Literaturtage im Süden Hamburgs – Tiefgang https://www.tiefgang.net Kultur, Politik, Kulturpolitik und mehr Thu, 03 Nov 2022 11:33:33 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.3 Zimt, Sounds und Freudenberg! https://www.tiefgang.net/zimt-sounds-und-freudenberg/ Fri, 04 Nov 2022 23:36:15 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=9460 [...]]]> Mit dem 7. November startet die 2. von vier Wochen der Literaturtage „SuedLese spezial“. Und es liegt ein Duft von Zimt in der Luft …

Die zweite von vier Wochen hochkarätiger Literaturtage im Süden Hamburgs beginnt mit Lesungen für Kinder und Teens. Die Bücherhalle Wilhelmsburg hat die Autorin Stefanie Taschinski zu Gast. Sie liest um 9 Uhr aus ihrer Serie „Bifi und Pops“ von der „Mission Bienenstich“ (ab 6 Jahren). Und um 11 Uhr noch einmal für Kinder und Teesn ab 8 Jahren über den „genialen Herrn Kreideweiß“.
Mo., 7. Nov., 9 / 11 Uhr, Bücherhalle Wilhelmsburg, Vogelhüttendeich 55, 21107 HH-Wilhelmsburg: Stefanie Taschinski: Kinderbücher, Eintritt frei!

Die frisch als Kinder- und Jugendbuchautorin Deutschlands geehrte Kirsten Boie entführt dann ins Deutschland der 60er Jahre. Die scheinbare Idylle von Unbeschwertheit, die immer wieder durch Geschichten aus dem Nationalsozialismus durchbrochen wird. Wussten unsere Eltern wirklich nichts davon?
Die., 8. Nov., 18 Uhr: Kirsten Boie – „Vorbei ist eben nicht vorbei“ ( ab 12 Jahren) im Bürgerhaus Wilhelmsburg, Mengestraße 20 in HH-Wilhelmsburg. Eintritt 6,- € / erm. 3,- €. Anmeldung erwünscht unter: marentoebermann@buewi.de

Über die Geschichte des Hamburger Franzbrötchens dreht sich der historisch wie sprachlich beeindruckende Roman „Der Duft von Zimt“ der Autorin Rebekka Eder. Und da die Lesung ebenso literarisch wie sinnlich den Appetit anregt, ist der Ort der Lesung passender Weise die „Kulturbäckerei“ in Hanstedt.
Mi., 9. Nov., 19 Uhr: Rebekka Eder – „Der Duft von Zimt“, Kulturbäckerei Hanstedt, Am Ehrenmal 3, 21271 Hanstedt, Eintritt frei – Spende erwünscht

Das Buch ist gerade für den Buchpreis »HamburgLesen« nominiert. Es geht um Hamburger Musiklegenden und findet daher passenderweise im Musikclub Stellwerk statt. Die „Sounds of Hamburg“ der 60er bis 2020er Jahre werden per Sprache aber auch Plattenteller von den Autoren Alf Burchardt und Bernd Jonkmanns abgearbeitet. Ob Beatles, Rattles, Bert Kaempfert oder Lindenberg – das Onkel Pö oder der Star-Club – die Zuhörenden erwartet eine musikalisch unterhaltsame Reise in Hamburgs jüngste Vergangenheit …
Do., 10. Nov., 19 Uhr, Alf Burchardt / Bernd Jonkmanns – Sounds of Hamburg. Die Musik der Stadt 1960-2020, Stellwerk, Bhf. HH-Harburg über Fernzuggleis 3, 21073 HH-Harburg, Eintritt: 6,- €

Der für den Deutschen Buchpreis nominierte Carl-Christian Elze hingegen kommt mit seinem aktuellen Roman „Freudenberg“ in die Auferstehungskirche Marmstorf. Der 17jährige Freudenberg inszeniert zufällig seinen eigenen Tod, gewinnt dadurch Freiheit mit einer neuen Identität, die aber zugleich restlos überfordert. Ein sprachgewaltiges Werk …
Fr., 11. Nov., 19 Uhr, Carl-Christian Elze – „Freudenberg“, Auferstehungskirche Marmstorf, Elfenwiese 1, 21077 HH-Marmstorf, Eintritt frei – Spende erwünscht!

Anmeldungen, mögliche kurzfristige Änderungen oder Karten bitte direkt bei den Veranstaltungsorten anfragen.

weitere Informationen unter www.suedlese.de

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Eine Reise zum Franzbrötchen https://www.tiefgang.net/eine-reise-zum-franzbroetchen/ Fri, 04 Nov 2022 23:24:29 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=9465 [...]]]> In Hanstedt im Landkreis Harburg wurde eine leerstehende Bäckerei zur Kultur-Bäckerei umgemünzt. Am Mi., 9. Nov., lohnt es sich doppelt, dort einen Besuch abzustatten …

Im Rahmen der Literaturtage SuedLese spezial ist dann nämlich die Autorin Rebekka Eder zu Gast. Sie liest aus ihrem aktuellen Roman „Der Duft von Zimt“ und deshalb gleich im passenden Ort stattfindet. Und Eder dürfte bereits vielen bekannt sein.

Sie wurde 1988 in Kassel geboren und ist auf dem Land großgeworden. In jungen Jahren schrieb sie ihre Geschichten noch mit Blick auf Wiesen und Wälder. Während des Studiums nahm sie Stift und Papier dann mit in WG-Küchen, Campus-Cafés und Stadtparks. Sie studierte in Berlin, Erlangen und Bern Theaterwissenschaft und Germanistik. Anschließend war sie zunächst und dank des Kurd-Laßwitz-Stipendiums, Stadtschreiberin in Gotha, arbeitete dann als Werbetexterin, Journalistin und PR-Redakteurin in Erlangen, Regensburg und Kassel. Das Schreiben war also steter Begleiter.

Seit ihrem Studium veröffentliche Eder, die mit bürgerlichem Namen Knoll heißt, Romane und veranstaltete Lesungen und Schreibwerkstätten. Mittlerweile ist ich wieder in ihrer alten Heimat angekommen und hat ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht: leben und schreiben in Nordhessen.

Seit dem Jahr 2021 veröffentlichte sie außerdem unter ihrem offenen Pseudonym Rebekka Eder historische Romane. Bundesweit bekannt wurde sie mit einer großen und noch nicht ganz vollständigen Saga um die berühmte Kölner Familie Stollwerck: „Die Schokoladenfabrik“.

Der Kölner Express schrieb dazu passend: „So dick wie drei Tafeln Vollmilch-Nuss kommt Rebekka Eders Werk daher – und liest sich ähnlich flüssig wie die Schokolade im legendären Brunnen des Schokoladenmuseums am Kölner Rheinufer.“

 

Begeistern kann Eder mit ihrem sinnlichen Schreibstil, der Düfte, Geschmäcker und Augenblicke aus den Büchern quillen lässt und im Falle des aktuellen Romans Appetit auf Franzbrötchen macht. „Der Duft von Zimt“ spielt in Hamburg um 18.12.: Die junge Josephine führt mit ihrem Onkel eine kleine Bäckerei. Doch die französische Besetzung der Stadt stellt die beiden vor die Herausforderung, genug Zutaten zu beschaffen. Als ihr Onkel aufgeben will, überredet Josephine ihn, Thielemanns Backhus allein weiterführen zu dürfen. Er hat nur eine Bedingung: Sie soll endlich heiraten – ausgerechnet den Postboten Christian Schulte, der überraschend wenig Mitgefühl für die Nöte der Hamburger Bevölkerung zeigt. Gleichzeitig wird ihr der Soldat Pépin Sabatier, der in der Backstube ein und aus geht und stets von den Köstlichkeiten Frankreichs schwärmt, immer sympathischer. Besonders der Duft von Zimt hat es ihm angetan – genau wie Josephine. Zusammen mit Pépin kommt sie nicht nur einem alten Familiengeheimnis auf die Spur, sondern erfindet auch ein Gebäck, das Thielemanns Backhus retten könnte …

Ein zauberhafter Roman über das wohl beliebteste Hamburger Gebäck: das Franzbrötchen! Also: auf nach Hanstedt!

