Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur – Tiefgang https://www.tiefgang.net Kultur, Politik, Kulturpolitik und mehr Sat, 08 May 2021 09:08:04 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.3 Ein Studium im und am Schloss https://www.tiefgang.net/ein-studium-im-und-am-schloss/ Sat, 08 May 2021 09:05:52 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=7897 [...]]]> Der Streit zwischen Erbprinz und dem Land Niedersachsen war lang und hart. Nun scheint eine Einigung nahe.

In der Pressemitteilung des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur heißt es:

„Schloss Marienburg zählt zu den herausragenden Sehenswürdigkeiten Niedersachsens. Es bewahrt bis heute einen einmaligen Kulturbesitz aus rund 150 Jahren bewegter Geschichte: Rund 1800 Positionen umfassen die Inventarlisten; darunter einige, die ihrerseits drei- oder vierstellige Mengen von Gegenständen enthalten. Dazu gehören Möbel, Gemälde, Grafiken, alle Arten von Kunsthandwerk, Textilien, Bücher und Archivgut. Vieles davon stammt nicht ursprünglich von der Marienburg, sondern aus zahlreichen weiteren Welfenschlössern in den früheren Ländern Hannover und Braunschweig. Um diesen Schatz für die Öffentlichkeit zu erschließen und die Zukunft zu bewahren, werden die Gegenstände im Rahmen des Projekts Marienburg 2030 erfasst, untersucht und auf geeignete Restaurierungsmethoden geprüft.

Den Kooperationsvertrag zu dem Projekt Marienburg 2030 haben am heutigen Donnerstag (6. Mai 2021, Anm. d. Red.) Minister Björn Thümler für das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Präsident Dr. Marc Hudy für die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK), Direktorin Prof. Dr. Katja Lembke für das Niedersächsische Landesmuseum Hannover (NLMH), Vorstand Dr. Alexandra Wenck für die Stiftung Schloss Marienburg und Geschäftsführer Nicolaus von Schöning für die Schloss Marienburg GmbH & Co. KG unterzeichnet.

Ernst August Erbprinz von Hannover, Vorsitzender der Stiftung Schloss Marienburg: „Mein Ziel war es immer, für die Marienburg eine gute Zukunft zu ermöglichen und sie mit ihrem Inventar möglichst vielen Kunst- und Geschichtsinteressierten zugänglich zu machen. Das Land Niedersachsen und die Kulturstiftung der Länder tragen dazu mit dem Projekt Marienburg 2030 viel bei! Es ist großartig, dass auf diese Weise das reiche Kulturerbe erschlossen werden kann, das die gemeinsam mit Land und Bund ermöglichte Stiftung für die Allgemeinheit bewahrt. Besonders freut mich, dass Studierende der HAWK künftig die Gelegenheit haben, mit den spannenden Stücken zu arbeiten, ihr Können daran zu schulen und damit Teil eines Projekts zu werden, das alle Beteiligten voranbringt.“

Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur Björn Thümler: „Die Zusammenarbeit zwischen der Hochschule und dem Landesmuseum im Projekt Marienburg 2030 zeigt, wie die beiden Bereiche des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur ineinandergreifen. Die Studierenden finden hier ein Eldorado für ihre praktische Ausbildung; die hohe Qualität an der HAWK bietet die Sicherheit für die notwendige Sorgfalt.“

HAWK-Präsident Dr. Marc Hudy: „Unsere Studierenden der Konservierung und Restaurierung sichten und sichern diesen einzigartigen Kulturschatz – begleitet von Professorinnen und Professoren, die auf Holzobjekte, Gemälde, Möbel, Schriftgut, Bücher, Steinobjekte, Denkmalpflege oder Bauforschung spezialisiert und international ausgewiesen sind. Erste Studierendengruppen waren mit ihren Lehrenden schon vor Ort. Bachelorarbeiten werden sich mit dem Welfen-Erbe beschäftigen. Die Kooperation liegt gewissermaßen in der Natur unseres Studienangebots und unserer Forschungsfelder.“ 

NLMH-Vorstand Prof. Dr. Katja Lembke: „Eine der wichtigsten Aufgaben eines Museums ist der Erhalt des kulturellen Erbes. Das Land Niedersachsen bemüht sich um die Architektur, während sich der Betreiber des Schlosses, Nicolaus von Schöning, und das Landesmuseum Hannover die Sorge um das bewegliche Gut teilen. Ich bin der HAWK sehr dankbar, dass sie uns bei dieser großen Aufgabe unterstützt, damit wir die Gemälde in unserem Besitz auch für künftige Generationen erhalten können.“

Prof. Dr. Markus Hilgert, Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder: „Diese Vertragsunterzeichnung ist der Auftakt für die Inventarisierung, Sicherung, Restaurierung und wissenschaftliche Erschließung eines herausragenden Kulturensembles. So kann Schloss Marienburg in den kommenden Jahren zu einer einzigartigen Stätte der kulturellen Bildung und der Vermittlung von 150-jähriger Geschichte am historischen Ort werden.“

