Literatur – Tiefgang https://www.tiefgang.net Kultur, Politik, Kulturpolitik und mehr Fri, 16 Aug 2024 15:44:52 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 „An der freien Kunst zu sparen, kostet zu viel!“ https://www.tiefgang.net/an-der-freien-kunst-zu-sparen-kostet-zu-viel/ Fri, 16 Aug 2024 22:24:22 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=11093 [...]]]> Sechs Bundeskulturfonds hatten auf die geplanten, massiven Kürzungen im Entwurf des Bundeshaushalts 2025 hingewiesen. Jetzt gibt es auch eine Petition.

Am 31. Juli lancierte Heinrich Horwitz, Kind des Schauspielers Dominique Horwitz, eine öffentliche Petition, die eine Korrektur dieser kulturpolitischen Fehlentscheidung fordert und bereits weit mehr als 27.000 mal unterschrieben wurde. Viele international bekannte Musiker*innen und Komponist*innen unterstützen die Petition: Helmut Lachenmann, Tabea Zimmermann, Jan St. Werner, Brigitta Muntendorf, Enno Poppe, Lucas Fels, Igor Levit, Alexander von Schlippenbach, Andreas Dorau, Rebecca Saunders, Johannes Kreidler und viele, viele mehr – eine überwältigende Bestätigung der Wirkung der Fördertätigkeit des Musikfonds in der freien Musikszene.

Auch das Medienecho ist groß: Zuletzt besprachen Deutschlandfunk Kultur und das VAN Magazin detailliert die Folgen der Kürzungen. Über die Stellungnahmen der Bundeskulturfonds und des Bündnisses internationaler Produktionshäuser wurde breit berichtet (u.a. Spiegel Online, Frankfurter Rundschau oder Süddeutsche Zeitung).

Heinrich Horwitz begründet seine Petition:

„Freie Kunstszene ausgebremst! Bundeskulturfonds fast halbiert, Aus für das Bündnis Internationaler Produktionshäuser!” – Dieses Motto könnte die Presseerklärung zum Haushaltsentwurf der Staatsministerin für Kultur und Medien haben. Stattdessen lautet die Headline der Pressemitteilung Claudia Roths: „Bundesregierung bleibt verlässlicher Förderer unserer Kultur- und Medienlandschaft“

Dem Bündnis internationaler Produktionshäuser, ein seit Jahren äußerst erfolgreiches Kulturmodell und Zusammenschluss der größten freien internationalen Produktionshäuser, sollen im 10. Jahr seines Bestehens sämtliche Bundesmittel gestrichen werden. Den sechs Bundeskulturfonds, die freischaffende Künstler*innen in den Bereichen Bildende Kunst, Literatur, Übersetzung, Darstellende Kunst, Soziokultur und Musik fördern, wird der ohnehin nicht ausreichende Förderansatz von 2024 halbiert. Besonders trifft es hierbei die Darstellenden Künste, da mit dem Wegfall des Bündnis internationaler Produktionshäuser und der Kürzung beim Fonds Darstellende Künste insgesamt 10 Mio. weniger für die Szene zur Verfügung stehen.

Kleinere Förderungen, wie beispielsweise für das freie Tanzprojekt DanceOn, fallen ebenfalls komplett aus der Haushaltsaufstellung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM). Das mehrfach ausgezeichnete Netzwerk Tanz für junges Publikum – explore dance wird ebenfalls nicht weiter berücksichtigt.

Dabei ist der Haushalt des Kulturbereichs im Kanzleramt um gut 50 Mio. auf 2,2 Mrd. erhöht worden. Dass trotz des beachtlichen Aufwuchses nun ausgerechnet massive Etatkürzungen oder gar Streichungen bei Produktionshäusern und der Fördereinrichtung der Freien Darstellenden Künste vorgenommen werden, die für die bundesweit bedeutende Freie Performance-, Tanz- und Theaterlandschaft stehen, ist in keiner Weise nachvollziehbar. Genau der Fonds Darstellende Künste und die international vernetzten Produktionshäuser sind für viele freischaffende Künstler*innen lebensnotwendig – als Veranstalter*innen, Produzent*innen und Fördermittelgeber*innen.

Zugleich erreichen sie mit ihren herausragenden Arbeiten ein millionenstarkes und vielfältiges Publikum. Es sind dieselben Strukturen, die erst jüngst als äußerst verlässliche und innovationstreibende Partner*innen in den herausfordernden Zeiten der Pandemie gelobt wurden und deren Stärkung im Koalitionsvertrag ausdrücklich vereinbart ist. Gemeinsam stehen sie für eine demokratische, unabhängige Kulturförderung.

In Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung und anwachsenden antidemokratischen Kräften braucht es gestärkte Freie Künste, die ästhetisch und kulturell für die Freiheit der Künste und gegen jede Form von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit stehen.

Als Künstler*innen, Akteur*innen und Unterstützer*innen der Kunst- und Kulturszene, die von regional wirkenden, soziokulturellen bis international vernetzten Kunstorten reicht, wenden wir uns an die verantwortliche Staatsministerin für Kultur und Medien: Wir fordern Claudia Roth auf, diese kulturpolitische Fehlentscheidung zu korrigieren. Die Haushaltsansätze für den Fonds Darstellende Künste und das Bündnis internationaler Produktionshäuser müssen den längst bekannten Bedarfen gerecht werden, mindestens aber den Zuwendungen von 2024 entsprechen. Keine Halbierung der Bundeskulturfonds! Ausbau der Förderungen für das Bündnis Internationaler Produktionshäuser und des Fonds Darstellende Künste!

Investieren Sie in die Zukunft! Fördern Sie den Ausbau der freien Kulturlandschaft, als Innovationstreiberin und als Garant für einen lebendigen gesellschaftlichen Zusammenhalt in herausfordernden Zeiten.

Erstunterzeichner*innen:

Heinrich Horwitz (Regisseur*in, Choreograf*in), Anna Mülter (künstlerische Leitung Festival Theaterformen, Hannover / Braunschweig), Simone Dede Ayivi (Performance, Regie), Rolf C. Hemke (Kunstfest Weimar), Julius Feldmeier (Schauspieler), Tina Pfurr (Schauspielerin, Kulturproduzentin, Regisseurin), Luisa-Céline Gaffron (Schauspielerin), Marie Bues (Regisseurin, Intendantin), She She Pop (feministisches Performance-Kollektiv), Klaus Lederer (MdA Bürgermeister von Berlin und Senator a.D.), Helgard Haug, Stefan Kaegi, Daniel Wetzel (Rimini Protokoll), Amelie Deuflhard (Intendanz Kampnagel), Swoosh Lieu (Rosa Wernecke, Johanna Castell, Katharina Pelosi), Gob Squad Arts Collective, Eva Meyer-Keller (Regisseurin), Annemie Vanackere (HAU Hebbel am Ufer Intendanz und Geschäftsführung), Kathrin Röggla (Autorin), Kathrin Tiedemann (Forum Freies Theater Düsseldorf Künstlerische Leitung, Geschäftsführung), Milo Rau (Intendanz Wiener Festwochen), Constanza Macras (Choreografin), Holger Bergmann (Geschäftsführung Fonds Darstellende Künste, Mentor), Gregor Hotz (Geschäftsführer Musikfonds), Eva Meckbach (Schauspielerin), Sophie Becker (Künstlerische Leitung SPIELART), Ingrida Gerbutavičiūtė (tanzhaus nrw Intendanz), Anna Wagner, Marcus Droß (Künstler*innenhaus Mousonturm Intendanz und Geschäftsführung), Alexander Weise (Schauspieler), Alison Schuhmacher (Schauspieler*in), Oska Borcherding (Schauspieler), Philipp Leinenbach (Schauspieler, Comedian), Jill Weller (Schauspielerin), Henri Maximilian Jakobs (Musiker, Schauspieler), Eloain Lovis Hübner (Komposition, Musiktheater, Kuration), Lucien Lambertz (Dramaturgie, Kuration Kampnagel), Silvia Fehrmann (Kulturmanagerin), Stefan Hilterhaus (PACT Zollverein Künstlerische Leitung, Geschäftsführung), Claudia Schmitz (Direktorin Deutscher Bühnenverein), Nina Tecklenburg (Interrobang), Andreas Dorau (Musiker), Jan Werner (Mouse on Mars), Carena Schlewitt (HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Intendanz und Künstlerische Leitung), Tucké Royale (Regisseur, Professor für Creative Writing), Dr. Joy Kristin Kalu (Dramaturgin, Professorin UdK Berlin), Brigitta Muntendorf (Komponistin), Dominique Horwitz (Schauspieler), Tabea Zimmermann (Musikerin), Gordon Kampe (Komponist, Präsident der Gesellschaft für Neue Musik), Lucas Fels (Arditti Quartet), Decoder Ensemble (Band für aktuelle Musik Hamburg), andcompany&Co (Alexander Karschnia, Nicola Nord, Sascha Sulimma, Caroline Farke), Manos Tsangaris (Komponist, Präsident der Akademie der Künste Berlin), Igor Levit (Pianist), Nadin Deventer (Künstlerische Leiterin Jazzfest Berlin), Sebastian Rudolph (Schauspieler), Helmut Lachenmann (Komponist), Ariel Efraim Ashbel (Künstler*in), Andrea Niederbuchner, Jens Hilje (sophiensaele), Mateusz Szymanówka (Dramaturgie Tanz Sophiensaele, Künstlerische Leitung Tanztage Berlin), Dietmar Schwarz (lntendant Deutsche Oper Berlin), Ersan Mondtag (Regisseur), Lisa Jopt (Präsidentin GDBA), Phillipp Ruch (Zentrum für politische Schönheit), Nikolaus Müller – Schöll (Professor für Theaterwissenschaft, Goethe-Universität Frankfurt/M.), Godehard Giese (Schauspieler), Sivan Ben Yshai (Autorin)“

