Irina von Jagow – Tiefgang https://www.tiefgang.net Kultur, Politik, Kulturpolitik und mehr Fri, 31 Mar 2023 08:55:04 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.3 Die Neue bei der Stiftung Denkmalpflege https://www.tiefgang.net/die-neue-bei-der-stiftung-denkmalpflege/ Fri, 31 Mar 2023 22:37:44 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=9863 [...]]]> Am 1. April 2023 übernimmt Dr. Ulrike Pluschke die Geschäftsführung der Stiftung Denkmalpflege Hamburg. Sie tritt damit die Nachfolge von Irina von Jagow an, die zum 30. Juni nach 28 Jahren in den Ruhestand geht.

Pluschke bringt als Volljuristin und Kulturmanagerin vielfältige Erfahrungen in Theorie und Praxis des Stiftungswesens mit. Zuletzt war sie Geschäftsführerin der Kulturstiftung des Landes Schleswig-Holstein und als Referatsleiterin „Kulturelle Infrastruktur“ im Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur in Kiel tätig.

An der von der ZEIT-Stiftung getragenen Bucerius Law School in Hamburg wirkte Ulrike Pluschke am Aufbau und an der Weiterentwicklung der Hochschule mit, u.a. als Gründungsdirektorin des Zentrums für Studium generale und Persönlichkeitsentwicklung. Sie war Lehrbeauftragte für Kulturmanagement an der Universität Tübingen und hat an der Universität Köln zu vertragsrechtlichen Fragen des Kultursponsorings promoviert.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Mit Dr. Ulrike Pluschke wird die Stiftung Denkmalpflege in kundige Hände übergeben. Ich freue mich, dass sie mit ihrer langjährigen Leitungserfahrung in Management und Verwaltung an der Schnittstelle von Bildung, Kultur und Stiftungswesen die Stiftung mit großem Engagement voranbringen wird und damit die langfristige Förderung der Denkmalpflege in der Stadt gesichert werden kann. Zugleich danke ich Irina von Jagow für ihre lange engagierte Arbeit für die Denkmalpflege in Hamburg. Sie hat über fast drei Jahrzehnte zahlreiche Denkmalprojekte in der Hansestadt maßgeblich unterstützt und sich erfolgreich für den Erhalt unseres baukulturellen Erbes eingesetzt.“

Dr. Ulrike Pluschke (Foto: Seplu)

Dr. Ulrike Pluschke, Geschäftsführerin der Stiftung Denkmalpflege Hamburg: „Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe und werde mich mit Leidenschaft und Enthusiasmus für den Erhalt der Kulturdenkmäler meiner Heimatstadt Hamburg einsetzen. Gemeinsam mit dem Vorstand möchte ich die strategische Weiterentwicklung der Stiftung Denkmalpflege vorantreiben und die erfolgreiche Arbeit mit neuen Impulsen fortsetzen.“

Die 1978 gegründete Stiftung Denkmalpflege Hamburg hat die Aufgabe, die Erhaltung und Pflege von Bau-, Kunst- und Gartendenkmälern in der Hansestadt zu fördern. Sie wurde mit dem Ziel ins Leben gerufen, der staatlichen Denkmalpflege eine private Institution an die Seite zu geben, um im besten Sinne öffentliche Hand und bürgerliches Engagement in den Dienst der Denkmalpflege zu stellen. Mit eigenen und eingeworbenen Mitteln konnten bisher weit über 200 Denkmalprojekte gefördert werden.

Irina von Jagow wird Ende Juni nach 28 Jahren als Geschäftsführerin in den Ruhestand gehen. In ihrer Amtszeit konnte der historische Immobilienbestand der Stiftung um das Kanzlerhaus Harburg, die Bergedorfer Mühle und die Fontenay‘schen Häuser erweitert werden. Sie verhalf mit der Stiftung hunderten von Denkmalförderprojekten – bauliche Maßnahmen an Privathäusern, Kirchen, Schulen und Museen – zum Erfolg und engagierte sich darüber hinaus für die Öffnung des jüdischen Friedhofs Königstrasse und den Bau des Besucherzentrums sowie für die Versetzung und Wasserführung des Stuhlmannbrunnens. In Stadtpark, Volkspark und Jenischpark konnten Brunnen, Tempel, Tore und Gebäude wie Torhäuser denkmalgerecht instandgesetzt und restauriert werden. Zudem sicherte sie zusammen mit dem Vorstand durch eine frühzeitige Umschichtung des Stiftungsvermögens in Immobilien dessen dauerhaften Bestand. Seit Beginn ihrer Tätigkeit veranstaltet die Stiftung den Tag des offenen Denkmals zusammen mit dem Denkmalschutzamt Hamburg, der seit der Pandemie von ihr um ein digitales Format erweitert wurde, und regelmäßige Veranstaltungen in und zu Hamburgs Denkmälern.

