Sanna Duschek https://www.tiefgang.net Fri, 10 May 2024 09:11:34 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 Die Kunstschätze im Süden Hamburgs https://www.tiefgang.net/die-kunstschaetze-im-sueden-hamburgs/ Fri, 10 May 2024 22:59:40 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=10823 [...]]]> Was haben ein Schloss, ein alter Zwinger, eine Hauswand, eine frühere Fabrikhalle, die Straße oder Fachwerkhäuser gemein?
Sie sind ungewöhnliche Orte der Kunst im Süden Hamburgs. Das Festival SuedArt24 lädt nun ein, sie (neu) zu entdecken …

Kunstinteressierten sind zwar das Kunsthaus Stade, die Falckenberg-Sammlung oder die Kunststätte Bossard geläufig. Aber wie sind sie eigentlich entstanden? Wer waren die Initiator*innen? Was macht diese Orte für welche Art Kunst eigentlich so besonders?
Auf diese Fragen gibt das Festival SuedArt24 den gesamten Juni über nun Antworten. Zu gut 25 Kunstinstitutionen und mit fast täglich ausgewählten Führungen und Terminen lädt es Kunstaffine und vor allem auch Menschen ein, die lange nicht mehr oder nur selten sich mit den zahlreichen Kunstangeboten im Süden der Elbmetropole befassen.
„Es ist eine neuartige Kooperation der bedeutendsten Kunstorte im Süden Hamburgs“, so Initiator Heiko Langanke. Zwei Jahre feilte er am Konzept, sprach mit den Akteur*innen und gewann auch Unterstützende wie die Adalbert Zajadacz- und Claussen-Simon-Stiftung, die Sparkasse Harburg-Buxtehude und auch die Hamburger Kulturbehörde für das Projekt.
Und die Liste der Teilnehmenden ist aus vielerlei Aspekten bemerkenswert. Denn in der Tat hat die südliche Metropolregion Hamburgs mit dem Kunsthaus Stade, dem Schloss Agathenburg, der Kunststätte Bossard, dem Marschtorzwinger Buxtehude, dem Kunstverein Harburger Bahnhof oder der Falckenberg-Sammlung eine Vielzahl bedeutender und überregional beachteter Kunststätten. Hinzu kommen eine Kunstinsel, ein Kunstpfad, eine Freiluftgalerie und Hamburgs größte offizielle Graffiti-Galerie. Und so stehen im Juni erstmals Sub- und Hochkultur in einem kooperativen Miteinander. Aber ebenso außergewöhnlich ist, dass sie sich quasi wie an einer Perlschnur am südlichen Ufer der Elbe entlang reihen und noch besser: sie sind fast alle mit der S-Bahn-Linie 5 erreichbar. Hier kann man Kunst also wahrlich „erfahren“!

Aber die SuedArt24 verfolgt ein weiteres Ziel: „Uns wird bei den Ausstellungsbesuchen oft gar nicht klar, wieso diese Orte und Räume zu Kunstorten wurden. Warum sie so besonders gut für ihre Kunstpositionen geeignet sind und auch nicht, wer eigentlich dahintersteckt,“ so Heiko Langanke zum Konzept. Da ist etwa das alte Fachwerkhaus in der Harburger Lämmertwiete, das nach außen hin mit einer Eisdiele zum Verweilen lädt, im Dachgeschoss aber Kunststipendiat*innen des Vereins „Künstler zu Gast in Harburg“ einen Atelierraum zum Arbeiten bietet. Da ist ein altes barockes Schloss eines schwedischen Gouverneurs, das heute moderne Kunst oft junger Nachwuchskünstler*innen präsentiert. Und bei Jesteburg ist gleich ein ganzer Ort samt Gartenanlage von einem Künstlerpaar aus den 1920er Jahren zu einem echten Kunsttempel geworden.

