Stadtmuseum Harburg – Tiefgang https://www.tiefgang.net Kultur, Politik, Kulturpolitik und mehr Fri, 12 Sep 2025 16:30:35 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 Zeitreise in Harburgs Herz https://www.tiefgang.net/zeitreise-in-harburgs-herz/ Fri, 12 Sep 2025 22:32:00 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=12420 [...]]]> Der »Planet Harburg«, das Kulturzentrum im ehemaligen Karstadt-Kaufhaus, hat seine Pforten für eine neue Sonderausstellung geöffnet. Und es wird historisch: Das Stadtmuseum Harburg lädt seit dem 11. September mit der neuen Sonderausstellung »1975 – Harburg vor 50 Jahren« zu einer faszinierenden Zeitreise ein.

Passend dazu feiert ein besonderes Foto-Projekt sein goldenes Jubiläum.

Im Jahr 1975 war Harburg im Wandel. Die Innenstadt erlebte einen massiven Umbruch: Der Bau der S-Bahn, der neue Harburger Ring und die entstehende Fußgängerzone in der Lüneburger Straße formten das Stadtbild neu. In dieser Umbruchszeit rief die Werbegemeinschaft City Harburg zu einem Fotowettbewerb auf, um das Leben im Stadtteil einzufangen. Fast 1.000 Fotos wurden damals eingereicht.

Jetzt, 50 Jahre später, werden die beeindruckendsten Aufnahmen erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Die Bilder atmen den Zeitgeist der 70er Jahre, zeigen den Alltag, persönliche Momente und das pulsierende Stadtleben. Sie erzählen eine Geschichte von Aufbruch und Wandel.

Film ab: Die 70er auf der Kinoleinwand

Doch damit nicht genug: Die Kinemathek Hamburg begleitet die Ausstellung mit einem umfangreichen Filmprogramm. Bis April 2026 werden über 75 internationale und Hamburger Filme aus dem Jahrzehnt gezeigt. Die Retrospektive ist nicht nur cineastisch ein Genuss, sondern knüpft direkt an die Themen der Ausstellung an – von Popkultur über die Frauenbewegung bis hin zu gesellschaftlichen Milieustudien.

Die Filmreihe präsentiert eine Bandbreite von Genres, von Politthrillern bis hin zu Musicals. Es gibt sogar eine »70er-Jahre-Jukebox« im Foyer und Hamburger Kulturschaffende teilen ihre persönlichen Lieblingsfilme. Die begleitende Filmreihe der Kinemathek Hamburg umfasst etwa 40 Titel aus den 1970er Jahren sowie zeitgenössische Filme aus dem Genre des Fotofilms. Filmschaffende wie Wim Wenders, Rainer Werner Fassbinder, Werner Herzog, Rosa von Praunheim und Helke Sander haben in dieser Zeit ihre Karriere begonnen und sich durch ihre kompromisslose Auseinandersetzung mit brisanten gesellschaftlichen Themen einen Namen gemacht. Neben der Wiederaufführung restaurierter Filmklassiker von 1975 (Jeanne Dielmann, Die verlorene Ehre der Katharina Blum, Im Lauf der Zeit, Der weiße Hai, Hundstage, Nashville) wird die Filmreihe über die Zeitspanne des gesamten Jahrzehnts an die verschiedenen Themenfelder der Ausstellung anknüpfen. Musikfilme (The Last Waltz, Control, Pink Floyd: Live at Pompeii, The Wiz, Saturday Night Fever, Hair) dokumentieren zusätzlich die innovative Kraft des Rock-, Funk- und Disco-Jahrzehnts, aus dem zahlreiche stilprägende Künstler*innen hervorgegangen sind. Vorträge und Publikumsgespräche mit Filmgästen, Filmwissenschaftler*innen runden die Vorstellungen ab.

Alle Infos auf einen Blick:

  • »1975 – Harburg vor 50 Jahren« | 11. September 2025 bis 3. Mai 2026
  • Filmreihe „1975 – Die Welt vor 50 Jahren“ |September 2025 bis April 2026
    • Tickets online auf www.metropoliskino.de/planetharburg oder an der Kinokasse im Planet Harburg, die 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn öffnet.
    • Planet Harburg, Herbert-und-Greta-Wehner-Platz, 21073 Hamburg-Harburg

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Harburgs Kunstszene hautnah erleben! https://www.tiefgang.net/harburgs-kunstszene-hautnah-erleben/ Fri, 13 Jun 2025 22:07:17 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=11963 [...]]]>

Nach den Erfolgen der Vorjahre lädt der Kunstleihe Hamburg e.V. auch 2025 wieder zu seiner beliebten Reihe „Kunst vor Ort“ ein.

Der Sommer 2025 lädt wieder auf eine faszinierende Reise durch die vielfältige Kunstszene Harburgs ein, die begeistert, inspiriert und völlig neue Perspektiven auf die lokalen Kulturschätze eröffnet!

Was einst aus der Not der Pandemiezeit geboren wurde, um dem Mangel an zugänglichen Kunstausstellungen und anregenden Kunstgesprächen entgegenzuwirken, hat sich zu einem wahren Highlight im Harburger Kulturkalender entwickelt. „Kunst vor Ort“ bietet eine einzigartige Gelegenheit, hinter die Kulissen etablierter Kunstinstitutionen zu blicken und die pulsierende Kreativität des Hamburger Südens aus nächster Nähe zu erleben. Heiko Langanke, Vorsitzender des Kunstleihe Harburg e.V., bringt es auf den Punkt: „Was ist die Kunst ohne Orte, wo sie zu sehen ist? Mit den ‚Kunst vor Ort‘-Führungen geben wir die Möglichkeit, mal hinter die Kulissen und Wände der Kunstorte zu schauen und so mal einen ganz anderen Blick auf Kunst in Harburg zu erlangen.“

Diese Reihe „Kunst vor Ort“ ist nicht nur eine Führung, sondern ein Erlebnis, das Wissen vermittelt, zum Dialog anregt und die Schönheit und Bedeutung von Kunst in unserer unmittelbaren Umgebung sichtbar macht. Es ist die perfekte Gelegenheit, Harburg neu zu entdecken und sich von der Kreativität der Stadt mitreißen zu lassen. Diese einzigartige Möglichkeit sollte man sich nicht entgehen lassen! Die Teilnehmer*innenzahlen sind begrenzt, daher ist eine frühzeitige Anmeldung dringend empfohlen. Die Touren gehen etwa 1,5 bis 2 Stunden. Sichern Sie sich Ihren Platz für unvergessliche Einblicke in die Harburger Kunstwelt.