 

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KulturSpur. Ein Fall für den Denkmalschutz https://www.tiefgang.net/kulturspur-ein-fall-fuer-den-denkmalschutz/ Fri, 02 Sep 2022 22:33:41 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=9298 [...]]]> Einmal im Jahr können Sie Hamburgs Baukultur auf besondere Art erleben. Bei Führungen, Rundgängen und kulturellen Veranstaltungen in normalerweise nicht öffentlich zugänglichen Baudenkmälern, erfahren Sie vom 9. bis 11. September die Baugeschichte und erleben das historische Flair der vielfältigen Hamburger Denkmallandschaft.

Denkmalpfleger, Architekten, Kunsthistoriker sowie Eigentümer und Initiativen, die sich um den Erhalt denkmalgeschützter Bauten kümmern, stellen Gebäude und aktuelle Projekte vor.

Eröffnet wird der Denkmaltag in Hamburg am Freitag, den 9. September mit der Auftaktveranstaltung des Denkmalschutzamtes in der ehemaligen Kirche St. Maximilian-Kolbe, Wilhelmsburg. Alle Informationen zur Anmeldung bis 5.9. finden Sie im Programmheft.

Vom 9. bis 11 September laden dann rund 160 Veranstaltungen dazu ein, die Hamburger Denkmallandschaft zu erkunden, mit Besichtigungen, Führungen und Rundgänge für Erwachsene und Kinder sowie Fahrten mit historischen Fahrzeugen. Zahlreiche neue Denkmäler sind dieses Jahr dabei.

Zusätzlich bieten ein buntes Kulturprogramm und Angebote für Familien die Möglichkeit, ausgewählte Denkmäler neu zu erleben.

Die digitalen Angebote zum Hamburger Denkmaltag werden am Freitag, den 9. September um 11 Uhr unter www.denkmaltag-hamburg.de freigeschaltet.

„KulturSpur. Ein Fall für den Denkmalschutz” lautet das Motto des Tags des offenen Denkmals® und lädt ein, sich auf spannende Spurensuche zu begeben. Welche Spuren wurden durch menschliches Handeln an Denkmälern hinterlassen? Welche Geschichten erzählen diese und welche Schlüsse zieht die Denkmalpflege daraus? Manchmal ziehen sich architektonische Kulturspuren ganz offensichtlich durch die ganze Stadt und prägen sie, wie zum Beispiel die traditionsreiche Backsteinbauweise von Oberbaudirektor Fritz Schumacher. Oft sind diese Spuren auch so verdeckt, dass sie wieder freigelegt werden müssen, wie so manch ausgeklügeltes Farbkonzept in den Bauten der Moderne von Karl Schneider.

Irina von Jagow, Stiftung Denkmalpflege Hamburg:„Über 40 Denkmäler konnten mit Hilfe der Stiftung Denkmalpflege gerettet werden. Am Denkmaltag können Sie auch die Arbeit der Restauratoren bewundern: Wie bei der praktischen Restaurierung wollen wir symbolisch ein wenig an der Fassade der historischen Denkmäler kratzen und Spuren der wechselnden Zeiten, Moden und des technischen Wandels aufspüren. Ein besonderes Anliegen in Zeiten des Krieges ist uns, das bedrohte kulturelle Erbe der Ukraine mit der Ausstellung Denkmalromanze in St. Katharinen zu zeigen, die extra für den Denkmaltag produziert wurde.“

Das gesamte Programmheft steht hier zum download bereit: www.denkmalstiftung.de

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Der Blick nach oben https://www.tiefgang.net/der-blick-nach-oben/ Fri, 23 Apr 2021 22:04:09 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=7859 [...]]]> Sie ist 111 Jahre alt, 50 Quadratmeter groß, besteht aus fast 400 Einzelglasscheiben in verschiedenen Formaten und besitzt in Hamburg und Deutschland einen hohen Seltenheitswert. Jetzt wird sie zum Hingucker.