Das Beste: fast alle Orte sind leicht mit der S-Bahnlinie 5 erreichbar

All das wird bei der SuedArt24 nun nebeneinander und auch in Kontext gestellt. Fast täglich gibt es Termine, die durch die aktuellen Ausstellungen führen aber auch Erklärungen zu Hintergründen und Machern jenseits der eigentlichen Kunst geben. Und so ist nicht nur die Kunst von Künstler*innen wie Jürgen K.F. Rohde, Jakob Lena Knebl, Ashley Hans Scheirl, Hanne Darboven, Sven Brauer, Karin Engelking, Iryna Kogan, Birte Bosse, Alice Gericke, Christian Haake, Conrad Hübbe, Christian Jankowski, Sanna Duschek, Noémi Barbaglia, Brigitte Nolden, Franz Kaiser, Marinella Senatore, Johann und Jutta Bossard, Uzma Sultan, Sebastian Dannenberg, Willi Zodel oder Elke Kegel-Judis zu sehen, sondern es wird auch gemeinsam auch gepicnict, gelaufen, erklärt und mit Workshops an Techniken oder Sichtweisen herangeführt.
„Es ist ein Format, das keiner ausgewiesenen Kunstexpertise bedarf! Gerade jene, die nicht so recht wissen, ob und was sie damit anfangen sollen, finden hier einen perfekten Anlass, auf Entdeckungstour zu gehen“, so Heiko Langanke. Und er ist froh, dass er mit dem Hamburger Verkehrsverbund (HVV) und der Firma Ströer auch Unterstützung für die Werbung fand.
„Es ist neben einem Kunstfest auch eine kulturelle Kooperation aller Beteiligten der südlichen Metropolregion Hamburgs. Denn ob Niedersachsen oder Hamburg – Kunst kennt diese Landesgrenzen nicht und so geballt wie südlich der Elbe die Kunst zuhause ist: das sucht schon seinesgleichen!“
Zum Event, das den ganzen Juni über läuft, gibt es neben einer ausführlichen Website www.sued-art.de auch ein gedrucktes Programmheft, das haptisch hochwertig gestaltet auch ein Statement der Kunstregion abgibt. Und auch dies ist online abrufbar. Und wer den einen oder anderen Termin nicht wahrnehmen kann: das Programm gibt auch Hinweise, wann und wie lange welche Ausstellungen wo auch so zu besuchen sind.

Zu den teilnehmenden Institutionen gehören das Kunsthaus Stade, Schloß Agathenburg, Kunststätte Bossard, der Marschtorzwinger und die Artothek Buxtehude, die Buxtehuder Kunstinsel, die kleine Flethphilharmonie wie auch die Kunströsterei Buxtehude, das Neugrabener Kulturhaus Süderelbe, die Heimfelder Hall, die MSH Hamburg, die Kunstinitiative der TUHH, die Kunstleihe Harburg, der Kunstverein „Alles wird schön“ in Heimfeld, die Harburger Galerie 1565, das Mayr´sche Haus Harburg, der Harburger Kunstpfad, das Harburger HabibiAtelier, die Freiluftgalerie Walls Can Dance, das Stadtmuseum Harburg, das Harburger Kulturwohnzimmer, der Kunstverein Harburger Bahnhof, die Sammlung Falckenberg in Harburg, die Artothek und der Kunstverein in Buchholz / Nordheide.

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SuedArt´22: die Kunst des Südens https://www.tiefgang.net/suedart22-die-kunst-des-suedens/ Fri, 05 Aug 2022 22:04:59 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=9246 [...]]]> Am Wochenende vom 19. bis 21. August wird die Friedrich-Ebert-Halle in Hamburg-Heimfeld zur Kunstarena. Denn dann lädt die Kunstleihe Harburg zur großen SuedArt22,bei der weit mehr als nur Kunst zu sehen ist.

