Gesa Engelschall – Tiefgang https://www.tiefgang.net Kultur, Politik, Kulturpolitik und mehr Fri, 13 Aug 2021 08:37:13 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.5 Zukunftsstipendien für Kultur https://www.tiefgang.net/zukunftsstipendien-fuer-kultur/ Fri, 13 Aug 2021 22:50:56 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=8279 [...]]]> Die Behörde für Kultur und Medien legt ein umfangreiches Stipendienprogramm auf, um freischaffende Künstlerinnen und Künstler zu unterstützen, die durch die Corona-Pandemie besonders stark betroffen sind.

In Kooperation mit der Hamburgischen Kulturstiftung, dem Berufsverband bildender Künstler*innen und dem Landesmusikrat Hamburg vergibt die Behörde für Kultur und Medien 2021 einmalig 550 Hamburger Zukunftsstipendien. Die Stipendien sollen ihnen ermöglichen, auch in der aktuellen Situation ihren Beruf auszuüben und sich künstlerisch weiterzuentwickeln. Insgesamt werden aus Mitteln des Corona-Hilfspakets der Behörde für Kultur und Medien 550 Stipendien à 6.000 Euro vergeben. Davon gehen 350 an den Bereich Bildende Kunst sowie je 100 an die Literatur und die Musik.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Nach anderthalb Jahren geht das künstlerische Leben in Hamburg zum Glück wieder los. Dennoch hat die Pandemie bei vielen Künstlerinnen und Künstlern Spuren hinterlassen. Mit unseren Zukunftsstipendien möchten wir sie dabei unterstützen, trotz der schwierigen letzten Monate neue künstlerische Projekte umzusetzen. Gleichzeitig zollen wir ihnen damit Anerkennung und Respekt, weil sie mit ihrer Kunst unser Leben bereichern. Bei der Umsetzung der Stipendien kooperiert die Kulturbehörde mit erfahrenen Organisationen wie der Hamburgischen Kulturstiftung, dem Berufsverband bildender Künstler*innen und dem Landesmusikrat Hamburg. Für die engagierte Zusammenarbeit danke ich allen Beteiligten sehr herzlich.“

14, geschäftsführender Vorstand der Hamburgischen Kulturstiftung: „Die Zukunftsstipendien ermöglichen Künstlerinnen und Künstlern, konzentriert und ohne Produktionszwang an ihren Vorhaben zu arbeiten. Und das ist nach diesen herausfordernden und immer noch von Unsicherheit geprägten Zeiten genau das Richtige! Wir freuen uns sehr, für diese wichtige und sinnvolle Unterstützung mit der Behörde für Kultur und Medien und dem Berufsverband bildender Künstler zusammenzuarbeiten.“

Thomas Prisching, Geschäftsführer Landesmusikrat Hamburg: „Wir freuen uns sehr, dass die in der Corona-Pandemie bisher so gebeutelte Hamburger Musikszene sich langsam wieder erholt. Dazu tragen die immerhin 100 jetzt aufgelegten Stipendien bei, die sich an freischaffende Musikerinnen, Musiker, Komponistinnen und Komponisten aller Genres richten. Diese Stipendien sind eine wichtige Unterstützung für die Betroffenen und ein starkes Zeichen für die musikalische Vielfalt und Breite in Hamburg!“

Bianca Müllner, Vorstandsvorsitzende Berufsverband bildender Künstler*innen: „Die Förderung künstlerischen Schaffens ist von zentraler Bedeutung für die Entstehung zeitgenössischer Kunst. Der Entstehungsprozess findet in der Öffentlichkeit selten ausreichend Anerkennung. Folglich wird auch künstlerische Arbeit in ihrer Gesamtheit unzureichend vergütet. Es ist wichtig, Werkentwicklung wahrzunehmen, zu unterstützen und in den Diskurs über Kunst einfließen zu lassen. Das Zukunftsstipendium steht für diese Ziele. Wir bedanken uns sehr für die Kooperation mit der Hamburgischen Kulturstiftung und der Behörde für Kultur und Medien.“

Bewerben können sich professionelle Künstlerinnen und Künstler der Sparten Bildende Kunst, Literatur und Musik mit Projekten, die zum Beispiel in den Bereichen Weiterbildung, Recherche oder Konzeption liegen können. Der Bewerbungszeitraum läuft vom 3. bis 31. August 2021. Vertreterinnen und Vertreter der Bildenden Kunst und der Literatur bewerben sich bei der Hamburgischen Kulturstiftung, Musikerinnen und Musiker beim Landesmusikrat Hamburg.

Über die Vergabe der Stipendien entscheiden bis Mitte Oktober 2021 fachkundige Jurys der jeweiligen Bereiche. Die operative Betreuung übernehmen die Hamburgische Kulturstiftung und der Landesmusikrat Hamburg.

Die Ausschreibungen finden Sie ab sofort im Internet:
Bildende Kunst und Literatur: www.kulturstiftung-hh.de/zukunftsstipendien; Musik: www.lmr-hh.de.

Die Antragsstellung ist vom 3. bis 31. August 2021 über das jeweilige Online-Bewerbungsverfahren möglich.

]]>
Eine Million Euro für Kunst https://www.tiefgang.net/eine-million-euro-fuer-kunst/ Fri, 13 Nov 2020 23:23:43 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=7388 [...]]]> Corona macht der Kunst zu schaffen, ganz gleich welches Genre. Deshalb wurden nun ein Hilfsfonds aufgelegt, der Hamburger Künstler*innen helfen wird.

In der Mitteilung der Behörde für Kultur und Medien Hamburg heißt es:

„Die Dorit & Alexander Otto Stiftung unterstützt Hamburgs Künstlerinnen und Künstler in der anhaltend schwierigen Corona-Situation mit einer Million Euro. Dafür hat die Stiftung in Kooperation mit der Hamburgischen Kulturstiftung die Aktion „Kultur hält zusammen“ in Verbindung mit einem Hilfsfonds initiiert. Dieser soll es den Künstlerinnen und Künstlern ermöglichen weiter zu arbeiten, damit die Vielfalt der Hamburger Kulturlandschaft erhalten bleibt. In einer ersten Förderrunde können sich einzelne Künstlerinnen und Künstler um 2.000 Euro und Gruppen um 4.000 Euro bewerben. Die Ausschreibung und weitere Informationen finden sich unter www.kulturstiftung-hh.de. Die Antragstellung ist vom 13. bis zum 20. November 2020 ausschließlich online möglich. Für die erste Jahreshälfte 2021 ist eine weitere Förderrunde geplant. Das Hamburger Abendblatt und NDR Kultur sind Medienpartner der Aktion.