Seit März 2019 wurde die denkmalgeschützte Jugendstil-Glasdecke von 1910 dank fachlicher Expertise und finanzieller Unterstützung von Denkmalschutzamt und Stiftung Denkmalpflege Hamburg für insgesamt rund 150.000 Euro in der Werkstatt des Denkmalschutzamtes restauriert. Ihren eigentlichen Platz hat sie aber in einer früheren Fleischerei in einem denkmalgeschützten Wohn- und Geschäftshaus im Eppendorfer Weg. Dort wird sie nun wieder eingebaut.

In dem Ladengeschäft im Eppendorfer Weg, das früher eine Fleischerei war und heute von einer Agentur genutzt wird, findet man noch die gesamte Wand- und Deckendekoration, die aus Fliesen mit Jugendstilschmuck und der Glasdecke besteht. Die aufwendig bemalte Decke ist in der Technik der Hinterglasmalerei gestaltet. Hierbei wurden Ölfarbe und Vergoldungen rückseitig aufgemalt. Die Glasfelder werden von gläsernen Schmuckleisten gerahmt, die wiederum mit goldenen Pflanzenmotiven verziert und an den Ecken mit kleinen Glasplatten mit gusseisernen Zierknöpfen versehen sind. Es handelt sich um einen filigranen, handwerklich aufwändigen Deckenschmuck wie er für die Fleischereien im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts typisch war, heute in Deutschland jedoch nur noch selten anzutreffen ist.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Die historische Glasdecke ist ein wundervolles Beispiel dafür, dass Denkmalschutz nicht an der Außenfassade eines Gebäudes aufhört. Oft hat uns auch das Innenleben eines Denkmals viel zu erzählen und birgt wahre Denkmalschätze. Denkmalschutzamt und Stiftung Denkmalpflege Hamburg haben sich hier gemeinsam für den Erhalt dieser 111 Jahre alten Jugendstil-Glasdecke eingesetzt, die Dank der Expertise der Restauratorinnen nun hoffentlich mindestens weitere 111 Jahre das Ladengeschäft im Eppendorfer Weg schmücken wird.“

Irina von Jagow, Geschäftsführerin der Stiftung Denkmalpflege Hamburg: „Ein seltenes und besonders repräsentatives Beispiel für die handwerkliche und künstlerische Qualität der Ausstattung von Ladengeschäften des Einzelhandels im frühen 20.Jahrhundert konnte mit Hilfe der Stiftung Denkmalpflege Hamburg gerettet werden.“

Im „Speicher für Restaurierung und Kommunikation“ in der Speicherstadt widmete sich Amtsrestauratorin Ruth Hauer-Buchholz in den vergangenen zwei Jahren zusammen mit den freien Restauratorinnen Petra Klier und Andrea Junken der Herausforderung, Ölfarben und Blattgold auf den zwei bis drei Millimeter dünnen Glasscheiben von grobem Schmutz und Staub zu befreien. Die Malschicht wurde in Feinarbeit wieder an den Glasträgern befestigt und Fehlstellen retuschiert. Mit dem Abschluss der Restaurierung und dem Wiedereinbau der Glasdecke konnte ein rares Zeugnis einer kostbaren historischen Ladenausstattung aus der Zeit vor dem Ersten Weltkriegt erhalten werden.

Quelle: www.hamburg.de/bkm

 

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Tag des offenen Denkmals 2020 https://www.tiefgang.net/tag-des-offenen-denkmals-2020/ Fri, 04 Sep 2020 22:00:47 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=7202 [...]]]> Vom 11. bis 13. September findet der Tag des offenen Denkmals unter dem Motto „Denkmal als Chance“ in Hamburg statt. Auch in Harburg.

Über hundert Veranstaltungen vom 11. bis 13. September laden ein, die Hamburger Denkmallandschaft zu erkunden. Viele Denkmäler sind sonst nicht öffentlich zugänglich und nur an diesem Wochenende für Interessierte geöffnet. Eine große Anzahl der Denkmäler wurde mit Unterstützung der Stiftung Denkmalpflege Hamburg restauriert oder erhalten. Das Programm unter dem Motto „Denkmal als Chance“, von den Veranstalterinnen und Veranstaltern flexibel an die Gegebenheiten der Corona-Pandemie angepasst, ermöglicht mit vielen Freiluftbesichtigungen und Radtouren, Hamburgs Denkmäler direkt vor Ort zu erleben.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Dem großen Engagement der Veranstalterinnen und Veranstalter und der Eigentümer haben wir es zu verdanken, dass Hamburgs reiche und wertvolle Baukultur, trotz der Corona bedingten Einschränkungen auch in diesem Jahr sichtbar wird. Passend zum diesjährigen Motto ‚Denkmal als Chance‘, zeigt uns die Mischung aus Digital- und Freiluftangeboten auch Möglichkeiten auf, wie vielfältig Hamburgs Denkmallandschaft auch zukünftig präsentiert und für Interessierte zugänglich gemacht werden kann.“

