Stiftung zur Stärkung privater Musikbühnen Hamburg – Tiefgang https://www.tiefgang.net Kultur, Politik, Kulturpolitik und mehr Fri, 03 Apr 2020 08:37:48 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 Clubs against Corona https://www.tiefgang.net/clubs-against-corona/ Fri, 03 Apr 2020 08:37:48 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=6663 [...]]]> Clubs und Bars kämpfen hinter verschlossenen Türen um Ihr Überleben. Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt.

Um den Fortbestand lokaler Kultureinrichtungen und Clubbetriebe zu gewährleisten, haben sich Hamburger Kollektive und Künstler*innen zu Clubs against Corona zusammengeschlossen. Jetzt bekommen ihre virtuellen Clubnächte mediale Verstärkung des Hamburger Bürgersenders TIDE.

Der aktuelle Stopp des sozialen Miteinanders kann das Aus vieler musikalischer Heimatstätten bedeuten. Gemeinsame Sache ist in Krisenzeiten wie dieser wichtiger denn je. Die Initiative Clubs against Corona unterstützt darum wichtige Veranstaltungsräume der Hamburger Techno- und House-Szene, indem sie regelmäßige Livestreams namhafter Artists auf die Beine stellt. Mit im Rettungsboot sind Groovement, Verflixt, Fivephoria/Safari auf Zehenspitzen, Inner Circle Agency, Atmosphere – ATMO und Manhattan Gay Events – jetzt schaltet sich auch TIDE.tv dazu.

„Wir bieten den Clubgänger*innen die Möglichkeit, ihre Lieblings-Events mit wechselnden Line Ups live zu erleben“, erklären die Akteure. „Im Gegenzug können sie einen Teil des gesparten Eintritts spenden – natürlich auf freiwilliger Basis. Der Obolus geht an die Hamburger Clubstiftung und kann auch gezielt für eine Einrichtung geleistet werden. Über die Kooperation mit TIDE freuen wir uns sehr – gemeinsam können wir noch mehr interessierte Menschen an den Bildschirmen erreichen.“

TIDE.tv überträgt live ins Hamburger Kabelnetz und online unter www.tidenet.de.

Zusätzlich werden die Streams auf twitch.tv/clubsagainstcorona und www.clubsagainstcorona.de hochgeladen. Hier können sie jederzeit zur Afterhour angeschaut werden.

Weiterführend: clubsagainstcorona.de

Eine weitere Aktion trägt den Namen #SaveOurBars und geht auf eine Initiative des Spirituosenherstellers Diageo zurück. Dazu heißt es:

„Es sind schwierige Zeiten für die Bar- und Clubszene in ganz Deutschland. Wir von der Stiftung zur Stärkung privater Musikbühnen Hamburg, kurz Clubstiftung, probieren deshalb mit namhaften Partnern, wie Johnnie Walker (Diageo), zu helfen wo wir können.

Gemeinsam wollen wir schnell, gezielt und effektiv helfen – und so vermeiden, dass die Verbreitung des Coronavirus dazu beiträgt, dass viele Club- und Barbetreiber in Deutschland in finanzielle Notlage geraten und so die ganze Kulturlandschaft hierzulande leidet.

Unsere Unterstützung: Jetzt auch für Bars in ganz Deutschland

Neben unseren aktuellen Aktionen für die Clubs und Veranstalter in Hamburg möchten wir in einem Gemeinschaftsprojekt nun auch den Barbetreibenden in ganz Deutschland die Möglichkeit geben, sich auf unsere Initiative für eine einmalige Unterstützung zu bewerben: So können wir schnell und transparent Gelder zur Verfügung stellen. Dabei setzen wir auf das Solidarprinzip und bitten die Betriebe sich zu bewerben, die akut in einer Notlage sind.

 Wie bekomme ich Unterstützung?

Interessierte Barbetreiber können sich über das nachfolgende Kontaktformular für die finanzielle Unterstützung anmelden. Hierbei gilt das „First come, first serve“-Prinzip. Sobald der Unterstützungsbetrag aufgebraucht ist, ist die Aktion vorerst geschlossen, bis wir durch weitere Mittel von Partnern eine neue Ausschüttung vornehmen können.