Dorit Otto, Vorstandsvorsitzende der Dorit & Alexander Otto Stiftung: „Schon vor dem zweiten Lockdown war für uns klar, dass wir etwas für die Künstlerinnen und Künstler in Hamburg tun möchten. Mit diesem Fonds wollen wir ein Zeichen setzen, wie unverzichtbar ihr Wirken für unsere Gesellschaft ist. Wir freuen uns über jede Idee, suchen aber insbesondere Projekte, die auch Menschen erreichen, welche beispielsweise sozial benachteiligt sind oder isoliert leben müssen. Wir möchten helfen, dass Kunst und Kultur nicht verstummen, sondern eine starke Stimme behalten.“

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Diese ungemein herausfordernde Zeit braucht unser aller Solidarität. Dorit und Alexander Otto leisten mit ihrer Unterstützung einen wichtigen Beitrag, um die kulturelle Vielfalt in Hamburg zu erhalten. Dabei baut die Dorit & Alexander Otto Stiftung mit ihrer Initiative auf den guten Erfahrungen auf, die sie gemeinsam mit der Hamburgischen Kulturstiftung und zahlreichen Unterstützern im Frühjahr bereits gesammelt hat. Mäzene wie das Ehepaar Dorit und Alexander Otto machen mit ihrem kontinuierlichen Engagement die Vielfalt der Kunst- und Kulturszene in der Stadt erst möglich – auch und gerade in diesen schwierigen Zeiten. Dafür danke ich sehr!“

Gesa Engelschall, geschäftsführender Vorstand der Hamburgischen Kulturstiftung: „Für diese enorme Unterstützung und ihr zupackendes solidarisches Handeln danke ich Dorit und Alexander Otto von Herzen. Die Situation ist und bleibt für viele Künstlerinnen und Künstler angespannt bis existenzbedrohend. Daher freuen wir uns sehr, uns in diesem Umfang gemeinsam für sie einsetzen zu können. In unseren Kooperationen mit der Dorit & Alexander Otto Stiftung erleben wir deren Verantwortungsbewusstsein seit vielen Jahren hautnah. Wir sind sehr dankbar, sie auch in diesen unsicheren Ausnahmezeiten an unserer Seite zu wissen.“

Bereits zu Beginn der Corona-Pandemie hatte sich die Dorit & Alexander Otto Stiftung maßgeblich am Hilfsfonds „Kunst kennt keinen Shutdown“ der Hamburgischen Kulturstiftung beteiligt. Ermöglicht durch Stiftungen, Unternehmen und Privatpersonen wurden 302 Vorhaben freier Künstlerinnen und Künstler mit mehr als 700.000 Euro unterstützt.

Die Dorit & Alexander Otto Stiftung wurde 2011 von dem Hamburger Unternehmerpaar errichtet. Der Schwerpunkt liegt in der Förderung der Kunst, Kultur und Medizin. Zu ihren Förderungen zählen u.a. die Modernisierung der Hamburger Kunsthalle und des Staatlichen Museums Schwerin, die Restaurierung der St. Katharinen-Kirche und die Unterhaltung der Ambulanz für Traditionelle Chinesische Medizin am Mammazentrum des Jerusalem-Krankenhauses.

Die Hamburgische Kulturstiftung wurde 1988 als privatrechtliche Stiftung gegründet. Der Schwerpunkt liegt auf der Förderung des künstlerischen Nachwuchses in den Sparten Musik, Theater, Tanz, Performance, Bildende Kunst, Literatur und Film sowie der Kinder- und Jugendkultur. Aufgrund des geringen Stiftungskapitals und der niedrigen Erträge muss die Stiftung ihre Fördermittel laufend neu akquirieren. Als Mittlerin zwischen privaten Förderern, Wirtschaft und Kultur betreibt sie daher aktives Fundraising durch immer wieder neue Formate von Benefizveranstaltungen, einen Freundeskreis, Projektpatenschaften und Kooperationen mit anderen Stiftungen.

 

Zur Ausschreibung: https://www.kulturstiftung-hh.de/hilfsfonds/ausschreibung.html

 

]]>
„Kunst kennt keinen Shutdown“ https://www.tiefgang.net/kunst-kennt-keinen-shutdown/ Fri, 08 May 2020 22:47:21 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=6864 [...]]]> Die Kunst und Kultur trifft eine Krise wie die Covid19-Pandemie schnell und hart. Daher reagierten etliche Kulturstiftungen schnell und gründeten einen Hilfsfonds über die Hamburgische Kulturstiftung. Erste Künstler*innen bekommen nun Hilfsgelder.  Doch die Antragslage macht den weiteren hohen Bedarf deutlich.

In der Mitteilung der Stiftung heißt es:  

„Im Rahmen der ersten Förderrunde des Hilfsfonds »Kunst kennt keinen Shutdown« unterstützt die Hamburgische Kulturstiftung 162 freischaffende Hamburger Künstler*innen mit einer Gesamtsumme von rund 380.000 Euro. Gefördert werden Projekte aller Sparten von Bildender und Darstellender Kunst über Musik und Literatur bis zu Kinder- und Jugendkultur und Kulturvermittlung. Die Bandbreite der Formate reicht von virtuellen Ausstellungen, Podcasts, Streaming, Online-Unterricht und Austauschplattformen bis zu analogen Formen wie Hofkonzerten, künstlerischen Recherchen, Kunstwerken im öffentlichen Raum, Romanen und Künstlerbüchern. Die Künstler*innen konnten sich um eine Förderung von bis zu 2.500 Euro bewerben. Insgesamt waren 618 Anträge für den Hilfsfonds eingegangen, der mit seiner Ausrichtung auf künstlerisches Schaffen eine wichtige Ergänzung zu den Soforthilfemaßnahmen des Bundes und der Stadt Hamburg darstellt.

Gesa Engelschall, geschäftsführender Vorstand der Hamburgischen Kulturstiftung: »618

Anträge sind 618 persönliche Geschichten, die allesamt deutlich machen: Viele freischaffende Künstler*innen befinden sich derzeit in einer wirklich existenzbedrohenden Situation. Daher brauchen sie finanzielle Unterstützung, um überhaupt ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können. Gleichzeitig ist es elementar für sie, weiter zu arbeiten, mit ihrer Kunst wahrgenommen zu werden und dadurch mit anderen Menschen in den Austausch zu treten. Durch die großzügige Beteiligung von Hamburger Stiftungen und die immense Spendenbereitschaft der Hamburger*innen können wir einen Teil der Kunstschaffenden unterstützen. Doch der Bedarf ist groß. Daher ist Unterstützung für den Hilfsfonds weiter sehr willkommen!«

Aufgrund des großen Bedarfs und der hohen Qualität der eingereichten Vorhaben hat sich das Entscheidungsgremium aus Mitarbeiter*innen der Hamburgischen Kulturstiftung, der Rudolf Augstein Stiftung, der Claussen-Simon-Stiftung, der Körber-Stiftung und der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. entschieden, die geplante Gesamtsumme von 300.000 Euro für die erste Runde auf 380.000 Euro aufzustocken. So kann rund ein Viertel der Anträge gefördert werden. Es wird eine weitere Förderrunde des Hilfsfonds geben. Die Konzeption und die Ausschreibung werden gerade erarbeitet und im Laufe der nächsten Wochen bekannt gegeben.

Stephanie Reuter, Geschäftsführerin der Rudolf Augstein Stiftung: »Ein starkes Netzwerk ist in diesen Zeiten wichtiger denn je. Wir freuen uns daher besonders, dass es geglückt ist, für den Fonds Kräfte zu bündeln. Dass dies auch weiterhin notwendig sein wird, zeigt die hohe Zahl der Anträge – sie macht betroffen. Die Krise wirkt wie ein Brennglas: Legt sie doch die Ungerechtigkeiten und Schwachstellen unserer Systeme offen, auch in der Kultur. Die freischaffenden Künstler*innen tragen immens zur Vielfalt bei. Und doch: Sie verfügen über kein Sicherheitsnetz, leben häufig prekär – auch schon vor der Pandemie. Das wirkt sich allerdings kaum auf ihren Schaffensdrang aus, ihr Einsatz ist weiterhin hoch. Besonders beeindruckt hat uns der Ideenreichtum der Einreichungen. Viele möchten die Krise als  Chance nutzen, indem sie neue Formate entwickeln, neue Kanäle bespielen. Hauptprofiteur: wir alle. Künstlerische Denkanstöße öffnen neue Perspektiven. In Zeiten wie diesen unverzichtbar.«

Den Hilfsfonds »Kunst kennt keinen Shutdown« hat die Hamburgische Kulturstiftung Ende März gemeinsam mit weiteren Hamburger Stiftungen ins Leben gerufen, um freie Künstler*innen zu unterstützen, die von den Auswirkungen der Corona-Pandemie existenzbedrohend betroffen sind. Einem Spendenaufruf der Hamburgischen Kulturstiftung folgten zahlreiche Stiftungen, Unternehmen und Privatpersonen, so dass bisher 615.000 Euro zusammengekommen sind. Das Ziel des Hilfsfonds ist es, freien Künstler*innen durch unbürokratische Förderung die Fortsetzung ihrer Arbeit zu ermöglichen.