Weit über 30 Künstler*innen und Kunstgruppen insbesondere aus dem Süden Hamburgs zeigen dann in den großen Foyers der Friedrich-Ebert-Halle aktuelle Arbeiten und laden zur Betrachtung aber auch zum Gespräch ein. In den Vorräumen der Balkone gibt es zudem  Installationen etwa aus Draht und Videoanimation, die wie ein Hologramm und mit musikalischer Umrandung ein längeres Betrachten und Verweilen ermöglicht. Im Souterrain wiederum findet sich eine Neuauflage des Harburger Kunstsalons, in dem verschiedene Gespräche vor allem mit Vertreter*innen von Harburger Kunstorten unterhaltsam aber eben auch informativ Einblicke in die Ausstellungsarbeit, ihre Entstehungsgeschichten und Urheber geben. Und: am Samstag (21.8.) wird es zum Abend auch noch musikalisch!
Also alles ist bereitet, um Harburgs Kunstszene in all ihren Facetten kennen und schätzen zu lernen! Die Leiterin des Projekts SuedArt22, die Künstlerin Antje C. Gerdts aus Moorburg: „Nachdem es im letzten Jahr beim SuedKulturSommer 2021 auf dem Schwarzenberg ein erstes Harburger Kunstfest gab, war allen Beteiligten schnell klar: das wollen wir am liebsten jedes Jahr!“ Vergangenes Jahr wurde es im Rahmen des pandemiebedingten Open-Air-Sommers mit zehn Zelten und täglich wechselnden Künstler*innen aufgesetzt und präsentierte gleich mehr als 60 Künstler*innen und Kunstgruppen. In der Innenwirkung war es wie ein befreiendes ´Klassentreffen` und verdeutlichte zugleich nach Außen die Vielfalt, Größe und Stärke, die die Harburger Kunstszene mittlerweile hat. „Dank einer Unterstützung durch das Bundesförderprogramm „Neustart Kultur“ überlegten wir im Kunstleihe-Team, ein ähnliches Kunstspektakel dieses Jahr lieber als Indoor-Event umzusetzen. Dabei war es gar nicht so einfach, entsprechend große Räume in Harburg ausfindig zu machen, die der Kunstszene einen angemessenen Platz geben. Zum Glück fanden wir ein Zeitfenster in der Friedrich-Ebert-Halle.“

Die Friedrich-Ebert-Halle als eigens 1930 fertiggestellter Konzertsaal für über 1.200 bestuhlte Plätze verfügt eben auch über zwei große Foyers vor dem eigentlichen Konzertsaal, die zudem über einen recht breiten und angerundeten Zwischengang miteinander verbunden sind. „Da der Bau aus der architektonischen Glanzzeit der Bauhaus-Schule stammt, ist allein das eine Betrachtung wert“, so Antje Gerdts. „Alles ist hell und Licht durchflutet, weiträumig und einladend, so dass alle Künstler*innen ausreichend Platz finden, um ihre Arbeiten adäquat ausstellen zu können. Und im Souterrain, wo einst die Kantine und Gastronomie der Pausen unterkam, bietet ein eigener Raum Platz und auch Ruhe für Petra Hagedorns Kunstsalon-Gespräche.“ Dort wird es dann zu festen Zeiten um Hintergründe des Kunstvereins Harburger Bahnhof, seine aktuellen und kommenden Ausstellungen und Künstler*innen gehen, um die Falckenberg-Sammlung, den nun schon 19 Jahre zelebrierten Harburger Kulturtag und auch den Harburger Kunstpfad sowie auch den Verein „Künstler zu Gast in Harburg“ und seinen aktuellen Stipendiaten Peter Busch aus Leipzig. Und auch zum Konzept der Harburger Open-Air-Galerie „walls can dance“ und weiteren Ideen des initiierenden „urban art instituts“ können sich Interessierte informierten lassen.

Die Liste der Künstler*innen selbst ist beträchtlich und ihre Arbeiten in Breite, Vielfalt und Aspekten schier unermesslich. Zu den Künstlern gehören Namen wie Thomas „Behri“ Behrens, Annette v. Borstel, Sven Brauer, Sanna Duschek, Harald Finke, Jens Förster, Inge Förtsch, Antje Gerdts, Irmgard Gottschlich, Sigrid Gruber, Petra Hagedorn, Ulrike Heimers-Dahm, Angelika Keusch-Wannags, Yvonne Lautenschläger, Peter Leibrock, Karl-Heinz Maukel, Werner Jarmatz, Jan Ratschat, Thomas Timm, Barbara Kathrin Möbius, Ralf Schwinge, Peter Busch (Künstler zu Gast in Harburg), Matthias Engelmann, Waldemar Sulewski, Jürgen Weber oder Gabriele Wendland. Unter den Kunstgruppen mit vielen weiteren Künstler*innen Alles wird Schön, das Habibi Atelier, Künstler zu Gast in Harburg oder die Kunstgruppe des Studiengangs e.a.s.t. der Medical School Hamburg und die Kunstgruppe WattenbergART.