Termin: Mi., 9. Nov., 19 Uhr, Kulturbäckerei Hanstedt, Am Ehrenmal 3, 21721 Hanstedt; kulturbäckerei-hanstedt.de und www.rebekkaknoll.de; Eintritt frei – Spende erwünscht!

 

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Rechtsextremismus in der Südheide https://www.tiefgang.net/rechtsextremismus-in-der-suedheide/ Fri, 25 Jun 2021 22:55:25 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=8134 [...]]]> Gleich zu Beginn stand der Theologe Wilfried Manneke mit seinem Buch „Guter Hirte – Braune Wölfe“ zum Rechtsextremismus in der Südheide auf dem Programm der SuedLese-Literaturtage. Die Nachfrage zum Thema wurde dadurch aber erst geweckt. Grundgenug also für einen Zweittermin samt Autorengespräch.

Wilfried Manneke hat es am eigen Leib und Seele erfahren, wie rechtsextremistische Kräfte mit Einschüchterungen und Drohungen sich in der Südheide breit machen und die Gesellschaft verunsichern. Die Lesung samt Autorengespräch und auf Einladung des Harburger Café Refugio  stand recht früh auf dem SuedLese-Programm. Da aber viele erst später vom Thema erfuhren und nachfragten, entschloss sich das SuedLese-Team nun am Sonntag, 27. Juni um 19 Uhr eine weitere Online-Lesung samt Live-Gespräch mit dem Autoren selbst anzuberaumen.

„Es gab auch einige technische Probleme beim ersten Online-Termin, die wir nun weitestgehend in den Griff bekamen und das Statement Mannekes ist derart stark, dass wir es regelrecht für erforderlich halten, den Diskurs aufs neue anzugehen“, so SuedLese-Projektleiterin Anne Lamsbach. Zur Online-Lesung findet man über das SuedLese-Portal über suedlese.de/guter-hirte-braune-woelfe.

Aber noch weitere junge Autor*innen fanden erst während der SuedLese zu dem Format und fragten nach, ob nicht auch sie noch Platz im Programm finden könnten. „Das war natürlich schon gedruckt. Aber es ist eine Art Selbstverständnis der Initiative SuedKultur ihre lokalen Kreativen zu unterstützen, so dass wir im Online-Bereich schnell weiteren Platz geschaffen haben“, so Lamsbach.

So ist am Sonntag, 27. Juni um 10h eine Haiku-Werkstatt rund um den Harburger Hafen unter dem Titel „Auf neuen Wegen“ von der Volkhochschule Harburg anberaumt worden. Haiku sind japanische Kurzgedichte, die in ihrer traditionellen Form im Deutschen als Dreizeiler mit einer festgelegten Anzahl von fünf – sieben – fünf Silben wiedergegeben werden. Hierzu ist vorab eine Anmeldung erforderlich unter: suedlese.de/Haiku-Werkstatt

Auch die Debutautorin Jana Jung ist mit ihrer Online-Lesung samt Live-Gespräch am Mi. 30. Juni um 18h neu hinzugekommen. Ihr Debutroman ist ein Reisebericht ihrer Jakobswegwanderung, die besondere Erlebnisse ans Tageslicht bringt. Der Titel „keep on going – alles ist möglich!“. Hier zum Online-Termin.

Und die SuedLese-Interessierten bestens bekannte Autorin Susanne Bienwald mit ihrem Buch „Ich, Mina aus der Gärtnerstraße“ – Ansichten eines klugen Hundes“ konnte noch neu für den Mi., 30. Juni, 18 Uhr angesetzt werden, weil die Kontaktbeschränkungen gelockert wurden. Das Besondere der „Lesung“: Sie findet als literarischer Spaziergang im Harburger Stadtpark statt und samt Buch-Protagonistin Hündin Mina. Eine Anmeldung ist nötig unter suedlese.de/ich-mina-aus-der-gaertnerstrasse.

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Kirsten Boie nimmt sich dem Nationalsozialismus an https://www.tiefgang.net/kirsten-boie-nimmt-sich-dem-nationalsozialismus-an/ Fri, 18 Jun 2021 22:53:27 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=8111 [...]]]> Die 6. SuedLese-Literaturtage im Süden Hamburgs gehen ins letzte Drittel und trotz des Sommer-Wetters und EM kommt vielen Harburger*innen das Buch nicht zu kurz.

Zu den Highlights der 3. Etappe zählt sicherlich die Lesung von Kinderbuchstar Kirsten Boie, die in „Dunkelnacht“ sich dem Thema des Nationalsozialismus annimmt.

 Am Mo., 21. Juni, wird die für das Bürgerhaus Wilhelmsburg aufgezeichnete Lesung mit Boie über www.suedlese.de ausgestrahlt und zeigt berührende und mahnende Aspekte auf. Denn Kirsten Boie geht teils aus eigenen  Lebenserfahrungen auf soziale Zwänge und Vorurteile ein, die auch heute noch Gültigkeit zeigen. Thematisch passend geht Rainer Engelmann am Fr., 25. Juni in seiner Lesung „Der Fotograf von Auschwitz“ auf das Leben von Wilhelm Brasse ein, der in Auschwitz zum unfreiwilligen Dokumentar von menschenverachtenden Experimenten wird. Über jüdisches Leben über die Jahrhunderte hingehen handelt die Lesung  von Rosa Hipp („Die Gondel mit dem magischen Schwert“) am Do., 24. Juni.

Die meisten Lesungen finden online im Internet statt und wurden teils zuvor aufgezeichnet. „Das hat eine Menge Mehrarbeit gemacht aber auch dazu geführt, dass die Konzentration der Lesenden höher ist, Ton und filmische Darstellung angenehmer den Inhalt rüberbringen und durch die wiederum Einbettung in Videokonferenz-Formate es den Zuhörer*innen dennoch möglich ist, direkt mit den Autor*innen sich auszutauschen, ins Gespräch zu kommen“, so resümiert SuedLese-Projektleiterin Anne Lamsbach die Erfahrungen der ersten SuedLese-Wochen. „Klar hätten wir alle die Lesung vor Ort bevorzugt – die es ja auch hin und wieder und zum Glück gibt“, so Lamsbach weiter. „Aber mit der Herangehensweise haben wir schon jetzt teils erstaunliche Ergebnisse erzielt, die weit über die klassischen Leseformate hinausgehen, wie etwa die dichterische Lesung von Elif Saydam und Vera Palme aus dem Kunstverein Harburger Bahnhof oder der Beitrag von Jens Böttcher, dem Träger des Landkreis-Preises Blauer Löwe. Auch nutzen recht viele Zuhörende unsere Möglichkeit des freiwilligen Eintrittes, was die Wertschätzung gegenüber unserer Literaturszene verdeutlicht.“

Und auch der Schulterschluss mit Kulturschaffenden aus dem Landkreis Harburg zeigt sich schon jetzt als Riesenerfolg. „Ohne es vorweg nehmen zu wollen – aber es schreit regelrecht nach einem weiteren Aufschlag im kommenden Jahr.“

Alle Termine und auch Direktlinks zu den Online-Lesungen über www.suedlese.de und etliche Lesungen sind dort auch als Wiederholungen bis Ende der SuedLese zu finden

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Höre und Staune! https://www.tiefgang.net/hoere-und-staune/ Fri, 04 Jun 2021 22:59:03 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=7989 [...]]]> Die 2. Woche der vierwöchigen SuedLese-Literaturtage im Süden Hamburgs ist an Vielfalt und Anzahl kaum zu überbieten. Ob eine Lesung für Kinder am Fenster, auf Plattdeutsch in der Wohnstube, auf keinen Fall in Deutsch von Fremdsprachler*innen oder übers Orientalische – irgendwas reizt immer. Und neben dem Landkreis-Preisträger Jens Böttcher (9. Juni, 17.30h) ist auch der Kabarettist Johannes Kirchberg dabei und liest Borchert (12. Jun, 19h). Aber auch der bekannte Kolumnist Oliver Lück (11. Jun, 20h) ist im Winsener Marstall zu erleben wie auch der Kabarettist Kerim Pamuk in der Buchholzer Empore (13. Jun, 20h). Zudem stellen junge Poet*innen ihre Arbeiten vor, können Gedichte über einen Online-Automaten „bestellt“ werden und ist die SuedLese beim Elbdeich in Moorburg auch live und und an der frischen Luft erlebbar! Es empfiehlt sich also durchaus den Fußball mal einen Ball sein zu lassen und sich den schönen Dingen zu widmen.