Freuen Sie sich also auf ein abwechslungsreiches Programm, das die Vielfalt Harburger Kunst in den Mittelpunkt rückt und Sie Woche für Woche in neue Welten entführt:

Die Termine

  • Samstag, 28. Juni, 14 Uhr: Das Stadtmuseum Harburg öffnet seine Türen für die Ausstellung „Ralf Schwinge – Harburg in neuen Ansichten“. Erleben Sie im Beisein des Künstlers rund 150 Skizzen, Zeichnungen und Gemälde, die den Bezirk aus ganz aktuellen Perspektiven zeigen. Ein faszinierender Dialog zwischen Tradition und Moderne. (Teilnehmer auf 10 begrenzt, 8,- € pro Person)

  • Freitag, 4. Juli, 15 Uhr: Erkunden Sie die beeindruckende Heimfeld Hall Graffiti-Wand bei einem speziellen Rundgang mit dem Graffiti-Künstler Brozilla. Treffpunkt ist die Kirche S-Bahnstation Heimfeld. Lassen Sie sich von der lebendigen Streetart-Szene Harburgs begeistern. (Spende erbeten)

  • Freitag, 4. Juli, 16 Uhr: Entdecken Sie den Harburger Kunstpfad bei einem spannenden Rundgang mit Hans-Ulrich Niels. Startpunkt ist am Tubabläser auf dem Harburger Rathausplatz. Erkunden Sie Harburgs Kunst im öffentlichen Raum, von monumentalen Wandgemälden bis zu Skulpturen – diese Tour zeigt, wie Kunst das Stadtbild prägt und belebt. (Spende erbeten)

  • Sonntag, 6. Juli, 15 Uhr: Lassen Sie sich von der Open-Air Galerie Walls Can Dance verzaubern. Treffpunkt ist der Bahnhof Harburg, Ausgang Moorstraße/Innenstadt. Bestaunen Sie die faszinierenden Graffitis und Murals, die Harburg zu einer lebendigen Leinwand machen. (Spende erbeten)

  • Freitag, 18. Juli, 16 Uhr: Ein weiterer Rundgang auf dem Harburger Kunstpfad mit Hans-Ulrich Niels wartet auf Sie, ebenfalls startend am Tubabläser auf dem Harburger Rathausplatz. Nutzen Sie die Gelegenheit, vielleicht Neues zu entdecken oder sich noch einmal von den beeindruckenden Werken zu inspirieren. (Spende erbeten)

  • Sonntag, 20. Juli, 15 Uhr: Tauchen Sie erneut ein in die urbane Kunstszene bei einem weiteren Rundgang durch die Open-Air Galerie Walls Can Dance. Startpunkt ist wieder der Bahnhof Harburg, Ausgang Moorstraße/Innenstadt. (Spende erbeten)

Das Depot (Foto: Deichtorhallen / Sammlung Falckenberg)

  • Mittwoch, 23. Juli, 16 Uhr: Erhalten Sie eine weitere Gelegenheit für eine Depot-Führung in der Sammlung Falckenberg in der Wilstorfer Str. 71. Die begrenzten Plätze sind begehrt! (Eintritt 10,- €, bis 15 Personen)

  • Samstag, 26. Juli, 14 Uhr: Das Stadtmuseum Harburg öffnet erneut seine Türen für die Ausstellung „Ralf Schwinge – Harburg in neuen Ansichten“. Ein zweiter Termin im Beisein des Künstlers für alle, die das faszinierende Zusammenspiel von Kunst und Stadtleben nicht verpassen möchten. (Teilnehmer auf 10 begrenzt, 8,- € pro Person)

  • Mittwoch, 30. Juli, 16 Uhr: Die letzte Gelegenheit für eine Depot-Führung in der Sammlung Falckenberg in der Wilstorfer Str. 71 in dieser Reihe. Sichern Sie sich unbedingt Ihren Platz! (Eintritt 10,- €, bis 15 Personen)

  • Samstag, 2. August, 15 Uhr: Der letzte Termin für den Rundgang zur Heimfeld Hall Graffiti-Wand mit dem Graffitikünstler Brozilla. Treffpunkt ist die Kirche S-Bahnstation Heimfeld. Lassen Sie sich dieses visuelle Spektakel nicht entgehen! (Spende erbeten)

Das gesamte Programm hier zum Download. Anmeldung und weitere Informationen: Bitte melden Sie sich verbindlich per E-Mail unter kontakt@kunstleihe-harburg.de oder telefonisch unter 040-300 969 48 an.

Der Kunstleihe Hamburg e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, lokale, zeitgenössische Kunst von Harburger Künstler*innen zu verleihen und so einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Der Verein fördert das Verständnis und die Wertschätzung für Kunst in der Region.

Die Reihe „Kunst vor Ort“ wird gefördert vom „Verfügungsfonds Harburg Innenstadt / Eißendorf-Ost“.

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Ralf Schwinge fängt Harburgs Seele ein https://www.tiefgang.net/ralf-schwinge-faengt-harburgs-seele-ein/ Fri, 23 May 2025 22:45:28 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=11824 [...]]]>

Das Stadtmuseum Harburg präsentiert seit dem 23. Mai 2025 die neue Sonderausstellung „Stadtmaler Ralf Schwinge – Harburg in neuen Ansichten“.

Sie vermittelt den Besuchern ein facettenreiches Bild des südlichsten Hamburger Bezirks vermittelt. Im Zentrum der Ausstellung stehen rund 150 Skizzen, Zeichnungen und Gemälde des Harburger Künstlers Ralf Schwinge, der den Stadtteil aus ganz aktuellen Perspektiven zeigt.

Ralf Schwinge, Jahrgang 1990, hat sich in Hamburg einen Namen als Stadtmaler und Chronist gemacht. Mit wachem Auge und kreativem Blick dokumentiert er seit vielen Jahren die Entwicklung seiner Heimatstadt und insbesondere des Hamburger Südens. Seine Werke entstehen meist direkt vor Ort, was ihnen eine besondere Spontaneität und Authentizität verleiht. So fängt er nicht nur die großen Veränderungen in Harburg ein – abgebrochene oder neu errichtete Gebäude, geschäftiges Treiben auf dem Wochenmarkt oder in der Fußgängerzone – sondern auch die kleinen, alltäglichen Momente und vor allem die Menschen, die hier leben, arbeiten und ihre Freizeit verbringen.