Der Hilfsfonds wird großzügig unterstützt von: Alfred Toepfer Stiftung F.V.S., ClaussenSimon-Stiftung, ZEIT-Stiftung, Rudolf Augstein Stiftung, Dorit & Alexander Otto Stiftung, Fischer Stiftung Hamburg, Körber-Stiftung, Klaus und Lore Rating Stiftung, Gabriele Fink Stiftung, Mara und Holger Cassens Stiftung, Martha Pulvermacher Stiftung, Stiftung Hamburger Hilfsspende, Stiftung Kulturglück, Quantum Immobilien AG sowie Susanne und Michael Liebelt, Berit und Rainer Baumgarten, Carolin und Nikolaus Ditting, Annegret und Claus-G. Budelmann, Catharina und Jan-Wilhelm Schuchmann, Christine und Heinz Lehmann, Constanze und Christian Wriedt, die Musiker*innen des NDR Elbphilharmonie Orchesters, Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg und der Symphoniker Hamburg sowie zahlreiche kleine und große Spenden von Privatpersonen.

Die Hamburgische Kulturstiftung wurde 1988 als privatrechtliche Stiftung gegründet. Der Schwerpunkt liegt auf der Förderung des künstlerischen Nachwuchses in den Sparten Musik, Theater, Tanz, Performance, Bildende Kunst, Literatur und Film sowie der Kinder- und Jugendkultur. Aufgrund des geringen Stiftungskapitals und der niedrigen Erträge muss die Stiftung ihre Fördermittel laufend neu akquirieren. Als Mittlerin zwischen privaten Förder*innen, Wirtschaft und Kultur betreibt sie daher aktives Fundraising durch immer wieder neue Formate von Benefizveranstaltungen, einen Freundeskreis, Projektpatenschaften und Kooperationen mit anderen Stiftungen.“

Spenden sind möglich an das Spendenkonto:

Hamburgische Kulturstiftung, IBAN: DE24 2012 0000 0052 7570 28, Stichwort: »Hilfsfonds«.

Quelle: www.kulturstiftung-hh.de

 

]]>
Unterstützung für freie Künstler*innen https://www.tiefgang.net/unterstuetzung-fuer-freie-kuenstlerinnen/ Fri, 27 Mar 2020 23:45:25 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=6615 [...]]]> Unter dem Motto „Kunst kennt keinen Shutdown“ hat die Hamburgische Kulturstiftung gemeinsam mit weiteren Hamburger Stiftungen einen Hilfsfonds ins Leben gerufen, um Spenden für die Unterstützung freier Künstlerinnen und Künstler in Hamburg zu sammeln.

Wer dazu beitragen möchte, kann unter dem Stichwort „Hilfsfonds“ an die Hamburgische Kulturstiftung spenden (Spendenkonto: Hamburgische Kulturstiftung, IBAN: DE24 2012 0000 0052 7570 28, Stichwort: „Hilfsfonds“).

Mehr als 400.000 Euro sind durch die Zusagen von Stiftungen, Unternehmen und Privatpersonen bereits zusammengekommen, darunter: Alfred Toepfer Stiftung F.V.S., Claussen-Simon-Stiftung, Rudolf Augstein Stiftung, Dorit & Alexander Otto Stiftung, Fischer Stiftung Hamburg, Körber-Stiftung, Klaus und Lore Rating Stiftung, Gabriele Fink Stiftung, Mara und Holger Cassens Stiftung, Stiftung Hamburger Hilfsspende, Quantum sowie Susanne und Michael Liebelt, Berit und Rainer Baumgarten, Carolin und Nikolaus Ditting, Annegret und Claus-G. Budelmann.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Wir müssen die Welle der Neuinfektionen brechen. Das macht weitreichende Beschränkungen des öffentlichen und kulturellen Lebens nötig. Seitdem klar ist, dass die Kultureinrichtungen vorübergehend schließen müssen, geht es auch um die Frage, wie wir die Kultur in unserer Stadt jetzt unterstützen können. Viele sind intensiv und engagiert dabei. Deswegen bin ich sehr dankbar für die Initiative der Hamburgischen Kulturstiftung. Die Spenden kommen direkt Projekten der jungen Kunst und der Kinder- und Jugendkultur zugute und ergänzen sinnvoll die Maßnahmen des Schutzschirms, den der Hamburger Senat aufgespannt hat. Ich freue mich in dieser schwierigen Zeit besonders, dass die Hamburger Stiftungen gemeinsam mit vielen Privatpersonen Verantwortung für unser Gemeinwesen übernehmen und eine lange Tradition des bürgerschaftlichen Engagements fortsetzen. Es ist an uns allen, dafür Sorge zu tragen, dass die Kulturlandschaft unserer Stadt in dieser schwierigen Zeit in ihrer Vielfalt erhalten bleibt. Dank an alle, die das unterstützen.“

Ansgar Wimmer, Vorstandsvorsitzender der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.: „Schnell, mit Augenmaß und abgestimmt mit den öffentlichen Hilfsangeboten Unterstützung für Kulturschaffende in Hamburg bereitzustellen – das ist das Ziel eines Förderfonds, den nun die Hamburgische Kulturstiftung auf den Weg bringen wird. Im Namen der Toepfer Stiftung, der bereits gefundenen großzügigen Unterstützerinnen und Unterstützer und auch des Bundesverbands Deutscher Stiftungen rufe ich ausdrücklich weitere Hamburger kulturfördernde Stiftungen, aber auch Unternehmen sowie Spenderinnen und Spender auf, nach ihren Möglichkeiten mitzutun. Es gilt jetzt, sich tatkräftig mit den Menschen solidarisch zu zeigen, die unsere Kulturlandschaft in Hamburg so reich machen!“

Gesa Engelschall, geschäftsführender Vorstand der Hamburgischen Kulturstiftung: „Die Künstlerinnen und Künstler sind in Not und brauchen unsere Unterstützung – nicht nur um die Lebenskosten für sich und ihre Familien zu decken, sondern auch um weiter künstlerisch arbeiten zu können. Das tun sie ohnehin meist schon unter prekären Bedingungen, die sich in dieser schwierigen Situation als existenzbedrohend erweisen. Umso ermutigender ist der Einfallsreichtum vieler Kunstschaffender, die uns jetzt zeigen: Die Kunst findet ihren Weg, auch wenn die Menschen zuhause bleiben! In dieser zutiefst verstörenden Zeit brauchen wir Kultur mehr denn je!“

Die Vergabemodalitäten für den Hilfsfonds werden gerade erarbeitet. Ziel ist es, vor allem freien Nachwuchskünstlerinnen und -künstlern durch unbürokratische Förderung die Fortsetzung ihrer Arbeit zu ermöglichen. Von den langfristig noch nicht abzusehenden Auswirkungen des Coronavirus sind viele von ihnen schon jetzt existenziell betroffen: Durch die Absage von Veranstaltungen und Schließung von Kultureinrichtungen ist ihnen von einem Tag auf den anderen ihr Einkommen weggebrochen.

