logo https://www.tiefgang.net Mon, 11 Feb 2019 18:06:23 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1 Die Hilfstickets https://www.tiefgang.net/die-hilfstickets/ Fri, 15 Feb 2019 23:03:04 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4865 [...]]]> Im siebten Jahr des Bestehens von FairTix erreichen 55.972 Euro über das solidarische Ticketing die Clubstiftung.

„Die Umsatzsteigerung zum Vorjahr von 17,6 Prozent unterstreicht, dass das faire Ticketing in Hamburg mehr und mehr KonzertbesucherInnen, sowie Clubs und VeranstalterInnen überzeugt.

Insgesamt 41 Hamburger Clubs und VeranstalterInnen nutzten 2018 das Vorverkaufsystem von TixforGigs zum Vertrieb von fairen Ticketkontingenten und konnten so mit knapp 1.500 Veranstaltungen 55.972 Euro für die Clubstiftung generieren. Damit wurden seit dem Start dieser Solidaraktion im Jahr 2012 über 250.000 faire Tickets von KonzertbesucherInnen gekauft.

Die meisten Verkäufe im Jahr 2018 erzielten das Knust, der Monkeys Music Club und das Uebel & Gefährlich. Ebenso erfreulich sind die neu seit 2018 teilnehmenden Clubs und VeranstalterInnen, hier sind exemplarisch der Nochtspeicher/Nochtwache, Cascadas und das SummerSoul/SummerJazz in Eppendorf zu nennen. Auch über Party-Veranstaltungen konnten wieder zahlreiche Tickets verkauft werden. So kamen allein durch die Silvesterpartys im Knust und im Molotow und dem Silvesterrave im Docks, mehr als 1.600 Tickets an einem Tag zusammen. Als erfolgreichste Konzerte gingen 2018 unter anderem Feine Sahne Fischfilet (Inselparkhalle), sowie das Jubiläumskonzert des Hamburger Kneipenchors (Knust) und Waving the Guns (Uebel & Gefährlich) in die FairTix-Statistik ein.

Für die Ticketverkäufe in 2018 konnte der Clubstiftung somit beim Club Award 2019 im DOCKS einen Scheck mit der stolzen Summe von 55.972 Euro von Tixfor-Gigs entgegen nehmen – die bislang höchste ClubEuro-Summe. Die Gelder fließen in Maßnahmen zur Förderung der Livemusik-Kultur, zum Beispiel in das Fortbildungsangebot der CLUB ACADEMY oder den Live Concert Account Plus – einem staatlichen Strukturfördermodell für privaten Musikspielstätten in Hamburg, das gezielt in Kleinst- und Nachwuchskonzerte investiert.

Auch konnten Förderungen im Rahmen des Ressourceneffizienzprogrammes realisiert werden. So freuen sich unter anderem der Marias Ballroom und das Westwerk über neue und energiesparende Geräte. Zusätzlich wurden Energie- und Rechtsberatungen bei sieben Clubs bezuschusst und Lärmgutachten erstellt. Auch der Blick in die Zukunft ist aussichtsreich: Die Millerntor Gallery hat bereits angekündigt ihr Ticketing im Jahr 2019 über FairTix abwickeln zu wollen.

Mit FairTix können KonzertbesucherInnen und Musikspielstätten ein Zeichen für faire Gebührenmodelle setzen. TixforGigs verzichtet auf die Hälfte der üblichen Vorverkaufsgebühren und führt stattdessen pro verkauftem Ticket einen Euro-  den sogenannten ClubEuro – an die Stiftung zur Stärkung privater Musikbühnen ab.

