Landesmusikrat Hamburg – Tiefgang – das Kulturfeuilleton https://www.tiefgang.net Kultur, Politik, Kulturpolitik und mehr Fri, 05 Jun 2026 14:12:06 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 Sechs Saiten für Hamburg https://www.tiefgang.net/sechs-saiten-fuer-hamburg/ Sun, 07 Jun 2026 22:00:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=13978 [...]]]> Hamburgs Kulturlandschaft ist um eine Facette reicher, und sie klingt herrlich unverbraucht. Wenn im Juni 2026 die ersten Akkorde durch die Säle hallen, feiert der jüngste Spross der Hamburger Musikförderung seine lang ersehnte Premiere: Das Landesjugendgitarrenensemble Hamburg (HH LJGitE).

Und es bittet zugleich zu seinen Debütkonzerten. Als neuestes Auswahlensemble unter dem Dach des Landesmusikrats Hamburg schließt dieser Klangkörper eine spürbare Lücke in der musikalischen Nachwuchsarbeit der Hansestadt.

Hinter den 15 jungen Gitarrentalenten im Alter zwischen 14 und 20 Jahren liegt eine intensive Zeit des Zusammenwachsens. In zwei großen Arbeitsphasen im Frühjahr haben die Jugendlichen aus allen Teilen der Stadt nicht nur ihre Instrumente gestimmt, sondern vor allem gelernt, als eine atmende, dynamische Einheit zu agieren. Es ist spürbar: Hier geht es um weit mehr als um das fehlerfreie Abspulen von Noten. Es ist die pure Lust am gemeinsamen Gestalten, die diesen neuen Klangkörper antreibt.

Dass diese jugendliche Energie in die richtigen Bahnen gelenkt wird, ist das Verdienst einer Ausnahmekünstlerin am Dirigentenpult. Mit Julia Villarroel hat das Ensemble eine musikalische Leiterin gewonnen, die Internationalität und pädagogisches Feingefühl perfekt verkörpert. Die aus Ecuador stammende Gitarristin ist längst keine Unbekannte mehr: Sie ist Preisträgerin zahlreicher internationaler Wettbewerbe und verfeinert ihr eigenes Können derzeit im prestigeträchtigen Konzertexamen an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar.

Villarroel versteht sich nicht als strenge Taktgeberin, sondern als Impulsgeberin, die die individuellen Stärken der Jugendlichen zusammenschweißt. Ihre Herkunft und ihre tiefe Verwurzelung in der lateinamerikanischen Gitarrentradition bringt eine spürbare Wärme und Rhythmik in die Probenarbeit. Unter ihrer Hand reift das Ensemble zu einem Kollektiv heran, das technische Präzision mit emotionaler Tiefe verbindet – ein Glücksfall für die Hamburger Gitarrenszene.

Das Debütprogramm, mit dem das Ensemble im Juni 2026 an die Öffentlichkeit tritt, trägt den bezeichnenden Titel „Con Spirito“ – mit Geist, mit Seele, mit Lebensfreude. Und genau dieser Geist spiegelt sich in der anspruchsvollen Dramaturgie wider, die Julia Villarroel für ihre 15 Schützlinge zusammengestellt hat. Die Zuhörer*innen erwartet eine musikalische Entdeckungsreise, die geografische und epochengeschichtliche Grenzen spielend überwindet.

Der Bogen spannt sich von der romantischen, nordisch-melancholischen Klangpoesie Edvard Griegs bis hin zur meditativen, fast zeitlosen Schlichtheit der Musik von Arvo Pärt. Doch das unbestrittene emotionale und künstlerische Zentrum des Programms ist ein echtes Wagnis für ein so junges Ensemble: die absolute Uraufführung der „Suite de las animas“ des ecuadorianischen Komponisten Juan Carlos Urrutia. Hier verschmelzen zeitgenössische Tonsprache und die rhythmische Urkraft Lateinamerikas zu einem packenden Klangerlebnis. Dass ein Jugendensemble eine solche Uraufführung stemmt, beweist den enormen Mut und das hohe Niveau, auf dem hier von Beginn an gearbeitet wird.

Kulturförderung als Gemeinschaftsraum

Hinter den Kulissen dieses musikalischen Erfolgs steht eine strukturierte und weitsichtige Kulturpolitik. Ermöglicht wurde die Gründung des Ensembles durch die maßgebliche Unterstützung der Behörde für Kultur und Medien Hamburg (BKM). Hier wurde erkannt, dass Begabtenförderung dann am besten funktioniert, wenn sie jungen Menschen nicht nur Einzelunterricht, sondern einen kollektiven Raum des Austausches bietet.

Das HH LJGitE ist weit mehr als eine Kaderschmiede für den professionellen Nachwuchs. Es schließt ein wichtiges Bindeglied in der Hamburger Musiklandschaft, indem es zeigt, dass die klassische Gitarre ein extrem wandelbares Ensemble-Instrument ist. Für die Jugendlichen bedeutet das Mitwirken in diesem Auswahlensemble eine prägende Erfahrung von Gemeinschaft und geteilter Verantwortung. In einer von Algorithmen und Vereinzelung geprägten Zeit ist dieses gemeinsame Arbeiten an einem analogen Klangkörper ein unschätzbares gesellschaftliches und pädagogisches Gut.

Die monatelange Probenarbeit biegt auf die Zielgerade ein, und für das Publikum in Hamburg und Umgebung bietet sich Mitte Juni gleich dreimal die Gelegenheit, die Geburtsstunde dieses neuen Klangkörpers live miterleben zu können. Das Ensemble zieht für seine Debütkonzerte ganz bewusst an verschiedene Orte, um die pulsierenden Saiten in ganz unterschiedlichen Akustiken erstrahlen zu lassen.

Die Konzerttermine im Überblick:

  • Freitag, 12.06. (19.30 Uhr): Das erste offizielle Konzert findet in der Jungen Musikakademie Hamburg statt (Bramfelder Chaussee 265).
  • Samstag, 13.06. (17 Uhr): Für das zweite Konzert verlässt das Ensemble die Stadtgrenzen und gastiert im idyllischen Kulturhof Itzehoe (Dorfstraße 4, 25524 Itzehoe).
  • Sonntag, 14.06. (16 Uhr): Das große Finale der Debütkonzertreihe steigt schließlich in der St. Johanniskirche Eppendorf (Ludolfstraße 38), wo der Nachhall des Kirchenschiffs dem Programm „Con Spirito“ eine ganz besondere Tiefe verleihen dürfte.

