Hamburger Kunsthalle https://www.tiefgang.net Fri, 31 Jan 2025 09:40:16 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 „Kunst und Kultur als gesellschaftliche Aufgabe“ https://www.tiefgang.net/kunst-und-kultur-als-gesellschaftliche-aufgabe/ Fri, 31 Jan 2025 23:21:21 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=11464 [...]]]> Die jetzige Geschäftsführende Vorständin im ZKM| Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe wechselt zum 1. April 2025 nach Hamburg.

Der Stiftungsrat der Stiftung Hamburger Kunsthalle hat beschlossen, Dr. Helga Huskamp die Geschäftsführung der Hamburger Kunsthalle zu übertragen. Dr. Helga Huskamp ist seit 2022 Geschäftsführende Vorständin im ZKM|Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe. Sie tritt zum 1. April 2025 in der Hamburger Kunsthalle die Nachfolge von Norbert Kölle an, der im August 2024 als Geschäftsführer zum Bremer Focke-Museum wechselte.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Mit Helga Huskamp übernimmt eine erfahrene Museumsexpertin die Geschäftsführung der Hamburger Kunsthalle. Mit ihrer langjährigen Erfahrung als Kulturmanagerin und Geschäftsführerin in verschiedenen kulturellen Bereichen wird sie die Hamburger Kunsthalle als Mitglied des Vorstandes gemeinsam mit Alexander Klar und dem engagierten Team erfolgreich in die Zukunft führen. Sie bringt weitreichende Erfahrungen mit, um auf der kaufmännischen Seite die Hamburger Kunsthalle als eines der beliebtesten Kunstmuseen Deutschlands weiter auf Erfolgskurs zu halten.“

Prof. Dr. Alexander Klar, Direktor der Hamburger Kunsthalle: „Wir freuen uns, dass wir mit Helga Huskamp eine erfahrene und engagierte Geschäftsführerin gefunden haben, die für die Hamburger Kunsthalle brennt. Vor uns liegen mehrere Jahre anspruchsvoller Sanierungs- und Bauaufgaben bei laufendem Betrieb, die uns einiges abfordern werden und ein ambitioniertes Programm der Transformation des Hauses hin zur Klimaneutralität. Ihre große Erfahrung und ihr Interesse an ‚Green Culture‘ wird ein großer Gewinn für das Haus sein.“

Dr. Helga Huskamp: „Die Hamburger Kunsthalle zählt zu den großen Kunstmuseen in Deutschland und hat sich mit den 600.000 Besuchern im Jahr 2024 aktuell an die Spitze gesetzt. Ein großartiger Erfolg zu dem ich Alexander Klar und dem Team der Kunsthalle sowie den Freunden und allen Partnern und Unterstützern herzlich gratuliere. Schon Alfred Lichtwark, der erste Direktor der Kunsthalle, sagte 1905, dass Museen sich ständig wandeln müssten, um nicht zu versteinern. Das ist heute einmal mehr aktuell. Ob Finanzierung, Klimaschutz, digitale Transformation durch KI und nicht zuletzt der Generationswechsel bei Besuchern und Mitarbeitern, die Herausforderungen sind vielfältig. Umso mehr freue ich mich auf ein Arbeitsumfeld, in dem Kunst und Kultur als gesellschaftliche Aufgabe verstanden werden, begleitet von einem bürgerlichen Engagement, das in Hamburg traditionell außergewöhnlich stark ist und dem die Kunsthalle ihre Gründung verdankt. Als Geschäftsführerin verstehe ich mich vor allem als Ermöglicherin und Partnerin eines erfolgreichen Programms. Für das mir ausgesprochene Vertrauen bedanke ich mich herzlich bei dem Kultursenator Carsten Brosda sowie dem Stiftungsrat der Hamburger Kunsthalle.“

Helga Huskamp (geboren 1968) studierte Kunstgeschichte im Magisterstudiengang mit Volkswirtschaftslehre und Kommunikationswissenschaften an der Ludwig-Maximilian-Universität München einschließlich eines Auslandsjahres in Bologna/Italien. Sie promovierte 1997 mit einer Arbeit zu dem Berliner Künstler Fritz Köthe an der Universität Osnabrück.

Nach dem Studium arbeitete sie zunächst im Kultursponsoring (Büro Andreas Grosz, Köln) und wechselte von hier in die Kreativ-Agenturszene und damit in die Wirtschaft (Rempen & Partner). Über zwölf Jahre arbeitete sie in Führungspositionen auf Agenturseite für Konzerne und mittelständische Unternehmen zu Marke und Marketing.

Im Jahr 2012 ging Helga Huskamp zurück in die Kultur. Sie war stellvertretende Geschäftsführerin des Internationalen Dokumentarfilmfestivals München, Leiterin Kommunikation und Projektkoordinatorin an der Stiftung Bauhaus Dessau. Hier begleitete sie das 100jährige Bauhausjubiläum sowie den Bau des Bauhaus Museums Dessau. Anschließend wurde sie Leiterin von Kommunikation und Vermittlung an der Staatsgalerie Stuttgart, von wo aus sie als Geschäftsführende Vorständin an das ZKM|Zentrum für Kunst und Medien in Karlsruhe wechselte, wo sie bis heute tätig ist.

Über all die Jahre ihres beruflichen Werdegangs war Helga Huskamp auch als Lehrbeauftragte an verschiedenen Hochschulen tätig. Zuletzt an der Universität der Künste Berlin und der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Auch hatte sie eine Professur für Medienmanagement an der privaten Hochschule Mediadesign München und leitete später die Kommunikation der privaten Hochschule Macromedia in München.

Ihre Schwerpunktthemen im Kulturmanagement sind Prozessmanagement mit Organisationsentwicklung, Finanzen und Personalentwicklung, Drittmittel und Sponsoring, Kommunikation und Marketing sowie Digitalisierung, Green Culture und Diversity. Auch hat sie Erfahrungen in Bau- und Sanierungsmanagement.

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Der neue Sammlungsleiter der Moderne https://www.tiefgang.net/der-neue-sammlungsleiter-der-moderne/ Fri, 17 Jan 2025 23:01:09 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=11432 [...]]]> Der amerikanische Kurator, Dozent und Publizist Toby Kamps (*1964) wurde zum 15. Januar 2025 neuer Sammlungsleiter der Moderne an der Hamburger Kunsthalle.

Der umfangreiche Sammlungsbereich, der zwischen 1900 und 1960 entstandene Gemälde umfasst, zählt mit seinen bedeutenden Werkgruppen und herausragenden Einzelobjekten zu den wichtigen Beständen in Deutschland. Die Kunsthalle hat sich nach einer internationalen Ausschreibung mit Kamps für einen Kurator entschieden, der sowohl eine große Kenntnis der deutschen, europäischen und amerikanischen Kunstgeschichte mit sich bringt als auch langjährige Erfahrung als Sammlungsleiter an der Menil Collection in Houston, einer der bedeutendsten amerikanischen Sammlungen der Moderne. Toby Kamps folgt Dr. Karin Schick, die an die Hilti Art Foundation, Liechtenstein wechselte.