 Das Programm der Woche (7.-13. Jun)

Mo., 07. Jun. 18.30h, Volkshochschule Harburg, Eddelbüttelstr. 47a, 21073 Hamburg-Harburg

Hamburger Autorenvereinigung – Bleiben Sie negativ! – Poetischer Leseabend

Online-Lesung im Rahmen der SuedLese

Im April 2021 erschien das neue Buch der Hamburger Autorenvereinigung „Bleiben Sie negativ!“, an der 30 Autoren und Autorinnen beteiligt sind.

Lauschen Sie heute 4 Poeten der Hamburger Autorenvereinigung, wie sie ihre in der Pandemie entstandenen Gedichte rezitieren: Nicht nur mit Corona beschäftigen sie sich – sondern auch, den Schalk im Nacken nicht verlierend, mit deutschen Dichtern. Im Anschluss Gespräch. Kooperationsprojekt zwischen der Hamburger Volkshochschule, der Hamburger Autorenvereinigung und der SuedLese  statt.

Fahrad Ahmadkan, deutschsprachiger Lyriker und literarischer Übersetzer, wurde 1968 in Teheran/Iran geboren und kam 2000 mit einem Promotionsstipendi- um des DAAD (Deutscher Akademischer Austausch- dienst) nach Deutschland.

Elimar H. Beilcke wuchs in Bremen auf und lebt jetzt als Schriftsteller in Hamburg-Altona. Er schreibt über historische Themen.

Reimer Boy Eilers verlebte seine Kindheit auf den Helgoland, der Onkel ein Haifscher und der Großvater Leuchtturmwärter. Er promovierte in den Wirtschaftswissenschaften. Seine Schwerpunkte sind Reiseliteratur, Lyrik und der Roman.

Rüdiger Stüwe, geboren in Braunsberg (Ostpreußen), aufgewachsen in Schneverdingen (Lüneburger Heide). Nach Studium der Germanistik und Geschichte Lehrer in Hamburg bis 2001. Er schreibt Gedichte,  Kurzgeschichten und Erzählungen und moderierte von 2003–2019 die von ihm eingerichtete Sendung “15 Minuten für Lyrik„ im Hamburger Lokalradio.

Kursnummer: 0500SHH02, Reimer Boy Eilers, Farhad Ahmadkan, Elimar H. Beilcke, und Rüdiger Stüwe

8 €, 2 UStd., 1 Term., Mo., 7.6.21, 18.30-20 Uhr, Anmeldung erforderlich unter Tel. 040-428414284 oder www.vhs-hamburg.de

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 Mo., 07. Jun, 19h, Grauer Esel, Karnapp 5, 21079 Hamburg-Harburg (Hafen)

Jo Riehle – Pflanzenschutzmittel von A-Z

Das hoffentlich unterhaltsame Sachbuch – eher untypisch für die SUEDLESE – schließt eine seit langen Jahren klaffende Lücke zwischen fachchinesischen Expertenstudien wie beispielsweise Abhandlungen über „endokrine Disruptoren“ auf der einen und wehklagenden Werken wie „Iss und Stirb“ auf der anderen Seite. Empfehlenswert für alle, die sich beruflich oder privat mit Themen wie Glyphosat beschäftigen müssen oder wollen und nicht 4 Semester Rückstandsanalytik studiert haben.

Joe Riehle ist der „Resident“ Coach des Grauen Esel, Lebensmittelchemiker, Karriereberater, Strategiepirat, Grauer Esel, bunter Vogel, Sportfreak, Queen-Fan, Heimfelder und, was viele nicht wissen, absoluter Ex-Experte in Sachen Pestizide. Sein Wissen aus 20 Jahren Pflanzenschutzmittelanalytik präsentiert er erstmals im Rahmen der SuedLese.

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Die., 08. Jun., 18:00 Uhr, Stellwerk, Hannoversche Str. 85 (im Fernzugbhf. Harburg), 21079 Hamburg

Kevin Goonewardena: Hamburg Sub & Pop – eine Hamburger Subkultur Geschichte und ihre Herausforderungen

Kevin Goonewardena studierte Kulturmanagement, ging in die Musikbranche und schreibt heute als freier Autor für die taz, den Musikexpress und andere über Sub- und Popkultur-Medien. Und er ist Harburger!

Just zur SuedLese erscheint sein neues Buch, das durch Hamburgs Sub- und Popkultur führt. Und das ist mehr als das Gängeviertel, der FC St. Pauli und die Hamburger Schule. Was noch alles dazugehört und abseits der Hauptstraßen der offiziellen Kultur liegt, zeigt dieser alternative Stadtguide. Mehr als ein Dutzend Touren führen die Leser*innen an mehr oder wenige bekannte und viele neu zu entdeckende Orte: auf den frühen Spuren kultureller Selbstermächtigung durch die Arbeiterbewegung, an Drehorte des Indie-Films, zu versteckten Künstlerhäusern und neuer Straßenkunst, in abgerockte Kellerclubs, vegane Nachbarschaftsküchen oder besondere Tattoostudios und zu den Schauplätzen unterschiedlicher Musikkulturen wie Hip-Hop, Electro, Punk und Avantgarde.

Kunst und Kultur findet oft an Orten statt, die zuerst nicht besonders attraktiv sind und ihren Macher*innen einiges abverlangen – und das ist kein Zufall. Über das Buch, Gründe, Besonderheiten und Herausforderungen der Sub- und Popkultur spricht Kevin Goonewardena mit Nandor Olah (Stellwerk) und Tobias Peper (Kunstverein Harburger Bahnhof), die beide ehemalige Wartesäle im Harburger Bahnhof mit Kultur beleben.

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Die., 08. Jun, 18h, Haspa am Sand, Sand 1, 21073 Hamburg

Dipl.-Psych. Claudia Brockmann – Warum Menschen töten (eine Polizeipsychologin ermittelt)

Warum tötet ein 16-Jähriger ein Kind? Wie verhindert man, dass Entführer ihr Opfer umbringen? Kann man Serientäter stoppen?

Claudia Brockmann liest in der Seele der Verbrecher. Und sie weiß, worüber sie schreibt und redet. Denn seit 25 Jahren unterstützt die Polizeipsychologin etliche Kriminalkommissare und Sonderkommissionen bei der Suche nach der Wahrheit. In ihrem Buch und erzählt sie vom Fall »Dagobert« und anderen spektakulären und ergreifenden Fällen ihrer Karriere. Ein beklemmender und spannender Blick in die Abgründe der menschlichen Psyche.

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Die., 08. Jun., 18.30h, Volkshochschule Harburg, Eddelbüttelstr. 47a, 21073 Hamburg-Harburg

Das Phänomen Graphic Novel – Trends und Entwicklungen

Online-Kurs im Rahmen der SuedLese.

Seit einigen Jahren sind auch auf dem deutschen Büchermarkt Graphic Novels – eine spezielle Form des Comics – sehr erfolgreich. In diesem Seminar wollen wir uns diesem Phänomen annähern und schauen, was sie so populär macht und mit welchen ästhetischen Mitteln sie arbeiten. Was zeichnet eine Graphic Novel im Vergleich zum gängigen Comicstrip aus? Welche Leseanforderungen stellen sie an den Betrachtenden? Und schließlich wollen wir neue Trends und Entwicklungen, wie Reportage, (Auto-)Biografie, Ratgeber oder Literaturadaptionen betrachten. Das Seminar wendet sich an alle Interessierte mit und ohne Vorerfahrung.