Liste der FairTix-NutzerInnen 2018:

Aalhaus, Alte Druckerei, Art & Techno, Astra Stube, Birdland, Brakula, Cascadas, Cotton Cub, Docks/Prinzenbar, Fundbureau, Goldbekhaus, Grenzen sind relativ, Grosse Freiheit 36, Gruenspan, Häkken, Hafenklang, Honigfabrik, Knust, kukuun, Kulturbedarf, Kurz Film Agentur Hamburg, Logo, Marias Ballroom, Markthalle, Menschenzoo, Molotow, Monkeys Music Club, MS Stubnitz, OHA! Music, Nochtspeicher/Nochtwache, Pakusisus Evens, Pooca Bar, Pop Up Records, Schanzenzelt, Stage Club, Stellwerk, Uebel & Gefährlich, Urban Wildlife, Wilfried Lottmann und Zinnschmelze“

Quelle:  www.clubstiftung.de

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Beste Nachwuchsarbeit aus Harburg https://www.tiefgang.net/beste-nachwuchsarbeit-aus-harburg/ Fri, 09 Mar 2018 23:39:51 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=3217 [...]]]> Einmal im Jahr sollen die Musiker*innen entscheiden, welcher Club der beste ist. Dieses Jahr ist auch ein Harburger in der engeren Auswahl.

Der Bundesverband von Live-Spielstätten Deutschland, die LiveKomm, hat zusammen mit einigen Partner den BACKSTAGE PRO-Preis Ende letzten Jahres unter Musiker*innen zur Wahl des beliebtesten Clubs in Deutschland ausgerufen. Nun stehen die Nominierungen und Harburgs „Marias Ballroom“ ist dabei!

Wir berichteten in ´Tiefgang` Ende letzten Jahres über den Aufruf (siehe ´Tiefgang` vom 11. Nov. 2017 „Hier spiele ich gerne!“)

Der BACKSTAGE Clubaward ist eine Initiative der LiveKomm, Backstage PRO, Clubs am Main e.V. und dem Musikmesse Festival Frankfurt. Gesponsert wird er durch einige Technikfirmen, die es so auch gleich als Werbung nutzen. Für den Backstage Clubaward 2018 sind insgesamt sechs  Hamburger Clubs nominiert. In der Kategorie „Beste Nachwuchsarbeit und Förderung der lokalen Szene“ eben auch der Harburger Club „Marias Ballroom“ inmitten des Phoenixviertels.

In den folgenden Kategorien sind die Hamburger Clubs unter den Nominierten.

  • Kategorie „Club des Jahres (Hauptkategorie)“: Molotow, Monkeys Music Club
  • Kategorie „Bester Umgang mit Musikern auf und hinter der Bühne“: kukuun
  • Kategorie „Beste Nachwuchsarbeit und Förderung der lokalen Szene“: Marias Ballroom, Logo
  • Kategorie „Beste Sound- und Bühnentechnik“: Mojo Club

Die LiveKomm ruft alle nominierten LiveKomm Clubs dazu auf, ihre Bandkontakte anzuheizen und für sie zu stimmen! Und auch wir drücken den Hamburger Clubs die Daumen.

Die Verleihung findet am 10. April zum Auftakt des Musikmesse Festivals im Frankfurter Szene-Club „Nachtleben“ statt.
Zum Voting gehts hier: www.backstagepro.de/specials/clubawardvoting

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Völker, hört die Musikclubs! https://www.tiefgang.net/voelker-hoert-die-musikclubs/ Fri, 15 Dec 2017 23:16:25 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=2747 [...]]]> Die einen können nicht, die anderen wollen nicht schlafen. Auch als Musikstadt hat Hamburg Aufgaben zu meistern. Das Clubkombinat wird nun laut und fordert die „#FutureMusicCityHH“. Ein Aufruf.

In der Mitteilung des Hamburger Clubkombinats, der Berufsverband der Musikclubs in Hamburg heißt es:

„Leuchtende Musikstadt Hamburg – und dennoch: Lärmbeschwerden von AnwohnerInnen und benachbarten Hotelgästen, Pflichtgebühren für unnötige Parkplätze, Mietsteigerungen, wachsenden Behördenauflagen und GEMA-Aufwänden nagen an der Substanz von Musikclubs.