Der Eintritt zu allen drei Konzerten ist frei – der Landesmusikrat freut sich jedoch über Spenden, die direkt der zukünftigen Arbeit des Ensembles zugutekommen. Man sollte sich diese Termine rot im Kalender anstreichen, um Zeuge*in zu werden, wie 15 junge Talente Hamburgs Gitarrenlandschaft nachhaltig beleben.

weitere Informationen unter www.lmr-hh.de/landesjugendgitarrenensemble/


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Musik-Coach Hamburg startet durch https://www.tiefgang.net/musik-coach-hamburg-startet-durch/ Fri, 02 May 2025 22:30:21 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=11715 [...]]]>

Seit Anfang der Woche lädt der Landesmusikrat Hamburg junge Talente ein, die Zukunft der Musikstadt mitzugestalten.

Wissen Sie,“ beginnt Pia Metzing mit einem warmen Lächeln, „es ist oft so, dass Jugendliche, die mit Leidenschaft musizieren, ein unglaubliches Potenzial haben, auch andere zu begeistern und anzuleiten. Genau hier setzt unser neues Projekt, Musik-Coach Hamburg, an.“

Und tatsächlich, seit vergangenem Montag, dem 28. April 2025, öffnete sich die Bewerbungsphase für ein spannendes Ausbildungsprogramm, das junge musikalische Talente in die Welt der musikalischen Leitung einführen will. An vier intensiven Wochenenden, beginnend im September und kulminierend in einer öffentlichen Abschlussveranstaltung im Februar 2026, erhalten die ausgewählten Jugendlichen eine praxisnahe Schulung in den Kernkompetenzen eines Musikcoaches.

„Wir haben uns bewusst für eine sehr praxisorientierte Herangehensweise entschieden,“ erklärt Metzing, während sie ihren Kaffee umrührt. „Der Lehrkräfteverband BMU hat einen Stundenplan entwickelt, der wirklich Hand und Fuß hat. Es geht um konkrete Dinge wie Dirigieren, das kreative Gestalten von Musik durch Arrangement, effektive Probenmethodik und sogar die faszinierende Welt der digitalen Musikproduktion.“

Die Idee dahinter ist ebenso klar wie ambitioniert: Die Jugendlichen sollen zu Multiplikatoren werden, zu „Musik-Coaches“ für ihre Altersgenossen in der Schule, im Chor oder im Ensemble. Sie sollen befähigt werden, Verantwortung zu übernehmen, ihr Wissen weiterzugeben und so das musikalische Klima in ihren jeweiligen Gemeinschaften positiv zu beeinflussen.

Dieses ambitionierte Vorhaben stemmt der Landesmusikrat Hamburg nicht alleine. „Wir sind unglaublich stolz auf die starken Partner, die wir für Musik-Coach Hamburg gewinnen konnten,“ betont Pia Metzing. Die Hochschule für Musik und Theater Hamburg, die Staatliche Jugendmusikschule Hamburg und das Hamburger Konservatorium bringen ihre Expertise ein, um den Jugendlichen eine qualitativ hochwertige Ausbildung zu bieten. Eine maßgebliche Förderung kommt zudem von der Behörde für Schule und Bildung.

Theo Huß, Vizepräsident des Landesmusikrats Hamburg, bringt die übergeordnete Zielsetzung auf den Punkt: „Viele Jugendliche identifizieren sich mit dem Musizieren und haben große Lust, sich dabei noch mehr zu engagieren. Unser Ziel ist es, ihnen dafür eine Qualifizierungsmöglichkeit zu bieten, dadurch das Musikleben in den Schulen und Musikvereinen zu stärken und das Interesse an musikpädagogischen Berufen zu wecken.“

Die Teilnahmevoraussetzungen sind bewusst so gestaltet, dass engagierte junge Musikerinnen und Musiker zwischen 15 und 19 Jahren angesprochen werden, die bereits über musikalische Erfahrung verfügen und die Unterstützung eines Musiklehrers oder Ensembleleiters nachweisen können. Die Bereitschaft zur Teilnahme an allen vier Wochenenden ist natürlich unerlässlich.

Die Bewerbung selbst ist denkbar einfach: Interessierte finden ab sofort alle Informationen und das Anmeldeportal auf der Website des LMR Hamburg unter https://www.lmr-hh.de/project/musik-coach-hamburg/. Neben einem musikalischen Profil und einem Motivationsschreiben sind auch ein Empfehlungsschreiben und ein kurzes musikalisches Präsentationsvideo Teil der Bewerbung, deren Frist am 20. Juni 2025 endet. Der Teilnahmebeitrag für dieses umfassende Programm beträgt lediglich 80 Euro.

Auf die Frage, sich Pia Metzing persönlich von diesem Projekt erhofft, strahlt sie noch mehr. „Ich träume davon, dass wir eine neue Generation junger Musikbegeisterter ausbilden, die nicht nur exzellente Musiker sind, sondern auch die Freude am Musizieren weitergeben können. Musik-Coach Hamburg soll ein Impulsgeber sein, der das musikalische Leben in unserer Stadt nachhaltig bereichert.“

Und es scheint, dass dieser Traum durchaus Wirklichkeit werden könnte. Mit so viel Engagement und einer klaren Vision scheint Musik-Coach Hamburg bestens gerüstet, um junge Talente zu fördern und die Zukunft der Musik in Hamburg ein Stück weit mitzugestalten.

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Musik von und für Alle! https://www.tiefgang.net/musik-von-und-fuer-alle/ Fri, 15 Sep 2023 22:17:35 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=10272 [...]]]>

Gut 300.000 Menschen musizieren in Hamburg. Sie zu stärken ist nun das Ziel vom Landesmuskkrat und Senat …Der Landesmusikrat Hamburg und die Behörde für Kultur und Medien werden zukünftig die Hamburger Amateurmusikszene mit zahlreichen Maßnahmen deutlich stärken. Der Landesmusikrat Hamburg wird mit dem neuen Kompetenzzentrum für Hamburger Amateurmusik, dem neuen Förderprogramm Music4all und der Gründung des Landesjugendchors Hamburg die Amateurmusik und Nachwuchsförderung in Hamburg erheblich besser ausbauen können. Grundlage ist ein Konzept zur Stärkung der Amateurmusik, das der Landesmusikrat gemeinsam mit der Behörde für Kultur und Medien erarbeitet hat. Um erste Maßnahmen des Konzepts umzusetzen, hat die Hamburgische Bürgerschaft ab 2023 eine deutliche Erhöhung der Mittel für den Landesmusikrat Hamburg um knapp 325.000 Euro auf 475.000 Euro beschlossen.

