Prosa – Tiefgang https://www.tiefgang.net Kultur, Politik, Kulturpolitik und mehr Thu, 05 Jun 2025 15:00:03 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.3 Ulla Lohmanns Erinnerungen an eine prägende Jugend https://www.tiefgang.net/ulla-lohmanns-erinnerungen-an-eine-praegende-jugend/ Fri, 13 Jun 2025 22:30:23 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=11953 [...]]]>

Es gibt Bücher, die leise daherkommen und doch eine immense Wucht entfalten. „Mein Weg hinaus“ von Ulla Lohmann ist so ein Buch.

Es ist kein lautes Plädoyer, keine anklagende Abrechnung, sondern ein zutiefst persönlicher und doch universeller Bericht über das Erwachsenwerden in der Nachkriegszeit. Ulla Lohmann, vielen in Hamburg-Harburg nicht zuletzt durch ihr langjähriges kulturelles Engagement und ihren nichtkommerziellen Ausstellungsraum C15 bekannt, legt hier ihre Kindheit und Jugend zwischen 1949 und 1969 im Rheinland offen – eine Zeit und ein Ort, die für viele eine ganze Generation geprägt haben.

Die Autorin, die seit 1969 in Hamburg lebt und arbeitet, hat sich über Jahrzehnte hinweg nicht nur den Naturwissenschaften und der Stadt- und Landschaftsplanung gewidmet, sondern auch intensiv kulturpolitisch engagiert. Ihre Sammlungen von Gegenwartskunst und ihre Gesprächsreihe „dialogKULTUR“ im Rahmen des C15 zeugen von einem tiefen Verständnis für die Mechanismen von Kunst und Gesellschaft. Mit „Mein Weg hinaus“ offenbart sie nun eine weitere Facette ihres Schaffens: die einer sensiblen Beobachterin ihrer eigenen Vergangenheit.

Ein nüchterner Blick auf ein enges Korsett

Ulla Lohmann nimmt uns mit in ein konservativ geprägtes Elternhaus an der niederländischen Grenze, in eine Welt, die von Bevormundung, überlieferten Kriegstraumata und einer spürbaren Lieblosigkeit durchzogen ist. Die Erzählung beginnt mit der detaillierten Beschreibung einer Kindheit und Jugend im Rheinland, nahe der niederländischen Grenze. Hier wird das Fundament für das Verständnis der späteren Entwicklung gelegt. Es wird ein Bild des ländlichen Lebens gezeichnet, das stark von katholischer Prägung, traditionellen Familienstrukturen und den unaufgearbeiteten Schatten des Zweiten Weltkriegs bestimmt ist.

Sie erzählt von Familienurlauben und -festen, von der Verwandtschaft, der Schule und der Kirche, vom Leben auf dem Dorf, Kommunion, Beichte und Prozessionen. Es sind präzise Beobachtungen, die uns ein Gefühl für die „engen Verhältnisse“ vermitteln, aus denen die junge Ulla schließlich auszubrechen versucht und zumindest nach dem Schulabschluss ihren Heimatort verlässt: „Niemals verspürte ich Sehnsucht, niemals bemerkte ich die geringste Spur von Heimweh. Doch wie oft bin ich in Gedanken, die Kindheitserinnerungen im Kopf, durch die bescheidenen Zimmer, den Garten und die Obstwiese gelaufen, habe renoviert, umgebaut und renaturiert.“

Der Aufbruch zum Studium in die Großstadt markiert den entscheidenden Wendepunkt und den Höhepunkt ihrer Erzählungen. Die Aufnahme des Studiums in Hamburg wird zugleich zum Symbol für den erfolgreichen Ausbruch und die Möglichkeit, ein selbstbestimmtes Leben zu beginnen. Es ist der konkrete Akt der Befreiung, der über die bloße Sehnsucht hinausgeht.

Dabei wählt Lohmann einen bemerkenswert klaren und nüchternen Ton. Es ist eine Prosa, die Distanz schafft, ohne kalt zu wirken. Sie vermeidet Vorwurf und Abrechnung, stattdessen beschreibt sie das Geschehen mit einer fast schon dokumentarischen Genauigkeit. Diese Zurückhaltung im Ausdruck macht die zugrunde liegende Thematik – die Suche nach Selbstbestimmung und die Befreiung aus einem Geflecht seelischer Armut – umso eindringlicher. Man spürt die innere Not, den wachsenden Wunsch nach Veränderung, der sich Seite für Seite durch das Buch zieht, ohne dass er je explizit ausformuliert werden müsste. Die Lücken, das Ungesagte, sprechen oft lauter als jede direkte Anklage.