Hintergrund:

Schloss Marienburg ist ein anerkanntes Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung. Für Niedersachsen und insbesondere für das frühere Land Hannover hat es eine Identität stiftende Funktion. Errichtet wurde es nach Plänen eines Hauptvertreters des norddeutschen Historismus, Conrad Wilhelm Hase. Der Innenausbau erfolgte durch den jüdischen Architekten Edwin Oppler, zu dessen weiteren Hauptwerken die 1938 vernichtete Synagoge in Hannover zählte. Da das Schloss nur sporadisch bewohnt wurde, hat es sich weitgehend unverändert als Gesamtkunstwerk erhalten. Seine Besucherinnen und Besucher können daher bis heute eine authentische königliche Sommerresidenz des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts erleben.

Äußerlich nicht sichtbare Bauschäden, statische Probleme und der Sicherungsbedarf des Baugrunds an den Stützmauern hatten dazu geführt, dass die Standfestigkeit des Gebäudes und seine öffentliche Zugänglichkeit mittelfristig als gefährdet galten. Durch ein umfassendes Gutachten eines Ingenieurbüros konnten die zum Substanzerhalt notwendigen Aufwendungen mit rund 27 Millionen Euro beziffert werden. Eine Investition in dieser Höhe war für den privaten Eigentümer nicht zu leisten.

Deshalb hat Ernst August Erbprinz von Hannover gemeinsam mit dem Land Niedersachsen eine Gesamtlösung für den Erhalt und die öffentliche Zugänglichkeit des Schlosses gefunden. Am 20. Januar 2020 hat er das Schloss mit Inventar in die „Stiftung Schloss Marienburg“ eingebracht. Das Landesmuseum Hannover hat mit Unterstützung u.a. der Kulturstiftung der Länder die 143 wichtigsten Gemälde erworben, um sie weiterhin auf der Marienburg zu präsentieren.“

Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

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„Kultur stiftet Gemeinschaft“ https://www.tiefgang.net/kultur-stiftet-gemeinschaft/ Fri, 31 Jul 2020 22:33:02 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=7143 [...]]]> Rund 125 000 Euro stellt das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) dem Landesverband Soziokultur Niedersachsen im zweiten Halbjahr 2020 für die Förderung von soziokulturellen Projekten und Strukturmaßnahmen zur Verfügung.

Das hat der Soziokulturbeirat im Landesverband Soziokultur jetzt entschieden. Das Geld fließt in 16 Vereine und Projekte der Soziokultur. Im ersten Halbjahr 2020 hatte das MWK bereits 1,2 Millionen Euro in Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen sowie Projekte und Strukturmaßnahmen der Soziokultur investiert.

„Kultur stiftet Gemeinschaft. Umso wichtiger ist es daher, auch in der Krise die Kultur verlässlich zu unterstützen und neue kreative Impulse zu ermöglichen“, so Minister Thümler.

Digitale und analoge Formate, die sich gegenseitig ergänzen, haben den Beirat des Landesverbands besonders überzeugt. Landesmittel in Höhe von rund 112.000 Euro werden 14 soziokulturellen Projekten in diesem Bereich zur Verfügung gestellt.

Der Verein musa aus Göttingen beispielsweise erforscht in einem Stadtteil mit hohem Entwicklungsbedarf gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern die Geschichte des Stadtteils, die Vorzüge und Interessen der Nachbarschaft und inszeniert gemeinsam mit der Bevölkerung verschiedene Projekte von Urban Gardening bis zu Symphonieorchester-Konzerten. Der Verein Piesberger Gesellschaftshaus in Osnabrück wiederum entwickelt für einen infrastrukturarmen Stadtteil Informations- und Austauschplattformen und besondere Aktionen, die das Gemeinschaftsgefühl im Stadtteil stärken sollen. Der Verein One World Ostheide bei Lüneburg ruft zum Dialog auf und sucht Geschichten von Älteren und Jüngeren, lädt ein, Jugendfotos und Selfies zu vergleichen und veranstaltet unter anderem intergenerative Singer-Songwriter-Workshops. Die Konzert- und Kulturfreunde Einbeck werden den in Einbeck geborenen Expressionisten Franz Cestnik mit vielfältigen Aktionen und unter Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger zurück ins öffentliche Bewusstsein holen.

„Soziokulturelle Angebote zu unterstützen, ist besonders in dieser Zeit der Pandemie elementar. Denn diese Projekte bieten auf vielerlei Weise an, sich gestaltend einzubringen und somit weg von einem Ohnmachtsgefühl die eigene Wirksamkeit zu erfahren: Die eigene Persönlichkeit wird gestärkt, Gemeinschaft erlebt und Kunst geschaffen“, sagt Marleen Mützlaff, Geschäftsführerin des Landesverbands Soziokultur Niedersachsen.

