Jupiter Hamburg – Tiefgang – das Kulturfeuilleton https://www.tiefgang.net Kultur, Politik, Kulturpolitik und mehr Sat, 15 Apr 2023 10:15:22 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0.2 Vom Kaufhaus zum kreativen Hotspot https://www.tiefgang.net/vom-kaufhaus-zum-kreativen-hotspot/ Sat, 15 Apr 2023 10:15:03 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=9879 [...]]]> Von April bis Dezember 2023 verwandelt sich das ehemalige Kaufhaus in der Mönckebergstraße zum zweiten Mal in den Kreativplaneten Jupiter.

Nach der ersten Laufzeit im Jahr 2022 stellt die Hamburg Kreativ Gesellschaft die Flächen erneut Kreativschaffenden für 1,50 Euro pro Quadratmeter zur Verfügung. Mit einer Auswahl unterschiedlicher Konzepte wird ein Querschnitt der Hamburger Kreativbranche abgebildet. Vor der Wiedereröffnung am 15. April hat Kultur- und Mediensenator Dr. Carsten Brosda die Vorbereitungen im Jupiter besichtigt.

  • Jupiter ist die größte innerstädtische, kreativwirtschaftliche Zwischennutzung in Deutschland – ein Projekt im Rahmen des Förderprogramms „Frei_Fläche: Raum für kreative Zwischennutzung“
  • Von April bis Dezember 2023 läuft die zweite Runde der Zwischennutzung mit einem neu kuratierten Angebot – am 15. April findet die Wiedereröffnung mit einem breiten Rahmenprogramm statt.
  • Auf 8.000 Quadratmeter Fläche bietet das ehemalige Kaufhaus (zuletzt Karstadt Sport) in der Mönckebergstraße Raum für vielfältige kreativwirtschaftliche und kulturelle Nutzungen, darunter ein breites Ausstellungsprogramm, Veranstaltungskonzepte und Pop-up-Stores

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Das gemeinsame Förderprogramm ‚Frei_Fläche‘ wurde während der Pandemie sehr zügig von der Finanz- und Kulturbehörde aufgesetzt, um Kreativen Räume für ihre Arbeit zu geben und dem Leerstand bei Gewerbeimmobilien etwas entgegen zu setzen. Innerhalb des ersten Förderzeitraums von Mitte 2021 bis Ende 2022 konnten über 20.000 Quadratmeter leerstehende Fläche kreativ bespielt werden. Wir sind sehr glücklich, mit der Fortführung von ‚Frei_Fläche‘ auch das Projekt Jupiter in 2023 weiter nutzen zu können. Die Kreativ Gesellschaft hat die größte kreativwirtschaftliche Zwischennutzung in Deutschland erfolgreich weiterentwickelt und wunderbare kreative Projekte gefunden. Die Vielfalt der Initiativen macht das Potential von kreativwirtschaftlichen Nutzungen deutlich. Dies bietet die Chance, die Innenstadt wieder verstärkt zu einem lebendigen Ort zu machen, an dem sich eine Stadtgesellschaft trifft.“

Dr. Andreas Dressel, Finanzsenator: „Zusammen mit unserem Neustartfonds und unserem Programm ‚Frei_Fläche‘ konnten wir die Innenstadt und die bezirklichen Zentren beim Wiederbeginn nach Corona gezielt unterstützen. Bedingt durch die Energiekrise bleibt dieses Thema auch in den kommenden Monaten aktuell und die Verlängerung des Programms für 2023 ist daher nur konsequent. 4,3 Millionen Euro stellen wir dafür zur Verfügung. Für das Projekt ‚Frei_Fläche‘ ist es ein schöner Erfolg, dass die Zwischennutzung an diesem prominenten Standort fortgeführt werden kann. Das zeigt: Das Programm ‚Frei_Fläche‘ wird sehr gut angenommen und belebt die Stadt. Es sind alle eingeladen, die zur Verfügung stehenden Mittel weiter kreativ zu nutzen!“

Egbert Rühl, Geschäftsführer der Hamburg Kreativ Gesellschaft: „Ab dem 15. April wird Jupiter wieder zum spannenden Experimentierfeld für Hamburgs Kreative – mit Kunst und Kultur, Musik, Design und Mode. Durch die kreative Zwischennutzung im ehemaligen Kaufhaus schaffen wir einen zentralen Anlaufpunkt in der Hamburger Innenstadt, der kreativen Konzepten die nötige Sichtbarkeit verschafft und Impulse in die Stadt gibt. Mit Jupiter und dem Förderprogramm ‚Frei_Fläche‘ antworten wir auf gleich zwei drängende Herausforderungen in der Innenstadt: zunehmender Leerstand von Gewerbeimmobilien und knapper Raum für Kreativschaffende. Hier profitieren alle.“