Bundesweit gibt es mehr als 15 Millionen Menschen, die als Amateurinnen und Amateure aktiv in ihrer Freizeit musizieren. Die Amateurmusik ist eine der größten zivilgesellschaftlichen Bewegungen in Deutschland. Sie ist vielfältig, bunt und ein wesentliches Fundament sowohl des Musiklebens als auch des sozialen und kulturellen Lebens in unserer Gesellschaft. In Hamburg sind allein mehr als 100.000 aktiv Musizierende in mehr als 2.000 Orchestern, Ensembles und Bands sowie über 1.000 Chören im Landesmusikrat und seinen Mitgliedsverbänden organisiert. In ihrer Freizeit musizieren mehr als 300.000 Menschen allein in Hamburg.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien zur Bedeutung der Amateurmusikszene für Hamburg: „Die Amateurmusik ist vielfältig, divers, bunt und überall in unserer Stadtgesellschaft zu finden. Sie bildet das Fundament des musikalischen Lebens in unserer Stadt. Wir verdanken der ausgesprochen vielfältigen Amateurmusikszene, dass Kinder und Jugendliche an das Musizieren herangeführt werden. Die zahlreichen Hamburger Chöre und Orchester tragen die Freude an der Musik tief in die Stadtgesellschaft. Aus diesem Grund wollen wir zusammen mit dem Landesmusikrat die Förderung der Amateurmusik in Hamburg künftig deutlich ausbauen. Wir freuen uns, mit dem Landesmusikrat Hamburg einen starken Partner für dieses Anliegen an unserer Seite zu wissen.“

Neben dem Ausbau der laufenden erfolgreichen Projekte entwickelt der Landesmusikrat Hamburg gerade ein neues Kompetenzzentrum für die Hamburger Amateurmusik. Als zentraler Ansprechpartner und Netzwerkplattform für die Szene wird es Beratung, Information, Vernetzung, Kommunikation, Bildung und Förderung für die Amateurmusikszene sowie den Nachwuchs anbieten. Hierfür wurde auch die Geschäftsstelle in den neuen Räumlichkeiten in Ottensen gestärkt.

Eine der ersten konkreten Maßnahmen des Kompetenzzentrums ist die Umsetzung des Förderprogramms Music4all, das Hamburger Chöre und Ensembles der Amateurmusik unterstützt. Der Fokus liegt hier auf der Vielfalt und der Breite von Musik. Konzerte, Festivals, Nachwuchs- und Musikvermittlungs-Projekte werden finanziell unterstützt. Music4all ermöglicht mit einer Gesamtfördersumme von 32.500 Euro in 2023 und 50.000 Euro in 2024 eine direkte, schnelle und unbürokratische Förderung. Es kann jährlich ein Antrag mit einer Fördersumme von bis zu 1.500 Euro pro Organisation gewährt werden. Dabei wird bewusst die Breite der Musik gefördert und nach dem Prinzip first come-first serve entschieden, sobald ein förderfähiger Antrag vollständig eingereicht wurde. Am 13. September wird die Website mit Informationen zum Förderprogramm für interessierte Amateur-Ensembles und -Chöre, vom Kinderchor über die Liedertafel bis zum Blasorchester, erstmals online gehen. Am 20. September um 17:00 Uhr wird das Antragsformular unter www.foerderung.lmr-hh.de/programme/music4all freigeschaltet – ab dann können Anträge gestellt werden.

„Das Förderprogramm Music4all bietet für Hamburger Amateurmusikerinnen und -musiker eine einzigartige Chance, ihre künstlerischen Projekte umzusetzen und ihre Musik in der Stadt hör- und sichtbar zu machen. Wir möchten Vielfalt und Kreativität der Hamburger Musikszene in der Breite fördern und einen Beitrag zur kulturellen Bereicherung unserer Stadt leisten“, erklärt Thomas Prisching, Geschäftsführer des Landesmusikrats Hamburg.

Weitere Informationen dazu, wer einen Antrag stellen kann und wie das Verfahren abläuft, gibt es unter www.lmr-hh.de/music4all.

Eine weitere Maßnahme zur Stärkung des Nachwuchses in Hamburg ist die Neugründung des Landesjugendchors Hamburg. In dem Auswahlchor sollen begabte, chorbegeisterte Jugendliche im Alter von ca. 15 – 27 Jahren Musik aller Stile und Epochen auf hohem Niveau kennenlernen und gemeinsam singen können. Der Landesmusikrat Hamburg will mit einem qualitativ herausragenden, innovativen Landesjugendchor das Potenzial an gut ausgebildeten jungen Chorsängerinnen und -sängern in Hamburg stärken. Dessen Mitglieder wiederum Impulse in die Hamburger Chorszene tragen werden. In die Gestaltung des Nachwuchsensembles sind Vertreterinnen und Vertreter der Chorszene mit eingebunden, Prof. Cornelius Trantow konnte als künstlerischer Leiter gewonnen werden. Seit Juli finden Termine zum Vorsingen statt. Die erste Arbeitsphase beginnt im Herbst.

Der Landesmusikrat Hamburg feiert in diesem Jahr das 55-jährige Jubiläum des Landesjugendorchesters Hamburg und das 35-jährige Bestehen des Landesjugendjazzorchesters Hamburg. Tausende Musikerinnen und Musiker konnten über die Jahre von diesen herausragenden Projekten zur Nachwuchsförderung profitieren. Durch eine Erhöhung der Förderung konnten die Strukturen der Ensembles verbessert und Projektleitungen fest angestellt werden. Alle Auswahlensembles des Landesmusikrats sind in der musikalischen und kulturellen Jugendbildung Leuchtturmprojekte der Hansestadt Hamburg.