Der Kurs findet im Rahmen von „SuedLese – Literaturtage im Süden“ statt. Werkauswahl u.a.: Mikael Ross, Goldjunge. Beethovens Jugendjahre; Arne Jysch, Wave and Smile; Ulli Oesterle, Vatermilch; Nick Drnaso, Sabrina; Jason Lutes, Berlin.

Kurskosten: 32€; Kursnummer: L10531SHH01.

Anmeldung erforderlich unter https://www.vhs-hamburg.de oder der VHS Hotline: 040 4284 1 4284. Dieser Online-Kurs findet mit ZOOM Meeting statt (www.zoom.us).

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Mi., 09. Jun., 16h, HinZimmer, Hinzeweg 1, 21073 Hamburg-Heimfeld

Fensterlesung für große und kleine Leute

Seit Januar 2021 ist die BürgerStiftung Hamburg in Harburg vertreten und bietet im HinZimmer einen Treffpunkt für die ehrenamtlichen VorleserInnen des Projektes „LeseZeit“, für Kinder und Jugendliche, die sich von den Angeboten rund um Bücher und Geschichten begeistern lassen oder für Menschen, die einen Ort suchen, wo sie sich kreativ an der Gestaltung der Gesellschaft / Nachbarschaft beteiligen können.

Die neuen Fensterlesungen für Kinder sind ab jetzt immer mittwochs: 09., 16., 23. und 30. Juni von jeweils 16-17 Uhr. Wir lesen am Fenster während Ihr draußen (bei schlechtem Wetter unter einem Pavillon) an der frischen Luft bleiben und gespannt zuhören könnt. Für Gespräche über weitere Angebote im HinZimmer wird auch genug Zeit sein.

Die Anzahl der TeilnehmerInnen ist begrenzt, daher bitte unbedingt telefonisch oder per E-Mail anmelden: Telefon: 040 87 88 969 60; E-Mail: cornelia.heydt@buergerstiftung-hamburg.de

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Mi., 09. Jun., 17:30 Uhr, Freilichtmuseum am Kiekeberg, Am Kiekeberg 1, 21224 Rosengarten

Jens Böttcher – Der Tag, an dem Gott nicht mehr Gott heißen wollte

Jens Böttcher ist Schriftsteller und Musiker, frisch gekürter Gewinner des Kulturpreises „Blauer Löwe“ des Landkreises Harburg und ausgezeichnet mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik. Im Rahmen der Suedlese liest er aus „Der Tag, an dem Gott nicht mehr Gott heißen wollte“ aber auch bisher unveröffentlichte Texte! Uns erwartet eine tiefgründige, humorvolle und poetische Lesung mit Musik. Jens Böttcher ist Musiker, Schriftsteller, Fernsehschaffender (Extra3, Tiefsehtauchen) und dabei ein überaus eigenwilliger und feinsinniger Poet, dessen Musik, CDs, Lesungen und Bücher die Herzen und die Seelen der Hörer und Leser immer wieder tief berühren. Sein aktueller Roman  ist im Handel erhältlich. Für sein aktuelles Album „VI: Haben oder Sein“ erhielt er den renommierten Preis der deutschen Schallplattenkritik .

Böttcher singt und schreibt in seinen Liedern und Büchern über das Leben als spirituelle Reise, die Abenteuer des Menschseins und die Triumphe und Tragödien der Liebe in all ihren Erscheinungsformen. Das alles ist hier durchtränkt von Glauben, Hoffnung, Humor und immer auch einer Spur authentischer Melancholie. In allem: Die Botschaft der Liebe als leitendes und uns alle verbindendes Licht, das auf Gnade, Vergebung und Mitgefühl weist, statt auf Rechthaberei und Leistungsdenken. In einer Konzertkritik wurde Böttchers Kunst gar „therapeutische Wirkung“ nachgesagt, sein vorletzter Roman „Herr Sturm und die Farbe des Windes“, in dem die Hauptfigur auf eine Reise durch den Glauben der Menschheit geht, wurde vom Journalisten Andreas Malessa eine „literarische Sensation“ genannt.

Nach der Lesung wird Jens noch im Chat Fragen beantworten.

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Mi., 09. Jun, 19h, KulturWerkstatt Harburg, Am Kanalplatz 6, 21079 Hamburg-Harburg (Hafen)

Rainer F. Brunath – Spaghetti Brunatti (das Glück spricht Italienisch)

Garantiert viel Sonne, easy living, der italienische Wein, fiesta in Gesellschaft auf der piazza, mediterrane, doch einfache und glücklich machende Küche. Wahrheiten, die so wahr sind, wie es der kurze Augenblick, in dem Solches erlebt wird, gestattet. Wahrheiten, die aber auch zu Stereotypen geworden sind, weil sie eben nur einen Schnappschuss des italienischen Lebens darstellen und nicht – wie ein Film – das Ganze beleuchten.

Der Neugrabener Rainer F. Brunath dachte nicht an Derartiges und an dolce vita, als er den Entschluss fasste, gegen den Strom zu schwimmen, die allgemeine Migration von Süden nach Norden für seine Person umzukehren. Er hatte das Glück, in Eigeninitiative Arbeit in Norditalien zu finden, weil sein deutscher Arbeitgeber auf seine Veränderungswünsche nicht reagierte.

In seiner neuen Umgebung angekommen, begann für ihn das Leben mit Überraschungen. In seiner Wahlheimat war alles anders als er es kannte, für ihn der Sprung nach tutto un´ altro mondo – in eine andere Welt.

In vielen Kapiteln sind die Anfänge, Ereignisse, Begebenheiten unterhaltsam, amüsant und informativ gehalten. Nach der Pensionierung schreibt Brunath über seine Erfahrungen und Eindrücke. Der Leser erfährt nicht zuletzt einige Besonderheiten der italienischen Mentalität und wie man sich bei Grünkohl und Pasta näherkommen kann.

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Do., 10. Jun., 18.30h, Volkhochschule Harbrug, Eddelbüttelstr. 47a, 21073 Hamburg-Harburg

Hamburger Autorenvereinigung – Bleiben Sie negativ! – Kurztexte

Online-Lesung im Rahmen der SuedLese

Im April 2021 erschien das neue Buch der Hamburger Autorenvereinigung „Bleiben Sie negativ!“, an der 30 Autoren und Autorinnen beteiligt sind. In vielen Texten geht es um die Pandemie, in der wir uns noch immer befinden, also um Erlebnisse und Gedanken in schwieriger Zeit. Andere bieten Ausblick auf weiteres Panorama. Herausgekommen ist ein literarisches Potpourri, das insgesamt einen Einblick in das vielfältige, sich derzeit eher im Verborgenen abspielende Schaffen der Hamburger Schriftstellerinnen und Schriftsteller vermitteln.

„In Hamburg sind wir noch lange nicht über den Berg“ (Elmar Dod) – unerwartet entwickelt sich ein Krimi aus diesen Anfangszeilen! Und um Sehnsüchte, Erinnerungen und unübliche Geburtstage in Zeiten der Pandemie geht es auch in dieser Lesung der Hamburger Autorenvereinigung. Mit Elmar Dod, Hanna Dunkel, Hartmut Fanger und Klaus Landahl. Im Anschluss Gespräch.

Die Online-Lesung findet als Kooperationsprojekt zwischen der Hamburger Volkshochschule, der Hamburger Autorenvereinigung und der „SuedLese – Literaturtage im Süden Hamburgs“ statt.