Die Hamburgische Kulturstiftung wurde 1988 als privatrechtliche Stiftung gegründet. Der Schwerpunkt liegt auf der Förderung des künstlerischen Nachwuchses in den Sparten Musik, Theater, Tanz, Performance, Bildende Kunst, Literatur und Film sowie der Kinder- und Jugendkultur. Aufgrund des geringen Stiftungskapitals und der niedrigen Erträge muss die Stiftung ihre Fördermittel laufend neu akquirieren. Als Mittlerin zwischen privaten Förderern, Wirtschaft und Kultur betreibt sie daher aktives Fundraising durch immer wieder neue Formate von Benefizveranstaltungen, einen Freundeskreis, Projektpatenschaften und Kooperationen mit anderen Stiftungen.

Weiterführend: www.kulturstiftung-hh.de

]]>
Kunst im Fokus https://www.tiefgang.net/kunst-im-fokus/ Fri, 07 Feb 2020 23:45:08 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=6361 [...]]]> Im vergangenen Jahr hatte die Hamburgische Kulturstiftung im Rahmen ihrer Projektförderung einen Schwerpunkt auf die Bildende Kunst gelegt. Dieser wird nun um ein weiteres Jahr fortgesetzt.

Gesa Engelschall, Vorstand der Hamburgischen Kulturstiftung: »Wir wollen den künstlerischen Nachwuchs im Bereich Bildende Kunst darin bestärken, Vorhaben in Hamburg zu realisieren. Mit der Resonanz sind wir sehr zufrieden, die Zahl der Anträge in dem Bereich hat sich fast verdoppelt, und wir konnten viele spannende Projekte zusagen. Darauf möchten wir mit einer Fortsetzung des Schwerpunkts weiter aufbauen. So möchten wir zu guten Arbeitsbedingungen für junge Bildende Künstlerinnen und Künstler beitragen und deren Schaffen zu mehr Sichtbarkeit in unserer Stadt verhelfen.« Weitere Informationen und die Ausschreibung finden sich unter www.kulturstiftung-hh.de.

2019 hat die Hamburgische Kulturstiftung in der Sparte Bildende Kunst 25 Projekte mit einer Fördersumme von insgesamt 136.500 Euro zugesagt. Ermöglicht haben dies Förderinnen und Förderer, darunter Privatpersonen ebenso wie andere Stiftungen, die für den Schwerpunkt gespendet oder Projektpatenschaften übernommen haben. Unter den geförderten Vorhaben waren 2019 z. B. die Ausstellung »Hi Ventilation« zum 20-jährigen Bestehen des Kunstvereins Harburger Bahnhof und Franziska Opels raumgreifende Installation »Church of Cold Dreams« im ehemaligen Kiosk »14a«. 2020 finden unter anderem folgende Projekte statt: Gerrit Frohne-Brinkmann lässt mit »Backdrops« ab April in einer Parkgarage in der Hafencity praehistorische Unterwasserwelten entstehen. Die Kuratorinnen Lisa Klosterkötter und Elena Malzew veranstalten mit »GEGENWART. Doing Youth« im September ein viertägiges Ausstellungs- und Performanceprojekt, an der Hamburger und internationale Künstlerinnen und Künstler an ganz unterschiedlichen Orten von Institutionen über kleine Kunsträume bis zum öffentlichen Raum zu erleben sind. Und im Laufe des Jahres bespielen Künstlerinnen und Künstler wie Cordula Ditz, Annika Kahrs und Simon Hehemann den stillgelegten Paternoster im historischen Bieberhaus. Durch die Stiftung Stendar-Feuerbaum, eine Treuhandstiftung unter dem Dach der Hamburgischen Kulturstiftung, kann außerdem eine Studentin der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HFBK) mit einem einjährigen Stipendium unterstützt werden: die 26-jährige Österreicherin Naomi Sam, die im Schwerpunkt Bühnenraum bei Prof. Raimund Bauer studiert. Eine aus HFBK-Lehrenden besetzte Jury wählte die junge Künstlerin aufgrund ihrer überzeugenden Rauminstallationen und skulpturalen Arbeiten aus. Gesa Engelschall, Vorstand der Hamburgischen Kulturstiftung, wird das Stipendium im Rahmen der Eröffnung der HFBK-Jahresausstellung am 6. Februar 2020 um 19 Uhr verleihen. Die Stiftung Stendar-Feuerbaum, gegründet von der Bildhauerin Renate Stendar-Feuerbaum und dem Schauspieler Wolfang Stendar, widmet sich der Förderung junger Künstlerinnen und Künstler sowie dem Erhalt und der Vermittlung des künstlerischen Werks der Stifterin.

Die privatrechtliche Hamburgische Kulturstiftung wurde 1988 gegründet und von der Freien und Hansestadt Hamburg mit einem Startkapital von 2,5 Mio. D-Mark ausgestattet. Heute verwaltet sie unter ihrem Dach außerdem 16 Treuhandstiftungen, Fonds und Nachlässe sowie eine selbstständige Stiftung. Das aktuelle Stiftungskapital liegt bei 5,5 Mio. Euro (8,5 Mio. Euro inklusive der Stiftungen unter ihrem Dach). Seit ihrer Gründung konnte sie rund 1.900 Vorhaben mit rund 15 Mio. Euro unterstützen. Der Schwerpunkt der Förderung liegt auf Projekten junger Hamburger Künstlerinnen und Künstler der freien Szene in den Sparten Musik, Theater, Tanz, Performance, Bildende Kunst, Literatur und Film sowie der Kinderund Jugendkultur. 2019 förderte die Hamburgische Kulturstiftung gemeinsam mit den Stiftungen unter ihrem Dach insgesamt ca. 140 Projekte aller Sparten mit mehr als 900.000 Euro. Aufgrund des vergleichsweise geringen Stiftungskapitals und der niedrigen Erträge muss die Stiftung ihre Fördermittel Jahr für Jahr neu akquirieren. Als Mittlerin zwischen privaten Förderern, Wirtschaft und Kultur betreibt die Stiftung daher aktives Fundraising durch Benefizveranstaltungen, einen Freundeskreis, Projektpatenschaften und Kooperationen mit anderen Stiftungen.

Weitere Informationen: Ilka von Bodungen, Hamburgische Kulturstiftung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel.: 040 339099, bodungen@kulturstiftung-hh.de

Quelle: www.kulturstiftung-hh.de

 

]]>
Teresa steht fpoK https://www.tiefgang.net/teresa-steht-fpok/ Fri, 12 Jul 2019 22:46:53 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=5539 [...]]]> Für ihr Kindertheaterstück hat sie im Grunde immer alles dabei – ihren Körper und ein Instrument. Dafür wird Choreografin Teresa Hoffmann nun geehrt.

Wie die Hamburger Kulturstiftung mitteilt: 

„Der 7. Hamburger Kindertheaterpreis geht an Teresa Hoffmann. Mit dem Kindertheaterpreis würdigt die Hamburgische Kulturstiftung herausragende Produktionen der freien Hamburger Kindertheaterszene, die durch Originalität und Qualität überzeugen und neue künstlerische Impulse setzen. Die freie Choreografin und Tänzerin bekommt die mit 7.500 Euro dotierte Auszeichnung für das Tanz- und Musikstück »Die Welt steht fpoK«.

