MWK https://www.tiefgang.net Sat, 31 Oct 2020 14:53:52 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1 „Kultur stiftet Gemeinschaft“ https://www.tiefgang.net/kultur-stiftet-gemeinschaft/ Fri, 31 Jul 2020 22:33:02 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=7143 [...]]]> Rund 125 000 Euro stellt das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) dem Landesverband Soziokultur Niedersachsen im zweiten Halbjahr 2020 für die Förderung von soziokulturellen Projekten und Strukturmaßnahmen zur Verfügung.

Das hat der Soziokulturbeirat im Landesverband Soziokultur jetzt entschieden. Das Geld fließt in 16 Vereine und Projekte der Soziokultur. Im ersten Halbjahr 2020 hatte das MWK bereits 1,2 Millionen Euro in Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen sowie Projekte und Strukturmaßnahmen der Soziokultur investiert.

„Kultur stiftet Gemeinschaft. Umso wichtiger ist es daher, auch in der Krise die Kultur verlässlich zu unterstützen und neue kreative Impulse zu ermöglichen“, so Minister Thümler.

Digitale und analoge Formate, die sich gegenseitig ergänzen, haben den Beirat des Landesverbands besonders überzeugt. Landesmittel in Höhe von rund 112.000 Euro werden 14 soziokulturellen Projekten in diesem Bereich zur Verfügung gestellt.

Der Verein musa aus Göttingen beispielsweise erforscht in einem Stadtteil mit hohem Entwicklungsbedarf gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern die Geschichte des Stadtteils, die Vorzüge und Interessen der Nachbarschaft und inszeniert gemeinsam mit der Bevölkerung verschiedene Projekte von Urban Gardening bis zu Symphonieorchester-Konzerten. Der Verein Piesberger Gesellschaftshaus in Osnabrück wiederum entwickelt für einen infrastrukturarmen Stadtteil Informations- und Austauschplattformen und besondere Aktionen, die das Gemeinschaftsgefühl im Stadtteil stärken sollen. Der Verein One World Ostheide bei Lüneburg ruft zum Dialog auf und sucht Geschichten von Älteren und Jüngeren, lädt ein, Jugendfotos und Selfies zu vergleichen und veranstaltet unter anderem intergenerative Singer-Songwriter-Workshops. Die Konzert- und Kulturfreunde Einbeck werden den in Einbeck geborenen Expressionisten Franz Cestnik mit vielfältigen Aktionen und unter Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger zurück ins öffentliche Bewusstsein holen.

„Soziokulturelle Angebote zu unterstützen, ist besonders in dieser Zeit der Pandemie elementar. Denn diese Projekte bieten auf vielerlei Weise an, sich gestaltend einzubringen und somit weg von einem Ohnmachtsgefühl die eigene Wirksamkeit zu erfahren: Die eigene Persönlichkeit wird gestärkt, Gemeinschaft erlebt und Kunst geschaffen“, sagt Marleen Mützlaff, Geschäftsführerin des Landesverbands Soziokultur Niedersachsen.

Mit der Strukturförderung des Landes Niedersachsen in Höhe von insgesamt 13.500 Euro werden soziokulturelle Vereine unterstützt, die mit bürgerschaftlichem Engagement die Region stärken. Ziel der Förderung ist es, ehrenamtliche Strukturen zu stärken – beispielsweise durch die Finanzierung von Minijobs. Davon profitieren der Verein Kaleidoskop in Bodenwerder und das Theaterpädagogische Zentrum in Braunschweig. Die Regionalberaterinnen und -berater des Landesverbands Soziokultur unterstützen die Vereine bei ihren jeweiligen Vorhaben.

Förderung der Soziokultur im Jahr 2021

 Um die Förderung aus Mitteln der Soziokultur können sich soziokulturelle Vereine und Zentren bewerben. Der Stichtag für die Projekt- und Strukturförderung und für die Förderung von Investitionen im Jahr 2021 ist der 15. Oktober 2020. Anträge für Projekte und Strukturförderung werden an den Landesverband Soziokultur, Anträge für Investitionen direkt an das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur gerichtet.

Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

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Kultur-Geschenke https://www.tiefgang.net/kultur-geschenke/ Fri, 20 Dec 2019 23:00:28 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=6194 [...]]]> Zur Weihnacht darf man sich gerne was wünschen. Das taten auch manche Kulturvereine und wurden nun beschenkt.