Kurs-Nr. 0500SHH03, Elmar Dod, Hanna Dunkel, Hartmut Fanger und Klaus Landahl;  8 €, 2 UStd., 1 Term., Do., 10.6.21, 18.30-20 Uhr

Anmeldung erforderlich unter Tel. 040-428414284 oder www.vhs-hamburg.de

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Do., 10. Jun., 19h, Wohnzimmerlesung online

Claus-Peter Rathjen – Wohnzimmerlesung online

Der Harburger Schauspieler Claus-Peter Rathjen liest in seinem Wohnzimmer aus der sogenannten „Oma und Opa Ecke“ Geschichten vom Harburger Hans-Joachim Meyer bis Joachim Ringelnatz. Dazwischen auch von Martha Seeland und Arnold Risch. Das besondere an der Lesung ist, dass sie auf Hoch- und Plattdeutsch und was dazwischen gehalten wird. Die auch humorvollen, doch auch zum Nachdenken anregenden Geschichten handeln vom Leben an sich, der Liebe in seinen Variationen und vom Ende.

Claus-Peter Rathjen lest in sien goode Stuuv ut de so nöömte „Oma un Opa Eck“ Riemels un Döntjes vom Horborger Hans-Joachim Meyer bit to Joachim Ringelnatz. Dortwüschen ok wat vun Martha Seeland un Arnold Risch. Dat besünnere an düsse Lesung is, dat se op Platt- un Hochdüütsch un wat dortwütschen lest wart.  De ok humorvullen un ok ton Nodinken anregende Riemels un Döntjes vertelln von dat Leven an sick, vun de Leevde in all ehrn Variationen un von dat End vun uns Leven.

Link zur Lesung auf www.suedlese.de; Dauer der Lesung ca. 20 Minuten, Änderungen vorbehalten.

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Do., 10. Jun, 20h, Irish Pub The Old Dubliner, Neue Str. 58, 21073 Hamburg

Karsten Hoff – Glück oder Seligkeit?

Hendrijk, ein Obdachloser aus Lübeck, gewann im Lotto und normalerweise sollte es von nun an in seinem Leben besser laufen. Aber es war alles anders. Das Schicksal drehte sich in die andere Richtung und meinte es gar nicht gut mit dem vermeintlich glücklichen Lottogewinner, der zum Schluss vor dem Scherbenhaufen seines Lebens stand und weniger als vorher hatte. Der Roman von Karsten Hoff entstand aus einer Begegnung mit einem Obdachlosen in seinem Reviergebiet, den er bereits mehrfach in den kalten Wintermonaten in einer aufgebrochenen Gartenlaube antraf. Bei einem der Einsätze zitierte dieser plötzlich Nitsche und Hoff horchte auf. Auf Nachfrage, gab der Obdachlose an, dass er in seinem Heimatland, Polen, Deutschlehrer war. Irgendwann entschloss er sich, nach Deutschland zu gehen, um dort zu unterrichten und ein besseres Leben zu führen. Allerdings ging seine Rechnung nicht so richtig auf. Er bekam keine Anstellung, das Geld ging aus und von dem Zeitpunkt an ging es mit seinem Leben bergab. Für eine Rückkehr in sein Heimatland war der Obdachlose zu stolz.

Glück? Was ist das also? Ist es einfach, ein schönes Leben zu haben oder ist es der große Lottogewinn? Fragen mit neuer Aktualität.

Karsten Hoff wurde 1961 in Hamburg geboren, wuchs aber in Lübeck auf. Aus beruflichen Gründen zieht es ihn in seine Geburtsstadt zurück, wo er heute als Polizeibeamter im Stadtteil Wilhelmsburg arbeitet. Seit mehr als zehn Jahren ist er auch Autor.

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Fr., 11 Jun, ab 16h und ab 18h, KuWoZi (Gloria-Tunnel), Lüneburger Str. 1a, 21073 Hamburg-Harburg

Klaudia Anna Rosniak – Freiheit: Kaffee, Milch (eine Videoinstallation)

Klaudia Rosniaks Videoinstallation ist eine Hommage an die Freiheit in Zeiten von Corona und ein Ausdruck der Sehnsucht, zwischen bewegt und gefangen sein. Visuelle Poesie als Rückblick und Suche nach dem Gefühl des frei seins in einem Schluck Kaffee an dessen Ende- oder Anfang die Frage steht „Freiheit schmeckt wie…?“

Bilder, Töne und Geräusche füllen den Gloriatunnel und schaffen eine Atmosphäre, welche die Zuschauerinnen einlädt und inspirieren kann, sich auch selbst auf diese Frage einzulassen, ihre persönlichen Antworten niederzuschreiben und für andere sichtbar zu machen. Der Gloriatunnel soll als poetischer Raum zudem die Möglichkeit zum Gespräch bieten. Die Künstlerin wird diesen unter Beachtung der geltenden Abstands- und Hygienerichtlinien gestalten und nutzen.

Klaudia Rosniak studiert an der Medical School in Harburg , Schwerpunkt Poesie „Expressive Arts in Social Transformation”. Das Kulturwohnzimmer gibt der jungen Künstlerin die Möglichkeit, ihre Installation im Rahmen der SuedLese im Gloriatunnel zu zeigen.

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Fr., 11. Jun, 18h, ContraZt e.V., Nobléestr. 13a, 21075 Hamburg-Heimfeld

Skurriles aus Harburg

Im Rahmen der 6. Suedlese 2021 präsentieren sich in einem Beitrag von contraZt e.V. drei Harburger Autoren, die sich hauptsächlich der skurrilen und makabren Literatur verschrieben haben: Nicolas Grunwald, Ivar Lethi und Sebastian Kleist.

Schon als Kind war Nicolas Grunwald fasziniert von der Nacht und ihren Geschöpfen. Vor fünf Jahren entdeckte er, dass er Tinte im Blut hat. Das liegt wahrscheinlich in der Familie, Vater und Schwester sind Journalisten. Inzwischen hat er mehr als dreißig Kurzgeschichten über Vampire und andere unheimliche Wesen geschrieben, von denen wir an diesem Abend eine Auswahl zu hören bekommen.

Schwarzer Humor ist eine Leidenschaft von Ivar Lethi. In der Harburger Literaturszene kennt man ihn als langjährigen Stammleser beim legendären Poetry-Slam „Heimfeld ist Reimfeld“ und durch seine Leseveranstaltungen bei contraZt e.V. Wir hören von ihm einige seiner absonderlichen und satirischen Kurzgeschichten und Fabeln. Slam-Erfahrung hat auch Sebastian Kleist, der ebenfalls Originelles und Unkonventionelles aus eigener Feder vorträgt: Haikus, Gedichte und Kurztexte.

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Fr., 11. Jun., 18h, Online-Lesung und Gespräch

„Sprachlos“ – Lesung und Gespräch zur Anderssprachlichkeit

Lesung und Gespräch mit den Autorinnen Ghayath Almadhoun, Katerina Vasiliou, Esther Kondo und Elnathan John, moderiert von Lubi Barre

„Wir feiern Autoren, die in einer anderen Sprache als Deutsch schreiben und sich oft ´sprachlos` fühlen, weil sie nicht die Möglichkeit haben, ihre Arbeit in ihrer Muttersprache zu veröffentlichen, zu lesen und zu teilen. Die Lesungen werden auf Englisch und Arabisch sein“, so Lubi Barre zum Konzept.

Lubi Barre ist in Frankreich, geboren, lebt in Hamburg und ist Autorin von Gedichten und Kurzgeschichten. Sie ist Mitorganisatorin der Lesereihe AHAB und Mitglied des Residency Writers Room. Sie war Mitorganisatorin und Co-Moderatorin der Lesereihe Hafenlesung sowie Kuratorin des Fluctoplasma Festivals in Hamburg.

Ghayath Almadhoun ist palästinensischer Dichter, der 1979 in Damaskus geboren wurde und seit 2008 in Stockholm lebt. Er schreibt auf Arabisch, seine Arbeit wurde in viele Sprachen übersetzt. Er ist Mitglied des DAAD-Programms ´Artists-in-Berlin`.

Katerina Vasiliou ist britische Autorin mit Sitz in Hamburg. Sie gewann 2010 einen „Scottish New Writers Award“ und hat seitdem Kurzgeschichten geschrieben und arbeitet derzeit an einer Abhandlung über das Aufwachsen in einer griechisch-zypriotischen Familie der Invasion von 1974.

