Jazzclub im Stellwerk https://www.tiefgang.net Sat, 04 Apr 2020 16:33:47 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1 Review: Jazzclub im Stellwerk https://www.tiefgang.net/review-jazzclub-im-stellwerk/ Sat, 04 Apr 2020 16:30:57 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=6678 [...]]]> Einst startete das Stellwerk im September 2005 als Ort für Theater, Literatur, Tanz, und Musik, insbesondere Jazz.

Nach einiger Zeit blieb nur der Jazz und die Location, direkt über Gleis 3 im Bahnhof Harburg wurde zu einem Club, der zahlreiche nationale und internationale Jazzmusiker*innen versammelte und einiges davon wurde als Videos dokumentiert.

Ende 2011 übergab das bis dahin unentgeltlich ehrenamtlich arbeitende  Jazzteam vom Stellwerk den Club an neue Betreiber, da aus verschiedenen Richtungen der Widerstand gegen den Jazzclub (u.a. eine später ins Leere gelaufen Klage über 12.000 €) zu groß wurde.

Jetzt, in Corona-Zeiten, hier ein Review zu einigen Aufnahmen, die sich je nach Ton- und Bildqualität durchaus online sehen, hören und erleben lassen können.

2006: Mitschnitt Jon Hammond Band – Pocket Funk

 

Februar 2007: Bericht der einstigen Kultursendung „Lampenfieber“ des TV-Senders Hamburg1

 

2007: Kultursendung „Lamenfieber“ von Hamburg1-TV über das Projekt „Kröten für Tröten“ des Jazzclubs im Stellwerk

 

Mai 2007: kurzer Ausschnitt mit Legende Peter Brötzmann, Adam Melbye and Håkon Berre live at Jazzclub im Stellwerk

 

Dez. 2007: das Hamburger „U-Boot-Orchester“

 

2008: Samuel Quinto Trio – Água de Beber

 

März 2008 – (musikalische) Feier zum 70. Geburtstag von Prof. Dieter Glawischnig, einstiger Leiter des Jazzstudiengangs der Hochschule für Musik und Theater sowie Leiter der NDR-BigBand und Ehrenpräsident des Jazzclubs im Stellwerk

 

Sommer 2008 – Bericht auf Hamburg 1 zum „Jazz on boat“-Trip vom Jazzclub im Stellwerk

Und auch das Hamburg Journal berichtete:

 

Juni 2009: Mitschnitt Boriana Dimitrova Quartett – Traurige Rause

2009: der Sänger Taco („Puttin´ on the ritz“) mit BigBand im Stellwerk

 

2010: Quéke – CD Release Party

 

2010: Il Viaggio

 

Okt. 2010:  Phishbacher New York Electric Trio

 

Okt. 2011: Lily Dahab – „Se todos fossem iguais a voce“ im Jazzclub im Stellwerk Hamburg

 

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Musikbezirk Harburg! https://www.tiefgang.net/musikbezirk-harburg/ Fri, 20 Sep 2019 22:08:33 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=5788 [...]]]> Wer hätte das 2010 gedacht? In diesem Jahr steigt am 19. Oktober die 9. SuedKultur Music-Night und belegt die Lebendigkeit nicht nur der Harburger Musikszene.

Als 2009 die Idee der noch recht jungen Initiative SuedKultur aufkam, eine Art „Nacht der Clubs“ im Süden Hamburgs auf die Beine zu stellen, war nicht absehbar,  wohin der Weg führen würde.

Damals gab es den Rieckhof, den Old Dubliner, den Jazzclub im Stellwerk, das Café Leben in Heimfeld. Das Consortium hatte gerade seine Pforten schließen müssen, dafür brachte sich das Marias Ballroom als Konzertlocation frisch ins Rennen. Hat Harburg überhaupt das Potenzial für eine echte Music-Night? Wohl schon, war man sich einig. Aber glaubt uns das jemand?

Tricky Panda heizt im Old Dubliner ein

Als der Vorstandsvorsitzende der Eisenbahnbauvereinsgenossenschaft Harburg, Joachim Bode davon erfuhr, war er als Live-Musik-Fan gleich davon angetan. Das ist doch endlich mal was für Harburg! Unvergessen damals seine spontane Zusage, die Music-Night mit sagenhaften 5.000,- € zu unterstützen – mit der Aussage: „aber bitte nicht nur einmal!“

Diese Aus- und zugleich Zusage hat bis heute gehalten und war zugleich Garant für die Grundstruktur des immer noch jung daher kommenden non-profit-Festivals.