Auch von der ukrainischen Künstlerin Paula Lytovchenko sind Werke zu sehen …

Unter den Namen findet sich auch Paula Lytovchenko aus der Ukraine. Sie lebt und arbeitet in Kiew, studierte dort Kunst und Architektur und ist seit den 90er Jahren als freischaffende Künstlerin tätig. Sie verfolgt in ihren Monotypien den Stil des Impressionismus, mal realistisch, mal nostalgisch. Reisen führten sie in die USA, Schweden, Frankreich, Italien, die Niederlande und auch Deutschland, wo sie auch ausstellte. Ihre bevorzugten Materialien sind Öl, Papier, Stift und Glas. Durch die Fortführung des impressionistischen Stils wirken ihre Arbeit vertraut, überraschen aber zugleich durch Unerwartetes. Die SuedArt22 wird ihr Platz geben, auch trotz des Krieges als Künstlerin tätig zu sein und ausstellen zu können.

„Kunst ist alltäglich“, so Sabine Schnell vom Vorstand der Kunstleihe Harburg. „Und als wir als Projekt des Netzwerkes SuedKultur die Kunstleihe als Artothek der vor allem Harburger Kunst 2019 auf den Weg brachten, ging es uns ja vor allem darum, diese auch in den Alltag
zu integrieren und sichtbar zu machen. Und nun hängen eben permanent mehr als 100 Werke in diversen Wohnungen, Praxen, Büros oder gar in einem Kiosk!“ Und Antje Gerdts ergänzt: “Mit der SuedArt wollen wir als Jahresevent dies nun verfestigen und ausbauen. Das  Rahmenprogramm, zu dem auch vor und nach der SuedArt unsere Führungen „Kunst vor Ort“ in eben die Harburger Kunstorte zählen wie auch der Kunstsalon eignen sich ideal, um mehr über Harburgs starke Kunstszene zu erfahren, neugierig zu sein und zu bleiben und zu begreifen, dass Kunst nicht etwas für das vermögende Establishment ist. Der Zuspruch zeigt und belegt ja: Kunst geht viele an und Kunst bewegt, ohne sich vereinnahmen lassen zu müssen. Da ist ein Event wie die SuedArt im Grunde nur die logische Konsequenz!“
Ein weiteres Highlight findet sich darüber hinaus am Samstag, 20. Aug, ab 17 Uhr mit dem Heimfelder Konzert „klangfarben“. Da stößt die im Nebengebäude untergekommene akademie für musik und kultur zur SuedArt und lädt zum Wandelkonzert. Dabei werden verschiedene Musiker*innen inmitten der ausgestellten Kunst musizieren und Klänge produzieren. Klar, auch „Bilder einer Ausstellung“ von Mussorgsky wird zu hören sein. Anke und David Dieterle von der Akademie: „Wir freuen uns über das SuedArt22 Kunstfest. Da wir eh seit geraumer Zeit mit unseren ´Heimfeld Konzerten` auch unsererseits einen musikalischen Beitrag zum Kulturleben im Süden einbringen, bot es sich hier ja ganz besonders an mit ´klangfarben` noch einen musikalischen Kunstbeitrag einzubringen. Es wird für uns aber vor allem die Besuchenden am 20. August spannend werden, wie sehr Musik und Kunst ganz neuen Ausdrucksformen hervorbringen!“
Absolutes I-Tüpfchen des Ganzen: der Eintritt ist frei, ganz nach dem Motto „Spendet, was es euch wert ist“, so Antje Gerdts.

Das gesamte Programm vom SuedArt-Fest aber auch den Führungen rund herum sowie über die Künstler*innen findet sich auf www.sued-art.de, wo auch das Programmheft zum Download zu finden ist.

 

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Väliaika – das Schöne muss ins Eckige https://www.tiefgang.net/vaeliaika-das-schoene-muss-ins-eckige/ Fri, 25 Mar 2022 23:27:03 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=8888 [...]]]> Väliaika – ein finnisches Wort, das soviel wie Pause und Zwischenzeit bedeutet, ist nun Thema einer Kunstaustellung in Heimfeld.

Sanna Duschek und Dietmar „Willi Zodel“ Schaz stellen aktuell in der Heimfelder Galerie „Alles wird schön“ Malerei, Zeichnungen und Findlinge aus. Das Eckige ist sowohl der Raum der Galerie als auch das Format, die Leinwand von Sanna Duschek, das „Wischhandy“ (Smartphone, Tablet) von Willi Zodel. Darauf entstehen Bilder, die mal mehr und mal weniger das Sch ne einfangen oder an die Grenzen dessen gehen. Das Schöne ist bei Schaz die Naturschönheit eines Steines, auf einem Acker in Schleswig-Holstein liegend und als Findling den Weg über den Feldrand durch die Hände des Bildhauers in die Galerie findend. Bei Duschek das Landschaftsbild in surrealer Absurdität und finnischer Melancholie mit menschlichen Abgründen, die nordischen Seelenzuständen aufzeigend, gefasst in psychologischen Bildern und Farben.