In der Mitteilung des niedersächsischen Kultusministers heißt es:

Kunstvereine konzipieren innovative Ausstellungsformate, entwickeln kreative Programme in der Kunstvermittlung und bieten zahlreichen jungen Künstlerinnen und Künstlern eine Plattform, um sich zu präsentieren. Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) unterstützt diese Arbeit 2020 mit insgesamt 900.000 Euro. 23 Kunstvereine in Niedersachsen profitieren von der Förderung.

„Die niedersächsischen Kunstvereine sprechen mit ihren partizipativen Formaten ganz unterschiedliche Zielgruppen an. Damit bringen sie die kulturellen Teilhabe und Vielfalt in ländlichen wie städtischen Regionen voran“, sagt der niedersächsische Kulturminister Björn Thümler. „Die geförderten Vereine arbeiten mit den unterschiedlichsten Vermittlungs- und Ausstellungsformaten – die Bandbreite reicht von der After Work-Party bis zum Leseclub mit Schulklassen.“

Die Fachkommission Kunstvereine berät das Land Niedersachsen bei der Auswahl der geförderten Einrichtungen. Die Mitglieder der Fachkommission Kunstvereine sind Susanne Titz (Leiterin Städtisches Museum Abteiberg, Mönchengladbach), René Zechlin (Leiter Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen), Thomas Thiel (Leiter Museum für Gegenwartskunst, Siegen), Rita Kersting (Stellvertretende Direktorin Museum Ludwig, Köln) und Ayşe Güleç (documenta 15, Kassel).“

Aus dem nördlichen  Niedersachsen erhalten nun die Kulturstiftung Schloss Agathenburg 12.000,- €, der Cuxhavener Kunstverein 9.000,- €, die Halle für Kunst Lüneburg 54.000,- €, der Oldenburger Kunstverein 27.000,- € und der Kunstverein Jesteburg 10.000,- €.

Quelle: www.mwk.niedersachsen.de

 

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Kulturelle Innovation https://www.tiefgang.net/kulturelle-innovation/ Fri, 28 Dec 2018 23:54:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4675 [...]]]> 900.000 Euro ist die Kunst dem land Niedersachsen nächstes Jahr wert. Die Förderung geht auch nach Agathen- und Jesteburg.

In der Mitteilung des Kulturministeriums heißt es:

„Kunstvereine spielen eine herausragende Rolle für die Präsentation und Vermittlung zeitgenössischer Kunst. Sowohl in den Städten als auch im ländlichen Raum Niedersachsens vermitteln sie einem breiten Publikum künstlerische und gesellschaftliche Themen. Insbesondere jungen Künstlerinnen und Künstlern bieten sie vielfältige Ausstellungsmöglichkeiten. Mit insgesamt 900.000 Euro fördert das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) im kommenden Jahr Ausstellungen und Vermittlungsprogramme von 23 niedersächsischen Kunstvereinen.

„Uns ist es ein großes Anliegen, zeitgenössische Kunst und ihren Dialog mit der Öffentlichkeit zu stärken. Mit ihren innovativen Ausstellungs- und Vermittlungsprogrammen fördern Kunstvereine das Verständnis für aktuelle Themen und Ausdrucksformen und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Innovationsfähigkeit und Attraktivität Niedersachsens“, sagt der niedersächsische Kulturminister Björn Thümler.

Gefördert werden Ausstellungsprogramme, die eine hohe Qualität haben und eine qualifizierte Vermittlung beinhalten. Zu den Förderkriterien gehören insbesondere die Präsentation zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler, die überregionale Bedeutung des Programms, innovative Vermittlungsformate und die Förderung von Nachwuchskünstlerinnen und -künstlern.