Joachim Bode vom Eisenbahnbauverein: „Wenn wir den Wohn- und Lebensstandort Harburg auf diese Art und Weise ein Stück nach vorne bringen können, freut uns das sehr. Da machen wir gerne weiterhin mit. Die SuedKultur Music-Night wirkt nach unserem Eindruck bereits weit über den Bezirk hinaus und hat inzwischen viele ´Wiederholungstäter´!“

Schon der Start damals zeigte: Scharen von Leuten liefen von einem Club zum anderen, feierten die Musik, die Clubs und letztlich sich selbst. „Und es war immer friedlich, freundlich und ohne besondere Vorkommnisse“, so Projektleiter Heiko Langanke, der die Music-Night von ihren Anfängen her begleitet.

Beim Dachverband der Hamburger Musikclubs, dem Clubkombinat Hamburg, wurde mit den Jahren auch wahrgenommen, dass die Live-Musik-Stadt Hamburg südlich der Elbe ein impulsives Eigenleben führt. Geschäftsführer Thore Debor: „Bereits um 9. Mal feiert der Hamburger Süden die SuedKultur Music-Night und sich selbst. Und das zu recht – denn wer es schafft ein Event mit 40 Bands auf 15 Bühnen für 5 € auf die Beine zu stellen, hat auch allen Grund dazu. Hut ab und weiter so!“

Janina Dunklau singt bei ContraZt in Heimfeld

In diesem Jahr nun also geht es am Sonnabend, den 19. Oktober in die 9. Runde und wieder sind es 15 Locations mit  40 Live-Acts, die für nur einmalig 5,- €  Eintritt erlebbar sind. Wie jedes Jahr ist auch 2019 klar: alle Gigs schafft niemand, aber doch ist für jeden etwas dabei.

So gibt es Jazz und Filmmusik in der Marmstorfer Auferstehungskirche, in der die Little BigBand spielt. Die Formation hat sich im Neugrabener Kulturhaus Süderelbe gegründet und sich ein hörenswertes Programm aus Film- und Jazzmusik aber auch Rock und Pop angeeignet.

Auch im Kulturcafé Komm du wird die Formation Bruder Schwarz mit Fusion Jazz zu hören sein und in der St. Paulus Kirche Heimfeld, die erstmals bei der Music-Night teilnimmt, zelebriert  das Blues-Urgestein Körrie Kantner mit seiner „not so BigBand“ einen vielstimmigen Kanon aus Blues, Swing, Funk und Soul.

Singer-Songwriter sind auch wieder reichlich vertreten. So im Gloria-Tunnel mit dem Duo cookies for the cat, im Sozialkontor Harburg an der Schwarzenbergstraße oder im Heimfelder Nachbarschaftstreff beim Verein ContraZt e.V. mit dem Duo Marlo Grosshardt und Viktor bzw. dem Moorburger Joe Merz.

Psychodelisches gibt es auch. Der Harburger Architekt Carsten Lünzmann baut sein Büro in der Buxtehuder Straße 56 kurzerhand um in den „Millimeterklub“ und dort spielen um 19.30h die Krautrocker „Voodoo Diodes“ auf. Im Marias Ballroom (Lasallestraße) hingegen übernimmt dieses Genre die eigens aus Frankfurt anreisende Band Nazca Space Fox, die sich in der bundesweiten Szene einen herausragenden Ruf erworben hat.

Klezmer und Tango bedient die Band „Zorro Gris“ in der Marmstorfer Auferstehungskirche, Reggae und Roots der Musiker Elan Zack im Café „Komm du“ und für suburbanen Tanzsound sorgt das Stellwerk im Haeburger Bahnhof mit der „Funk Soul Allnighter“-Nacht.

Bruder Schwarz jazt im Komm du

 

Das Ende seiner Europatour wird zudem im „Komm du“ der US-Amerikaner Christopher Worth mit seiner Band WORTH feiern. Wer selbst Musik machen will, ist zur Open-Mic-Bühne ins Heimfelder „Alles wird schön“ geladen, in der später auch eine Jam-Session läuft. Ebenso gejammt wird in der Kulturwerkstat Harburg am Kanalplatz oder im Gloria-Tunnel.

Weitere Top Acts finden sich in der Fischhalle Harburg mit dem US-Sänger Jay Kalian oder der Weltmusik-Formation Makatumbe, in der „Stumpfen Ecke“ mit der Partyband „Die Gäste“, in der Wilhelmsburger Deichdiele mit dem Skandinavier Flemming Borby sowie im Nachbarschaftstreff Heimfeld mit der Leipziger Punkband „wonach wir suchen“.

