Schaufenster der Geschichte – Tiefgang https://www.tiefgang.net Kultur, Politik, Kulturpolitik und mehr Fri, 17 Mar 2023 09:31:30 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 Von Ruinen zum „Lebmal“ https://www.tiefgang.net/von-ruinen-zum-lebmal/ Fri, 17 Mar 2023 23:24:26 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=9846 [...]]]> Das Archäologische Museum Hamburg präsentiert am Donnerstag, dem 30. März 2023, um 18 Uhr einen neuen Vortrag in der Reihe “Schaufenster der Geschichte”. Diesmal ist die Gründungsvorsitzende des Vereins Wassermühle Karoxbostel e. V., Emily Weede, zu Gast.

In ihrem Vortrag berichtet sie über die spannende Verwandlung der Wassermühle Karoxbostel von einer Ruine zu einem denkmalgeschützten Kleinod.

Vor wenigen Jahren rollte schon fast der Abrissbagger an, heute können Besucher im historischen Gebäudeensemble der Wassermühle Karoxbostel erleben, wie Korn zu Schrot und feinstem Mehl vermahlen wird. Hinter dem Denkmal im Landkreis Harburg  liegt allerdings eine abwechslungsreiche Vergangenheit: Die Hofstelle in Karoxbostel wurde erstmals 1366 urkundlich erwähnt. Die historische Überlieferung deutet darauf hin, dass die Wassermühle Karoxbostel zwischen 1428 und 1438 von der adeligen Familie von Heimbruch in aufwendiger Bauweise angelegt wurde. Die Mühle besteht aus einem reetgedeckten Haupthaus von 1817, der 1893 gebauten Wassermühle, einer Sägerei aus dem Jahr 1900 und dem Backhaus mit Lehmbackofen und Backstube. In all den Jahren erlebte die Mühle eine wechselvolle Geschichte, wurde aber ab den 2000er-Jahren dem Verfall überlassen und fiel in einen „Dornröschenschlaf“.

Doch das Blatt wendete sich für das Anwesen noch einmal zum Guten: 2012 gründete sich der Verein Wassermühle Karoxbostel, um die Anlage zu erhalten. Der Verein erwarb das Mühlengelände und heute ist er einer der mitgliederstärksten Mühlenvereine in Deutschland. Viele Vereinsmitglieder waren von 2013 bis 2015 an der Restaurierung des stark verfallenen Gebäudeensembles beteiligt. Seit 2014 wird in der Mühle wieder Getreide gemahlen, das in einem Lehmofen im Backhaus zu Brot gebacken wird. Das Sägewerk ist seit dem Jahr 2016 wieder in Betrieb und 2017 konnte sogar das 200-jährige Jubiläum des Wohn- und Wirtschaftsgebäudes von 1817 gefeiert werden. Die Vorsitzende des Mühlenvereins, Emily Weede, wird in ihrem Vortrag von der spannenden Reise berichten, die der Verein erlebte, als aus der ehemaligen Ruine ein einmaliges Denkmal wurde.

Termin: Donnerstag, 30. März 2023 um 18:00 Uhr.

Ort: Archaeologicum des Archäologischen Museums Hamburg, Harburger Rathausplatz 5, 21073 Hamburg

Eintritt: frei

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Vortrag zum Harburger Stadtpark https://www.tiefgang.net/vortrag-zum-harburger-stadtpark/ Fri, 12 Aug 2022 22:38:51 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=9264 [...]]]> Das Archäologische Museum Hamburg präsentiert am Donnerstag, dem 25. August 2021, um 18 Uhr einen neuen Vortrag in der Reihe “Schaufenster der Geschichte”.

Diesmal ist Geowissenschaftler und Harburg-Kenner Dr. Jürgen Ehlers mit seinem Vortrag „Der Harburger Stadtpark und seine Geschichte” zu Gast.

Der Harburger Stadtpark ist mit seiner landschaftlichen Vielfalt immer noch ein Geheimtipp. Der Park am Außenmühlenteich ist nicht nur die „grüne Lunge“ Harburgs und Veranstaltungsort des größten Harburger Stadtfestes, sondern bietet in seinen Anlagen an vielen Stellen die Möglichkeit, sich mit Kunst, Denkmälern und Harburger Kulturgeschichte zu beschäftigen.

Im Fokus des Vortrags steht u.a. das Werk der Harburger Gartenarchitekten F. Georg und Ferdinand Hölscher, den Schöpfern des Harburger Stadtparks, deren Nachlass dem Stadtmuseum Harburg übergeben wurde. Der Vortrag wirft ein neues Licht auf die Bedeutung dieser beiden sehr unterschiedlichen Künstler, ihre Arbeiten und deren Bedeutung für die Gestaltung des Harburger Stadtparks.