In der Produktion für Kinder ab 5 Jahren gehen Teresa Hoffmann, der Tänzer Marc Carrera und der Kontrabassist Kilian Müller auf abenteuerliche Entdeckungsreisen, indem sie – ohne Requisiten und große Effekte – aus dem Verwandlungspotenzial ihrer Körper und des Instruments schöpfen. Den 2. Platz (2.000 Euro) erhält das Theater Mär für die theatrale Reise »Und wir flogen tausend Jahre« für Kinder ab 5 Jahren, das Laut- und Gebärdensprache vereint. Mit dem 3. Platz (1.000 Euro) wird das Theater Fata Morgana für das generationenübergreifende Rechercheprojekt »Wenn ich groß bin« für Kinder ab 8 Jahren gewürdigt.
Die Preisverleihung findet am Sonntag, den 25. August 2019 um 12 Uhr im St. Pauli Theater statt. Im Anschluss an die Vergabe sind das Gewinnerstück sowie Auszüge aus den beiden weiteren ausgezeichneten Produktionen zu sehen.

Schirmherrin ist Jana Schiedek, Staatsrätin der Behörde für Kultur und Medien: »Der Kindertheaterpreis der Hamburgischen Kulturstiftung ist eine wichtige Anerkennung für die herausragende Arbeit der freien Theaterszene, die mit kreativen und originellen künstlerischen Ansätzen gerade auch bei Kindern und Jugendlichen die Begeisterung für das Theater weckt. Die Auszeichnung stärkt die öffentliche Wahrnehmung dieses wichtigen Genres. Es ist mir eine große Freude, den Preis als Schirmherrin überreichen zu dürfen und dadurch nicht nur den Preisträger*innen einen Anreiz zu stiften, weiterhin für Hamburg Stücke für junges Publikum zu entwickeln, sondern auch Danke zu sagen, für das große künstlerische Engagement.«
Gesa Engelschall, geschäftsführender Vorstand der Hamburgischen Kulturstiftung: »Schon die zahlreichen Anträge gaben ein lebendiges Bild davon, wie originell, vielfältig und von hoher Qualität die freie Kindertheaterszene in Hamburg ist und wie viele Künstler*innen dazu beitragen, dass dies so ist. Das zeigte sich sowohl in den Themen als auch in der Umsetzung der jeweiligen Stoffe. Und auch die Auswahl der Jury spiegelt diese Vielfalt wider. Ich freue mich sehr, dass wir mit Teresa Hoffmann eine aufstrebende junge Choreografin sowie mit dem Theater Mär und dem Theater Fata Morgana kontinuierliche Größen in der Kinder- und Jugendtheaterszene auszeichnen. Ich danke der Jury für ihre ausgezeichnete Arbeit. Ein weiterer großer Dank geht an die die Stifter*innen des Preises!«
Die Jury besteht aus Dagmar Ellen Fischer (freie Kulturjournalistin), Gundula Hölty (Geschäftsführerin FUNDUS Theater) und Matthias Schulze-Kraft (künstlerischer Leiter LICHTHOF Theater). Gestiftet wird der Preis von Erica Arenhold, dem Ehepaar Berit und Rainer Baumgarten sowie der Hildegard-Sattelmacher-Stiftung.

Hamburger Kindertheaterpreis

Der Hamburger Kindertheaterpreis wurde 2007 von der Hamburgischen Kulturstiftung in Kooperation mit der Gesellschaft Harmonie von 1789 ins Leben gerufen und wird alle zwei Jahre verliehen. Ziel des Preises ist es, die freie Hamburger Kindertheaterszene zu fördern und ihre Profilierung zu unterstützen. Eingereicht werden konnten Produktionen, die in den letzten beiden Jahren in Hamburg entstanden waren.
Zur Preisverleihung am Sonntag, den 25. August 2019 um 12 Uhr im St. Pauli Theater können sich Interessierte bei der Hamburgischen Kulturstiftung anmelden, telefonisch unter 040 339099 oder per E-Mail an  veranstaltungen@kulturstiftung-hh.de. Der Eintritt ist frei.“
Quelle: Hamburgische Kulturstiftung

 

]]>
Pieksige Fragen stachelige Stoffe https://www.tiefgang.net/pieksige-fragen-stachelige-stoffe/ Fri, 19 Apr 2019 22:28:17 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=5153 [...]]]> Einmal im Jahr wird ein besonderes Projekt  der Stadtteilkultur Hamburgs geehrt. Dieses Jahr ging es nach Jenfeld. Auch zwei Harburger Projekte waren nominiert.

Zehn Hamburger Kulturprojekte waren nominiert. Darunter auch die Kulturtage Süderelbe des Kulturhauses Süderelbe in Neugraben als auch das Projekt „3falt – Kunst, Kultur, Kreativität“ der Initiative SuedKultur, das in der leerstehenden Dreifaltigkeitskirche Harburgs eine kulturelle Umnutzung erprobte. Doch der Preis ging nach Jenfeld.

In der Mitteilung der Behörde für Kultur und Medien heißt es:

„Der 16. Hamburger Stadtteilkulturpreis wird heute Abend an das Theaterprojekt Jenkitos – Junges Theater Jenfeld der Freien Kulturinitiative (Quadriga gGmbH) verliehen. Seit zehn Jahren bieten die Jenkitos Theaterprojekte für Kinder und Jugendliche in Jenfeld an. Der Senator für Kultur und Medien Dr. Carsten Brosda übergibt den größten Preis der Hamburger Stadtteilkultur in einer festlichen Veranstaltung vor rund 200 Gästen im Oberhafen.  Die Dotierung des Preises ist dieses Jahr von 10.000 auf 12.000 Euro erhöht worden.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Stadtteilkultur ist Kultur von allen für alle, das macht sie so unabdingbar und unmittelbar. Sie schafft Formate und Inhalte, die es Jedem und Jeder ermöglichen, an Kultur zu partizipieren. Freie Träger wie Quadriga leisten auf diese Weise mit Projekten wie den Jenkitos gerade für die wichtige Zielgruppe der Neun- bis Neunzehnjährigen einen altersgerechten Zugang. Ich freue mich über die ausgezeichnete Wahl der Jury und wünsche den Preisträgern weiterhin viel Erfolg und dem Stadtteil viele inspirierende Momente!“

Gesa Engelschall, Geschäftsführender Vorstand der Hamburgischen Kulturstiftung: „Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, sich kulturell einzubringen, halte ich für überaus wichtig. Bei einer Theaterproduktion mitzuwirken, eine Rolle zu lernen, Masken zu bauen, zu tanzen oder zu musizieren tut gut, stärkt das Selbstbewusstsein und die eigene Persönlichkeit. Ein großer Dank an das Jenkitos-Team für die langjährige, so wertvolle Arbeit in Jenfeld!“

Petra Kochen, Vorstandsvorsitzende der Gabriele Fink Stiftung: „Mutig sein und Freiraum zulassen – genau das ermöglicht das Junge Theater Jenfeld! Wir hoffen, dass die Jenkitos ihrem Namen weiterhin alle Ehre machen: Also gerne mehr ‚pieksige‘ Fragen stellen und auch mal ‚stachlige‘ Stoffe auf die Bühne bringen!“

Ansgar Wimmer, Vorstandsvorsitzender der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.: „Der Stadtteilkulturpreis ist ein wunderbarer Kristallisationspunkt für das engagierte Zusammenwirken einer lebendigen lokalen Kulturszene, verschiedenen Stiftungen und Förderinnen und Förderer sowie der Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg. Das Junge Theater Jenfeld ist in diesem Jahr ein besonders treffender Preisträger, finden sich doch genau diese Akteure neuerdings gemeinsam mit der Schulbehörde auch in der sichtbaren Förderung kultureller Bildungsprojekte für Kinder und Jugendliche zusammen.“