Die Fachkommission Kunstvereine berät das Land Niedersachsen bei der Auswahl der geförderten Einrichtungen. Die Mitglieder der Fachkommission Kunstvereine sind Susanne Titz (Leiterin Städtisches Museum Abteiberg, Mönchengladbach), René Zechlin (Leiter Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen), Thomas Thiel (Leiter Bielefelder Kunstverein, Bielefeld), Rita Kersting (Stellvertr. Direktorin Museum Ludwig, Köln) und Ayşe Güleç (Museum für Moderne Kunst, Frankfurt/Kunstvermittlerin).“

Folgende Kunstvereine und vergleichbare Einrichtungen werden 2019 vom MWK gefördert:

  • Kunststiftung Schloss Agathenburg
  • Kunstverein Braunschweig
  • Museum für Photographie Braunschweig
  • Allgemeiner Konsumverein Braunschweig
  • Cuxhavener Kunstverein
  • Städtische Galerie Delmenhorst
  • Kunstverein Göttingen
  • Kunstverein Grafschaft Bentheim
  • Kunstverein Hannover
  • Kunstverein Hildesheim
  • Kunstverein Jesteburg
  • Kunstverein Langenhagen
  • Kunstverein Lingen e.V. Kunsthalle
  • Halle für Kunst Lüneburg
  • Kunstverein Springhornhof
  • Städtische Galerie Nordhorn
  • Edith-Ruß-Haus, Oldenburg
  • Oldenburger Kunstverein
  • Kunsthalle Osnabrück
  • Kunstraum Tosterglope
  • Kunsthalle Wilhelmshaven
  • Kunstverein Wolfenbüttel
  • Kunstverein Wolfsburg

Quelle: www.mwk.niedersachsen.de

 

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Kunst 24/7 https://www.tiefgang.net/kunst-24-7/ Fri, 28 Sep 2018 22:57:30 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4235 [...]]]> Niedersachsen macht seine Kunst rund um die Uhr sichtbar. Digital, versteht sich. So haben jetzt alle was davon.

In der Pressemitteilung heißt es:

„Das neue digitale Portal „Künstlerdatenbank und Nachlassarchiv Niedersachsen“ ist gestartet. Kürzlich wurde das deutschlandweit einmalige Projekt im Rahmen einer Podiumsveranstaltung im Kunstverein Hannover vorgestellt. Zukünftig werden unter www.kuenstlerdatenbank.niedersachsen.de zahlreiche Werke niedersächsischer Künstlerinnen und Künstler der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das Portal ist ein Projekt des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur (MWK) in Kooperation mit dem Bund Bildender Künstlerinnen und Künstler für Niedersachsen e.V. (BBK) und ist bei der Verbundzentrale des Gemeinsamen Bibliotheksverbundes (VZG) angesiedelt. Mit der Einführung der neuen digitalen Künstlerdatenbank setzt das Kulturministerium ein wichtiges Vorhaben des Masterplans Digitalisierung im Bereich Digitale Kultur um.

„Das neue Online-Portal ‚Künstlerdatenbank und Nachlassarchiv Niedersachsen‘ ist eine hervorragende Möglichkeit, Werke von Künstlerinnen und Künstlern – und damit auch zukünftige Nachlässe – rund um die Uhr an jedem Ort der Welt sichtbar zu machen. Das Portal macht bedeutendes kulturelles Erbe zugänglich für Wissenschaft, Forschung, Öffentlichkeit und Verwaltung. Es bietet so hervorragende neue Möglichkeiten der Vernetzung“, sagt der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler.

Die Datenbank unterstützt niedersächsische Künstlerinnen und Künstler bei der Digitalisierung ihres Werkes und fördert ihre öffentliche Wahrnehmung. Durch ein qualifiziertes Aufnahmeverfahren, das auch die Einhaltung von festgelegten Kriterien beinhaltet, und seine Anbindung an die VZG als Landeseinrichtung ist das Portal bundesweit Vorreiter.

Das Portal „Künstlerdatenbank und Nachlassarchiv Niedersachsen“ präsentiert und dokumentiert Qualität und künstlerische Vielfalt in Niedersachsen. Es stellt Künstlerinnen und Künstler sowie künstlerische Nachlässe vor, vermittelt vertiefende Informationen, unterstützt die Forschung und Vernetzung unter Kunstschaffenden sowie mit Kuratorinnen und Kuratoren und allen Interessierten. Auf diese Weise leistet es einen wichtigen Beitrag zur Sichtbarmachung und Entwicklung der Bildenden Künste. Die zugehörige Datenbank stellt Künstlerinnen und Künstlern und ihren Erben langfristig eine Grundlage zur Erfassung und Verwaltung ihrer Werke zur Verfügung.