Mit der Strukturförderung des Landes Niedersachsen in Höhe von insgesamt 13.500 Euro werden soziokulturelle Vereine unterstützt, die mit bürgerschaftlichem Engagement die Region stärken. Ziel der Förderung ist es, ehrenamtliche Strukturen zu stärken – beispielsweise durch die Finanzierung von Minijobs. Davon profitieren der Verein Kaleidoskop in Bodenwerder und das Theaterpädagogische Zentrum in Braunschweig. Die Regionalberaterinnen und -berater des Landesverbands Soziokultur unterstützen die Vereine bei ihren jeweiligen Vorhaben.

Förderung der Soziokultur im Jahr 2021

 Um die Förderung aus Mitteln der Soziokultur können sich soziokulturelle Vereine und Zentren bewerben. Der Stichtag für die Projekt- und Strukturförderung und für die Förderung von Investitionen im Jahr 2021 ist der 15. Oktober 2020. Anträge für Projekte und Strukturförderung werden an den Landesverband Soziokultur, Anträge für Investitionen direkt an das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur gerichtet.

Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

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„Not ist groß“ https://www.tiefgang.net/not-ist-gross/ Fri, 22 May 2020 22:07:38 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=6928 [...]]]> Auch in Krisen fallen die Kleinen gerne durch die Raster und das Augenmerk gilt den Bekannten und Großen. Hier steuert Niedersachsen nun entgegen.

In der Mitteilung des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur heißt es:

„Diese Woche ging das Corona-Sonderprogramm für gemeinnützige Kultureinrichtungen und Kulturvereine an den Start. Zielgruppe sind die vielen Kultureinrichtungen in der Fläche, sei es das soziokulturelle Zentrum, der Heimatverein oder die Freilichtbühne. Das Programm ist zunächst mit sechs Millionen Euro hinterlegt.

„Mit diesem Programm fördern wir jene, die durch das Raster der laufenden Programme fallen. Wir alle sehen, dass gerade kleine Einrichtungen und Vereine in existenzieller Not sind. Fixe Kosten laufen weiter. Viele Kulturschaffende haben Kurzarbeit beantragt. Wir alle wissen, dass wir von Normalität noch sehr, sehr weit entfernt sind“, so Niedersachsens Kulturminister Björn Thümler. „Wir wissen, dass die Not der Kultureinrichtungen groß ist. Ziel ist es, die Vielfalt des kulturellen Lebens in Niedersachsen zu erhalten.“

Antragsberechtigt sind ausschließlich als gemeinnützig anerkannte Einrichtungen, die durch Corona in Liquiditätsengpässe oder in eine existenzbedrohliche Wirtschaftslage geraten sind. Zuschussfähig sind z. B. Betriebskosten, Mieten und andere unvermeidbare Zahlungsverpflichtungen. Personalkosten dagegen können nicht gefördert werden. Eine Antragstellung ist bis zum 15. Juli 2020 möglich.

Förderanträge bis zu 8000 Euro werden direkt bei den Landschaften und Landschaftsverbänden gestellt. Förderanträge, die mehr als 8000 Euro umfassen, werden beim Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur beantragt.

Weitere Informationen, die Richtlinie, das Antragsformular und die Ausfüllhilfe finden Sie unter folgendem Link: www.mwk.niedersachsen.de

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Kultur-Geschenke https://www.tiefgang.net/kultur-geschenke/ Fri, 20 Dec 2019 23:00:28 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=6194 [...]]]> Zur Weihnacht darf man sich gerne was wünschen. Das taten auch manche Kulturvereine und wurden nun beschenkt.

In der Mitteilung des niedersächsischen Kultusministers heißt es:

Kunstvereine konzipieren innovative Ausstellungsformate, entwickeln kreative Programme in der Kunstvermittlung und bieten zahlreichen jungen Künstlerinnen und Künstlern eine Plattform, um sich zu präsentieren. Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) unterstützt diese Arbeit 2020 mit insgesamt 900.000 Euro. 23 Kunstvereine in Niedersachsen profitieren von der Förderung.

„Die niedersächsischen Kunstvereine sprechen mit ihren partizipativen Formaten ganz unterschiedliche Zielgruppen an. Damit bringen sie die kulturellen Teilhabe und Vielfalt in ländlichen wie städtischen Regionen voran“, sagt der niedersächsische Kulturminister Björn Thümler. „Die geförderten Vereine arbeiten mit den unterschiedlichsten Vermittlungs- und Ausstellungsformaten – die Bandbreite reicht von der After Work-Party bis zum Leseclub mit Schulklassen.“

Die Fachkommission Kunstvereine berät das Land Niedersachsen bei der Auswahl der geförderten Einrichtungen. Die Mitglieder der Fachkommission Kunstvereine sind Susanne Titz (Leiterin Städtisches Museum Abteiberg, Mönchengladbach), René Zechlin (Leiter Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen), Thomas Thiel (Leiter Museum für Gegenwartskunst, Siegen), Rita Kersting (Stellvertretende Direktorin Museum Ludwig, Köln) und Ayşe Güleç (documenta 15, Kassel).“

Aus dem nördlichen  Niedersachsen erhalten nun die Kulturstiftung Schloss Agathenburg 12.000,- €, der Cuxhavener Kunstverein 9.000,- €, die Halle für Kunst Lüneburg 54.000,- €, der Oldenburger Kunstverein 27.000,- € und der Kunstverein Jesteburg 10.000,- €.