Darüber hinaus veranstaltet der Landesmusikrat Hamburg gemeinsam mit dem Landesmusikrat Schleswig-Holstein alle vier Jahre die Landeswettbewerbe Orchestrale und Choralle, welche mit der Erhöhung der Förderung des Landesmusikrats ebenfalls unterstützt werden. Die Wettbewerbe haben das Ziel, die besten Orchester und Ensembles (Orchestrale) und Chöre (Choralle) Hamburgs für die Bundeswettbewerbe auszuwählen. Aber vor allem bieten sie eine Plattform, auf der sich Orchester und Chöre der unterschiedlichen Genres begegnen, gemeinsam musizieren und sich austauschen können. Sie fungieren als Vorentscheide für den Deutschen Orchesterwettbewerb und den Deutschen Chorwettbewerb, die vom Deutschen Musikrat veranstaltet werden. 2024 ist Hamburg Austragungsort der Orchestrale.

Über den Landesmusikrat Hamburg

Der Landesmusikrat Hamburg ist die Interessenvertretung der Musik in Hamburg. Er setzt sich für die Förderung und Weiterentwicklung der musikalischen Kultur in der Stadt ein und wird durch die Behörde für Kultur und Medien institutionell gefördert.

weitere Infos unter: www.lmr-hh.de

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Deutschland singt zur Einheit https://www.tiefgang.net/deutschland-singt-zur-einheit/ Fri, 17 Sep 2021 22:08:59 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=8387 [...]]]> Durch Singen zur Einheit – das ist das Motto der Initiative „3. Oktober – Deutschland singt“ und alle können mitmachen!

Den Deutschen Musikrat und die Initiative „3. Oktober – Deutschland singt“ eint das Ziel, die Kulturelle Vielfalt in Anknüpfung an die UNESCO-Konvention zum Schutz und der Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen zu erhalten und die Bedeutung des gemeinsamen Musizierens, vokal wie instrumental, für eine offene und demokratische Gesellschaft sichtbar zu machen.
Hierzu Prof. Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates: „Jede und jeder kann singen und damit ohne Hürden einen Zugang zur inspirierenden Welt der Musik finden. Das gemeinsame Musizieren ist auch ein Grundpfeiler des Engagements der über 14 Millionen Menschen, die in Deutschland in der Amateurmusik aktiv sind und die nach fast eineinhalb Jahren virtueller Begegnungen nun mit ihren Ensembles endlich Schritt für Schritt wieder die Probenarbeit aufnehmen können. Der Aktionstag der Initiative ‚3. Oktober – Deutschland singt‘ setzt bundesweit bedeutsame Impulse für das gemeinsame Musizieren – und steht damit auch in enger Verbindung zum ‚Tag der Musik‘, der am 21. Juni unter dem Motto #SchlussMitPause und im Zeichen eines endlich wieder aufblühenden Musiklebens und der Vorfreude auf eine klangvolle Zukunft begangen wird.“
Hierzu Bernd Oettinghaus für den Trägerkreis „3. Oktober – Deutschland singt“: „Gerade mit der ersten Überwindung der Pandemie haben wir allen Grund, dankbar mit allen Bürgerinnen und Bürgern aus allen Generationen und Kulturen richtig zu feiern. Mit Kerzen und Gebeten hatten die Junge Gemeinde in der DDR und viele Bürgerrechtler/innen mit dem Ruf ‚Keine Gewalt‘ dazu beigetragen, dass Mauern fielen und so Trennung, Hass und Hoffnungslosigkeit überwunden wurden. Dieses Wundergeschenk der Einheit ermutigt uns auch heute, sich weiter für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft zu engagieren trotz aller Polarisierung und den vielen neuen Unsicherheiten. Deshalb laden die Musikverbände, Kirchen, Netzwerke jetzt auch zusammen mit dem Deutschen Musikrat die Bürgerinnen und Bürger zu einem Offenen Singen und Musizieren auf die Marktplätze ein. Klasse, wenn noch weitere zivilgesellschaftliche Gruppen das Fest der Hoffnung überall dankbar mitfeiern.“
Die Initiative „3. Oktober – Deutschland singt“ will dezentral vor Ort im ganzen Land eine lokale Feiertradition mit partizipativen Musikerlebnissen anstoßen und damit den Zusammenhalt im ganzen Land stärken, Dankbarkeit für die Friedliche Revolution und die Deutsche Einheit vermitteln und die Hoffnung für eine von Kultureller Vielfalt geprägte Zukunft stärken. Dazu werden Chöre, Ensembles, Gemeinden, Vereine und Bands im ganzen Land eingeladen, am Tag der Deutschen Einheit um 19.00 Uhr auf ihren Marktplätzen gemeinsam zehn bekannte Lieder aus vielen Genres anzustimmen. Die Initiative steht unter der Schirmherrschaft von Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble.

Auch in Hamburg wird also am 3. Oktober gesungen und musiziert und die Einheit Deutschlands musikalisch gefeiert – und zwar vor dem Wahrzeichen der Stadt – dem Michel! Der Landesmusikrat Hamburg gründet unter der Leitung von Doris Vetter, Präsidiumsmitglied und Beauftragte für das Chorwesen, einen Projektchor.  Die Teilnahme ist kostenlos! Gemeinsam studieren wir 10 Chorsätze bekannter Songs, Lieder und eine Hymne ein: Kein schöner Land

  1. Kein schöner Land
  2. Spiritual Medley
  3. Nun danket Gott
  4. Thank you for the music
  5. Über Sieben Brücken musst du gehen
  6. Chöre
  7. Hevenu Shalom Alechem
  8. We shall overcome
  9. Von guten Mächten
  10. Der Mond ist aufgegangen

Das Notenmaterial wird von der Initiative kostenfrei auf der Website zur Verfügung gestellt, werden aber auch vor Ort ausgeteilt und wer möchte, kann sich zusätzlich zuhause mit den für die Aktion produzierten YouTube-Videos vorbereiten. Der Schirmherr der Aktion ist der Präsident des Deutschen Bundestages, Wolfgang Schäuble. Mit dem Deutschen Musikrat besteht eine offizielle Kooperationspartnerschaft. Das Projekt wird durch das Programm „Neustart Kultur“ über die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und den BMCO gefördert.

Weitere Informationen zum Projekt:3oktober.org  

Quelle: www.musikrat.de

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Zukunftsstipendien für Kultur https://www.tiefgang.net/zukunftsstipendien-fuer-kultur/ Fri, 13 Aug 2021 22:50:56 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=8279 [...]]]> Die Behörde für Kultur und Medien legt ein umfangreiches Stipendienprogramm auf, um freischaffende Künstlerinnen und Künstler zu unterstützen, die durch die Corona-Pandemie besonders stark betroffen sind.