Pastor von der Weppen singt bei Marius Müler Willenlos in Marmstorf

Zwei Wermutstropfen gibt es leider auch: die Inselklause kann u.a. wegen des Open-Air-Live-Musik-Verbots dieses Jahr ebenso wenig mitmischen wie die Akademie für Musik und Kultur. Diese muß ihren TanzRaum zum Oktober an die Hamburger Stromnetz GmbH abgeben und hat neue Räume noch nicht in Aussicht. Das gesamte Programm wird etwa 2 Wochen vor der Music-Night in etlichen Kulturläden ausliegen und auch im Internet abrufbar sein. Am Abend selbst wählt man den Club seines Vertrauens, zahlt dort 5,- €, bekommt ein Music-Night-Armband und kann damit auch alle anderen Locations besuchen.

Der Hamburger Getränkehersteller Flora Power steuert auch dieses Jahr manche Mate-Drinks und Säfte bei. Unterstützung für Druckkosten und Plakatierung erfährt die Initiative SuedKultur durch die Eisenbahnbauvereinsgenossenschaft Harburg und den Verfügungsfonds Soziale Stadt des Bezirks Harburg.

Ab kommender Woche stellen wir bis zur Music-Night in einer Serie wieder einzelne Locations und Bands vor …

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10 Jahre SuedKultur! Von wegen, nix los! https://www.tiefgang.net/10-jahre-suedkultur-von-wegen-nix-los/ Fri, 16 Dec 2016 18:13:21 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=195 [...]]]> Die Kulturinitiative feiert zum Jahreswechsel 2016/2017 ihre 10jährige Existenz – Grund genug, in einer lockeren Folge auf einige Ereignisse zurück zuschauen …

„In Harburg ist doch nichts los…!“ Solche oder ähnliche Sätze haben die Initiatoren vom Café Leben!,  Consortium, Theater Harburg, Jazzclub im Stellwerk oder SchauRaum alle schon mal gehört. Vielleicht eine Trugschluss medialer Wahrnehmung?

Nun haben wir uns vorgenommen, jene Kultur, die auch in ganz Hamburg auf Interesse stößt,  aber im Süden der Stadt nun mal passiert, in eine geballte Informationsform zu bringen: die SuedKultur. Sie versteht sich also als eine Auslese an Kulturterminen. Die erste Ausgabe – pünktlich zu den anderen Vorsätzen des Neuen Jahres und mit freundlicher Unterstützung des Bezirksamtes – haben Sie vor gerade Augen. Sie können sie gedruckt oder als Pdf per Internet beziehen. Firmen können Sie in Ihre Firmennetzwerke stellen oder Sie lassen sie sich per eMail senden.

Und wenn Ihnen die SuedKultur besser gefällt als gedacht, können Sie uns helfen: nehmen Sie die Angebote wahr, spenden Sie oder schalten Sie eine Anzeige.

Machen Sie was draus!

Die Initiatoren“

Das waren im Dezember 2006 die einleitenden Sätze, mit denen die SuedKultur als Kulturinitiative startete. Ihr damalig oberstes Ziel war es, die Wahrnehmung der kulturellen Angebote im Süden Hamburgs zu stärken.

Am Anfang geschah das mit einer monatlich gedruckten Ausgabe im DIN A 4-Format, in der sich ausführliche Ankündigungen zu Kulturterminen fanden, von denen die Veranstalter meinten, sie könnten hinsichtlich ihrer inhaltlichen Relevanz auch überall in der Stadt stattfinden. Sogar ein Gespräch mit dem damaligen Geschäftsführer der Harburg-Freudenberger Maschinenbau GmbH und heutigem Wirtschaftssenator, Frank Horch, gab es kurz darauf. Und nachfolgend auch eine kleine finanzielle Unterstützung.

Und in der ersten gedruckten SuedKultur-Ausgabe im Januar 2007 fand sich gar ein Grußwort der damaligen Kultursenatorin Prof. Dr. Karin v. Welck. Und dort fragte sie sich, „weshalb vorher noch niemand auf die Idee gekommen ist, einen Harburger Kulturkalender aufzulegen?“

Die gedruckte Ausgabe erwies sich schnell als schwierige Aufgabe: weniger wegen der Inhalte und des Interesses daran. Aber Anzeigen wurden nur mühsam zusammengebracht und neben dem finanziellen Minus, das wie so oft privat ausgeglichen wurde und wird, erwies sich auch die Verteilung und der nötige frühzeitige Drucktermin als hinderlich. Denn für Kulturveranstalter ohne feste Gagenbudgets sind vorausplanende Termine kaum möglich. Zur Drucklegung wurde es also immer noch mal richtig turbulent.

Manches ändert sich eben auch in 10 Jahren nicht …

Welche Erinnerungen haben Sie / Du zum letzten kulturellen Jahrzehnt im Süden Hamburgs?

Schreiben oder schicken Sie uns Texte, Bilder, Fotos an tiefgang@sued-kultur.de!

(16. Dezu.2016, TG)

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