Zur Petion geht es hier: Petition

 

 

 

 

 

 

 

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Sieben Buchhandlungen auf der Shortlist https://www.tiefgang.net/sieben-buchhandlungen-auf-der-shortlist/ Fri, 12 Jul 2024 22:14:14 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=11021 [...]]]> Seit 2014 ehrt die Behörde für Kultur und Medien alle zwei Jahre besonders engagierte inhabergeführte Buchhandlungen mit dem Hamburger Buchhandlungspreis.

2024 werden drei Buchhandlungen ausgezeichnet und erhalten ein Preisgeld von je 5.000 Euro. Die Jury hat jetzt sieben Buchhandlungen für die Shortlist nominiert.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Gerade in unseren turbulenten Zeiten ist es nur gut, dass die Buchhändlerinnen und Buchhändler für jede Lebenslage, für jede gesellschaftliche Frage das richtige Buch zur Hand haben. Während heute allzu oft überschnell geurteilt wird, finden wir in den Buchhandlungen den Sachverstand, die Empathie und das Herzblut der Experten und Expertinnen, um uns ein fundiertes Bild zu machen. Noch dazu sind die Buchhandlungen oft kulturellen Anlaufstellen in den Stadtteilen. Sieben von ihnen stehen jetzt auf der Shortlist – mitgedacht haben wir alle Buchhandlungen von Blankenese bis Jenfeld, von Duvenstedt bis Neugraben, die alle großartige Arbeit leisten.“

Torsten Meinicke, Buchladen in der Osterstraße und Preisträger 2022: „Nicht wenige von uns bezeichnen die Arbeit im Buchhandel als ihren Traumberuf. Das schadet auch nicht, sind doch Entlohnung und Arbeitszeiten meist alles andere als traumhaft. Umso glücklicher waren meine wunderbare Kollegin Bettina Wittich und ich – und auch ein wenig stolz -, als uns 2022 der ,Hamburger Buchhandlungspreis‘ verliehen wurde. Und das Buchladenkonto hat es auch gefreut.“

Aus den Nominierungen der Jury, bestehend aus Dr. Thomas Andre (Hamburger Abendblatt), Dr. Antje Flemming (Behörde für Kultur und Medien), Torsten Meinicke (Buchladen in der Osterstraße, Preisträger 2022), Prof. Dr. Rainer Moritz (Literaturhaus Hamburg), Volker Petri (Börsenverein des deutschen Buchhandels), Frauke Untiedt (Bücherhallen Hamburg) und Katja Weise (NDR Kultur), ergibt sich folgende Shortlist:

  • Felix Jud Buchhandlung Antiquariat Kunsthandel (Neustadt) / Felix Jud Bookstore (Rotherbaum)
  • Buchhandlung Lüdemann (Wilhelmsburg)
  • Der Buchladen Bettina Meyer (Neugraben)
  • Frau Büchert (Rotherbaum)
  • Buchhandlung Wassermann (Blankenese)
  • Buchhandlung Ulrich Hoffmann (Barmbek)
  • Buchhandlung Samtleben (Uhlenhorst)

Welche drei Buchhandlungen sich über die Auszeichnung freuen dürfen, wird während der Abschlussveranstaltung der „Langen Nacht der Literatur“ am 7. September 2024 ab 21:30 Uhr im Café Liebermann in der Hamburger Kunsthalle verkündet.

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Kids, Quiz und Comedy https://www.tiefgang.net/kids-quiz-und-comedy/ Fri, 01 Mar 2024 23:09:36 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=10633 [...]]]> Die SuedLese-Literaturtage im Süden Hamburgs gehen in die 2. von vier Lesewochen. Geboten wird Lesestoff für Kids, allerlei Angebote zum Selbstschreiben und -machen aber auch Quiz, Comedy und Poesie …

Das Programm der zweiten SuedLese-Woche:

Mo., 11. Mrz, 10 Uhr: Birte Müller – Die Kartoffel und der Sinn des Lebens (Lesung und Kartoffeldruck-Werkstatt); Eintritt frei! (ab 6 J.)

Bücherhalle Harburg, Eddelbüttelstraße 47a, 21 073 HH-Harburg

Wie oft hören wir als Kinder oder Erwachsene die Worte »Du musst …!« Aber müssen wir wirklich die festgelegten Erwartungen anderer immer erfüllen?

In Birte Müllers Geschichte folgt eine kleine Kartoffel nicht ihrem vorgegebenen Weg in die Kartoffelsuppe, sondern hüpft über den Tellerrand, um zu sehen, was andere so mit und aus ihrem Leben machen.

Im Anschluss an die Lesung können die Kinder selbst ein Buch mit Kartoffeln drucken.

Für eine Schulklasse ab Klasse 1

Birte Müller wurde 1973 in Hamburg geboren, wo sie auch heute als Bilderbuchillustratorin, Autorin und Kolumnistin arbeitet.

 

Mo., 11. Mrz., 10 Uhr, Kai Pannen – Zombert (ab 6 J.), Eintritt frei!

Bücherhalle Neugraben, Neugrabener Markt 7, 21149 Hamburg

Eine Lesung für Schulklassen der Jahrgänge 1 und 2

2018 bekam Kai Pannen für sein Buch „Zombert und der mutige Angsthase“ den „Preuschhof-Preis für Kinderliteratur“, der jährlich in Hamburg-Wilhelmsburg für das beste Erstlesebuch vergeben wird. Seitdem ist die inzwischen fünfbändige Reihe um den sympathischen Zombie Lieblingslektüre bei Erstleser*innen. Die Kinder können sich auf einen abwechslungsreichen Vormittag freuen. Kai Pannen liest vor, zeichnet und Zombert zeigt wunderbar anschaulich, zu welchen praktischen Neukombinationen seine Körperteile als Zombie fähig sind.