Elnathan John ist nigerianischer Anwalt, Schriftsteller und Satiriker. Er schreibt Kurzgeschichten und sein Roman „Born on a Tuesday“ gewann einen Betty Trask Award. Die französische Ausgabe gewann den Prix Les Afriques 2019.Elnathan war in der Jury des Man Booker International Prize 2019. Er lebt in Berlin und erhielt 2019 das Berliner Senatsstipendium für nichtdeutsche Literatur.

Esther Kondo (sie/sie) ist Dichterin, Schriftstellerin, Barbican Young Poet 2018/2019 und experimentelle Poesiefilmerin. Sie haben kürzlich ein Bachelor-Diplom in Kreativem Schreiben an der Universität von Oxford erworben und ihre Gedichte unter anderem im Roundhouse, in der APT Gallery und im Barbican aufgeführt.

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Fr., 11. Jun, 19h, Alles wird schön e.V., Friedrich-Naumann-Str. 27, 21075 HH

Harald Finke – „aus den Jackenflügeln weht der Wind – roter Faden grüne Pflanze“

.. wanderbereit … die grüne Pflanze, die als roter Faden auf dem Weg um den Erdball alles begleitet, bestimmt auch das Kunststudium in Sydney, über den Botanischen Garten, weiter oben in den Regenwald, bis hin zum Steppengras vor den Höhlen des Ulurus … die Aura der Aboriginals und ihrer  Felszeichnungen umzeichnet ein Leben lang den Weg neben den Pflanzen … in den seschziger bis hin zu den achtziger Jahren ist die Pflanzenzentriertheit unumgänglich … erst in den späten neunziger Jahren wird über das Auftauchen des Wood-Wide-Web-Bewusstseins im Pflanzenzentrum auch die Verwobenheit mit der Pilzwelt deutlich … und so entdeckt nicht nur die Welt der Künstler die unglaublichen Strukturen und Machenschaften der Mykkorhiza-Netzwerke, die Wissenschaft gestaltet sich euphorisch … für künstliche Itelligenz scheint ein natürliches Beispiel gefunden … die Kunstwerksatt nutzt ganz einfach die prophetische Poesie artübergreifender Kommunikation … der Regenbogenlichtkreis wird erfunden … Briefe an Stein Pflanze, Tier geschrieben … Saatgut als Asussaat der sozialen Plastik genutzt und die Bienenzucht in Qumran als Brückenschlag zur Honigpumpe postuliert … die Forschung am Wurzelwerk der Pflanzen und Zauberpilze wird angenommen als alles umfassende Kunstart … die Wanderung durch die Kunst und die Wanderung durch die Natur als roter Faden der grünen Pflanzen … immer wanderbereit mit dem Wind aus den Jackenflügeln …

Das Buch „aus den Jackenflügeln weht der Wind – roter Faden grüne Pflanze“ erscheint Juni 2021

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Fr. 11. Jun, 20h, Marstall, Schloßplatz 11, 21423 Winsen (Luhe)

Oliver Lück – Zeit als Ziel – Seit 20 Jahren im Bulli durch Europa

Ein Mann, ein Bulli, eine halbe Million Kilometer: Als sich Oliver Lück im Sommer 1996 sein erstes Auto kauft, einen VW-Bus, hat er kein Ziel, aber jede Menge Zeit. Der Journalist und Fotograf beginnt, Europa zu entdecken und Geschichten und Fotos zu sammeln. Die Schützer des letzten Urwaldes in Polen, Straßenkinder in Nordirland, Chilibauern im Baskenland – Oliver Lück nimmt sich viel Zeit, die Länder nebenan zu erkunden und ihre Menschen zu treffen. Sein Motto: Europa ohne Ende.

In den letzten Jahren waren es rund 500 Abende, an denen Oliver Lück seine ZuhörerInnen mit auf die Reise nahm. Nun geht er exklusiv für Globetrotter auf Online-Reise: In seinem Reisevortrag Zeit als Ziel hat er Begegnungen und Entdeckungen aus über 20 Jahren und fast 30 Ländern versammelt. Es wird ein überraschender, teils abenteuerlicher Abend in vielen Bildern, erzählten Erlebnissen und gelesenen Kurzgeschichten. Einsteigen und abfahren! Die Reise im blauen Bulli startet um 20Uhr

Alle Infos zu diesem Abend unter www.lueckundlocke.de

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Sa., 12. Jun, 20h, Elbdeich e.V. Moorburger Elbdeich 249, 21079 Hamburg

Hinnerk Köhn & Max Scharff – Normale Möwe (Live-Open-Air-Podcast)

„Zwei Trinker reden übers Rauchen. Normale Möwe ist der Comedy-Podcast von Hinnerk Köhn und Max Scharff. In ihrem Podcast reden die beiden sehr persönlich über Privates, über Aktuelles, beantworten Fragen aus der Community und gehen die großen Fragen des Lebens an. Dabei kokettieren sie mit einem Alkoholiker-Image und der scheinbaren Offenheit des Betrunkenen als Form der Satire. Content für diejenigen, die nicht wussten, dass sie ihn brauchen. Gags für die Menschen, die nicht so gerne lachen. Talk für Schweigsame und Zigaretten für die militanten Nichtraucher.“

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Sa., 12. Jun, 19h Moorburger Art e.V., Moorburger Elbdeich 263, 21079 Hamburg

Johannes Kirchberg liest Wolfgang Borchert

Der Sänger, Schauspieler und Wahl-Harburger Johannes Kirchberg, sonst bekannt für seine musikalischen Literaturprogramme, präsentiert zur diesjährigen SUEDLESE exklusiv eine Lesung mit Prosatexten des Hamburger Dichters Wolfgang Borchert. Titel: „SAG NEIN!“

Borchert, der dieses Jahr 100. Geburtstag gehabt hätte, hat seine verliebte Sicht in die Stadt Hamburg in vielen Texten zum Ausdruck gebracht. Aus dem leider viel zu kleinen Gesamtwerk hat Kirchberg Texte ausgewählt, die einen Dichter zeigen, der nach einer neuen Sprache sucht, der genauer Beobachter der verlorenen Generation ist und der selbst vom Krankenbett aus aufwühlende Texte schrieb, die seine Zeit sehr genau dokumentierten. Die kraftvolle und jugendliche Sprache Borcherts steht im Vordergrund. Und seine politische Haltung. Für Johannes Kirchberg ist Wolfgang Borchert einer der bedeutendsten Schriftsteller der Nachkriegsgeneration. Ein Dichter, auf den Hamburg stolz sein muss, und dessen Andenken bewahrt gehört. Denn der genaue Blick, den Borchert auf seine Heimatstadt hatte, ist ergreifend.

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So., 13. Jun., 11h, Volkshochschule Wilhelmsburg/Bildungszentrum „Tor zur Welt“, Krieterstr. 2d, 211079 Hamburg-Wilhelmsburg

Kursus: Anja Eßelborn – Schriftbilder gestalten

Online-Kurs im Rahmen der SuedLese

Schrift alleine um Inhalte zu transportieren ist einfach zu wenig. Schriften sagen in der Gestaltung der einzelnen Buchstaben schon so viel aus und können deshalb in der Bild-gestaltung vielfältiges zum Ausdruck bringen. Wir wollen mit unterschiedlichen Schriften und Farbe Texte gestalten und Inhalte mittels Schrift zu Bildern werden lassen.

Keine Vorkenntnisse erforderlich. Bitte bereithalten: Zeichenblock, Fineliner, Feder + Tinte, Buntstifte, Aquarellfarben + Pinsel, Bleistift, Lineal, Radiergummi. Verwenden Sie das, was Sie zu Hause zur Verfügung haben.