Die Künstlerdatenbank wird zukünftig angebunden an das bereits erfolgreich etablierte Portal „Kulturerbe Niedersachsen“ (www.kulturerbe.niedersachsen.de), das multimedial einen direkten Zugang zu ausgewählten digital erfassten Kulturgütern des Landes bietet.“

Quelle: www.mwk.niedersachsen.de

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„Beitrag für Weiterentwicklung“ https://www.tiefgang.net/beitrag-fuer-weiterentwicklung/ Fri, 03 Aug 2018 22:02:28 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=3974 [...]]]> Kultur ist wichtig für ein gutes Zusammenleben. Und dafür braucht es wie für alle anderen Dinge des Lebens auch Geld. Niedersachsen vergibt dafür jetzt 95.000,- €.

In der Pressemitteilung heißt es:

„Soziokulturelle Projekte und Vereine leisten einen großen Beitrag zur Gestaltung eines vielfältigen, spartenübergreifenden Kulturangebots in Niedersachsen. Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) stellt der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur (LAGS) im zweiten Halbjahr 2018 insgesamt rund 95.000 Euro für die Förderung von zehn soziokulturellen Projekten und Vereinen zur Verfügung.

„Wir unterstützen mit der Förderung der Soziokultur die vielfältige und lebendige Kulturszene in Niedersachsen. Die Landesförderung leistet einen wichtigen Beitrag für die Professionalisierung und Weiterentwicklung unserer Kultureinrichtungen“, sagt der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler.

Projektförderung: Kulturelle Teilhabe ermöglichen

Gefördert werden sieben soziokulturelle Projekte in ganz Niedersachsen, die unterschiedliche Bevölkerungsgruppen einbinden und kulturelle Teilhabe und Aktivität in unterschiedlichen Sparten ermöglichen. Insgesamt erhalten die Einrichtungen Landesmittel in Höhe von rund 72.000 Euro. Gefördert wird beispielsweise das Projekt „unbehaust“ der Werkschule in Oldenburg. Gemeinsam mit der Bahnhofsmission und dem Stadtmuseum eröffnet der Verein im Oldenburger Hauptbahnhof ein Atelier auf Zeit zum Thema Wohnungslosigkeit: Ein Bildhauer erarbeitet gemeinsam mit Wohnungslosen ein künstlerisches Gemeinschaftswerk, das ihre Perspektive auf die Stadtgesellschaft zeigt. In Hildesheim wird das Theater R.A.M. einen generationenübergreifenden Empathie-Slam für Menschen im Alter von 17 und 71 initiieren. Der Verein lädt unter dem Titel „Durch Dich“ Jugendliche und ältere Menschen ein, miteinander in Kontakt zu treten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden während des Projektes Texte, Musik und Ideen für einen öffentlichen Slam-Abend entwickeln.

„Vereine, die ins gesellschaftliche Feld gehen – in den Städten oder auf dem Land – und es der Bevölkerung ermöglichen, sich zu relevanten Themen gestaltend in Gesellschaft einzubringen, leisten wichtige Arbeit, mit der ein Beheimaten möglich wird. Heimat selber machen, Stadt- und Dorfentwicklungsprozesse anzuregen und zu begleiten, unterschiedlichen Menschen zu ihren Themen Ausdruck zu verschaffen, sind die zentralen Anliegen soziokultureller Arbeit, die wir mit unserer Förderung unterstützen“, sagt Marleen Mützlaff, Geschäftsführerin der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur (LAGS).

Strukturförderung: Das Ehrenamt im Flächenland stärken

In ländlichen Räumen sind kleine soziokulturelle Vereine häufig von zentraler Bedeutung für die kulturelle Gestaltung ihrer Region. Mit zahlreichen Veranstaltungen und der Organisation von Treffpunktangeboten sorgen sie für einen lebendigen kulturellen Austausch in den Dörfern und tragen zur Vernetzung zwischen den unterschiedlichen Akteurinnen und Akteuren im Kulturbereich bei. Das MWK unterstützt mit den Mitteln der Soziokultur insbesondere in ländlichen Räumen die ehrenamtliche Kulturarbeit. Für diese Strukturförderung erhalten im zweiten Halbjahr 2018 drei Vereine insgesamt rund 22.000 Euro.

