Hilfsfonds – Tiefgang https://www.tiefgang.net Kultur, Politik, Kulturpolitik und mehr Mon, 16 Nov 2020 14:46:45 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 Eine Million Euro für Kunst https://www.tiefgang.net/eine-million-euro-fuer-kunst/ Fri, 13 Nov 2020 23:23:43 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=7388 [...]]]> Corona macht der Kunst zu schaffen, ganz gleich welches Genre. Deshalb wurden nun ein Hilfsfonds aufgelegt, der Hamburger Künstler*innen helfen wird.

In der Mitteilung der Behörde für Kultur und Medien Hamburg heißt es:

„Die Dorit & Alexander Otto Stiftung unterstützt Hamburgs Künstlerinnen und Künstler in der anhaltend schwierigen Corona-Situation mit einer Million Euro. Dafür hat die Stiftung in Kooperation mit der Hamburgischen Kulturstiftung die Aktion „Kultur hält zusammen“ in Verbindung mit einem Hilfsfonds initiiert. Dieser soll es den Künstlerinnen und Künstlern ermöglichen weiter zu arbeiten, damit die Vielfalt der Hamburger Kulturlandschaft erhalten bleibt. In einer ersten Förderrunde können sich einzelne Künstlerinnen und Künstler um 2.000 Euro und Gruppen um 4.000 Euro bewerben. Die Ausschreibung und weitere Informationen finden sich unter www.kulturstiftung-hh.de. Die Antragstellung ist vom 13. bis zum 20. November 2020 ausschließlich online möglich. Für die erste Jahreshälfte 2021 ist eine weitere Förderrunde geplant. Das Hamburger Abendblatt und NDR Kultur sind Medienpartner der Aktion.

Dorit Otto, Vorstandsvorsitzende der Dorit & Alexander Otto Stiftung: „Schon vor dem zweiten Lockdown war für uns klar, dass wir etwas für die Künstlerinnen und Künstler in Hamburg tun möchten. Mit diesem Fonds wollen wir ein Zeichen setzen, wie unverzichtbar ihr Wirken für unsere Gesellschaft ist. Wir freuen uns über jede Idee, suchen aber insbesondere Projekte, die auch Menschen erreichen, welche beispielsweise sozial benachteiligt sind oder isoliert leben müssen. Wir möchten helfen, dass Kunst und Kultur nicht verstummen, sondern eine starke Stimme behalten.“

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Diese ungemein herausfordernde Zeit braucht unser aller Solidarität. Dorit und Alexander Otto leisten mit ihrer Unterstützung einen wichtigen Beitrag, um die kulturelle Vielfalt in Hamburg zu erhalten. Dabei baut die Dorit & Alexander Otto Stiftung mit ihrer Initiative auf den guten Erfahrungen auf, die sie gemeinsam mit der Hamburgischen Kulturstiftung und zahlreichen Unterstützern im Frühjahr bereits gesammelt hat. Mäzene wie das Ehepaar Dorit und Alexander Otto machen mit ihrem kontinuierlichen Engagement die Vielfalt der Kunst- und Kulturszene in der Stadt erst möglich – auch und gerade in diesen schwierigen Zeiten. Dafür danke ich sehr!“

Gesa Engelschall, geschäftsführender Vorstand der Hamburgischen Kulturstiftung: „Für diese enorme Unterstützung und ihr zupackendes solidarisches Handeln danke ich Dorit und Alexander Otto von Herzen. Die Situation ist und bleibt für viele Künstlerinnen und Künstler angespannt bis existenzbedrohend. Daher freuen wir uns sehr, uns in diesem Umfang gemeinsam für sie einsetzen zu können. In unseren Kooperationen mit der Dorit & Alexander Otto Stiftung erleben wir deren Verantwortungsbewusstsein seit vielen Jahren hautnah. Wir sind sehr dankbar, sie auch in diesen unsicheren Ausnahmezeiten an unserer Seite zu wissen.“

Bereits zu Beginn der Corona-Pandemie hatte sich die Dorit & Alexander Otto Stiftung maßgeblich am Hilfsfonds „Kunst kennt keinen Shutdown“ der Hamburgischen Kulturstiftung beteiligt. Ermöglicht durch Stiftungen, Unternehmen und Privatpersonen wurden 302 Vorhaben freier Künstlerinnen und Künstler mit mehr als 700.000 Euro unterstützt.

Die Dorit & Alexander Otto Stiftung wurde 2011 von dem Hamburger Unternehmerpaar errichtet. Der Schwerpunkt liegt in der Förderung der Kunst, Kultur und Medizin. Zu ihren Förderungen zählen u.a. die Modernisierung der Hamburger Kunsthalle und des Staatlichen Museums Schwerin, die Restaurierung der St. Katharinen-Kirche und die Unterhaltung der Ambulanz für Traditionelle Chinesische Medizin am Mammazentrum des Jerusalem-Krankenhauses.

Die Hamburgische Kulturstiftung wurde 1988 als privatrechtliche Stiftung gegründet. Der Schwerpunkt liegt auf der Förderung des künstlerischen Nachwuchses in den Sparten Musik, Theater, Tanz, Performance, Bildende Kunst, Literatur und Film sowie der Kinder- und Jugendkultur. Aufgrund des geringen Stiftungskapitals und der niedrigen Erträge muss die Stiftung ihre Fördermittel laufend neu akquirieren. Als Mittlerin zwischen privaten Förderern, Wirtschaft und Kultur betreibt sie daher aktives Fundraising durch immer wieder neue Formate von Benefizveranstaltungen, einen Freundeskreis, Projektpatenschaften und Kooperationen mit anderen Stiftungen.