Kursnummer 0193MMW01, 1 Termin, 4 UStd.; Entgelt 20 €; Kursleitung: Anja Eßelborn; So., 13.6.21, 11-14 Uhr

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So., 13. Jun, 16h, Medical School Hamburg, Schellerdamm 22-24, 21079 Hamburg-Harburg (Hafen)

„Transformation“- eine Poesieausstellung

Sechs Studierende im Studiengang Expressive Arts in Social Transformation der Medical School Hamburg– University of Applied Sciences and Medical University (Fakultät Art, Health And Social Science) stellen ihre künstlerischen Abschlussarbeiten im Schwerpunkt der Poesie vor. Astrid Gercke, Sarah Just, Berit Löffler, Natalie von Appen, Nils Böhm und Anne Lamsbach geben den Gäst:innen im Rahmen dieses virtuellen Ausstellungsformates die Möglichkeit, ihre persönlichen poetischen Konzepte kennenzulernen. Im Anschluss haben Sie die Möglichkeit Fragen an die Künstler:innen zu stellen und in den Austausch, beispielsweise über Chancen und Grenzen persönlicher, kreativ-poetischer Arbeit zu kommen.

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So., 13. Jun, 17h, Bürgerhaus Wilhelmsburg, Mengestr. 20, 21107 Hamburg-Wilhelmsburg

Kai Pannen – Zombert in der Schule des Schreckens (i.d.R. „Die Insel liest“)

Für Familien mit Kindern ab 5 Jahren und Schulklassen (Klasse 1-3)

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.

Zombie Zombert hat Langeweile. Mit einem Buch will er Abhilfe schaffen, doch warum sein bester Freund Konrad davon immer so begeistert ist, kann Zombert absolut nicht verstehen. Da sind doch nur kleine schwarze Zeichen drin. Das Problem: Zombert kann nicht lesen. Deswegen soll er künftig mit Konrad die Schulbank drücken. Da wird Zombert das Lesen schon beigebracht werden! Und nicht nur das …

Der Autor und Illustrator Kai Pannen liest und zeichnet aus seinem Buch „Zombert in der Schule des Schreckens“ (Tulipan Verlag). Seit Kai Pannen und sein Zombie Zombert 2018 im Bürgerhaus Wilhelmsburg den Preuschhof-Preis für Kinderliteratur verliehen bekommen haben, sind die beiden quasi Stammgäste auf der Elbinsel. Exklusive für Suedlese liest und zeichnet Kai Pannen erstmals aus dem vierten Band der beliebten Zombert-Reihe.

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So., 13. Jun, 18h, KuWoZi (im Gloria-Tunnel), Lüneburger Str. 1a, 21073 Hamburg-Harburg

Poetomat online

Im nicht-virtuellen Raum ist der Poetomat ein großer schwarzer Kasten, in den eine Münze und ein Wort eingegeben werden und welcher dann nach kürzester Zeit ein individuelles Gedicht ausspuckt. So bewegt er sich mit dir irgendwo im Nebel zwischen Poesie und Gesellschaft, Mensch und Maschine, Kommunikation, Kontakt und Unsichtbarkeit.

In der nahen Vergangenheit war der Poetomat viel unterwegs in diversen Kontexten, wie Straßenfesten, Festivals, Jubiläumsfeiern und Poesie-Events. Wegen Corona geht der Poetomat jetzt online und steht somit auch dir zu Hause zur Verfügung. Setz dich gemütlich hin, öffne den Zoom-Link, überleg dir ein Wort, schreib es in den Chat, lausche Gedichten – und nach kürzester Zeit auch dem zu deinem Wort. Viel Spaß!

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So., 13. Jun., 20:00 Uhr, Empore Buchholz, Breite Str. 10, 21244 Buchholz i.d. Nordheide

Kerim Pamuk – Kiffen, Kaffee & Kajal

Kerim Pamuk lebt und arbeitet als Schriftsteller und Kabarettist in Hamburg. Sein neues Buch ist eine kurze Geschichte von allem, rund um Vor-Urteile und Geschichte(n) des Orients. Wenn Sie gerne Schach spielen, Pasta essen und sich auf dem Sofa lümmeln, sind Sie was? Richtig, ein Orientale! Klingt komisch? Ist aber so.

Denn diese Dinge gelangten aus dem Orient nach Europa. Und das ist nur die Spitze des Dönerberges, denn das Abendland wurde schon seit Jahrhunderten kulturell, kulinarisch und wissenschaftlich überflutet, unterwandert und beeinflusst, oder kurz und korrekt: bereichert. Sogar im Allerheiligsten der Spießerseligkeit hat sich der Orient richtig breitgemacht, im deutschen Wohnzimmer. Glauben Sie nicht? Abwarten!

Kerim Pamuk lädt Sie ein auf seine vergnüglich-investigative Tour durch 1500 Jahre Kulturgeschichte und Migration. Sie werden das Fremde im Vertrauten und das Vertraute im Fremden entdecken: Wo »wir« draufsteht, sind sehr oft »die« schon drin! www.kerimpamuk.de

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So., 13. Jun, 16h, Kulturcafé Komm du, Buxtehuder Str. 13, 21073 Hamburg

Bettina Strang – Best of Mensch & Mia

Es gibt Freunde, es gibt Feinde – und ziemlich viel dazwischen. Und da fängt manche „Wortstrang“ von Bettina Strang an. Das Publikum darf sich freuen, wenn sie in die Schatzkiste ihrer Begegnungen mit Mensch, Mops oder Mia greift. Herzlich, wahnwitzig und skurril sind die Momentaufnahmen mitten aus dem Leben. Wie kommt Lammluft in den Körper? Wozu bestellt man einen Matcha Latte? Und gab es mit dem Halblockenarzt ein Happy End?

„Ihre Art Texte vorzutragen ist unique“ (Lesung Köln 2018) befanden Zuschauer von Köln bis Hamburg. Ihre Auftritte bescheren die komplette Bandbreite an Emotionen. Jetzt liest sie bei der 6.  SuedLese liest ein Best Of aus ihren letzten beiden Lese-Programmen.

Bettina Strang (1971) geboren in Bonn, lebt und spaziert seit 2010 in Hamburg. Sie ist Bestatterin im Team eines alternativen Bestattungshauses in Eimsbüttel, schreibt aber freiberuflich Texte und Reden. 2018 erschien ihr Lyrikband „Wachsen lassen“, 2020 folgte der zweite Band „Kein Wort aus Gold“. Auf ihrem Blog wortstrang.de finden sich Alltagsskizzen in Kurzprosa, Dialogen und Geschichten, sowie die Termine zu aktuellen Lesungen und Veranstaltungen. www.wortstrang.de

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So., 13. Jun., 14-17 Uhr: VHS-Kursus: Biografisches Theater: Was ist eigentlich Glück?

Online-Kurs im Rahmen der Suedlese

Der Begriff Glück begegnet uns immer wieder und in unterschiedlichen Formen. Aber was genau heißt das eigentlich, glücklich sein? Dieser Frage widmen wir uns in diesem Workshop, in dem es darum gehen soll, sich dem Glücksbegriff mit Methoden des Biographischen Theaters spielerisch zu nähern und verschiedene Theatermethoden kennenzulernen. Die Ideen der Gruppe werden hierbei in eine theatrale Form gebracht und gemeinsam entwicklen wir kleine Szenen rund um das Thema Glück. Alle sind willkommen, mit und ohne Theaterspielerfahrungen.

0944MMW02, Djamila Niklosz; 18 €, 3 UStd., 1 Term., So., 13.6.21, 14-17 Uhr;  Anmeldung erforderlich unter Tel. 040-42841 oder www.vhs-hamburg.de

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Die 6. SuedLese wird gefördert durchNEUSTART Kultur und die Behörde für Kultur und Medien Hamburg

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Such das Buch! https://www.tiefgang.net/such-das-buch/ Fri, 04 Jun 2021 22:26:12 +0000 ]]> https://www.tiefgang.net/?p=8003 [...]]]> Kaum zu glauben aber wahr: kaum geht die 6. SuedLese – die Literaturtage im Süden Hamburgs – an den Start, gibt es schon eine App, um sich durch die gut 100 Literaturtermine leiten zu lassen.    