Wibke Kähler-Siemssen, Geschäftsführerin der Patriotischen Gesellschaft von 1765: „Wir gratulieren von Herzen dem Jungen Theater Jenfeld zum Stadtteilkulturpreis 2019. Ein wohlverdienter Preis für ein beeindruckendes Projekt, das kulturelle Bildung, Teilhabe und Begeisterung für Theater mit so großartigen Kindern und Jugendlichen für den ganzen Stadtteil erlebbar macht.“

Corinne Eichner, Geschäftsführerin von STADTKULTUR HAMBURG: „Der Stadtteilkulturpreis hat für die Szene der Stadtteilkultur eine hohe Bedeutung, weil er Aufmerksamkeit auf die herausragenden Projekte der Stadtteilkultur und ihre hohen Qualitäten lenkt. An den Jenkitos lässt sich ablesen, was gute Stadtteilkulturarbeit vermag: Die Spielfreude und Ausdrucksstärke der jugendlichen Teilnehmer und Teilnehmerinnen sprechen Bände und wirken in den ganzen Stadtteil. Gratulation den Jenkitos und Dank allen Finalisten!“

Über die Jenkitos – Junges Theater Jenfeld

Seit zehn Jahren bietet die Freie Kulturinitiative über die Jenkitos Theaterprojekte für Kinder und Jugendliche in Jenfeld an. In jeder Spielzeit entstehen bis zu drei Theaterproduktionen mit rund 50 Akteurinnen und Akteuren im Alter von neun bis 19 Jahren. Die Stücke entwickeln die Gruppenmitglieder selbst, unterstützt von  erfahrenen Theaterpädagoginnen. Der Name Jenkitos ist ein Kunstwort aus „Moskito“ und „Jenfeld“: Moskitos sind überall auf der Welt beheimatet, und genauso international ist auch das Junge Theater Jenfeld. Und wie Moskitos sollen die Stücke hier und da „piksen“ – kritisch, unbequem und anspruchsvoll sein.

Die Jury sieht das Projekt Jenkitos als besonders preiswürdig an, da es kontinuierliche theaterpädagogische Arbeit in einem Stadtteil leistet, in dem 42 Prozent der Familien mit Kindern unter 15 Jahren von Sozialleistungen leben. Diesen schwierigen Umständen zum Trotz gelingt es dem Jenkitos-Team, zusammen mit den Kindern und Jugendlichen des Stadtteils Theaterproduktionen von hoher Originalität und künstlerischer Qualität zu realisieren. Die Lebenswirklichkeiten der Kinder und Jugendlichen, die sie selbst oft als defizitär wahrnehmen, werden für die selbst entwickelten Theaterstücke produktiv gemacht und rücken dadurch in ein neues Licht.

Zudem ermöglicht das Angebot der Jenkitos ei, eine stärkere Vernetzung und Teilhabe im Stadtteil: Zu den Aufführungen kommen auch Besucherinnen und Besucher aus dem Stadtteil, die sonst selten oder nie ins Theater gehen. Oft finden Veranstaltungen in öffentlichen Räumen wie Parks oder Einkaufszentren statt, so dass der Zugang über die Wahl des Ortes erleichtert wird.

Mit dem Preisgeld will die Jury den Jenkitos die Möglichkeit geben, die gute Arbeit auszubauen und weiterzuentwickeln und darüber hinaus ausdrücklich auch kleinere Initiativen und Projekte ermutigen, sich künftig für  den Hamburger Stadtteilkulturpreis zu bewerben.

Der Stadtteilkulturpreis 2019

Gestiftet und unterstützt wird der Stadtteilkulturpreis von der Hamburgischen Kulturstiftung, der Gabriele Fink Stiftung, der Patriotischen Gesellschaft von 1765 und der Behörde für Kultur und Medien. Die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. unterstützt die Umsetzung. STADTKULTUR HAMBURG, der Dachverband für Lokale Kultur und Kulturelle Bildung, ist als Experte und Szenekenner für Konzeption und Durchführung des Wettbewerbs zuständig.

Von Anfang November 2018 bis Anfang Januar 2019 konnten sich kulturelle Initiativen, Zentren und Vereine sowie Einzelpersonen, die sich in der Stadtteilkulturarbeit in Hamburg engagieren, für den Preis bewerben. Rund 40 Trägerinnen und Träger hatten sich mit ihren Projekten und Programmen beworben.

Als Finalisten nominierten die Preisstifterinnen und Unterstützer neben den jetzt ausgezeichneten Jenkitos weitere neun herausragende Projekte und Programme der Stadtteilkultur (in alphabetischer Reihenfolge): Das Projekt „3falt – Kunst, Kultur, Kreativität“ der Initiative SuedKultur, das Programm „Alle im Quartier“ des Goldbekhauses, die Kunstkurse „Farbmäuse und kleine Künstler“ von der LichtwarkSchule gUG, das Jugendfestival „Formation**NOW“ des Lukulule e.V., das Literaturprojekt „Grenzen überschreiben“ des Bramfelder Kulturladens, den „KIKU Leseclub“ des Kinderkulturhauses Lohbrügge, die „Kulturtage Süderelbe“ vom Kulturhaus Süderelbe, die Initiative „Nachbarschaftsgespräche“ des HausDrei und das Programm „Das Stiftviertel: Ein Quartier macht Kultur“ des Kulturladens St. Georg.

Bei der Preisverleihung am vergangenen Dienstga (16.4.2019) hielt die Geschäftsführerin der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren Ellen Ahbe die Laudatio. Zusammen mit Hella Schwemer-Martienßen von der Stiftung Hamburger Öffentliche Bücherhallen und Robert Hillmanns vom zakk Düsseldorf hatte sie den Preisträger aus der Vorauswahl der Preisstifterinnen und Preisstifter ermittelt.“

Quelle: Behörde für Kultur und Medien Hamburg

]]>
Freiräume der Stadtgesellschaft https://www.tiefgang.net/freiraeume-der-stadtgesellschaft/ Fri, 01 Feb 2019 23:34:54 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4791 [...]]]> Die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. unterhält am Georgshof eine Galerie, wo sie nun Kunst des Fonds „Freiräume“ zeigt. Auch aus Harburg. 

In der Pressemitteilung der Behörde für Kultur und Medien heißt es dazu:

„Noch bis zum 28. Februar 2019 sind in der Galerie am Georgshof künstlerische Ergebnisse und dokumentarische Fotografien aus kulturellen Projekten mit Geflüchteten zu sehen. Die Ausstellung in der Galerie der Alfred Toepfer Stiftung F. V. S. gibt einen Einblick in Aktivitäten, die durch den Fonds „FREIRÄUME!“ ermöglicht wurden. Im Rahmen des Fonds – den die Alfred Toepfer Stiftung F. V. S., die Körber-Stiftung und die Hamburgische Kulturstiftung initiiert sowie die Freie und Hansestadt Hamburg, zahlreiche Stiftungen, Unternehmen und Privatpersonen unterstützt haben – wurden in den vergangenen drei Jahren 100 Kulturprojekte aller Sparten für geflüchtete Kinder und Erwachsene mit insgesamt 755.000 Euro gefördert.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Es freut mich sehr, dass der Fonds ‚FREIRÄUME!‘ von 2015 bis heute Wirkung zeigt und zahlreiche Projekte in der Stadt umgesetzt werden konnten. Ein schönes Ergebnis ist es auch, dass durch die Ausstellung die Arbeiten mit und von Geflüchteten sichtbar und somit ganz selbstverständlich zu einem Teil der Hamburger Kulturlandschaft werden. Die Arbeiten geben uns und unseren neuen Mitbürgerinnen und Mitbürgern Gelegenheit, sich mit den Themen Heimat und unserer gemeinsamen Zukunft auseinanderzusetzen.“

