„Komm du“ https://www.tiefgang.net Fri, 15 Sep 2023 14:34:05 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 Tom Waits sounds in Harburg https://www.tiefgang.net/10311-2/ Fri, 22 Sep 2023 22:15:43 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=10311 [...]]]> Es ist wieder so weit: das Netzwerk SuedKultur lädt Euch zur 13. Music-Night und somit zum Club- und Band-Hopping! Auch das „Komm du“ ist natürlich wieder dabei!

Für einen Eintritt könnt Ihr in 13 Locations gehen und 35 Acts genießen. Musikalisch dürfte für jeden Geschmack was dabei und vieles neu zu entdecken sein. So Du es schaffst …  Dabei ist auch das Komm du, Buxtehuder Straße 13, 21073 HH-Harburg, www.komm-du.de

Das Programm startet um 17 Uhr mit Pinewood Road | 19 Uhr Peace Town Ramblers und um 21 Uhr Dirt in the Ground mit dem Spätwerk von Tom Waits, Leonard Cohen und Bob Dylan …

Pinewood Road

Pinewood Road spielen mit Banjo, Slide Guitar, Mandoline, Gitarre und Bass amerikanische Roots-Musik und singen dazu mehrstimmig, mal betörende, mal mitreißende Lieder über Liebe, Leid und Lebenslust.

Peace Town Ramblers

Die Peace Town Ramblers nehmen euch mit auf eine Reise durch die amerikanische Musikgeschichte. Das Repertoire der beiden Osnabrücker erstreckt sich von Old-Time und Folk Klassikern bis hin zu traditionellem Blues. An ihren Instrumenten stellen Matthias Itzenplitz (Gitarre, Fiddle und Gesang) und Tobi Kock (Gitarre und Gesang) ihre Leidenschaft zur Musik unter Beweis, wodurch ihre Darbietung zu einem ,must see‘ für jeden Musikfan wird.

DIRT IN THE GROUND spielt Tom Waits (Foto: PR)

Dirt in the Ground

DIRT IN THE GROUND bringt das Spätwerk von Tom Waits, Leonard Cohen und Bob Dylan in intimen Arrangements auf die Bühne. Die letzten Alben der drei großen Stilisten Waits, Cohen und Dylan sind voll überwältigender Lyrik und auf den Kern reduzierter Songkunst. Letzte Betrachtungen der Liebe, der Blick auf die eigene Endlichkeit und immer wieder der lebensrettende Humor, der einen weiterschreiten lässt. DIRT IN THE GROUND haben sich tief in dieses späte Großwerk gegraben und kennen die Geschichten hinter den Songs.

Eintritt: 7,50,-€ beim ersten Club Eurer Wahl. Mit dem dann erhaltenen Armbändchen kommt Ihr an dem Abend auch in alle anderen Clubs.

Weitere Acts unter www.sued-kultur.de.

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Das irische Harburg https://www.tiefgang.net/das-irische-harburg/ Fri, 15 Oct 2021 22:26:15 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=8504 [...]]]> Still war´s lange genug. Es wird also Zeit wieder mächtig was auf die Ohren zu bekommen und so lädt die 11. SuedKultur Music-Night am Sa., 23. Oktober auch in den Pub „The Old Dubliner“ ins ins Komm du.

Ein Irish Beer zu kriegen ist nach dem Brexit gar nicht so einfach. Gute Laune hingegen schon. Denn bei der SuedKultur Music-Night ist ab 21 Uhr wieder MacPiet zu Gast im Old Dubliner. Mit Irish und Shottish Folk, reichlich dreckigem Humor, Dudelsack und auch Rock und Pop bringt der Barde amüsant das Liedgut des hohen Nordens nahe.

Ort: The Old Dubliner – Irish Pub, Lämmertwiete, 21073 Hamburg

Im Komm du nahe dem Amtsgericht Harburg startet die SuedKultur Music-Night um 17 Uhr mit The Ocelots und Folkrocksongs aus Irland. Nach der Milchmädchenrechnung 2=1 treten die Zwillinge Brandon und Ashley Watson auf. Beide haben erst 22 Jahre auf dem Tacho – bilden gemeinsam das dynamische Duo „The Ocelots“. In ihrem Kinderzimmer haben die beiden immer schon gemeinsam an den ganz großen Hits gefeilt. Heute schreiben sie die Folkrocksongs, die Herzen berühren und Tanzbeine stampfen lassen. Heute machen sie das, wovon sie in ihrem Kinderzimmer geträumt haben. Musik mit einzigartigen Harmonieführungen, in der es um bittersüße Stories, kompromisslosen Zusammenhalt, große Worte und auch große Melodien.