Die gesellschaftliche Prägung einer Generation

Was „Mein Weg hinaus“ besonders wertvoll macht, ist seine Fähigkeit, über die individuelle Geschichte hinaus ein gesellschaftliches Umfeld lebendig werden zu lassen. Es ist die Geschichte einer Frau, die ihren eigenen Weg gehen musste, wie so viele andere jener Zeit, die sich aus ähnlichen Verhältnissen befreien wollten. Das Buch wird damit zu einem Zeitdokument, das die Prägung einer ganzen Generation beleuchtet, die im Schatten des Krieges und in einem oft starren gesellschaftlichen Gefüge aufwuchs.

Ulla Lohmanns „Mein Weg hinaus“ ist ein Buch, das zum Nachdenken anregt, das leise Fragen stellt und doch tief in die menschliche Seele blickt. Es ist ein Plädoyer für die innere Stärke und den Mut, sich den eigenen Weg zu bahnen – selbst wenn dieser Weg aus engen Verhältnissen herausführt. Absolut lesenswert!

Ulla Lohmann – Mein Weg hinaus. Kindheit und Jugend in engen Verhältnissen

Dittrich Verlag (in der Velbrück GmbH Verlage), 2025 (Soeben erschienen)

ISBN: 978-3-910732-49-0

Umfang: 208 Seiten, Hardcover, Preis: 22,00 €

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Mehr Worte auch ohne Orte https://www.tiefgang.net/mehr-worte-auch-ohne-orte/ Fri, 14 May 2021 22:59:50 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=7902 [...]]]> Ein Slogan der fast schon traditionell gewordenen Literaturtage „SuedLese“ sind die „Orte der Worte“. Auch wenn man die wohl kaum besuchen kann, scheint es die Worte kaum zu kümmern. Ein Literaturfest der Superlative kündigt sich an.    Das kulturelle Leben liegt weitestgehend brach und immer wieder angekündigte Veranstaltungen werden meist ebenso wieder abgesagt. Nicht so in Hamburgs Süden. Die fast schon tot geglaubten Literaturtage SuedLese machen dank Bundesförderung gar einen Sprung nach vorne.

„Es ist unglaublich, was sich an Ideen, Kreativität und Engagement aufgestaut hat“, so Projektleiterin Anne Lamsbach zu den laufenden Planungen. „Gut 100 Lesungen, Workshops und Diskussionen erwarten Literaturfreunde den ganzen Juni über. Das zeigt den Hunger nach Kultur bei den Kulturschaffenden und wir hoffen, mit unserem vielfältigen Angebot auch bei den Kulturinteressierten zumindest in Teilen die literarisch-kulturellen Entbehrungen des letzten Jahres ausgleichen zu können!“ 

Projektleiterin 2021: Anne Lamsbach

Und wie es die Zeiten erfordern, wird vieles anders und neu:

  • Erstmals und unter dem Motto „Stadt – Land – Harburg“ sprengt die SuedLese die kulturellen Grenzen des Landkreises Harburg in Nordniedersachsen und dem Bezirk Harburg der Hansestadt Hamburg. Bisher waren aus politisch-administrativen Abgrenzungen keine gemeinsamen Kulturaktivitäten möglich
  • Dadurch sind „Orte der Worte“ wie der Kulturpunkt Moisburg, der Marstall in Winsen, die Empore in Buchholz oder auch das Freilichtmuseum Kiekeberg ebenso dabei wie die Wilhelmsburger Deichdiele oder der Speicher am Kaufhauskanal und viele, viele andere
  • Erstmals findet eine offizielle Kooperation mit der Hamburger Autor* innenvereinigung statt, die in einem Sonderformat einen großen Querschnitt des literarischen Schaffens in und um Hamburg bietet
  • Es gibt bald eigens eine Website für die Literaturtage, die aber auch ganzjährig Lesehungrigen ein Wegweiser für Lesetermine oder Neuerscheinungen sein wird: suedlese.de.
  • Es wurde eine eigene Literaturwerkstatt <<LitLab>> gegründet als Kooperation der Initiative SuedKultur und dem Fachbereich Poesie der Medical School Hamburg. Hier sollen dauerhaft neue Wege und Formen der Darstellung von Literatur erforscht und befördert werden. Dazu werden in einem Blog auf der Seite suedlese.de regelmäßig Ergebnisse veröffentlicht, die Autor*innen aber auch Lesefans gutes Handwerkszeug geben werden.
  • Die gut 100 (!) Termine für Lesungen, Schreib- und Kreativworkshops, Diskussionen und Besprechungen im Rahmen der 6. SuedLese geben einen direkten Verweis auf die Online-Adressen per Link, die meist über das Videokonferenz ZOOM abgewickelt werden. Das reduziert ständig wechselnde Formate und soll auch weniger internetaffinen Literaturfreunden die Teilhabe und Teilnahme vereinfachen
  • Es werden brauchbare und leicht verständliche Hinweise gegeben, wie man den Genuss der online-Lesungen per Flachbildschirm-Fernseher oder Kopfhörer erhöhen kann
  • Die haptisch hochwertigen Programmhefte der 6. SuedLese aber auch persönlich signierte Bücher der Lesungen können in Bälde direkt über das Portal suedlese.de bestellt und auch der Online-Zahlungsverkehr dort abgewickelt werden. Die Gelder werden dann zentral an Autor*innen oder den lokalen Buchhandel weitergegeben und der postalische Versand organsiert. Ein Rund-um-Lese-Paket der besonderen Art!
  • Da Lesungen für die Leseorte als auch Literat*innen stets auch eine Einnahmequelle sind, wird dem Publikum nahegelegt, auch einen Eintritt zu zahlen, wenngleich er nicht Bedingung ist, um sich zu den Lesungen zuzuschalten. Die üblichen Eintritte bzw. Spenden zwischen 5,- und 15,- € können ebenso direkt über das SuedLese-Portal abgewickelt werden

Das Literaturangebot im Rahmen der SuedLese reicht von Kinderlesungen über Poesie, Prosa, Sachbuch, Kabarett, Krimi bis zu szenischer Lesung. Mit dabei sind lokale Matadoren wie Ute Holst oder Sonja Alphonso der Harburger Schreibwerkstatt von „Alles wird schön e.V.“ und der wiederbelebte „Club der lebenden Dichter“ aus Wilhelmsburg. Auch literarische Größen wie die vielfach ausgezeichnete Kinderbuchautorin Kirsten Boie, der Preisträger des Blauen Löwen, Jens Böttcher, der Hamburger Literaturpreisträger aus Harburg, Benjamin Maack, sind bei der diesjährigen SuedLese vertreten und nicht zuletzt bereichern die Kabarettisten Kerim Pamuk, Lutz von Rosenberg-Lipinsky und Johannes Kirchberg mit ihren szenischen Lesungen den Literatursommer im Hamburger Süden und dem Landkreis Harburg in Niedersachsen.

Das Programm wird zurzeit unter Hochdruck fertig gestellt und ist bis zur SuedLese dann vollumfänglich auf dem Portal www.suedlese.de zu finden. Das gedruckte Programmheft kann ab sofort und für 2,50€ Schutzgebühr und Versandkosten unter post@seudlese.de  vorbestellt werden und wird zugestellt sobald es aus dem Druck ist.

Über die einzelnen Programmpunkte und Inhalte, Orte der Worte und Diskussionen rund um das Buch und Hamburgs literarischen Süden informiert das SuedLese-Team zeitnah.

Die 6. Suedlese – Literaturtage im Süden Hamburgs werden gefördert durch NEUSTART Kultur sowie die Behörde für Kultur und Medien Hamburg.

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Neue Literaturzeitschrift „Tau“ https://www.tiefgang.net/neue-literaturzeitschrift-tau/ Fri, 20 Apr 2018 22:20:33 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=3510 [...]]]> Die Behörde für Kultur und Medien hat sich entschieden, ein neues Literaturprojekt in Hamburg zu unterstützen. Denn man „Tau“!