Zur Eröffnung der Ausstellung sagte Gesa Engelschall, geschäftsführender Vorstand der Hamburgischen Kulturstiftung: „Die Exponate zeigen auf sehr berührende Art und Weise, wie wichtig geistige Freiräume und Orte der Begegnung sind und was aus ihnen entstehen kann. Umso dankbarer sind wir für das Engagement der zahlreichen großzügigen Unterstützer, die dies möglich gemacht haben.“ Ansgar Wimmer, Vorstandsvorsitzender der Alfred Toepfer Stiftung F. V. S. betonte: „Unser herzlicher Dank gilt auch den vielen Kulturinitiativen, Künstlerinnen und Künstlern, die sich mit größtem Einsatz der Arbeit mit Geflüchteten verschrieben haben. Der Fonds ‚FREIRÄUME!‘ hat auf beeindruckende Art und Weise gezeigt, was wir als Stadtgesellschaft gemeinsam bewirken können.“

Neben gemalten Bildern, Collagen, gebastelten Erzeugnissen und Fotos aus den Projekten ist ein Trickfilm zu sehen, den geflüchtete Kinder aus einer Bergedorfer Unterkunft gemeinsam mit Profis animiert und eingesprochen haben. Ausgestellt ist außerdem die „Afghan Box“, eine einfache Kamera in Schachtelform aus Holz, die in Afghanistan von Fotografen auf der Straße benutzt wird und von geflüchteten Jugendlichen im Werkhaus Münzviertel nachgebaut wurde. Gemeinsam ist allen Projekten, dass sie sich mit Themen wie Heimat oder Zukunft auseinandergesetzt haben: Wo fühle ich mich zu Hause, wie nehme ich meine neue Umgebung war, wie und wo möchte ich in Zukunft leben?

Die Ausstellung in der Galerie am Georgshof (Georgsplatz 10, 20095 Hamburg) ist bis zum 28. Februar 2019 jeweils Mittwoch und Donnerstag von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Folgende Projekte sind in der Ausstellung vertreten:

  • Mohalla – GWA St. Pauli e. V.
  • Strange at home – fraplab e. V.
  • Stimmen der Zukunft – Hajusom e. V.
  • Wir machen die Welle – Kunstinitiative Brookkehre
  • KunstGrenzgänge – LichtwarkSchule
  • Novaland – Deutsches SchauSpielHaus Hamburg
  • Bauen mit Lehm für Groß und Klein – Bunte Kuh e. V.
  • Ziemlich schöne Aussichten – Jan Köchermann und Karin Haenlein
  • Afghan-Box, Fotoprojekt mit geflüchteten Jugendlichen – Jugendsozialarbeit Schanzenviertel e.V.
  • Künstlergruppe für Flüchtlinge – Ulrike Hinrichs (siehe hierzu auch in ´Tiefgang`)
  • Kulturcafé Alltona – MOTTE e. V.

Der temporäre Fonds „FREIRÄUME!“ wurde 2015 von der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S., der Körber-Stiftung und der Hamburgischen Kulturstiftung in Zusammenarbeit mit STADTKULTUR HAMBURG ins Leben gerufen und von zahlreichen Hamburger Stiftungen, privaten Förderern und Unternehmen unterstützt. Im darauffolgenden Jahr konnten durch dieses einmalige bürgerschaftliche Engagement 42 Projekte mit 355.000 Euro unterstützt werden. 2017 wurde das Engagement weitergeführt. Nach einem Beschluss der Bürgerschaft durch die Freie und Hansestadt Hamburg wurden die von Stiftungen, privaten Förderern und Unternehmen erneut akquirierten Mittel in Höhe von 200.000 Euro um weitere 200.000 Euro aus dem Hamburger Integrationsfonds ergänzt. Somit standen im Jahr 2017 400.000 Euro für kulturelle Projekte mit Geflüchteten zur Verfügung, durch die 58 Projekte gefördert werden konnten. Die Förderentscheidungen traf eine Jury, der jeweils ein/e Vertreter/in der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S., der Körber-Stiftung, der Hamburgischen Kulturstiftung, der Behörde für Kultur und Medien, der LAG Kinder- und Jugendkultur sowie des Dachverbands STADTKULTUR HAMBURG angehörte.“

Quelle: www.hamburg.de/bkm

]]>
Die Freie Bildende Kunst https://www.tiefgang.net/die-freie-bildende-kunst/ Fri, 25 Jan 2019 23:25:19 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4782 [...]]]> Die Initiative freier Kunstorte ART OFF HAMBURG forderte im Herbst 2018 mehr Unterstützung. Das hat sich gelohnt.

Die Bildende Kunst braucht Unterstützung und ist im Gegenzug ein wichtiger Teil, über den sich eine zivilisatorische Stadtgesellschaft definiert. Das Ringen um mehr Akzeptanz und auch Geld hat nun Gehör gefunden („Tiefgang“ berichtete im November 2018)

In der Pressemitteilung der Behörde für Kultur und Medien heißt es nun:

„Stadt baut Unterstützung freier bildender Künstlerinnen und Künstler aus – Zwei Hamburger Stiftungen schaffen zusätzlich neue Förderprogramme

Die Stadt Hamburg baut mit dem kürzlich beschlossenen Doppelhaushalt 2019/2020 die Förderung der Freien Bildenden Kunst deutlich aus. Über drei Förderinstrumente unterstützt die Stadt Freie Bildende Künstler und Künstlerinnen sowie unabhängige Kunstorte verstärkt: Ab diesem Jahr wird die Höhe der Arbeitsstipendien für Bildende Kunst nahezu verdoppelt, die Programmförderung für Hamburger Kunstorte um über 40 Prozent erhöht und erstmals eine Ausstellungsvergütung eingeführt. Zusätzlich ermöglicht das Engagement der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius ein neues Kunststipendium für bereits etablierte Künstlerinnen und Künstler. Es umfasst jährlich sieben Projektstipendien á 10.000 Euro. Die Hamburgische Kulturstiftung stellt 2019 für Projektförderung des Nachwuchses im Bereich Freie Bildende Künste Fördermittel in Höhe von insgesamt mindestens 100.000 Euro zur Verfügung.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Freischaffende Künstlerinnen und Künstler geben mit ihren Arbeiten immer wieder wichtige Impulse und wirken als kreativer Motor. Hamburg zeichnet sich durch eine sehr vielfältige und engagierte Freie Szene in der Bildenden Kunst aus, die wir seit vielen Jahren unter anderem mit den Arbeitsstipendien erfolgreich unterstützen. Ich freue mich, dass es uns endlich gelungen ist, die vorhandene Förderung deutlich auszubauen und neue Förderinstrumente anzubieten. Wir werden diese Förderung auch in Zukunft im engen Austausch mit den Künstlerinnen und Künstlern der Freien Bildenden Kunst weiterentwickeln und an veränderte Bedingungen und Bedürfnisse anpassen.“

Prof. Dr. Michael Göring, Vorstandsvorsitzender der ZEIT-Stiftung, unterstreicht: „Mit dem Bucerius Kunst Forum hat die ZEIT-Stiftung ein markantes Ausstellungsforum geschaffen, den Ankaufsetat der Kunsthalle und des Museums für Kunst und Gewerbe unterstützt sie seit vielen Jahren. Mit den neuen Kunststipendien engagiert sich die Stiftung für Bildende Künstler in der Hansestadt, die sich bereits durch qualitätvolle Arbeiten empfohlen haben. Deren Kreativität zu stärken, ist uns wichtig.“