Prof. Elke Pahl-Weber, Innenstadtkoordinatorin: „Mit Blick auf Mönckebergstraße, Richtung Johanniswall und auf Hauptbahnhof und Kunstmeile zeigt Jupiter die Vielfalt der Hamburger Innenstadt, von Kunst über Kultur zu Musik, Design und Mode. Das Projekt ‚Verborgene Potenziale‘ setzt genau dort an: eine hohe Aufenthaltsqualität, vielfältige Nutzungen – schon heute gibt es viele spannende Plätze, Orte, Geschäfte, Ideen und Menschen in Hamburgs Innenstadt. Wir sorgen gemeinsam dafür, dass die Innenstadt auch in Zukunft ein hochattraktiver Anziehungspunkt für alle ist. Mit meinem Team bringen wir die Akteure zusammen und freuen uns über die neue zentrale und für alle offene Anlaufstelle im ehemaligen Kaufhaus.“

Zu den Angeboten im Jupiter zählen unter anderem:

  • International Shopping Space (ISS) by La Tribune Noire, AYYAANA, Paul Kadjo und Röstlich Coffee Brothers – Shop-in-Shop Konzept mit Design, Kunst und Café von Schwarzen Entrepreneurs
  • JUPITER FIRST FLOOR vom Landesverband Hamburger Galerien, Pop Up Art Galerie, Hamburger Kunstgalerie, Kanal 3 Kollektiv – wechselnde Kunstausstellungen und Ateliers
  • Hanseatische Materialverwaltung IM EXIL – Kulturprogramm und Bar
  • Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen – Pop-up-Geschäftsstelle der Hamburger Innenstadtkoordinatorin

Das Angebot wird im Laufe des Jahres durch wechselnde Formate und Veranstaltungen – darunter Workshops und Märkte, Festivals und Ausstellungen – ergänzt und schafft so ganzjährig einen attraktiven Anlaufpunkt im Stadtzentrum.

Aktuelle Informationen zu allen Nutzungen sind auf der Webseite www.jupiter.hamburg zu finden.

Jupiter in der Mönckebergstraße – Leerstand wird belebt

Das ehemalige Kaufhaus liegt zentral in der Hamburger Innenstadt: an der bekanntesten Einkaufsstraße der Stadt, in direkter Nachbarschaft zum Hauptbahnhof und vis-à-vis der Elektronik-Kette Saturn. Das Gebäude bietet rund 8.000 Quadratmeter Fläche auf sechs Geschossen und eine markante Dachterrasse. Im Herbst 2020 hat der langjährige Nutzer Karstadt Sport den Standort geschlossen. Die Hamburg Kreativ Gesellschaft übernimmt das ehemalige Kaufhaus von der R+V Lebensversicherung AG bis zum 31. Dezember 2023. Dafür zahlt sie aus dem Förderfonds sämtliche laufende Betriebs- und Nebenkosten – eine Miete wird nicht gezahlt.

Als Mieterin des Gebäudes und Vermittlerin der Flächen stellt die Kreativ Gesellschaft die übergeordnete Infrastruktur im Jupiter. Dafür wurden im Gebäude temporäre und flexible Einbauten aus wiederverwendbaren Materialien errichtet. Sie unterteilen die großen, offenen Flächen und ermöglichen ein Nebeneinander unterschiedlicher Nutzungen. Darüber hinaus wurde ein übergeordnetes Leitsystem entwickelt, das zur besseren Orientierung im Gebäude und Sichtbarkeit der einzelnen Angebote beiträgt.

„Frei_Fläche – Raum für kreative Zwischennutzung“

Jupiter ist die größte von insgesamt 56 zwischengenutzten Flächen des Förderprogramms „Frei_Fläche“, das am 1. Juni 2021 von der Stadt zur Bewältigung der Corona-Krise gestartet und aktuell bis zum 31. Dezember 2023 verlängert wurde. Hier profitieren Hamburg, die lokale Kreativbranche und die Immobilienwirtschaft: „Frei_Fläche“ verhindert Leerstand, gibt Kreativen Raum für ihre innovativen Konzepte und stärkt die Transformation hin zu einer vielfältigen und lebendigen Innenstadt.

Für 2023 stehen dafür Haushaltsmittel der Freien und Hansestadt Hamburg in Höhe von 4,3 Millionen Euro zur Verfügung. „Frei_Fläche“ wurde in Kooperation der Behörde für Kultur und Medien, der Finanzbehörde, dem Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG) und der Hamburg Kreativ Gesellschaft entwickelt. Die Umsetzung erfolgt durch die Kreativ Gesellschaft mit fachlicher Beratung des LIG.