Toby Kamps begann seine Karriere am Walker Art Center in Minneapolis und war danach als Kurator und als Direktor an Institutionen wie dem Museum of Contemporary Art San Diego sowie in Houston an dem Contemporary Arts Museum, dem Blaffer Art Museum der University of Houston und der Menil Collection tätig. Zuletzt war er Direktor der White Cube Gallery in London. Zu seinen zahlreichen Aus-stellungs- und Publikationsprojekten gehören Überblicksausstellungen über das Werk von Henri Cartier-Bresson, William N. Copley, Ellsworth Kelly, Claes Oldenburg und Wols. Toby Kamps ist Absolvent des Williams College Graduate Program in Kunstgeschichte in Massachusetts und des Bowdoin College in Maine und war Stipendiat beim Center for Curatorial Leadership in New York und beim Getty Museum Leadership Institute in Berkeley, Kalifornien. Er hat Beiträge für zahlreiche Museumskataloge verfasst und ist Editor at large für das Kunst- und Kulturjournal The Brooklyn Rail.

Alexander Klar, Direktor Hamburger Kunsthalle: »Toby Kamps ergänzt das Kollegium der Sammlungsleiter*innen der Hamburger Kunsthalle um einen weiteren international angesehenen Kurator auf ideale Weise. Er bringt neben seiner Kennerschaft eine neue Perspektive auf unsere europäisch orientierte Sammlung mit. Ich freue mich außerordentlich, dass mit ihm unsere Sammlung eine neue Interpretation erfahren wird, die es uns erlauben wird, sie an die globale Moderne anzuschließen.«

Toby Kamps: »Es ist eine große Ehre für mich, die Hamburger Kunsthalle in dieser Position zu unterstützen. Die Sammlung zur Malerei der Moderne ist einmalig und die Ausstellungen und Interpretationsprogramme des Museums sind vorbildlich. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit meinen neuen Kolleg*innen, die Schätze der Hamburger Kunsthalle mit der Öffentlichkeit zu teilen und die internationale Entwicklung des Modernismus in ein neues Licht zu rücken.«

 

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Notfallverbund für Kulturgutschutz https://www.tiefgang.net/notfallverbund-fuer-kulturgutschutz/ Fri, 25 Oct 2024 22:55:25 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=11291 [...]]]> Kulturgut im Notfall gemeinsam zu schützen und zu erhalten – das ist das Ziel des Notfallverbunds für Kulturgutschutz, der kürzlich in Hamburg gegründet wurde.

Unter der Führung des Staatsarchivs haben zahlreiche Museen der Hansestadt, die Gedenkstätten und die Staatsbibliothek einen Vertrag unterzeichnet, in dem sie sich die gegenseitige Unterstützung in Notfällen zusichern. Im Notfallverbund schließen sich kulturgutbewahrende Institutionen zusammen, um sich zu vernetzen, Wissen miteinander zu teilen, sich zusammen auf Notfälle vorzubereiten und sich zu unterstützen, wenn eine Einrichtung einen Notfall, wie zum Beispiel Hochwasser, Unwetter oder Brände, nicht allein bewältigen kann.

Die Gründungsmitglieder des Verbunds sind neben dem Staatsarchiv Hamburg das Archäologische Museum Hamburg und Stadtmuseum Harburg, die Deichtorhallen Hamburg, die Hamburger Kunsthalle, das MARKK – Museum am Rothenbaum, das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, die Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg, die Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen sowie die Stiftung Historische Museen Hamburg.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Museen, Archive und Bibliotheken bewahren die kulturellen Schätze unserer Stadt. Diese Schätze auch in Notfällen zu schützen, ist eine zentrale Aufgabe der Institutionen. Mit der Gründung des Notfallverbundes hat Hamburg jetzt einen wichtigen Schritt für den bestmöglichen Schutz der Kulturgüter gemacht, denn auch dabei gilt, dass wir gemeinsam stärker sind. Die Mitglieder des Verbunds werden sich gegenseitig unterstützen, und das nicht nur im Notfall, sondern auch beim Entwickeln von Notfallplänen oder bei gemeinsamen Übungen. So können sie im Ernstfall schnell reagieren, um unser wertvolles Kulturgut zu schützen und zu erhalten.“

Der Hamburger Notfallverbund hat verschiedene konkrete Ziele:

  • Die Mitglieder unterstützen sich schnellstmöglich in Notfällen, in denen Kulturgut betroffen ist. Sie sichern sich im Rahmen ihrer fachlichen und personellen Möglichkeiten zu, sich organisatorisch, konservatorisch, materiell, technisch und logistisch zu helfen, insbesondere dabei, betroffenes Kulturgut zu bergen und zu sichern und Ausweichdepotflächen zur Verfügung zu stellen. Dabei unterstützen sie sich bei Bedarf auch mit Personal.
  • Ein Kompetenznetzwerk zum Thema Kulturguterhalt für Hamburg soll aufgebaut werden. Der Notfallverbund ist ein einmaliges Netzwerk von Kulturgut bewahrenden Einrichtungen in der Hansestadt, in dem unterschiedliche fachliche Expertisen zusammenkommen. Der Notfallverbund stellt den Wissenstransfer zwischen den Einrichtungen sicher.
  • Standards und Routinen im Bereich der Notfallvorsorge für Kulturgut sollen gemeinsam entwickelt werden. Hierzu zählen auch regelmäßige gemeinsame Notfallübungen und die Vereinheitlichung der Notfallplanung und -vorsorge in den beteiligten Institutionen.
  • Das Thema Notfallvorsorge für Kulturgut soll auch im öffentlichen Bewusstsein verankert werden. Außerdem sollen die Grundlagen für die Notfallprävention optimiert werden. Der Verbund soll Themen bündeln und gezielt Kontakte und Netzwerke mit weiteren Beteiligten wie der Feuerwehr oder dem THW aufbauen. Hierdurch sollen Synergien geschaffen und die Akzeptanz für die Notfallvorsorge für Kulturgut erhöht werden.

Der Notfallverbund beginnt ab sofort mit der gemeinsamen Arbeit. Perspektivisch können auch weitere Institutionen in öffentlicher Trägerschaft aufgenommen werden.

Bereits in zahlreichen Städten und Regionen wurden in den letzten Jahren Notfallverbünde zum Schutz des Kulturguts gegründet. Eine Übersicht gibt es hier: www.kek-spk.de/notfallverbundkarte/#/. Ziel der Verbände ist es auch, sich überregional miteinander zu vernetzen und auszutauschen (gemeinsames Portal: www.notfallverbund.de).