Kai Pannen, Kinderbuchautor und Illustrator, ist geboren und aufgewachsen am Niederrhein und hat lange als Illustrator und Trickfilmer gearbeitet, u.a. auch für das Fernsehmagazin Plusminus. Seit 2015 arbeitet er überwiegend als Kinderbuchautor und illustriert natürlich seine Bücher selbst. 2017 wurde er auf der Leipziger Buchmesse als Lesekünstler des Jahres ausgezeichnet. „Mal naseweis und keck, mal knurrig oder gemütlich: Beim Vorlesen werden Kai Pannens Buchhelden so lebendig, dass Jungen und Mädchen gebannt zuhören und staunen. Seine Erzählfreude und Kreativität beeindruckt Kinder und Erwachsene. Die Jury findet: Kai Pannen ist eine wirkliche Entdeckung und ein echter Lesekünstler“, so die Jury.

 

Louise Pelt liest in Buxtehude (Foto: Ines Marquet)

Mo., 11. Mrz., 19.30 Uhr, Louise Pelt – Die Halbwertszeit von Glück; Eintritt: 15,- €

City-Kino Buxtehude, Bahnhofstr. 11, 21614 Buxtehude

Kann Glück mehr als nur ein Augenblick sein? Paris 2019: Mylènes Glück steht eigentlich nichts mehr im Weg. Doch dann wird durch eine erschütternde Enthüllung ihre ganze Welt auf den Kopf gestellt. Mylène fragt sich: Kann man überhaupt glücklich sein, solange man nicht weiß, wer man ist?

DDR-Grenzgebiet 1987: Einsiedlerin Johanna findet im Wald ein 17-jähriges Mädchen und versteckt es vor den Grenztruppen. Dadurch wird sie unversehens mit einer Vergangenheit konfrontiert, von der sie glaubte, sie längst hinter sich gelassen zu haben. Aber auch Erinnerungen an vergangenes Glück kommen wieder hoch. Doch darf man irgendwann wieder glücklich sein, auch wenn die eigene Schuld zu groß ist? Los Angeles 2003: Bei einem Unglück ist Hollys Kollegin Jay ums Leben gekommen – und das nur, weil sie spontan für Holly eingesprungen ist. Von Schuldgefühlen geplagt, versucht Holly unter einem Vorwand, Jays Freund und Sohn etwas Glück zurückzugeben. Aber hätte auch sie selbst es verdient, wieder glücklich zu sein? Ergreifend und kunstvoll verknüpfte Geschichten von drei starken Frauen erzählt mit kraftvoller, klarer Sprache.

Louise Pelt, Jg. 1982, in Hamburg geboren, bereiste mit dem Kinderopernchor früh die Welt, studierte Anglistik und Germanistik und schrieb für Film und Theater. „Die Halbwertszeit von Glück“ schrieb sie als Roman, obwohl vieles und viele dagegensprachen. Vielleicht ist Mut ihre größte Superkraft – auf jeden Fall aber hat er ihre schönste Geschichte hervorgebracht. Sie lebt mit ihrer Familie zwischen Alster und Elbe.

 

Die., 12. Mrz. 2024 18-20 Uhr Literatur-Quiz mit Cornelia von der Heydt, (ab 14 J.), Eintritt frei!

Hinzimmer, Hinzeweg 1, 21075 HH-Heimfeld,

Während der Suedlese ist Harburg bevölkert mit literaturbegeisterten Leser:innen. Und da man manchmal von dieser Begeisterung ein bisschen ausruhen, und das viele Wissen, das man so angesammelt hat, teilen möchte, laden wir Alle sehr herzlich zu einem Literatur-Quiz ein. Es wird ein lustiger Abend, kurzweilig, mit ein bisschen Wettbewerb, denn am Ende winken zwei schöne Preise für 1. und 2. Gewinner:in. Frage-Beispiel: Welcher deutsche Schriftsteller und welche deutsche Schriftstellerin haben jeweils als erste den Literaturnobelpreis bekommen? In welchem seiner Bücher beschreibt Günter Grass eine verheerende Schiffskatastrophe?

Für Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren. Eintritt frei, Anmeldung erforderlich.

 

Do, 14. Mrz. 2024, 17-19 Uhr Lesung des Young Writers Club „Jetzt sind wir dran!“

Hinzimmer, Hinzeweg 1, 21075 HH-Heimfeld, Teilnahme kostenfrei

Die literarische Wundertüte – Lesung für Neugierige und Talentsucher jeden Alters

Autoren und Autorinnen des Young Writers Club der Fantastischen Teens präsentieren frische Texte aus ihrer Schreibwerkstatt vom 7. März. Bunt, überraschend, gedankenvoll, heiter.

Seit fast zwei Jahren versammeln sich im Young Writers Club der Fantastischen Teens junge Talente zum Austausch über das Geschichtenerzählen. Regelmäßig entstehen dabei auch kurze Texte von überwältigender Schönheit zu einem spontan gesetzten Thema. Sie beschäftigen sich mit kleinen oder großen Dingen des Lebens, erzählen von Nebensachen oder Wesentlichem, schaffen Raum für Phantasie – und das an immer wieder neuen Orten.

 

Do., 14. Mrz, 18Uhr: Regine Seemann – Bitterkaltes Land, Eintritt frei!

Freizeithaus Kirchdorf, Stübenhofer Weg 11, 21109 HH-Kirchdorf

In der Walpurgisnacht feiert die Mordbereitschaft 5 die Hochzeit ihres Chefs Thorsten Fock mit der Polizeipsychologin Katharina Meyer-Paretzki. Auf dem Rückweg von der Party müssen Banu Kurtoğlu, Stella Brandes und ihre Kollegen einen Umweg nehmen und stoßen im Wald auf ein brennendes Haus. Todesopfer: die Journalistin Viktoria Beck. Obwohl die Mitarbeiter der M5 eigentlich am nächsten Tag frei haben, bestehen sie darauf, den Fall zu übernehmen. Der erste Verdacht fällt auf Becks Ex-Mann, denn er wurde am Abend des Brandes in der Nähe gesehen. Eine andere interessante Fährte: in den Aufzeichnungen der Journalistin gibt es Hinweise auf eine Familie, die sich von Hexenzauber verfolgt fühlt. Und auch eine Kinderpflegerin, die einem Dutzend Kindern das Leben gerettet hat, war Ziel ihrer Recherchen. Beide Geschichten verbindet ein Schauplatz: das Alte Land. Und so tauchen die Ermittlerinnen ein in die Atmosphäre dieser einzigartigen Landschaft, deren Vergangenheit ein grauenvolles Geheimnis birgt.

SuedLese-„Stamm-Autorin“ Regine Seemann, Jg., 1968, lebt mit Ehemann, Sohn und einem Rudel Katzen nahe der Fischbeker Heide, hat Deutsch und Biologie auf Lehramt studiert und arbeitet seit mehreren Jahren als Schulleiterin einer Hamburger Grundschule, was ähnlich spannend ist wie Krimis schreiben. Ihr Interesse an der Geschichte ihrer Heimatstadt spiegelt sich in ihren Krimis wider, die neben der Handlung in der Gegenwart auch immer ein Stück Hamburger Vergangenheit aufgreifen. www.regine-seemann.de

 

Fr., 15. Mrz., 18 Uhr – Gesammelte Werke – eine poetische Zeitreise, Eintritt frei!

Kulturwohnzimmer, Lüneburger Str. 1a, 21073 HH-Harburg

Wir wollen den Blick auf die Zukunftsvisionen von gestern legen: Im magischen siebten Jahr des Kulturwohnzimmers schauen wir uns an, was für Texte in dieser Zeit entstanden sind, wie utopische Ideen sich zu real Gelebtem entwickelt haben und was die Zukunft so bringen mag. Angereichert mit den Inhalten aus vier Ausgaben unartig.harburg Magazin und gerahmt durch musikalische Auftritte sowie lyrische Beiträge auf der Open Stage, wird dieser Abend im Stadtteilatelier “Kulturwohnzimmer” gewohnt gemütlich, bunt, lustig und experimentell. Nach Möglichkeit In- und Outdoor. Es gibt Lesungen, Open Stage, Community, Kunst und Musik mit open end. www.kulturwohnzimmer.de

 

Fr., 15. Mrz., 19 Uhr: Burbach, Baudy & Baudy – Am Rand der Stille – Poetische Prosa- und Lyrik, Eintritt frei

Samtgemeindebücherei Jesteburg / Heimathaus Jesteburg, Niedersachsenplatz 2, 21266 Jesteburg, www.jesteburg.de/leben-bei-uns/buecherei/

Die im Wechsel von den drei Autor:innen vorgetragenen Prosa- und Gedichttexte lassen ein kunstvolles Sprachgeflecht zu menschlichen Beziehungen sowie unserem Unterwegssein in inneren und äußeren Landschaften entstehen.