Wenn wir nichts unternehmen, sind die Ausgehviertel in ein paar Jahren geprägt von eintöniger Konservenmusik oder liegen wahrscheinlich ganz am Stadtrand, wo Mieten eventuell noch bezahlbar sind und niemand sich von den Club-Sounds gestört fühlt. Der Immobilienboom verschärft Konflikt um nutzbare Flächen. Musikclubs können beim Wettbieten häufig nicht mithalten und werden verdrängt. Selten verfolgt Stadtentwicklung einen zielgerichteten Ansatz, um Musikstätten frühzeitig in die Planungen zu integrieren.

Fight um Flächen

Eine der vielfältigsten und lebendigsten Live-Musikszenen in Deutschland zu beherbergen, ist ein Pfund, das mehr in das Bewusstsein der politischen Entscheider verankert gehört. Viele KünstlerInnen starten auf unseren Musikbühnen ihre Karrieren und treten bei uns das erste Mal vor Publikum auf. Live-Musikclubs und kleinere Festivals sind Trendsetter und Brutstätten für die Stars von morgen. Künftig können sich selbst Menschen, mit Leidenschaft und Idealismus nicht mehr leisten in zentraler Lage einen Club zu eröffnen. Künstlerkarrieren wie Bosse, Deichkind, Jan Delay, Kettcar, BOY & Co können sich in Hamburg dann nur noch seltener entwickeln.

Wir sind über 140 Hamburger Musikclubs und Veranstalter, die sich im Clubkombinat Hamburg e.V. vereint haben – u.a. altonale, Cotton Club, Docks, freundlich & kompetent, Hafenklang, Knust, Logo, Moloch, Molotow, Prinzenbar, Uebel & Gefährlich und Waagenbau. Erhebe mit uns Deine Stimme für eine vielfältige und kreative Clublandschaft in Hamburg.

ZUR PETITION – HIER KLICKEN

Im Rahmen unserer Kampagne #FutureMusicCityHH wollen wir die Bedingungen, Anliegen und Perspektiven von Musikspielstätten in Hamburg gemeinsam mit ClubbetreiberInnen, VeranstalterInnen, KünstlerInnen, MusikliebhaberInnen, ClubgängerInnen, PolitikerInnen und JournalistInnen in den Fokus rücken und neue Ideen und Lösungsansätze diskutieren. Es geht um den gesellschaftlichen Wert von Musikclubs als soziale und kulturelle Orte. Wie wollen wir bestehende musikalische Bühnen für Freiräume, Experimente, Kreativität und musikalische Innovationen zu erschwinglichen Preisen erhalten, wie neue Räume schaffen?

Stimmen für Musik

Die gesammelten Unterschriften überreichen wir dem Ersten Bürgermeister Olaf Scholz. Eure Stimmen unterstützen uns in den Gesprächen über die Zukunft der Musikclubs in Hamburg, die wir derzeit intensiv mit der Politik und den Behörden führen.

Verbreite unsere Kampagne auf Facebook (#FutureMusicCityHH)! Schreibe uns einen Blog-Gastbeitrag! Kommentiere unsere Forderungen & debattiere dies in Deinen Freundeskreisen!“

Quelle: clubkombinat.de

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„Hier spiele ich gerne!“ https://www.tiefgang.net/hier-spiele-ich-gerne/ Fri, 10 Nov 2017 23:25:18 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=2504 [...]]]> Was ist eigentlich ein guter Club für Musiker*innen? Ein Wettbewerb hilft jetzt, dies herauszufinden.

Musiker*innen und Clubs müssten im Grunde dickste Freunde sein. Aber oft gibt es Streit um Gagen, Catering und Umgang. Denn Clubs sind ja irgendwie auch das Arbeitszimmer von Musiker*innen. Und wer ihnen ein gutes stellt, soll dafür auch geehrt und gestärkt werden. Aber wie soll man herausfinden, wer gut und wer schlecht ist? Klar, geförderte Clubs können und werden wohl eher feste Gagen anbieten können. Aber ist auch die Technik gut und der Umgang mit den Auftretenden? Oder können und tun das nicht eher die kleinen Clubs, weil sie in ihrer Leidenschaft auch eher mal das Kaufmännische ignorieren?