Quelle: www.mwk.niedersachsen.de

 

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Kulturelle Innovation https://www.tiefgang.net/kulturelle-innovation/ Fri, 28 Dec 2018 23:54:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4675 [...]]]> 900.000 Euro ist die Kunst dem land Niedersachsen nächstes Jahr wert. Die Förderung geht auch nach Agathen- und Jesteburg.

In der Mitteilung des Kulturministeriums heißt es:

„Kunstvereine spielen eine herausragende Rolle für die Präsentation und Vermittlung zeitgenössischer Kunst. Sowohl in den Städten als auch im ländlichen Raum Niedersachsens vermitteln sie einem breiten Publikum künstlerische und gesellschaftliche Themen. Insbesondere jungen Künstlerinnen und Künstlern bieten sie vielfältige Ausstellungsmöglichkeiten. Mit insgesamt 900.000 Euro fördert das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) im kommenden Jahr Ausstellungen und Vermittlungsprogramme von 23 niedersächsischen Kunstvereinen.

„Uns ist es ein großes Anliegen, zeitgenössische Kunst und ihren Dialog mit der Öffentlichkeit zu stärken. Mit ihren innovativen Ausstellungs- und Vermittlungsprogrammen fördern Kunstvereine das Verständnis für aktuelle Themen und Ausdrucksformen und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Innovationsfähigkeit und Attraktivität Niedersachsens“, sagt der niedersächsische Kulturminister Björn Thümler.

Gefördert werden Ausstellungsprogramme, die eine hohe Qualität haben und eine qualifizierte Vermittlung beinhalten. Zu den Förderkriterien gehören insbesondere die Präsentation zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler, die überregionale Bedeutung des Programms, innovative Vermittlungsformate und die Förderung von Nachwuchskünstlerinnen und -künstlern.

Die Fachkommission Kunstvereine berät das Land Niedersachsen bei der Auswahl der geförderten Einrichtungen. Die Mitglieder der Fachkommission Kunstvereine sind Susanne Titz (Leiterin Städtisches Museum Abteiberg, Mönchengladbach), René Zechlin (Leiter Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen), Thomas Thiel (Leiter Bielefelder Kunstverein, Bielefeld), Rita Kersting (Stellvertr. Direktorin Museum Ludwig, Köln) und Ayşe Güleç (Museum für Moderne Kunst, Frankfurt/Kunstvermittlerin).“

Folgende Kunstvereine und vergleichbare Einrichtungen werden 2019 vom MWK gefördert:

  • Kunststiftung Schloss Agathenburg
  • Kunstverein Braunschweig
  • Museum für Photographie Braunschweig
  • Allgemeiner Konsumverein Braunschweig
  • Cuxhavener Kunstverein
  • Städtische Galerie Delmenhorst
  • Kunstverein Göttingen
  • Kunstverein Grafschaft Bentheim
  • Kunstverein Hannover
  • Kunstverein Hildesheim
  • Kunstverein Jesteburg
  • Kunstverein Langenhagen
  • Kunstverein Lingen e.V. Kunsthalle
  • Halle für Kunst Lüneburg
  • Kunstverein Springhornhof
  • Städtische Galerie Nordhorn
  • Edith-Ruß-Haus, Oldenburg
  • Oldenburger Kunstverein
  • Kunsthalle Osnabrück
  • Kunstraum Tosterglope
  • Kunsthalle Wilhelmshaven
  • Kunstverein Wolfenbüttel
  • Kunstverein Wolfsburg

Quelle: www.mwk.niedersachsen.de

 

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Überm Abgrund des Nichts https://www.tiefgang.net/ueberm-abgrund-des-nichts/ Sat, 08 Dec 2018 11:49:51 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4589 [...]]]> Mancher war kein Nazi und buhlte doch um die Gunst der Machthabenden. Eine kritische Auseinandersetzung erfolgt nun auch mit den Bossards an ihrer Jesteburger Kunststätte.

Am vergangenen Wochenende eröffnete die Kunststätte Bossard ihre Ausstellung zu den Bossards in den 1930er und 40er Jahren. In einem ganztägigen Kolloquium diskutierten Fachleute gemeinsam mit dem Publikum das künstlerische Schaffen und die Weltanschauung des Künstlerpaars.

