Vortrag behandelt Autobahnbau der 30er in Plattdeutsch

Autobohnbo vun Dibbersen no Sittens

Na, gleich erkannt, welcher Abschntt der A1 es ist?

Das Museum im Marstall bietet erstmals in diesem Jahr einen Vortrag in plattdeutscher Sprache an. Der Vortrag mit dem Titel „Autobohnbo vun Dibbersen no Sittens in de Johren 1934 bit 1936“ findet am Sonntag, den 27.6. von 14.30 bis 16 Uhr im Marstall statt.

Dr. Heinz Harms berichtet anhand von historischen Fotografien und Unterlagen über den Autobahnbau der 1930er Jahre. Der 1. Spatenstich für den Autobahnabschnitt von Dibbersen nach Sittensen erfolgte am 21. März 1934 in Hollenstedt. Bis zu 1500 Arbeiter aus ganz Deutschland wurden während der Bauzeit eingesetzt.

Die benötigten Baumaterialien wurden hauptsächlich mit der Bahn transportiert. Hollenstedt war der zentrale Umschlagsort für die Baustoffe. Ein Weitertransport zu den Baustellen erfolgte durch örtliche Fuhrunternehmen mit Gespannen oder mithilfe einer Feldbahn, deren Schienen je nach Bauabschnitt verlegt wurden. Nach 26 Monaten Bauzeit war die Autobahn zwischen Dibbersen und Sittensen fertig gestellt. Als erstes Teilstück in Norddeutschland wurde sie am 21.Mai 1936 eingeweiht.

Diese Bauzeit begleitete der Schwiegervater von Dr. Heinz Harms als Ingenieur in der Bauleitung. In einem Tagebuch dokumentierte er die Arbeiten mit Fotos. Anhand dieses Nachlasses erhalten die Besucher einen spannenden Einblick in die gut zwei Jahre dauernden Arbeiten an der Autobahn.

Der Vortrag wird in plattdeutscher Sprache gehalten. Die Pflege und Erhaltung der plattdeutschen Sprache ist dem Museum im Marstall ein wichtiges Anliegen. Nach dem bebilderten Vortrag besteht die Möglichkeit noch „düchtig to klönen“. Es besteht keine Test- oder Anmeldepflicht für die Besucher. Da es eventuell zu Einschränkungen in der Besucherzahl kommen kann, ist eine Anmeldung vorab möglich. Reservierungen nimmt das Museum im Marstall telefonisch unter 04171-3419 entgegen oder per Mail an info@museum-im-marstall.de.

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