Gefördert wird hier beispielsweise der Kulturkreis impulse in Freren. Ziel der Förderung ist es, weiterhin interessante Kulturangebote in ländlichen Regionen zu ermöglichen, das Ehrenamt zu stabilisieren und zu entlasten, neue Wege in der Wirtschaftlichkeit zu gehen, neue inhaltliche Projekte zu ermöglichen und neue Zielgruppen anzusprechen. Die zeitlich befristete Strukturförderung ermöglicht u.a. eine inhaltliche Neuausrichtung bzw. Weiterentwicklung von Einrichtungen oder eine anteilige Anschubfinanzierung einer neueingerichteten hauptamtlichen Geschäftsführung. Die geförderten Vereine können dabei von den Beraterinnen und Beratern der LAGS unterstützt werden.

 Förderung der Soziokultur im Jahr 2019

Um die Förderung aus Mitteln der Soziokultur können sich soziokulturelle Vereine und Zentren bewerben. Der Stichtag für die Antragsrunde für Projekt- und Strukturförderungen in 2019 ist der 15. Oktober 2018. Anträge zur Förderung von Projekten und Strukturen sind an die LAGS zu stellen. Für die Förderung von Investitionen können bis zum 15. Oktober 2018 im Online-Antragsverfahren Anträge beim MWK gestellt werden.

Weiterführender Link: soziokultur-niedersachsen.de

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„Gelebte Traditionen in unserem Land“ https://www.tiefgang.net/gelebte-traditionen-in-unserem-land/ Fri, 27 Apr 2018 22:19:01 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=3477 [...]]]> Deutschland hat nun ein Heimatministerium und auch Niedersachsen besinnt sich auf Traditionen. Nun soll das Kivelingsfest gewürdigt werden. Dabei hat es einen recht kriegerischen Ursprung.

In einer Pressemitteilung des niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur (MWK) heißt es:

„Niedersachsen ist reich an landestypischen Traditionen. Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) schlägt zwei von ihnen für das bundesweite Verzeichnis immateriellen Kulturerbes vor: das Müllerhandwerk in Wind- und Wassermühlen und das Kivelingsfest in Lingen.

„Das Lingener Kivelingsfest und das Handwerk der Müllerinnen und Müller in Wind- und Wassermühlen sind gelebte Traditionen in unserem Land, die sich durch das große Engagement vieler Niedersächsinnen und Niedersachsen auszeichnen. Sie laden ein, sich mit unserer kulturellen Geschichte zu beschäftigen, und sind eine Bereicherung für uns alle“, sagt der Niedersächsische Kulturminister Björn Thümler.

Niedersächsische Gemeinschaften und Gruppen, die gelebte Traditionen vertreten und weitergeben, konnten sich 2017 beim MWK bewerben, um vom Land für die Aufnahme in das nationale Verzeichnis immateriellen Kulturerbes vorgeschlagen zu werden. Alle Anträge wurden durch eine Expertenjury geprüft. Die beiden ausgewählten Traditionen werden nun an die Kultusministerkonferenz weitergeleitet.

Im Laufe des Jahres werden alle von den Bundesländern eingereichten Anträge von einem unabhängigen Expertengremium bei der Deutschen UNESCO-Kommission geprüft. Die Anträge, die den internationalen Richtlinien entsprechen, bilden das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes. Es ist die Grundlage für Anmeldungen zur internationalen Liste des immateriellen Erbes der UNESCO.“

Hintergrund:

Das Müllerhandwerk in Wind- und Wassermühlen legte über Jahrhunderte die Grundlage für gesellschaftliche Entwicklung, wurde heute allerdings vom industriellen Getreidemahlen überholt. Dank der Handwerksmüllerinnen und -müller wird diese Tradition weiterhin gelebt. Bei Aktionen wie dem Deutschen Mühlentag öffnen sie ihre Mühlen und geben ihr handwerkliches Wissen weiter.

