungen, die vom Bund gefördert werden, sollen deshalb noch mehr als bisher die Teilhabe aller Menschen an ihren Angeboten als zentrale Aufgabe betrachten. Um das zu erreichen, soll die Diversität bei Personal, Publikum, Programm und Partnern weiter ausgebaut werden.

Verstärkt wird auch die Zusammenarbeit bundesgeförderter Einrichtungen. Im Rahmen des neuen Netzwerks kulturelle Bildung und Integration 2.0.wird der operative Erfahrungsaustausch bundesgeförderter Kultureinrichtungen verbessert. Das Netzwerk wird vom Haus Bastian, Zentrum für kulturelle Bildung der Staatlichen Museen zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz, organisiert.

Migrationsgeschichte – Thema in Museen

Ganz gezielt soll auch die Migrationsgeschichte stärkere Beachtung im musealen Kontext finden. Die Bundesregierung will daher Migrationsgeschichte und -gegenwart in Museen abbilden und hierzu eine Reihe von Museen umfangreich fördern.

Um eine breitere Wissensbasis zu erhalten, wird der Deutsche Kulturrat im Rahmen der Initiative Kulturelle Integration in diesem Jahr einen Bericht zur Diversität in bundesgeförderten Einrichtungen erarbeiten. Die im Kulturkapitel aufgeführten Vorhaben werden am 9. März auf dem 13. Integrationsgipfel vorgestellt.

Der Nationale Aktionsplan Integration wird koordiniert von der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung, Staatsministerin Widmann-Mauz. Den Auftakt zur Fort- und Weiterentwicklung des NAP-I bildete der 10. Integrationsgipfel im Juni 2018 im Bundeskanzleramt. Seitdem wurden in verschiedenen Themenforen Vorhaben des Bundes ausgearbeitet, die nun im Nationalen Aktionsplan Integration beschlossen werden. Dieser ist seiner Struktur nach an den Phasen des Integrationsprozesses angelehnt.

Quelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung 

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Das junge Ohr https://www.tiefgang.net/das-junge-ohr/ Fri, 04 May 2018 22:39:18 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=3597 [...]]]> Um Musik zu verstehen, braucht es manchmal mehr als ein Streaming oder Webradio. Deshalb wird die Musikvermittlung jedes Jahr mit einem Preis gewürdigt. Die Ausschreibung für „junge Ohren“ ist jetzt gestartet.

Die Gesellschaft für die Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL) schreibt zum 13. Mal einen Preis für Musikvermittlung aus. Dabei geht es zum einen um Diversity, zum anderen um Charaktere.

 In der Pressemitteilung heißt es:

„Der renommierte Musikvermittlungswettbewerb JUNGE OHREN PREIS startet seine 13. Ausschreibung. Ab sofort ist das Online-Bewerbungsverfahren auf der frisch gelaunchten Webseite zugänglich. Mit seinem Motto „Ausgezeichnetes für junge Ohren“ spürt der JUNGE OHREN PREIS herausragende Beispiele der Musikvermittlung im gesamten deutschsprachigen Raum auf und gilt als anerkannte Instanz auf diesem Gebiet. Erstmals setzt der Wettbewerb auf einen Themenschwerpunkt und fokussiert auf Programme zum Thema „Diversity“.

Ab sofort sucht der JUNGE OHREN PREIS die besten Programme für neues Publikum im gesamten deutschsprachigen Raum. Es ist die 13. Ausschreibung des Wettbewerbs, der in zwei Kategorien die besten Formate und herausragende Persönlichkeiten im Feld Musikvermittlung prämiert.
Innovation und Nachhaltigkeit sind die zentralen Marker der Kategorie PROGRAMM. Denn nur die kontinuierliche und professionell aufgestellte Vermittlungsarbeit trägt dazu bei, Musik im gesellschaftlichen Leben zu verankern. Neu ist die thematische Fokussierung, die den JUNGE OHREN PREIS in den nächsten Jahren prägen wird.

Die 13. Ausschreibung legt dabei den Schwerpunkt auf den Aspekt „Diversity“. Gesucht sind Programme, die Menschen im gemeinsamen musikalischen Tun miteinander in Verbindung bringen, unabhängig von Alter, Geschlecht, kulturellem oder sozialem Hintergrund. In dieser Kategorie sind Vorschläge und Eigenbewerbungen möglich. In den kommenden beiden Jahren sollen „Musikvermittlung für Erwachsene“ und „ländlicher Raum“ die inhaltliche Akzentuierung darstellen.

In der Kategorie CHARAKTER sucht der JUNGE OHREN PREIS herausragende Persönlichkeiten und kreative Köpfe der Musikvermittlung. Das Vorschlagsverfahren ist denkbar einfach: Es genügt die Angabe einer Person mit einer kurzen Empfehlung. Eine Eigenbewerbung für die Kategorie CHARAKTER ist nicht möglich.

Für beide Kategorien sind vorschlagsberechtigt: Teilnehmer/innen und Mitglieder des netzwerk junge ohren e.V. sowie Mitglieder und/oder Mitarbeiter/innen von überwiegend öffentlich finanzierten professionellen Orchestern und Rundfunk-Klangkörpern aus Deutschland, Schweiz, Österreich und Luxemburg.

Die Frist für Vorschläge und Bewerbungen läuft ab sofort und bis zum 30. September 2018 per Online-Verfahren über die Webseite www.jungeohrenpreis.de

Die Preisträger/innen werden in einer feierlichen Preisverleihung im November 2018 bekanntgegeben. Das Rahmenprogramm um den Festakt bietet Musikprofis ein lebendiges Forum mit Konzerten, Nominiertenbörse und Konferenz zum fachlichen und kreativen Austausch. Der 13. JUNGE OHREN PREIS wird gefördert durch die Gesellschaft für die Verwertung von Leistungsschutzrechten GVL. Medienpartner sind Deutschlandfunk Kultur, die neue musikzeitung und die Zeitschrift „das Orchester“.