Dabei tritt Schwinge bewusst in die Fußstapfen bekannter Harburger Künstler, die die Stadt vor Jahrzehnten auf ähnliche Weise chronistisch festhielten. Um diese Verbindung zur Vergangenheit zu verdeutlichen, werden seinen Arbeiten Gemälde von Otto Ewerien (1900-1965), Wolfgang Götze (1906-1988), Carl Ihrke (1921-1983) und Hermann Müller-Vogelsang (1887-1975) gegenübergestellt.

Doch Schwinge geht seinen eigenen Weg. Er ist nicht nur ein Chronist, sondern auch ein Künstler, der mit seiner Malerei eine ganz eigene Bildsprache entwickelt hat. Seine Werke zeichnen sich durch einen besonderen Blickwinkel und eine kreative Herangehensweise aus. Wer mehr über Ralf Schwinge und seine Kunst erfahren möchte, hat im Rahmen der Ausstellung die Gelegenheit dazu. Das Museum bietet Führungen und Workshops mit dem Künstler selbst an. So können Besucher*innen Schwinge bei einem monatlichen Künstlergespräch live bei der Arbeit erleben, seine Inspirationen kennenlernen und ihm Fragen stellen. Für Kunstbegeisterte mit Vorkenntnissen gibt es den eintägigen Kurs „Malen mit Inspiration“, in dem Schwinge seine Techniken und seinen Zugang zur Kunst vermittelt. Und auch die kleinen Besucher*innen kommen nicht zu kurz: Im Malkurs „Kreativität entfalten“ können Kinder von 8 bis 12 Jahren gemeinsam mit Schwinge Harburger Tiere erfinden und malen. Ein besonderes Highlight: Die Kunstwerke der Kinder werden Teil der Ausstellung!

Die Ausstellung „Stadtmaler Ralf Schwinge: Harburg in neuen Ansichten“ ist somit nicht nur eine Hommage an die Stadt Harburg und ihre Geschichte, sondern auch eine Auseinandersetzung mit der zeitgenössischen Kunst und ihrer Vermittlung. Sie bietet den Besucher*innen die Möglichkeit, Harburg mit neuen Augen zu sehen und den Künstler Ralf Schwinge persönlich kennenzulernen.

Stadtmaler Ralf Schwinge: Harburg in neuen Ansichten

23. Mai bis 07. September 2025 | Stadtmuseum Harburg, Museumsplatz 2, 21073 Hamburg

  • Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag, 10-17 Uhr, montags geschlossen
  • Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 5 Euro, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei
  • Termine:
    • Künstlergespräche: 29.06., 27.07., 31.08., 07.09.2025, 11-15 Uhr (im Museumseintritt enthalten)
    • Malen mit Inspiration: 12.07., 02.08., 16.08.2025, 10-16 Uhr (10 Euro zzgl. Eintritt, Anmeldung erforderlich: 040 42871 2497)
    • Kreativität entfalten: 20.08., 21.08.2024, 12-16 Uhr (10 Euro, mit Ferienpass 6 Euro, Anmeldung erforderlich: 040 42871 2497)

 

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Von Portugiesen in Hamburg https://www.tiefgang.net/von-portugiesen-in-hamburg/ Fri, 21 Feb 2025 23:42:45 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=11525 [...]]]> 2024 jährte sich der Beginn der portugiesischen Arbeitsmigration nach Deutschland zum 60. Mal, Grund genug, dieses Jubiläum mit eienm Buch zu würdigen.

Mit seiner neuen Publikation „Von Portugiesen in Hamburg – 60 Jahre, 60 Geschichten“ schlägt das Stadtmuseum Harburg gemeinsam mit den Autoren Wulf Köpke und Jorge Pinto ein spannendes Kapitel der jüngsten Hamburger Geschichte auf und nimmt das Leben der portugiesischen Arbeitsmigrantinnen und -migranten, die seit den 1960er-Jahren nach Hamburg kamen, in den Blick. 60 spannende Biografien von Personen und Institutionen stellen die Besonderheiten der portugiesischen Migration nach Hamburg und insbesondere auch der nach Harburg vor.

Fisch essen, Galao trinken, draußen in der Sonne sitzen: Im Hamburger Portugiesenviertel wähnt man sich eher am Mittelmeer als in der Hansestadt. Das ist kein Zufall, denn in Hamburg leben etwa 9.000 Menschen mit portugiesischen Wurzeln, mehr als in jeder anderen deutschen Stadt. Eine neue Publikation geht dem auf den Grund und zeichnet das Leben der portugiesischen Arbeitsmigrantinnen und -migranten und ihrer Kinder und Enkel nach, die seit Ende der 1950er-Jahre und vor allem nach dem „Anwerbeabkommen“ zwischen Portugal und Deutschland ab 1964 nach Hamburg kamen.

Es mag überraschen, dass das Stadtmuseum Harburg ein Buch über Portugiesen in Hamburg herausgibt, ist doch das sogenannte Portugiesenviertel nördlich der Elbe bei den Landungsbrücken zu verorten, und auch der historische jüdische Portugiesen-Friedhof liegt in Altona. Tatsächlich aber ist auch Harburg eine Portugiesen-Hochburg: Der akute Mangel an Arbeitskräften im späten Wirtschaftswunder-Deutschland führte vor 60 Jahren auch viele portugiesische Arbeitsmigrantinnen und -migranten in den Hamburger Süden. Das Harburger Phoenix-Viertel zeugt mit seiner kulturellen Vielfalt noch heute davon. Hier war sogar von den 1960er- bis in die 1980er-Jahre die Hauptverkehrssprache Portugiesisch. Das portugiesische Zentrum im Harburger Gottschalckring, 1980 gegründet, ist zudem ein Lehrbeispiel dafür, wie Integration gelingen kann.

