Museumsverbund "Hamburger Kunstmeile" schaut auf 2023 zurück

Mehr als eine Million Besucher*innen

Für die einen völlig überfüllt, für die anderen ein anständiger Erfolg: die Hamburger Kunstmeile hat 2023 übe reine Millionen Besuchende gehabt …

Mehr als eine Million Besucher*innen nutzten im Jahr 2023 die Gelegenheit, die Ausstellungen in den fünf beteiligten Häuser der Kunstmeile Hamburg zu erleben. Der Verbund aus Bucerius Kunst Forum, Deichtorhallen Hamburg Hamburger Kunsthalle, Kunstverein in Hamburg und Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg konnte damit im Vergleich zum Vorjahr sogar einen Besucher*innenzuwachs verzeichnen.
Die Ausstellungen 2024 versprechen wieder eine spannende Bandbreite von Kunstwerken, die von renommierten Künstler*innen bis zu aufstrebenden Talenten reichen, von klassischer Malerei über zeitgenössische Installationen bis hin zu fesselnden Fotografien bieten die Häuser der Kunstmeile ein breites Spektrum an künstlerischem Schaffen.

Bert Antonius Kaufmann, Kaufmännischer Direktor der Deichtorhallen Hamburg und derzeitiger Geschäftsführer der Kunstmeile, ist zufrieden mit diesem Ergebnis: „Das letzte Jahr war eines der besten Jahre für die Kunstmeile. Alle fünf Häuser haben viel Zuspruch erfahren, nicht zuletzt wegen der zahlreichen großen, wichtigen und qualitätvollen Ausstellungen im Jahr 2023/24. Die Zusammenarbeit der fünf Häuser ist in jeder Hinsicht eine Bereicherung nicht nur für die Besucher*innen, sondern hilft auch sehr, Hamburg weiterhin als Kunst- und Kulturstandort auf der internationalen Landkarte auszubauen.“
 
Auch Dr. Kathrin Baumstark, Direktorin des Bucerius Kunst Forums, zeigt sich erfreut: „Das erfolgreiche Ausstellungsjahr 2023 für die Häuser der Kunstmeile hat gezeigt, dass die Menschen Lust haben, Kunst zu erleben, sich mit neuen künstlerischen und damit verbunden gesellschaftlichen Themen auseinanderzusetzen. Nach herausfordernden Jahren für die Kultur blicken wir sehr zufrieden auf die Vielseitigkeit der vergangenen Ausstellungen und freuen uns, auch nach wie vor das breite Kulturangebot Hamburgs mit der Kunstmeile feiern zu können.“

Im Jahr 2024 können sich die Besucher*innen auf historische und zeitgenössische Kunst sowie auf vielfältige und gesellschaftlich aktuelle Themen freuen – vom Europa des 19. Jahrhunderts über Bestandsaufnahmen des menschlichen Verhaltens im Hier und Jetzt bis hin zu Zukunftsfragen in Zeiten des Klimawandels und gesellschaftlicher Umbrüche.

Das Schaffen der niedersächsischen Künstlerin Silke Otto-Knapp (1970–2022) wird vom 27. Januar bis zum 14. April 2024 in der Schau „Bühnenbilder“ im Kunstverein in Hamburg gezeigt. Seit Mitte der 1990er befasste sich Otto-Knapp in ihrer Malerei mit Schauspiel und Tanz mit Fokus auf ritualisierte Formen des Zusammenkommens auf der Bühne. Im Zentrum der Ausstellung steht Otto-Knapps Werkzyklus Versammlung (2022), der zu Lebzeiten von der Künstlerin für den Kunstverein in Hamburg entstand.

Die Ausstellung „Water Pressure. Gestaltung für die Zukunft“ im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg vom 15. März bis zum 13. Oktober 2024 präsentiert Gestaltungsideen, die das Potenzial haben, unsere Zukunft radikal zu ändern. Die innovativen Arbeiten aus den Bereichen Design, Architektur, Kunst und Wissenschaft gehen vielfach auf Prinzipien der Natur zurück und eröffnen so neue Wege aus der aktuellen Lage.

Die Deichtorhallen Hamburg realisieren vom 18. Mai bis zum 3. November 2024 das visionäre Ausstellungsprojekt „Survival in the 21. Century”, das mit künstlerischen Mitteln danach fragt, wie der Mensch im 21. Jahrhundert leben wird. Die Grundfragen menschlicher Existenz und die radikalen Brüche, die uns bevorstehen, werden reflektiert: der Klimawandel, die digitale Revolution, die wachsende Ungerechtigkeit im nationalen und globalen Maßstab, die Krise der Demokratie, die Frage von Gemeinschaft.

Die Hamburger Kunsthalle präsentiert vom 14. Juni bis 8. September 2024 mit „William Blakes Universum“ das erstaunliche Œuvre des englischen Zeichners und Graphikers William Blake (1757–1827). Die Schau zeigt das um 1800 vor dem Hintergrund von Revolution und Krieg in Europa, von Sklaverei in den europäischen Kolonien und von der Unterdrückung im heimischen Großbritannien geschaffene Werk und setzt es in Bezug zu ausgewählten Arbeiten europäischer Zeitgenossen.

Im Bucerius Kunst Forum wird vom 15. Juni bis 22. September 2024 das Werk des berühmten Fotografen und Mitbegründer der Fotoagentur Magnum Henri Cartier-Bresson ausgestellt. In verschiedenen Kapiteln werden neben den frühen, surrealistisch geprägten Aufnahmen und Filmarbeiten sowie den Fotoreportagen auch Cartier-Bressons Porträts bekannter Künstler*innen und Schriftsteller*innen gezeigt, ebenso wie seine späteren Fotografien, in denen der Fokus auf dem menschlichen Alltagsverhalten liegt.

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