Frank Stöckel https://www.tiefgang.net Mon, 18 May 2020 16:28:56 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 „ebenda“ in Steilshoop https://www.tiefgang.net/ebenda-in-steilshoop/ Tue, 19 May 2020 22:22:15 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=6922 [...]]]> Der Berufsverband der Fotografen suchte wieder nach Talenten der Nachwuchsfotografie und wurde fündig in den Betonburgen von Steilshoop. Denn dort fotografierten Marina Cordes und Signe Heldt …

 

Der Berufsverband Freie Fotografen und Filmgestalter e. V. (BFF) gab am 15. Mai die Preisträgerinnen des Neuen BFF-Förderpreises 2020 in einer digitalen Präsentation bekannt. Die im Rahmen des BFF-Mentoring-Programms realisierten 12 Fotokonzepte werden in einer digitalen Ausstellung und voraussichtlich Anfang Oktober mit einer feierlichen Preisverleihung in Zingst präsentiert.

Der Neue BFF-Förderpreis kürt 2020 zum dritten Mal die besten jungen Nachwuchsfotograf*innen. Das praxisorientierte Förderprogramm für Studierende, das der BFF wieder gemeinsam mit Premiumpartner Olympus und dem Umweltfotofestival »horizonte zingst« ausgelobt hat, steht diesmal unter dem Motto „elementar“. Die Auszeichnungen, die erstmals in drei Kategorien verliehen werden, gehen gleichrangig an Tamara Eckhardt für „Children of Carrowbrowne“, Laura Stromp für „Origin“ und das Fotografinnen-Duo Marina Cordes & Signe Heldt für „ebenda“.

Die Arbeiten der Preisträgerinnen werden aufgrund der Coronavirus-Pandemie in digitaler Form am 15. Mai um 10 Uhr der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Preisverleihung findet voraussichtlich Anfang Oktober in der Ausstellung „Ausgezeichnet! Der Neue BFF-Förderpreis 2020“ mit allen zwölf Fotoserien der Finalist*innen in Zingst statt.

Insgesamt hatten sich mehr als 130 Studierende der Fotografie mit ihren Ideen zum Thema „elementar“ um die Teilnahme am Neuen BFF-Förderpreis 2020 beworben. Den Gewinnerinnen ist die Umsetzung des Leitgedankens in besonderer Weise gelungen. Ihre fotografisch herausragenden Bildstrecken visualisieren gesellschaftlich relevante Fragestellungen und laden ein, die Sichtweisen und Gedankengänge der Fotografinnen nachzuvollziehen. Die Auswahl der Siegerinnen fiel der Jury nicht leicht, denn die Serien sind ausnahmslos von hohem Niveau.

„Da alle Teilnehmer*innen nach einer intensiven Jurydiskussion annähernd gleich viele Stimmen gewinnen konnten, wollen wir jede Arbeit angemessen präsentieren“, sagt Frank Stöckel, BFFVorstandssprecher. „So sehr die Corona-Krise die Preisverleihung beeinflusst, so wenig spiegelt sich die Pandemie in den Fotoarbeiten wider. Denn zum Zeitpunkt der Ausschreibung war Covid-19 noch kein Thema. In diesem Kontext zeigen die zwölf entstandenen Fotostrecken eindrucksvoll, dass Corona nur eine von vielen elementaren Herausforderungen ist, die unser Zusammenleben gegenwärtig prägen. Die hohe Qualität der Bildstrecken ist dabei auch das Ergebnis des intensiven Austauschs der Studierenden mit ihren BFF-Mentor*innen. Auch hierbei kam das diesjährige Förderpreis-Thema zum Tragen. Das intensive Miteinander während der Workshops, die gemeinsame verdichtende Arbeit an den Fotoserien war elementar für uns alle.“

„elementar“ – Denkanstöße für die Welt von morgen

Mit dem Neuen BFF-Förderpreis will der BFF dem fotografischen Nachwuchs und dessen Spektrum an bedeutenden Konzepten eine Öffentlichkeit geben. Gewünscht sind Denkanstöße für den Blick auf die Welt von morgen. Bei der Realisierung ihrer Projekte werden die Studierenden im Rahmen eines praxisbezogenen Förderprogramms von BFFProfessionals mit viel Engagement und Know-how unterstützt. Die ehrenamtlich tätigen BFFMentor*innen und die Workshops in Hamburg und Zingst erwiesen sich dabei erneut als wertvolle Stütze für den erfolgreichen Projektabschluss.