Waren die ersten Arbeiter zu Beginn der portugiesischen Migration überwiegend im Hafen und in der Altonaer Fischwirtschaft tätig, so sprachen sich sehr bald die Beschäftigungsmöglichkeiten bei den großen Harburger Betrieben Phönix, Beiersdorf, Hanomag/Mercedes, Balatros oder der New-York Hamburger Gummi-Waaren Compagnie herum. Viele Menschen mit portugiesischen Wurzeln zogen deshalb nach Harburg und wurden damit gleichzeitig zu einem Teil der Geschichte Harburgs. Daher ist die Harburger Marien-Kirche neben dem Mariendom in Sankt Georg das zweite religiöse Zentrum der katholischen Portugiesen in Hamburg. Die portugiesischen Migranten waren sehr innovativ. So war der portugiesische Verein in Hamburg, unmittelbar nach der ersten Immigration 1964 von Migranten gegründet, der erste eingetragene gemeinnützige Verein von „Gastarbeitern“ in Deutschland überhaupt. Dort gab es auch die erste „Gastarbeiter“-Zeitung in Deutschland und den ersten bilingualen Kindergarten.

Seit zehn Jahren führt Wulf Köpke, bis 2016 Direktor des Hamburger Museum für Völkerkunde“ (heute MARKK) und ausgewiesener Portugalkenner, Gespräche mit Zeitzeugen der ersten Generation und deren Familien, die über die letzten 60 Jahre authentisch berichten können. Zusammen mit Autor Jorge Pinto hat er nun 60 Geschichten aufgeschrieben, eingebettet in einen historischen Überblick über das Zeitgeschehen. Die Autoren zeigen auf, dass die portugiesische Migrationsgeschichte gerade in Hamburg besonders ist und sich die Migrationsbiografien in manchen Aspekten von anderen in Deutschland deutlich unterscheiden – ein Thema, das aktueller nicht sein könnte. Die Publikation bietet überraschende Einblicke und spannende Entdeckungen, die durch etwa 1000 Fotografien, weitgehend aus privaten Archiven, ergänzt werden. Die beigefügte CD enthält zusätzlich zahlreiche einzigartige Dokumente zur portugiesischen Vereinsgeschichte in Hamburg und etliche Fotos. In der Zusammenschau ergibt sich so ein ganz neues umfassendes Bild der portugiesischen Gemeinde in Hamburg.

Das Buch kann zum Preis von 24,90 Euro im Museumsshop sowie im Webshop des Museums unter amh.de/shop erworben werden.

Informationen:

Veröffentlichung des Archäologischen Museums Hamburg und Stadtmuseums Harburg | Nr. 120, ISBN 978-3-931429-45-4 | Herausgeber: Rainer-Maria Weiss

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Archäologisches Museum Hamburg und Stadtmuseum Harburg starten Kulturangebot https://www.tiefgang.net/archaeologisches-museum-hamburg-und-stadtmuseum-harburg-starten-kulturangebot/ Fri, 21 Feb 2025 23:13:19 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=11517 [...]]]> Seit dem 20. Februar ist das ehemalige Karstadt-Kaufhaus in der Harburger Innenstadt ein kreativer Kultur-Treffpunkt.So verlautet es aus dem Senat.

Die offizielle Pressemiteilung:

„Der zur Finanzbehörde gehörende Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen hatte das Gebäude erworben. Das Archäologische Museum Hamburg und Stadtmuseum Harburg ist mit einer Museumsdependance in das Erdgeschoss des neuen „Planet Harburg“ eingezogen. Mit diesem Angebot kommt das Museum direkt zu seinem Publikum und lädt alle ein, in gleich mehreren Ausstellungen zur Harburger Stadtgeschichte den Hamburger Süden auf ganz neue Weise zu entdecken. Zusätzlich wird ein Multifunktionsraum für Vorträge und Veranstaltungen zur Verfügung stehen. Der Senat stellt für die Museumsdependance Investitionsmittel in Höhe von 300.000 Euro bereit. Der Eintritt ist frei, alle sind willkommen. Heute, am 19. Februar, eröffnete das Museum im Beisein des Finanzsenators Dr. Andreas Dressel und des Senators für Kultur und Medien Dr. Carsten Brosda die neue Museumsdependance im Herzen Harburgs.

Dr. Andreas Dressel, Finanzsenator: „Wir haben das Karstadt-Gebäude im Wege des Vorkaufsrechts erworben, um einen entscheidenden Impuls für die Entwicklung der Harburger Innenstadt zu leisten. Bevor langfristige Weiterentwicklungen weiter geplant werden, kehrt mit dem ‚Planet Harburg‘ schon jetzt – PopUp im besten Sinne – sehr schnell wieder Leben ein in das ehemalige Kaufhaus in der Harburger City. Wir haben uns gemeinsam mit unserem Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen, der Sprinkenhof, dem Bezirk, dem Archäologischen Museum Hamburg und Stadtmuseum Harburg, der Kulturbehörde und vielen anderen Beteiligten sehr intensiv darum gekümmert, das Gebäude für die Menschen im Bezirk kurzfristig zu öffnen und neue spannende Angebote zu bieten. Vor diesem Hintergrund ist das Projekt ‚Planet Harburg‘ ein toller Auftakt. Flohmärkte und viele andere Anziehungspunkte werden folgen. Harburg gewinnt!“

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Der ‚Planet Harburg‘ ist ein wunderbares Beispiel dafür, was Kultur in Hamburg bewirken kann. Einst ein Kaufhaus, wird das vormals leerstehende Karstadt-Gebäude nun ein kultureller Anlaufpunkt in zentraler Lage. Die Museumsdependance des Archäologischen Museums Hamburg und Stadtmuseums Harburg haucht ihm nun mit ihren stadthistorischen Ausstellungen neues Leben ein und bereichert damit nicht nur die Vielfalt der Kulturstadt Hamburg. Hier entsteht ein neuer, dynamischer Treffpunkt, der alle zum Austausch und Lernen über die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft einlädt – bei freiem Eintritt für alle.“

Dierk Trispel, Stellvertretender Bezirksamtsleiter Harburg: „Die Eröffnung der Museumsdependance des Archäologischen Museums Hamburg und Stadtmuseums Harburg im ‚Planet Harburg‘ ist ein bedeutender Schritt in unserer Vision, dem Gebäude neues Leben einzuhauchen und einen Ort der Kultur, des Wissens und der Begegnung für den Bezirk Harburg zu schaffen. Das Museum ist dabei ein wertvoller Partner an unserer Seite, indem es nicht nur spannende Einblicke in die Vergangenheit bietet und mit seinem Engagement den kulturellen Austausch fördert, sondern auch mit dem multifunktionalen Vortragsaal vielfältige Nutzungsmöglichkeiten für Veranstaltungen und Vorträge ermöglicht.“

Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss, Direktor des Archäologischen Museums Hamburg und Stadtmuseums Harburg: „Mit der Dependance ‚Planet Harburg‘ schlägt das Museum erneut einen innovativen Weg ein, um ein niedrigschwelliges Angebot für alle gesellschaftlichen Gruppen zu schaffen. Es gibt in der Harburger Innenstadt kaum einen exponierteren Ort als das ehemalige Kaufhaus-Gebäude, und es freut uns besonders, dass wir hier mit einem kostenfreien Kulturangebot Besucher erreichen, die sonst vielleicht nicht ins Museum gehen würden.“

Informationen zum „Planet Harburg“

Mit diesem Ausstellungsprojekt schlägt das Archäologische Museum Hamburg und Stadtmuseum Harburg ein neues spannendes Kapitel auf: Zentral gelegen am Herbert-und-Greta-Wehner-Platz und in direkter Nachbarschaft zur beliebten Fußgängerzone Lüneburger Straße sowie dem Wochenmarkt am Sand, eröffnet das Museum ab Mitte Februar seine neuen Räume im ehemaligen Kaufhaus-Gebäude. Die Kultureinrichtung schafft so einen neuen attraktiven Anlaufpunkt im Stadtzentrum.

Das Archäologische Museum Hamburg und Stadtmuseum Harburg verfolgt bereits seit vielen Jahren konsequent den Ansatz, durch immer neue und unterschiedlichste Formate seine Vermittlungsarbeit breit aufzustellen. Schon mit dem ArchäoMobil, dem „Mini-Museum auf Rädern“, zeigt das Haus auf vielfältigen Veranstaltungen in und um Hamburg, wie viel Spaß ein Museumsbesuch machen und zum Erlebnis werden kann. Mit dem Projekt „Planet Harburg“ geht das Haus nun erneut innovative Wege, um Barrieren abzubauen und neue Zielgruppen anzusprechen. Das Museum kommt direkt zu den Menschen und vermittelt auf neue Art und Weise die Harburger Stadtgeschichte. Und das Beste: Dieses Kulturangebot ist für alle kostenfrei.

Harburger Stadtgeschichte neu inszeniert

Auf 400 Quadratmetern im Erdgeschoss des einstigen Kaufhauses zeigt das Museum zum Start gleich mehrere Sonderausstellungen zur Entwicklung der bis 1937 selbständigen Stadt Harburg und erzählt anhand von historischen Fotos und Dokumenten die spannenden Geschichten, die hinter diesem Wandel stecken.

Das Konzept hinter der Zwischennutzung

Das leerstehende Karstadt-Gebäude ist seit 2023 im Besitz der Freien und Hansestadt Hamburg. Das Konzept „Planet Harburg“ bietet einen idealen Raum für frische Impulse in der Harburger Innenstadt: Ob Ausstellungen, Veranstaltungen oder PopUp-Stores – mit kreativen Ideen für die Zwischennutzung soll sich das Gebäude zu einem attraktiven Standort entwickeln. Die Eröffnung der Ausstellungen des Archäologischen Museums Hamburg und Stadtmuseums Harburg bildet den Startschuss für die Zukunft des prestigeträchtigen Gebäudes und die Entfaltung neuer Potentiale in der Harburger Innenstadt.

Der „Planet Harburg“ feiert am 19. Februar seine Eröffnung. Alle Interessierten haben danach ab dem 20. Februar die Gelegenheit, die neuen Ausstellungsräume des Museums zu erkunden. Der Eintritt im „Planet Harburg“ ist kostenlos.

Adresse: Planet Harburg, Herbert-und-Greta-Wehner-Platz, 21073 Hamburg-Harburg

Öffnungszeiten: ab 20. Februar 2025: Mittwoch und Donnerstag, Samstag und Sonntag, jeweils von 10:00 bis 17:00 Uhr“

 

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Notfallverbund für Kulturgutschutz https://www.tiefgang.net/notfallverbund-fuer-kulturgutschutz/ Fri, 25 Oct 2024 22:55:25 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=11291 [...]]]> Kulturgut im Notfall gemeinsam zu schützen und zu erhalten – das ist das Ziel des Notfallverbunds für Kulturgutschutz, der kürzlich in Hamburg gegründet wurde.

Unter der Führung des Staatsarchivs haben zahlreiche Museen der Hansestadt, die Gedenkstätten und die Staatsbibliothek einen Vertrag unterzeichnet, in dem sie sich die gegenseitige Unterstützung in Notfällen zusichern. Im Notfallverbund schließen sich kulturgutbewahrende Institutionen zusammen, um sich zu vernetzen, Wissen miteinander zu teilen, sich zusammen auf Notfälle vorzubereiten und sich zu unterstützen, wenn eine Einrichtung einen Notfall, wie zum Beispiel Hochwasser, Unwetter oder Brände, nicht allein bewältigen kann.

Die Gründungsmitglieder des Verbunds sind neben dem Staatsarchiv Hamburg das Archäologische Museum Hamburg und Stadtmuseum Harburg, die Deichtorhallen Hamburg, die Hamburger Kunsthalle, das MARKK – Museum am Rothenbaum, das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, die Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg, die Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen sowie die Stiftung Historische Museen Hamburg.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Museen, Archive und Bibliotheken bewahren die kulturellen Schätze unserer Stadt. Diese Schätze auch in Notfällen zu schützen, ist eine zentrale Aufgabe der Institutionen. Mit der Gründung des Notfallverbundes hat Hamburg jetzt einen wichtigen Schritt für den bestmöglichen Schutz der Kulturgüter gemacht, denn auch dabei gilt, dass wir gemeinsam stärker sind. Die Mitglieder des Verbunds werden sich gegenseitig unterstützen, und das nicht nur im Notfall, sondern auch beim Entwickeln von Notfallplänen oder bei gemeinsamen Übungen. So können sie im Ernstfall schnell reagieren, um unser wertvolles Kulturgut zu schützen und zu erhalten.“

Der Hamburger Notfallverbund hat verschiedene konkrete Ziele:

  • Die Mitglieder unterstützen sich schnellstmöglich in Notfällen, in denen Kulturgut betroffen ist. Sie sichern sich im Rahmen ihrer fachlichen und personellen Möglichkeiten zu, sich organisatorisch, konservatorisch, materiell, technisch und logistisch zu helfen, insbesondere dabei, betroffenes Kulturgut zu bergen und zu sichern und Ausweichdepotflächen zur Verfügung zu stellen. Dabei unterstützen sie sich bei Bedarf auch mit Personal.
  • Ein Kompetenznetzwerk zum Thema Kulturguterhalt für Hamburg soll aufgebaut werden. Der Notfallverbund ist ein einmaliges Netzwerk von Kulturgut bewahrenden Einrichtungen in der Hansestadt, in dem unterschiedliche fachliche Expertisen zusammenkommen. Der Notfallverbund stellt den Wissenstransfer zwischen den Einrichtungen sicher.
  • Standards und Routinen im Bereich der Notfallvorsorge für Kulturgut sollen gemeinsam entwickelt werden. Hierzu zählen auch regelmäßige gemeinsame Notfallübungen und die Vereinheitlichung der Notfallplanung und -vorsorge in den beteiligten Institutionen.
  • Das Thema Notfallvorsorge für Kulturgut soll auch im öffentlichen Bewusstsein verankert werden. Außerdem sollen die Grundlagen für die Notfallprävention optimiert werden. Der Verbund soll Themen bündeln und gezielt Kontakte und Netzwerke mit weiteren Beteiligten wie der Feuerwehr oder dem THW aufbauen. Hierdurch sollen Synergien geschaffen und die Akzeptanz für die Notfallvorsorge für Kulturgut erhöht werden.

Der Notfallverbund beginnt ab sofort mit der gemeinsamen Arbeit. Perspektivisch können auch weitere Institutionen in öffentlicher Trägerschaft aufgenommen werden.

Bereits in zahlreichen Städten und Regionen wurden in den letzten Jahren Notfallverbünde zum Schutz des Kulturguts gegründet. Eine Übersicht gibt es hier: www.kek-spk.de/notfallverbundkarte/#/. Ziel der Verbände ist es auch, sich überregional miteinander zu vernetzen und auszutauschen (gemeinsames Portal: www.notfallverbund.de).

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Retrospektive: Jens Hoff – „DIG DEEPER“ https://www.tiefgang.net/retrospektive-jens-hoff-dig-deeper/ Fri, 05 Jul 2024 22:54:40 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=10983 [...]]]> Vom 27. Juni bis 27. September 2024 zeigt das Stadtmuseum Harburg mit der Ausstellung „Jens Hoff – DIG DEEPER“ eine Retrospektive des künstlerischen Schaffens des Malers Jens Hoff.

In seiner Heimatstadt ist das Werk des 1954 in Harburg geborenen Künstlers bisher weitgehend unbekannt. Mit einer Ausstellung in der Sparkasse Harburg-Buxtehude erinnert das Museum nun an diesen besonderen Künstler, der 2018 im Alter von 64 Jahren in Hannover verstorben ist.

Jens Hoff hat ein komplexes Werk hinterlassen. Mit großer Kontinuität und Beharrlichkeit schuf er bis zuletzt Bilder, die sich nicht auf den ersten Blick erschließen und dem Betrachter eine eigene Projektionsfläche bieten. In seinen eindrucksvollen Bildern führt Jens Hoff Abstraktes und Gegenständliches zusammen und verbindet realistische Bildinhalte mit mystisch Traumhaftem. So entstehen berührende Portraits und faszinierende Landschaften. Der Künstler war ein fanatischer Maler und gleichzeitig ein begeisterter Musikkenner. Viele seiner Bilder wurden durch Musik beeinflusst: Er liebte Jazz von Thelonious Sphere Monk, Klassik von Béla Bartók und zeitgenössische Musik von David Bowie oder U2.

Ein Teil des künstlerischen Nachlasses von Jens Hoff wird nun in die Gemäldesammlung des Stadtmuseums Harburg eingehen. Möglich gemacht hat dies die Sparkasse Harburg-Buxtehude.

Harburg ist der Stadtteil, in dem Jens Hoff 1954 geboren wurde und aufwuchs. Mit 14 Jahren unternimmt er erste Malversuche, indem er zunächst Comics nachzeichnet. Der Autodidakt erreicht in einigen seiner frühen Ölbilder bereits eine hohe handwerkliche und künstlerische Fertigkeit. 1980 bewirbt er sich an der Hamburger Hochschule für bildendende Künste mit einer Auswahl von Bildern im Stil des „fantastischen Realismus“ – und wird abgelehnt. Die Begründung: Man sei der Meinung, Jens Hoff nichts mehr beibringen zu können. 1982 beginnt er ein Studium an der Hochschule für bildende Künste in Hannover, das er 1988 erfolgreich abschließt. In Hannover findet er auch seinen privaten und künstlerischen Lebensmittelpunkt. Hier wird er zum geschätzten Maler.

In der Ausstellung „Jens Hoff – DIG DEEPER“ präsentiert das Stadtmuseum Harburg nun 14 seiner geheimnisvollen und künstlerisch mutigen Bilder in der Sparkasse Harburg-Buxtehude.

„Die Förderung von Kunst und Kultur ist eine wesentliche Säule unseres regionalen Engagements. Mit seinen umfangreichen Sammlungen und Ausstellungen leistet das Stadtmuseum Harburg einen wertvollen Beitrag zur kulturellen Bildung in Harburg und Umgebung. Außerdem verbindet unsere Sparkasse seit vielen Jahren schon eine enge Partnerschaft mit dem Stadtmuseum. Deshalb freuen wir uns, dass wir diese besondere Ausstellung in unseren Räumen präsentieren können“, so Tobias Schwebs, stellvertretender Leiter des Beratungscenters Harburg der Sparkasse Harburg-Buxtehude.

Wer mehr über die Werke des Künstlers erfahren möchte, hat bei zwei Führungen die Gelegenheit dazu: Am 1. August und am 5. September führt der Bruder des verstorbenen Künstlers, Olaf Hoff, durch die Ausstellung. Er war seinem Bruder Zeit seines Lebens sehr eng verbunden und kennt die Entstehungsgeschichten und Hintergründe der Bilderwelten des Künstlers wie kein anderer.