Die Lesung führt mit „Weitester Himmel“ an besondere Orte, etwa in die Wüste, in die der 11-jährige Jan seine Traumreise unternimmt. Oder in den Südwesten der USA, wohin die Malerin Carla nach dem Tod ihres Mannes geflohen ist und von ihrer alten Freundin Maleen aufgespürt und zu einem neuen Leben verführt wird. Oder an einen skurrilen Rand der Welt, einem Ort zwischen Traum und Wirklichkeit. Dazu mischen sich lyrische Betrachtungen von Gisela Baudy und Christian Baudy aus ihren Lyrikbänden „Worthaut“, „Blaues Ufer“ und „Blättern unter Bäumen – Haikus und andere Gedichte“. Während der Lesung sind auch illustrierende Malereien von Christian Baudy aus den Gedichtbänden zu sehen.

Ulrike Burbach ist freischaffende Künstlerin in den Bereichen Literatur, Malerei und Tanz, arbeitete als freie Mitarbeiterin beim Hamburger Abendblatt, schrieb für einen Arbeitskreis hochbegabter Frauen und ist heute in der Leseförderung tätig. Mittlerweile liegt ihr zweiter Erzählband Weitester Himmel vor.

Gisela Baudy liebt Dramen, Märchen und sozialkritische Filme. Nach langjähriger Verlagstätigkeit arbeitet sie heute als freie (Online-) Journalistin im „grünen Bereich“ und veröffentlicht Gedichte, Aphorismen, Kurzgeschichten und (Natur-) Fotos in verschiedenen Medien.

Christian Baudy arbeitet freiberuflich als Online-Journalist, Bildungsakteur und Übersetzer. Er liest, malt und fotografiert gern und schreibt Gedichte, Kurzgeschichten und Kinderbücher – auf Deutsch und Englisch.

Fr., 15. Mrz., 20 Uhr: Tanja Drecke / Anja Schubert – Literarische Häppchen, Eintritt: 15,- €

Buchhandlg. SCHWARZ auf WEISS, Ritterstr. 9, 21614 Buxtehude

Buchhändlerinnen Tanja Drecke und Anja Schubert stellen die neuesten Bücher vor, die uns sie am Anfang des Jahres begeistert haben. Und: die Literaturleckerbissen werden kulinarisch begleitet!

Ob Krimi, Liebesroman oder Zeitgenössisches – Die beiden Buchhändlerinnen nehmen Sie mit auf eine Reise durch die Neuerscheinungen und Lieblingsbücher des letzten Jahres.

Die Plätze sind begrenzt, daher wird um Anmeldung gebeten.

 

 Sa., 16. März 2024, 10-14 Uhr, Online-Kursus: Bina Noss – Schreibwerkstatt: Schreibzeit – Inspiration, Impulse, Feedback; Gebühr: 31,- €

VHS Wilhelmsburg im Bildungszentrum Tor zur Welt, Haus A, Krieterstraße 2 A, 21109 HH-Wilhelmsburg; www.vhs-hamburg.de

 Kompakt und komprimiert – drei Stunden gemeinsam kreativ schreiben mit konkreten Impulsen, unsere Texte vorlesen, die Texte der anderen hören, uns gegenseitig inspirieren. Die praktischen Schreibübungen helfen uns, die handwerklichen Fähigkeiten des Kreativen Schreibens weiterzuentwickeln und neue Anregungen zu erhalten.

Dieser Online-Kurs findet mit ZOOM Meeting statt (www.zoom.us).

Bina Noss studierte Kommunikationsdesign mit dem Schwerpunkt Audiovisuelle Medien. Sie arbeitet als freie Künstlerin und Theaterpädagogin in Hamburg und NRW. Bei der VHS Hamburg bietet sie verschiedene Online-Schreibkurse an.

Den Link zum Kurs teilen wir Ihnen frühestens zwei Tage vor Kursbeginn per E-Mail mit.

Anmeldung erforderlich, Kursnummer 0554MMW15 unter vhs-hamburg.de oder Tel. 428414284

 

Sa., 16. Mrz, 10-15.15 Uhr: Anke Wistinghausen – Kreatives Schreiben zur Ästhetik des Wabi-Sabi; Gebühr: 38,- € / Erm. Siehe unter www.vhs-hamburg.de

VHS-Zentrum Harburg Carrée, Eddelbüttelstraße 47a, 21075 HH-Harburg

In diesem Kurs lenken wir den Fokus unserer kreativen Texte auf Wabi-Sabi, der Schönheit im Makel. Diese Ästhetik steckt hinter der japanischen Kintsugi-Philosophie und bedeutet, die Schönheit im Vergänglichen, Alten oder Fehlerhaften zu verstehen. So ist eine zerbrochene Teeschale nicht weniger kostbar als eine makellose, neue Schale. Im Gegenteil: Die zerbrochene Schale kann durch ihre Restauration einen einzigartigen neuen Status von großem Wert bekommen.

Anhand unterschiedlicher Übungen des intuitiven und kreativen Schreibens lassen wir uns von der Magie der neuen Schönheit der alten Dinge inspirieren. Wer möchte, darf vorlesen und wertschätzendes Feedback wird geübt.

Bitte Schreibutensilien (Papier und Stift oder Laptop) mitbringen.

Anke Wistinghausen ist Autorin und Mitglied im Bundesverband junger Autoren und Autorinnen (BVjA) e.V. Als ausgebildete Buchhändlerin und Buchhandelsfachwirtin war sie viele Jahre in der deutschen Verlagsbranche tätig. Seit früher Jugend ist sie ehrenamtlich im Kinder- und Jugendbereich aktiv. Aktuell als ausgebildete Beraterin in der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Hamburg e.V. Weiterhin reisend und schreibend die Welt entdecken ist ihr wichtigstes Credo.

Anmeldung mit Kursnummer O10552SHH08 unter www. vhs-hamburg.de oder Tel. 428 41 4284

 

Sa., 16. Mrz., 19 Uhr: Ulrich Lubda / Łucja Wojdak – Von Swinemünde bis Auschwitz, Eintritt frei / Spende erbeten!

Alles wird schön e.V., Friedrich-Naumann-Str. 27, 21075 HH-Heimfeld

Ze Świnoujścia do Oświęcimia, Śledź Północny nadal płynie.
Von Swinemünde bis Auschwitz, Śledź Północny schwimmt weiter.
In einer musikalisch-szenischen Lesung inszenieren Ulrich Lubda (Text) und Łucja Wojdak (Cello) zwischenpolnische Impressionen und Reisenotizen eines halbmöglichen Juden.
Der im Landkreis Harburg lebende und arbeitende Ulrich Lubda (Autor, Übersetzer, Künstler) liest, und die Danziger Jazzerin Łucja Wojdak improvisiert am Cello.

 

Comedy und Kurzgeschichten: Heinrich & Micha kommen ins Stellwerk

So., 17. Mrz., 18.30 Uhr: Heinrich & Micha – Comedy & Kurzgeschichten, Eintritt frei / Spende erbeten!