Am besten, man fragt einfach mal die Musiker*innen selbst. Und das geht immer am besten, wenn man es mit einem Wettbewerb ein wenig inszeniert und ganz öffentlich raus haut. Und das Gute, man selbst kann beim nominieren auch noch etwas gewinnen.

Und so entstand der Backstage Club Award. Beim DER BACKSTAGE CLUBAWARD 2018 nominieren Musiker*innen die Preisträger. Im ersten Schritt sind diese dazu aufgefordert, ihre Favoriten vorzuschlagen. Ab Januar startet dann das große Voting, bei der die Auswahl vorgeschlagener Clubs ermittelt werden. Und so ab sofort Musiker*innen alle bundesweiten Locations in vier Kategorien für den BACKSTAGE Clubaward 2018 nominieren – in unterschiedlichen Kategorien: „die beste Sound- und Bühnentechnik“, „die beste Nachwuchsarbeit und Förderung der lokalen Szene“, „der bester Umgang mit Musikern auf und hinter der Bühne“ und allgemein „der beste Club 2018“.

Der BACKSTAGE Clubaward ist eine Initiative der LiveKomm, Backstage PRO, Clubs am Main e.V. und dem Musikmesse Festival Frankfurt. Gesponsert wird er durch einige Technikfirmen, die es so auch gleich als Werbung nutzen. Legitim.

Es war eine gelungene Premiere, als Anfang April in Frankfurt zum ersten Mal der BACKSTAGE Clubaward 2017 an die besten deutschen Clubs im Bereich Live-Kultur verliehen wurde.

In der Kategorie „Backstage des Jahres“ wurde die Live Music Hall aus Köln gewählt. Die sieben Vertreter des Clubs konnten sich neben der BACKSTAGE Clubaward-Plakette über einen Preis der Firmen Thon und Gravity im Wert von jeweils 500€ freuen.

Den Preis in der Kategorie „Beste Nachwuchsförderung / Newcomerclub des Jahres“ erhielt der Frankfurter Club Das Bett. Die Firma Shure stellte hierfür Equipment im Wert von 1.000 € zur Verfügung.

Preisträger: Live Music Hall (Köln), Backstage (München), Das Bett (Frankfurt)

Das Backstage aus München vereinte in der Hauptkategorie die meisten Votes auf sich und ist damit zum „Club des Jahres“ gewählt. Hans-Georg und Beate Stocker durften sich über Equipment im Wert von 2.000 € für Produkte der Firmen LD Systems und Cameo freuen. Dieser Preis wurde von der Firma Adam Hall Group zur Verfügung gestellt. Karsten Schölermann von der LiveKomm und selbst (Mit-)Betreiber diverser Hamburger Clubs wie Knust, LOGO und in Harburg dem Stellwerk: „Unfassbare 1.178 Musikerinnen und Musikern haben an der Abstimmung teilgenommen und damit ihren Support für die Clubszene bekundet. Wir werden alles dafür geben, diesen Schulterschluss zwischen Musiker/Innen und Clubszene auch weiterhin zu beleben. Das war Großes Tennis. Danke!“

Nach diesem Erfolg gibt es nur eines: Die Neuauflage für 2018. Und sie startet genau jetzt!

Die Musiker- und Band-Community wird diesmal noch stärker einbezogen: Als Musiker/In kannst du deine favorisierten Locations ab sofort in drei Kategorien für den BACKSTAGE Clubaward 2018 nominieren.

Mitmachen, gewinnen und live spielen!

Durch die Einreichung deiner Nominierung und mit etwas Losglück hast du die Chance, einen Einkaufsgutschein zu gewinnen. Unter allen Teilnehmern werden Gutscheine im Wert von 1000 Euro (1 x 500, 1 x 300, 1 x 200) verlost! Deine Teilnahme an der Nominierung ist bis zum bis 20. Dezember 2017 möglich.