Quelle: netzwerk junge ohren

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Förderung von Vielfalt https://www.tiefgang.net/foerderung-von-vielfalt/ Thu, 29 Mar 2018 22:12:36 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=3343 [...]]]> Die Kulturstiftung des Bundes hat das Projekt „360° – Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft“ aufgesetzt, um Kultureinrichtungen zu helfen, die Bereiche Programm, Publikum und Personal für mehr Diversität zu öffnen. Jetzt steht die nächste Förderrunde an.

In der Pressemitteilung heißt es:

„Die Kulturstiftung des Bundes unterstützt aus dem Fonds „360° – Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft“ mit insgesamt 21 Millionen Euro die diversitätsorientierte Entwicklung von Kultureinrichtungen.

Die Kulturstiftung des Bundes fördert Kultureinrichtungen aller Sparten dabei, die Bereiche Programm, Publikum und Personal für mehr Diversität zu öffnen. Hierfür stellt sie Mittel für eine Personalstelle in der Kultureinrichtung sowie zusätzlich Projektmittel für unterstützende Aktivitäten und Formate bereit. Die Projektmittel müssen durch zusätzliche Mittel von der Kulturinstitution kofinanziert werden. Vorhaben, die ausschließlich auf die Vermittlung von bestehenden Themen und Inhalten abzielen, werden nicht gefördert.

Einsendeschluss für die zweite Antragsrunde ist der 30. Juni 2018.

Migration hat die Gesellschaft in Deutschland in der Vergangenheit verändert und wird sie auch in Zukunft verändern. Deutschland ist ein Einwanderungsland und besonders Städte sind geprägt durch gesellschaftliche Vielfalt. Viele Institutionen haben begonnen, die neue Stadtgesellschaft mitzugestalten, jedoch spiegelt sich die kulturelle Diversität der Städte in den Programmangeboten, im Personal und im Publikum von Kultureinrichtungen noch nicht wider. Weder in Entscheidungspositionen noch im Publikum entspricht der Anteil von Menschen mit Migrationsgeschichte ihrem Anteil an der Bevölkerung.

Mit 360° – Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft unterstützt die Kulturstiftung des Bundes Institutionen aus den Sparten Kunst, Musik, Darstellende Künste, Literatur, Architektur, Neue Medien und verwandte Formen sowie spartenübergreifende Institutionen und kunst- und kulturhistorische Museen, die sich in ihrem Feld mit Fragen der Gegenwart befassen, die gesamte Gesellschaft in den Blick zu nehmen: Einwanderung und kulturelle Vielfalt sollen als ebenso chancenreiches wie kontroverses Zukunftsthema aktiv in das eigene Haus und in die Stadtgesellschaft getragen und strukturelle Ausschlüsse im Kulturbetrieb vermindert werden. Der Fonds soll eine große Bandbreite von Ansatzpunkten, Strategien und Methoden fördern, die in exemplarischer Weise aufzeigen, wie Institutionen – thematisch und personell – ihr Potenzial zur Mitgestaltung der neuen Stadtgesellschaft wirksam entfalten können.

Die Ausschreibung erfolgt in zwei Runden in den Jahren 2017 und 2018. Die Kultureinrichtungen bewerben sich mit einer ausführlichen Darstellung ihrer Ausgangssituation in der Stadt, ihrer Motivation und den Zielen sowie ihrer geplanten Arbeit mit dem/der Agent/in. Für den Antrag ist ausschließlich das ab Dezember 2016 auf der Website der Kulturstiftung des Bundes bereitgestellte Onlineformular zu verwenden.
Die Auswahl trifft der Vorstand der Kulturstiftung des Bundes auf der Grundlage von Empfehlungen durch eine unabhängige Jury. Im Falle einer positiven Vorauswahl durch die Jury ist die persönliche Präsentation des eingereichten Antrages durch die Leitung der antragstellenden Institution erforderlich.“

Quelle: kulturstiftung-des-bundes.de

Aus Hamburg wurden 2017 gefördert:

Dieser Slogan prangt derzeit auf der Museumswebsite.

Das Museum für Völkerkunde in Hamburg erhält eine Förderung unter anderem für die Neugestaltung der Programmatik und die Überarbeitung der Dauerausstellung. Das Museumsteam möchte Rolle und Aufgabe des Hauses in der polykulturellen Gesellschaft überdenken und seinem kolonialen Erbe auf die Spur kommen. Durch ein erweitertes Outreach-Programm sollen neue Ansätze der Beteiligung und Inklusion entwickelt werden, um weitere Akteure und Zielgruppen der Hamburger Stadtgesellschaft anzusprechen. Das Museum möchte zum Forum und zum Vorbild für ein vernetztes und kulturell vielfältiges Kulturverständnis werden.

Das fremdsprachige Programm der Bücherhallen.

Die Hamburger öffentlichen Bücherhallen wollen alle Bevölkerungsgruppen der Stadt einladen, die Bibliothek zu „ihrem“ Kultur- und Begegnungsort zu machen. Sie möchten so der Zusammensetzung der Hamburger Bevölkerungsstruktur besser Rechnung tragen. Außerdem möchte das Haus die Personalstruktur verändern, seine Kompetenzen mit interkulturellen Öffnungsprozessen verbessern und lernen, dieses Wissen an andere Kultureinrichtungen und öffentliche Bibliotheken in Hamburg und deutschlandweit weiterzugeben.

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