Irina von Jagow, Geschäftsführerin der Stiftung Denkmalpflege Hamburg: „Denkmal als Chance“ kann in der aktuellen Situation nicht nur auf die Bauwerke selbst bezogen werden, sondern auch auf die vielen Akteure rund um die Stiftung Denkmalpflege Hamburg, die das Programm koordiniert. Sie sind es, die es ermöglichen, dass der Denkmaltag in Hamburg die Chance bietet, wieder Kultur vor Ort genießen zu können und Eindrücke direkt am Denkmal zu erfahren.“

In Harburg gibt es folgendes Programm:

  • Barkassen-Shuttle zwischen dem Hamburger Hafen und dem Harburger Binnenhafen

Fahrzeiten am So. mit Informationen zur Route und zu den Denkmälern im Harburger Binnenhafen: ab Ponton Hohe Brücke 2, HafenCity („Mäuseturm“ ggü. Miniaturwunderland)

bis Lotsekai / Kanalplatz, Harburger Binnenhafen: 9.30, 13 und 16.30 h ab Lotsekai / Kanalplatz, Harburger Binnenhafen: 11.15, 14.45 und 18.15 h

Fußweg zum Harburger Binnenhafen vom S-Bahnhof Harburg-Rathaus (15 Min.)

(Ausgang Neue Straße) – Unterführung B73 / Bahn – Binnenhafen

Veranstalter: Museumshafen Harburg e. V

  • Fahrradtour „Denkmale in Harburg: Bekannt unbekannt-umstritten vergessen-verändert“

Mit dem eigenen Fahrrad quer durch Harburg werden offen zugängliche Denkmale im Zentrum, in Wilstorf und in Heimfeld angefahren. Einige sind sehr bekannt und auch umstritten, andere dagegen völlig unbekannt, unbeachtet, wieder andere verlagert und vergessen.

Die Entstehungsgeschichte und der Umgang mit dem jeweiligen Denkmal werden dabei erläutert. Die Rundfahrt durch Harburg dauert 3–4 Stunden (ca. 15 km). Veranstalter: Geschichtswerkstatt Harburg e. V.

  • Liebherr Portalkran

Der Liebherr-Portalkran von 1972 steht für die industriell-gewerbliche Epoche der etwa 1.000-jährigen Geschichte des Harburger Binnenhafens. Er wurde von der Firma Mulch Güterservice bis 2006 für den Umschlag von Schüttgut genutzt.

Nach Verlagerung des Betriebs rettete die KulturWerkstatt Harburg den Kran, der jetzt im Museumshafen Harburg e. V. integriert ist. Denkmalgerecht saniert, ist der betriebsbereite, begehbare „KulturKran“ heute ein Open-Air-Veranstaltungsort. Zwei Eisenbahnwaggons, ein Schiebewandwagen (Hbis 299) und ein Güterwagen (Gbs 213) ergänzen das Industrie-Ensemble. Veranstalter: Museumshafen Harburg e. V.

  • Peiner Werftkran W40

Der blaue Werftkran W40 von Peiner bildet mit dem gelben Liebherr Portalkran (s. XY) ein  Ensemble der industriellen Vergangenheit des Harburger Binnenhafens. 1960 gebaut, mit 6t Nutzlast, wurde er seit 1982 von der Firma Neven & Grube Lotsekai für den Umschlag von Futtermitteln eingesetzt. Die Kulturwerkstatt Harburg hat ihn übernommen und 2016 wegen der Kai- und Oberflächensanierung am Standort demontiert. Fördermittel ermöglichten die Instandsetzung des Krans. Der Museumshafen Harburg e. V. möchte den Kran nach Abschluss aller Arbeiten mit dem Konzept „Betrieb durch Erhalt“ wieder in Betrieb nehmen. Veranstalter: Museumshafen Harburg e. V.