Ein Kollektiv von Autor*innen hat die Idee entwickelt, die zum Mitmachen und –schreiben einlädt und die sie auf der frisch online gegangenen website wie folgt umschreibt:

tau möchte das literarische schaffen einer metropole und darüber hinaus abbilden – als plattform für literarische entwicklungen, tendenzen und perspektiven, öffentlich und permanent.

tau publiziert prosa, lyrik, essays, dramatisches und gattungsfreies und möchte über lesungen autor*innen und leser*innen zusammenführen. dabei tritt tau in dialog zu anderen kunstformen und verlässt abgesteckte gebiete der literatur: zu jeder ausgabe lädt tau eine*n künstler*in resp. illustrator*in ein.

tau widmet sich der zusammenführung von literatur und leser*innen über die hanseatisch-nordische perspektive hamburgs. uns vereint das gemeinsame interesse an neuentdeckungen sowie neuem von bereits bekannten autor*innen, dazu das anliegen, zeuge und förderin eines spannenden umschlagplatzes frischer texte – des literarischen pendants zum hamburger hafen – zu sein.“

Im  März gab es dann eine „Geburtslesung“ im ´mindspace` am Rödingsmarkt und nun ist sie da und kann auch abonniert werden: „tau“.

In der Pressemitteilung der Behörde für Kultur und Medien heißt es:

„Hamburg hat eine neue Literaturzeitschrift: Gefördert mit 60.000 Euro von der Behörde für Kultur und Medien  erscheint im April 2018 die erste Ausgabe von „Tau – Die Literaturzeitschrift“. Das erste Heft enthält literarische Beiträge aus verschiedenen europäischen Ländern. Die erste Ausgabe wird von einem Lesungsprogramm flankiert.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Ohne das Tau geht im Hafen und bei der Seefahrt nichts. Es steht für Stabilität und Sicherheit. Der Tau hingegen symbolisiert Frische, einen Neuanfang. Hamburgs neue Literaturzeitschrift spielt mit beiden Bedeutungen und will Umschlagplatz für neue Texte aller Genres sein. Die Hamburger Autorinnen und Autoren haben mit ‚Tau‘ ein innovatives Projekt vom Stapel gelassen, das der Literatur eine neue Bühne bietet, Lust auf Lesen macht und den Blick auf andere Genres weitet.“

Die Redaktion von „Tau“: „,Tau‘ bezieht Stellung, steht für Anfang und Neues, ist physischer Fluchtpunkt für Texte, mit regelmäßigen Lesungen Sammelpunkt für Schreibende und Lesende in Hamburg und darüber hinaus, publiziert Essays, Prosa, Lyrik, Dramatisches und Gattungsfreies, tritt in Dialog zu anderen Kunstformen und verlässt abgesteckte Gebiete der Literatur.“

Hinter „Tau – Zeitschrift für Literatur“ steht ein Hamburger Autorenkollektiv, bestehend aus Jonis Hartmann, Sascha Preiß, Marie-Alice Schultz und Nathalie Keigel. Autorinnen und Autoren der ersten Ausgabe sind Tugen Ghayath Almadhoun (Schweden), Mirko Božić (Bosnien-Herzegowina), Leen Pil (Belgien), Stephan Roiss (Österreich) sowie aus Deutschland Lütfiye Güzel, Lars Henken, Jessica Kasimir, Melanie Khoshmashrab, Sascha Kokot, Mariusz Lata, Angela Lehner, André Patten, Andreas Reichelsdorfer, Sebastian Andreas Rouget, Mercedes Spannagel und Johannes Witek.

Sie reichten Texte zum Thema „Akute Langwaffen“ ein und wurden aus 160 Bewerberinnen und Bewerbern zur Veröffentlichung ausgewählt.

Künftig soll „Tau“ in einem Umfang von 120 bis 180 Seiten und mit Texten von 10 bis 15 Autoren und Autorinnen alle neun Monate erscheinen, jeweils mit einem neuen Thema, das auf provokante oder verblüffende Weise Texte aus Hamburg und darüber hinaus versammelt und die Perspektive auf bildende Kunst erweitert. Jede Ausgabe wird von einem anderen Künstler oder Künstlerin gestaltet. Für die erste Ausgabe lieferte der Hamburger Künstler Sebastian von Papp seine modularen Zeichnungen. Die Gestaltung des Heftes stammt von Steffen Budke.