Fest steht nun, dass Johann Bossard zwar nie Mitglied der NSDAP war, dass er aber zwischen 1932 und Mitte 1934 mit einzelnen Inhalten der NS-Ideologie sympathisierte. In dieser Zeit versuchte er, mit Unterstützung seiner Förderer, Funktionäre der NSDAP für sein Gesamtkunstwerk zu begeistern. Diese Bemühungen blieben jedoch erfolglos. „Nach dem missglückten Besuch Alfred Rosenbergs und der Mordwelle vom Sommer 1934 (‚Röhm-Putsch‘) brach Bossard im September 1934 die Phase der vorsichtigen Fühlungnahme zu den neuen Machthabern abrupt ab“, stellte Museumsleiterin Dr. Gudula Mayr fest. „In der Folge verhielten sich die Bossards unauffällig und bewegten sich in vorsichtiger Distanz zum NS-Regime.“ Zusammenfassen lasse sich diese Haltung eines Rückzugs in die private und unpolitische Neutralität am besten mit Bossards eigenen Worten aus dem März 1937: „Die Erfolglosigkeit meiner Lebensarbeit ist kein Argument gegen den künstlerischen Wert meiner Werke. Vielleicht ist es sogar eine Gunst des Schicksals, dass wir nicht den Missbrauch guter Absichten zu erleben brauchen.“

Prof. Dr. Frank-Lothar Kroll von der Universität Chemnitz bestätigte diese Einschätzung. Er kam zu dem Schluss, dass Bossard zu jenen Vertretern gehörte, die „infolge einer begrenzten Übereinstimmung mit einzelnen nationalsozialistischen Weltanschauungsinhalten dem neuen Regime zunächst mit einem gewissen Wohlwollen, dann jedoch, und zwar sehr bald schon, mit wachsender Reserve und Distanz begegneten, sich mit ihm arrangierten, ohne sich ihm anzudienen oder sich ihm umstandslos zur Verfügung zu stellen.“

Udo Bermbach, Frank Lothar Kroll, Janina Willems, Magdalena Schulz, Maike Bruhns, Roger Fornoff, GudulaMayr, Rainer Rempe, Marion Junker und Ingo Engelmann beim Symposium. (Foto: Kunststätte Bossard)

Das Team der Kunststätte Bossard und der Stiftungsvorstand beschäftigt sich schon seit Längerem mit der Geschichte der Bossards in der NS-Zeit. Landrat Rainer Rempe resümierte im Podiumsgespräch: „Ich freue mich, dass es Frau Dr. Mayr gelungen ist, hochkarätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für ein interdisziplinäres Forschungsprojekt zu gewinnen. Wir zeigen, dass wir transparent und kritisch mit der Vergangenheit des Gesamtkunstwerks umgehen. Die Befürchtungen einer NS-Belastung Bossards konnten so transparent und belastbar ausgeräumt werden.“ Mit dem sehr gut besuchten Kolloquium, der Ausstellung, einem begleitenden Katalog und der Edition von Bossards theoretischen Texten werden die Forschungsergebnisse der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. „Ein so aufwendiges Projekt konnten wir nur mit der großzügigen Förderung durch das niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur, die Ernst von Siemens Kunststiftung, die EWE Stiftung und den Freundeskreis der Kunststätte Bossard realisieren“, bedankte sich Museumsleiterin Dr. Gudula Mayr.

Die Ausstellung wird bis zum 5. Mai 2019 an der Kunststätte Bossard gezeigt. Die Schriftenedition kann ab sofort im Museumsshop oder telefonisch unter 04183 / 5112 erworben werden. Der Katalog mit den Kolloquiumsbeiträgen erscheint in Kürze.

Kunststätte Bossard, Bossardweg 95, 21266 Jesteburg, Tel. 04183 / 9759235 (Mo, Di, Fr), www.bossard.de

 

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„Niedersächsische Landesidentität“ https://www.tiefgang.net/niedersaechsische-landesidentitaet/ Fri, 30 Nov 2018 23:54:47 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4579 [...]]]> „Peine, Paris, Pattensen“ wird gerne neckisch und umgangssprachlich für Anmaßung aber auch Umwege genutzt. Mit der indirekten Übernahme eines Welfenschlosses durch das Land Niedersachsen kommt nun eine dritte Dimension hinzu.

Indirekt übernimmt das Land Niedersachsen das Welfenschloss Marienburg. Für den Wert des symbolischen eines Euros – sonst nur für ausgewiesene Schrottimmobilien üblich – übernimmt eine Tochterfirma der Klosterkammer Hannover das Schloss. In der Pressemitteilung des niedersächsischens Ministeriums für Wissenschaft und Kultur heißt es:

„Als anerkanntes Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung zählt Schloss Marienburg zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Niedersachsens. Doch mehr als 150 Jahre bewegter Geschichte sind auch an ihm nicht spurlos vorübergegangen. Der Sanierungsbedarf ist hoch. Um das Schloss dauerhaft für die Öffentlichkeit zu erhalten, hat das Land Niedersachsen, gemeinsam mit dem bisherigen Eigentümer Ernst August Erbprinz von Hannover, ein Modell entwickelt, das die Zukunft der Marienburg sichern soll:

Das Schloss geht in die öffentliche Hand über. Das Eigentum am Schloss wird die Liemak Immobilien GmbH, eine Immobilienprojektgesellschaft der Klosterkammer Hannover, übernehmen. Es wird ein symbolischer Kaufpreis in Höhe von 1 Euro gezahlt. Zudem erwirbt das Landesmuseum Hannover – unterstützt von verschiedenen Stiftungen – rund 100 für das Land besonders wertvolle Stücke aus dem kulturhistorischen Inventar im Wert von 2 Millionen Euro. Weitere Gegenstände im Wert von rund 6 Millionen Euro bringt Erbprinz von Hannover in eine gemeinnützige Kunststiftung ein, die eigens zu diesem Zweck gegründet wird.