Stellwerk HH, im Bahnhof HH-Harburg über Fernzuggleis 3, 21079 HH-Harburg

Nach den großen Erfolgen in der Rendsburger Kultur Schlachterei machen die beiden Hobbyautoren Heinrich & Micha nun den ganzen Norden unsicher. Nach bereits einem Jahr sind die beiden Wortakrobaten in ihrer Heimatstadt in aller Munde und mittlerweile auch regelmäßig in der lokalen Presse und im lokalen Fernsehen von Kiel-TV und Flensburg-TV mit ihren Shows und Lesungen zu sehen. Während Heinrich skurrile und überraschende Kurzgeschichten schreibt, beackert Micha den Bereich feinster Comedy und Satire. Genau diese Mischung ist es, die fesselt und fasziniert. Ein Abend voller Überraschungen mit Tiefsinnigkeit und Blödsinn. Das sollte man sich nicht entgehen lassen.

 Heinrich, Jg. 1974 und Micha, Jg. 1982, wohnen beide in Rendsburg und haben sich nicht gesucht, aber für eine Zusammenarbeit gefunden, denn beide verbindet die Leidenschaft für das Schreiben.

 

Weitere Informationen

Das gesamte Programm der 9. SuedLese Literaturtage finden Sie online unter www.suedlese.de.

Die SuedLese Literaturtage werden gefördert von der Behörde für Kultur und Medien Hamburg, den Bezirken HH-Mitte und HH-Harburg sowie zahlreichen Anzeigenkunden.

Wir laden Sie herzlich ein, die 9. SuedLese Literaturtage zu besuchen und die Vielfalt der Literatur zu erleben!

#SuedLese #Literatur #Hamburg #SuedLese2024

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Eine halbe Million für Projekte der Freien Szene https://www.tiefgang.net/eine-halbe-million-fuer-projekte-der-freien-szene/ Fri, 28 Apr 2023 22:16:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=9920 [...]]]> Mit 500.000 Euro unterstützt Hamburg im Rahmen des Elbkulturfonds Hamburger Künstler*innen, Gruppen und nicht-kommerzielle Projekte aus allen Bereichen der freien Kunst- und Kulturszene.

Im Fokus stehen insbesondere spartenübergreifende Projekte sowie Kooperationen verschiedener national und international agierender Künstler*innen der Freien Szene. Projektanträge können ab sofort bis zum 1. Juni 2023 online eingereicht werden.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Der Elbkulturfonds hat sich zu einem guten Instrument entwickelt, um vielfältige Projekte der Freien Szene umzusetzen. Besonders freuen wir uns, dass viele spartenübergreifende Projekte dazu führen, dass sich Hamburger Künstler*innen auch international vernetzen und Grenzen hinter sich lassen. Mit den Projekten entstehen Bündnisse, die weit über Hamburgs Deiche hinausgehen und mit denen wir die Welt nach Hamburg einladen. Mit dem Elbkulturfonds entstehen viele unterschiedliche Formate, die Zukunft entwerfen, den Krisen trotzen, bestehende Verhältnisse in Frage stellen und mutige Visionen teilen.“

Es werden Projekte der Sparten Bildende Kunst, Literatur, Musik, Tanz, Theater, Performance, Video, Fotografie, Kunst im öffentlichen Raum und Design gefördert – gerne auch spartenübergreifend. Ziel ist die Entwicklung und Vernetzung der Freien Szene Hamburgs mit überregionalen und internationalen Projekten und Künstler*innen. Eine fünfköpfige, unabhängige Jury entscheidet anschließend um die Vergabe der Fördergelder für 2024. Das Fördervolumen liegt pro Projekt in der Regel bei 50.000 bis 100.000 Euro.

Die Behörde für Kultur und Medien begrüßt ausdrücklich Bewerbungen von Künstler*innen mit motorischen, visuellen, auditiven oder kognitiven Einschränkungen sowie Anträge, deren Projekte die kulturelle Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen ermöglichen oder fördern.

Projektanträge können ab sofort über das Online-Portal Bewerbung – Elbkulturfonds Hamburg eingereicht werden. Antragsschluss ist Donnerstag, der 1. Juni 2023.

Aktuell ist das digitale Antragsverfahren leider nicht vollständig barrierefrei. Bitte kontaktieren Sie uns bei Bedarf per Email an elbkulturfonds@bkm.hamburg.de, damit wir Sie bei der Antragstellung entsprechend unterstützen können.

Informationen zu den Förderkriterien des Elbkulturfonds, Antragsunterlagen, bisher geförderten Projekten und zur Jury finden Sie unter www.elbkulturfonds.hamburg.

 

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Wer will in die Villa in L.A.? https://www.tiefgang.net/wer-will-in-die-villa-in-l-a/ Fri, 10 Mar 2023 23:27:56 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=9778 [...]]]> Noch bis 30. März 2023 können sich Künstler*innen aus Literatur, Komposition und Film für einen Aufenthalt in Los Angeles bewerben.

Für einen Aufenthalt in der Villa Aurora im Jahr 2024 können sich Künstler*innen der Bereiche Literatur, Komposition und Film bis Ende März bewerben. Das ehemalige Exil-Wohnhaus von Lion und Marta Feuchtwanger in Los Angeles dient jährlich bis zu 20 Stipendiat*innen für jeweils bis zu drei Monate als Wohn- und Arbeitsstätte. Während Lion Feuchtwanger als einer der meistgelesenen Autoren des 20. Jahrhunderts gilt, dessen Roman Die Geschwister Oppermann erst kürzlich von Joshua Cohen in der New York Times als eines der letzten Meisterwerke deutsch-jüdischer Kultur bezeichnet wurde, hatte Marta Feuchtwanger als Kritikerin und Lektorin ihres Mannes maßgeblichen Anteil an seinem literarischen Erfolg und trat außerdem als Aktivistin und Salonistin in Erscheinung. Mehr als 400 Künstler*innen waren seit 1995 Stipendiat*innen an der Villa Aurora. Inspiriert wurden sie in ihrer dortigen Arbeit von der dynamischen US-amerikanischen Kultur, der einzigartigen kalifornischen Landschaft, den zahlreichen Spuren deutscher Exilant:innen in Los Angeles oder den vielen anderen Künstler*innen, die mit ihnen in der Villa Aurora gelebt und gearbeitet haben.
Die Bewerbungsfrist für Stipendien im Jahr 2024 ist der 30. März 2023. Weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren sowie die Bewerbungsunterlagen können auf www.vatmh.org abgerufen werden.

Villa Aurora & Thomas Mann House e. V. fördert als unabhängiger und parteipolitisch ungebundener Mittler der Bundesrepublik Deutschland den geistigen und kulturellen Austausch zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika.
Der Verein vergibt Stipendien in den beiden Residenzen Villa Aurora und Thomas Mann House in Pacific Palisades, einem Stadtteil von Los Angeles im US-Bundesstaat Kalifornien, und veranstaltet Kulturprogramme in den Vereinigten Staaten und in Deutschland. Er hält die Erinnerung an die europäische Exilgeschichte in Kalifornien wach, vermittelt ein zeitgemäßes, vielfältiges Deutschlandbild und ermöglicht ein gemeinsames Nachdenken über gesellschaftliche, kulturelle und politische Herausforderungen.

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Warum Gedichte? https://www.tiefgang.net/warum-gedichte/ Sat, 21 Jan 2023 11:44:25 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=9665 [...]]]> Sind Gedichte out oder zu mühsam? Unsere Autorin sagt nein. Aus gutem Grund …

von Ulrike Burbach

Viele Menschen machen um Gedichte einen Bogen. Oft werden diese für irgendwie unzeitgemäß gehalten, zu poetisch verklausuliert in unserer rationalen Zeit, es gilt als mühsam, sich mit ihnen auseinanderzusetzen.

Dass sich diese Mühe lohnen kann, dass Gedichte uns bereichern und in andere Welten versetzen können, möchte ich beispielhaft an dem folgenden Gedicht zeigen. Geschrieben hat es Stefan George.