Ab Januar 2018 startet dann das große Voting, durch das die Preisträger ermittelt werden. Das große Preisverleihungs-Event findet am 10. April zum Auftakt des Musikmesse Festivals im Frankfurter Szene-Club „Nachtleben“ statt.

Der BACKSTAGE Clubaward ist eine Initiative der LiveKommBackstage PRO, Clubs am Main e.V. und dem Musikmesse Festival Frankfurt.

Zum Wettbewerb: backstagepro.de

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Online-Ticket rockt Weihnachtsmann! https://www.tiefgang.net/online-ticket-rockt-weihnachtsmann/ Tue, 13 Dec 2016 14:47:23 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=172 [...]]]>

Die Idee ist simpel, ihre Umsetzung allerdings hatte es in sich. Und doch: am Ende lässt sie nicht nur die Clubkasse schöner klingeln.  Es geht um „FairTix“.

Als 2010 die „Stiftung zur Stärkung private Musikbühnen“ – kurz Clubstiftung – vom Interessensverband Clubkombinat Hamburg und der Stadt Hamburg ins Leben gerufen wurde, war allen Beteiligten nicht ganz klar, wie die Stiftung denn nun agieren wird. Ehrenamtliche Arbeit alleine reicht da nicht, so viel war klar. Fest stand aber auch: die Clubs müssen dauerhaft einen finanziellen Beitrag einbringen, um die Fördermodelle der Stiftung (Förderung von Anschaffungen in den Bereichen Ton- und Lichttechnik, Energieberatung, Erstattung  von GEMA-Gebühren etc.pp.) ins Laufen zu bekommen. Spendenaufrufe sind schwer berechenbar und trotz allen Reichtums dieser Stadt und seiner Bürger/innen noch schwerer einzuholen. Denn die Musikclubs Hamburgs haben durch ihren Hang zur Abgewracktheit zwar Charme, hatten aber bis dato keinen sonderlichen Ruf in der honorigen Gesellschaft.

„Warum nicht also dort Geld abzwacken, wo es eh tagtäglich eingebracht wird?“, dachte Karsten Schölermann, Stiftungsvorsitzender und selbst Clubbetreiber des Knust und LOGOs, „bei den Online-Vorverkaufsstellen!“

Dass da einige tausend Euro je Konzerttag generiert werden, konnte sich das Clubkombinat an fünf Finger ausrechnen. Denn die seinerzeit über 60 Mitgliederclubs brachten es ja an einem Konzertabend schon auf eine gute 5-stellige Besucherzahl. Wenn davon die Vorverkäufer rund 2-3 Euro je Karte verdienten, war das ein stattlicher Umsatz auf fremder Leute Arbeit. Nach langen Verhandlungen und der geballten Courage der Clubs, den Ticket-Monopolisten die Stirn zu bieten, entstand das erste Online-Ticketsystem, in dem der Anbieter von sich aus je verkauftem Ticket 1,- € an die Stiftung retour spendete. Der Gast also brauchte nichts zu tun, was er nicht eh schon tat und die meisten wussten und wissen bis heute nicht, dass sie mit ihrem Kartenkauf zugleich Gutes tun.

Mittlerweile nennt sich das System „FairTix“, wobei es namentlich auf die faire Ausgleichszahlung des Ticket-Verkäufers an die Clubs anhand eines Euros je Ticket und in Form einer Spende an die Stiftung abzielt.