In Kooperation mit der Hamburgischen Kulturstiftung, dem Berufsverband bildender Künstler*innen und dem Landesmusikrat Hamburg vergibt die Behörde für Kultur und Medien 2021 einmalig 550 Hamburger Zukunftsstipendien. Die Stipendien sollen ihnen ermöglichen, auch in der aktuellen Situation ihren Beruf auszuüben und sich künstlerisch weiterzuentwickeln. Insgesamt werden aus Mitteln des Corona-Hilfspakets der Behörde für Kultur und Medien 550 Stipendien à 6.000 Euro vergeben. Davon gehen 350 an den Bereich Bildende Kunst sowie je 100 an die Literatur und die Musik.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Nach anderthalb Jahren geht das künstlerische Leben in Hamburg zum Glück wieder los. Dennoch hat die Pandemie bei vielen Künstlerinnen und Künstlern Spuren hinterlassen. Mit unseren Zukunftsstipendien möchten wir sie dabei unterstützen, trotz der schwierigen letzten Monate neue künstlerische Projekte umzusetzen. Gleichzeitig zollen wir ihnen damit Anerkennung und Respekt, weil sie mit ihrer Kunst unser Leben bereichern. Bei der Umsetzung der Stipendien kooperiert die Kulturbehörde mit erfahrenen Organisationen wie der Hamburgischen Kulturstiftung, dem Berufsverband bildender Künstler*innen und dem Landesmusikrat Hamburg. Für die engagierte Zusammenarbeit danke ich allen Beteiligten sehr herzlich.“

14, geschäftsführender Vorstand der Hamburgischen Kulturstiftung: „Die Zukunftsstipendien ermöglichen Künstlerinnen und Künstlern, konzentriert und ohne Produktionszwang an ihren Vorhaben zu arbeiten. Und das ist nach diesen herausfordernden und immer noch von Unsicherheit geprägten Zeiten genau das Richtige! Wir freuen uns sehr, für diese wichtige und sinnvolle Unterstützung mit der Behörde für Kultur und Medien und dem Berufsverband bildender Künstler zusammenzuarbeiten.“

Thomas Prisching, Geschäftsführer Landesmusikrat Hamburg: „Wir freuen uns sehr, dass die in der Corona-Pandemie bisher so gebeutelte Hamburger Musikszene sich langsam wieder erholt. Dazu tragen die immerhin 100 jetzt aufgelegten Stipendien bei, die sich an freischaffende Musikerinnen, Musiker, Komponistinnen und Komponisten aller Genres richten. Diese Stipendien sind eine wichtige Unterstützung für die Betroffenen und ein starkes Zeichen für die musikalische Vielfalt und Breite in Hamburg!“

Bianca Müllner, Vorstandsvorsitzende Berufsverband bildender Künstler*innen: „Die Förderung künstlerischen Schaffens ist von zentraler Bedeutung für die Entstehung zeitgenössischer Kunst. Der Entstehungsprozess findet in der Öffentlichkeit selten ausreichend Anerkennung. Folglich wird auch künstlerische Arbeit in ihrer Gesamtheit unzureichend vergütet. Es ist wichtig, Werkentwicklung wahrzunehmen, zu unterstützen und in den Diskurs über Kunst einfließen zu lassen. Das Zukunftsstipendium steht für diese Ziele. Wir bedanken uns sehr für die Kooperation mit der Hamburgischen Kulturstiftung und der Behörde für Kultur und Medien.“

Bewerben können sich professionelle Künstlerinnen und Künstler der Sparten Bildende Kunst, Literatur und Musik mit Projekten, die zum Beispiel in den Bereichen Weiterbildung, Recherche oder Konzeption liegen können. Der Bewerbungszeitraum läuft vom 3. bis 31. August 2021. Vertreterinnen und Vertreter der Bildenden Kunst und der Literatur bewerben sich bei der Hamburgischen Kulturstiftung, Musikerinnen und Musiker beim Landesmusikrat Hamburg.

Über die Vergabe der Stipendien entscheiden bis Mitte Oktober 2021 fachkundige Jurys der jeweiligen Bereiche. Die operative Betreuung übernehmen die Hamburgische Kulturstiftung und der Landesmusikrat Hamburg.

Die Ausschreibungen finden Sie ab sofort im Internet:
Bildende Kunst und Literatur: www.kulturstiftung-hh.de/zukunftsstipendien; Musik: www.lmr-hh.de.

Die Antragsstellung ist vom 3. bis 31. August 2021 über das jeweilige Online-Bewerbungsverfahren möglich.

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Üben aus Liebe zur Musik https://www.tiefgang.net/ueben-aus-liebe-zur-musik/ Sun, 07 Feb 2021 15:35:44 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=7646 [...]]]> Die Konferenz der Landesmusikräte hat nun einen Appell an die Landesregierungen verabschiedet, nach dem Ende des Lockdowns die Amateurensembles sobald als möglich wieder ihre Proben- und Konzerttätigkeiten aufnehmen zu dürfen.

Darauf hat nun der Landesmusikrat Hamburg hingewiesen. In Deutschland spielen rund 9 Millionen Menschen ein Instrument und es gibt ca. 60.000 Chöre. Das Musizieren in Amateurensembles zeichnet sich durch eine große Vielfalt aus und durchdringt alle gesellschaftlichen Bereiche Deutschlands. Deswegen ist das Musizieren von Amateuren in Chören und Orchestern in den Jahren 2014 und 2016 in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen worden.