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#seeforfree 2024 https://www.tiefgang.net/see-for-free-2024/ Fri, 18 Oct 2024 22:45:43 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=11263 [...]]]> Am diesjährigen Tag der Reformation öffnen 47 Museen und Ausstellungsorte ihre Türen bei freiem Eintritt – das sind mehr Häuser als in den Jahren zuvor.

Für den Aktionstag haben die Museen, Ausstellungshäuser, Lern- und Gedenkorte wieder ein umfangreiches Programm mit Führungen in verschiedenen Sprachen, Veranstaltungen für Kinder und Familien oder Mitmachaktionen zusammengestellt, um am Tag der Reformation alle Hamburgerinnen und Hamburger einzuladen und ihnen ein besonders vielfältiges Angebot zu machen. Die Bürgerschaft hatte den freien Zugang zu den Museen am Tag der Reformation beschlossen, um eine Brücke zwischen Religionen und Weltanschauungen zu schlagen und allen Menschen ein spannendes Kulturerlebnis zu ermöglichen. Das Achilles-Stiftung Glasmuseum, das FC St. Pauli Museum, das Film- und Fernsehmuseum Hamburg, das WasserForum in Rothenburgsort sowie das Woods Art Institute sind zum ersten Mal dabei.

Alle Informationen zu den teilnehmenden Häusern und dem Begleitprogramm gibt es unter www.seeforfree.de. Eine individuelle Museumstour für den Tag der Reformation kann man sich unter www.seeforfree.de/meine-tour zusammenstellen.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „seeforfree 2024 wird mit freiem Eintritt in 47 Museen, Ausstellungshäusern und Gedenkstätten der bisher umfangreichste Aktionstag seit seiner Einführung werden: Fast doppelt so viele Häuser wie zum Beginn im Jahr 2018 können in diesem Jahr am 31. Oktober bei freiem Eintritt besucht werden. Das zeigt, wie erfolgreich sich die Idee von seeforfree entwickelt hat. Die Hamburger Museen und Ausstellungsorte bieten am Tag der Reformation besonders vielfältige Anlässe zum Entdecken, zum Austausch und zur Auseinandersetzung mit verschiedensten Themen. Ob auf der ‚Peking‘ zurück in die Vergangenheit reisen, mit Pippi Langstrumpf die Kolonialgeschichte verstehen oder queere Blickwinkel auf die Kunstgeschichte entdecken – seeforfree bietet Inspiration und neue Perspektiven bei freiem Eintritt für alle.“

Neben den ständigen Sammlungen der Museen können auch aktuelle Sonderausstellungen wie zum Beispiel „Flowers Forever“ im Bucerius Kunst Forum, „Isa Mona Lisa“ in der Kunsthalle, „Pippis Papa“ im MARKK oder „Deutschland um 1980“ im Altonaer Museum besucht werden.

Neu dabei sind diese Häuser:

  • das Achilles-Stiftung Glasmuseum, das in Barmbek seit 2022 zeitgenössische Glaskunst präsentiert,
  • das FC St. Pauli Museum im Millerntor-Stadion, das sich mit Dauer- und Sonderausstellungen ganz der Geschichte und Gegenwart des Hamburger Fußballvereins widmet,
  • das Film- und Fernsehmuseum Hamburg, in dem spannende Ausstellungsstücke zur Geschichte des Films und des Fernsehens in Hamburg und Umgebung ausgestellt werden,
  • das WasserForum, das im ehemaligen Pumpenhaus in Rothenburgsort aus dem Jahr 1848 Norddeutschlands größte Ausstellung zur heutigen Wasserversorgung und Abwasserentsorgung zeigt, sowie
  • das Woods Art Institute, in dem Arbeiten aus der Sammlung Reinking zu entdecken sind, von klassischen Positionen der Gegenwartskunst bis hin zu Beiträgen der jüngsten Künstler- und Künstlerinnengeneration.

Einzigartig am Tag der Reformation ist das umfangreiche Sonderprogramm:

So bietet die Kunsthalle ein buntes Programm mit Führungen über queere Perspektiven in der Kunstgeschichte und mit verschiedenen Welcome-Führungen für Geflüchtete in verschiedenen Sprachen. In der KZ-Gedenkstätte Neuengamme gibt es eine Führung für Menschen mit Lernschwierigkeiten in einfacher Sprache und das WasserForum hat ein vielfältiges Programm für Kinder und Familien. Auch das Deutsche Hafenmuseum spricht insbesondere Familien mit einem Programm unter dem Motto „Genuss im Hafen“ an. Im Museum der Arbeit gibt es viele Vorführungen, Mitmachaktionen und Führungen durch die Sonderausstellung „Dein Paket ist da. Shoppen auf Bestellung“, das Universitätsmuseum bietet Formate wie „Fakt oder Fiktion?“, „Campus Schnipseljagd“ und „Beats, Rhymes & History“. Im Woods Art Institute gibt es Führungen, kreative Mitmachformate und Blicke hinter die Kulissen.

Neben Führungen auf Deutsch werden Führungen auf Englisch, Spanisch, Arabisch, Farsi, Ukrainisch, Russisch, Plattdeutsch und in Deutscher Gebärdensprache angeboten.

Seit dem Bürgerschaftsbeschluss aus dem Jahre 2018 bieten die staatlichen Museen in Hamburg am Tag der Reformation grundsätzlich kostenfreien Eintritt an. Der Feiertag soll somit dazu dienen, gesellschaftlichen Debatten nachzuspüren und in den gemeinsamen Austausch zu treten. In den letzten Jahren haben sich immer mehr private Museen der Initiative angeschlossen.

Der Museumsdienst Hamburg koordiniert im Auftrag der Behörde für Kultur und Medien diesen Aktionstag.

