Lärmschutzimmission https://www.tiefgang.net Mon, 03 Feb 2020 11:31:26 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1 Interessenkonflikt https://www.tiefgang.net/6286-2/ Fri, 31 Jan 2020 23:51:21 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=6286 [...]]]> Vergangene Woche lud die Verwaltung zum „Dialog zur Nutzung der Freilichtbühne“ im Harburger Stadtpark. Eine Nachbetrachtung von Sonja Alphonso.

Ich frage mich, ob und wie man einen Interessenausgleich hinbekommen könnte, Stichwort: Stadtkultur vs. Anwohner. Privatprotest spricht gegen öffentliche Veranstaltungen. Eine kleine Teilmenge fühlt sich nämlich extrem gestört, wenn an einigen Wochenenden im Jahr Veranstaltungen auf der Freilichtbühne stattfinden.

Der Bezirk hatte zum Dialog geladen. Zwei Meinungen standen im Raum: die einen begrüßen die Initiative, die Freilichtbühne wieder bzw. mehr zu bespielen, die anderen wollen ihre Ruhe haben. Beides verständlich.

Aber wessen Interessen zählen mehr? Wiegen vereinzelte Beschwerdebriefe mehr als das öffentliche Interesse? Stadtentwicklung braucht doch Kultur, sie dient dem Miteinander und der Stärkung eines WIR-Gefühls. Man sollte sie fördern, und nicht verhindern.

Mein Verständnis für den Protest hält sich in Grenzen, obwohl ich die Stille liebe und mich in meiner Freizeit ebenfalls gut und gerne zuhause erholen möchte. Doch ich lebe in der Stadt, unter anderem, weil ich die Infrastruktur zu schätzen weiß. Das bringt mit sich, dass ich Verkehr höre und Martinshörner, menschliche Stimmen, Hundebellen usw. Und sogar, wenn ich weiter draußen spazieren gehe, höre ich nur selten ausschließlich das Rauschen im Walde, sondern meistens auch irgendeine Autobahn. Hätte meine Klage über diese Art von Lärmbelästigung Aussicht auf Erfolg, damit all jene Straßen stillgelegt würden, die meine Nerven nerven? Wohl kaum.

Eine Handvoll Anlieger will jedoch von einer Ausweitung der Kultur in ihren Gefilden nichts wissen und auch nichts davon hören. Von Musik, die vehement als Lärm bezeichnet und als unzumutbar empfunden wird.

Zum Glück gab es bei der „Anhörung“ auch solche – und nicht wenige – Anwohner, die sich zu Wort meldeten, die ebenfalls von der Beschallung betroffen sind, und das trotzdem anders sehen, nämlich deutlich toleranter – trotz eigener Beeinträchtigung -und dankbar, dass es diesen Ort u. a. zu diesem Zweck gibt, weil er dazu einlädt, kulturelle Vielfalt im grünen Bereich zu feiern!

Es spricht vieles dafür, dass sich die Gegner mit dem mehrheitlichen Wunsch auseinandersetzen und über ihren Tellerrand hinausschauen sollten.

Es stünde Harburg gut zu Gesicht, wenn Harburger Harburgern Kultur bieten könnten, und andere Harburger dem nicht im Weg stünden. An diese richte ich meine werbenden Worte und rufe ihnen mit wohlwollend leiser Stimme zu: Auf gute, bessere Nachbarschaft! Kultur wird für und nicht gegen die Harburger gemacht.

Allen Mitwirkenden einen herzlichen Dank, dass sie dieses Revival möglich machen.

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Geld gegen heiße Luft https://www.tiefgang.net/senat-foerdert-laermschutz/ https://www.tiefgang.net/senat-foerdert-laermschutz/#respond Mon, 28 Nov 2016 16:19:58 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=61 [...]]]> Die rot-grüne Regierung hat in seinen Haushalt für das kommenden Jahr 390.000 Euro eingeplant, um privatfinanzierte Musikclubs bei baulichen Sanierungen zu unterstützen.

In der Drucksache heißt es: „Angesichts der Bedeutung der Clubs für die Musikszene Hamburgs einerseits und der Notwendigkeit des Gesundheitsschutzes der Anwohnerinnen und Anwohner andererseits sollen Anstrengungen der Clubbetreiberinnen und -betreiber, durch bauliche Verbesserungen die Lärmemissionen zu verringern, unterstützt werden.“ Konkret benannt werden die Musikclubs Aalhaus (Altona), Prinzenbar (St. Pauli), Landhaus Walter (Stadtpark) und das Marias Ballroom in Harburg. Dort sollen lärmemissionsarme Lüftungsanlagen und andere Sanierungsvorhaben mit finanziert werden. Die Umsetzung wird über „Stiftung zur Stärkung privater Musikbühnen Hamburg“ geleistet. Diese Stiftung gründete die Stadt Hamburg zusammen mit dem Interessenverband Clubkombinat Hamburg e.V. 2010. www.clubstiftung.de.

(25. Nov. 2016, hl)

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