„Das erklärte Ziel aller Beteiligten war und ist es, das Gesamtkunstwerk Schloss Marienburg als Kulturdenkmal und Erinnerungsort mit großer Bedeutung für die niedersächsische Landesidentität dauerhaft für die Öffentlichkeit zu erhalten und zugänglich zu machen“, sagte Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur Björn Thümler im Rahmen der Pressekonferenz auf Schloss Marienburg. Die Gespräche zwischen dem Land und Erbprinz von Hannover dauern bereits seit mehreren Jahren an – das Wissenschaftsministerium hatte die Gesprächsführung als fachlich zuständiges Ministerium auf Wunsch der Staatskanzlei im Januar 2018 übernommen. Der Sicherungs- und Sanierungsbedarf an der Marienburg müsse rechtzeitig behoben werden, sagte Thümler. „Um die Bausubstanz und damit den öffentlichen Zugang dauerhaft zu erhalten, müssen die notwendigen Sanierungsmaßnahmen rechtzeitig geplant und durchgeführt werden. Deshalb ist die Notwendigkeit zeitnah eine abschließende Lösung zu finden, dringlicher geworden“, so Thümler weiter. 

Schloss Marienburg

„Der heutige Tag ist für mich von großer Bedeutung. Das gemeinsam entwickelte Modell sichert Schloss Marienburg und sein Inventar dauerhaft für die Öffentlichkeit. Das war von Anfang an eine Herzensangelegenheit von mir. Deshalb bin ich der Niedersächsischen Landesregierung sehr dankbar“, erklärte Erbprinz von Hannover.

 Als neuen Betreiber des Gastronomie und Veranstaltungsbereichs der Marienburg konnten die in diesem Bereich erfahrenen Unternehmer Carl Graf von Hardenberg und Nicolaus von Schöning gewonnen werden, die bereits erfolgreich mehrere kulturtouristische Destinationen in Niedersachsen betreiben.

Mit Unterstützung des Bundes wird das Land Niedersachsen in den kommenden Jahren damit beginnen, die substanziellen Bauschäden und den Sanierungsrückstand zu beheben. Bereits Mitte November hatte der Haushaltsausschuss des Bundestages beschlossen, für die Sanierung 13,6 Millionen Euro aus dem Kulturetat beizusteuern. Thümler: „Dass hier Bund und Land an einem Strang ziehen, spiegelt die besondere Bedeutung der Marienburg als Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung wider. An dieser Stelle danke ich vor allem der zuständigen Bundestagsabgeordneten Dr. Maria Flachsbarth für ihren großen Einsatz.“  (Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur)

Zudem berichtet die F.A.Z.: „Neben dem Kauf des Schlosses ist vorgesehen, dass das Land mit Unterstützung verschiedener Stiftungen den Welfen für zwei Millionen Euro etwa hundert besonders wertvolle Inventarstücke, vor allem Gemälde, abkauft. Das Geld möchte der Erbprinz zur Tilgung von Schulden nutzen, die im Zusammenhang mit der Marienburg entstanden sind. Der Rest des Inventars, insgesamt 1700 Stücke, soll in eine gemeinnützige Kunststiftung eingehen, in deren Stiftungsrat der Erbprinz den Vorsitz hat, aber auch das Land vertreten ist. Ernst August junior kündigte an, die Verbindung des Welfenhauses zur Marienburg und nach Hannover keinesfalls kappen zu wollen. Er wolle sich langfristig engagieren und auch weiter in Hannover leben. „Darauf können Sie sich verlassen.“

Doch wie andere Medien berichten, wird zu dem Thema jede Menge Kritik laut. Spiegel online zitiert etwa den Haushaltsexperten der Grünen, Stefan Wenzel: „Die Pläne der Landesregierung und der Klosterkammer sind ein absolutes Unding“.

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Freiräume fürs Schreiben https://www.tiefgang.net/freiraeume-fuers-schreiben/ Fri, 30 Nov 2018 23:23:11 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4573 [...]]]> Gute Literatur bedarf mehr als eines guten Schreibstils und Ideen. Es braucht vor allem auch Platz und Ruhe, um mit Muße ans Werk zu gehen. Dabei sollen in Niedersachsen jetzt wieder Stipendien helfen.