Um 19 Uhr gibt es dann kraftvollen Fusion, Jazz, Funk und Soul von „Nordlite Noise“. Nordlite Noise sind vier Musiker aus dem norddeutschen Raum, die sich der unkonventionellen Musik verschrieben haben. In der Besetzung Drums, Keys, Bass und Sax werden eigene Stücke erarbeitet und einige Fremdkompositionen neu interpretiert. Die Stilistik ist im Spannungsfeld zwischen Jazz, Fusion, Pop und Funk angesiedelt. Bei der Musik können alle Musiker aus einem reichen Erfahrungsschatz als Live- und Studio-Musiker schöpfen. Alle Bandmitglieder blicken auf unterschiedlichste musikalische Erfahrungen zurück. Dabei vereint sie ihr interaktives Spiel und der Spaß mit ihrem Spiel fortwährend Neues zu schaffen.

Um 21 Uhr spielt dann das Saxotones Jazzquintett mit swingendem Jazz auf. Die Musiker vereint ihre Obsession für den Modern Jazz der 50er und 60er Jahre, Hard Bop, Cool und Latin Jazz. Der kraftvolle Sound der Band ist geprägt durch die eher seltene Kombination von Tenor- und Bariton-Saxophon, unterstützt von einer swingenden Rhythmusgruppe aus Klavier, Bass und Schlagzeug.

Im Wesentlichen spielen sie Stücke aus der 40er bis 60er Jahren, u.a. von Dizzy Gillespie, Miles Davis, Charlie Parker, Horace Silver, Carlos Jobim und Joe Henderson. Es sind aber auch alte Bekannte aus dem Fundus des ‚Great American Songbook‘ dabei, die von den Musikern mit individuellem Sound und großer Spielfreude interpretiert werden. Die Band bietet ein abwechslungsreiches Programm und schöpft aus einer großen Bandbreite an musikalischen Erfahrungen. Alle beteiligten Musiker sind seit vielen Jahren in der Hamburger und Lübecker Jazzszene in sehr unterschiedlichen Bands und Projekten aktiv.

Ort: Komm du, Buxtehuder Straße 13, 21073 Hamburg

Eintritt wird einmalig beim Club Deiner Wahl gezahlt und mit dem dort erhältlichen Bändchen stehen ab da alle weiteren Club-Pforten offen, so denn die 3- oder 2-G-Regeln nachweislich eingehalten werden. Im Old Dubliner als auch im Komm du gilt die 2G-Regelung – also Zutritt, wer nachweislich genesen oder geimpft ist. Einchecken vor Ort mit Luca App oder Zettel ausfüllen!

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Harburgs Club-Sound ist zurück! https://www.tiefgang.net/harburgs-club-sound-ist-zurueck/ Fri, 08 Oct 2021 22:48:46 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=8475 [...]]]> Lange war es still in den Clubs Harburgs. Doch nach und nach kehrt das „normale“ Leben zurück und so auch der Sound der legendären Club-Nacht im Süden der Stadt. Am 23. Oktober ist es so weit.

2010 hatten sich einige Musikveranstalter im Süden der Stadt entschlossen, der Musikszene Harburgs einen Ruck zu geben und die erste SuedKultur Music-Night war geboren. Sie zeigte schon damals nicht nur, dass auch in Harburg ein fruchtbarer Boden für ein vielfältiges Nachtleben bestand. Sie war auch alsbald die Blaupause für die SuedLese-Literaturtage oder die Harburger Kunstleihe und Ansporn vieler, ebenso in Harburg Musikangebote aufzubauen, so dass laut Dachverband Clubkombinat Hamburg e.V. derweil Harburg als drittstärkster Club-Bezirk Hamburgs gilt.

Und auch wenn die Pandemie nicht nur Harburgs Clubszene mächtig zusetzte und monatelange Schließungen und Existenzprobleme mit sich brachte – sie sind noch da!

