GSH https://www.tiefgang.net Thu, 27 Jun 2019 11:15:45 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1 „Rücksicht und Respekt“ https://www.tiefgang.net/ruecksicht-und-respekt/ Fri, 21 Jun 2019 22:49:22 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=5516 [...]]]> Die Harburger Goethe-Schule war eine der ersten Kulturschulen Hamburgs. Und das macht sich für Schüler*innen bezahlt.

Vierteljährlich erscheint das Magazin ´kju` der Hamburger Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendkultur mit Beiträgen rund um die Themen Bildungs- und Kulturarbeit für Kinde rund Jugendliche. Im aktuellen Heft befasst sich Autorin Christiane Tauer mit der Harburger Goethe-Schule und gibt ihr für ihre Arbeit eine Eins mit Sternchen.

Von Christiane Tauer

Wenn es eine Note für künstlerisches Engagement an Schulen gäbe, die Goethe-Schule Harburg, kurz GSH, hätte jedes Jahr eine glatte Eins auf dem Zeugnis. „Kulturschule“ nennt sich die Stadtteilschule mit gymnasialer Oberstufe sogar offiziell. Erklärtes Ziel der Schulleitung: Möglichst alle der insgesamt rund 1800 Mädchen und Jungen sollen mindestens einmal in einem Kulturprojekt mitgewirkt haben, wenn sie die Schule verlassen.

Damit dieses Ziel auch tatsächlich erreicht wird, hat sich die GSH, die sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur Technischen Universität Harburg befindet, eine ausgefeilte Struktur gegeben. Getragen und permanent weiterentwickelt wird diese Struktur von einer Kulturschulgruppe, die einmal in der Woche tagt und deren Mitglieder Lehrer*innen der unterschiedlichsten Fachrichtungen sind. Ein weiterer Teil der Angebote wird von den einzelnen künstlerischen Fachbereichen organisiert. „Jede*r in unserer Kulturschulgruppe ist für einen einzelnen kulturellen Bereich wie Theater oder Chor zuständig“, sagt Anke Preuße, die die achtköpfige Gruppe leitet. Dass diese Aufteilung auch dringend nötig ist, zeigt allein die unglaublich große Zahl an kulturellen Angeboten und Projekten, die jedes Jahr zu stemmen sind. „Einige von ihnen sind verbindlich, andere freiwillig“, erklärt Preuße.

Los geht es direkt in Klasse fünf mit einer Chorstunde für alle Klassen, Jahrgang sechs legt mit dem Projekt „Theater hoch 6“ nach, in dem alle Schüler*innen eine Woche Theater spielen. In Klasse sieben beginnen die Profilklassen, bei denen unter anderem ein ästhetisches Profil zur Wahl steht, das wiederum in jedem Jahrgang von Klasse sieben bis zur Oberstufe ein Klassenorchester, eine Theatergruppe und eine Kunstklasse garantiert. Ein Auftritt vor Publikum rundet das Ganze ab.

Das ist aber noch längst nicht alles. Es gibt unter anderem eine Kulturprojektwoche für alle Schüler*innen von Jahrgang fünf bis Jahrgang zehn, Werkstatttage in Jahrgang acht mit wechselnden thematischen Schwerpunkten, mobile Lesungen und Theateraufführungen, eine TUSCH -Kooperation und weitere mit dem Schauspielhaus, der Sammlung Falckenberg, der Harburger Bücherhalle, der Jugendmusikschule und darüber hinaus das Kulturagentenprogramm sowie zahlreiche AGs am Nachmittag.

Zählt man allein die Auftrittsformate zusammen, die fester Bestandteil des Kulturschuljahres und verbindlicher Teil der kulturellen Projekte sind, kommt man auf ganze zwölf. Ein harburgweit bekanntes Highlight ist beispielsweise das zweistündige Weihnachtskonzert in der Friedrich-Ebert-Halle, das von mehr als 250 Schüler*innen des Musikfachbereichs und der Musikprofilklassen veranstaltet wird und im Schnitt 1200 Zuhörer*innen anlockt. „Das Konzert hat einen gehobenen Anspruch, wir wählen genau aus, wer daran teilnimmt“, sagt Anke Preuße. Die Schüler*innen, die es nicht auf die große Bühne schaffen, haben die Möglichkeit, ihr Können beim Werkstattkonzert in der schulischen Aula zu zeigen.

Selbst vor der Bühnentechnik macht der große Einsatz der Schule nicht halt, die bereits im Jahr 2005 zur Pilotschule Kultur wurde und die anders als viele andere Stadtteilschulen jedes Schuljahr weitaus mehr Anmeldungen als Plätze hat. Alles wird von Schüler*innen selbst organisiert, ebenso die Gestaltung der Ankündigungsflyer, für die es sogar ein standardisiertes GSH-Layout gibt. Der hohe Stellenwert, den die Kultur für das gesamte Haus hat, spiegelt sich allein schon in der Ankündigung der Auftritte wider. Ein riesiger Kulturkalender hängt direkt neben dem Vertretungsplan, damit jeder weiß, wann was stattfindet.