 

Zur Ausschreibung: https://www.kulturstiftung-hh.de/hilfsfonds/ausschreibung.html

 

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Kohle für die Kunst! https://www.tiefgang.net/kohle-fuer-die-kunst/ Thu, 09 Apr 2020 07:37:37 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=6717 [...]]]> Unter dem Motto „Kunst kennt keinen Shutdown“ schreibt die Hamburgische Kulturstiftung bis zum 15. April 2020 Hilfen für freischaffende Hamburger Künstler*innen aller Sparten bis zu 2.500 Euro aus.

In der Mitteilung der Stiftung heißt es:

„Wann Kulturveranstaltungen, wie sie für uns selbstverständlich waren, wieder möglich sein werden, wissen wir nicht. Umso ermutigender ist der Einfallsreichtum, den viele Kunstschaffende jetzt schon an den Tag legen. Sie zeigen uns, dass die Kunst ihren Weg findet, auch wenn die Menschen zuhause bleiben! Gemeinsam mit anderen Hamburger Stiftungen hat die Hamburgische Kulturstiftung unter dem Motto »Kunst kennt keinen Shutdown« einen Hilfsfonds aufgelegt. Das Ziel ist es, Künstler*innen der freien Szene dabei zu unterstützen, weiterzuarbeiten, ihre Arbeit sichtbar zu machen und neue Formate auszuprobieren. Ganz gleich ob via Website, Podcast, Streaming, Hörspiel, Online-Kurs, Aufnahme, gedruckte Form, Recherche-Report, Werkarchiv etc. – die Präsentationsform liegt bei den Antragsteller*innen und kann provisorischen, experimentellen Charakter haben.

Die Förderung durch den Hilfsfonds der privatrechtlichen Hamburgischen Kulturstiftung und weiterer Stiftungen versteht sich nicht als Alternative, sondern als zusätzliche Unterstützung zur öffentlichen Fördermöglichkeit durch die sogenannte Sofort-Hilfe.

Wer kann einen Antrag stellen?

In Hamburg arbeitende freie Künstler*innen aller Sparten (Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Musik, Literatur, Film, Fotografie, Kinder- und Jugendkultur, kulturelle Bildung sowie interdisziplinäre Vorhaben). Dabei richtet sich die Ausschreibung an Künstler*innen (alle drei Kriterien müssen erfüllt sein)

  • deren Einkommenssituation durch die Absage von Kulturveranstaltungen und Beschäftigungen in der Kulturvermittlung existenzbedrohend beeinträchtigt ist,
  • die in der Künstlersozialkasse gemeldet sind (Nachwuchskünstler*innen, die aufgrund ihrer kurzen Berufserfahrung noch nicht in der KSK sind, bilden die Ausnahme),
  • die in Hamburg leben bzw. schwerpunktmäßig in Hamburg arbeiten.

Was wird gefördert?

  • Die Entwicklung und Umsetzung neuer Formate sowie das Bespielen neuer Kommunikationskanäle, um die eigene Arbeit auch in der aktuellen Situation sichtbar zu machen
  • Die Erarbeitung neuer Konzepte für Projekte, die aufgrund der aktuellen Situation nicht so durchgeführt werden können wie geplant und in der aktuellen Situation einer neuen Präsentationsform bedürfen
  • Die Arbeit an Vorhaben, auch wenn der Zeitpunkt und die Form der Präsentation noch nicht feststehen

Welche Summe kann beantragt werden?

  • Künstler*innen können bis zu 2.500 Euro beantragen

Welche Kosten sind förderfähig?

  • Honorare (für die künstlerische und organisatorische Arbeit sowie ggf. technische Umsetzung)
  • Sachkosten

Wann und wie kann ich einen Antrag stellen?

Ausschließlich digital über das Antragsformular im Zeitraum vom 9. April 2020 bis 15. April 2020 um 18 Uhr. Das Antragsformular wird am 9. April im Laufe des Tages auf dieser Seite freigeschaltet.

Was sollte der Antrag umfassen?

  • Kurze Projektbeschreibung (max. 1.500 Zeichen, Konzept des Projekts und der Umsetzung, Kurzbiografie, ggf. Link oder max. 5 MB großes PDF zu Arbeitsproben)
  • Kurze Darstellung der Kosten
  • Kurze Beschreibung der finanziellen Situation und Einkommensausfälle
  • Nachweis über KSK-Mitgliedschaft in Form des letzten Jahresbescheids über Rentenversicherung (2019 oder 2018, wenn der für 2019 noch nicht vorliegt)
  • Kontoverbindung

Wie und wann wird über die Anträge entschieden?

Die Anträge werden von Mitarbeiter*innen der beteiligten Stiftungen gesichtet und bewertet. Entscheidungskriterien sind:

  • Vollständigkeit des Antrags
  • Stimmigkeit der Projektskizze und des Kostenplans
  • Aktuelle persönliche und finanzielle Situation

Wir werden versuchen, die Anträge so schnell wie möglich zu bearbeiten, können das Antragsaufkommen allerdings nicht abschätzen. Wir streben an, innerhalb von 1 bis 2 Wochen nach Fristende eine Antwort zu geben und die Förderung auszuzahlen. Die Antwort erfolgt per E-Mail.

Quelle und weitere Infos unter: www.kulturstiftung-hh.de/hilfsfonds

 

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