Die von der Fachjury ausgewählten Preisträgerinnen und Finalist*innen

Aus Hamburg zählt das Duo Marina Cordes und Signe Heldt mit der Bildserie „ebenda“ in der Kategorie „Künstlerische Fotografie“ zu den Preisträgern. „ebenda“ ist eine Erzählung vom familiären Zusammenleben in der Großwohnsiedlung Steilshoop in Hamburg. Zweieinhalb Quadratkilometer groß, 19.500 Einwohner*innen. Zwischen 1969 und 1975 als Maßnahme gegen den Wohnraummangel realisiert. Damals als Ideallösung und soziale Utopie verstanden, hat sich das gesellschaftliche Bild von Großwohnsiedlungen inzwischen überwiegend negativ gewandelt. Über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren lernten die Fotografinnen Familien kennen, die diese Siedlung ihr Zuhause nennen. Sie suchten Nähe, hinterfragten die gesellschaftlichen Vorstellungen und nahmen an intimen Alltagsszenen teil. Die Bilder, auf denen sich die herbe Schönheit einer dichten Architektur mit idyllischem Grün mischt, laden zu eigenen Interpretationen über das Leben im Viertel ein. Cordes und Heldt studieren an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, Kommunikationsdesign, Fotografie.

Ungeschönt und trotzdem ästhetisch sind die Porträts der „Children of Carrowbrowne“, die Tamara Eckhardt am Stadtrand von Galway in Irland aufgenommen hat. Neben einer Mülldeponie haben die Traveller ihre Siedlung aus Wohnmobilen und Behelfsbehausungen errichtet. Gesellschaftlich stigmatisiert leben die Menschen hier unter einfachsten Bedingungen. Einfühlsam begegnet die Fotografin den Kindern, bildet Momente der Nachdenklichkeit ebenso ab wie Spiel und Interaktion. Die Perspektive auf die Figuren im Raum und ihre Positionierung auf der Bildfläche sind schlicht und spannungsvoll. Durch alle Aufnahmen zieht sich als roter Faden die Frage des Erwachsenwerdens, die hier mehr noch als anderswo auch Unsicherheit bedeutet. Gerade die absolut menschlich gesehenen Porträts aber deuten auch hoffnungsvoll in die Zukunft.

Die Zukunft – vielleicht sogar die Gegenwart? – von Dating und Partnerschaft in virtuellen Welten beschäftigt Laura Stromp in ihrer Arbeit „Origin“. Als erzählerische Tableaus inszeniert die Fotografin Figuren in seltsam ungelenker Haltung an hochartifiziellen Orten. Obwohl physisch anwesend, scheinen die Personen – oder sind es Androiden – ihre Aufmerksamkeit ganz auf ihre Existenz in alternativen Realitäten zu konzentrieren. Viele von ihnen tragen Accessoires wie VR-Brille, Smartphone oder Selfiestick, die sie als mediale Nabelschnüre mit ihren Onlineprofilen und Avataren verbinden – oder ist es andersherum? Die

Arbeit mit den Models, reale und virtuelle Locations, die Requisite, das Licht und die Post Production greifen perfekt ineinander, brechen mit unseren Sehgewohnheiten und lassen die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Virtualität verschwimmen.

Preisträgerinnen in den Kategorien im Überblick:

  • Marina Cordes & Signe Heldt: „ebenda“ (Kategorie: Künstlerische Fotografie)
  • Tamara Eckhardt: „Children of Carrowbrowne“ (Kategorie: Dokumentarfotografie / Reportage)
  • Laura Stromp: „Origin“ (Kategorie: Angewandte Fotografie / Design)

Die Fachjury

Thomas Gerwers / Publizist, Chefredakteur ProfiFoto, Sebastian Lux / Stiftung F.C. Gundlach, Linn Schröder / Professur für Fotografie, HAW Hamburg, Department Design, Frank Stöckel / Fotodesigner, Vorstandssprecher des BFF, DGPh, Klaus Tiedge / Verleger, Kurator Umweltfotofestival »horizonte zingst«, Frances Uckermann / Kreativ-Direktorin Die Mentor*innen / BFF-Professionals Jens Bösenberg, Asja Caspari, Sonja Hofmann, Maximilian König, Sascha Kraus, Klaus Lange, Oliver Mark, Florian W. Müller, Julie Nagel, Bernd Opitz, Jörg Rothhaar, Götz Schleser, Jörg Schwalfenberg, Julia Marie Werner, Fiene Wollstadt