Folgende Museen bieten am Tag der Reformation freien Eintritt:

  • Altonaer Museum
  • Archäologisches Museum Hamburg und Stadtmuseum Harburg
  • Bargheer Museum
  • Bergedorf Museum
  • Bucerius Kunst Forum
  • Computer-Museum der Universität Hamburg
  • Deichtorhallen Hamburg
  • denk.mal Hannoverscher Bahnhof
  • Deutsches Hafenmuseum (im Aufbau) – Standort Schuppen 50A
  • Deutsches Zollmuseum
  • Deutsches Zusatzstoffmuseum
  • FC St. Pauli Museum
  • Film- und Fernsehmuseum Hamburg
  • Freilichtmuseum Rieck Haus
  • Gedenkstätte Bullenhuser Damm
  • Gedenkstätte Fuhlsbüttel
  • Gedenkstätte Plattenhaus Poppenbüttel
  • Gefängnismuseum Hamburg
  • Geschichtsort Stadthaus
  • Gipsabgusssammlung der Universität Hamburg
  • Hamburger Genossenschafts-Museum
  • Hamburger Kunsthalle
  • Hamburger Schulmuseum
  • Helmut-Schmidt-Forum
  • HSV-Museum
  • Informationszentrum Energieberg Georgswerder
  • Jenisch Haus
  • KomponistenQuartier Hamburg
  • Kunsthaus Hamburg
  • Kunstverein Harburger Bahnhof
  • Kunstverein in Hamburg
  • KZ-Gedenkstätte Neuengamme
  • Medizinhistorisches Museum Hamburg
  • MONTBLANC HAUS
  • Museum am Rothenbaum. Kulturen und Künste der Welt (MARKK)
  • Museum der Arbeit
  • Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
  • Museum Mahnmal St. Nikolai
  • Retro Spiele Club
  • Sammlung Falckenberg
  • Stiftung Hamburg Maritim
  • Universitätsmuseum Hamburg
  • vor—gänge. museum für alternative stadt
  • WasserForum
  • Woods Art Institute
  • Zaubermuseum Bellachini

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Tanz im Dialog https://www.tiefgang.net/tanz-im-dialog/ Fri, 09 Aug 2024 22:56:15 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=11087 [...]]]> Tanz im Dialog mit Bildender Kunst: ein ganztägiger Performance-Parcours lädt in alle sechs Häusern der Hamburger Kunstmeile.

Auf Einladung der Kunstmeile Hamburg kuratiert Saïdo Lehlouh, einer der aktuell spannendsten Choreografen und Performancekünstler Europas, am Samstag, 17. August 2024 einen ganztägigen Tanzparcours in allen sechs Ausstellungshäusern der Kunstmeile im Zusammenspiel mit dem Internationalen Sommerfestival auf Kampnagel. Lehlou ist bekannt für seine virtuosen und ästhetisch intensiven Choreografien, die auf der Hip-Hop Kultur fußen und in die Zukunft des zeitgenössischen Tanzes weisen.

Ausgehend von seiner kollektiven Arbeitspraxis lädt die Kunstmeile Lehlouh und weitere zwölf namhafte Künstler*innen und Choreograf*innen ein, individuelle Tanz- und Performance-Arbeiten zum Thema CORE zu erarbeiten und in den Institutionen der Kunstmeile in Ihren jeweiligen Sammlungen und aktuellen Ausstellungen zu präsentieren.

So zieht Lehlouh eine vielfältige choreografische Verbindungslinie zwischen den sechs Häusern mit ihren künstlerischen Präsentationen und dem die Kunstmeile umgebenden Stadtraum, die im Dialog mit anderen ästhetischen Formen neue Möglichkeiten der Begegnung schafft.
Dieser Kunstmeilen-Parcours mit zahlreichen zum Teil zeitgleich stattfinden Performances führt durch die gesamte Hamburger Innenstadt, beginnend um 11 Uhr in der Hamburger Kunsthalle, und wandert dann über das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, das Kunsthaus Hamburg, den Kunstverein in Hamburg, die Deichtorhallen Hamburg, das Bucerius Kunst Forum bis zum großen Abschluss auf dem Rathausmarkt. Das Programm erstreckt sich über einen ganzen Tag und endet in einer großen fulminanten Abschlusschoreografie um 19 Uhr mit über 100 Performer*innen auf dem Rathausmarkt.
Es gibt einen Einblick über eine vielfältige europäische Szene, die neue, häufig genresprengende Impulse für den zeitgenössischen Tanz liefert. Der Eintritt zu allen Perfomances in den Häusern der Kunstmeile ist frei. Ein zeitlicher Ein- und Ausstieg in die Performances ist jederzeit möglich (Programm siehe unten). In den
jeweiligen Häusern ist der Performance-Ort ausgeschildert.
Nähere Infos zu den einzelnen Performances, Orten und Uhrzeiten: kunstmeile-hamburg.de/saido-lehlouh

Ablauf
Hamburger Kunsthalle: Ndoho Ange & Sophye Soliveau, 11:00 & 17:00 Uhr
Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg: Mackenzy Bergile – AUTOTHÉRAPIE, 13:00 / 14:00 / 15:00 / 16:00 / 17:00 / 18:00 Uhr
Kunsthaus Hamburg: Linda Hayford & Marina de Remeiros – PROCESSING, 14:00 & 16:00 Uhr
Kunstverein in Hamburg: Johanna Faye & Karim Khouader – DRINK THE SEA INSIDE OF ME, 13:00 & 15:00 Uhr
Kunstverein in Hamburg: Israel Galván & Mathias Rassin, 13:45 & 15:45 Uhr
Deichtorhallen Hamburg: Johanna Faye & Saïdo Lehlouh – EARTHBOUND, 14:30 Uhr
Bucerius Kunst Forum: Kaê Brown Carvalho & Jerson Diasonama – JOGO DE DENTRO 16:00 & 18:00 Uhr
Rathausmarkt: Saïdo Lehlouh – FACE TO FACE (Abschlusschoreografie mit über 100 Performer*innen), 19:00 Uhr

Saïdo Lehlouh aka Darwin

Mitte der 90er Jahre verblüffte der von der Pariser B-Boy-Szene entwickelte Stil die Welt mit einer neuen Vision des Breakdance. Als Saïdo Lehlouh Teil dieser Szene wird, zeichnet er sich vor allen durch seine flüssigen Bewegungen und seine besondere katzenhafte Raffinesse aus. Seine Erfahrung als Breaker in der Bad Trip Crew prägt die Aufrichtigkeit seiner Gesten. Indem er den Boden durch Berührungen zähmt, baut Saïdo Lehlouh kontinuierlich ein körperliches Vokabular auf, das auf die Bedürfnisse des Augenblicks reagiert. Er tanzte bei der berühmten Bad Trip Crew und gehört zum Leitungsteam des Centre choregraphique national de Rennes et de Bretagne, dem collectif FAIR-E. Zu den Olympischen Spielen in Paris 2024 kreiert der Choreograf Lehlouh im Rahmen der Kulturolympiade eine noch nie dagewesene Show auf der Bühne der prestigeträchtigen Opéra Garnier. Dem Hamburger Publikum ist er durch mehrere Auftritte auf Kampnagel bekannt. Nur wenige Tage vor dem Kunstmeilen-Auftritt ist sein Werk TÈMOIN dort im Rahmen des Sommerfestivals zu erleben.