Der Herr der Insel
Die fischer überliefern dass im süden
Auf einer insel reich an zimmt und öl
Und edlen steinen die im sande glitzern
Ein vogel war der wenn am boden fussend
Mit seinem schnabel hoher stämme krone
Zerpflücken konnte – wenn er seine flügel
Gefärbt wie mit dem saft der Tyrer-schnecke
Zu schwerem niedrem flug erhoben habe
Er einer dunklen wolke gleichgesehn.
Des tages sei er im gehölz verschwunden
Des abends aber an den strand gekommen
Im kühlen windeshauch von salz und tang
Die süsse Stimme hebend dass delfine
Die freunde des gesanges näher schwammen
Im meer voll goldner federn goldner funken.
So habe er seit urbeginn gelebt
Gescheiterte nur hätten ihn erblickt.
Denn als zum ersten mal die weissen segel
Der menschen sich mit günstigem geleit
Dem eiland zugedreht sei er zum hügel
Die ganze teure stätte zu beschaun gestiegen
Verbreitet habe er die grossen schwingen
Verscheidend in gedämpften schmerzenslauten.

Warum gerade dieses Gedicht?
Zum ersten Mal MUSSTE ich es lesen, in der Schule im Deutschunterricht. Von seinem Inhalt begriff ich damals nicht sehr viel, doch schlug es mich von Anfang an mit seiner ganz besonderen Sprache in seinen Bann. Hier verstand sich jemand meisterhaft auf sprachlichen Ausdruck.
Seitdem habe ich es (freiwillig) noch viele Male gelesen, denn seine Faszination ließ auch über die Jahre nicht nach. Gerade dieses Gedicht erinnert an Musik, an Klang und Rhythmus und spricht auf diese Weise etwas in uns an, das jenseits von reiner Informationsweitergabe und logischer Aussage liegt. Es fordert etwas in uns heraus, was mit unserer Fantasie zu tun hat, mit unserer Sinnlichkeit und Erlebnisfähigkeit. Ein Gedicht wie dieses können wir erfahren. Natürlich vermitteln Gedichte neben dem rein ästhetischen Erlebnis auch einen gewissen Inhalt. Und dies auf eine ganz besondere Weise; nämlich in Wörtern, die so dicht gepackt sind, wie sonst an keinem anderen Ort der Sprache. Hier ist tatsächlich unser Scharfsinn gefragt.
Um den Inhalt eines Gedichtes besser erschließen zu können, kann es ratsam sein, z.Bsp. Über Wikipedia schnell etwas über den Autor, die Zeit, in der er lebte und die literarische Epoche, der sein Werk angehört, in Erfahrung zu bringen.
Der Herr der Insel fällt in die Zeit des Symbolismus‘ (1890 – 1920). Diese literarische Phase lässt sich als Reaktion auf die damaligen Zeitumstände verstehen, auf die zunehmende Industrialisierung, den wachsenden technischen und wissenschaftlichen Fortschritt, auf die sich ausbreitende rationale und materielle Gesinnung in der Gesellschaft. Die symbolistischen Dichter sahen diese Entwicklung eher skeptisch. Deshalb wollten sie eine eigene Kunstwelt schaffen, eine gewisse Gegenwelt sozusagen, eine symbolische Version der Wirklichkeit. Dafür verwendeten sie eine besonders schöne, sinnliche und bildhafte Sprache, wofür Georges Gedicht sicher ein gutes Beispiel ist.

Stefan George (1868 – 1933) war zunächst stark von den französischen Symbolisten um Mallarmé beeinflusst, löste sich aber später davon und suchte eigene ästhetische und philosophische Wege. Doch lässt sich Der Herr der Insel, das 1894 entstand, sicher noch zu seiner symbolistischen Phase zählen. George war ein Sprachgenie, der sich mehrere Sprachen selbst beibrachte. Er litt unter seiner Homosexualität, die damals noch als völlig verwerflich galt. Die Nazis versuchten, ihn zu vereinnahmen, doch lehnte er dies ab. Tatsächlich hat er den Widerstand gegen die Nationalsozialisten um Stauffenberg inspiriert.
In menschlicher Hinsicht mag er gelegentlich fragwürdig gehandelt haben – dies können wir kritisieren – doch ist seine Kunst unabhängig davon zu bewerten. Einen Widerspruch zwischen Werk und Mensch müssen wir als Rezipienten aushalten.

Mit diesen Hintergrundinformationen wenden wir uns nun dem Gedicht selbst zu.

Im Mittelpunkt dieses Werkes stehen eine Insel von unglaublicher Schönheit und der sagenhafte Vogel, der sie bewohnt. Fischer berichten davon; im Text steht überliefern – ein Begriff, der gleich auf einen Zusammenhang mit Legenden und Mythen verweist. Diese Insel liegt im Süden, einer Region, mit der wir Wärme, Glück und Wohlergehen assoziieren. Die Vorstellung einer Insel ruft ein Bild von Weltabgeschiedenheit und Idylle hervor.
Und tatsächlich leben keine Menschen auf dieser Insel, sondern nur ein geheimnisvoller Vogel, der unglaublich groß (und wenn am boden fussend / Mit seinem schnabel hoher stämme kronen zerpflücken konnte) und gekleidet wie ein König ist (seine flügel / Gefärbt wie mit dem saft der Tyrerschnecke). Er überblickt ein Königreich voller natürlicher Schätze (zimmt, öl, edle steine, gehölze).
Doch besitzt er sein Reich auf eine ganz besondere Art. Nicht ohne Grund hat George dort keinen Menschen als Herrscher eingesetzt. Denn dieser märchenhafte Vogelkönig giert nach nichts, er beutet seine Insel nicht aus, sondern ist – ganz im Gegenteil – eins mit seiner Welt. Seine Größe ist nicht nur körperlicher Art, sondern ebenso Bild seiner Großzügigkeit, eines Reichtums auch in seiner Art zu existieren. Der Vogel belässt diese zauberhafte Insel so, wie sie immer gewesen ist (so habe er seit urbeginn gelebt).
Seine Sprache ist der Gesang, von dem Geschöpfe angezogen werden, die diese Sprache verstehen und lieben, die die Schönheit und Vollkommenheit der Umgebung zu schätzen wissen. Auch diese Wesen sind keine Menschen, sondern Delfine, von denen ebenfalls keine Bedrohung ausgeht (Die süsse stimme hebend dass delfine / Die freunde des gesanges näher schwammen / Im meer voll goldner federn goldner funken).
Über eine lange Zeit hinweg konnten nur Gescheiterte dieses Paradies erblicken, Menschen, die in ihrem Leben Schiffbruch erlitten haben und deshalb ihre Hoffnungen auf etwas Höheres setzen müssen. Als endlich die Menschen es schafften, zu dieser sagenhaften Insel vorzudringen, nehmen die Dinge ihren gewöhnlichen Lauf: nun ist es vorbei mit all dieser Herrlichkeit. Im letzten Augenblick nimmt der Vogel Abschied von ihr. Sein Tod vollzieht sich unbemerkt und ohne große Klage (Verscheidend in gedämpften schmerzenslauten). Die Menschen werden nie wissen, was sie angerichtet haben.
Das Gedicht besteht aus einer einzigen langen, 23 Zeilen umfassenden Strophe, in der der Inhalt in einer streng geformten Sprache dennoch auf das Anschaulichste präsentiert wird. Wir finden keine Reime vor, eine Zeile fließt inhaltlich in die nächste über, was man in der Fachsprache Enjambement nennt. Auf diese Weise wird der Leser fortlaufend durch das Geschehen gezogen bis hin zu seinem bitteren Ende.

Was hat uns dieses Gedicht heute noch zu sagen?