Gesa Engelschall, geschäftsführender Vorstand der Hamburgischen Kulturstiftung: „Wir freuen uns sehr, dass sich von mehreren Seiten etwas tut für die Bildenden Künstlerinnen und Künstler in unserer Stadt. Neben der Verbesserung der Arbeitsbedingungen ist es uns ein Anliegen, die Vielfalt und das Potenzial des Nachwuchses in diesem Bereich noch sichtbarer zu machen. Mit dem Schwerpunkt Bildende Kunst im Rahmen unserer Projektförderung 2019 wollen wir jungen Künstlerinnen und Künstlern, Kuratorinnen und Kuratoren verstärkt ermöglichen, ihre Vorhaben in Hamburg zu realisieren.“

Der Ausbau der Förderinstrumente im Einzelnen:

Die Arbeitsstipendien für Bildende Kunst der Freien und Hansestadt Hamburg werden in diesem Jahr erstmals von 820 Euro auf 1.500 Euro monatlich erhöht. Damit wird diese wichtige Unterstützung des künstlerischen Nachwuchses deutlich aufgewertet. Jedes Jahr fördert die Behörde für Kultur und Medien mit diesen Stipendien seit 1981 für jeweils ein Kalenderjahr zehn Bildende Künstlerinnen und Künstler, die in einem zweistufigen Verfahren von unabhängigen Fachjurys ausgewählt werden. Die Arbeitsstipendien gelten als Auszeichnung für herausragende künstlerische und besonders förderungswürdige Positionen und sollen es den Stipendiatinnen und Stipendiaten ermöglichen, sich ein Jahr lang der Weiterentwicklung und Festigung ihrer künstlerischen Ansätze zu widmen und neue Projekte zu verfolgen.

Programmförderung:

Die Behörde für Kultur und Medien vergibt über eine Jury einmal im Jahr Fördermittel für die Jahresprogramme nicht kommerzieller, selbst verwalteter Künstlerhäuser und Kunstorte in Hamburg. Die Mittel für diese Programmförderung werden in diesem Jahr erstmals von 140.000 Euro auf 200.000 Euro pro Jahr angehoben und steigen damit um über 40 Prozent.

Ausstellungsvergütung:

Neu führt Hamburg eine Ausstellungsvergütung für Bildende Künstler und Künstlerinnen ein. 2019 stehen dafür 100.000 Euro zur Verfügung, ab 2020 jährlich 200.000 Euro. Aus diesen zusätzlichen Mitteln können die durch die Behörde für Kultur und Medien geförderten unabhängigen Kunstorte in Hamburg den Künstlerinnen und Künstlern, deren Arbeiten sie ausstellen, eine Vergütung hierfür zahlen.

Zusätzlich zur Förderung durch die Stadt haben in diesem Jahr auch zwei Hamburger Stiftungen ihre Förderung für die Bildende Kunst ausgebaut:

Die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius vergibt für drei Jahre je sieben Kunststipendien mit einem Gesamtbetrag von 250.000 Euro an professionell arbeitende bildende Künstlerinnen und Künstler sowie Künstlergruppen, um größere Vorhaben aller Formate zu fördern.

Auch die Hamburgische Kulturstiftung hat für 2019 einen Schwerpunkt auf die Förderung der Bildenden Kunst gesetzt und stellt für die Projektförderung in diesem Bereich 2019 Fördermittel in Höhe von insgesamt mindestens 100.000 Euro zur Verfügung.“

Weitere Informationen: www.kulturstiftung-hh.de

 

]]>
Das Jahr der Bildenden Kunst! https://www.tiefgang.net/das-jahr-der-bildenden-kunst/ Fri, 28 Dec 2018 23:40:54 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4669 [...]]]> Sie wurde einst gegründet, um den Rückgang öffentlicher Zuschüsse zu kompensieren. Nach 30 Jahren ist sie beinahe unersetzlich geworden: die Hamburgische Kulturstiftung.

Nun feiert sie also 30jähriges Bestehen und sie hat auch 2019 wieder einiges vor.

In der Mitteilung heißt es:

„Am heutigen 22. Dezember 2018 wird die Hamburgische Kulturstiftung 30 Jahre alt. Zum Ausklang des Jubiläumsjahrs blickt Gesa Engelschall, geschäftsführender Vorstand der Hamburgischen Kulturstiftung, zurück und gibt einen Ausblick auf 2019: „Wir danken unseren Förderern und Kooperationspartnern für ein ereignis- und spendenreiches Jubiläumsjahr.
Durch ihr Engagement konnten wir 2018 mehr als 160 spannende Vorhaben junger Kunstschaffender sowie der Kinder- und Jugendkultur in Hamburg unterstützen und werden auch 2019 großzügig fördern können. Einen Schwerpunkt legen wir dabei auf die Bildende Kunst. Es ist uns ein Anliegen, die Vielfalt und das Potenzial des Nachwuchses in diesem Bereich noch sichtbarer zu machen.“

Im Rahmen des Förderschwerpunkts Bildende Kunst 2019 soll eine gezielte Ausschreibung jungen Künstlerinnen und Künstlern, Kuratorinnen und Kuratoren ermöglichen, ihre Vorhaben in Hamburg zu realisieren. Daher stellt die Hamburgische Kulturstiftung für die Projektförderung im Bereich Bildende Kunst 2019 Fördermittel in Höhe von insgesamt mindestens 100.000 Euro zur Verfügung. Weitere Informationen finden sich in der Ausschreibung.

Die Hamburgische Kulturstiftung fördert Vorhaben von jungen Kulturschaffenden sowie Kinder- und Jugendkulturprojekte der freien Szene aller Sparten in Hamburg. Dabei möchte sie Künstlerinnen und Künstler insbesondere in den ersten Jahren nach der Ausbildung auf dem Weg in die Professionalität begleiten und unterstützen. Über den Förderschwerpunkt hinaus können auch 2019 Projekte anderer Sparten eingereicht werden.

Gegründet wurde die Hamburgische Kulturstiftung 1988 auf Initiative des damaligen Kultursenators Prof. Dr. Ingo von Münch, um den Rückgang öffentlicher Mittel mit neuen Fördermodellen auszugleichen. Dafür wurde die privatrechtliche Stiftung mit einem Startkapital von 2,5 Mio. D-Mark ausgestattet. Heute verwaltet die Hamburgische Kulturstiftung unter ihrem Dach außerdem 15 Treuhandstiftungen, Fonds und Nachlässe. Das aktuelle Stiftungskapital liegt bei 5 Mio. Euro (8 Mio. Euro inklusive der Stiftungen unter ihrem Dach). Seit ihrer Gründung hat die Stiftung mehr als 1.600 Vorhaben mit rund 13 Mio. Euro gefördert. Gemeinsam mit den Stiftungen unter ihrem Dach kann sie pro Jahr rund 1 Mio. Euro an mehr als 150 Förderprojekte ausschütten. Aufgrund des vergleichsweise geringen Stiftungskapitals und der niedrigen Erträge muss die Stiftung ihre Fördermittel Jahr für Jahr neu akquirieren. Als Mittlerin zwischen privaten Förderern, Wirtschaft und Kultur betreibt die Stiftung daher aktives Fundraising durch Benefizveranstaltungen, einen Freundeskreis, Projektpatenschaften und Kooperationen mit anderen Stiftungen.“
Quelle: Hamburgische Kulturstiftung

Weitere Informationen:
Ilka von Bodungen, stellv. Geschäftsführung
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Projektbereich Junge Kunst und Kultur
Hamburgische Kulturstiftung, Hohe Bleichen 18, 20354 Hamburg
Tel.: 040 339099; bodungen@kulturstiftung-hh.de

 

]]>