Sparkasse Harburg-Buxtehude, Sand 2, 21073 Hamburg | 27. Juni – 27. September 2024

Fährungen: Donnerstag, 1. August 2024, 16:00 bis 18:00 Uhr; Donnerstag, 5. September 2024, 16:00 bis 18:00 Uhr, ohne Anmeldung

 

 

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Brigitte Noldens „Parallele Welten“ https://www.tiefgang.net/brigitte-noldens-parallele-welten/ Fri, 10 May 2024 22:42:32 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=10837 [...]]]> Auch das Archäologische Museum Hamburg und Stadtmuseum Harburg ist mit von der Partie bei der SuedArt24.

Die SuedArt24 ist ein vierwöchiges Kunstspektakel, das über den gesamten Juni hinweg stattfindet. Während dieser vier Wochen stellt sich die südliche Metropolregion Hamburgs mit ihren Kunstorten und -institutionen sowie ihren Künstler und Künstlerinnen von Stade bis Hamburg-Harburg vor.

Im Museum ist derzeit die Hamburger Künstlerin Brigitte Nolden zu Gast. Aus Anlass ihres 80. Geburtstages zeigt das Haus eine große Retrospektive ihres künstlerischen Schaffens. Harburg ist der Stadtteil, in dem Brigitte Nolden aufwuchs und dem sie bis heute verbunden ist. Wer mehr über die Werke der Künstlerin erfahren möchte, hat bei einer Führung während der SuedAer24 durch Brigitte Nolden selbst die Gelegenheit dazu. Und noch ein weiteres Angebot macht das Museum: Interessierte können das kulturelle Harburg bei einer Führung über den Harburger Kunstpfad entdecken.

Das Programm im Überblick:

Künstlerinnen-Führung: Parallele Welten

Ein besonderes Erlebnis für Besucher bietet der geführte Rundgang mit der Künstlerin Brigitte Nolden. Die Künstlerin führt durch ihre Ausstellung „Parallele Welten“, gibt Einblicke in ihre künstlerische Arbeit und lädt Besucher dazu ein, sich mit ihr über ihr Werk auszutauschen.

Termin: 16.06.2024, 11:00 – 12:00 Uhr | Dauer: ca. 1 Stunde | Ort: Museumsplatz 2 | Kosten: nur Museumseintritt 8 Euro |Anmeldung: 040 / 42871 2497

Noch bis zum 8. September 2024 ist die Hamburger Künstlerin Brigitte Nolden zu Gast im Stadtmuseum Harburg. Aus Anlass ihres 80. Geburtstages zeigt das Museum eine große Retrospektive ihres künstlerischen Schaffens. Harburg ist der Stadtteil, in dem Brigitte Nolden aufwuchs und dem sie bis heute verbunden ist. Der Harburger Hafen mit seiner Industrie- und Maschinenthematik flossen ebenso in ihre Bilder ein wie mythologische Themen. In der Ausstellung erwartet die Besucherinnen und Besucher ein vielfältiger Bilderkosmos: Gemälde aus der Harburger Frühzeit der Künstlerin werden aktuellen Arbeiten gegenübergestellt. Zur Ausstellung bietet das Museum ein besonderes Begleitprogramm mit Führungen und einer Lesung durch Brigitte Nolden selbst.

Informationen: Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 5 Euro, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei | Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag, 10 – 17 Uhr

Führungen über den Harburger Kunstpfad

Das hat kein anderer Hamburger Stadtteil zu bieten: Einen Kunstpfad, der sich durch die Innenstadt schlängelt und die markantesten 27 Kunstwerke miteinander verbindet. Zu erkennen ist der Pfad an den bronzenen Bodenmarkierungen mit dem Schriftzug „Kunstpfad“. Die klassischen wie auch zeitgenössischen Werke sind nicht nur ein Spiegel der Kunstgeschichte, sie sind vor allem lesbare Stadtgeschichte. Prominente Künstler der Gegenwart reihen sich an die nun vergessenen, aber einst berühmten Künstler vergangener Zeiten – gemeinsam ist ihnen die enge Verbundenheit mit Harburg.

Anlässlich der SuedArt bietet das Stadtmuseum Harburg eine geführte Tour an, die spannende Details und Hintergründe zu den Kunstwerken vermittelt.

Termine: 18.06., 25.06.2024, 14:00 – 16:00 Uhr | Kosten:  kostenfrei | Anmeldung: 040 / 42871 2497

Treffpunkt: Harburger Rathausplatz, am Tubabläser

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Harburg von oben https://www.tiefgang.net/harburg-von-oben/ Fri, 28 Apr 2023 22:39:48 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=9907 [...]]]> Einmal wie ein Vogel das alte Harburg von oben betrachten – das können die Besucher seit dem 28. April im Stadtmuseum Harburg.

Das Museum zeigt in der neuen Sonderausstellung „Harburg von oben“ die Stadt an der Süderelbe in historischen Luftaufnahmen. Einen Blick auf die Eisenbahnbrücke über die Süderelbe und den Harburger Bahnhof von oben? Historische Luftbilder erlauben diese einmaligen Perspektiven. Die Schau vermittelt auf diese Weise auch die vielfältigen Aspekte der städtebaulichen Entwicklung Harburgs und stellt diese in ihren Kontinuitäten und Brüchen dar. Wie einschneidend die flächendeckenden Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges und der Wiederaufbau sich auf das heutige Stadtbild auswirkten, wird „von oben“ auf eindrucksvolle Weise deutlich. Und das Besondere: Mittels einer 3-D-Spezialbrille können Besucherinnen und Besucher erstmals Luftbilder der britischen Luftwaffe dreidimensional betrachten, mit denen die Zerstörungen dokumentiert wurden.

Nur wenig im heutigen Stadtbild erinnert noch an das vorindustrielle Harburg. Die bis 1937 selbstständige Stadt Harburg hat in den letzten 100 Jahren immer wieder einschneidende städtebauliche Veränderungen erlebt und sich in seiner wechselvollen Geschichte von einem kleinen Landstädtchen zur Industrie-, Hafen- und Arbeiterstadt gewandelt. Das Stadtmuseum Harburg zeigt in der Sonderausstellung „Harburg von oben“ diese städtebauliche Entwicklung und erzählt anhand von historischen Luftaufnahmen die spannenden Geschichten, die hinter diesem Wandel stecken.