Noch verrückter: die Entwickler sind selbst Harburger und erst kurz vor der SuedLese über einen Kontakt zum Kulturhaus Süderelbe zum SuedLese-Team gekommen.

Linus von Lonski, eigentlich Lehrer und sein Partner Christian Koch hatten vor einiger Zeit ihre App Favelio entwickelt, die es Autor*innen ermöglicht interaktive Geschichten zu schreiben. Dabei können sich die Lesenden zur weiteren Entwicklung der jeweiligen Geschichte selbst entscheiden und werden über die App in den nächsten Handlungsstrang geführt.

Zur SuedLese kam nun die Idee auf, dass die Fülle an Lesungen (100 in einem Monat), zudem ihre verschiedenen Genres (Krimis, Sachbuch, Kinder, Lokales …) viele überfordern könnte,. Nicht mit der App: beim App Favelio gibt man ein, was man mag und wird zu den entsprechenden Terminen geführt.

Einfach App FAVELIO im Google-Playstore runterladen und dort den SuedLese-Gudie mit dem lustigen Titel „Such das Buch“ nutzen und schon ist die nächste Lesung anvisiert!

Linus von Lonski: „Super, was hier im Süden alles läuft! Da passte unser App genau richtig rein! Der erste Teil der SuedLese ist einprogrammiert, der 2. kommt so schnell wie möglich!“

Anne Lamsbach, Projektleiterin der 6. SuedLese: „Irre! Typisch für all die Kreativen der SuedLese und Harburgs – kaum gedacht, schon gemacht! Das App-Format hat zudem irre Potenzial und könnte in unserer neuen Literaturforschung <<LitLab>> dauerhaft weiter entwickelt werden. Also: Nutzt sie!“

GooglePlay – Favelio runterladen und den SuedLese-Guide starten!

play.google.com

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Mehr Worte auch ohne Orte https://www.tiefgang.net/mehr-worte-auch-ohne-orte/ Fri, 14 May 2021 22:59:50 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=7902 [...]]]> Ein Slogan der fast schon traditionell gewordenen Literaturtage „SuedLese“ sind die „Orte der Worte“. Auch wenn man die wohl kaum besuchen kann, scheint es die Worte kaum zu kümmern. Ein Literaturfest der Superlative kündigt sich an.    Das kulturelle Leben liegt weitestgehend brach und immer wieder angekündigte Veranstaltungen werden meist ebenso wieder abgesagt. Nicht so in Hamburgs Süden. Die fast schon tot geglaubten Literaturtage SuedLese machen dank Bundesförderung gar einen Sprung nach vorne.

„Es ist unglaublich, was sich an Ideen, Kreativität und Engagement aufgestaut hat“, so Projektleiterin Anne Lamsbach zu den laufenden Planungen. „Gut 100 Lesungen, Workshops und Diskussionen erwarten Literaturfreunde den ganzen Juni über. Das zeigt den Hunger nach Kultur bei den Kulturschaffenden und wir hoffen, mit unserem vielfältigen Angebot auch bei den Kulturinteressierten zumindest in Teilen die literarisch-kulturellen Entbehrungen des letzten Jahres ausgleichen zu können!“ 

Projektleiterin 2021: Anne Lamsbach

Und wie es die Zeiten erfordern, wird vieles anders und neu:

  • Erstmals und unter dem Motto „Stadt – Land – Harburg“ sprengt die SuedLese die kulturellen Grenzen des Landkreises Harburg in Nordniedersachsen und dem Bezirk Harburg der Hansestadt Hamburg. Bisher waren aus politisch-administrativen Abgrenzungen keine gemeinsamen Kulturaktivitäten möglich
  • Dadurch sind „Orte der Worte“ wie der Kulturpunkt Moisburg, der Marstall in Winsen, die Empore in Buchholz oder auch das Freilichtmuseum Kiekeberg ebenso dabei wie die Wilhelmsburger Deichdiele oder der Speicher am Kaufhauskanal und viele, viele andere
  • Erstmals findet eine offizielle Kooperation mit der Hamburger Autor* innenvereinigung statt, die in einem Sonderformat einen großen Querschnitt des literarischen Schaffens in und um Hamburg bietet
  • Es gibt bald eigens eine Website für die Literaturtage, die aber auch ganzjährig Lesehungrigen ein Wegweiser für Lesetermine oder Neuerscheinungen sein wird: suedlese.de.
  • Es wurde eine eigene Literaturwerkstatt <<LitLab>> gegründet als Kooperation der Initiative SuedKultur und dem Fachbereich Poesie der Medical School Hamburg. Hier sollen dauerhaft neue Wege und Formen der Darstellung von Literatur erforscht und befördert werden. Dazu werden in einem Blog auf der Seite suedlese.de regelmäßig Ergebnisse veröffentlicht, die Autor*innen aber auch Lesefans gutes Handwerkszeug geben werden.
  • Die gut 100 (!) Termine für Lesungen, Schreib- und Kreativworkshops, Diskussionen und Besprechungen im Rahmen der 6. SuedLese geben einen direkten Verweis auf die Online-Adressen per Link, die meist über das Videokonferenz ZOOM abgewickelt werden. Das reduziert ständig wechselnde Formate und soll auch weniger internetaffinen Literaturfreunden die Teilhabe und Teilnahme vereinfachen
  • Es werden brauchbare und leicht verständliche Hinweise gegeben, wie man den Genuss der online-Lesungen per Flachbildschirm-Fernseher oder Kopfhörer erhöhen kann
  • Die haptisch hochwertigen Programmhefte der 6. SuedLese aber auch persönlich signierte Bücher der Lesungen können in Bälde direkt über das Portal suedlese.de bestellt und auch der Online-Zahlungsverkehr dort abgewickelt werden. Die Gelder werden dann zentral an Autor*innen oder den lokalen Buchhandel weitergegeben und der postalische Versand organsiert. Ein Rund-um-Lese-Paket der besonderen Art!
  • Da Lesungen für die Leseorte als auch Literat*innen stets auch eine Einnahmequelle sind, wird dem Publikum nahegelegt, auch einen Eintritt zu zahlen, wenngleich er nicht Bedingung ist, um sich zu den Lesungen zuzuschalten. Die üblichen Eintritte bzw. Spenden zwischen 5,- und 15,- € können ebenso direkt über das SuedLese-Portal abgewickelt werden

Das Literaturangebot im Rahmen der SuedLese reicht von Kinderlesungen über Poesie, Prosa, Sachbuch, Kabarett, Krimi bis zu szenischer Lesung. Mit dabei sind lokale Matadoren wie Ute Holst oder Sonja Alphonso der Harburger Schreibwerkstatt von „Alles wird schön e.V.“ und der wiederbelebte „Club der lebenden Dichter“ aus Wilhelmsburg. Auch literarische Größen wie die vielfach ausgezeichnete Kinderbuchautorin Kirsten Boie, der Preisträger des Blauen Löwen, Jens Böttcher, der Hamburger Literaturpreisträger aus Harburg, Benjamin Maack, sind bei der diesjährigen SuedLese vertreten und nicht zuletzt bereichern die Kabarettisten Kerim Pamuk, Lutz von Rosenberg-Lipinsky und Johannes Kirchberg mit ihren szenischen Lesungen den Literatursommer im Hamburger Süden und dem Landkreis Harburg in Niedersachsen.

Das Programm wird zurzeit unter Hochdruck fertig gestellt und ist bis zur SuedLese dann vollumfänglich auf dem Portal www.suedlese.de zu finden. Das gedruckte Programmheft kann ab sofort und für 2,50€ Schutzgebühr und Versandkosten unter post@seudlese.de  vorbestellt werden und wird zugestellt sobald es aus dem Druck ist.

Über die einzelnen Programmpunkte und Inhalte, Orte der Worte und Diskussionen rund um das Buch und Hamburgs literarischen Süden informiert das SuedLese-Team zeitnah.

Die 6. Suedlese – Literaturtage im Süden Hamburgs werden gefördert durch NEUSTART Kultur sowie die Behörde für Kultur und Medien Hamburg.

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