„Kultur ist für uns die Auseinandersetzung mit der Welt“, erläutert Anke Preuße den Grund für die große Bedeutung, die die GSH der Kultur beimisst. Für die Schüler*innen sei es ein wesentlicher Teil der Persönlichkeitsentwicklung, wenn sie lernten, ihre Ideen der Allgemeinheit zu präsentieren. „So wird nach außen hin sichtbar, dass diese einen Wert besitzen.“ Rücksicht und Respekt, das würden die Kinder und Jugendlichen lernen, wenn sie sich die Darbietung ihrer Mitschüler anschauen. „Und sie sind ganz einfach glücklich, wenn sie am Ende eines Projektes sehen, dass sie gemeinsam etwas geschafft haben“, sagt Anke Preuße. Die Schüler spüren: Es gibt ein gemeinsames Ziel, und das motiviert selbst die, für die es in den restlichen Unterrichtsfächern nicht so gut läuft.

Goethe-Schule Harburg, Eißendorfer Straße 26, Tel. 040/428 87 10, WWW.GOETHE-SCHULE-HARBURG.DE

(mit frdl. Genehmigung der LAG Kinder- u. Jugendkultur Hamburg)

 

 

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Die Nachwuchsschmiede der SuedKultur https://www.tiefgang.net/die-nachwuchsschmiede-der-suedkultur/ Fri, 15 Sep 2017 22:13:22 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=2073 [...]]]> Am 7. Oktober 2017 rockt der Süden Hamburgs. Die Initiative SuedKultur lädt zum 7. Male zur Music-Night. Wir stellen Euch im Vorfeld einige Highlights vor. Heute: Bands der Goethe-Schule Harburg und Jugendmusikschule HH-Süd.

Die Goethe Schule Harburg (kurz GSH) ist bekannt für Kulturangebote. Und so ist es eine eingespielte Sache, dass sie zum dritten Male an der Suedkultur Music-Night teilnimmt und als Nachwuchs-schmiede die Sternchen von Morgen präsentiert. Dort, wo sonst die Schülerinnen und Schüler ihre Pause verbringen, wird am Samstag, den 07. Okt. 2017 gerockt. Zur Suedkultur Music-Night wird die Pausenhalle dank geschickter Kniffe der Veranstaltungstechnik in einen gemütlichen Club umgebaut und lockt mit Lichtshow die Besucher in die Goethe Schule Harburg. Sogar eine Bar mit einem ausgewählten Angebot an Getränken und Snacks wird nicht fehlen.

„On Stage“ – die Klasse 7
The Gloves

Viele kleine Bands und Ensembles beleben die Schule. Oft im Wechsel von ehemaligen und derzeitigen GSHler sowie Jugend-Musikschülerinnen und -schüler wird die Bühne gerockt. Von solistischem Gesang über Jimi Hendrix bis hin zum Singersongwriter-Duo – alles dabei! Und es lohnt sich, einen Blick in die Stube möglicher Stars von Morgen zu werfen und mal genauer hinzuhören.

Junge Solistinnen

Mit Rock und Pop etwa startet der Samstag in der Goethe-Schule um 19h mit einer Formation der Klasse 8 – „on Stage“. Ebenso auf der Bühne dann um 19.30h die Klasse 7 mit Songs aus Rock und Pop.

Um 19.30h treten die „Jungen Solistinnen“ auf, die etwas ruhiger mit gecoverten Pop-Songs und Balladen den Gehörgängen schmeicheln.

Um  19.55 ist dann das erste Set der Band Skydream zu erleben. Auch dieses Trio ist nicht zum ersten Mal zu Gast bei der SuedKultur Music-Night. Dieses Jahr und präsentiert es neue selbstgeschriebene Pop-Songs. Skydream sind Tabea Cessak am Gesang, Jim Eckhardt am Piano wie Gitarre und an den drums Levander Korell.

My Freedom

Aus gegebenem Anlass…Die Rückbesinnung auf die eigenen Freiheiten in unserer heutigen Gesellschaft sollte im Interesse jedes einzelnen sein – genauso, wie die Freiheiten aller anderer zu wahren."My Freedom" – unser erster eigener Song von vor fast zwei Jahren – soll darauf hinweisen.#Freedomforeverybody #SKYDREAM

Posted by Skydream on Mittwoch, 9. November 2016

Um 20.15h wird dann behutsam das Genre auf Funk, Jazz und Pop umgestellt. „The Gloves“ (die Handschuhe) heißt die Formation, die aber so zart nun nicht daher kommt. Um 20.45h wird dann das Duo der Balladen-, aber auch Hardcore- und Metal-Sängerinnen „Hannah und Robyn“ auftreten.

Hannah und Robyn

Auch die beiden haben ihre Erfahrungen schon bei der SuedKultur Music-Night sammeln dürfen. Um 20.55h kommt dann der zweite Teil des Programms von Skydream. facebook.com/skydreamtheband

Um 21.15h ist die Band der Jugendmusikschule Hamburg-Süd „Soundpiece“ zu Gast. Sie hat 2014 bereist den 3. Preis in der Altersklasse bis 14 Jahre und unter Ltg. Hans Schüttler beim Wettbewerb „Jugend jazzt“ abgeräumt.

Um 21.35h dann wird das Duo „Tilman und Bendiks“ in der ungewohnten aber klanglich überraschend schönen Formation von Akustikgitarre und Piano sowie Gesang den Abend bestreiten.

Tilman und Bendicks

Sa., 7. Okt., : Goethe Schule Harburg, Eißendorfer Straße 26, 21073 Hamburg, www.gs-harburg.de

19h Klasse 8  „On Stage“ / 19.15h Klasse 7 „On Stage“ / 19.30h Junge Solisten / 19.55h Skydream (Set 1) / 20.15h The Gloves / 20.45h Hannah und Robyn / 20.55h Skydream (Set 2) / 21.15h „Soundpiece“ / 21.35h  Tilman und Bendiks

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