Preise / Förderinhalte

  • Auszeichnung „Der Neue BFF-Förderpreis“ für die beste Arbeit in drei Kategorien
  • 3 Preisträger*innen erhalten vom BFF-Premiumpartner Olympus gestiftete Preise im

Gesamtwert von über 8.000 Euro (je ein Kamera-Kit bestehend aus Olympus OM-D E-M1 Mark III bzw. M5 Mark III Kit (mit M. Zuiko Digital ED 12-40mm F2.8 PRO))

  • Alle Finalist*innen erhalten je ein Adobe Creative Cloud-Komplett-Abo, Jahreslizenz
  • Die Arbeiten der Finalist*innen werden in einer eigenen Publikation vorgestellt

Ausstellungspräsentation mit allen Finalist*innen

  • Alle Finalist*innen erhalten auf Wunsch eine kostenfreie BFF-Student-Mitgliedschaft

Termine: »Ausgezeichnet – Der Neue BFF-Förderpreis 2020«

Da das Umweltfotofestival »horizonte zingst« infolge der Coronavirus-Pandemie dieses Jahr nicht stattfinden kann, werden die Fotoarbeiten der Finalist*innen zuerst in digitaler Form und zu einem späteren Zeitpunkt in Zingst präsentiert.

  • Digitale Bekanntgabe der Preisträgerinnen: 15.05., 10 Uhr, unter foerderpreis.bff.de
  • Preisverleihung und Ausstellungseröffnung in Zingst: Anfang Oktober (vorauss.)
  • Weitere Ausstellungsdaten werden rechtzeitig bekanntgegeben

Hintergrund

Der Neue BFF-Förderpreis knüpft seit 2017 an den früheren BFF-Förderpreis (gegr. 1988) an, der

zu den renommiertesten Nachwuchs-Fotowettbewerben weltweit zählte und als Seismograph für junge fotografische Strömungen galt. Das neue Konzept bietet Nachwuchsfotograf*innen alljährlich ein attraktives praxisnahes Förderprogramm, in dessen Zentrum ein Workshop- und Mentoring-Programm mit erfahrenen BFF-Professionals und Expert*innen aus Verlag, Werbung, Kreation und Kunstmarkt sowie dem Umweltfotofestival »horizonte zingst« steht. Um die Teilnahme bewerben können sich Studierende ab dem 4. Semester der Fächer Fotografie, Foto-Design, Kommunikationsdesign und Visuelle Kommunikation, die an einer staatlich anerkannten Hochschule oder Ausbildungsstätte in Deutschland, Österreich oder der Schweiz eingeschrieben sind.

 

Mehr Informationen unter www.foerderpreis.bff.de; facebook.com/derneuebfffoerderpreis; instagram.com/der_neue_bff_foerderpreis

 

]]>
Seismograf fotografischer Strömungen https://www.tiefgang.net/seismograf-fotografischer-stroemungen/ Fri, 29 Sep 2017 22:40:48 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=2131 [...]]]> Der Bundesverband Freie Fotografen und Filmgestalter (BFF) lobt einen der renommier­testen Nachwuchs-Wettbewerbe im Bereich Fotografie neu aus. Und das gleich für 15 Teilnehmende …

Der »Neue BFF-Förderpreis« bietet 15 Studierenden die Chance, im Rahmen eines neu entwickelten Mentorenprogramms ein anwendungsbezogenes Fotokonzept zu erarbeiten und umzusetzen. Die zehn besten Fotoarbeiten werden in einer Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert.

Förderprogramm

Unter diesen Finalisten erhalten die drei herausragenden Ergebnisse als Auszeichnung den »Neuen BFF-Förderpreis«. Unterstützt und ermöglicht wird die neuerliche Ausschreibung des BFF-Förderpreises durch den BFF-Premium-Partner OLYMPUS, die Durchführung bis hin zur ersten Ausstellung des Projektes erfolgt in Kooperation mit dem Umweltfotofestival »horizonte zingst«.