Das Kivelingsfest in Lingen (Ems) ist ein historisches Volksfest, das alle drei Jahre am Pfingstwochenende vom „Bürgersöhne-Aufzug zu Lingen ‚Die Kivelinge‘ e.V.“ von 1372 organisiert wird. Die Mitglieder des Vereins sind traditionell unverheiratete Männer, die das Fest mit zahlreichen anderen Gruppen durchführen. Die über 600 Jahre alte Tradition des Festes zeichnet sich durch ihre hohe Bürgerbeteiligung aus.“

Der Bürgersöhne-Aufzug zu Lingen, »Die Kivelinge« e.V. – der mit zu den ältesten Vereinen in Deutschland zählt – entstand geschichtlicher Quellen nach im Jahr 1372. Während einer Belagerung der Festung Lingen rief der Magistrat der Stadt, da das heimische Heer anderweitig in Kämpfe verwickelt war, als letzte Möglichkeit die jungen, unverheirateten Bürgersöhne auf die Wälle, um ihre Heimatstadt zu verteidigen. Die Bürgersöhne verteidigten – so ist es überliefert – mit Löwenmut ihre Heimatstadt ganze drei Tage lang gegen die Belagerer und retteten somit Lingen vor der Erstürmung. In Gedenken an diese Tat erhielten die Bürgersöhne vom Magistrat das Recht, alle drei Jahre in der Stadt ein großes Fest zu feiern. Dieser Brauch lebt noch heute im Historischen Kivelingsfest weiter.

Quelle: www.mwk.niedersachsen.de

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„Zusammenleben mit künstlerischen Mitteln“ https://www.tiefgang.net/zusammenleben-mit-kuenstlerischen-mitteln/ Fri, 23 Mar 2018 23:47:28 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=3340 [...]]]> Soziokultur ist irgendwo zwischen Sozial-, Kultur- und Stadtteilarbeit verortet, wo die Menschen wohnen und leben. Manche belächeln sie, doch Niedersachsen kennt ihren Wert und fördert allein im ersten Halbjahr 2018 über 60 Projekte.

In der Pressemitteilung heißt es nun:

„Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) stellt der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur (LAGS) im ersten Halbjahr 2018 insgesamt rund 865.000 Euro für die Förderung von 62 Projekten und Vereinen aus dem Bereich der Soziokultur zur Verfügung. Rund 750.000 Euro investiert das Land in Ausbau, Modernisierung und Sanierung soziokultureller Einrichtungen.

„Die soziokulturellen Einrichtungen leisten Herausragendes für die Kultur in Niedersachsen. Sie sind wichtige Orte, an denen Gemeinschaft und Identität geschaffen und gepflegt werden“, sagt der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler.

Projektförderung: Partizipation stärken

Insgesamt 24 soziokulturelle Projekte, die spartenübergreifend unterschiedliche Bevölkerungsgruppen einbinden, erhalten Landesmittel in Höhe von rund 370.000 Euro, um das gemeinsame Lebensumfeld zu gestalten. Ein Beispiel hierfür ist das Projekt „Herzschmerz“ vom Tanzenden Theater in Wolfsburg, ein Musik-Tanz-Theater für Mädchen und Frauen von zwölf bis 80 Jahren. Mit dem Projekt „Was ihr wollt“ in Elze bei Hildesheim bietet der Verein Radio Tonkuhle Jugendlichen eine Plattform, um ihre Vorstellungen und Wünsche an Kultur mit Musik, Bildender Kunst und Theater zu erforschen und auf einem Festival zu veröffentlichen.

Mit rund 261.000 Euro fördert das Land 15 Projekte, die sich neuer künstlerischer Formate bedienen oder Experimente wagen, wie zum Beispiel die Kunstschule KunstWerk in Hannover. Sie lädt die Bevölkerung zu einem Schwarm-Kunst-Projekt ein: 250 Portemonnaies werden in der Stadt ausgelegt – wer sie findet, ist eingeladen, das „beachtensWERTE“ in ihrer Nähe zu fotografieren und per WhatsApp an den Verein zu senden. So entsteht ein neuer, gemeinsamer Blick auf das, was Stadtgesellschaft ausmacht. Das Projekt „Otfrieds Garten“ vom Verein KAZ in Göttingen will mit künstlerischen Methoden und partizipativen Formaten gemeinsam mit dem Fachbereich Stadtplanung der Stadt Göttingen die Visionen, Wünsche und Utopien der Stadtbewohner auf ihrem Marktplatz sammeln, konkretisieren und sichtbar machen.