Music-Night-Projektleiter Heimo Rademaker vom Marias Ballroom: „Wir waren ja auch in der Lockdown-Zeit aktiv und hatten letztes Jahr den Open-Air-Marathon „Fight for Live“ mit elf Festivaltagen bestritten und dabei auch 3 Tage lang die SuedKultur Music-Night zelebriert. Und auch dieses Jahr haben sich ja viele unserer Clubs an dem dreiwöchigen SuedKulturSommer beteiligt und verdeutlicht, dass Harburg sich auch von diesem Virus nicht kleinkriegen lässt.  Die Music-Night an sich aber war und ist ein Format, in dem es auch darum geht, die vielfältige Harburger Clublandschaft abzubilden und auch lokaler Bands zu unterstützen und für neues Publikum zu öffnen. Also ist sie im Grundsatz ein Indoor-Event. Und mit der Eindämmung der Pandemie wird es allerhöchste Zeit, den Staub von unseren Mischpulten zu wischen und die Rockröhren unserer Bands zu ölen und wieder hörbar zu machen!“

Und so werden am Samstag, 23. Oktober 2021 das Komm Du, Stellwerk, Marias Ballroom, die Kulturwerkstatt Harburg, Kneipe Bla, Bla, der Speicher am Kaufhauskanal, ContraZt, die Inselklause, die Marmstorfer Kirche, Alles wird schön e.V., die Paulus Kirche Heimfeld, der Old Dubliner sowie die Deichdiele in Wilhelmsburg wieder ihre Türen öffnen und den Süden der Stadt zum Beben bringen.

Als musikalische Gäste sind bereits Sänger wie Jörg Erb, Tom Ende und Band, Sammy Barry, MacPiet, Dennis Adamus oder Adam Brixton, das Saxotones Jazz Quintett, die Bands „Aber echt“ und „Easy Easy“ im Line-Up.

Wie in den früheren Jahren kann man bei der Location seiner Wahl ein Armbändchen für 5,- € erwerben, mit dem man dann in alle anderen Clubs Einlas erhält – so denn die 2- oder 3-G-Regeln des jeweiligen Hauses eingehalten werden. Auch ein Einchecken per Luca-App oder schriftlicher Kontaktdatenliste kommen dieses Jahr pandemiebedingt eben hinzu. „Wir sind noch nicht wieder im Normalstatus – aber auf einem guten Weg dahin“, so Rademaker zuversichtlich.

Möglich wiederum ist die 11. SuedKultur Music-Night auch dieses Jahr nur durch das langatmige Engagement der Eisenbahnbauverein Genossenschaft, die von Anbeginn das Projekt finanziell unterstützte. „Dieses Engagement ist in Harburg wahrlich einzigartig und zeigt zugleich, wie bedeutend ein zuverlässiges Engagement für eine solide Kulturszene ist“, so Rademaker. „Wir sind mehr als dankbar!“ Weitere Unterstützung gibt der Getränkehersteller Flora Power.

Die Music-Night wird wieder auf dem Terminportal www.sued-kultur.de als auch der eigenen Facebook-Gruppe einzelne Programmpunkte samt Detailinfos vorstellen und im Online-Feuilleton ´Tiefgang` (www.tiefgang.net) auch nochmal Hintergrundinformationen geben.

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Das war mal ein KultUrLaub! https://www.tiefgang.net/das-war-mal-ein-kulturlaub/ Fri, 13 Aug 2021 22:36:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=8276 [...]]]> Vom 9. Juli bis 8. August ist das Netzwerk SuedKultur im südlichen Hamburger Bezirk Harburg dem Aufruf des Kultursenators Brosda gefolgt und veranstaltete einen riesigen SuedKulturSommer. Die Bilanz: „Wir leben noch!“

 Anfang Mai stellte die Behörde für Kultur und Medien die Idee eines Hamburg weiten Kultursommers vor. Veranstaltende sollten sich mit Ideen für Kulturprogramme zur Urlaubszeit bewerben und mit einer millionenschweren Finanzierung der Kulturbehörde zum einen möglichst viele Kreative in Open-Air-Events kurzfristig in Beschäftigung bringen. Zum anderen sollte ein Programm entstehen, dass viele Daheimgebliebene mit Kulturangeboten die Urlaubszeit versüßt.

Das Netzwerk SuedKultur nahm die Einladung an, bewarb sich und erhielt zu Anfang Juni eine Finanzierungszusage, die schon wenige Wochen später ihre Umsetzung fand.