„Tau“ ist ab sofort unter anderem in der Buchhandlung & Antiquariat Lüders in Eimsbüttel (Heußweg 33) und im Nachladen auf St. Pauli (Sternstraße 17) sowie online unter www.tau-texte.de/abo  erhältlich. Die Ausgabe kostet 10,00 Euro. Weitere Informationen gibt es unter www.tau-texte.de.“

Quelle: www.hamburg.de/bkm

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Auf den Spuren Heinrich Heines https://www.tiefgang.net/auf-den-spuren-heinrich-heines/ Fri, 15 Dec 2017 23:17:06 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=2714 [...]]]> Denkt man an Deutschland in der Nacht, sollte man Lüneburg im Auge behalten. Zumindest als Literat …

In der Mitteilung der Stadt Lüneburg heißt es:

„Die Aufenthalte Heinrich Heines in Lüneburg sind ein wesentlicher Grund dafür, dass die Stadt Lüneburg und das Land Niedersachsen eine Wohnung und ein Literaturstipendium mit dem Namen des Dichters eingerichtet haben. Damit wird an eine literarische Tradition angeknüpft. Vor allem aber wird ein Schwerpunkt für die Literatur der Gegenwart gesetzt. Autorinnen und Autoren sollen im Heinrich-Heine-Haus eine Zeitlang wohnen und arbeiten können.

Das Heinrich-Heine-Stipendium wird als Auszeichnung für bisherige Veröffentlichungen und zur Förderung der weiteren schriftstellerischen Arbeit an deutschsprachige Schriftstellerinnen und Schriftsteller vergeben (siehe „Bewerbung“). Die Stipendiatinnen und Stipendiaten können in einem dreimonatigen Aufenthalt ihrer literarischen Arbeit nachgehen. Für die Dauer des Aufenthalts gewährt das Land Niedersachsen ein monatliches Stipendium in Höhe von 1.400 Euro, vorbehaltlich der zur Verfügung stehenden Landesmittel.

Die Wohnung

Die Stadt Lüneburg stellt die komplett eingerichtete Wohnung mietfrei zur Verfügung. Sie liegt in der ersten Etage im Anbau des Heinrich-Heine-Hauses und ist durch einen separaten Eingang erreichbar. Die Wohnfläche von 50 qm teilt sich auf in ein Wohn- / Arbeitszimmer von 26 qm, eine Küche und ein Schlafzimmer von je 10 qm sowie ein kleines Bad. Telefon, TV, eine Musikanlage sowie eine Waschmaschine sind vorhanden. Für die Nebenkosten wird eine monatliche Pauschale erhoben.

Organisatorische Aufgaben sowie die Betreuung der jeweiligen StipendiatInnen übernimmt das Literaturbüro Lüneburg. Über die Vergabe der Wohnung und des Stipendiums entscheidet der Vorstand des Literaturbüros Lüneburg nach Empfehlung des Literarischen Beirats. Die Vergabe erfolgt alle zwei Jahre. Es wird erwartet, daß die berufenen Autorinnen und Autoren in ihrer Stipendienzeit im Heinrich-Heine-Haus wohnen.
Bewerbung:

Neben biographischen und bibliographischen Angaben (in 3facher Ausführung) werden die letzte Veröffentlichung (in zwei Exemplaren) und zehn bis zwanzig Seiten aus einem neuen unveröffentlichten Manuskript (in drei Exemplaren) erbeten.

Mit Veröffentlichung ist hier eine Buchveröffentlichung (Prosa oder Lyrik) in deutscher Sprache (nicht im Selbstverlag oder von Autoren finanzierten Drucken) gemeint. Als mit einer Buchveröffentlichung vergleichbar wird eine größere Anzahl an Einzelveröffentlichungen (Erzählungen oder Gedichte) in Literaturzeitschriften und Anthologien angesehen.

Das Heinrich-Heine-Stipendium wird nicht an Übersetzer und Sachbuchautoren vergeben.

Bewerbungsunterlagen bitte an:
Literaturbüro Lüneburg e.V., Heinrich-Heine-Haus, Am Ochsenmarkt 1a, 21335 Lüneburg
Rückfragen können telefonisch erfolgen unter 04131/ 3093687 oder per E-Mail: literaturbuero(at)stadt.lueneburg.de
Einsendeschluss ist der 31. Jan. 2018.

Die Rücksendung der eingereichten Unterlagen wird gewährleistet, wenn Rückporto in Höhe des von Ihnen gezahlten Portos beiliegt. Bei einer Bewerbung aus dem Ausland legen Sie bitte internationale Antwortscheine bei.“

Quelle: luene-info.de/literaturbuero

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