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Der Verrat am Sandkasten

Meine Lieben, schnallt euch an! Ich gebe zu, diese Woche schlägt mein Herz nicht nur schnell, sondern auch mit einem tiefen Stich der Enttäuschung. Denn was da vor dem Amtsgericht Harburg verhandelt wurde, ist ein Schlag ins Gesicht der ganzen Harburger Gemeinschaft.

Es geht um die ehemalige Leiterin einer Kindertagesstätte. Die Frau, die das Vertrauen von Eltern und Kindern genießen sollte. Aber anstatt Gelder für neue Spielsachen, warme Mittagessen oder den laufenden Betrieb der Kita zu verwenden, hat sie sich selbst bedient. Über mehrere Jahre hinweg hat sie die Vereinskonten geplündert und sich ein privates Leben finanziert.

Die Zahlen sind haarsträubend und die Details machen mich wütend! Über 100 Fälle von Untreue. Fast 80.000 Euro Schaden insgesamt. Und wofür? Für Kleidung, teure Reitartikel und andere private Zwecke.

Ich frage mich, wie man das macht? Wie schaut man in die Gesichter der Kinder, während man weiß, dass das Geld, das eigentlich für ihre Förderung gedacht ist, gerade für das neue Reit-Outfit ausgegeben wird? Als Leiterin der Kita und zweite Vorsitzende hatte sie volles Zugriffsrecht. Und sie nutzte dieses Vertrauen, um die Kindertagesstätte auszunehmen.

Der Gipfel der Frechheit: Sie schanzte ihrem Ehemann zusätzlich 22.500 Euro zu für angebliche Arbeiten an der Homepage, die das Gericht als fingiert ansieht!

Aber die gute Nachricht: Am Dienstag ist das Urteil gefallen. Das Amtsgericht Harburg hat die 52-Jährige wegen gewerbsmäßiger Untreue zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren und fünf Monaten verurteilt. Der Ehemann wurde wegen Beihilfe zur Untreue zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt.

Das ist ein klares Zeichen: Wer das Vertrauen in Harburgs wichtigste Einrichtungen so brutal missbraucht, muss die Konsequenzen tragen.

Der wahre Held dieser Geschichte ist übrigens eine neue Mitarbeiterin, die in die Bücher geschaut hat und die Taten auffliegen ließ! Hätte sie nicht hingesehen, wer weiß, wie lange dieser Verrat noch weitergegangen wäre.

Also, liebe Harburger: Das ist ein trauriger Moment, der uns daran erinnert, wie zerbrechlich Vertrauen ist. Aber er erinnert uns auch daran, dass in Harburg immer jemand da ist, der genau hinschaut und für Gerechtigkeit sorgt.

Der beste Platz für diese Frau ist hinter Gittern, während wir uns um das Wohlergehen der Kinder kümmern. Denn die Kinder haben das Beste verdient. Und wir, die wir ihnen vertrauen, auch.

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