So gab es vom 9. Juli bis 8. August über vier Wochen auf drei verschiedenen Plätzen in Harburg ein Kulturspektakel, dass es so in Harburg noch nicht gegeben hatte. Beteiligt hatten sich Marias Ballroom, das Komm du, der Old Dubliner, das Stellwerk, das Kulturhaus Süderelbe, der Rieckhof, die Fischhalle, der Kulturverein Alles wird schön, die Kunstleihe Harburg, die Genossenschaft Dreifalt eG, die Kulturwerkstatt Harburg, das KulturWohnZimmer, der Kulturverein ContraZt, das Habibi Atelier, die Kunstkarawane, dem Sozialkontor Hamburg-Süd und die Kunstgruppe wattenbergART. Heraus kamen 214 Stunden Live-Kulturprogramm jeder Couleur und mit knapp 350 Künstler*innen – dabei viele direkt aus Harburg, manche gar in Kooperation mit dem Landesmusikrat Hamburg.

Nun ist der KultUrLaub vorbei und der Netzwerksprecher und Hauptakteur von SuedKultur, Heimo Rademaker zieht Bilanz: „Wir sind alle platt und brauchen eine Pause vom Festivalleben. Zeit zum Genießen hatten wir noch nicht, aber von allen Künstler*innen aber auch dem Publikum und gar den beteiligten Gewerken durchweg positive Resonanz. Und alle diese Leute wieder zu sehen und nun zu wissen, wer noch bei der Stange ist aber auch leider, wer nicht, ist für alle wichtig gewesen.“ Denn letztlich sei es eine Aktion solidarischer Kulturarbeit gewesen. „Es galt, Geld gegen Kulturarbeit in den Markt zu schießen, die Sommerzeit produktiv zu nutzen und die eigene Attitüde hinten anzustellen! Und das ist fast durchweg geglückt!“

Das Programm enthielt so ziemlich alles von Klassik, Rock, Punk, Ska, Reggea, Jazz, Folk oder Klezmer, über Kinderprogramm, Kino, Kabarett oder Klamauk, von Flamenco, Tanz und Kunst bis Kino und Shanties. Der nötige Sicherheitsdienst sorgte für die Einhaltung der Corona-Verordnung und bliebt dennoch oft unbemerkt, der Eintritt war mehr als moderat, die Licht- und Tontechniker*innen verhalfen jedem Klang zum fetten Sound, Öko-Toiletten für das abbaubare Nebengeschäft und so konnte das letztlich mehr als wechselhafte Wetter keinen Veranstaltungstag in Gefahr bringen. „Das war logistisch eine absolute Herausforderung! Und wenn es auch üblicherweise immer mal etwas stressiger wird – die Zusammenarbeit unter all den Playern sucht seinesgleichen und es zeigt: SuedKultur kann, wenn sie darf! Und so wurde es wie eine Art ´Klassentreffen` und wir denken für viele Künstler*innen von nördlich der Elbe eine gute Werbung für den kultursonnigen Süden der Stadt!“, so Heimo Rademaker. Nebenbei könne er auch anmerken, dass es zu keinem Zeitpunkt der vier Wochen irgendwo ernst zu nehmenden Ärger, Komplikationen oder bemerkenswerte Störungen gab. „Selbst ein Hubschrauberpilot wartete bis zum Ende eines Songs einer Band bevor er wieder seine Rotoren zum Start anwarf. Respekt und Rücksicht sind also noch da!“

Und was kommt als nächstes? „Ich selbst bin schon wieder in den Vorbereitungen des „Sommers im Park“, habe noch jede Menge Abrechnungen und Nachweise zu erledigen, plane aber auch schon eine neue  Clubreihe in meinem Club Marias Ballroom zusammen mit dem Landesmusikrast Hamburg. Mal etwas ganz Neues“, so Rademaker. Vom 1. Harburger Kunstfest habe er mitbekommen, dass sich fast alle Künstler*innen wünschten, dieses Outdoor-Format auch 2022 zu wiederholen und die Inklusionsband „Station 17“, die am letzten Tag fürs Sozialkontor HH-Süd auftrat spielte, habe auch viele Veranstalter der SuedKultur so nachhaltig begeistert, dass auch hier unbedingt weitere Ideen gefragt seien. „Vor allem wollen wir hoffen, dass auch wir im Süden Hamburgs unseren Beitrag leisten konnten, dass die Kultur nicht vor die Hunde geht und wir diese grausame Zeit der Pandemie irgendwie durchstehen und uns unsere Lust auf Kreativität erhalten bleibt!“  

Einige Fotos mit Eindrücken der vier Kulturwoche sind auf der SuedKultur-Facebook-Gruppe hinterlegt und jede Menge Videomitschnitte finden sich auf YouTube unter SuedKulturSommer!