 Der APPELL:

Chöre und Musikvereine müssen coronagemäß proben können: Appell der Konferenz der Landesmusikräte an die Landesregierungen in Deutschland

Die Konferenz der Landesmusikräte appelliert an die Landesregierungen, baldmöglichst ihre Amateurmusikgruppen und -vereine wieder proben und aufführen zu lassen. In weiten Teilen Deutschlands herrscht derzeit ein Verbot für Amateurchöre, -ensembles und -orchester, das nicht nur die Konzerte, sondern auch die Proben untersagt. Meist sind einzig zur Berufsausübung musikalische Proben erlaubt. Schon heute befürchten die Fachverbände der Amateurmusik ein Vereinssterben, das 10-15% der Musikvereinigungen und Chöre betreffen wird. In den Städten und mehr noch im ländlichen Raum sorgen Vereine und Initiativen der Amateurmusik für einen Zusammenhalt von Gesellschaft. Der gemeinsame kulturelle Ausdruck hält die Menschen an ihrem Ort, in ihrer Region. Das Musizieren sorgt für Identität. Die Schutzmaßnahmen scheinen angesichts der vielerorts festgestellten Infektionszahlen gerechtfertigt zu sein. Tatsächlich jedoch haben sie nachhaltige Folgen, die ein Fragezeichen hinter die Angemessenheit schreiben. Denn ohne das gemeinsame Proben ist der Zusammenhalt grundsätzlich in Frage gestellt. Solche Corona-Schutzmaßnahmen bewirken ungeachtet aller positiven virologischen Auswirkungen eine Erosion der Gesellschaft. Besonders auf die Herausbildung kultureller Identitäten vieler Kinder und Jugendlicher wirkt das Versiegen der Amateurmusik verhängnisvoll. 

Die Konferenz der Landesmusikräte hat die Situation der Amateurmusik in Deutschland ausführlich reflektiert und fordert die Landesregierungen auf, bei den ersten Lockerungen des Shutdowns direkt auch das Proben von Vereinen und Initiativen der Amateurmusik zuzulassen. Es geht hier nicht um Freizeitgestaltung, sondern um kulturelle Artikulation und Identitätsbildung. Chöre, Blasorchester und Musikvereine aller Art sind in der Lage, Hygienekonzepte und Abstandsregeln so auszuarbeiten, dass ein coronagemäßes Proben möglich ist. Wie Kulturstaatsministerin Monika Grütters schon am 26. November in Bezug auf die Kulturszene insgesamt feststellte, dürfen die Vereine nicht die letzten sein, die wieder öffnen dürfen. Auch das neue Infektionsschutzgesetz hat Kunst und Kulturleben eine Ausnahmestellung zuerkannt. Die Konferenz der Ministerpräsident*innen hat die Kulturminister*innen mit der Erarbeitung entsprechender Strategien für die ersten Lockerungsmaßnahmen beauftragt.

 Prof. Dr. Ulrike Liedtke

Vorsitzende der Konferenz der Landesmusikräte Deutschlands“

Quelle: www.landesmusikrat-hamburg.de

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„Schlagkräftiger werden!“ https://www.tiefgang.net/schlagkraeftiger-werden/ Fri, 20 Nov 2020 23:07:47 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=7408 [...]]]> „Da ist Musik drin“ könnte das Motto des Hamburger Landesmusikrates Hamburg lauten. Denn die Pandemie stellt die Musikszene ganz Hamburgs vor die größte Herausforderung. Ein neuer Präsident will helfen.

Die diesjährige Mitgliederversammlung des Landesmusikrates Hamburg fand am 10. November statt. Aufgrund der aktuellen Corona-Situation wurde die Sitzung zum ersten Mal online durchgeführt. Im Rahmen der Mitgliederversammlung fanden Nachwahlen für das Präsidium statt. Der Komponist und Musiker Ludger Vollmer, der Vorstand für Hamburg im LV Norddeutschland des Deutschen Komponistenverbandes ist, wurde mit großer Mehrheit zum neuen Präsidenten des Landesmusikrates Hamburg gewählt.

„Ich freue mich sehr, dass die Mitglieder mir das Vertrauen ausgesprochen haben. Gemeinsam möchten wir in den kommenden Jahren schlagkräftiger durch die intensivierte Schaffung von Synergien zwischen Mitgliedern und Szenen werden sowie die Anliegen unserer Mitglieder stärker in die Wahrnehmung der Öffentlichkeit und der Politik bringen. “ so Präsident Vollmer. Er folgt dem bisherigen Präsidenten Rüdiger Grambow. Herrn Grambow, der aus Altersgründen zurückgetreten ist, sprachen die Anwesenden für sein großes Engagement ganz herzlich ihren Dank aus.

Des Weiteren wurde Theo Huß, der bereits seit 2018 dem Präsidium angehört, zum 2. Vizepräsidenten gewählt. Er ist im Vorstand des Bundesverbandes Musikunterricht, LV Hamburg. Als neues Mitglied des Präsidiums wurde Prof. Frank Böhme, Prodekan, Dekanat 12, der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, gewählt. Dem Präsidium gehören darüber hinaus weiterhin an: Doris Vetter, Beauftragte für das Chorwesen, Chantal Nastasi-Zinn, Vorstandsmitglied im DTKV Hamburg und der 1. Vizepräsidenten Matthias Rieger.

„Für die laufende Amtsperiode bis 2022 werden wir den bereits eingeschlagenen Weg der intensiven Zusammenarbeit mit den Behörden und der Politik ausbauen und uns in dieser aktuellen Situation aufgrund der Corona-Pandemie für die Anliegen unserer Mitglieder verstärkt einsetzen und gemeinsam mit der Stadt das Musikleben in Hamburg weiter voranbringen“, so Matthias Rieger. Die Anwesenden der Mitgliederversammlung dankten Angelika Bachmann und Markus Menke, die ihre Tätigkeit im Präsidium nicht fortführen, für deren Mitarbeit und Unterstützung.

Ludger Vollmer studierte Violine, Viola und Komposition in Weimar und Leipzig; 1990 Diplom (Viola); 1989-94 Orchestermusiker in Leipzig, Magdeburg und Erfurt. Seither freischaffender Musiker; 1994-95 Schüler von Alfred Schnittke, Hamburg; Von 1994-98 Studium Dipl.-Päd. Improvisation (Peter Jarchow, Leipzig); 1995-99 Dipl.-Studium Komposition mit Konzertexamen (Dimitri Terzakis, Leipzig); seit 1990 Lehrtätigkeit in der Musikschule Weimar und Jena (MKS) sowie an der FHS Jena (1998-2001); seit 1995 Studienaufenthalte in Norwegen, Türkei, Israel, Griechenland; Tätigkeit als Komponist (Aufführungen in Europa, Australien, Asien und Amerika) mit Schwerpunkt Musiktheater (Aufträge für abendfüllende Opern u.a. in Bremen, Stuttgart, Köln, Karlsruhe, Nordhausen, Regensburg, Hagen, Freiburg und Weimar); Verlag seit 2009 ist SCHOTT Music GmbH. Jurymitglied: u.a. „Jugend musiziert“, AMH (Deutsche Bank Stiftung). 2019 Vorstand für Hamburg des Deutschen Komponistenverbandes. Ludger Vollmer lebt in Hamburg.