  • Harburger Schloss

Die ersten Festungsbauten auf der Elbinsel wurden im 13. Jh. errichtetet. Im 16. Jh. von Herzog Otto I. zum Renaissanceschloss ausgebaut, war der Bau ab 1644 von einer Zitadelle umgeben. Nach dem Tode des letzten Herzogs hatte er vor allem militärische Bedeutung und

war bis in die 1890er Jahre Sitz des Landratsamtes. Die Insel wurde Sitz der „Harburger Schlosswerft“, das Gebäude wurde als Wohnhaus genutzt. In dessen Keller befindet sich der wohl älteste erhaltene Raum Hbgs. aus der Zeit um 1440. Aktuell wird der historische Gewölbekeller in seinen Ursprung zurückversetzt und restauriert. Veranstalter: Archäologisches Museum Hamburg und Stadtmuseum Harburg

  • Wartesaal Kunstverein Harburger Bahnhof

Der 1897 in Betrieb genommene Personenbahnhof Harburg ist ein im Stil des Historismus errichteter Backsteinbau in romanischen und norddeutsch-gotischen Formen (1896/97, Hubert Stier). Der Neubau war bereits der dritte Bahnhof in Harburg. Im prunkvollen ehem. Wartesaal 1. & 2. Klasse mit Holz-Kassettendecke befindet sich heute ein Kunstverein. Der

Raum ist einer der wenigen erhaltenen Versammlungsräume mit freistehender Deckenkonstruktion und zugleich die letzte historische Bahnhofswartehalle Hamburgs. Veranstalter: Kunstverein Harburger Bahnhof & Deutsche Gesellschaft für Eisenbahngeschichte

  • Harburger Rathaus

Das Harburger Rathaus wurde 1892 nach Entwürfen des Architekten Christoph Hehl im Stil der flämischen Renaissance fertig gestellt. Das Stadthaus von 1830 am Sand war für die Verwaltungsaufgaben Harburgs zu klein geworden. Das Rathaus besitzt eine prachtvolle Fassade, die sich in einen vorspringenden Mitteltrakt und zwei kleinere Seitenrisalite gliedert. Den Großen Sitzungssaal schmücken historische Buntglasfenster, das repräsentative Treppenhaus führt unter das Dach, wo sich seit dem Wiederaufbau nach dem 2. Weltkrieg an Stelle des Wappens das Uhrwerk der Turmuhr befindet. Veranstalter: Bezirksamt Harburg

  • Fahrradtour „Harburger Denkmäler per Rad – Erinnern. Erhalten. Neu denken“

Die Tour mit dem eigenen Fahrrad führt zu den „Hotspots“ der Harburger Denkmallandschaft der letzten 10 Jahre. Angefahren werden u. a. das „Harburger Schloss“, der Harburger Binnenhafen, der Karnapp, die Neue Straße, über den Marktplatz bis zum Bahnhof. Die Führung mit Denkmalpfleger und Architekt Christoph Schwarzkopf erfolgt als Telefonkonferenz. Deshalb ist eine Teilnahme nur mit geeignetem Smartphone mit Kopfhörern sinnvoll. Veranstalter: Verein BauKunstBildung

Auch von zuhause aus hat man die Chance, Denkmäler digital zu erleben. Dafür wurden neue Formate geschaffen, um über die Denkmallandschaft zu informieren. So hat auch in unserer der Vergangenheit zugewandten Welt Corona einen Innovationsschub verursacht. Neben der Dokumentation von Restaurierungen werden Video-Rundgänge, Audio- und virtuelle Führungen und sogar Konzerte als Livestream angeboten.

Das tagesaktuelle Programm sowie die Broschüre als PDF sind ab sofort online unter www.denkmalstiftung.de/denkmaltag verfügbar.

Das digitale Programm wird freigeschaltet am Freitag, den 11. September um 12 Uhr unter www.denkmalstiftung.de/denkmaltag

In Hamburg koordiniert die Stiftung Denkmalpflege Hamburg die Veranstaltung. Bundesweit wird der Denkmaltag von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz organisiert. Er steht als Teil der „European Heritage Days“ unter der Schirmherrschaft des Europarats und findet europaweit im September statt.

 

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Stiftung Denkmalpflege feiert 40jähriges https://www.tiefgang.net/stiftung-denkmalpflege-feiert-40jaehriges/ Fri, 23 Nov 2018 23:08:53 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4569 [...]]]> Das Kanzlerhaus in der Neuen Straße aber auch aktuell das Harburger Schlossgewölbe waren ohne die Stiftung Denkmalpflege kaum denkbar. Nun feiert sie 40jähriges.

Über acht Millionen Euro für den Denkmalschutz in Hamburg – in den 40 Jahren ihres Bestehens hat die STIFTUNG DENKMALPFLEGE HAMBURG 227 Denkmäler und Denkmalprojekte mit einem Gesamtbetrag von über fünf Millionen Euro gefördert. Rund dreieinhalb Millionen Euro flossen in die Sanierung und Restaurierung eigener denkmalgeschützter Immobilien.