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„Den Kampf aufgenommen!“ https://www.tiefgang.net/7325-2/ Fri, 30 Oct 2020 23:19:17 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=7325 [...]]]> Mit elf Open-Air-Festivaltagen bescherten die drei Harburger Clubs Komm du, The Old Dubliner und Marias Ballroom Harburg einen nie dagewesenen Festival-Marathon im Kampf für die Live-Musik. Gewonnen ist er aber noch nicht.

„Wir sind sehr stolz darauf, dass das Ganze so geil funktioniert hat“, führte Achim de Buhr vom „Komm du“ am letzten von elf Abenden am Kanalplatz aus.  „Aber hätten wir Heimo nicht gehabt, wäre das Ganze gar nicht erst zustande gekommen!“ und leitete damit die feierliche Übergabe einer Urkunde im „Fight for live 2020“ ein. Zu der ließ sich auch Heiko Langanke, Vorsitzender des Harburger Kulturausschusses nicht nehmen, zu kommen. Er dankte allen Beteiligten, egal ob Technik, Security, Bands und Helfenden und wünschte, „dass Ihr nicht aus der Übung kommt“ und insbesondere dem Hamburger Kultursenator Carsten Brosda, der die Open-Airs mit Fördergeldern möglich gemacht habe. Old Dubliner-Chefin Kirsten Czeskleba-Huuck würdigte die gute Kooperation, bei der es nie Gezicke gegeben habe und Co-Chefin Christina Lürken ergänzte: „Was wir uns immer gewünscht haben – dass Musikclubs in Harburg sich zusammen tun und was zusammen machen – jetzt hat es geklappt. Danke dafür!“

v.l.: Christina Lürken (Old Dubliner), Kulturausschuss-vorsitzender Heiko Langanke, Kirsten Czeskleba-Huuck (Old Dubliner), Heimo Rademaker (Marias Ballroom) und Achim de Buhr (Komm du): Foto: S. Schnell

Und damit hatten die drei Clubs es seit Ende September Wochenende für Wochenende geschafft, gut 50 Bands nochmal auftreten zu lassen. Ein Festival-Marathin, der in Harburgs Kulturgeschichte einmalig sein dürfte. Eine zentrale Rolle spielte dabei durchaus Marias Ballroom-Chef und zugleich Sprecher der Harburger Kulturinitiative SuedKultur, Heimo Rademaker. In einem ausgefeilten System hatte er per Online-Vorverkauf es geschafft, dass abendlich und je Konzertteil bis zu 200 Musikbegeisterte Platt finden konnten und so über die Abende mehrere tausend Menschen verteilt noch einmal „etwas auf die Ohren“ bekamen. Das Hygienekonzept musste vorab von Gesundheitsbehörden abgesegnet werden, aufgrund des Lärmschutzes der Anwohner wöchentlich ein anderer Platz bespielt und die kurzfristige Absprache mit über 50 Bands koordiniert werden. Doch es hatte geklappt. Trotz der steigenden Corona-Werte hielt das Konzept, trotzte Wind und Wetter und brachte so sogar noch die traditionelle SuedKultur Music-Night ins 10. Jubiläumsjahr.

Eine eigene Website informierte über Bands, Termine und Orte und führte zum Vorverkauf, bei dem die Corona-Kontaktdaten schon erfasst wurden. Mit Biertischen wurde ein reichlicher Abstand zwischen den Gästen garantiert und seit die Sperrstunde verhängt wurde, das Konzertende vorgezogen. Hygienemasken mit dem eigens erstellten Logo für „Fight for live“ wurden angeboten und gar eigene T-Shirts, „als modische Zeitdokumente dieser merkwürdigen Ära“, so Achim de Buhr. „Das waren alles keine optimalen Bedingungen für Open-Airs. Aber die Clubs geschlossen zu halten und nichts zu tun, hätte geheißen, kampflos aufzugeben“, so resümierte Heimo Rademaker. „Und dass ist gegen die Natur von SuedKulturlern und Harburgern!“ Nun wollen sich die Betreiber*innen der drei Clubs eine kleine Verschnaufpause gönnen. Dann aber will man sich schon wieder zusammensetzen und sehen, was noch machbar ist. „Wir haben den Kampf aufgenommen. Gewonnen haben wir ich aber noch nicht. Es muss ja weiter gehen“, so Rademaker unerschütterlich.

Im Nachgang soll es nun noch einen kleinen Film als Zusammenschnitt der Festivaltage geben und wer noch Masken oder Shirts ergattern will, kann sich darum im direkten Kontakt mit den drei Clubs kurzschließen.

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