Verborgene Potentiale – Für ein lebendiges und resilientes Hamburger Zentrum

Die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen hat im Rahmen des Bundesprogramms „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ das Programmpaket „Verborgene Potenziale – Für ein lebendiges und resilientes Hamburger Zentrum“ ins Leben gerufen. Innovative Handlungsstrategien, dialogische und ko-kreative Prozesse sowie konkrete Pilotprojekte wirken dem innerstädtischen Strukturwandel entgegen, stärken die Nutzungsvielfalt und eröffnen neue Perspektiven. Gemeinsam mit allen Stakeholdern und der neu eingerichteten Innenstadtkoordination wird die Innenstadt zukunftsfähig gestaltet. Bis zur Eröffnung der Geschäftsstelle im Herbst 2023 dient die Pop-Up-Zentrale im Jupiter als Anlauf- und Vernetzungsstelle für lokale Bedarfe und lädt zur Mitarbeit am Gemeinschaftswerk Hamburger Innenstadt ein.

Hamburg Kreativ Gesellschaft

Die Hamburg Kreativ Gesellschaft ist die städtische Einrichtung zur Förderung der Hamburger Kreativwirtschaft. Als direkte Anlauf- und Servicestelle steht sie allen kreativen Akteurinnen und Akteuren und Unternehmen in der Hansestadt offen. Mehr Wissen, Raum, Finanzierung und Innovation für Hamburgs Kreative – dies ist der Auftrag, dem sich die Hamburg Kreativ Gesellschaft seit 2010 verschreibt. Zu ihren Aufgaben gehört, die Rahmenbedingungen für die Kreativwirtschaft in Hamburg zu verbessern und dabei als Schnittstelle zu fungieren – zwischen den verschiedenen Bereichen der Kreativwirtschaft, aber auch zu weiteren Akteuren aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.

 

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Förderprogramm gegen Leerstand wird fortgesetzt https://www.tiefgang.net/foerderprogramm-gegen-leerstand-wird-fortgesetzt/ Fri, 02 Dec 2022 23:39:55 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=9546 [...]]]> Innenstädte funktionieren nicht mehr. Leerstände wirken wie ein Abgesang auf Fußgängerzonen. Kreative Nutzungen können Abhilfe schaffen. Mit Förderung der Eigentümer*innen …

Das offenbar erfolgreiche Programm „Frei_Fläche: Raum für kreative Zwischennutzung“ geht daher in die Verlängerung. Das hat am 30. November die Hamburger Bürgerschaft beschlossen. Bis zum 31.12.2023 sollen für das Programm, das von der Hamburg Kreativ Gesellschaft umgesetzt wird, rund 4,3 Millionen Euro aus dem regulären Haushalt der Freien und Hansestadt Hamburg zur Verfügung gestellt werden. Auch im ehemaligen Karstadt-Gebäude am Hauptbahnhof sollen unter dem Namen „Jupiter“ weiterhin Ausstellungen und Pop-ups stattfinden und kreative Konzepte umgesetzt werden.

Andreas Dressel, Finanzsenator: „Mit unserem Programm Frei_Fläche konnten wir die Innenstadt und die bezirklichen Zentren beim Wiederbeginn nach Corona gezielt unterstützen. Bedingt durch die Energiekrise bleibt dieses Thema auch in den kommenden Monaten aktuell und die Verlängerung des Programms für 2023 ist daher nur konsequent. 4,3 Mio. Euro stellen wir dafür zur Verfügung. Zahlreiche spannende Projekte wie zum Beispiel im ehemaligen Karstadt Sport-Gebäude an der Mönckebergstraße sind für eine Zwischennutzung aktiviert worden, viele weitere werden in den nächsten Monaten sicher folgen. Es sind Alle eingeladen, die Mittel kreativ zu nutzen!“

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Das Programm Frei_Fläche ist in mehrfacher Hinsicht ein Gewinn für die Stadt: Es verhindert Leerstand, gibt Kreativen den Raum für ihre innovativen Ideen und befördert den Wandel hin zu einer vielfältigen und lebendigen Stadt. Wir brauchen diese kreativen Impulse, um die Stadt zukunftsfähig zu machen. Viele spannende Projekte konnten in den letzten Monaten in der Innenstadt aber auch dezentral umgesetzt werden. Auf diesen guten Erfahrungen können wir nun mit Unterstützung der Bürgerschaft aufbauen.“