Weitere Informationen unter www.lmr-hh.de

Der Landesmusikrat Hamburg e. V.

Der Landesmusikrat Hamburg übernimmt als Dachverband gesellschaftliche Verantwortung für das kulturelle Leben und setzt sich damit für den Erhalt und die Weiterentwicklung der Musikkultur in all ihren Erscheinungsformen ein. Dabei fördert er das musikalische Erbe, das aktuelle Musikschaffen sowie den Dialog der Kulturen im Sinne der UNESCO Konvention Kulturelle Vielfalt.

Auf der Basis einer guten Vernetzung mit seinen Hamburger Mitgliedsorganisationen, mit der Konferenz der Landesmusikräte und den Gremien des Deutschen Musikrates verfolgt der Landesmusikrat Hamburg folgende Ziele:

  1. Dachverband

Der LMR Hamburg unterstützt seine Mitgliedsorganisationen und die musikalischen Akteure in Hamburg durch musikpolitische Aktivitäten, Öffentlichkeitsarbeit und Serviceleistungen. Er verbessert dadurch ihre Arbeitsbedingungen sowie ihre Sicht- und Hörbarkeit.

  1. Musikpolitik

Der LMR Hamburg artikuliert gegenüber der Stadt Hamburg und der Öffentlichkeit die Interessen der mit Musik befassten Akteure durch musikpolitische Stellungnahmen und Aktivitäten. Er berät die Bürgerschaft, den Senat und die Behörden und tritt ein für eine stärkere Förderung des musikalischen Lebens durch die öffentliche Hand, die Wirtschaft und Stiftungen.

  1. Fachthemen

Der LMR Hamburg und seine Mitglieder stehen für Pflege und Erhalt der musikalischen Traditionen sowie für ein zukunftsorientiertes Musikleben in der FHH. Besonderes Augenmerk ist auf Interkulturalität, Bildung und Vermittlung, zeitgenössische Musik und das Musikschaffen der großen Zahl nicht professioneller Musikerinnen und Musiker (Amateure) gerichtet.

  1. Projekte u. Wettbewerbe

Der LMR Hamburg entwickelt, festigt und führt Projekte und Wettbewerbe von übergreifender Bedeutung durch (Landesjugendorchester, Landesjugend-Jazzorchester, Jugend jazzt, Choralle, Orchestrale, Hamburger Schülerkonzerte, Klangradar 3000, KiTa macht Musik, Kooperation mit Jugend musiziert), die von einzelnen Mitgliedsorganisationen alleine nicht getragen werden könnten.

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Neues Hilfsprogramm für Amateurchöre https://www.tiefgang.net/neues-hilfsprogramm-fuer-amateurchoere/ Fri, 18 Sep 2020 22:10:28 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=7250 [...]]]> Chöre und Blasensembles leiden besonders unter Pandemieauflagen. Doch auch hier kommt nun Unterstützung.

Der Landesmusikrat Hamburg (LMR) freut sich, auf Initiative der Behörde für Kultur und Medien (BKM) das zweigleisige Hilfsprogramm CHORona #SaveOurChoirs für Hamburgs Amateurchöre starten zu können. Das Programm hilft den Chören, corona-taugliche Probenräume zu finden und diese zu finanzieren. Die BKM stellt dem Landesmusikrat für dieses Programm vorerst 50.000 € zur Verfügung.

Seit Juli 2020 ist es Chören trotz der coronabedingten Einschränkungen wieder erlaubt zu proben. Allerdings erweist sich die Einhaltung der notwendigen Hygieneregeln (insbesondere des Abstands von 2,5 Meter in geschlossenen Räumen) wegen der Corona-Pandemie oftmals als Herausforderung. Dadurch  werden größere Räume benötigt, um Chorproben abhalten zu können. Und diese größeren Räume kosten meist auch mehr Miete.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Das Erleben von Kunst und Kultur unter den aktuellen Bedingungen zu ermöglichen, ist uns ein ganz zentrales Anliegen. Dazu gehört auch das gemeinsame Singen im Chor, das pandemiebedingt schwieriger geworden ist. Mit der CHORona-Hilfe setzen wir genau hier an und wollen Chöre dabei unterstützen, geeignete Proberäume zu finden und die Mehrkosten zu stemmen.“

 „Alle Musiker*innen leiden unter der Corona Pandemie, weil sie nur noch unter schwierigen Bedingungen musizieren bzw. singen können. Mit dem Hilfsprogramm für die Amateurchöre Hamburgs unterstützt der LMR die Chöre bei ihrer Arbeit. Wir bedanken uns bei Senator Dr. Brosda und der BKM für die Initiative und die Finanzmittel, die für dieses Hilfsprogramm zur Verfügung gestellt werden, und hoffen, dass  damit viele Chöre musizierend in den Herbst und Winter gehen können“, sagt Matthias Rieger, Vizepräsident des LMR.

 

Konkret stellt der Landesmusikrat Hamburg im ersten Teil des Programms für die Chöre über eine eigens entwickelte Datenbank (www.chorona.lmr-hh.de) Kontakt zu den Anbietern von Probenräumen her. Im zweiten Teil des Programms können Chöre, die durch einen vergrößerten Probenraum Mehrkosten für Miete und Reinigung zu verkraften haben, einen Zuschuss beantragen. Dieser Zuschuss kann für die Monate Juli bis Dezember 2020 beantragt werden, auch rückwirkend. Er ist auf 300 € pro Monat begrenzt, er steht auch Chören offen, die selbst einen neuen Probenraum gefunden haben.

Die Datenbank für die Probenräume befindet sich im Aufbau. Deshalb ruft der Landesmusikrat Hamburg Unternehmen und Institutionen, die über Räume verfügen, zur Mithilfe auf. Bitte stellen Sie Räume für Chöre, für Kultur und Musik zur Verfügung!

Alle weiteren Informationen und Details zum Hilfsprogramm finden Sie unter www.chorona.lmr-hh.de. Ansprechpartner Jan Hinrich Hey, CHORona@lmr-hh.de.