28.000 € durch „Hilfe zur Selbsthilfe“

Und das rechnet sich: im Jahr 2014 flossen so fast 17.000 € an die Stiftung, ein Jahr später bereits gut 28.000 € und 2016 wird es noch mehr werden. Dass es so viel mehr geworden ist, liegt nun weniger an der erhöhten Besucherzahl der Konzerte. Und ohnehin wird nur ein Teil der Tickets über Fairtix angeboten. Es ist vielmehr so, dass immer mehr Clubs sich dem System anschließen und so regelrecht „Hilfe zur Selbsthilfe“ leisten. Dabei sind namhafte Clubs wie Knust, Uebel & Gefährlich, Logo, Docks/Prinzenbar, Monkeys Music Club, Molotow, Birdland, MS Stubnitz, Astra Stube, Rock Café St. Pauli, OHA! Music GbR, Honigfabrik, Altonale, Gruenspan, Marias Ballroom, klubsen, VOLT, Hasenschaukel, Kleiner Donner, Stellwerk, Jazz Federation, HÄKKEN, Cascadas, kukuun, Astra Stube e.V. und Pooca. Und es sind noch immer nicht alle.

Und was geschieht nun mit dem Geld? Die Stiftung beschloss, den Großteil dieses Geldes in ihr Förderprogramm „Live Concert Account“ (kurz LCA) zu stellen, das den ungeförderten Musikclubs der Stadt Hamburg  die GEMA- Kosten erstattet. Also die Urheberrechtszahlungen, die die Clubs für die musikalischen Aufführungen von komponierten Werken leisten müssen.  Immerhin knapp 150.000,- € jährlich! Und da selbst Clubs, die keinen Eintritt nehmen und dennoch für diese Konzerte und Sessions GEMA zahlen müssen, unverhältnismäßig hart getroffen würden (zumal es meist Kleinstclubs sind), wurde 2015 erstmals der Fördertopf  LCA+ begründet und ausgeschüttet. Ein kleiner aber tröstlicher Geldregen für manchen Club. Karsten Schölermann: „Auf diese Art und Weise sind wir in der Lage, viele nicht kostendeckende Clubkonzerte zu unterstützen.“

Und auch 2016 kommt wieder pünktlich zur Weihnacht bei den meisten Hamburger Musikclubs der Erstattungsbetrag zu den GEMA-Rechnungen des Vorjahres aufs Clubkonto geschneit und beschert eine besondere Besinnlichkeit der Musikalitäten. Ein Ticket im Vorverkauf online zu bestellen, beschert hier also doppelt Freude. Übersicht über die teilnehmenden Clubs und direkt zum Vorverkauf über Fair-Tix.

(13. Dez. 2016, hl)

 

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Im Schatten des Rampenlichts https://www.tiefgang.net/clubfibel/ https://www.tiefgang.net/clubfibel/#respond Mon, 28 Nov 2016 16:34:59 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=67 [...]]]> Der Interessensverband der privaten bzw. ungeförderten Hamburger Musikclubs, das „Clubkombinat Hamburg“, hat im Frühjahr 2016 eine überarbeitete Ausgabe der „Clubfibel für Frischlinge – Leidfaden/Leitfaden für Clubbetreiber, Veranstalter und Behörden“ herausgegeben, die für 5,- € dort erhältlich ist.

In dem Handbuch im DIN A 4 Format geben gestandene Clubbetreiber und andere Aktive der Hamburger Musikwirtschaft hilfreiche Tipps und Hinweise rund um Clubs mit Live-Musik. Chronologisch startet es beim Türsteher, handelt von der Getränkebar, der Bühne, dem Backstage-Bereich bis zur Buchhaltung. Vorschriften, Genehmigungsverfahren, Auflagen, Gagen, Abgaben, Abrechnungen oder andere Alltäglichkeiten werden einfach, oft ironisch bis satirisch und so auf jeden Fall hilfreich dargestellt und abgehandelt. Die Fibel soll Neulingen helfen, die gröbsten Fehler zu vermeiden und den Elan in geordnete Bahnen zu lenken. Unter den Autoren finden sich erfahrene Clubbetreiber wie Karsten Schölermann (Knust, Logo, Stellwerk), Konzertveranstalter Karsten Jahnke, Andrea Rothaug (Musikerverein Rockcity) oder Tino Hahnekamp (Uebel&Gefaehrlich). Erhältlich ist der über 100seitige Band beim Clubkombinat Hamburg www.clubkombinat.de.

(25. Nov. 2016, hl)

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