Die Clubstiftung Hamburg wird alle eingereichten Anträge auf Richtigkeit und Vollständigkeit überprüfen. Alle Betriebe, die rechtzeitig und vollständig alle benötigten Angaben eingereicht haben, erhalten gegen Rechnung eine einmalige Zahlung in Höhe von 500 € netto, die sie z.B. für die Bezahlung von Fixkosten, Miete oder Arbeitskräften nutzen können.

Antragstellung & Ausschüttung der Gelder

Die Anträge zur Ausschüttung von Geldern können ab sofort eingereicht werden. Je früher der Antrag der Clubstiftung vollständig vorliegt und anhand der Kriterien auf Bewilligungsfähigkeit geprüft werden kann, desto sicherer ist es, dass der Betrieb in den aktuellen Ausschüttungswellen berücksichtigt werden kann. Ein Ende der Laufzeit des Fonds ist derzeit noch nicht näher zu bestimmen. Bei Erhalt neuer Gelder wird eine neue Ausschüttung erfolgen.“

Weiterführend: stiftung-private-musikbuehnen-hamburg.de

https://www.twitch.tv/videos/577576143?t=10s

 

 

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Ein Hoch auf Live! https://www.tiefgang.net/ein-hoch-auf-live/ Fri, 06 Jul 2018 22:03:17 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=3851 [...]]]> Live-Konzerte kosten mehr als sie bringen. Das war vor mehr als zehn Jahren ein Statement  von Clubbetreiber*innen bei einem Brunch der damaligen Kultursenatorin von Welck. Daraus wurde der „Live Concert Account“ und ist seither eine feste Größe …

Früher wurden Clubs mit „Prämien“ ausgezeichnet für vermeintliche tolle Programme des Vorjahres. Warum der eine Club prämiert wurde und der andere nicht, verstanden selbst die Prämierten damals nicht und schlugen vor, sich lieber an zählbaren Fakten zu orientieren. Herauskam der „Live Concert Account“ – als Schlüssel für die Berechnung von Anzahl und Kosten von Konzerten. Und er ist mittlerweile zu einer der besten Fördermodelle der Republik geworden. Weil fair und umfassend, so dass es wieder Spaß macht, Konzerte zu veranstalten.

Das hat über die Jahre auch die Kulturbehörde verstanden und gibt regelmäßig ihren Teil dazu. Der andere kommt von den Clubs und ihrer eigenen Stiftung selbst.

In der Pressemittelung  der Behörde für Kultur und Medien heißt es nun:

„Stadt erhöht bundesweit einzigartige Unterstützung für kleinere private Musikbühnen auch künftig von 150.000 auf 250.000 Euro

Die Stiftung zur Stärkung privater Musikbühnen Hamburg – kurz Clubstiftung – und die Behörde für Kultur und Medien haben jetzt eine neue Förderrunde des Live Concert Accounts (LCA) gestartet. Die Behörde für Kultur und Medien hat die regelmäßige Fördersumme wie im Vorjahr von 150.000 auf 250.000 Euro erhöht. Dies wird nach einem entsprechenden Beschluss der Hamburgischen Bürgerschaft auch zukünftig gewährleistet sein. Damit wird Livemusikkultur in Hamburg langfristig substanziell unterstützt.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Die Hamburger Livemusikclubs sind ein wichtiger Bestandteil der Musikszene Hamburgs. Clubs sind Orte an denen Musikkultur greifbar wird. Viele junge Talente treten zuerst hier auf. Die Clubs leisten so auch einen wichtigen Beitrag zur Nachwuchsförderung. Der Live Concert Account hat sich zu einem der wichtigsten Förderinstrumente für die vielfältige Musikszene in Hamburg entwickelt. Gemeinsam mit dem Clubkombinat und RockCity entwickelt, lebt der Account wesentlich von der Solidarität unter den Clubs. Mit der langfristigen Erhöhung der Mittel für den Live Concert Account wollen wir die lebendige Clubkultur Hamburgs ausbauen.“ 