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Mehr als eine Million Besucher*innen https://www.tiefgang.net/mehr-als-eine-million-besucherinnen/ Fri, 16 Feb 2024 23:25:58 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=10590 [...]]]> Für die einen völlig überfüllt, für die anderen ein anständiger Erfolg: die Hamburger Kunstmeile hat 2023 übe reine Millionen Besuchende gehabt …

Mehr als eine Million Besucher*innen nutzten im Jahr 2023 die Gelegenheit, die Ausstellungen in den fünf beteiligten Häuser der Kunstmeile Hamburg zu erleben. Der Verbund aus Bucerius Kunst Forum, Deichtorhallen Hamburg Hamburger Kunsthalle, Kunstverein in Hamburg und Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg konnte damit im Vergleich zum Vorjahr sogar einen Besucher*innenzuwachs verzeichnen.
Die Ausstellungen 2024 versprechen wieder eine spannende Bandbreite von Kunstwerken, die von renommierten Künstler*innen bis zu aufstrebenden Talenten reichen, von klassischer Malerei über zeitgenössische Installationen bis hin zu fesselnden Fotografien bieten die Häuser der Kunstmeile ein breites Spektrum an künstlerischem Schaffen.

Bert Antonius Kaufmann, Kaufmännischer Direktor der Deichtorhallen Hamburg und derzeitiger Geschäftsführer der Kunstmeile, ist zufrieden mit diesem Ergebnis: „Das letzte Jahr war eines der besten Jahre für die Kunstmeile. Alle fünf Häuser haben viel Zuspruch erfahren, nicht zuletzt wegen der zahlreichen großen, wichtigen und qualitätvollen Ausstellungen im Jahr 2023/24. Die Zusammenarbeit der fünf Häuser ist in jeder Hinsicht eine Bereicherung nicht nur für die Besucher*innen, sondern hilft auch sehr, Hamburg weiterhin als Kunst- und Kulturstandort auf der internationalen Landkarte auszubauen.“
 
Auch Dr. Kathrin Baumstark, Direktorin des Bucerius Kunst Forums, zeigt sich erfreut: „Das erfolgreiche Ausstellungsjahr 2023 für die Häuser der Kunstmeile hat gezeigt, dass die Menschen Lust haben, Kunst zu erleben, sich mit neuen künstlerischen und damit verbunden gesellschaftlichen Themen auseinanderzusetzen. Nach herausfordernden Jahren für die Kultur blicken wir sehr zufrieden auf die Vielseitigkeit der vergangenen Ausstellungen und freuen uns, auch nach wie vor das breite Kulturangebot Hamburgs mit der Kunstmeile feiern zu können.“

Im Jahr 2024 können sich die Besucher*innen auf historische und zeitgenössische Kunst sowie auf vielfältige und gesellschaftlich aktuelle Themen freuen – vom Europa des 19. Jahrhunderts über Bestandsaufnahmen des menschlichen Verhaltens im Hier und Jetzt bis hin zu Zukunftsfragen in Zeiten des Klimawandels und gesellschaftlicher Umbrüche.

Das Schaffen der niedersächsischen Künstlerin Silke Otto-Knapp (1970–2022) wird vom 27. Januar bis zum 14. April 2024 in der Schau „Bühnenbilder“ im Kunstverein in Hamburg gezeigt. Seit Mitte der 1990er befasste sich Otto-Knapp in ihrer Malerei mit Schauspiel und Tanz mit Fokus auf ritualisierte Formen des Zusammenkommens auf der Bühne. Im Zentrum der Ausstellung steht Otto-Knapps Werkzyklus Versammlung (2022), der zu Lebzeiten von der Künstlerin für den Kunstverein in Hamburg entstand.

Die Ausstellung „Water Pressure. Gestaltung für die Zukunft“ im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg vom 15. März bis zum 13. Oktober 2024 präsentiert Gestaltungsideen, die das Potenzial haben, unsere Zukunft radikal zu ändern. Die innovativen Arbeiten aus den Bereichen Design, Architektur, Kunst und Wissenschaft gehen vielfach auf Prinzipien der Natur zurück und eröffnen so neue Wege aus der aktuellen Lage.

Die Deichtorhallen Hamburg realisieren vom 18. Mai bis zum 3. November 2024 das visionäre Ausstellungsprojekt „Survival in the 21. Century”, das mit künstlerischen Mitteln danach fragt, wie der Mensch im 21. Jahrhundert leben wird. Die Grundfragen menschlicher Existenz und die radikalen Brüche, die uns bevorstehen, werden reflektiert: der Klimawandel, die digitale Revolution, die wachsende Ungerechtigkeit im nationalen und globalen Maßstab, die Krise der Demokratie, die Frage von Gemeinschaft.

Die Hamburger Kunsthalle präsentiert vom 14. Juni bis 8. September 2024 mit „William Blakes Universum“ das erstaunliche Œuvre des englischen Zeichners und Graphikers William Blake (1757–1827). Die Schau zeigt das um 1800 vor dem Hintergrund von Revolution und Krieg in Europa, von Sklaverei in den europäischen Kolonien und von der Unterdrückung im heimischen Großbritannien geschaffene Werk und setzt es in Bezug zu ausgewählten Arbeiten europäischer Zeitgenossen.

Im Bucerius Kunst Forum wird vom 15. Juni bis 22. September 2024 das Werk des berühmten Fotografen und Mitbegründer der Fotoagentur Magnum Henri Cartier-Bresson ausgestellt. In verschiedenen Kapiteln werden neben den frühen, surrealistisch geprägten Aufnahmen und Filmarbeiten sowie den Fotoreportagen auch Cartier-Bressons Porträts bekannter Künstler*innen und Schriftsteller*innen gezeigt, ebenso wie seine späteren Fotografien, in denen der Fokus auf dem menschlichen Alltagsverhalten liegt.

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„Mit Leidenschaft und Akribie“ https://www.tiefgang.net/mit-leidenschaft-und-akribie/ Fri, 06 Oct 2023 22:07:03 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=10345 [...]]]> Am 5. Oktober 2023 feierte Prof. Dr. Harald Falckenberg seinen 80. Geburtstag. Aus diesem Anlass lud Hamburgs Senator für Kultur und Medien Dr. Carsten Brosda ihn zum Senatsfrühstück ins Gästehaus.