 

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Musik gegen Demenz https://www.tiefgang.net/musik-gegen-demenz/ Fri, 08 Nov 2019 23:27:02 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=6000 [...]]]> Musik verbessert die Lebensqualität von demenziell Erkrankten und fördert deren soziale Teilhabe. Das wurde auf der Fachtagung „Musik und Demenz – Musik für mehr Lebensqualität bei Demenz – zwischen Therapie und kultureller Teilhabe“ des Landesmusikrates Hamburg, die am 25. und 26. Oktober im Albertinen Haus – Zentrum für Geriatrie und Gerontologie in Hamburg deutlich.

In einem „HAMBURGER APPELL“ haben die rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kongresses die Verantwortlichen in Politik und bei Kostenträgern dazu aufgerufen, entsprechende Ressourcen für die stärkere Einbeziehung von Musik in die Versorgung und Unterstützung von demenziell Erkrankten zur Verfügung zu stellen.

Bereits heute sind bundesweit laut Angaben der Deutschen Alzheimer Gesellschaft rund 1,7 Millionen Menschen von Demenz betroffen. Zahlreiche Studien, Projekte und Praxiserfahrungen zeigen, dass in der Interaktion und Kommunikation mit demenziell beeinträchtigten Menschen musiktherapeutische und -päd­agogische Angebote sowie aktives Musizieren und Singen wesentlich dazu beitragen können, eine stärkere Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben zu ermöglichen. Auch in einem fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung können Symptome der Demenz durch Musik positiv beeinflusst oder gar gemildert werden. Die Betroffenen ebenso wie Pflegende und Angehörige nehmen in der Folge ein Mehr an Lebensqualität wahr. Für Angehörige und für professionell Pflegende und Betreuende bedeutet das Erleichterung und Entlastung ihrer Arbeit bzw. ihres Umgangs mit den Betroffenen. Nicht zuletzt erschließen sich so zusätzliche kommu­nikative Zugänge und Möglichkeiten der Interaktion zu und mit Menschen mit Demenz.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fachtagung appellierten an die Gesundheits-und Gesellschaftspolitik sowie die Kranken-und Pflegekassen, die Möglichkeiten der Behandlung und Unterstützung demenziell Erkrankter durch eine stärkere Berücksichtigung musiktherapeutischer und -pädagogischer An­gebote zu erweitern. Dieses betrifft sowohl die Versorgung von an Demenz Erkrankten in der ambulanten und stationären Pflege wie auch in den Kliniken und setzt die Finanzierung einer ausreichenden Anzahl von Musiktherapeuten und –pädagogen voraus. Zudem sollte das Thema Musik und Demenz integraler Bestandteil der Aus-Fort und Weiterbildung von Fachkräften werden. Weiterhin plädierten die Kon­gressteilnehmerinnen und -teilnehmer dafür, die Forschung hinsichtlich der Wirkung musikbezogener Inter­ventionen und Angebote in unterschiedlichen Stadien demenzieller Erkrankungen bzw. Beeinträchtigungen zu intensivieren und dafür öffentliche Mittel zur Verfügung zu stellen, da seitens der Arzneimittelhersteller hier kein Engagement zu erwarten sei.

Die Veranstaltung „Musik und Demenz“ wurde vom Landesmusikrat Hamburg durchgeführt und stand unter der Schirmherrschaft von Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks. Die Tagungsleitung lag bei Norbert Gross vom Landesmusikrat Hamburg. Dr. med. Michael Musolf, Chefarzt der Klinik für Geriatrie und Physikalische Medizin im Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus, hatte die wissenschaftliche Lei­tung inne. Die Fachtagung wurde unter anderem von der Homann-Stiftung und der BARMER unterstützt.

Quelle: Landesmusikrat Hamburg e.V.

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Orchestrale 2019 https://www.tiefgang.net/orchestrale-2019/ Fri, 09 Nov 2018 23:00:37 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4477 [...]]]> Es ist wieder soweit: Am 25. und 26. Mai 2019 sind alle AmateurmusikerInnen aus Hamburg und Schleswig-Holstein eingeladen, mit ihren Ensembles bei der ORCHESTRALE 2019, dem 10. LandesOrchesterWettbewerb, teilzunehmen.

Vom klassischen Sinfonieorchester, über Bigbands bis hin zu Zupf-, Blas- und Akkordeonorchestern: Die gesamte Amateurmusikszene der beiden Bundesländer ist aufgerufen, ihre Ensembles im Rahmen der ORCHESTRALE 2019 zu präsentieren.

Gemeinschaftliches Musizieren in einem Orchester vereint das intensive Bemühen um ein gemeinsames musikalisches Ziel und das Einbringen individuellen Könnens in eine sinnvolle Freizeitgestaltung. Die ORCHESTRALE möchte eine Plattform schaffen, auf der sich Orchester der unterschiedlichen Genres begegnen, gemeinsam musizieren, sich austauschen und gegenseitig anregen können.

Darüber hinaus dient der Leistungsvergleich dazu, wertvolle Impulse für die Breitenarbeit im instrumentalen Laienmusizieren zu geben und eine Qualifizierung für den deutschen Orchesterwettbewerb in Bonn vom 16. bis 24. Mai 2020 zu ermöglichen.

Man kann aber auch ohne Option auf eine Weiterleitung teilnehmen: Der „Begegnungsteil“ der ORCHESTRALE ist dafür das passende Forum. Hier sind besonders Schulensembles angesprochen, für die eine eigene Wertungskategorie eingerichtet wurde. Der Begegnungscharakter, verbunden mit dem gegenseitigen Kennenlernen steht dabei im Vordergrund.

Neben den Wertungsspielen wird es im Rahmen der ORCHESTRALE 2019 in der Stadt Rendsburg ein vielfältiges Rahmenprogramm mit Konzerten und Mitmachangeboten auch für die BürgerInnen der Stadt geben.

Träger des Landeswettbewerbs sind die Landesmusikräte Schleswig-Holsteins und der Freien und Hansestadt Hamburg. Der Wettbewerb wird von der Behörde für Kultur und Medien Hamburg und der Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein gefördert.

Anmeldeschluss ist der 1. Februar 2019.

Die Ausschreibungsunterlagen finden sich zum Download unter: landesmusikrat-sh.de

Weitere Informationen erteilt Ihnen gerne Arvid Maltzahn, maltzahn@landesmusikrat.de, Tel.: 0431 – 986 58 12

Quelle: www.landesmusikrat-hamburg.de

 

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