Die Geschichte des knapp 90 Hektar großen Parks, der in den 1920er Jahren als so genannter Volkspark angelegt wurde, geht bis ins Jahr 1907 zurück als die Stadt Harburg die ersten Flächen für einen Park ankaufte. Der Harburger Stadtgärtner Georg Hölscher hatte damals große Pläne für den Stadtpark. Ein erster Erfolg war es, dass die Stadt Harburg 1913 das angrenzende Gelände von 18 ha hinzukaufte, so dass der geplante Park schon eine ansehnliche Größe besaß. Der Kriegsausbruch im August 1914 verhinderte zunächst einen weiteren Ausbau. Um der hohen Arbeitslosigkeit nach dem Kriege entgegenzuwirken, wurden staatlich finanzierte Projekte in Angriff genommen. Jetzt entstand zusätzlich zum Stadtpark auch der schon längst geforderte Schulgarten. Die gärtnerische Gestaltung wurde durch Notstandsmaßnahmen finanziert. Gleichzeitig erhielt der Stadtpark ein neues Gesicht. 1926 wurde ein Kinderspielplatz mit Planschbecken angelegt. Alle Arbeiten mussten noch von Hand durchgeführt werden.

Nach dem 2. Weltkrieg wurden Stadtpark und Schulgarten noch einmal erheblich erweitert und umgestaltet. Der Sohn Georg Hölschers, Ferdinand Hölscher, hatte an der Neugestaltung großen Anteil. Auf dem Gelände der ehemaligen Zündschnurfabrik wurden eine Kindertagesstätte und ein Wasserspielplatz eingerichtet, und die Nutzung des Schulgartens für Unterrichtszwecke schwand allmählich. Heute sind Stadtpark und Schulgarten zu einem einheitlichen Park zusammengewachsen, der durch die Erweiterung im Süden und durch die Einbeziehung der Langenbeker Wiesen bis an den Kern von Marmstorf heranreicht.

Die Vortragsreihe geht weiter:

Am 29. September wird sich Klaus Barnick von der Geschichtswerkstatt Harburg in seinem Vortrag „Durch Harburg fährt man durch“ ebenfalls mit der historischen Entwicklung Harburgs beschäftigen.

Weitere Vortragstermine unter www.amh.de.

Termin: Donnerstag, 25. August 2022 um 18:00 Uhr.

Ort: Archaeologicum des Archäologischen Museums Hamburg, Harburger Rathausstraße 5, 21073 Hamburg

Eintritt: frei

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Schaufenster vergangener Zeit https://www.tiefgang.net/schaufenster-vergangener-zeit/ Fri, 15 Feb 2019 23:19:55 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4888 [...]]]> Einen letzten Blick zurück gibt es in Kürze in der Friedrich-Ebert-Halle. In der Ausstellung “Schaufenster der Geschichte“. Er lohnt sich.

In der Mitteilung des Museums heißt es:

Das Archäologische Museum Hamburg präsentiert am Donnerstag, dem 28. Februar um 18 Uhr einen Vortrag in der Reihe “Schaufenster der Geschichte“ (´Tiefgang` berichtete).

Diesmal wird der neue Leiter der Abteilung Stadtgeschichte am Stadtmuseum Harburg, Jens Brauer, einen Rückblick auf sein erstes Ausstellungsprojekt geben. Im Herbst 2018 zeigte das Museum die Ausstellung „Zeitwende“ mit Fotos des bekannten Harburger Fotografen Kurt Foige (1888–1965), die auf große Resonanz bei den Besuchern traf.  Jens Brauer blickt in seinem Vortrag auf die Schau zurück und stellt auch einige neugewonnenen Erkenntnisse vor.

Bis Dezember 2018 war im Stadtmuseum Harburg die Sonderausstellung „Zeitwende“ zu sehen, die sich einem bedeutenden Bauwerk Harburgs widmet, dem Friedrich-Ebert-Gymnasium mit der angeschlossenen Friedrich-Ebert-Halle. Mit dieser Ausstellung hob der neue Leiter der Abteilung Stadtgeschichte am Stadtmuseum Harburg, Jens Brauer, einen Fotoschatz aus dem Museumsarchiv, der bisher noch nie gezeigt worden war: Fotos des bekannten Harburger Fotografen Kurt Foige (1888–1965), der den neuen Gebäudekomplex mit der städtischen Festhalle unmittelbar nach der Fertigstellung fotografisch dokumentierte. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Gymnasium und war am originalen Ort im Foyer der Friedrich-Ebert-Halle zu sehen. Sie wurde gemeinsam mit Schülern entwickelt und zeigte in beeindruckender Weise die Verbindung von Geschichte und Architektur eines Gebäudes. Schon während der Ausstellungslaufzeit bekam Jens Brauer viele Rückmeldungen und Anregungen von den Besuchern der Ausstellung. In seinem Vortrag blickt er nun auf die Ausstellung zurück und stellt einige neue und Aspekte zur architektonischen und historischen Einordnung des Gebäudekomplexes vor.

Die Vortragsreihe geht weiter: Am 28. März 2019 präsentiert Dr. Rüdiger Kelm, Leiter des Steinzeitparks Dithmarschen einen Vortrag. Sein Thema lautet: „Neuigkeiten aus der Steinzeit – Aktuelle Forschungen zur Megalithkultur in Westholstein“.“

Termin: Donnerstag, 28. Februar 2019 um 18.00 Uhr. Referent: Jens Brauer, Leiter Abteilung Stadtgeschichte am Stadtmuseum Harburg Ort: Archaeologicum des Archäologischen Museums Hamburg, Harburger Rathausstraße 5, 21073 Hamburg, Eintritt: 4 Euro, ermäßigt 3 Euro

Quelle: www.amh.de

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