Der Hamburger Jurist und Unternehmer Harald Falckenberg hat in rund 30 Jahren eine international renommierte Sammlung zeitgenössischer Kunst aufgebaut und zählt damit zu den bedeutendsten Privatsammlern Deutschlands. Zudem prägt er durch sein vielfältiges Engagement seit Jahren das kulturelle Leben der Hansestadt entscheidend mit. Seit 2001 wird seine Sammlung im gleichnamigen Ausstellungshaus auf dem Harburger Phoenixgelände in Wechselausstellungen gezeigt, seit 2011 in Kooperation mit den Deichtorhallen.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Zu seinem 80. Geburtstag ehren wir das Multitalent Harald Falckenberg und sagen danke für sein außerordentliches Engagement für die Kulturstadt Hamburg. Harald Falckenberg zählt zu den wichtigsten Kulturbotschaftern seiner Heimatstadt Hamburg. Er hat sich als Sammler, Kurator, Förderer, Autor und Verleger in der internationalen Kunstwelt einen Namen gemacht und bereichert die Kulturstadt Hamburg seit vielen Jahren auf einzigartige Weise. Es ist großartig, wie er nach einer erfolgreichen ersten Karriere als Unternehmer vor rund 30 Jahren das Sammeln von Kunst für sich entdeckte. Mit Leidenschaft und Akribie hat er eine einzigartige Sammlung aufgebaut, die die Kunst in Hamburg um eine wichtige Facette bereichert und in seinem fantastischen Ausstellungshaus in den Harburger Phoenixhallen in hochkarätigen Wechselausstellung erlebbar ist. Die Kulturstadt Hamburg ist glücklich, einen so kreativen Kopf in ihrer Mitte zu wissen, der als Impulsgeber und Diskutant geschätzt wird. Ich gratuliere Harald Falckenberg herzlich zu seinem 80. Geburtstag.“

Der Jurist und Unternehmer Prof. Dr. Harald Falckenberg wurde am 5. Oktober 1943 in Hamburg geboren und begann 1994 mit dem Aufbau seiner Sammlung, die heute rund 2.400 Arbeiten der Gegenwartskunst ab den späten 1950er Jahren umfasst und weltweit zu einer der bedeutendsten Privatsammlungen zeitgenössischer Kunst zählt. Der Schwerpunkt liegt auf deutscher und amerikanischer Gegenwartskunst ab den 1980er Jahren.

Seit 1996 wird die Sammlung im Rahmen von Wechselausstellungen öffentlich gezeigt, zunächst im sogenannten „Pump Haus“ am Flughafen, seit 2001 im Ausstellungshaus auf dem Harburger Phoenixgelände. 2011 wurde die Sammlung und der Ausstellungsbetrieb in Harburg von den Deichtorhallen Hamburg im Rahmen einer Dauerleihgabe übernommen.

Harald Falckenberg ist seit 1997 Mitglied des Hamburger Kunstvereins und war von 1999 bis 2017 dessen Vorstandsvorsitzender, seit 2011 ist er Aufsichtsratsmitglied der Deichtorhallen Hamburg. Der Hamburger Kunsthalle ist er als Förderer unter anderem durch die zusammen mit Hans Jochen Waitz gegründete F. und W. Stiftung für zeitgenössische Kunst in der Hamburger Kunsthalle verbunden.

2008 wurde er von der Hochschule für Bildende Künste Hamburg (HFBK) zum Professor ernannt. Im gleichen Jahr übernahm er den Verlag Philo Fine Arts, zudem ist er Mehrheitseigentümer des renommierten Merve-Verlags.

Er engagiert sich überregional für die Interessen von Kunstsammlern und -sammlerinnen und ist seit 2016 im Vorstand des Vereins Kunstsammler e. V.

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8.422,66 Tonnen Fußabdruck https://www.tiefgang.net/8-42266-tonnen-fussabdruck/ Fri, 03 Feb 2023 23:22:04 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=9690 [...]]]> Über 8.422 Tonnen CO2-Belastung – das ist die Zahl für 2019, mit der sich 11 Hamburger Institutionen nun herumschlagen müssen …

Unter dem Motto „Elf zu Null – Hamburger Museen handeln“ startete im Sommer 2022 die bundesweit einmalige Initiative von elf Hamburger Museen, Ausstellungshäusern und Gedenkstätten, um gemeinsam das Thema Nachhaltigkeit und Betriebsökologie anzugehen. Jetzt werden die ersten Ergebnisse vorgestellt: Die CO2-Bilanzierung der elf Häuser hat ergeben, dass der gemeinsame Fußabdruck sich auf 8.422,66 Tonnen jährlich beläuft (Referenzjahr 2019). Der mit 90,4 % überwiegende Anteil der Emissionen resultiert dabei aus den Strom- und Wärmeverbräuchen der Häuser. Dies entspricht etwa der Klimawirkung von neun vollbesetzten Großraumflugzeugen, die von Hamburg nach New York und zurück fliegen. In einer erweiterten Bilanz wurde auch die Gästemobilität berücksichtigt, wobei diese teilweise auf Schätzwerten beruht. Inklusive Gästemobilität steigt der CO2-Fußabdruck der elf Häuser auf knapp 40.000 Tonnen, also das Viereinhalbfache. Durch die Einbeziehung der Gästemobilität in den Bilanzierungsprozess nimmt Elf zu Null eine Vorreiterrolle im Kulturbereich ein. Die Bilanzen bilden nun eine belastbare Datengrundlage für ein strategisches Umweltmanagement.

Darüber hinaus erhalten 17 Transformationsmanagerinnen und Transformationsmanager ein Zertifikat über den erfolgreichen Abschluss ihrer Fortbildung. Sie verfügen nun über methodische und fachliche Kompetenzen für die Umsetzung von Nachhaltigkeitsstrategien in ihren Häusern. Die Behörde für Kultur und Medien Hamburg wird die erfolgreiche Initiative auch in 2023 und 2024 unterstützen, um die praktische Umsetzung in den Häusern zu gewährleisten und die Vernetzung weiter zu fördern.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Elf zu Null ist ein hervorragendes Beispiel, wie Kultureinrichtungen die Herausforderungen der Zukunft annehmen. Erstmals liegt eine belastbare Klimabilanz vor, auf der die Häuser nun konkrete Einsparmaßnahmen aufbauen können. Dank der guten Zusammenarbeit können dabei alle von den besten Ideen lernen. Im Rahmen des Mieter-Vermieter-Modells sind wir bei der energetischen Sanierung der Einrichtungen schon einen großen Schritt voran gekommen. Mit den Ergebnissen von Elf zu Null können wir nun den Betrieb der Museen und Ausstellungshäuser nachhaltiger gestalten und beim Schutz des Klimas weiter vorankommen. Der Senat wird dies weiterhin unterstützen, indem er unter anderem Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs fördert.“

Alexander Stockinger, Kaufmännischer Geschäftsführer Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg: „Wir sind mit großem Tempo ins Handeln gekommen: Innerhalb von wenigen Monaten haben wir ein hochmotiviertes Team aus versierten Kolleginnen und Kollegen gebildet und mit den Klimabilanzen eine solide Datengrundlage geschaffen. Daran kann nun die langfristige Arbeit an der Transformation unserer Häuser anknüpfen. Ich danke der Behörde für Kultur und Medien, dass wir unseren Weg im Schulterschluss fortsetzen können und unsere Initiative für zwei weitere Jahre unterstützt wird. Bereits jetzt wird Elf zu Null bundesweit als Good Practice wahrgenommen – unser handlungsorientierter Ansatz und unser geschlossenes Vorgehen inspirieren andere. Das motiviert uns!“