Zu Georges Zeiten hat es noch keine Umweltbewegung im heutigen Sinne gegeben und wir dürfen sein Anliegen nicht mit unseren derzeitigen verwechseln. Doch war George ein Naturliebhaber – vielleicht in einem etwas umfassenderen Sinne als in unserer aktuellen Konzentration auf den Naturschutz. In seinem Gedicht erscheint die Natur als eine alte Ordnung, die zu stören Unglück und Tod mit sich bringt. Zudem wollte der Dichter, der auf Menschen nicht gut zu sprechen war, auch etwas über die problematische menschliche Natur zum Ausdruck bringen, die Habsucht und Besitzgier, die zuviel von dem zerstört, das wir eigentlich in unserem eigenen Interesse erhalten müssten. In diesem Sinne halte ich das Werk für hochmodern.
Und was Gedichtinterpretationen anbelangt: könnten sie in einer ökologischeren und weniger materiell ausgerichteten Gesellschaft nicht eine sinnvolle Beschäftigung darstellen?

Literatur:
1) Hans Dieter Gelfert: Wie interpretiert man ein Gedicht? (Reclam)
2) Deutsche Gedichte, eine Anthologie (Reclam)
3) Wikipedia: Stefan George
4) Wikipedia: Symbolismus

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Raus! Nur Raus! https://www.tiefgang.net/raus-nur-raus/ Fri, 10 Jun 2022 22:20:12 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=9114 [...]]]> Im Corona-Sommer 2020 haben die Behörde für Kultur und Medien und das Literaturhaus Hamburg im Junius Verlag den Stadtführer „Raus! Nur raus! – Unterwegs zu Lieblingsorten der Hamburger Literatur“ herausgegeben.

53 Autorinnen, Übersetzer, Veranstalterinnen, Buchhändler und der Kultursenator zeigten in ihren sehr persönlichen Texten die mannigfaltigen Literaturorte der Stadt – darunter die Buchhandlung Lüders, den Silbersack, die U3, den Hammer Park, das Nachtasyl, Michelle Records und viele andere. Die bisher mit dem Buchverkauf erzielten Erlöse von 18.000 Euro kommen nun Hamburger Literaten und Literatinnen als sechs Recherchestipendien à 3.000 Euro zugute.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Auf den Erfolg des wunderbaren Stadtführers mit dem Titel ,Raus! Nur Raus!‘ folgt ein Stipendienprogramm, das Hamburger Autoren und Autorinnen ermöglicht, bei ihren Recherchen über den Tellerrand hinauszuschauen – das ist nur folgerichtig. Ich freue mich, dass der kleine feine Band nicht nur das Literaturnetzwerk in Hamburg gestärkt hat, sondern auch ein solcher Verkaufserfolg ist. Dass mit den Einnahmen nun Literatinnen und Literaten gefördert werden, ist eine Win-Win-Situation für die hiesige Literaturszene.“

Es werden je drei Stipendien für Herbst 2022 und Herbst 2023 ausgeschrieben. Förderungswürdig sind zum Beispiel Rechercheaufenthalte im In- und Ausland, Reise- und Hotelkosten, aber auch Kurse und Weiterbildungen, die als Grundlage für literarische Projekte dienen. Bewerben können sich alle in Hamburg lebenden, professionell arbeitenden Autorinnen und Autoren, Comiczeichnerinnen und -zeichner und literarische Übersetzerinnen und Übersetzer. Erwünscht ist eine gemeinsame Veranstaltung mit allen Stipendiaten und Stipendiatinnen, bei der Einblicke in die Projekte und die Recherchearbeit gewährt werden.

Die vollständige Ausschreibung gibt es unter www.hamburg.de/bkm/stipendien und unter www.literaturhaus-hamburg.de. Bewerbungsschluss für die Ausschreibungsrunde 2022 ist der 30. September 2022. Für 2023 erfolgt eine gesonderte Ausschreibung.

Der Stadtführer „Raus! Nur raus! – Unterwegs zu Lieblingsorten der Hamburger Literatur“ ist unter der Federführung von Dr. Antje Flemming und Dr. Carolin Löher entstanden. Er ist weiterhin im Buchhandel erhältlich.

https://www.junius-verlag.de/Programm/Hamburg-und-der-Norden/Raus-Nur-raus.html

ISBN 978-3-96060-534-8

 

 

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500.000 Euro für innovative Projekte der Freien Kultur-Szene https://www.tiefgang.net/500-000-euro-fuer-innovative-projekte-der-freien-kultur-szene/ Fri, 29 Apr 2022 22:36:46 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=8985 [...]]]> Mit 500.000 Euro unterstützt die Behörde für Kultur und Medien im Rahmen des Elbkulturfonds nicht-kommerzielle Projekte aus allen Bereichen der Kunst- und Kulturszene.

Freischaffende Künstlerinnen und Künstler können ihre Projektanträge bis zum 1. Juni 2022 online einreichen.

Es können Projekte aus den Sparten Bildende Kunst, Musik, Tanz, Performance, Architektur, Design, Fotografie und Literatur gefördert werden. All diese bilden die Vielfalt des künstlerischen Schaffens in der Kulturstadt Hamburg auf einzigartige Weise ab. Mit der Förderung von interdisziplinären Projekten werden zukunftsweisende, integrative und gesellschaftspolitisch relevante Ideen unterstützt, die sonst oft nicht realisiert werden könnten. Eine fünfköpfige unabhängige Fachjury entscheidet über die Vergabe der Förderung für 2023. Das Fördervolumen liegt pro Projekt bei ungefähr 50.000 bis 100.000 Euro.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Kunst hat die Kraft, Menschen miteinander in Kontakt zu bringen und sie Trennendes, vor allem aber Verbindendes erfahren zu lassen. Diese Kraft ist besonders in Zeiten wie diesen wichtig, denn sie kann uns die Bedeutung von Werten wie Demokratie, Frieden und Solidarität vor Augen führen. Es braucht Raum und Zeit, um darüber miteinander ins Gespräch zu kommen und, wichtiger noch: um miteinander im Gespräch zu bleiben. Wir laden die Künstlerinnen und Künstler der Hamburger Freien Szene ein, diese Räume mit ihren Projekten zu schaffen und unterstützen dies mit dem Elbkulturfonds.“

Der Elbkulturfonds steht für Teilhabe und richtet sich gegen Benachteiligung. Die Behörde für Kultur und Medien begrüßt ausdrücklich Bewerbungen von Künstlerinnen und Künstlern mit motorischen, visuellen, auditiven oder kognitiven Einschränkungen sowie Anträge, deren Projekte die kulturelle Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen ermöglichen oder fördern.

Projektanträge können ab sofort über das Online-Portal Bewerbung – Elbkulturfonds Hamburg eingereicht werden. Antragsschluss ist Mittwoch, der 1. Juni 2022.

Aktuell ist das digitale Antragsverfahren leider nicht vollständig barrierefrei. Bitte kontaktieren Sie uns bei Bedarf per Email an elbkulturfonds@bkm.hamburg.de, damit wir Sie bei der Antragstellung entsprechend unterstützen können.

Informationen zu den Förderkriterien des Elbkulturfonds, Antragsunterlagen, bisher geförderten Projekten und zur Jury finden Sie unter elbkulturfonds.hamburg.

 

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Queerer Tobak https://www.tiefgang.net/queerer-tobak/ Fri, 08 Oct 2021 22:23:31 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=8483 [...]]]> Von der Psychiatrie durch menschliche Abgründe über Transsexualität bis hin zu Kindheitserinnerungen: Durch diese Sammlung kurzer Geschichten des Debütanten Ingo S. Anders zieht sich ein roter Faden.

Je mehr man von ihnen liest, desto näher kommt man dem Wesen des Autors. Diese Texte und Fragmente, ob erfunden oder wahr, sind nicht stromlinienförmig, sie sind nicht artig, sondern eigen und auf ihre Art anders. Splitter für Splitter zeigen sie ein Bild von Ingo S. Anders.

Es ist sein Debut und schon mit seinem ersten Buch wartet Ingo S. Anders mit einer genrefreien Sammlung kurzer Geschichten auf, die es in sich hat: Szenen in der Psychiatrie, Gewalt, Missbrauch, enttäuschte Liebe und die Suche nach einer Identität, die in einer Geschlechtsangleichung mündet, sowie Einblicke in die entsprechende Szene und schließlich Kindheitserinnerungen entführen die Leser:innen auf eine sehr persönliche Reise in die Welt des Autors.