In der Pressemiteilung heißt es:

„Der Senator für Kultur und Medien, Dr. Carsten Brosda, eröffnete Donnerstag den Festakt mit einem Grußwort und sagte dort: „40 Jahre Stiftung Denkmalpflege Hamburg sind eine Erfolgsgeschichte. In dieser Zeit hat die Stiftung mit großem Engagement nicht nur Zuwendungen an Denkmaleigentümer vergeben, sondern diese auch auf vielfältige Weise unterstützt. Die Stiftung hat außerdem Vorbildliches geleistet bei der Mittelbeschaffung für Denkmalschutz und Denkmalpflege, bei der Erhaltung und Restaurierung von und in der Öffentlichkeitsarbeit für den Denkmalschutz.“

Irina von Jagow, Geschäftsführerin Stiftung Denkmalpflege Hamburg: „Als Scharnier zwischen staatlichem Denkmalschutz und privatem Engagement in der Denkmalpflege konnte die Stiftung Denkmalpflege Hamburg in 40 Jahren vieles bewegen und anstoßen, das sonst vielleicht unterblieben wäre: Zum Beispiel die Versetzung des Stuhlmannbrunnens, die Rettung der Renaissancefresken in St. Jacobi, die Erschließung des Jüdischen Friedhofs Altona und statt Abriss die Umnutzung der Kirche St. Maximilian Kolbe in Wilhelmsburg.“

Die STIFTUNG DENKMALPFLEGE HAMBURG wurde 1978 von der Stadt Hamburg als Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet und als gemeinnützig anerkannt. Sie wurde mit dem Ziel ins Leben gerufen, der staatlichen Denkmalpflege eine private Institution zur Seite zu stellen um im besten Sinne öffentliche Hand und Privatwirtschaft in den Dienst der Denk-malpflege zu stellen. So wird die Stiftung von einem Netz engagierter Personen begleitet, deren unterschiedliche Hintergründe sie stets bereichert haben.

Das Kanzlerhaus in der Neuen Straße.

Bei der Gründung übertrug die Stadt der Stiftung die letzte vor dem Abriss bewahrte Straßenzeile des ehemaligen Gängeviertels am Bäckerbreitergang/Ecke Dragonerstall in der Neustadt, dem Sitz ihrer Geschäftsstelle. Es folgten weitere – zumeist sanierungsbedürftige – Gebäude, die, nach dem Vorbild des National Trust in Großbritannien, einen Kern genuin Hamburger Baukultur der letzten Jahrhunderte bilden und für die kommenden Generationen instand gesetzt und restauriert wurden: Hierzu zählen neben der Häuserzeile am Bäckerbreitergang/Dragonerstall u. a. die Fontenay’schen Häuser. Dazu erwarb die Stiftung selbst das Kanzlerhaus in Harburg sowie die Holländermühle in Bergedorf.

Seit 1986 ist die Stiftung auch fördernd tätig und hat 227 Projekte ermöglicht, die die Vielfalt der Hamburger Bau-, Garten- und Kunstdenkmäler widerspiegeln. So konnten u. a. die Restaurierung der Renaissancefresken im Herrensaal von St. Jacobi oder – mit Hilfe von Spenden Hamburger Bürger – die bronzenen Kaiserstatuen am Hamburger Rathaus restauriert sowie die Millerntorwache und der Stuhlmann-Brunnen restauriert und transloziert werden. Aktuell ist das größte Einzelprojekt der STIFTUNG DENKMALPFLEGE HAMBURG die Erforschung und Restaurierung des Jüdischen Friedhofs Altona. Auf dem Friedhof erbaute die Stiftung das Besucherzentrum und bietet ein regelmäßiges Führungsprogramm an.

Gemeinsam mit dem Denkmalschutzamt veranstaltet sie zudem seit über 20 Jahren den Tag des offenen Denkmals in Hamburg, der 2018 über 25.000 Besucher zu 140 Führungen und Veranstaltungen lockte.

Ihr Jubiläum begeht die STIFTUNG DENKMALPFLEGE HAMBURG am heutigen Donnerstag mit langjährigen Weggefährten und Freunden, darunter der Senator für Kultur und Medien Dr. Carsten Brosda und Prof. Dr. Jörg Haspel, Präsident von ICOMOS Deutschland.“

Weiterführender Link: www.denkmalstiftung.de 

Quelle: www.hamburg.de/bkm

 

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