Jacob Sylvester Bilabel, Geschäftsleiter des Aktionsnetzwerks Nachhaltigkeit in Kultur und Medien: „Für mich eine Sensation: Die elf Hamburger Museen legen den ersten deutschen Standard zur Klimabilanzierung der Häuser samt Publikumsverkehr vor und dokumentieren diesen transparent für alle. So etwas gab es bis jetzt noch nicht. Ich bin mir sicher, dass viele in Zukunft von der Vorarbeit des Projektes werden profitieren können. Denn: Der datenbasierte Blick der Hamburger Museen auf die eigenen CO2-Emissionen und die Ursachen dafür schafft Transparenz und ermöglicht so einen strategischen Umgang mit steigenden Energiekosten.“

 Ergebnisse CO2-Bilanzierung

Die CO2-Bilanzierung macht deutlich, an welchem Punkt die Museen ökologisch stehen und bilden den Handlungsrahmen für die künftige Einsparung von Emissionen. Dafür werden nun pro Haus passgenaue Strategien zur Verbesserung der Umweltwirkung entwickelt und in Nachhaltigkeitskonzepten zusammengefasst.

Bereits jetzt wurden zahlreiche Maßnahmen entwickelt oder umgesetzt, so zum Beispiel die Installation smarter Heizkörperthermostate, die Durchführung hydraulischer Abgleiche und die Umrüstung auf LED-Beleuchtung in fast allen Häusern; erweiterte Klimakorridore; großflächige Fenstertausche im MK&G, dem Archäologischen Museum und der Hamburger Kunsthalle; sowie die Nachrüstungen der Gebäudeleittechnik und Anlagensteuerung in mehreren beteiligten Häusern. Auch die Installation von Photovoltaik-Anlagen ist in Planung, so zum Beispiel auf dem Altonaer Museum. Weitgehend finden diese Arbeiten in Zusammenarbeit mit der Sprinkenhof GmbH als Vermieterin der städtischen Kulturimmobilien statt.

Die CO2-Bilanzen wurden einheitlich nach ISO 14064 erstellt und sind damit international vergleichbar. Für den Bereich der Gästemobilität wurde ein eigener Elf zu Null-Standard entwickelt. Dieser legt fest, zu welchem Anteil Emissionen aus der An- und Abreise des Publikums berücksichtigt werden.

Fortbildung erfolgreich abgeschlossen

17 Personen aus den beteiligten Häusern wurden im Rahmen einer Weiterbildung als „Transformationsmanagerinnen und Transformationsmanager für nachhaltige Kultur“ qualifiziert und unterstützen nun ihre Institutionen mit Fachwissen und Methodenkompetenz. Sie fungieren dabei als Übersetzerinnen und Übersetzer, Fürsprecherinnen und Fürsprecher, Ideengeberinnen und Ideengeber und Macherinnen und Macher, um Nachhaltigkeit in allen Prozessen zu verankern und den Veränderungsprozess in die Teams zu vermitteln.

 Wie geht es weiter?

Die Arbeit erfolgt in zwei Strängen: Zum einen werden die Häuser individuell Steuerungsmaßnahmen zur Reduktion von Emissionen entwickeln und umsetzen. Zum anderen wird die erfolgreiche Arbeit in der Elf zu Null-Community fortgesetzt. Dort liegt der Fokus auf Wissenstransfer, Kompetenzaufbau und Vernetzung. Geplant sind Weiterbildungs- und Informationsveranstaltungen, öffentliche Angebote und Publikationen, ein regelmäßiger Austausch und Exkursionen. Außerdem sollen zusätzliche Mittel für gemeinsame Projekte eingeworben werden. So wird die Transformation gestärkt und beschleunigt. Um die elf Häuser in den kommenden zwei Jahren bei diesem Programm zu unterstützen, wird mit Hilfe der Förderung der Behörde für Kultur und Medien eine Stelle als Netzwerkmanagerin bzw. Netzwerkmanager geschaffen.

 Allgemein „Elf zu Null“

Die Federführung der Initiative „Elf zu Null – Hamburger Museen handeln“ liegt beim Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MK&G), die weiteren beteiligten Häuser sind das Altonaer Museum, das Archäologische Museum Hamburg und Stadtmuseum Harburg, das Bucerius Kunst Forum, die Deichtorhallen Hamburg, das Deutsche Hafenmuseum, die Hamburger Kunsthalle, die KZ-Gedenkstätte Neuengamme, das Museum am Rothenbaum. Kulturen und Künste der Welt (MARKK), das Museum der Arbeit und das Museum für Hamburgische Geschichte.

Elf zu Null kooperiert mit dem bundesweiten Aktionsnetzwerk Nachhaltigkeit in Kultur und Medien und wird durch die Behörde für Kultur und Medien Hamburg gefördert.

 

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Wer kommt eigentlich? https://www.tiefgang.net/wer-kommt-eigentlich/ Fri, 13 Jan 2023 23:04:39 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=9637 [...]]]> Wer besucht in Hamburg eigentlich welche Kultureinrichtung? Wie informiert sich das Publikum über Kulturangebote und wie wird die Hamburger Kulturszene wahrgenommen? Die Kulturbehörde will es wissen …

Was hat sich eigentlich seit Beginn der Pandemie verändert? Viele Fragen, denen man noch nicht wirklich nachgegangen ist. Ihre Antworten könnten aber zukunftsweisend sein.

Um repräsentative Daten zur Publikumsstruktur in den Hamburger Kultureinrichtungen zu gewinnen, startet die Behörde für Kultur und Medien in enger Absprache mit Hamburger Kultureinrichtungen im Januar eine breit angelegte Befragung von Besucher*innen, die an verschiedenen Terminen im gesamten Jahr 2023 stattfinden wird. Zunächst wird stichprobenartig das Publikum in den staatlichen Häusern wie den Museumsstiftungen oder den Staatstheatern befragt. Im Laufe des Jahres können sich auch private Kulturinstitutionen an der Befragung beteiligen. Ergänzt wird die Erhebung durch eine Nicht-Besucherbefragung im Laufe des Jahres.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Nach den großen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie sehen wir ein sehr uneinheitliches Bild bei den Besucherzahlen: Während einige Kulturveranstaltungen wieder ausverkauft sind, werden andere weiter eher zögerlich besucht. Wir wollen genauer wissen, woran das jeweils liegt und welche Strategien sich lohnen, um das Publikum noch besser anzusprechen. Der erste Schritt ist daher eine breit angelegte Besucherbefragung. Wir wollen erfahren, wie sich das Publikum unserer Kultureinrichtungen zusammensetzt und welche Bedürfnisse es hat. Wir brauchen repräsentative Daten zum Publikum der Kultureinrichtungen und zur Kulturstadt Hamburg. Die Ergebnisse können eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung der Kulturstadt Hamburg in den nächsten Jahren sein. Die Kultureinrichtungen können mit dieser Basis noch gezielter auch ein neues Publikum ansprechen und ihre Reichweite vergrößern. Denn wir alle brauchen Kultur.“

