Marstall Winsen – Tiefgang https://www.tiefgang.net Kultur, Politik, Kulturpolitik und mehr Thu, 03 Mar 2022 15:34:12 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.5 Kunsthandwerk in Winsen https://www.tiefgang.net/kunsthandwerk-in-winsen/ Fri, 11 Mar 2022 23:27:15 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=8830 [...]]]> Der Österliche Kunsthandwerkermarkt im Museum im Marstall kann nach einigen abgesagten Märkten endlich wieder stattfinden. Am 19. und 20. März von 11 – 18 Uhr laden rund 45 Stände von Kunsthandwerkern zum Stöbern und Bummeln ein.

Schönes für den Frühling im Museum im Marstall – der Österliche Kunsthandwerkermarkt findet wieder statt. Frühling liegt in der Luft. Endlich ist wieder vieles möglich. Das Museum im Marstall lädt am 19. und 20. März, pünktlich zum Frühlingsbeginn, zum vorösterlichen Kunsthandwerkermarkt ein. Nach mehreren abgesagten Märkten freut sich das Museum, nun wieder Kunsthandwerker und Gäste im Museum im Marstall begrüßen zu dürfen. Jeweils von 11 bis 18 Uhr können sich Besucherinnen und Besucher im Winsener Marstall an schönen Dingen erfreuen und einkaufen.

Die Organisatorin Susanne Wenck organisiert seit vielen Jahren die Märkte, die vielen noch als „Kreativer Kreis“ bekannt sind. Auch in diesem Jahr konnte sie zahlreiche Kunsthandwerker anwerben, die den Besucherinnen und Besuchern ein vielfältiges Angebot unterbreiten.

Über alle vier Geschosse des Marstalls verteilt stellen rund 45 Kunsthandwerker ihre hochwertigen handwerklichen Erzeugnisse zum Schauen, Stöbern und Kaufen aus. Alle Waren sind garantiert selbstgefertigt. Bekannte Gesichter, wie zum Beispiel die Porzellanmalerin Brigitte Höfer, Renate Sasse mit ihren individuellen, handgeschriebenen Karten, Klaus-Jürgen Neuwirth mit gedrechselten Holzobjekten oder Marion Panckow mit schönen Loops und Dekorationen, werden dabei sein.

Ein Teil der Kunsthandwerker ist nach langer Zeit wieder oder zum ersten Mal im Marstall dabei. Unter anderem sind es Ernst-Dieter Hafner mit seinen Kunstobjekten aus Mooreiche und, passend zur Jahreszeit, Claudia Dambeck-Wolf mit wunderschönen Ostereiern. Aus der Region stellt sich Sabine Matschke mit ihren kunstvollen Schmuckarbeiten vor. Die verschiedensten Fädeltechniken lernte sie über viele Jahre in Kursen bei internationalen Künstlerinnen und Künstlern. Für die aufwändigen Stücke werden oft unterschiedliche Techniken kombiniert. Inspiriert wird Sabine Matschke durch aktuelle Trends, historische Filme und die Natur. Direkt aus Winsen kommt Margarita Zemar. Sie stellt ihre handgefertigte Mode vor. Individuelle Bestellungen sind möglich.

Selbstverständlich gibt es auch Stände mit Köstlichkeiten zum Probieren, unter anderem aus der Aroniabeere. Eine Liste mit allen teilnehmenden Kunsthandwerkern findet sich auf der Homepage des Museums unter www.museum-im-marstall.de.

Zum Verweilen lädt das Café mit hausgemachtem Kuchen im Saal des Museums ein. Für die Kinder gibt es ein kreatives Mitmachprogramm, bei dem mit dem Museumspädagogen Tammo Hinrichs kreative Eierbecher hergestellt werden können. Das Museum ist behindertengerecht, alle Stockwerke können bequem über einen Fahrstuhl erreicht werden. Der Eintritt kostet für Erwachsene 3 €. Kinder bis 18 Jahren und Mitglieder des Heimat- und Museumvereins haben freien Zutritt. Die Veranstaltung findet nach den aktuell geltenden Hygienerichtlinien statt.

Museum im Marstall, Schloßplatz 11, 21423 Winsen (Luhe); www.museum-im-marstall.de

 

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Autobohnbo vun Dibbersen no Sittens https://www.tiefgang.net/autobohnbo-vun-dibbersen-no-sittens/ Fri, 18 Jun 2021 22:31:36 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=8108 [...]]]>

Das Museum im Marstall bietet erstmals in diesem Jahr einen Vortrag in plattdeutscher Sprache an. Der Vortrag mit dem Titel „Autobohnbo vun Dibbersen no Sittens in de Johren 1934 bit 1936“ findet am Sonntag, den 27.6. von 14.30 bis 16 Uhr im Marstall statt.

Dr. Heinz Harms berichtet anhand von historischen Fotografien und Unterlagen über den Autobahnbau der 1930er Jahre. Der 1. Spatenstich für den Autobahnabschnitt von Dibbersen nach Sittensen erfolgte am 21. März 1934 in Hollenstedt. Bis zu 1500 Arbeiter aus ganz Deutschland wurden während der Bauzeit eingesetzt.

Die benötigten Baumaterialien wurden hauptsächlich mit der Bahn transportiert. Hollenstedt war der zentrale Umschlagsort für die Baustoffe. Ein Weitertransport zu den Baustellen erfolgte durch örtliche Fuhrunternehmen mit Gespannen oder mithilfe einer Feldbahn, deren Schienen je nach Bauabschnitt verlegt wurden. Nach 26 Monaten Bauzeit war die Autobahn zwischen Dibbersen und Sittensen fertig gestellt. Als erstes Teilstück in Norddeutschland wurde sie am 21.Mai 1936 eingeweiht.

Diese Bauzeit begleitete der Schwiegervater von Dr. Heinz Harms als Ingenieur in der Bauleitung. In einem Tagebuch dokumentierte er die Arbeiten mit Fotos. Anhand dieses Nachlasses erhalten die Besucher einen spannenden Einblick in die gut zwei Jahre dauernden Arbeiten an der Autobahn.

Der Vortrag wird in plattdeutscher Sprache gehalten. Die Pflege und Erhaltung der plattdeutschen Sprache ist dem Museum im Marstall ein wichtiges Anliegen. Nach dem bebilderten Vortrag besteht die Möglichkeit noch „düchtig to klönen“. Es besteht keine Test- oder Anmeldepflicht für die Besucher. Da es eventuell zu Einschränkungen in der Besucherzahl kommen kann, ist eine Anmeldung vorab möglich. Reservierungen nimmt das Museum im Marstall telefonisch unter 04171-3419 entgegen oder per Mail an info@museum-im-marstall.de.

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