Ihre Bilder erzählen eigene Geschichten über Menschen, mit Humor und Wärme, mit menschlichen Schwächen und Stärken  und mit inneren Spannungen. Heimweh spielt auch eine große Rolle. Verlangen nach Irgendwo, Unbekanntes, Heimweh nach dem eigenen Geburtsland und das Loslassen, die Spuren, die innerlich bleiben. Verbindendes Element der beiden in Ihrer Zusammenarbeit ist die Nähe zur Natur, auch die Natur des Menschen in in all seinen Abgründen und Sehnsüchten.

Die Findlinge, Steine als Arbeitsmaterial bei Dietmar Schaz, das Tier mit dem Menschen, das Tier in uns bei Sanna Duschek. Comicartig Verzerrtes bei Willi Zodel oder schmunzelhafte Wechselbilder bei Sanna Duschek. Sinnliche Poesie und zarte Betrachtungen finden sich bei beiden in Ihrer zweiten Ausstellung wieder. Die erste gemeinsame Ausstellung „Winterschlaf“ fand vor zwei Jahren bei Chez Malik in St.Georg statt und findet jetzt eine Fortsetzung.

Sanna Duschek über Dietmar Schaz: „Er stammt ursprünglich aus Baden- Württemberg, lebt und arbeitet in Hamburg seit über 30 Jahren. Er arbeitet hauptsächlich als Bildhauer, zusätzlich beschäftigt er sich mit Comic und mit digitaler Zeichnung unter dem Pseudonym „Willi Zodel“. Seine bunte Bilder erreichen die Betrachter häufig mit aktuellen und menschlichen Themen und manchmal kann man auch Humor mit Selbstironie in seinen Bildern finden. Seine Bilder handeln um das Verhältnis zwischen Männer und Frauen. Was bedeutet es als Mensch, zu Sein? Wie auch unsere Beziehung zu Natur. Er beschäftigt sich beim Zeichnen mit Formen, Linien und mit Farben. Seine Bilder sind expressiv und ausdrucksvoll. Er war einer der Mitbegründer vom Comicbüro Hamburg aus St. Georg und ist der Gründer der Wandergruppe Schaz.  Der Grundgedanke von der Wandergruppe ist Performanceartige Wanderungen. Dietmar Schaz beschäftigt sich mit der Gruppe seit über 20 Jahre. Weitere Aktivitäten waren in der monatl. Dienstagsbar Ende der Neunziger Jahre und zeitweiligen Neubelebung 2015.“

Dietmar Schaz über Sanna Duschek: „Ihre Wurzeln liegen unverkennbar in Finnland, was sich auch in Ihrer Kunst immer wieder zeigt, aufgewachsen an einem Bach in der Abgeschiedenheit des ländlichen Lebens. In Sannas Kunst lebt diese Naturnähe und Tierwelt  mit all seiner nordischen Mystik und Weite. Menschliche Seelenzustände, Gefühle, Abgründe und ängste in intensiver Farbgebung,  vor allem auch in Ihrem besonderen Können im Aquarell; Farben als psychologische Seelenbereiche, ähnlich Edward Munch und seiner Verlorenheit und psychischem Erleben in Farbenwelten und Zuständen… Als auch in der Zeichnung eine Kraft der Inneren Welten zu Papier bringt was auch manchmal Humor nicht ausschließt, insbesondere mit der Leichtigkeit des zarten Striches der auch spielerisch Themen wie beispielsweise dem Tod Gegenüber steht.  Fern der finnischen Landschaft und Kultur, ausgeliefert der Mentalitäten der Großstadt Hamburgs ergeben sich bei Sanna immer wieder neue Spannungsfelder in Ihrer Kunst. Und unablässig Neues zu Versuchen, wie aktuell Video- und Performancekunst.“

Ausstellung: seit 25. März – 10. April 2022

Alles wird schön e.V., Friedrich-Naumann-Str.27, 21075 Hamburg, Tel: 040 – 7666049, info@alleswirdschoen.de,  www.alles-wird-schoen-e-v.de; www.galerie-alleswirdschoen.de

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