Die Befragung der Besucher*innen war ursprünglich für das Jahr 2020 geplant und musste wegen der Corona-Pandemie verschoben werden. Sie beginnt im Januar und findet in verschiedenen Kultureinrichtungen über das gesamte Jahr 2023 statt. Sie wird vom Leipziger Marktforschungsunternehmen CONOSCOPE durchgeführt und startet in den staatlichen Kulturinstitutionen: Archäologisches Museum Hamburg, Bergedorfer Museumslandschaft, Deichtorhallen Hamburg, Deutsches Schauspielhaus, Hamburg Musik (Elbphilharmonie, Plaza und Laeiszhalle), Hamburger Kunsthalle, Hamburgische Staatsoper, Kampnagel, KZ-Gedenkstätte Neuengamme, MARKK – Museum am Rothenbaum, Museum für Kunst und Gewerbe, Philharmonisches Staatsorchester, Planetarium Hamburg, Thalia Theater und die Häuser der Stiftung Historische Museen Hamburg.

In jeder Kultureinrichtung werden so viele Besucher*innen befragt, dass die Daten repräsentativ für das jeweilige Haus sind. Alle erhobenen Daten werden außerdem gesammelt ausgewertet, sodass darüber hinaus auch aussagekräftige Ergebnisse zur Publikumsstruktur der Kulturstadt Hamburg insgesamt entstehen. Insgesamt sollen rund 15.000 Besucherinnen und Besucher befragt werden. Geschulte Interviewerinnen und Interviewer werden an mit den Kultureinrichtungen abgestimmten Terminen die Besucher*innen auf Basis eines Fragebogens interviewen. Der Fragebogen kann analog oder digital ausgefüllt werden.

In allen Kultureinrichtungen wird ein identischer Basisfragebogen genutzt. Jede Kultureinrichtung kann außerdem noch eigene Fragen hinzufügen und so Antworten auf individuelle Fragestellungen erhalten.  In den nächsten Monaten können sich außerdem private Kultureinrichtungen anschließen und in ihren Häusern ebenfalls die Besucher*innen befragen. Darüber hinaus soll in einer ergänzenden Nicht-Besucherbefragung im Laufe des Jahres näher untersucht werden, warum Menschen sich gegen den Besuch einer Kultureinrichtung entscheiden und wie sich das Verhalten der Besucher*innen von Kultureinrichtungen in den letzten drei Jahren verändert hat. Es ist geplant, nach rund sechs Monaten ein erstes Zwischenergebnis vorzulegen. Für die Befragung steht insgesamt ein Budget von rund 160.000 Euro zur Verfügung.

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Ab Dienstag öffnen staatliche Museen und Ausstellungshäuser https://www.tiefgang.net/ab-dienstag-oeffnen-staatliche-museen-und-ausstellungshaeuser/ Fri, 14 May 2021 22:31:18 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=7924 [...]]]> Auf und zu und … am Dienstag, dem 18. Mai, öffnen die staatlichen Hamburger Museen und Ausstellungshäuser.

Die Öffnung der Museen und Ausstellungshäuser zählt zu den ersten Öffnungsschritten, die der Senat kürzlich beschlossen hatte. Mit umfassenden Hygienekonzepten, Test- oder Impfnachweisen, Kontaktnachverfolgung und klugem Einlassmanagement wird sichergestellt, dass der Museumsbesuch ein sicheres Kulturerlebnis wird. Um Wartezeiten zu vermeiden, wird eine Terminbuchung empfohlen. Besucherinnen und Besucher können sich ab Montag, 17. Mai 2021, telefonisch oder online über die Websites der Museen und Ausstellungshäuser anmelden.

Private Museen und Ausstellungshäuser legen ihre Eröffnungstermine individuell fest. Außerdem dürfen Galerien ab dem 17. Mai 2021 wieder öffnen.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Es ist ein wichtiges Signal, dass in Hamburg die Museen zu den ersten Orten gehören, die wieder geöffnet werden. Die lange Schließzeit hat Auswirkungen auf unser gesellschaftliches Miteinander. Deshalb bin ich sehr froh, dass das Infektionsgeschehen nun erste Öffnungen möglich macht. Die Museen und Ausstellungshäuser erfüllen alle Voraussetzungen, um den Besuch zu einem sicheren Kulturerlebnis zu machen. Sie haben einmal mehr Motivation und Durchhaltevermögen bewiesen, indem sie unter großen Anstrengungen den Betrieb am Laufen gehalten haben, um so schnell es geht wieder zu öffnen und ihren Besucherinnen und Besuchern ein attraktives Ausstellungsprogramm zu bieten. Es wird Zeit, dass Kunst und Kultur und mit ihnen Inspiration und Irritation wieder Einzug in unseren Alltag halten.“

Regeln für den Besuch von Museen und Ausstellungshäusern

Alle Museen und Ausstellungshäuser haben umfassende Hygienekonzepte. Neu ist, dass Besucherinnen und Besucher einen negativen Coronatest (PCR: nicht älter als 48 Stunden oder Schnelltest: nicht älter als 12 Stunden) oder einen Impfnachweis vorlegen müssen. Kinder unter sechs Jahren sind davon ausgenommen.

Die Museen und Ausstellungshäuser stellen nach wie vor die Kontaktnachverfolgung sicher. Das ist nun zusätzlich auch per App (zum Beispiel Luca) möglich. Es gelten die bekannten Abstands- und Hygieneregeln. Besucherinnen und Besucher müssen medizinische Masken tragen. Die Anzahl der Besucherinnen und Besucher wird – je nach Größe der Fläche – begrenzt.

Unter anderem folgende Häuser öffnen ab Dienstag, 18. Mai 2021 ihre Türen (weitere werden folgen – bitte jeweils auf den Websites der Museen aktuell informieren): Altonaer Museum (SHMH), Archäologisches Museum Hamburg / Stadtmuseum Harburg, Deichtorhallen Hamburg, Hamburger Kunsthalle, Jenisch Haus (SHMH), KZ-Gedenkstätte Neuengamme (SHGL), Museum am Rothenbaum – Kulturen und Künste der Welt (MARKK), Museum der Arbeit (SHMH), Museum für Hamburgische Geschichte (SHMH), Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte (SHGL), Stiftung Historische Museen Hamburg (SHMH)

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