In der Mitteilung des niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur heißt es:

„Die Literaturstipendien des Landes Niedersachsen gehen in die nächste Runde: Autorinnen und Autoren sowie Übersetzerinnen und Übersetzer, die ihren Lebensmittelpunkt in Niedersachsen haben, können sich ab sofort für eines der vier verschiedenen Stipendien bewerben. Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur lobt ein Jahresstipendium, ein Stipendium für Kinder- und Jugendbuchautoren, ein Übersetzerstipendium und bis zu drei Arbeitsstipendien aus. Die Vergabe erfolgt auf Empfehlung der Literaturkommission des Landes Niedersachsen.

„Schreiben braucht Freiräume, in denen es sich entfalten kann. Mit den niedersächsischen Literaturstipendien bieten wir die Möglichkeit zu individuellem literarischen Schaffen“, sagt Kulturminister Björn Thümler.

Das Jahresstipendium soll freiberufliche Autorinnen und Autoren finanziell in die Lage versetzen, über einen Zeitraum von bis zu einem Jahr verstärkt künstlerisch tätig zu sein. Die Förderung beträgt maximal 14.000 Euro. Das Jahresstipendium können Autorinnen und Autoren erhalten, die mindestens einmal in einem anerkannten Verlag (nicht Selbstverlag) veröffentlicht haben.

Mit dem Stipendium für Kinder- und Jugendbuchautoren in Höhe von bis zu 8.000 Euro wird ein aktuelles Projekt einer Schriftstellerin oder eines Schriftstellers gefördert, das sich an Kinder bzw. Jugendliche richtet. Ein Niedersachsenbezug im Werk bzw. Wohnsitz oder Arbeitsplatz/Produktionsort der Bewerberin/des Bewerbers in Niedersachsen ist Voraussetzung für eine Förderung.

Mit dem Übersetzerstipendium fördert das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur Übersetzerinnen und Übersetzer literarischer Werke durch ein projektbezogenes Stipendium. Das Stipendium in Höhe von 7.800 Euro soll es ermöglichen, ohne materiellen Druck an einer Übersetzung zu arbeiten und sie zur Veröffentlichung zu bringen.

Autorinnen und Autoren, die an einem Projekt mit Niedersachsenbezug arbeiten oder in Niedersachsen wohnen oder arbeiten, können sich auf eines von drei Arbeitsstipendien bewerben. Die Einzelförderung beträgt bis zu 5.000 Euro.

Bewerbungen sind über das Online-Antragsverfahren des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur einzureichen: kulturfoerderung.niedersachsen.de

Ende der Bewerbungsfrist ist der 15. Januar 2019.

Quelle: mwk.niedersachsen.de

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Häuser für Bücher https://www.tiefgang.net/haeuser-fuer-buecher/ Fri, 16 Nov 2018 23:44:25 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=4536 [...]]]> Der Spaß am Lesen sollte am besten in jungen Jahren geweckt werden. Das sieht auch das Land Niedersachsen so und fördert jetzt den Ausbau von Literaturhäusern.

„Junge Literaturhäuser Niedersachsen“ heißt das neue Förderprogramm, zu dem es in der Mitteilung des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur lautet:

„Bücher und Geschichten wecken die Lust am Lesen und fördern die Lesekompetenz. Deshalb startet das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) das Programm „Junge Literaturhäuser Niedersachsen“. Mit dem Förderprogramm soll das Angebot der Literaturhäuser ausgebaut und dabei insbesondere der Bereich der Leseförderung von Kindern und Jugendlichen in den Blick genommen werden. Ziel ist es, die Literaturhäuser in die Lage zu versetzen, die Literaturvermittlung für junge Menschen zu stärken.

„Lesen kann eine Persönlichkeit schon früh prägen. Deshalb ist es wichtig, Kindern und Jugendlichen nicht nur die reine Lesetechnik zu vermitteln, sondern bei ihnen auch den Spaß am Lesen zu wecken. Mit unserem neuen Programm ‚Junge Literaturhäuser Niedersachsen‘ bieten wir den Literaturhäusern die entsprechenden Rahmenbedingungen dafür“, sagt Kulturminister Björn Thümler.

Mit der dreijährigen Impulsförderung unterstützt das MWK alle sechs vom Land geförderten Literaturhäusern dabei, die Literaturvermittlung für Kinder und Jugendliche weiterzuentwickeln. Hierfür stehen jährlich bis zu 15.000 Euro pro Einrichtung zur Verfügung. Die Ausschreibung setzt zugleich auf die finanzielle Beteiligung weiterer Förderer, um die gesellschaftliche und regionale Verankerung der Literaturhäuser auszubauen.

Die vollständige Ausschreibung ist einzusehen unter mwk.niedersachsen.de. Anträge können bis zum 15. Dezember 2018 beim Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur eingereicht werden.“

Quelle: www.mwk.niedersachsen.de

 

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„Beitrag für Weiterentwicklung“ https://www.tiefgang.net/beitrag-fuer-weiterentwicklung/ Fri, 03 Aug 2018 22:02:28 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=3974 [...]]]> Kultur ist wichtig für ein gutes Zusammenleben. Und dafür braucht es wie für alle anderen Dinge des Lebens auch Geld. Niedersachsen vergibt dafür jetzt 95.000,- €.