In der Ausstellung erwarten die Besucherinnen und Besucher u.a. eine der ältesten Ansichten Harburgs „von oben“, die „Harburger Vogelschau“ aus dem Jahr 1877. Die Vogelschau zeigt eindrucksvoll, wie sich Harburg zum Industriestandort entwickelte. Stolz präsentiert die detaillierte Karte auch die Errungenschaften des Industriezeitalters: die Eisenbahnbrücke über die Süderelbe, den Bahnhof und große Industriebetriebe. Von der Mitte des 19. bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts erlebte Harburg mit der Ansiedlung von Industriebetrieben nicht nur ein rasantes Wachstum, sondern auch gravierende Veränderungen in der städtischen Struktur.

In den 1920er-Jahren erfuhr die Luftbildfotografie in Deutschland eine Blütezeit. Aus Flugzeugen heraus entstanden Aufnahmen von einzelnen Gebäuden, Fabriken, Hafenanlagen oder neuen Wohngebieten: ein spannendes Bild Harburgs vor den großflächigen Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs.

Historische Luftaufnahmen dreidimensional entdecken

Im Zweiten Weltkrieg wird Harburg erheblich zerstört. Die Industriegebiete am Binnenhafen und an der Elbe und ganze Wohnviertel werden großflächig in Schutt und Asche gelegt. Wie massiv die Zerstörungen waren, können Besucherinnen und Besucher ausgerüstet mit Spezialbrillen in der Ausstellung erleben: Luftbilder, mit denen die britische Luftwaffe gegen Ende des Zweiten Weltkrieges die entstandenen Bombenschäden dokumentierte, wurden für die Ausstellung so aufbereitet, dass beim Betrachten durch eine 3-D-Brille im Kopf das räumliche, dreidimensionale Gesamtbild entsteht. Die Brille können die Besucherinnen und Besucher an der Museumskasse kostenlos erhalten.

Aufnahmen aus der Nachkriegszeit wiederum zeigen, wie grundlegend sich das Stadtbild Harburgs durch den Wiederaufbau und die Anpassung an die moderne Verkehrsinfrastruktur verändert hat. In der Ausstellung sind eindrucksvolle Luftbilder aus den 1950er- und 1960er-Jahren zu sehen, die aus dem Hubschrauber oder der Cessna fotografiert wurden.

Die großformatigen Luftbilder der gesamten Ausstellung zeigen Harburg in einer Zeit großer Veränderungen und laden zu einer besonderen Entdeckungsreise durch 100 Jahre Harburger Stadtgeschichte ein.

Eintritt: 6 Euro, ermäßigt 4 Euro, bis 17 Jahre frei

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 10.00 – 17.00 Uhr

Ort: Stadtmuseum Harburg, Museumsplatz 2, 21073 Hamburg

Laufzeit: 28. April bis 5. November 2023

 

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Weiss bleibt! https://www.tiefgang.net/weiss-bleibt/ Sat, 04 Mar 2023 14:04:02 +0000 https://www.tiefgang.net/?p=9768 [...]]]> Jetzt bald 20 Jahre im Amt und immer noch gut. Der Vertrag für Prof. Dr. Weiss wird wieder verlängert …

Er leitet nicht nur das Archäologische Musuem Hamburg mit Sitz in Harburg und das Stadtmuseum Harburg (einst Helms-Museum) sondern ist auch von Anbeginn  überzeugter Süd-Elbianer und bestens vernetzt: Prof. Dr. Rauner-Maria Weiss. Wir gratulieren!

Der Stiftungsrat der Stiftung Archäologisches Museum Hamburg und Stadtmuseum Harburg hat nun die Verlängerung des Vertrages von Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss um weitere fünf Jahre, bis 2028, beschlossen. Weiss hat das Museum 2003 übernommen und gleichzeitig die Position des Landesarchäologen für Hamburg und den niedersächsischen Landkreis Harburg angetreten. In diesem Jahr feiert er gleichzeitig sein 20-jähriges Dienstjubiläum.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Prof. Weiss hat in den nunmehr zwanzig Jahren als Direktor des Archäologischen Museums Hamburg und Stadtmuseum Harburg mit hoher fachlicher Kompetenz und großem persönlichen Engagement das Museum weiterentwickelt und sich als Landesarchäologe mit großer Leidenschaft für die Bodendenkmalpflege in Hamburg und im Landkreis Harburg eingesetzt. Mit vielbeachteten Ausgrabungen, wie etwa mit der Entdeckung der Hammaburg, konnte er das Bild der Frühgeschichte Hamburgs entscheidend prägen. Das Haus ist während seiner Dienstzeit nicht nur zu einer anerkannten archäologischen Forschungsinstitution geworden, sondern hat auch mit attraktiven Sonderausstellungen wie zuletzt ‚Mythos Hammaburg‘ oder ‚Burgen in Hamburg‘ gezeigt, wie aktuelle Ausgrabungsergebnisse einem breiten Publikum erfolgreich nähergebracht werden können. Prof. Weiss versteht es, mit Kreativität und Freude für die Archäologie zu begeistern. Ich freue mich sehr, die Arbeit mit Prof. Weiss fortführen zu können und das Museum unter anderem mit der Realisierung einer Museumsfiliale auf dem Hopfenmarkt in der Hamburger Innenstadt weiterzuentwickeln. Hier wird das Museum künftig eine authentische Ausgrabung dauerhaft erlebbar machen und die Frühgeschichte Hamburgs von der Hammaburg bis zur Gründung der Neustadt erzählen.“

Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss, Direktor des Archäologischen Museums Hamburg und Stadtmuseum Harburg: „Ich freue mich sehr über die Möglichkeit, weitere fünf Jahre die Fahne der Archäologie in Hamburg hochhalten zu können und danke dem Stiftungsrat für das Vertrauen. Gemeinsam mit dem tollen Museums-Team haben wir uns viel vorgenommen.“

Zur Person

Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss studierte Vor- und Frühgeschichte und Kunstgeschichte in Regensburg. 1990 begann er seine berufliche Laufbahn am Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege. 1991 wechselte er an das Museum für Vor- und Frühgeschichte in Berlin. Nach weiteren Stationen in der Bodendenkmalpflege in Berlin und Bayern sowie am Gäubodenmuseum in Straubing wurde er 2001 am Berliner Museum für Vor- und Frühgeschichte zum Kustos ernannt. Seit 2003 ist Prof. Dr. Weiss Direktor des Archäologischen Museums Hamburg und Stadtmuseums Harburg sowie Landesarchäologe von Hamburg.

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