Gerd Dallmann, Geschäftsführer der LAGS: „Viele der geförderten Projekte sind Interventionen im öffentlichen Raum. Sie befragen das Zusammenleben mit künstlerischen Mitteln und machen die unterschiedlichen Perspektiven verschiedener Bevölkerungsgruppen sicht- und damit diskutierbar.“

Strukturförderung: Vereine im Umbruch begleiten

Eine sich wandelnde Gesellschaft geht mit wachsenden Aufgaben auch im Bereich der Soziokultur einher. Allein mit ehrenamtlichem Einsatz und Projektmitteln sind diese für viele Vereine nicht zu stemmen. In solchen Fällen gewährt das Land eine Strukturförderung über drei Jahre. In der ersten Förderrunde 2018 können 23 Vereine von einer Förderung von insgesamt rund 235.000 Euro profitieren. Das Cameo Kollektiv in Hannover beispielsweise wird mit „Upgration“ einen interkulturellen Coworking Space schaffen, der als Treffpunkt für interkulturellen Austausch und Kreativbüro für Veranstaltungen, Workshops und Vernetzung genutzt werden kann.

Im ländlichen Raum übernehmen kleine soziokulturelle Vereine häufig die kulturelle Grundversorgung einer Region. Sie organisieren Veranstaltungen, sorgen für einen lebendigen kulturellen Austausch in den Dörfern und tragen zur Vernetzung zwischen den unterschiedlichen Akteurinnen und Akteuren im Kulturbereich bei. Ziel der Strukturförderung in ländlichen Räumen ist es, das ehrenamtliche Engagement der Vereine zu stärken, den Generationenwechsel erfolgreich zu bewerkstelligen und die Vereine in die Lage zu versetzen, weitere Fördermittel für Projekte bzw. Vorhaben zu akquirieren. Hierbei werden sie von den Beraterinnen und Beratern der LAGS professionell unterstützt.

„Die Strukturförderung ist ein wichtiges Instrument, um kleinen, meist ehrenamtlich getragenen Vereinen zu guten, funktionierenden Strukturen zu verhelfen und dem ehrenamtlichen Engagement Schlüsselpersonen an die Seite zu stellen. So ermöglicht das Land Niedersachen lebendige Kultur gerade auch in ländlichen Räumen“, sagt Marion Schorrlepp, Mitglied des Beirats und Vorstandsmitglied der LAGS.

Gefördert wird in diesem Zusammenhang unter anderem die Lewer Däle in Liebenburg im Vorharz, ein Verein, dessen Angebot von den Bewohnerinnen und Bewohnern der Gemeinde gestaltet wird. Weitere Beispiele sind der Verein Land & Kunst in Asendorf, der ein kulturelles Bildungs- und Veranstaltungsangebot auch für die Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen und die Region entwickelt sowie die Seefelder Mühle am Jadebusen, die den Generationswechsel im Verein und die Koordination der über 60 Ehrenamtlichen mit Mitteln der Strukturförderung begleitet, um den Verein in die Zukunft zu führen.

Investitionen ermöglichen

Zusätzlich investiert das Land rund 750.000 Euro in Ausbau, Modernisierung und Sanierung soziokultureller Zentren und stärkt sie damit nachhaltig. Insgesamt werden 24 Einrichtungen unterstützt, die der Landesbeirat Soziokultur zur Förderung empfohlen hat.

So können zum Beispiel in der Lagerhalle in Osnabrück dringend notwendige Renovierungen und Maßnahmen zur Energieeinsparung umgesetzt werden. Die Abraxas Kunstschule und Jugendkreativ-Werkstatt in Westerstede kann mithilfe der Mittel einen Aktionsraum für Soziokultur einrichten und damit zusätzliche soziokulturelle Angebote im ländlichen Raum schaffen.

Weitere Förderung der Soziokultur im Jahr 2018

Um die Förderung aus Mitteln der Soziokultur können sich soziokulturelle Vereine und Zentren bewerben. Der Stichtag für die zweite Antragsrunde für Projekt- und Strukturförderung ist der 30. April 2018. Für die Förderung von Investitionen können bis zum 15. Oktober 2018 Anträge beim Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur gestellt werden.“

Quelle und weitere Informationen: mwk.niedersachsen.de; www.soziokultur-niedersachsen.de

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