Egbert Rühl, Geschäftsführer der Hamburg Kreativ Gesellschaft: „Die Bürgerschaft kann sich für diese Entscheidung des Dankes vieler Kreativer in Hamburg sicher sein. Mit überzeugenden Konzepten nutzen sie die Chancen, ihre Leistungen und Produkte an Orten zu präsentieren, die sonst unerreichbar sind: Damit geben sie ihren Angeboten einen starken Schub vorwärts. Dass damit auch noch die Einkaufsquartiere bunter und lebendiger werden, zeigt wie effektiv und wirksam das Programm Frei_Fläche ist.“

Das Programm „Frei_Fläche: Raum für kreative Zwischennutzung“ wurde 2021 zur Bekämpfung des Leerstandes und Belebung der Innenstadt von der Finanzbehörde und der Behörde für Kultur und Medien gemeinsam mit der Hamburg Kreativ Gesellschaft und dem Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG) entwickelt. Es fußt auf dem im Juni 2021 beschlossenen Fonds für kreative Zwischennutzungen in Höhe von rund neun Millionen Euro und war zunächst bis Ende 2022 befristet.

Seit Programmstart konnten insgesamt 61 Projekte aus den Bereichen Mode- und Produktdesign, Kunst, Musik und Performance in 53 verschiedenen Einzelhandelsflächen in der Stadt realisiert werden. Entstanden sind temporäre Ateliers, Ausstellungsräume und Pop-up-Stores an zentralen Orten wie Neuer Wall, Alter Wall, Ballindamm, Hamburger Hof, Ladengeschäfte in Einkaufszentren wie dem Elbe Einkaufzentrum, dem Mundsburg Center oder dem Wandsbek Quarree. Mit dem ehemaligen Karstadt Sports in der Mönckebergstraße 2-4 konnte im Rahmen des Programms Deutschlands größte kreativwirtschaftliche Zwischennutzung realisiert werden: Auf sechs Etagen und rund 8.000 Quadratmetern sind Arbeitsräume, Veranstaltungs- und Ausstellungsflächen entstanden.

Ein Großteil der Projekte soll auch im kommenden Jahr weitergeführt werden. Einen Überblick über die aktuell laufenden Projekte an den verschiedenen Standorten bietet die Projektwebseite www.frei-flaeche.de.

Infos zum Programm Frei_Fläche: Raum für kreative Zwischennutzung

Finanzbehörde und Behörde für Kultur und Medien haben gemeinsam mit der Hamburg Kreativ Gesellschaft und dem Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG) das Förderprogramm entwickelt. Die Hamburg Kreativ Gesellschaft verantwortet die Umsetzung und vermittelt leerstehende Einzelhandelsflächen mit 1,50 Euro pro Quadratmeter zu sehr günstigen Konditionen an Hamburger Kreative zur Zwischennutzung. Damit werden dringend benötigte Räume für Kreative geöffnet und moderne Konzepte für eine lebendige und diverse Stadtentwicklung aufgezeigt. Gleichzeitig wird der für den stationären Einzelhandel schädliche Leerstand vermieden und die Einkaufsquartiere mit attraktiven, kulturellen Angeboten belebt. Die Vermieterinnen und Vermieter der Flächen erhalten für die Laufzeit sämtliche Nebenkosten erstattet.

Das Programm fußt auf dem im Juni 2021 beschlossenen Fonds für kreative Zwischennutzungen in Höhe von rund neun Millionen Euro und war zunächst bis Ende 2022 befristet. Mit dem Beschluss der Bürgerschaft kann dieses Projekt nun bis Ende 2023 verlängert werden.

Aktuelle Zahlen zum Programm (Stand: 15. November 2022)

Anzahl Kreativ-Konzepte auf der Plattform: 227

Anzahl Zwischennutzungen: 53

Zwischengenutzte Quadratmeter (kumuliert): 20.887,7 Quadratmeter

Durchschnittliche Flächengröße je Nutzung: 342,4 Quadratmeter

Durchschnittliche Nutzungsdauer: 226 Tage

Bisher am Programm beteiligte Immobilienunternehmen:

  • alstria office REIT-AG
  • ART-Invest Real Estate Funds GmbH
  • Becken Asset Management GmbH
  • CBRE GmbH
  • ECE Group GmbH & Co. KG
  • MOMENI Real Estate GmbH
  • Procom Property
  • Management AG
  • R+V Lebensversicherung AG
  • Union Investment Real Estate GmbH

Weiterführende Infos zum Programm finden Sie hier.

Programmflyer für die Immobilienwirtschaft: https://bit.ly/3CFF2jJ

 

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