Karsten Schölermann, 1. Vorsitzender Clubstiftung: „Der LCA investiert unmittelbar in die kreativen Freiräume für Künstlerentwicklung. Damit steigt die Bereitschaft Konzerte zu realisieren, die nicht wirtschaftlich sind und leistet Entwicklungshilfe für viele Nachwuchskünstler. Dass die Bürgerschaft dieses Instrument zur Stärkung der privaten Musikbühnen im zehnten Jahr des Bestehens über die Regierungsfraktionen hinaus für die nächsten Jahre beschlossen hat, ist ein wichtiges kulturpolitisches Signal.“

Der Live Concert Account (LCA) ist ein Fördermodell für Hamburger Livemusik-Spielstätten, das gemeinsam von der Behörde für Kultur und Medien, dem Clubkombinat Hamburg e. V. und RockCity Hamburg e. V. – auch im Dialog mit der GEMA – entwickelt wurde. Dieses Förderinstrument für Livemusik ist in seiner Form bundesweit einmalig: Die jeweilige Förderung pro Club wird im Kern auf der Grundlage der entrichteten GEMA-Vergütungen des Vorjahres bemessen und anhand eines Verteilungsschlüssels errechnet. Mittels dieser Quote wird im Verhältnis zur verfügbaren Fördersumme direkt an die Antragssteller ausgeschüttet. Das bedeutet: Je mehr Konzerte, desto höher die Förderung.

Im letzten Jahr konnten 51 Hamburger Clubs und Musikinitiativen vom Live Concert Account profitieren. Wie in den vergangenen Jahren auch, kann sich das endgültige Förderbudget durch private Spenden und ergänzende Mittel aus dem sogenannten FairTix Ticketing der Clubstiftung noch erhöhen.

Die Antragsunterlagen sind ab sofort online verfügbar und können bei der Clubstiftung eingereicht werden. Die Antragsfrist endet am 1. September 2018.“

Antragsunterlagen und weitere Informationen unter

hamburg.de/bkm und clubstiftung.de

Quelle: www.hamburg.de/bkm

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Fördern und gefördert werden https://www.tiefgang.net/foerdern-und-gefoerdert-werden/ Sat, 20 May 2017 05:45:28 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=1157 [...]]]> Kleine Musikclubs sind die Kinderstuben der Stars von Morgen. Das war der StarClub für die Beatles ebenso wie das alte Knust in der Brandstwiete für R.E.M.. Das gehört gefördert. Sagen die Clubs, aber auch der Senat.

Und so haben zum neunten Male die Stiftung zur Stärkung privater Musikbühnen Hamburg – kurz Clubstiftung – und die Behörde für Kultur und Medien jetzt das Antragsverfahren für die neuerliche Förderrunde des Live Concert Accounts (LCA) gestartet.

Die Förderung richtet sich an Musikclubs und Musikinitiativen mit festem Spielort in Hamburg, die

  • seit mindestens einem Jahr vom derzeitigen Betreiber geführt werden und
  • jährlich mindestens 24 Livemusik-Konzerte veranstalten
  • die keine institutionelle Förderung bekommen und
  • deren Gesamtveranstaltungsfläche nicht größer als 500 Quadratmeter ist bzw.
  • deren Kapazität nicht über 1000 Personen fasst.

                                   250.000 € stehen zur Verfügung

Nachdem bereits im letzten Jahr die Rekordzahl von 52 Musikclubs Fördergelder von der Stadt erhalten hat, stehen in diesem Jahr durch eine einmalige Erhöhung um 100.000 Euro (von 150.000 auf 250.000 Euro) so viel Mittel wie nie zuvor bereit, um Clubkonzerte zu unterstützen. Weitere Spenden der Clubstiftung werden insbesondere die Talententwicklung als wichtigen Teil der Livemusik-Kultur zusätzlich befördern.