Ingo S. Anders – der Name des Autoren scheint auch programmatisch: Ingo schreibt anders. Mal hart, mal zart, oft queer, meist kurz. Und immer aus dem Bauch raus. Kurze Geschichten schreibt der 1980 geborene ehemalige Verwaltungsfachangestellte seit 2006. Sein Debüt »Tobaksplitter – Facetten meiner Persönlichkeit« ist eine Auswahl daraus. Darunter sind Texte aus der Zeit seiner Genesung von der bipolaren Störung. Mit der Kurzgeschichte »Freiwillig schwul werden?« erreicht der schwule Transmann beim Berliner Literaturpreis »Wortrandale 2020« in der Sparte Queer die Longlist.

Thema der durch eigene Erlebnisse inspirierten Texte ist immer wieder trans* – seine Psychiatrieerfahrungen halten sich zum Glück in Grenzen. In fiktiven Geschichten wird Ingo auch zum Täter.

Der Rheinländer hat im Hamburger Süden eine neue Heimat gefunden. Seit 2010 ist er verheiratet und sorgt gemeinsam mit seiner besseren Hälfte für zwei Katzen.

Das Buch: »Tobaksplitter – Facetten meiner Persönlichkeit«

erschienen im Selbstverlag

Druckbuch ISBN 9783754353301 Preis: 8,99 EUR

E-Book ISBN 9783754375525 4,99 EUR

ingoschreibtanders.blog

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Kultursommer Hamburg mit über 1.800 Veranstaltungen https://www.tiefgang.net/kultursommer-hamburg-mit-ueber-1-800-veranstaltungen/ Fri, 20 Aug 2021 22:00:27 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=8290 [...]]]> Vier Wochen lang haben Hamburgs Kulturveranstalterinnen und -veranstalter, Künstlerinnen, Künstler und Kreative die Hansestadt in einen regelrechten Kulturrausch versetzt. Mitte August nun endete der Kultursommer Hamburg.

Über 1.800 Veranstaltungen an rund 200 Orten in 55 Hamburger Stadtteilen fanden im Rahmen des Kultursommers statt. Die Abschlussveranstaltung zeigt, dass ein Abschluss auch ein Anfang sein kann: Das Philharmonische Staatsorchester Hamburg eröffnete am 14. und 15. August 2021 mit dem Rathausmarkt Open-Air die neue Konzertsaison 2021/22. Zugleich war die Vorstellung am 15. August um 20.30 Uhr der feierliche Abschluss des Kultursommers Hamburg. Generalmusikdirektor Kent Nagano dirigierte eine Hommage an Jacques Offenbach. Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher, Kultursenator Dr. Carsten Brosda und Kulturstaatsrätin Jana Schiedek besuchten das Konzert auf dem Rathausmarkt.

Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher: „Mit dem Kultursommer haben Kunst und Kultur in Hamburg einen Neustart erfahren. Mit über 1.800 Veranstaltungen in vier Wochen ist Hamburg kulturell wieder aufgelebt. Die Freude darüber ist in der ganzen Stadt zu spüren. Ich danke den Veranstaltern, den Künstlerinnen und Künstlern und allen anderen, die diesen Kultursommer unterstützt haben, sehr herzlich für ihr Engagement. In den nächsten Monaten stehen weitere Konzerte, Festivals und Kultur-Events auf dem Programm. Doch weiterhin gilt: Corona-Infektionsschutz ist wichtig, und den erreicht man am besten durch eine Impfung.“

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Ob Musik im Park, Oper am Hafen, Ausstellungen in Bahnhöfen oder Lesungen auf dem Alsterdampfer: In den letzten vier Wochen blieben in Hamburg kulturell keine Wünsche offen. Der Kultursommer Hamburg hat uns wieder spüren lassen, welche Kraft in der Kunst liegt. Über 100 kreative Projekte haben die gesamte Stadt erobert, Räume wieder geöffnet, in denen wir Kunst und Kultur gemeinsam erleben können, oder neue geschaffen. Ob geplant oder nicht, nahezu überall konnten Hamburgerinnen und Hamburger Kultur entdecken und sich in diesen wunderbaren Rausch versetzen lassen, den nur Kultur auslösen kann. Und dieser endet nicht mit dem Kultursommer, denn danach geht es weiter: Die Spielzeiteröffnungen der Theater und Konzerthäuser, die Festivals und Ausstellungshighlights versprechen einen kulturell ebenso berauschenden Herbst in der Hansestadt. Auch mit Blick auf diese Perspektive gilt: Impfen schützt die Kultur. Wer sich impfen lässt, sichert den Weg zurück in ein unbeschränktes unbeschwertes kulturelles Leben.“

Ausblick

Der Kultursommer Hamburg markiert den Anfang des Neustarts der Kultur nach dem langen Lockdown im Winter und Frühling 2020/2021. Mit dem umfangreichen Förderprogramm hat die Behörde für Kultur und Medien einen Impuls für den Neubeginn des kulturellen Lebens gesetzt. Künstlerinnen und Künstler sowie Kulturveranstalterinnen und -veranstalter haben eine Perspektive erhalten und konnten ihre Projekte realisieren.

Auch nach dem offiziellen Ende Mitte August sind noch einige Kultursommer-Veranstaltungen zu erleben (Termine unter www.kultursommer.hamburg). Und nach dem Kultursommer geht Hamburg einen weiteren Schritt in Richtung neue kulturelle Normalität: Die fortschreitende Impfkampagne macht es möglich, dass die Hamburger Kultureinrichtungen im August und September in die neue Spielzeit starten. Festivals wie das Reeperbahn Festival, das Harbour Front Literaturfestival und das Filmfest Hamburg stehen ebenfalls auf dem Programm für diesen Herbst.

Und auch das Jahr 2022 wird mit einem kulturellen Highlight beginnen: Am 11. Januar feiert die Elbphilharmonie ihren fünften Geburtstag.

Kultursommer Hamburg

Mit dem Kultursommer Hamburg feierte die Hansestadt vom 15. Juli bis zum 16. August 2021 den Neustart der Kultur. Unter dem Motto „Play out loud“ war in der ganzen Stadt die Vielfalt und Lebendigkeit der Kultur erlebbar. Die Behörde für Kultur und Medien hat ein umfangreiches Förderprogramm aufgelegt, durch das mehr als 100 Veranstaltungsformate aller Sparten in allen Hamburger Bezirken realisiert werden konnten. An rund 200 Orten fand ein vielfältiges Programm mit über 1.800 Veranstaltungen aus den Bereichen Musik, Kunst, Film, Literatur, Theater, Kinder- und Jugendkultur statt – zumeist unter freiem Himmel. Die Vielzahl der Spielorte erstreckte sich dabei vom Rathausmarkt bis zum Garten einer Kirchengemeinde – öffentliche Plätze und Parks wurden genauso bespielt wie ungewöhnliche Orte, darunter Alsterdampfer, Pontons auf dem Fleet oder Schaufenster.

Kultursommer Hamburg – Zahlen, Fakten, unnützes Wissen

  • 1.800 Veranstaltungen
  • in vier Wochen
  • in 7 Bezirken
  • und 55 Stadtteilen
  • mehr als 185.000 Besucherinnen und Besucher
  • rund 115 Kulturveranstalterinnen und -veranstalter
  • 5.700 Künstlerinnen und Künstler
  • an 200 Veranstaltungsorten
  • 25.000 Meter „Play out loud“-Flatterband
  • 3.000 verschenktes Kultursommer-Eis
  • 20 Quadratmeter „Play out loud“-Teppich …
  • … der an 5 Locations für die Kultur ausgerollt wurde
  • es fielen insgesamt ca. 74 Liter Regen pro Quadratmeter
  • es gab 168 Stunden Sonnenschein
  • Temperaturen erreichten Höchstwert von 28,6°C (25.07) und dem Tiefstwert von 10,6°C (20.07)

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