In der Pressemitteilung heißt es:

„Soziokulturelle Projekte und Vereine leisten einen großen Beitrag zur Gestaltung eines vielfältigen, spartenübergreifenden Kulturangebots in Niedersachsen. Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) stellt der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur (LAGS) im zweiten Halbjahr 2018 insgesamt rund 95.000 Euro für die Förderung von zehn soziokulturellen Projekten und Vereinen zur Verfügung.

„Wir unterstützen mit der Förderung der Soziokultur die vielfältige und lebendige Kulturszene in Niedersachsen. Die Landesförderung leistet einen wichtigen Beitrag für die Professionalisierung und Weiterentwicklung unserer Kultureinrichtungen“, sagt der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler.

Projektförderung: Kulturelle Teilhabe ermöglichen

Gefördert werden sieben soziokulturelle Projekte in ganz Niedersachsen, die unterschiedliche Bevölkerungsgruppen einbinden und kulturelle Teilhabe und Aktivität in unterschiedlichen Sparten ermöglichen. Insgesamt erhalten die Einrichtungen Landesmittel in Höhe von rund 72.000 Euro. Gefördert wird beispielsweise das Projekt „unbehaust“ der Werkschule in Oldenburg. Gemeinsam mit der Bahnhofsmission und dem Stadtmuseum eröffnet der Verein im Oldenburger Hauptbahnhof ein Atelier auf Zeit zum Thema Wohnungslosigkeit: Ein Bildhauer erarbeitet gemeinsam mit Wohnungslosen ein künstlerisches Gemeinschaftswerk, das ihre Perspektive auf die Stadtgesellschaft zeigt. In Hildesheim wird das Theater R.A.M. einen generationenübergreifenden Empathie-Slam für Menschen im Alter von 17 und 71 initiieren. Der Verein lädt unter dem Titel „Durch Dich“ Jugendliche und ältere Menschen ein, miteinander in Kontakt zu treten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden während des Projektes Texte, Musik und Ideen für einen öffentlichen Slam-Abend entwickeln.

„Vereine, die ins gesellschaftliche Feld gehen – in den Städten oder auf dem Land – und es der Bevölkerung ermöglichen, sich zu relevanten Themen gestaltend in Gesellschaft einzubringen, leisten wichtige Arbeit, mit der ein Beheimaten möglich wird. Heimat selber machen, Stadt- und Dorfentwicklungsprozesse anzuregen und zu begleiten, unterschiedlichen Menschen zu ihren Themen Ausdruck zu verschaffen, sind die zentralen Anliegen soziokultureller Arbeit, die wir mit unserer Förderung unterstützen“, sagt Marleen Mützlaff, Geschäftsführerin der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur (LAGS).

Strukturförderung: Das Ehrenamt im Flächenland stärken

In ländlichen Räumen sind kleine soziokulturelle Vereine häufig von zentraler Bedeutung für die kulturelle Gestaltung ihrer Region. Mit zahlreichen Veranstaltungen und der Organisation von Treffpunktangeboten sorgen sie für einen lebendigen kulturellen Austausch in den Dörfern und tragen zur Vernetzung zwischen den unterschiedlichen Akteurinnen und Akteuren im Kulturbereich bei. Das MWK unterstützt mit den Mitteln der Soziokultur insbesondere in ländlichen Räumen die ehrenamtliche Kulturarbeit. Für diese Strukturförderung erhalten im zweiten Halbjahr 2018 drei Vereine insgesamt rund 22.000 Euro.

Gefördert wird hier beispielsweise der Kulturkreis impulse in Freren. Ziel der Förderung ist es, weiterhin interessante Kulturangebote in ländlichen Regionen zu ermöglichen, das Ehrenamt zu stabilisieren und zu entlasten, neue Wege in der Wirtschaftlichkeit zu gehen, neue inhaltliche Projekte zu ermöglichen und neue Zielgruppen anzusprechen. Die zeitlich befristete Strukturförderung ermöglicht u.a. eine inhaltliche Neuausrichtung bzw. Weiterentwicklung von Einrichtungen oder eine anteilige Anschubfinanzierung einer neueingerichteten hauptamtlichen Geschäftsführung. Die geförderten Vereine können dabei von den Beraterinnen und Beratern der LAGS unterstützt werden.

 Förderung der Soziokultur im Jahr 2019

Um die Förderung aus Mitteln der Soziokultur können sich soziokulturelle Vereine und Zentren bewerben. Der Stichtag für die Antragsrunde für Projekt- und Strukturförderungen in 2019 ist der 15. Oktober 2018. Anträge zur Förderung von Projekten und Strukturen sind an die LAGS zu stellen. Für die Förderung von Investitionen können bis zum 15. Oktober 2018 im Online-Antragsverfahren Anträge beim MWK gestellt werden.

Weiterführender Link: soziokultur-niedersachsen.de

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