Bereits im vergangenen Jahr wurde das regelmäßige Budget der Behörde für Kultur und Medien für den LCA von jährlich 150.000 Euro durch zusätzliche Mittel in Höhe von 50.000 Euro angehoben. Zusätzlich brachte die Clubstiftung 15.000 Euro aus dem FairTix-Ticketing für den LCA als Direktspende ein. Dank einer Spende des privaten Musikunterstützers Jan Szlovak von 20.000 Euro konnte die gesonderte Unterstützung von Nachwuchskonzerten (sogenannte „LCA+“) ausgebaut werden, so dass 2016 insgesamt 235.000 Euro zur Verfügung standen.

„kleine Musikclubs unverzichtbar“

Kultursenator Carsten Brosda (Foto: clubkombinat)

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Der Live Concert Account hat sich in den letzten neun Jahren als Förderinstrument sehr bewährt und wird im kontinuierlichen Dialog mit der Szene weiterentwickelt. Die solidarisch eingebrachten Anteile aus dem clubeigenen Ticketing wie auch die großzügige private Spende zeigen, dass der LCA insgesamt ein Erfolgsmodell ist. Wenn wir wie in diesem Jahr die Möglichkeit haben, das vorgesehene Budget aufzustocken, so tun wir das gerne, weil es unmittelbar der Veranstaltung von Livemusik in den so unverzichtbaren kleineren Musikclubs und der musikalischen Vielfalt in Hamburg dient.“

Leithammel der Clubs: Karsten Schölermann (Foto: Knust)



Karsten Schölermann, 1. Vorsitzender der Clubstiftung, unterstreicht die Bedeutung der Hamburger Club-Förderung: „Zwei Drittel der geförderten Konzerte sind Kleinstkonzerte, die wir im Rahmen des LCA-PLUS-Konzeptes gesondert fördern. Kleinere Konzerte mit geringem Eintritt und wenigen Besuchern haben einen besonderen Stellenwert bei der Entwicklung neuer Talente und sind somit besonders förderungswürdig. Damit können insbesondere die kleinen Vielveranstalterclubs in ihrer Kulturarbeit zusätzlich unterstützt werden.“

Je mehr Konzerte, desto höher die Förderung

Der Live Concert Account (LCA) ist ein Fördermodell für Hamburger Livemusik-Spielstätten, das gemeinsam von der Behörde für Kultur und Medien, dem Clubkombinat Hamburg e. V. und RockCity Hamburg e. V. entwickelt wurde. Dieses Förderinstrument für Livemusik ist in seiner Form bundesweit einmalig: Die jeweilige Förderung pro Club wird im Kern auf der Grundlage der entrichteten GEMA-Vergütungen des Vorjahres bemessen und anhand eines Verteilungsschlüssels errechnet. Mittels dieser Quote wird im Verhältnis zur verfügbaren Fördersumme direkt an die Antragssteller ausgeschüttet. Das bedeutet: Je mehr Konzerte, desto höher die Förderung.

Die Antragsunterlagen sind ab sofort online verfügbar und können bei der Clubstiftung eingereicht werden.
Anträge stellen:

Die Clubs können ihre Anträge bei der Stiftung zur Stärkung privater Musikbühnen Hamburg (Clubstiftung) einreichen, die die Abwicklung des Verfahrens für die Clubs übernimmt.

Die Antragsfrist endet am 1. September 2017 (Poststempel).

Antragsunterlagen und weitere Informationen unter
hamburg.de/bkm und
clubstiftung.de
Weitere Informationen finden Sie unten im Download oder direkt bei der:

Stiftung zur Stärkung privater Musikbühnen Hamburg
Kastanienallee 9
20359 Hamburg
Tel.: 040-235 18 777
Fax: 040-235 18 885
E-Mail: kontakt@clubstiftung.de
stiftung-private-musikbuehnen-hamburg.de

(19. Mai 2017, hl)

Weiterführend: Wie steht es um die Clubszene in Hamburg?

Ein Video, produziert 2013 im Rahmen des Projektseminars „Musikproduktion in der Stadt. Feldforschung zwischen künstlerischem Prekariat und städteplanerischen Zukunftsstrategien“ unter der Leitung von Robin Kuchar an der Leuphana Universität Lüneburg.

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