Relevante Fragen der Zeit

„Mit dem neuen BFF-Förderpreis will der Verband als kompetenter Partner die angewandte Gegenwartsfotografie in besonderer Weise unterstützen und junge Talente fit für die Berufswelt machen“, sagt Frank Stöckel, Vorstandssprecher des BFF. „Den klassischen Ausbildungsinhalten der Hochschulen und Ausbildungsstätten stellen wir ein Förder­programm zur Seite, in dessen Mittelpunkt eine realistische, am Markt orientierte Aufgabenstellung steht. Wir sind davon überzeugt, dass die einzigartige Kombination aus Workshop-Programm, Mentorenbegleitung und finanzieller Projektförderung sowie abschließender Ausstellung der Arbeiten und Preisverleihung für angehende Fotografen eine äußerst attraktive Plattform darstellt.“ Mit dem neuen Förderpreis-Konzept knüpft der BFF an die Erfolge seines erstmals in den achtziger Jahren ausgelobten Preises an, der inter­national hohe Anerkennung genoss und als Seismograf für die fotografischen Strömungen der Gegenwart galt.

Alle Genres und Stile

Gesucht werden die 15 besten Fotokonzepte, die sich inhaltlich mit relevanten Fragen der Zeit auseinandersetzen. Die Bewerber sind aufgerufen, sich ökologischen, ökonomischen oder kulturellen Themen zu widmen. Ihre Arbeiten sollen Impulse zur Gestaltung der Zukunft geben oder auf besondere Weise die Phänomene unserer Zeit widerspiegeln. Innerhalb der Fotografie sind alle Genres und Stile zugelassen.

Bewerben können sich Studierende (ab dem 4. Semester) der Fächer Fotografie, Foto-Design, Kommunikationsdesign und Visuelle Kommunikation, die an einer staatlich anerkannten Hochschule oder Ausbildungsstätte in Deutschland, Österreich und der Schweiz eingeschrie­ben sind. Die Frist zur Einreichung startet am 1. Oktober und endet am 15. November 2017.

Drei Monate Produktionszeit

Die 15 Teilnehmer des Förderprogramms werden von einer Jury aus allen Bewerbungen ausgewählt. Drei Monate lang haben sie Zeit, ihr Fotokonzept unter praxisbezogenen Bedingungen zu produzieren. Jeder der 15 Teilnehmer erhält ein Produktionsbudget von 1.500,– Euro. Begleitet werden die jungen Talente von erfahrenen Mentoren (BFF-Fotografen, Art-Direktoren, Postproducern), die ihnen in zwei Workshops sowie Einzel-Coachings die Spielregeln des Berufsalltags vermitteln und sie in konzeptionellen, gestalterischen sowie technischen und abwicklungsbezogenen Fragen beraten.

Aus den im Rahmen des Förderprogramms entstandenen 15 Arbeiten wählt eine Fachjury – bestehend aus renommierten Fotoexperten der Fotobranche, Agenturen sowie Kunst und Medien – die besten zehn Fotoarbeiten für die Ausstellungspräsentation aus und kürt aus diesen die drei Preisträger des »Neuen BFF-Förderpreises«. Die Ergebnisse werden im Mai 2018 in einer großangelegten Ausstellung während des Umweltfotofestivals »horizonte zingst« und anschließend in einer Ausstellungstour gezeigt. Zudem werden die Arbeiten im BFF-Magazin und auf der BFF-Webseite sowie im Rahmen weiterer Veröffentlichungen vorgestellt. Als Anerkennung ihrer Leistung wird den zehn Finalisten zusätzlich eine BFF­Student-Mitgliedschaft angeboten.

Die drei Preisträger des »Neuen BFF-Förderpreises« erhalten vom BFF-Premiumpartner OLYMPUS gestiftete Preise im Wert von 6.000,– Euro. Ausstellungseröffnung und Preis­verleihung finden im Rahmen des Umweltfotofestivals »horizonte zingst« im Mai 2018 statt. Die Festivalveranstalter zeichnen zudem das, aus ihrer Perspektive, überzeugendste inhaltliche Konzept mit einem Sonderpreis aus.

Termine
• Beginn der Bewerbungsphase: 1. Oktober 2017
• Bewerbungsschluss: 15. November 2017
• Zeitraum des aktiven Förderprogramms: Dezember 2017 bis Mai 2018
• Erster Workshop: Anfang Dezember 2017 in Hamburg
• Zweiter Workshop: Mitte März 2018 in Zingst
• Ausstellungseröffnung & Preisverleihung bei »horizonte zingst« (26. Mai -3. Juni 2018)

Quelle: Berufsverband Freie Fotografen und Filmgestalter e.V.

]]>